Neuling such gutes Newton Teleskop !

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Ich glaube, ich geb`s auf.

X-mal besprochen, x-mal gewarnt und trotzdem glaubt ein Einsteiger, er kann mit der Astrofotografie beginnen, der Rest erledigt "die Maschine".
Wenn Du in den Foren schon gestöbert hast, wirst Du einiges darüber gelesen haben:

Astrofotografie ist... -

- Sehr sehr teuer, da kommt neben Monti und Rohr noch eine Menge hinzu.
- sehr sehr viel Geduld und Erfahrung
- nicht das, was man in Hochglanzprospekten sieht. Da werden mit billigsten Geräten Hubble Aufnahmen geschossen, daß es dem abitionierten Astrofotografen die Tränen in die Augen treibt, wie falsch und dümmlich da geworben wird!
- stundenlang einen Leitstern betrachten und sich dann von den Kumpels erzählen lassen, was sie zwischenzeitlich alles beobachtet haben
- nach Hause kommen und am Computer feststellen, daß 80% der Aufnahmen verrissen oder falsch nachgeführt wurden, weil man zu nervös war.

Diese Reihe könnte ich stundenlang fortsetzen. Nichts gegen Astrofotografie, aber arrogant ausgedrückt sollte der Einsteiger erst mal den Himmel kennenlernen, bevor er damit anfängt. Das kann nicht nur in die Hose gehen, das geht auch in die Hose!

Und Du hast zwar der Wirtschaft durch eine großzügige Spende geholfen, für Dich persönlich aber eine Menge Geld unnütz aus dem Fenster geworfen.

CS
Winfried
 
Hallo

Eine ADM oder HEQ-5 sollte ein 150/750 Newton schon gut tragen.
Da sehe ich auch mit ersten Gehversuchen in der Astrofotografie mit einer Webcam keine schwierigkeiten.
Mond,Planeten oder helle DS Objekte wie der Orionnebel,offene und Kugelsternhaufen verlangen keine langen Belichtungszeiten die sind für Einsteiger gut geeignet.
Kein Mensch fängt gleich mit einer High Tech Ausrüstung an,also wo ist da das Problem.
Damit kann man jedenfalls erste Erfahrungen sammeln,weiteres ergibt sich in den Jahren.
Mir ist auch eine motorische Nachführung bei Visuellen Beobachtungen lieber als das nachschubsen eines Dobson.

Grüße
Manfred
 
Hallo Dennis,

Auch von meiner Seite ein paar einleitende Worte.
Du hast bereits viele sehr informative Antworten erhalten, welche dir deine Entscheidung erleichtern sollten.

Zur Fotographie: Gegen erste Gehversuche spricht im Prinzip nichts, allerdings erst wenn man den Himmel etwas kennt und schon ein bisschen Ahnung von der Materie hat.
Vorher kann es passieren, dass du eine unangenehme Überraschung (auch mehrere) erlebst.
Ergebnisse wie du sie in den Astronomiezeitschriften oder im "Astronomy Picture of the Day" siehst, werden dir mangels Erfahrung und auch aufgrund der von dir ins Auge gefassten Ausrüstung und dem Preisbereich vorerst einmal verwehrt bleiben.
Sich damit abzufinden und langsam an die Schwierigkeiten heranzutasten wäre schon ein Gewinn.
Das heißt nicht, dass sich mit dem von dir ausgewählten Gerätschaften keine Ergebnisse erzielen lassen, nur gibt es doch einen Unterschied zwischen jahrzehntelanger Erfahrung sowie der Verwendung eines >50000$ Equipments und der Lage in welcher du dich gerade befindest.
Astrophotographie muss natürlich nicht so teuer sein, genauso wie man nicht mit einem 1,50m Teleskop beobachten muss, nur solltest du bedenken, dass die wirklich beeindruckenden Deep Sky Aufnahmen zumeist mit einer Ausrüstung gemacht wurden, deren Anschaffungspreis die 10000 Euro Marke ohne Probleme übersteigt.

