Neuling sucht Teleskop

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Sky777

Neues Mitglied
Hallo, zusammen, ich bin neu hier im Forum und ein absoluter Anfänger, was die Astronomie betrifft. .Aber die Planeten und der Weltraum begeistern mich schon immer. Auch mein Sohn ist fasziniert von allem was da so am Himmel ist.. So haben wir jetzt beschlossen, mal genauer zu schauen und uns ein Spiegelteleskop oder Refraktorteleskop zu kaufen. Könnt ihr mir ein Teleskop empfehlen? Meine Idee wären auf jeden Fall eines nach Newton Bauart. Skywatcher zum Beispiel.
Vg
 
Hallo "Sky777" (Name wäre nett),

erstmal willkommen im Forum.

Für den Anfang erst mal ein paar Fragen, denn so einfach ist es leider nicht.
Teleskop kaufen, aufbauen und die Wunder des Himmels betrachten.

- Was gedenkt Ihr auszugeben, also Budget?
- Was soll beobachtet werden? Planeten/Mond, DeepSky und da was bevorzugt?
- Wo soll beobachtet werden? Aus der Stadt, Stadtrand, Kleinstadt, Dorf, Ländlich... ...
- Nochmal wo beobachten, Garten, Terrasse, Balkon, raus auf den Acker?
- Schon mal durch ein Teleskop geschaut? Sprich welche Erwartungshaltung was man da oben sieht? Rein visuell ist da oben nichts mit Farbe. Die Planten zeigen Farbe, ein paar Sterne und mit viel Übung und Erfahrung auch der ein oder andere Nebel. Farbe kommt erst mit der Astrofotografie ins Spiel.
- Damit komm ich zur nächsten Frage, wie soll beobachtet werden? Rein visuell oder/und fotografisch?
- Auch an den Zeitaufwand denken der mit dem Beobachten einher geht. Beobachtet wird zwangsläufig spät Abends (je nach Jahreszeit) und der Nacht. Also persönliches Umfeld. Job, Familie, andere Freizeitaktivitäten... ... usw..
- Die Folgekosten bedenken, die nicht ganz unerheblich sind.
- Soll Computer/Elektronik eine Rolle spielen? Stichwort GoTo.
Dem ein oder anderen fällt sicherlich noch anderes ein.

Ein paar grundsätzliche Gedanken:
Der Start ist schwierig. Viele Informationen kommen. Viele Meinungen... ... man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Aber jedem ging es so am Anfang..
DAS EINE Teleskop, den Allrounder gibt es so nicht.

Keiner kann und wird Euch die Entscheidung für Euer erstes Teleskop abnehmen.
Was wir, die Hilfesteller hier im Forum, leisten können, ist Euch mitteilen was unter gegebenen Vorgaben machbar ist.
Welches Teleskop für was gut geeignet ist oder weniger gut geeignet ist.
Gleiches gilt für Montierung, Okulare (ein ganz spezielles Thema), Filter... usw..

Das ganze ist dann mit eigenen Erfahrungen und Subjektivität behaftet.
Der eine kommt mit diesem Teleskop besser klar, der andere mit einem anderen.
Es spielen einfach viele Faktoren mit.

Am Anfang weiß man halt noch nicht wohin die Reise gehen soll.
Was die Entscheidung für ein Teleskop nicht einfacher macht.
Habe schon öfters in verschieden Foren gelesen, das es eigentlich "wurscht" ist mit welchem Teleskop man anfängt.
Vorausgesetzt man achtet auf Qualität und packt keinen 200/1000 Newton auf eine EQ3-2.
Die Grundzüge müssen schon stimmig sein.
Jedes Teleskop hat seinen Himmel, mit den dazu passenden Objekten.

Nur ein Beispiel:
Ein Maksutow-Cassegrain (MC) ist eine feine Planeten Maschine, das heiß aber nicht das ich nur Planeten damit beobachten kann.
Da geht auch DeepSky, aber eben "nur" kompakte, helle Objekte.
Ist für die Fotografie mit DSLR sehr ambitioniert für den Start.
Planeten-/Astrokameras gehen gut.

Noch ein Beispiel:
Ein Refraktor FH (nach Frauenhofer) mit einer Öffnung von 120mm und Brennweite so von 600mm bis 1000mm ist ein feines Gerät um großflächige Objekte in ihrer ganzen Ausdehnung und mit Umfeld zu beobachten.
Diese Teleskope bringen aber Systembedingt einen Farbfehler mit sich und zeigt an hellen Objekten, meist der Fall bei Planeten, Farbsäume.
Das mindert Kontrast und Details.
Ein Apo mindert diesen Farbfehler teilweise (je nach Qualität) bis unter die Wahrnehmungsschwelle.
Die Teile kosten aber, da spezielle Gläser für die Linsen verwendet werden und auch mehrere Linsen.

