Neuling mit Fragezeichen

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markus90

Mitglied
Hallo zusammen,

zunächst möchte ich mich vorstellen, ich heiße Markus bin 19 Jahre al.. ups.. jung :) und komme aus dem schönen Chiemgau.

Nun zum Thema:
Ich hab ein (altes) Newton 76/700 mit 0,96" Auszug und der billigsten azimutaler Montierung die man sich vorstellen kann. Das ganze hatte ich die letzten Jahre im Keller verstauben lassen und in den letzten Wochen hab ich wieder die Freude an der Astronomie gefunden.
Die letzten Nächte in denen ich Zeit hatte bzw. das Wetter gestimmt hat, waren aber eher mit ernüchternt da ich wegen der billig Montierung dauernt am justieren war und nicht wirklich beobachten konnte.

Nachdem die Finanzen momentan stimmen möchte ich das ganze ein wenig aufrüsten nur weiß ich nicht in welchem Umfang das Sinnvoll ist. Als Buget habe ich mir als maximum 1500 € vorgestellt.
Die Frage ist nun ob ich mir eine gescheite Montierung zulegen soll (transport ist kein Problem) oder soll ich mein ganzes Equipment "austauschen". Als Okulare hab ich die damals enthaltenen Huygens 20 mm, 12,5mm und 4mm.
Ich bin mit der ganzen Teleskop geschichte bei nicht mehr wirklich Fit und bin dabei mich da wieder reinzuarbeiten. Als Hauptaugenmerk hab ich vor allem das visuelle Beobachten, ich möchte aber auch die Möglichkeit haben meine DSLR dranzuklemmen und mal Fotos machen zu können.

Kurzform:
Neue Montierung oder neues Teleskop bzw welches. :)
Oder soll ich lieber noch bei diesem Tele bleiben bis ich wieder zu 100% drinnen bin und selber genau definieren kann was ich brauche.

Ich hoffe, dass alle relevanten Sachen da drinnen stehen und hoffe es kann mir jemand helfen wie ich handeln soll. Wenn noch Fragen offen sind beantworte ich die gerne. Ich brauch eine Entscheidungshilfe von Leuten die in dem gebiet mehr erfahrung haben und evtl solche Situationen schonmal erlebt haben (hier im Forum).

gruß markus
 
Hallo Markus,

ja, diese kleinen Wackeldackel sind der Einstieg in den Ausstieg, es gibt sicher eine ganz schöne Dunkelziffer an Leuten, die sich gedacht haben, dass das Hobby nichts für sie ist...

Das muss aber nicht so sein. Dein Budget klingt ziemlich gut, das eröffnet viele Möglichkeiten. Und genau gilt es auszuloten, was damit sinnvoll angeschafft werden kann. Das heißt wir müssen Dir erstmal Fragen stellen.

Die Haupt-Fragen sind:

1. Wo wird beobachtet, wie kommt das Gerät dorthin und wie dunkel ist es da?

2. Gibt es schon konkrete Vorstellungen, was beobachtet werden soll? Der vorhandene Newton hat da ja schon etwas gezeigt, was scheint da das faszinierendste? Oder soll es keine Spezialisierung sein?
Mit den allermeisten Teleskopen kann man fast alles beobachten, aber wenn man einen Schwerpunkt hat (oder zunächst zu haben glaubt), dann kann man das Teleskop dazu passend auswählen.

3. Ist Fotografie geplant, und in welcher Form oder für wann? Dazu schonmal Info hier: http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-astrofotografie.html
Lies das am besten mal, dann kannst Du schon eine ganz brauchbare Antwort geben. Du schreibst ja selbst DSLR.

Soviel vorweg: Ich stehe auf dem Standpunkt, dass selbst mit 1500 Euro die mit ach und krach eingeplante Fototauglichkeit eines Komplettsystems dessen Möglichkeiten zu sehr einschränkt, so dass es besser wäre, lieber ein rundes Paket ohne Fotografie zu schnüren um dann mit "Restgeld" oder nach etwas Zeit (weil man sich erst visuell auskennen sollte bevor man zur Kamera greift) mit neuem Geld parallel etwas fotografisches aufzubauen.

Hintergrund ist beispielsweise der: Man kann dahin kommen, dass visuell ein Dobson-Teleskop die schönsten Möglichkeiten bietet. Ein solcher Dobson ist günstig, aber da das Gerät groß ist (durchaus entsprechend seiner Leistung) ist eine fotografisch voll taugliche Montierung dazu extrem teuer. Auf diese Weise bringt nämlich die Fotografie ein Budget gerne zum Platzen.