In jener Phase in der du dich derzeit befindest, kann man leicht einen Fehler machen, über welchen man sich hinterher sehr ärgern kann.
Ein Teleskop unterm Christbaum zu haben (sofern es drunter passt :biggrin:) ist zwar schön, dennoch folgt aus voreiligen Kaufentschlüssen oft eine Ernüchterung.
Astronomie bedeutet nicht nur vom Budget her flexibel zu sein sondern auch geduldig, sehr geduldig zu sein, um seine Vorstellungen zur Zufriedenheit realisieren zu können.

In jedem Fall würde ich jede Gelegenheit nutzen mich mit verschiedenen Teleskopsystemen vertraut zu machen und diese auch zu testen, um zumindest einen kleinen Überblick über die Vielfalt der am Markt befindlichen Systeme und deren Eigenschaften zu erhalten.

Was sich auf lange Sicht eigentlich immer auszahlt ist sich in Geduld zu üben und zu sparen, wenn du das doppelte bis 4 fache Budget zur Verfügung hast, dann ergeben sich auch im Hinblick zur Fotographie (mit kurzen Brennweiten) andere Möglichkeiten.
Du bist in deiner Auswahl nicht mehr so eingeschränkt sondern viel flexibler und kannst dich auf das wesentliche konzentrieren.
Bis dahin könntest du dir ein gutes Fernglas und Fachliteratur anschaffen, den Himmel kennenlernen und dich informieren. Ein gutes Fernglas wird übrigens auch nach dem Kauf eines Teleskops nicht "verstauben".
Voreilige Entschlüsse kosten nur Geld, Geld welches später an anderer Stelle fehlt (bei manchen Zeitgenossen auch nicht). Teste und informiere dich also vorher gebührend über die verschiedenen Gerätschaften und kaufe im Zweifelsfall das teurere, auch wenn dies eine Geduldsprobe bedeuten mag, später wird es sich auszahlen.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
Zitat von Berberich:
Ich glaube, ich geb`s auf.

X-mal besprochen, x-mal gewarnt und trotzdem glaubt ein Einsteiger, er kann mit der Astrofotografie beginnen, der Rest erledigt "die Maschine"...

Entschuldigung... ich werd sofort einen Dobson kaufen :augenrubbel:

Ich hatte ja erwähnt das ein oder andere "Foto-Wecam-Experiment" machen zu wollen und deshalb gerne eine Nachführung haben möchte. Ich habe nie gesagt das ich Profi-Astro-Bilder machen will. Ich weiß das ich keine Hubble Bilder schießen kann. Ich wollte lediglich ein paar Bilder "versuchen", halt meine eigenen Schnappschüsse, und mir die lästige Nachführung per Hand ersparen. Ich denke das auch die "in die Hose gehenden Versuche" Bilder zu machen, durchaus Spaß machen können. Man tastet sich halt langsam ran.

Jeder fängt mal klein an...

Sorry wenn ich 80% dieses Forums gegen mich aufgebracht habe, weil ich für mich ein Dobson ausgeschlossen habe...
Das war nicht meine Absicht.


CS
Dennis

 
Hi Dennis,

keine Angst du hast mit Sicherheit niemanden gegen dich aufgebracht :)

Es geht auch nicht um Dobson oder nicht, sondern darum, dass man prinzipiell nix ausschliessen kann was man vorher nicht erlebt und versucht hat. Das kannst du auf "die harte Tour" machen in dem du dir ein Gerät (egal ob Dobson oder parallaktisch) kaufst und dann feststellst, das war das falsche und dann für 50-60% NP wieder verkaufst und nochmal von vorne investieren musst, oder dich mal etwas umzutun und mal einen Dobson zu schubsen und einem Fotografen über die Schulter schauen.