Nehmt Euch Zeit und überstürzt nichts.
Die Sterne sind noch länger da Link zur Grafik: http://www.astrotreff.de/images/icon_smile_wink.gif.
Nehmt Euch für den Start auch nicht zu viel vor.
Lernt das, wie auch immer geartete, dann angeschaffte Equipment kennen.
Das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten. Was, wie, warum so funktioniert und nicht anders
Lernt das Beobachten. Es werden Wow-Efekte auftreten und Enttäuschungen, über das was man da oben sieht.
Ruhe und Geduld sind angesagt.
Ihr habt Euch ein recht komplexes Hobby ausgesucht.
Das lernt man nicht mal eben an einem Wochenende.
 
Hallo Sky,

Also so perse empfehlen ist immer schwierig. Das hängt davon ab, wieviel ihr ausgeben wollt, wo ihr beobachten wollt (Garten oder außerhalb). Was wollt ihr beobachten, Planeten oder deepsky?

Wenn ihr nicht Fotographieren wollt und ein Newton Favorit ist, dann wäre ein Dobson sicherlich nicht verkehrt, weil das einnorden der Montierung wegfällt und keine teure Montierung notwendig ist.
Bei newton's muss man sich je nach Modell mehr oder weniger intensiv mit justage beschäftigen.
In jedem Fall ist zu empfehlen sich erstmal einzulesen, was die Unterschiede der Teleskop Typen sind, welche Vorteile welche Montierung typen haben etc :)

Gruß Jonas
 
Guten Abend und vielen dank für Eure Hilfe und Tipps. Bücher zu dem Thema sind schon bestellt. Unser Budget liegt etwa bei 800 Euro. Wir wollen Planeten und Mond und Deep Sky Beobachtungen nutzen.
Wir wohnen sehr ländlich und haben Nachts einen traumhaften Sternenhimmel ( wenn es klar ist :ROFLMAO:), da es bei uns nur eine Straßenlaterne gibt, die aber so liegt, das ihre Helligkeit nicht das beobachten stört. Scheunenvorplatz und Wiese hinterm Haus sind unser möglicher Beobachtungsplatz.

Erstmal wollen wir nur visuell beobachten. Wenn es mehr Erfahrung gibt, würde ich auch gerne fotografieren, da ich auch sonst gerne Fotos mache.
Da es eben so viele Teleskope auf dem markt gibt, bin ich im Forum um mir Tipps zu holen.

Ich war schon einmal in einer privaten kleinen Sternwarte und durfte den Pferdekopfnebel sehen. Das war das ausschlaggebende Erlebnis, das mein Interesse an der Astronomie geweckt hat. Auch als Unterrichtsfach hatten wir in meiner Schulzeit das Fach Astronomie. Leider nur 1 Jahr...

Wir wollen uns auf jeden fall Zeit lassen, denn wenn dann richtig und nix überstürzen.

Achso, mein Name ist Kate

Grüße und einen schönen Abend
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Kate,
Bei eurem tollen Standort kann ich fast nur den guten alten 8" (200mm) Dobson empfehlen. Schnell aufgebaut, einfach zu bedienen und ein Universalteleskop für alle Gelegenheiten. Es gibt kein vergleichbares Teleskop mit besserer optischer Leistung für den Preis.
Nachteile: man muss ab und zu justieren, was aber schnell geht und kein Hexenwerk ist. Ferner hat es nur reinen Handbetrieb, d.h. man muss der Bewegung der Sterne manuell folgen und die Objekte auch selbst suchen. Dabei lernt man den Sternenhimmel kennen. Es gibt Dobson mit automatischer Nachführung und Objektsuche, Stichwort Goto, aber die Kosten auch deutlich mehr.
Beim 8" Dobson kommst du mit deinem Budget gut hin und kannst noch 1-2 gute Okulare kaufen.
Gruß Robert
 
P.s.
Astrofotografie würde ich komplett von visueller Beobachtung trennen. Du kannst dir z.b. einen sogenannten Startracker kaufen und mit der vorhandenen Fotoausrüstung schöne Aufnahmen vom Sternenhimmel machen. Wenn dir das gefällt ( die meiste Arbeit liegt in der Bildbearbeitung, d.h. stundenlang am Rechner sitzen) dann kannst du jederzeit aufrüsten. Dann wird es aber meist richtig teuer.
Gruß Robert
 
Hallo Kate,

spricht eigentlich viel für einen Dobson, eskönnte sogar noch in Richtung 10" F5 gehen. Eine gut geplante Lagerung kann den Aufbau erleichtern und das wird dann auch zu mehr Einsatzzeit führen. Meinen 12" Dobson lagere ich z.B. in der kühlen Garage. Der Tubus liegt im Lieferkarton auf einem ca. 1m hohen Schränkchen. So brauche ich nur die Rockerbox hinstellen, den Tubus in Griffhöhe aufnehmen, raustragen und einhängen, fertig.