OK, geh mal mehr in Vorlage.

Clear Skies
Sven
 
Naja mit nem wackeldackel beobachten ist nichts. Auch der 0,96er Auszug... naja. Dafür bekommste ja keine Okulare...

Da würde ich in nen 200er Dobson investieren, ein paar Okulare dazu. Da kommst du Preislich so bei 600 Euro raus, wenn ich richtig denke. Ne Montierung müsste da immer noch drin sein, ne vernünftige, die kannste ja später nachkaufen wenn du wirklich Fotografieren möchtest.
 
Hallo Sven,

vielen dank für das schnelle Antworten!

Beobachtet wird aus dem Garten meiner Eltern heraus, Streulicht kann ich außer zur Volksfestzeit "Abschalten", ansonsten kann ich relativ schnell auf einen Abgelegenen Berg fahren von woaus auch gute Sicht garantiert ist.
Beobachten möchte ich wennmöglich alles, vorwiegend aber Deep-Sky. Bei der beobachtung der Planeten sind mit meinem Teleskop meist nur matschige Scheiben rausgekommen also wären die auch ein gerne gesehenes Ziel, allerdings nur secundär.

Zumal ich mir nicht viel hoffnung gemacht habe das es inzwischen die "Eierlegendewollmilchsau" in der Astronomie gibt, die für Foto und Beobachten optimal ist, ist das kein großer Rückschlag, dass ich da 2 Systeme nutzen sollte. Also kann das Thema hier erstmal unter den Tisch fallen.

Bleibt also noch die Frage, was wäre für die Zielstellung Deep-Sky eine geeignete Teleskop + Montierungs-kombi für einen "wieder"-Einsteiger?

gruß markus
 
Hallo Markus,

hm. Störlicht schätzt Du falsch ein, denke ich. Da geht es nicht nur um direktes Licht sondern es geht insgesamt um die Himmelsaufhellung durch die Summe des in der Umgebung in den Himmel abgestrahlten Lichts. (Hierzulande falsche) Straßenbeleuchtung, Hausbeleuchtung, usw. Die hellt den Himmel auf und lässt sich nicht so leicht loswerden. Der abgelegene Berg wird Dein Standort der Wahl sein, da Du ja Deepsky nennst. Die Planeten werden sich mit Deiner zukünftigen Optik sicher viel besser zeigen, da haben diese (sorry) Spielzeugteleskope schonmal optische Aussetzer! Da Planeten aber hell sind, die interessanten sind zur besten Beobachtungszeit meist das hellste Gestirn (im Gegensatz zu "Stern") in ihrer Himmelsgegend oder sogar der ganzen Nacht, kannst Du sie aus dem Garten gut beobachten. Wenn Du genauer hinschaust wirst Du feststellen, ob der eine oder andere Beobachtungsort häufiger ruhige Luft hat, die für die Planetenbeobachtung wichtig ist. Wenn Du stets über das schlecht isolierte Dach des Nachbarhauses hinweg schauen must, wird Planetenbeobachtung keinen großen Spaß machen, weil das eine dauernde Quelle von Luftturbulenzen ist.

Nun gut, jetzt zum Teleskop. Bei Deepsky ist vorwiegend Öffnung gefragt. Öffnung wiederum bekommt man am Preiswertesten beim Newton und zwar in der Variante Dobson. Hier könntest Du Dir problemlos 12" (300mm) Öffnung kaufen und Du hättest immer noch über die Hälfte Deines Budgets für weitere Okulare und Zubehör übrig - und das ist auch gut so, damit man ein solches Teleskop gut nutzen kann. Die meisten Sternfreunde stecken über die Jahre mehr Geld in Okulare als in Teleskope, insbesondere wenn für Deepsky-Beobachtungen Weitwinkel-Okulare gewünscht sind.