Also lass dich nicht verwirren und nimm dir die Zeit dich mal mit ein paar Leuten auf den Acker zu stellen, gibts sicher einige in deinem Dunstkreis ;)

Dann kannst du das ein oder andere für dich ausschliessen, kleine Anekdote: Ich habe für mich die Fotografie (erstmal) ausgeschlossen als ich mal 5h mit ein paar Leuten beobachten war und parallel jemand tolle Fotos mit einem TMB und GP-DX gemacht hat, nunja nach etwa einer Stunde Aufbau, Einrichtung und Vorbereitungen gings los und es war ne Menge Zeit für das ein oder andere Schwätzchen, die Starthilfe morgens um 6 Uhr wegen leergesaugter Autobatterie habe ich leider nicht mehr mitbekommen weil ich da schon wieder ein paar Stunden im Bett lag ;)

cS Benny
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo

>Entschuldigung...ich werd sofort einen Dobson kaufen<

Damit hättest du aber einen Glücklich gemacht :totlach2:

Das finde ich auch schrecklich das hier so viele Dobson-Fanatiker sind ;)
Ich mag diese Schiet Dinger nämlich auch nicht :totlach:

Grüße
Manfred
 
Spaß beiseite

Laß dir nichts einreden
Astrofotografie kann man auch mit einer bescheidenen Ausrüstung machen.
Hier im Forum hatte doch vor kurzem jemand ein tolles Bild vom Kometen Holmes gemacht,und man höre und staune,das war ein 114er auf EQ-1 :augenrubbel:

Grüße
Manfred
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo @ all,

...muß mich wohl entschuldigen für mein Posting...
Aber nachdem ich 10 Jahre Astrofotografie betrieben habe, weiß ich, von was ich spreche. Als Fotograf habe ich halt den Wunsch, wenn schon, dann auch perfekte Aufnahmen zu machen. Das hat mich eine Menge Geld gekostet (um die 10.000 DM für das ganze Equipment) und am Ende habe ich (für mich) festgestellt, daß ich das zwar schaffen kann, aber mit enormem Aufwand. Und dabei ist das visuelle Beobachten völlig in den Hintergrund getreten, da ich mich nur auf das Fotografieren konzentriert habe.

Im Nachhinein sehe ich, daß ich dadurch eine Menge versäumt habe und erst jetzt anfange, den Himmel visuell richtig zu genießen.

CS
Winfried

...und das hat ansich nichts mit Dobsons oder parallaktisch montierten Geräten zu tun, sondern betrifft nur die Fotografie und das Sehen oder eben Nichtsehen am Himmel.
 
Hi Manfred
machen kann man viel.
Aber aus den Erfahrungen in meinem Umfeld incl der eigenen
erledigt sich bei den allermeisten Foto ziemlich schnell, insbesondere wenn sie mobil sein müssen.
Wie Winfried sagt, ist des keine Monti pro und contra sondern einfach Erfahrung vieler Leute aus denen man meinie ich shcon ne Tendenz ablesen kann.
Daher glaube ich auch das die Wahrscheinlichkeit hoch ist
das man Foto wieder entsagt, aber dann steht das Fotozeug rum.
Von daher bin ich der festen Überzeugung, das der visuelle Einstieg richtig ist und erst später, wenn Ambitionen bestehen, über Foto nachgedacht werden kann/sollte.
CS
 
Hallo Antares

Ja,das kann man sehen wie man will.
Da Dennis auch sagte das er keine Profi-Bilder erwartet,und es ihm Spaß machen würde nur irgendwas Abbilden zukönnen,sehe ich auch keinen Grund ihm das auszureden.
Mit einem Kurzbrennweitigen Teleskop und einer annehmbaren Montierung sollte da mit etwas übung schon einiges zustande kommen,und es macht Spaß immer bessere Ergebnisse zu erzielen.
Im laufe der Jahre wird man automatisch größeres und besseres anschaffen wollen,womit man dann richtig in die Astrofotografie einsteigen kann.
Nach Aussagen vieler Foren-Mitglieder bräuchte man erst gar nicht in die Astrofotografie einsteigen wenn man das hier so hört,das sind aber wohl eher solche die es selber noch nie Versucht haben.
Gleich mit einer 10000 Euro Ausrüstung einsteigen ist doch nun wirklich Quatsch,wer macht das?