Planeten/Mondfotografie geht damit auch, wobei eine EQ-Plattform vorteilhaft ist. Selbstbauanleitungen gibt es dafür reichlich im Internet.
So kann das dann mir viel Ehrgeiz aussehen: Dobson Planeten-Fotos - genauere Infos

Gruß,
Holger
 
Hallo Kate,

willkommen im Forum :teleskop:

Es sind ja schon eine Reihe interessanter Informationen mitgegeben worden, das zeigt das du hier im Forum eine ganze menge Erfahrung in sachen Astronomischer Beobachtung und Astrofotos sowie Ausrüstungen findest. Ich selbst bin jetzt fast ein Jahr dabei und treibe gerne durch die verschiedenen Themenbereiche. Da gibt es eigentlch immer etwas zu staunen und inspirieren.
Um das Thema der Erstbeschaffung eines Teleskops aufzugreifen, kann ich die Besuche von z.b. HATT oder ATT empfehlen (oh..ja...moment...da ist doch grad so ein Virus unterwegs der uns davon abhält :sleep:) Habe nahezu meine gesamte aktuelle astronomische Ausrüstung in Hattingen erworben. Da konnte alles wichtige erfragt, besprochen, angefasst und einfach mal ausprobiert werden. Sobald das wieder möglich ist sollte man es sich nicht entgehen lassen.

HATT ="Hattinger Astronomischen Trödel-Tag" eigentlich im November eines jeden Jahres, hoffentlich wie geplant am 27.11.2021
ATT = "Astronomische Tausch- und Trödeltreff" in Essen normalerweise jeweils im Mai aber in diesem Jahr als "ATT 2021 digital"

Reichlich Infos findest du dazu in den unendlichen Weiten des World Wide Web.
Wenn es dann doch zu weit von euch weg ist, lohnt es sich mal zu suchen, ob nicht vergleichbare Veranstalltungen in der Umgebung geplant sind.

Viele Online Actionen sind wohl auch zum Astronomietag geplant.

Am 20. März 2021 ist Astronomietag!​


Ich wünsche euch bei der Suche nach eurem ersten Teleskop viel Erfolg und eine ordentliche Portion Gedult, das ist mir selbst am schwersten gefallen.
Wie oft hab ich gedacht, man...das sieht aber aucht toll aus das Ding......und dann wird es plötzlich ernst.....soll ich wirklich.....:love:.....

Kompliziert wird es schon von selbst, da schließe ich mich gerne den zuvor ausgesprochenen Empfehlungen an.
Mach es dir so einfach wie möglich und technisch sinnvoll für deine Beobachtungsmöglichkeiten.
Denn das beste Teleskop, ist jenes das du auch benutzt und Spaß damit hast ;)
Man lernt damit umzugehen und erweitert seine Ausrüstung.

Und eins ist auch Sonnenklar, kauf dir ein neues Teleskop.....und du hast erstmal die nächsten Tage schlechtes Wetter und keine Sicht auf die Sterne _jungeschlagen:

In diesem Sinne
Viel Spaß auf euren zuküftigen Sternenreisen.

Clear Skies
Frank
 
Hallo in die Runde,
auch ich bin neu hier und vor allem neu in der Astronomie. Nun nach Jahren des Wartens, bis endlich mal ein wenig Geld übrig war um mit diesem Hobby zu beginnen, habe ich entschlossen mir bis zum Sommer mein erstes Teleskop zuzulegen (mal abgesehen von dem Discounter Teil aus meiner Kindheit)! Ich habe schon viel gelesen über die Ganze Thematik und doch reicht es bei weitem nicht aus, alleine eine vernünftige Entscheidung zu treffen. Daher bin ich bei meiner Suche auf dieses Teleskop gestoßen...

https://www.astroshop.de/teleskope/...5ps-az-gte-goto-wifi/p,60129#tab_bar_0_select

Was haltet Ihr davon? Gibt es vergleichbar bessere in der selben Preiskategorie?