Ein Dobson wird von Hand nachgeführt, oder wenn nicht von Hand, dann mit der Stirn oder dem Jochbein über die Auflage am Okular, wenn man so will. Der Dobson in seiner Rockerbox ist zwar einfach montiert, aber das ist kein Vergleich mit Deinem Wackeldackel und selbst bei einem günstigen Dobson kommt man schon mit dem "Werkszustand" zurecht, was ja beim Wackeldackel nun gar nicht der Fall ist. Man kann da aber noch nachhelfen und das Gleitverhalten der Lager verbessern, so dass es noch feinfühliger wird. Trotzdem führt man von Hand dem Himmel nach, das heißt bei hoher Vergrößerung ist es nötig, stets am Okular zu bleiben, sonst wandert das Objekt nach einer Minute aus dem Bild und man findet es erst wieder, wenn man ein geringer vergrößerndes Okular einsteckt - das betrifft vor allem die Planetenbeobachtung, aber auch kleine Deepsky-Objekte die man mit z.B. 300x beobachten will.
Die meisten Deepsky-Beobachtungen finden aber mit weniger Vergrößerung statt und da entspannt sich das ganze. Dobson ist eine Frage der Übung. Ich selbst kam spontan damit klar, es gibt aber einige Sternfreunde, die sich damit nicht anfreunden können. Für den Dobson spricht die enorme Verbreitung.
Abhilfe wäre ein Dobson mit Nachführung. Das war bis vor kurzem immer etwas besonderes (obwohl technisch ein längst gelöstes Problem). Nun bietet Skywatcher neuerdings Dobsons mit computergesteuerten Motoren an, die dann sogar Goto beherrschen. Das ist allerdings entsprechend teuer und wenn Du genug Geld für Okulare übrig behalten willst, ginge sinnvoll maximal ein 10" Dobson - was allerdings auch nicht zu verachten ist.

Ein Teleskop auf einer parallaktischen Montierung ist natürlich auch möglich. Dabei besteht aber die Gefahr, wieder ein Gerät zu erwischen, das eigentlich untermontiert ist. Meist ist mindestens die günstigste angebotene Montierungsvariante für ein Teleskop unzureichend, oft gibt es davon sogar zwei Varianten. Das bedeutet realistisch, dass angesichts der Kosten für Okulare usw. entweder ein untermontiertes 10" Teleskop oder eben ein solide montiertes 8" Teleskop dabei herauskommen, und zwar wieder Newtons. Die Montierung wäre dann wahrscheinlich ohne Goto, lediglich mit einer einfachen Himmelsnachführung ohne automatische Positionierung ausgestattet. Goto kostet halt entsprechend mehr, aber auch das wäre beim 8-Zöller hinzukriegen.

Unter 8" wird man als Deepsky-Freund ohne Not nicht gehen wollen. Es kann eher sein, dass man sich beizeiten als Zusatzgerät eine Optik für sehr niedrige Vergrößerungen zulegt, das ist heute meist ein ED-Refraktor, die Dinger sind in den letzten Jahren sehr viel günstiger geworden. Eventuell ließe sich das gut mit Fotografie kombinieren, wenn es soweit ist.

Meine Empfehlung wäre der Dobson. Ob es der 12" Dobson sein kann, müsstest Du entscheiden. Der ist schon recht groß. Dazu verschaffe Dir mal auf dieser Seite einen Eindruck:
http://www.taunus-astronomie.de/art_scopes.html

Ein Dobson-Tubus 12" f/5 passt sicher nicht quer auf jede Auto-Rückbank, der wird eher längs vom Kofferraum aus über die (halb) umgeklappte Rückbank verladen. Der Rest des Platzes im Kofferraum geht für die Rockerbox drauf. Mit einem Smart wäre es schon eine Leistung, aber ich glaube sogar jemand hat mal verkündet, wie er das hinbekommen hat... ich weiß es nicht.
Der 12" Dobson hätte optisch das größte Potenzial. Der 10" Dobson ist schon leichter zu tragen und man könnte hier durchaus in die Motorisierung mit automatischer Positionierung investieren. Das haben aber die wenigsten, wie gesagt das waren bisher exotische Geräte und die Skywatcher mit dieser Technik gibt es noch gar nicht so lange.
Ein Teleskop mit Montierung übrigens bedeutet übrigens eher keine Transport-Erleichterung. Montierung, Stativ, Gegengewichte, das alles will neben dem Tubus auch geschleppt werden und je nachdem braucht man noch einen Bügelstuhl oder einen höhenverstellbaren Astrostuhl, während beim Dobson eine Angelkiepe reichen kann. Es gibt so höhenverstellbare Stühle die bestehen aus einem Dreibein, auf dem so ein Fahrradsattel sitzt, der genau wie beim Fahrrad (nur per Schnellspannhebel) höhenverstellbar ist.