Grüße
Manfred
 
Hallo Manfred,

Gleich mit einer 10000 Euro Ausrüstung einsteigen ist doch nun wirklich Quatsch,wer macht das?
Ich gehe einmal davon aus, dass du mich damit meinst.
Ich habe nicht gesagt, dass man für einen Einstieg in die Astrophotographie so viel Kapital benötigt, lediglich, dass die entsprechende Erfahrung vorausgesetzt, das Equipment mit welchem die brillanten Referenzaufnahmen im Deep Sky Bereich in den Zeitschriften gewonnen werden ohne weiteres so viel kosten kann.
Sich langsam heranzutasten und mit steigender Erfahrung auf den Erkenntnissen aufzubauen ist der richtige Weg, nur sollte man sich keinen Illusionen hingeben, die preisliche Differenz der Ausrüstungsvarianten spiegelt doch zu einem gewissen Grad den Unterschied der möglichen Ergebnisse wieder.
Wenn man damit leben kann und sich Zeit lässt die nötigen Erfahrungen zu sammeln, dann ist auch alles in Ordnung, es soll nur keine Enttäuschung entstehen wenn die Resultate nicht den Erwartungen entsprechen.
Im Angesicht dessen ist die Beobachtung der ideale Einstieg, lernt man so doch den Himmel kennen ohne sich zum größten Teil ausschließlich mit technischen Fragestellungen auseinandersetzen zu müssen, zudem lassen sich bei der Beobachtung bereits mit erstaunlich geringem Kapital bereits richtige AHA Erlebnisse erzielen.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
Hallo Daniel

Nein,ich meine nicht dich,sondern Winfried.
Ich betone noch einmal:
Dennis möchte ein wenig in die Astrofotografie reinschnuppern,der selber wie er sagt,nichts berauschendes erwartet,sondern ein wenig testen möchte,so wie man ja auch normalerweise vorgeht,bevor man in höhere Regionen vorstößt.
Ein 150/750 Newton auf einer ADM oder HEQ-5 wäre da schon ein guter Einstieg
Auch Visuell ist so ein Teleskop nicht von schlechten Eltern.
Wenn sowieso schon jemand sagt er kann sich nicht mit einem Dobson anfreunden,dann mußt man dieses Akzeptieren,und nicht noch Regelrecht aufzwingen wollen.

Grüße
Manfred
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Manfred,

Nein,ich meine nicht dich,sondern Winfried.
Oh, ok, sorry für das Missverständnis.
Mein Beitrag hat sich übrigens lediglich auf die oft überzogene anfängliche Erwartungshaltung bezogen.
Klar fängt man klein an und durch zahlreiche Versuche tastet man sich immer weiter heran bis man alte Grenzen durchbricht um sich in neue Sphären zu erheben.
Das ist der übliche Weg, Versuch und Irrtum sozusagen, nur, dass man aus den Irrtümern lernt und so mit der Zeit immer besser wird. Jeder fängt mal klein an, später wird dann mit steigendem Kenntnisstand ausgebaut.
Da stimme ich dir natürlich zu, ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
Hallo Dennis,
ich denke, die Profis hier haben bereits alle wichtigen Aspekte vorgetragen. Vielleicht nützt Dir aber noch ein Tip von einem Anfänger.

Ich habe im August selbst mit einem sog. Aldiscope angefangen (60/700, Refraktor) und schnell den Wunsch verspürt, so richtig ins Thema einzusteigen. Als Anfänger hatte ich aber weder den Überblick über die Materie, noch konkrete Beobachtungsziele vor Augen. Vielmehr wollte ich - genau wie Du - zunächst mal alles Beobachten können, und, so möglich, mal eben noch ein Foto schiessen. Ich habe dann aber schnell gemerkt, daß es die eierlegende Wollmilchsau nicht gibt. Definitiv nicht. Deshalb solltest Du zwingend eigene Erfahrungen zunächst mit anderer Leute Teleskope sammeln, sprich: Kontakt aufnehmen, mitschauen. Sonst bleiben alle Qualitätsaussagen rein theoretischer Natur, und es kommt nicht zum "Aha-Effekt".

Weiterhin möchte ich Dir empfehlen, Astroaufnahmen herauszusuchen und das dort verwendete Equipment mal nachzugooglen. Zumindest mir ist da angesichts der investierten Summen + z.T. komplizierten Handhabung schnell die Lust an "mal eben mit der Webcam" geschossenen Fotos vergangen. Erst recht, wenn das fotografische Ergebnis meinen persönlichen Ansprüchen eigentlich nicht genügen konnte.