Aber die wichtigsten Fragen möchte ich gerne vorweg beantworten:

- ich möchte nicht viel mehr als 500 € ausgeben (schließlich will ich erstmal Fuß fassen)
- mich interessieren Deep Sky Objekte sehr, obwohl ich wenn möglich auch gerne unsere nächsten Nachbarn beobachten will (gibt es da bei Bedarf auch die Möglichkeit eine entsprechende Linse nachzukaufen für Planetenbeobachtungen?)
- Beobachtungsort soll vorrangig auf dem Dorf im Garten der Schwiegereltern sein oder auf dem Feld
- wenn die Möglichkeit es her gibt auch mal ein Foto zu machen, wäre das auch super ist aber nicht vorrangig
- GoTo würde mich persönlich sehr reizen
- ich plane auch erst mit dem Hobby zu beginnen, stehe also am Anfang meiner Reise
- meine Erwartungshaltung ist denke ich sehr realistisch, ich konnte schon oft Aufnahmen von Hobbyastronomen einsehen und weiß daher, das mich solche Hochglanzbilder aus Zeitschriften nicht erwarten werden

Ich hoffe ich konnte den Groh eurer Fragen vorab klären und das Ihr mir zumindest einen guten Rat für den Kauf meines ersten Teleskops geben könnt.

Voller Erwartungen Benjamin
 
Hallo Benjamin,

mir steckt da zu viel Geld in der Technik und so bleibt nur noch 114mm Öffnung übrig. Da verzichte ich lieber auf den Schick-Schnack und nehme mir z.B. einen 8" F6 Dobson. Allein der visuelle Unterschied, als ich vom 114/900mm Newton auf den 8er gewechselt bin ... Wahnsinn.
Was man dann damit alles fotografisch anstellen kann, habe ich weiter oben schon verlinkt.

Aber wenn dich die Technik begeistert und / oder du kleiner und kompakter anfangen möchtest sieht das wieder anders aus.

Gruß,
Holger
 
Hallo Benjamin,

bei rein visueller Nutzung ist mit Handy Display immer schnell die Dunkeladaption zerstört. Ein an die Dunkelheit angepasstes Auge ist aber das A und O bei der Deep Sky Beobachtung. Das nehmen erfahrungsgemäß viele Einsteiger nicht ernst und fuchteln intuitiv mit ihrem Smartphone rum, wie sie es halt gewohnt sind.

Wenn, dann würde ich dieses spezielle Gerät direkt mit einer Kamera betreiben und am Laptop gucken (EAA), dann braucht es keine Dunkeladaption. Wobei mich persönlich das nicht ganz so fasziniert, aber das muss dich ja nicht jucken. Ob die Kombi dafür stabil genug ist und es nicht beim kleinsten Windhauch wackelt weiß ich allerdings nicht. Ein paar Sekunden belichtet man bei dieser Variante schon am Stück, und da fallen Wackler direkt auf.

VG Klaus
 
...
Was haltet Ihr davon? Gibt es vergleichbar bessere in der selben Preiskategorie?
...
Klar gibt's da besseres, zB das:

Visuell (und sonst eigentlich auch) am wichtigsten ist nämlich die Grösse der Öffnung (114mm ist viel zu klein).
Warum steige ich wohl sogar auf eine Leiter um an meinem 20 Zoll/500mm Dobson zu beobachten? ;)
Brennweite ist übrigens auch egal, bzw eigentlich doch nicht, denn ausser man will nur Planeten oder Mini-Planetarische-Nebel beobachten ist eine kürzere Brennweite besser.

GoTo brauchst du visuell nur, wenn du unfähig bist das Teleskop selbst zu bewegen. ;)
Das oben hat PushTo und du siehst seine Position auf der Karte und du bewegst es dann auf das gewünschte Objekt.

Richtige Deepsky Fotografie (Langzeit-Belichtungen von vielen Minuten) ist leider nicht kompatibel zur Ausrüstung zum reinen visuellen Beobachten.