Was die Planeten angeht, kann man so einen Dobson schon gut zu deren Beobachtung nutzen, wenn man passende Okulare hat. Gleiches gilt für den parallaktisch montierten Newton. Es gibt allerdings noch Tuning-Möglichkeiten, allen voran die verbesserte Innenschwärzung indem man den Tubus innen mit schwarzer Veloursfolie auskleidet. Sodann baut man gerne einen Tubuslüfter an, der vom Spiegel aufsteigende Warmluft absaugt indem vorn durch die Tubusöffnung Luft eingesaugt und hinter dem Spiegel wieder ausgeblasen wird. (Hinweis: Die an Newtons oder Dobsons aus Fernost manchmal anzutreffenden Lüfter sind meistens fehlkonstruiert indem der Lüfter "wie zur Kühlung" von Hinten auf den Spiegel pustet. Das wird unter Sternfreunden nicht als gute Lösung akzeptiert - so können keine Warmluftschlieren aus dem Tubus abgesaugt werden.)

Nun ja, genug damit Du in Dich gehen kannst. Übrigens... über Okulare macht Dir keine Gedanken, ehe nicht feststeht, welches Gerät es wird bzw. exakter welches Öffnungsverhältnis das Gerät hat.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

wow, vielen Dank für die Mühe die du dir machst!

Dank der darstellung im Link weiß ich das es kein 12" wird, da mein Scirocco dann doch zu klein ist. Aber ich denke das ein 10"er bei umgelegter Rückbank reinpasst.

Ich hab mich da schon ein wenig umgeschaut, was spricht für oder gegen dieses Dobson?
http://www.vegaoptics.de/Skywatcher-10-2541200-Dobson-PX_c18-349-352_p1613_x2.htm

gruß markus
 
Hallo Sven,

Auch einfach mal meinen Respekt für Dein Engagement und Deine Mühe die Du hier zu Besten gibst. Kommst Du überhaupt noch zum Beobachten :/ ?

Im übrigen: Lesenswerter Filterartikel von Dir in der SuW. Man lernt immer dazu.

CS
Dirk
 
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Off-Topic

Ich möchte die Off-Topic Lawine eigentlich nicht mit lostreten. Dennoch: Die Seite von Sven und seine Ratschläge im Forum und über PN haben mir sehr geholfen. Sein aktueller Artikel in der Sterne und Weltraum ist auch sehr lesenswert und kann sogar bequem für 1 Euro über die Homepage des Magazins runtergeladen werden (hätte sonst den langen Weg zum Bahnhofskiosk antreten müssen). Ich weiss nicht wie oft ich nur halbherzig gelesen habe und Sven mir per PN Dinge klarstellen musste, die mir auf Grund der Unaufmerksamkeit nicht klar waren. Solcher Einsatz ist wirklich wertvoll.
Deshalb stöhrt es mich auch, wenn in Filterbeiträgen nicht im ersten Beitrag auf die Seite von Sven oder andere Seiten verwiesen wird. Wenn Leute mit viel Mühe niedergeschrieben haben, was es erstmal zu wissen gilt, sollte dies die erste Information sein und anschließend kann dann jeder seinen Senf dazugeben. Es sei denn, jemand fragt sehr gezielt nach. Von mir selbst stammen zum Beispiel solch verpönte, ungenaue Beiträge wie "Oxygen 3 und Graufilter". Deshalb: erst lesen, dann fragen. Wenn ich Sven's Seite anständig gelesen hätte, hätten sich eigentlich alle Fragen zum Thema Filter beantwortet. Mein Problem war, dass ich nach der Auswahl von Dobson und Okularen zu faul war, mich in das Thema Filter einzuarbeiten und einfach gehofft habe, jemand könnte mir verbindliche Tips geben. Das dies jedoch nicht so einfach möglich ist wird klar, wenn man nachliest.

Von daher, vielen Dank an Sven und die anderen "alten Hasen" im Forum, die Beitrag über Beitrag ihre Hilfe anbieten und auch bei "dummen" Fragen nicht den Schacht zu machen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Zusammen,

wir beziehen das allgemeine Lob hier mal auf alle, die sich Mühe machen, dann muss ich nicht rot werden.