Solltest Du bei Deiner Kaufentscheidung also zum sowohl-als-auch tendieren, dann machst Du m.E. einen Fehler. Du wirst Dich später ärgern, daß der kleine Newton auf stabiler Montierung visuell enttäuscht (wenig Details bei DS, da Öffnung zu gering, Okulare evt. nur Kompromiss usw.). Gleichzeitig kannst Du Astrofotografisch aber nicht annähernd das erreichen, was Du aus den schönen Galerien kennst. Denn dafür ist Deine Montierung dann doch zu ungenau, Deine Kamera zu niedrig aufgelöst oder verrauscht, Dein Stativ wackelt... etc.

Deshalb wäre es vielleichht schlau, zunächst ein visuell überzeugendes Teleskop zu kaufen, das Dich langfristig beschäftigt und dann, wenn Du wirklich wirklich Astrofotografie betreiben willst, ein kleineres, speziell darauf zugenschnittenes Teleskop, nachzukaufen.

Ich für mich habe nach langer Überlegung beschlossen Astrofotografie auf die ganz lange Bank zu schieben und zunächst den Himmel nur visuell zu erkunden. Deshalb habe ich nun ein, wie ich finde, gutes Teleskop angeschafft, welches für die nächsten Jahre ausreichen sollte.
Und da der Himmel mir nicht wegläuft, kann ich den Fotokrempel genausogut in ein paar Jahren nachkaufen. Aber bis dahin habe ich beim Beobachten keine Kompromisse gemacht.

Grüße,
Harry
 
Hallo Harry

Schöner Vortrag
So kann man das natürlich machen.
Aber das mußt ja auch jeder selber entscheiden,wozu er lust hat.
Ich selber mach auch nur ab und zu mal ein Bild,mehr am testen,was Spaß macht.
Die erste Zeit kam ich gar nicht mehr zum beobachten,was schade ist,denn selbst durchs Teleskop schauen ist immer noch am schönsten.

Grüße
Manfred
 
Hallo,
eigentlich gibt es kaum noch was dazu zu schreiben.
Meinungen gehen immer etwas auseinander. Jeder muss das richtige für sich finden. Man sollte allerdings verhindern sich alles kaufen zu müssen um es auszuprobieren, das kostet viel Lehrgeld....ich hab das durch.....oder bin immer noch dabei :/

Astrofotografie kann man auch mit einer bescheidenen Ausrüstung machen.
Hier im Forum hatte doch vor kurzem jemand ein tolles Bild vom Kometen Holmes gemacht,und man höre und staune,das war ein 114er auf EQ-1

Genau! Schon mal versucht mit einem RCX Holmes zu finden? Was will man da mit 2 Meter Brennweite anfangen.

Also ein Freund der Dobsons bin ich auch nicht, aber wenn es die Konstruktion zulässt, kann man die Optik später auch auf eine GUTE Montierung schnallen.
Oder man kauft je nach Finanzen das beste was man an Montierung finden kann und fängt mit der Optik klein an.
Astrofotografie kann auch beim Mond beginnen, da braucht man keine genaue Nachführung (per Leitrohr) und eine Digiknipse kann da auch schon viel. Selbst am Mond könnte man sich lange beschäftigen. Planeten sollten ebenso recht "einfach" möglich sein, was aber schon Geduld erfordert! Da kann selbst ich noch nicht mal ein gescheites Bild vorweisen. Nach Süden habe ich aber auch nicht so die freie Sicht.

Also auf alle Fälle nichts überstürtzt kaufen!
 
Harry spricht mir aus der Seele!

Und, Manfred, sogar Du hast ihm zugestimmt und mein Posting indirekt mit aufgenommen und bestätigt.

Jeder kann meinetwegen fotografieren was er will. Aber ich möchte nun eben auch darauf hinweisen, was einem während des Fotografierens da oben alles entgeht!

Ehrlich gesagt ist das visuelle Erlebnis allemal besser als das nachträgliche Betrachten nicht optimaler Fotos. Wenn ich in manchen Postings lese, daß jemand sein 10" RCX für die Fotografie einsetzt und im 8" vorgibt, den Ringnebel nicht als Ring zu erkennen, dann hat er doch wohl was falsch gemacht, oder?

Genau da setze ich an. Wenn ich mich am Himmel auskenne und weiß, wie was aussieht, Größe, Form und Helligkeit einschätzen kann, dann kann ich mich an die Fotografie wagen. Aber gleich am Anfang, ohne jede Erfahrung in dieser Materie MUSS die Sache in die Hose gehen!

Weiterhin mein Tip: 8" f6, meinetwegen sogar f5 erst mal als Dobson, später, wenn etwas Erfahrung da ist, vielleicht auch parallaktisch montiert, obwohl ein Dobdrive günstiger käme, gewichtsmäßig kaum "aufträgt" und nahezu das gleiche leistet!

CS
Winfried
 
Hi Manfred
natürlich braucht man nicht mit 10000 Euro für Foto einsteigen. Das macht kaum wer.
Nichts gegen Fotoversuche, ich denke das macht jeder irgendwann in seiner Astrokarriere irgendwo.
Nur direkt zu Beginn ohne Vorwissen... eher nicht.
Und für ein paar Versuche ne Monti in der Preisklasse HEQ5 kaufen, die im Zweifel dann abverkauft wird mit viel Verlust halte ich für ein hohes Risiko und geht gleich in die Hunderter. Meine HEQ5 hat über 700 Eier gekostet, gebraucht habe ich sie schon unter 400 Euro gesehen..
Dann lieber ne LIDL Monti und ein Richfielder drauf und händisch nachgeführte PiggybackBilder probieren. Das geht mit etwas Übung recht gut und kostet im Falle des Wiederverkaufs wenig.
Und wer Spaß dran hat kann dann ja auch weiter aufrüsten.
Aber das sind Dinge die nach ner Weile kommen. Wenn man den Himmel etwas kennt, Objekte findet, Justierung im Griff hat und Astrofieber hat. Das gleich zu Beginn ohne Erfahrung bringt fast immer Ernüchterung.
Daher meine Argumentation...
CS
 
Hallo Winfried

Ehrlich gesagt ist das visuelle Erlebnis allemal besser als das nachträgliche Betrachten nicht optimaler Fotos. Wenn ich in manchen Postings lese, daß jemand sein 10" RCX für die Fotografie einsetzt und im 8" vorgibt, den Ringnebel nicht als Ring zu erkennen, dann hat er doch wohl was falsch gemacht, oder?

Das betrifft dann wohl mich und da fühle ich mich leider auch etwas auf die Füße getreten.
Es ist nunmal so, das ICH den Ringnebel eben noch nicht im 8" als Ring erkannt habe. Ich habe auch nicht geschrieben das ich ALLES richtig mache, das kann wohl auch kaum einer von sich behaupten. Auch habe ich geschrieben, das ich es nochmals versuchen werde. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Möglicherweise lag es nur an den Bedinungen, das ich gar nichts richtig erkennen konnte.

Desweiteren ging mein Vorschlag auch nicht dahin, sofort mit den Astrofotos zu beginnen, auch ich habe erst nur beobahtet, wenn auch keine Nebel. Sein Ziel ist aber die Astrofotografie, dann kann ich nicht einen Dobson als Endgerät dafür vorschlagen!

>ist das visuelle Erlebnis allemal besser als das nachträgliche Betrachten nicht optimaler Fotos.

Vielen Dank! Ich denke das Du dann das hier meinst:
Link zur Grafik: http://www.sternwarte-rodenberg.de/Bilder-Galerie/DeepSky/M57-Test/M57-Test02.jpg

Auf meiner Seite steht da auch nicht das ich das Bild SUPER finde, aber willst Du denn behaupten, das Du den Ringnebel nur andeutungsweise so in deinem Teleskop sehen kannst?

Jeder sollte doch das machen was er möchte und was ihm besser geling. Mir persönlich liegt das Beobachten dann wohl nicht, auch wenn ich schon Stunden "nur" den Mond beobachtet habe. Andere fertigen Zeichnungen von DeepSky Objekten mit den Stift an. Hier kann ich nur meinen Respekt für die Geduld aussprechen!!! Ich für mich würde das aber nie machen.