Es spricht nichts gegen die Skywatcher-Variante mit Pyrex. Es spricht auch nichts gegen den von GSO mit Pyrex. Man muss sich die Details anschauen, ob die einem passen. Egal von welchem dieser beiden Hersteller (andere gibt es in der Preislage nicht, nur andere Aufkleber) kommt es auf's Einzelstück an. Skywatcher hat da wenigstens einen besser gefassten Fangspiegel, während der bei GSO ja in kalten Nächten von der Plastikfassung gequetscht werden kann - was das Bild durch Asti versaut.

Klar ist, dass das beigelegte 25mm Okular kein besonders schöner Briefbeschwerer ist. Ob Taiwanesen oder Chinesen, ja auch Japaner oder Amerikaner: Diese elenden 25mm Okulare die keiner sich je freiwillig aussuchen würde. Ein Okular das kein Alibi wäre, wäre ein 32mm Plössl. Das würde das maximal machbare wahre Gesichtsfeld ("Himmelsausschnitt") eines Okulars mit 1,25" Einsteckdurchmesser zeigen und wäre somit schon eine gewisse Besetzung - wenn auch an f/5 mit einer weniger guten Randabbildung.
9x50 Sucher - nicht als Hauptsucher. Schon lange nicht. Seit etlichen Jahren haben wir Sternfreunde erkannt, dass man sich eher zwischen Leuchtpunktsucher oder "Leuchtkreis"-Sucher, gemeint ist Telrad oder Rigel, entscheiden kann. Zusätzlich wird dann von einigen der 50mm Sucher noch parallel genutzt. Ich habe zwar einen, ich habe mir sogar letztes Jahr noch gebraucht einen ganz tollen ganz schönen mit aufrecht und seitenrichtig und beleuchtetem Fadenkreuz gekauft, aber... ich habe seit 2 Jahren kein Sucherfernrohr mehr genutzt, und davor auch schon 2 Jahre nicht. Tja... An dem Abend hatte ich die Kamera dran und auf der Mattscheibe erkennt man nichts, daher musste der Sucher parallel dran.
Dann steht da ein Superplössl 10mm. Kann sein, dass man das braucht, wenn man wenig Geld für Okulare hat. Das 28mm 2" Okular ist aber viel zu nah am beigelegten 1,25" 25mm Okular und wenn es eines ist, wie ich vermute, zeigt es nichtmal mehr Himmelsausschnitt als in 1,25" möglich wäre. Das heißt das kann auch gleich beim Händler bleiben!

Somit gilt es nun, eine Okularpalette für f/4,7 zusammenzustellen. Zum Glück ist genug Budget da!!! Das können wir auch ganz easy verbrauchen, f/5 ist schon anspruchsvoll, f/4,7 ist noch einen Ticken schneller.

Meine Meinung: Den ganzen Zubehör weg. Beim Händler lassen, dem sagen er soll in Fernost sagen, die sollen wenn was passendes beilegen... sonst ändert sich nix!

Gut, das teuerste zuerst. Übersichtsokular zwischen 28mm und 32mm würde ich mal sagen.
Da gibt es drei, die in Frage kommen: 31mm Nagler, 30mm Meade UWA Serie 5000 bzw. 82° Teleskopwerkstatt (soll baugleiche Optik sein), 28mm UWAN - gibt es auch von mindestens 2 Labels.
Google mal selbst nach, was das kostet. Das Nagler ist das Beste in meinen Augen, kostet aber Liste mehr als das Teleskop.
Dazu ggf. ein Komakorrektor. Wäre nicht schlecht, da noch auf ein bereits angekündigtes Modell von Meade zu warten, das wie es heißt bald erscheinen soll.

Davon, wie diese Entscheidung ausfällt, wird der Rest abhängen. Schau mal, ob die Preise Dich umwerfen und lies Dich mal in das Thema ein. Auf meiner Homepage gibt es einen Vergleich zum 26mm Nagler und 28mm UWAN.

Dann... sieht man weiter...

Clear Skies
Sven
 
Hi Günther, Hi Sven,

Ich hab mich jetzt auf das oben ganannte Dob festgelegt, bei der Auswahl der Okulare bin ich mir noch nicht ganz sicher, welches ich mir wann zulegen werde.
Leider hatte ich die letzten Tage keine Zeit mir die Okulare näher anzusehen, aber ab Mittwoch hab ich wieder Freizeit in der ich auch das nachholen kann. :)

An dieser Stelle nochmal ein RIESEN Dank für die Zeit (und evtl Nerven?!) die du hier aufbringst Sven!
 