 
Nun denn,

so hat jeder seines und der Sinn dieser Postings soll ja der sein, daß der Anfrager sich ein Bild davon machen kann, was der eine oder andere unter Astronomie versteht.

Daher sehe ich diesen Thread auch nicht als kontrovers an, sondern als Meinungsfindung für den Frager. Und auch wenn wir hier gegensetzlicher Meinung sind, es hilft dem Leser, das für sich richtige herauszupicken.

Und dafür darfs schon auch mal ein wenig hin und her gehen - alles, bitte, ohne böse Absichten!

Viele Grüße und CS
Winfried
 
Hi Mario, Hi Benny,

...in Farbe...
Ja, das geht, wenn auch nicht gerade einfach. Beispiele:
1800m über N.N. (Emberger Alm). M42 in Farbe, leuchtend grün mit schwachen Anteilen von Rot oder Magenta, Blick im 12,5" Galaxy Newton (nicht die Taiwan Teile, die hatte ich da noch nicht).
Planeten so und so in Farbe (8" + 12" Galaxy aus Taiwan, wie GSO). M57 (Ringnebel): im 12" Galaxy unter besten Bedingungen in meiner Sternwarte (360m über N.N.) Zentralstern mal sichtbar, mal nicht. Ansich nicht richtig "gesehen", aber ab und an bei längerer Beobachtung blinkt er schon mal raus. O.k., nicht optimal, aber das ist doch schon mal was!

Diese Liste könnte man stundenlang weiterführen.

Zu Mario speziell:
So wie Deine Aufnahme, nur in SW, habe ich den Ringnebel annäherungsweise im 20" Dobson (ICS, eigenes Gerät von Martin Birkmaier) schon oft gesehen. Mit 2 Sternen im Ring. Allerdings in über 2000 m über N.N.
Man darf Fotografie aber nicht mit visuellem Beobachten vergleichen. Wenn Du das tust, dann wirst Du "astronomisch ungläubig", weil Du verschiedene Dinge miteinander vermischst, die physikalisch verschiedene Eigenschaften voraussetzen und das kann ja wohl nicht Dein Ernst sein.

CS
Winfried

 
Hallo Winfried,

ich muss dich noch mal zitieren:
"ist das visuelle Erlebnis allemal besser als das nachträgliche Betrachten nicht optimaler Fotos"

Jetzt vergleichen wir schon einen 20" mit einem 8 oder 10".
Ich gebe Dir vollkommen Recht, das es sicher interessanter ist den Ringnebel auch ohne Farbe im 20" live zu sehen als wie es mein Bild ist.
Es tut mir auch Leid, wenn es hier falsch rüber gekommen ist, das ich visuell und fotografisch hier direkt verglichen habe. Ich kenne natürlich die Belichtungszeiten meiner Aufnahme und das das Bild auch stark nachbearbeitet ist.
Das ganze ist aber aus deiner oberen Meinung entstanden.
Ich bin aber der Meinung, das man erst durch Astrofotografie mehr Details wahrnehmen kann. Das ganze bei gleicher Optik natürlich.
Wenn es Dir mehr Freude macht zu Beobachten, dann sollst Du das natürlich tun. Bei 20" hätte ich sicher auch Freude drann, nur leisten kann sich das auch nicht jeder.

Dennis hilft das dann leider auch nicht weiter.
 
Doch Mario,

das hilft ihm weiter.
Er muß sich klar machen, daß er das, was man fotografisch erreichen kann (wenn man`s kann), visuell nicht sieht. - Und ggf. auch, daß es sinnvoller sein kann, sich die wunderbaren Aufnahmen in Interstellarium und S&W anzuschauen und sich selbst der visuellen Astronomie zu widmen. Das ist billiger und besser, schont den Geldbeutel und läßt "andere für sich arbeiten...".

- Soll ich mir beweisen, daß ich es auch kann? (Bin Fotograf)
- Soll ich meine Beobachtungszeit für die Fotografie investieren?
- Soll ich eine Menge Geld ausgeben, um mitzuhalten?

Alles Fragen, die jeder für sich entscheiden muß. Ich selbst kann nur aus über 20 Jahren Erfahrung erzählen und von jemandem, der zur Erkenntnis gekommen ist, daß (in heutiger Zeit) ein enormer Aufwand notwendig ist, um an gute und vorzeigbare Aufnahmen zu kommen. Und das ganze ist mir persönlich zu aufwendig geworden. Da ich für mich aber nur das beste akzeptiere, habe ich damit aufgehört, weil ich mit akzeptablem Aufwand da nicht mehr mithalten kann (und möchte).

CS
Winfried
 
Hallo Winfried,

Da ich für mich aber nur das beste akzeptiere, habe ich damit aufgehört, weil ich mit akzeptablem Aufwand da nicht mehr mithalten kann (und möchte).
Ein guter Ausspruch welcher auch für meine Person gilt, nur mit dem kleinen Unterschied, dass ich es nicht probiert habe, da meine Ausrüstung von der Konzeption her nicht für die Photographie ausgelegt ist.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
Hallo,

nunja, die Schwierigkeiten von Fotografie in allen Ehren, ich weise ja auch immer darauf hin, dass das nix für den Einstieg ist, aber ganz so elitär würde ich die Sache wie ihr das beschreibt auch nicht sehen, ich bezweifle dass alle Astrofotografen hier und anderswo den Anspruch haben "an der Spitze zu stehen", sonst käme ja keiner mehr ohne internetgesteuerte Sternwarte mit Grossgerät in südlichen Gefilden aus... Und als visueller Beobachter "der kompromisslos das Beste" will bräuchte dann einen 36" Dobson, oder doch eher einen 12" TMB?

Fotografie und das visuelle Beobachten zu vergleichen führt auch zu nix, dem einen sagt das eine mehr zu als das andere, es ist ein anderer Himmel ohne Wertung was "mehr bringt" das liegt ja nun bei jedem anders. Nur anfangen sollte man, um sich selber den Gefallen zu tun und Frust zu vermeiden, mit den Grundlagen...

Grüsse Benny

 
Hallo Benny,

nunja, die Schwierigkeiten von Fotografie in allen Ehren, ich weise ja auch immer darauf hin, dass das nix für den Einstieg ist, aber ganz so elitär würde ich die Sache wie ihr das beschreibt auch nicht sehen, ich bezweifle dass alle Astrofotografen hier und anderswo den Anspruch haben "an der Spitze zu stehen", sonst käme ja keiner mehr ohne internetgesteuerte Sternwarte mit Grossgerät in südlichen Gefilden aus... Und als visueller Beobachter "der kompromisslos das Beste" will bräuchte dann einen 36" Dobson, oder doch eher einen 12" TMB?
Meine obige Aussage bezieht sich ausschließlich auf mein Equipment, meine Ansprüche und meine Ziele, nichts weiter. Die meisten Astrophotographen dürften Spaß an der Sache haben, dass ist auch schon das wichtigste.
Da ich momentan keine CCD Kamera, keine große Montierung besitze und dies aus gutem Grunde, steht doch kein fixer Standort für das Equipment zur Verfügung, befasse ich mich nicht mit der Photographie, dahingehend ist mein Ausspruch zu verstehen.
Um ein 14''LX200R entsprechend präzise nachzuführen ist schon eine mächtige Montierung erforderlich, diese benötigt dann wieder ein fixen Standort und kostet entsprechend usw...das eine impliziert das andere und wenn der Standort fehlt, dann wird nichts draus.
Ist und bleibt aber alles eine Frage der Ansprüche und für mich habe ich beschlossen, dass ich erst damit beginnen werde, wenn mir ein Equipment zur Verfügung steht, dass zumindest aus technischer Sicht weitgehend reproduzierbare Ergebnisse ermöglicht.
Mir rennt die Zeit nicht davon, eines Tages, wenn es so weit ist, werde ich meine Ausrüstung auch auf photographischer Ebene erweitern, momentan bin ich allerdings auch aus obigen Gründen leidenschaftlicher Beobachter.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
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