Sodele,

nachdem ich jetzt wieder reichlich Zeit zum lesen hatte, hab ich mich festgelegt. Es wird definitiv das 10" Dobson von Skywatcher. Okulartechnisch weiß ich leider immernoch nicht genau was ich will, dazu noch Fragen von mir: Brauch ich für die visuelle Astronomie Filter (um evtl. mehr von nebeln zu sehen)? Wenn ja, lohnt es sich ein etwas (schlechteres) billigeres Okular zu kaufen, aber dafür hochwertigere Filter (da gibts doch bestimmt auch unterschiede)?

Mein "Hausoptiker" meinte nen guten Draht zu Vixen, Celestron und Meade zu haben. Ob und wie sich das auf den Preis auswirkt kann ich nicht sagen. Das es da Preisunterschiede zum Televue Nagler 31mm und auch dem Wiliam Optics UWA 28mm zuerkennen gibt hab ich gesehen, wie sieht es von der Abbildungsleistung aus oder ist das ein "Äpfel mit Birnen-Vergleich"?

*g* Als ich 9 jahre alt war, war das irgendwie nicht so kompliziert ;) oder ich habs mir nicht so kompliziert gemacht. :)

Entschuldigung das es schonwieder soviel aufeinmal ist aber wenn ich anfange zu schreiben dann kommt's einfach so in meinen Kopf rein. xD
 
Hi, Markus...

oder ich habs mir nicht so kompliziert gemacht.

Wichtiger Punkt !
Mach es doch jetzt einfach auch nicht...

Ich denke, daß Filter derzeit noch nicht prior sind und durchaus warten können.
Ein gescheites Ü-Oku allerdings NICHT.

Du solltest die Okulare von oben nach unten auffüllen,
also erst das Grosse (28...33) ,dann was in der Mitte (13..15)
und schlussendlich etwas zum höher vergrössern (5..8).

Filter sollte zuerst ein OIII her - natürlich in 2".
Aber das kann warten ;)

Gruß und CS

Der Jan
 
Hallo Markus,

ich drehe Deine Frage mal etwas rum, denn es lohnt sich m.E. nicht, günstige Okulare an 10" F/5 zu kaufen um noch Budget für einen oder zwei Filter zu gewinnen.
Es lohnt sich m.E. viel mehr, auf 8" F/6 zurückzugehen.
Dann hat man mehr Auswahl an tauglichen Okularen und Luft im Budget für eine komplettere Ausstattung.

Die für Dich entscheidende Frage ist, wie lange Du Dich mit weniger Ausstattung begnügen musst, also wie lang Deine "Durststrecke" dauert.
Wenn die Begeisterung für das Hobby wächst, aber kein Spielraum für die Anschaffung eines fehlenden Okulars oder eines dringend vermissten O III Filters da ist, macht die größere 10" Optik weitaus weniger Spass als ein gut ausgestatteter 8-Zöller.

Der Unterschied zwischen 8" und 10" Öffnung in dem was man damit sieht, ist für mich(!) nicht den Sprung von F/6 zu F/5 wert.
Ich sage immer, wenn schon F/5, dann gleich 12" oder mehr und zwar mit allen Konsequenzen.
Erst dann kompensiert die Aussicht auf mehr Detail durch Auflösung und Lichtsammelleistung die Nachteile von F/5.
Das sehe ich in meiner Beobachtergruppe immer wieder.
Sehr schnell ist die höhere Leistungsfähigkeit eines 10" F/5 durch suboptimale Okulare und/oder etwas schlechtere Justierung dahin, von fehlenden Okularen und Filtern reden wir da gar nicht.

Ein wirklich guter Grund auf 10" Öffnung zu gehen, wäre gegeben, wenn klar ist, dass damit die größte mögliche Öffnung (Finanzen, Transport pp) erreicht ist, es sich also um DAS endgültige Teleskop handelt.

Gruß und CS
*entfernt*

 
hi Günther & Jan,

das mit den Filtern war nur ein kleiner Gedankengang, jetzt nachdem ihr das geschrieben habt, hab ich auch bemerkt das ich damit die Möglichkeiten beschneide. Zumal ich ja immernoch die Möglichkeit habe mir welche zu kaufen, wenn ich es für nötig halte. (Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung.) :super:

Zu dem f/5 , f/6 Vergleich: Ich kenn es nur aus der Fotografie, eine schnellere Blende = geringer schärfe bereich und umgekehrt. Wie ist das bei Teleskopen? Ich kann da momentan keinen direkten zusammenhang für mich erkennen. Wo liegen die Nachteile einer schnelleren Optik (bei Teleskopen)?

 
Hallo Markus,

gleiche Öffnung vorausgesetzt bietet F/5 gegenüber F/6 das größere möglich Feld in der Übersicht die kürzeren Abmessungen und die bessere Montierbarkeit wegen kürzerer Hebel.
F/5 liefert aber auch einen stumpferen Strahlenkegel ans Okular und der ist dort, platt gesagt, schwerer zu verarbeiten. Auch der Fokussierspielraum wird enger.
F/5 erfordert auch einen etwas größeren Fangspiegel, das Thema Obstruktion wird aber m.E. viel zu hoch gehandelt, das gibt es vorher Wichtigeres, z.B. die grundsätzliche Qualität, Justierung, Stör-/Streulichtschutz, thermische Beherrschung des Teleskops.
Ein Teleskop bringt nur dann die von der Optik vorgegebene Leistung, wenn es genau justiert ist. Hat man bei F/10 noch ein breites Band als Justierspielraum um eine gute Leistung abzurufen, ist das bei F/6 schon wesentlich schmaler und be F/4 schon wirklich schmal. F/4 bietet dann nur noch einen sehr schmalen Grat.
Mangelnde Justierung ist DER Abbildungskiller Nr. 1 und dann reihen sich die anderen genannten Faktoren ein.

F/5 ist also eigentlich nicht nachteilig sondern erfordert einfach mehr aufwand in allen Dingen zur Erfüllung gleicher Ansprüche wie z.B. F/6. Das wird bei Okularen schon Mal etwas bis deutlich teurer.

Gruß und CS
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Markus,

hm... ich denke ich schick Dich mal lesen:
http://www.svenwienstein.de/HTML/uwan_28mm.html
Da wird die Frage zum Preisunterschied bei den Übersichtsokularen schonmal für zwei teure aber dennoch deutlich unterschiedlich teure Okulare angegangen. Und das fiese dabei ist: Man sieht das, egal ob f/5 oder f/6. Die Frage ist dabei eben nicht nur "was ist das beste?" sondern einfach auch, wie weit man sich arrangieren kann.

Was Filter angeht, so ist die Antwort eher standortabhängig, generell aber teile ich Jans Ansicht nicht. Da es aber an jedem Standort Objekte gibt, bei denen die Anwendung eines Filters den Unterschied zwischen sehen und nicht sehen (oder nicht finden) ausmacht, sollte man Nebelfilter nicht der Okularanschaffung unterordnen. Für beide Anschaffungen gelten dieselben Regeln was Fehlkäufe angeht und einem ausgesprochenen Deepsky-Beobachter wird das Fehlen eines Filters genauso behindern wie das Fehlen einer Okularbrennweite.
Allgemeines zu Filtern jedenfalls erstmal hier: http://www.svenwienstein.de/HTML/nebelfilter.html
Und falls die Frage aufkommt: http://www.svenwienstein.de/HTML/uhc_oder_oiii.html

Klar ist jedenfalls die Zwickmühle insgesamt, ob man ein Teil des Zubehörs lieber weglässt und dafür in richtig guter Qualität Anschaffungen tätigt, oder ob man womöglich aus Angst, das Hobby wieder aufzugeben, lieber die Anschaffungs-Summe insgesamt niedrig halten will. Eine Entscheidung, die jedem Sternfreund niemand abnehmen kann. Ich habe über die Jahre Sternfreunde erlebt, die mit höchstwertigem Equipment und viel Freude eingestiegen sind, die auch dabei geblieben sind, und genauso auch Fälle mitbekommen, in denen eine tolle Ausrüstung nach ein paar Frusterlebnissen (z.B. der Fehleinschätzung Geld bewahre vor der Notwendigkeit, etwas zu lernen) regelrecht verramscht wurde. Und natürlich gibt es in den Weiten des WWWs auch die Fälle von "Teleskop gekauft und nie wieder was gehört".

Ich denke wesentlich ist es, für den Anfang wenigstens einigermaßen das Potenzial des Teleskopes abrufen zu können. Je nach Interessenlage kann ein 1,25" OIII-Filter dazugehören (an nachweislich gutem Standort kann auch ein UHC-Filter richtig sein).

Clear Skies
Sven
 
Den Vergleich zwischen dem Nagler 26mm und dem 28mm UWAN hab ich gelesen und soweit auch verstanden. Prinzipliell tendiere ich zum 31mm Nagler (das du mir weiter oben empfohlen hast), das einzige was mich momentan ein bissl abschreckt ist der Preis :o :o
Ich werd mich morgen mal mit meiner vermeindlichen bezugsquelle kurzschließen und über die Preise reden und wenn ich einen guten Preis fürs Nagler bekomm schlag ich zu (unter 550€), ansonsten wirds vermutlich das UWAN. Ich denke das ich mich recht gut auch mit schwächeren Optiken arrangieren kann. Sollte ich nach höherem streben lässt sich ja alles noch steigern. :/

Ich meld mich morgen Abend nochmal mit dem Stand der Dinge.
 
Also es wird das UWAN 28mm.

Allerdings bin ich mir nicht sicher wie ich dann sinnvoll weiter abstufen soll, um das teleskop auszureizen.
 
Hi, Markus...

28
13,4
7,2*
4,9

Die Brennweiten verraten dem Kenner auch schon die Marke ;)

*Wahlweise auch ein 7mm UWAN, welches eigentlich ein 7,8er ist...

Dazu noch ein ZoomSet III von Günther und Du kannst die Oku-Kataloge für einige Jahre zur Seite legen :)


Gruß und CS
Der Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Bin zwar kein Kenner, aber Onkel Google ist mein Freund ;)

Gut dann werd ich dass alles mal bestellen. Ich freu mich immer mehr auf meinen Urlaub über Weihnachten! ;)

PS: Wo finde ich die Edit-funktion?

oki schon gefunden ;)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi, Markus

ALLES ???? :o

hmmmmkay...

Vielleicht kommen aber noch Ideen aus einer anderen Ecke.
(Naja - sehr anders werden die auch nicht, vielleicht mehr grün dabei :D )

Gruß und CS
Der Jan
 
Keine Angst, bestellt ist _noch_ nichts!

Aber ich gehe davon aus, dass sich nicht mehr wirklich was ändert. (Evtl lass ich für den Anfang mal das 4,9 mm weg, um mich erstmal noch mehr in die Astronomie einzuarbeiten.)
 
Hallo Markus,

wird es denn ein 10"-Skywatcher?
Bei der von Jan vorgschlagenen Variante mit Sternchen fällt das 4,9er weg, weil die UWAN-Variante ein 7,5 - 3,5 mm Zoom ergibt.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hui, Günther...

Allerfeinst - Gibt´s die Zooms für die UWÄNE auch schon ??
Da muss ich wohl mal das soeben von Benny erstandene 4,9er gegen das gezoomte UWAN testen :)

*PortemonnaieAuswring*

Gruß und CS

Der Jan
 
Hallo Jan,

die UWAN-Sets sind noch in der Produktion, ich warte täglich auf Nachricht von Tommy, dass sie fertig sind.
Bisher habe ich nur eine Testversion hier und betreibe damit mein 16er UWAN als 15,5 - 11 mm Zoom.
Dass Du Dein 4,9er mit einer 2" Hülse als Zoom bis etwa 3,8 mm Brennweite fitt machen kannst weißt Du?

Gruß und CS
*entfernt*

 
Hi, Günther...

Bisher nicht - aber Jetzt :)

Fände es aber knalliger, mit dem 7mm UWAN bis 3,5 runterzuzoomen.
Zumal das bei mir wohl VMax ist...

Andererseits könnte ich mit der Speershülse das bisher nicht bemerkte Loch ;) zwischen 13,4 und xx? abfahren.

Dilemma, Dilemma.

Gruß und CS

Der Jan
 
Hi Zusammen,

ihr seid ja längst woanders, aber gab's irgendwie explosive Deflation? Wenn man 2x UWAN 1,25" einpackt, wär's doch besser, gleich das Speers-Zoom einzpacken. Da kann Günther dann ja noch ne Hülse drauflegen...
OK, derweil seit ihr beim UWAN verzoomen, man muss aber schon überlegen, ob man nicht mit dem Speers Zoom mehr Leistung herausbekommt. Mehr Komfort sowieso, auch wenn über die Clickstops schonmal gemault wird.

Viele Grüße
Sven
 
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