Es ist übrigens sehr unfreundlich einen anderen Faden für seine eigenen Fragen zu kapern.
Macht man nicht.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Freunde
Brennweite ist übrigens auch egal, bzw eigentlich doch nicht, denn ausser man will nur Planeten oder Mini-Planetarische-Nebel beobachten ist eine kürzere Brennweite besser.
Was bitte schön ist denn bei kürzerer Brennweite am Newton besser?
- Die kürzere Brennweite erfordert für eine vernünftige Ausleuchtung einen größeren Fangspiegel. Die Bilddefinition verschlechtert sich.
- Die Tiefenschärfe verringert sich mit den Quadrat der Öffnungszahl. Sie liegt bei F5 nur noch bei ca 0,03mm und ist damit geringer als die Bildfeldwölbung.
- Mit zunehmender Schnelligkeit drängt sich immer stärker das Koma-Problem auf, es wird ein Komakorrektor erforderlich.
- Es verringert sich mit zunehmender Schnelligkeit die Anzahl der Okulare die noch zufriedenstellend abbilden können. Die Okulare werden teurer.
- Das oft besungene größere Gesichtsfeld wird letzten Endes erst durch eine übergroße Austrittspupille erreicht. Der Himmelshintergrund wird dann zu hell.
- Die Tolleranz gegenüber leichten Justagefehlern verringert sich empfindlich.
- Schnelle Spiegel sind in der Herstellung anspruchsvoller. Die Ausschussquote beim "Gurkenlotto" ist dem entsprechend höher!
Was bleibt ist eine kürzere Instrumentenlänge und eine geringe Gewichtseinsparung was einem ab 10" Vorteile in der Handhabung und Einblickhöhe verschafft.

Das ideale Kompromis beim Öffnungsverhältnis eines Newton liegt bis 10" bei F6. Ab 12" bei F5 der Einblickhöhe und der Handhabung wegen.

Von Optiken schneller als F4,5 möchte ich abraten. Ohne Komakorrektor muß man da schon deutlich Abbildungsfehler ( Koma ) in Kauf nehmen und die Tiefenschärfe tendiert gegen Null.

Gruß Peter
 
Hi Peter @arago ,

na das ist aber eine fundierte Antwort auf eine harmlose, nicht fundamentalistisch gemeinte Bemerkung von mir. ;)

Wenn man die Beginner Tekeskope anschaut, die Öffnungsverhältnisse bewegen sich so um f/6 - f/5.Das ist völlig ok.
Aber dann gibt es halt auch Newtons mit ~f/10, ein langes Rohr mit einem kleinen Rasierspiegel am Ende. ;)
Die halte ich für nicht so gut für DS.
Die Beginner halten oft die Brennweite für das Wichtigste. Suggeriert auch oft die Werbung.

Ich habe Newtons von f/6-f/4.2. Ich lese immer über die Koma-Probleme. Seltsam, ich habe keine.
Aber ich bin halt zwar ein jahrzehntelanger, aber durchschnittlicher, visueller Beobachter.
Und Beginner Okulare sind oft unproblematische Typen mit geringerem Sehwinkel.

Gruss
ebenfalls Peter
 
Hallo Kate,

Ich fasse mal die Infos zusammen,die Du uns hier gibst....
1) am Thema interessiert, aber absoluter ANfänger
2) dein Sohn " ist fasziniert von allem was da so am Himmel ist" .....klingt nach höchstens 10-12 Jahren
3) offenbar wohnt ihr auf dem Land und habt optimale Bedingungen
4) ihr habt bis zu 800€ zur Verfügung, das ist einerseits viel, andererseits wenig

Die hier gegebenen Ratschläge sind überwiegend richtig und kommen sicher aus längerer eigener Erfahrung.

Ich würde allerdings einen anderen Ansatz zur Findung eines geeigneten Fernrohres wählen: meine eigenen Erfahrungen als 15-16 jähriger, der sich die beobachtende Astronomie ohne weitere Hilfe von Grund auf erschlossen hat......naja,und etliche Jährchen Erfahrung anschließend

A) absolute Anfänger wollen etwas sehen, aber nicht Fernrohre justieren, selbst wenn es für einen geübten noch so einfach ist ==> eher ein Refraktor
B) für Kinder sind Mond und Planeten (besonders Saturn) besonders interessant, Galaxien eher nicht (das ändert sich mit der Erfahrung) vielleicht mal die Plejaden oder M13 oder so..... Refraktor gut geeignet fürMond und Planeten...... (man muss halt indirektes Sehen und ähnliches erst lernen, das geht nicht von selbst)
C) Wenn es bei euch dunkel ist zeigt auch ein kleiner Refraktor schon etwas in der Milchstraße

Ich würde euch also empfehlen einen kleinen Refraktor ohne parallaktische Montierung zu nehmen (brauchbare gibt es schon für 100-200€) mit denen kann man gut bis zu 100fach vergrößern (so als Daumenregel:1.5x Durchmesser in mm als Maximum) Mond vielleicht etwas mehr. Dann drei gute Mittelklasse Okulare (gibt es auch für je 50-80€). Dazu noch einen Feldstecher 8x40 oder 8x50 so in dieser Richtung für Spazierensehen in der Milchstrasse......

Ganz großer Vorteil: Du siehst schon eine Menge und wenn du später mal größer werden willst kannst du alles sinnvoll weiterverwenden: den Refraktor als Leitrohr an einem größeren Fernrohr, die Okulare sowieso (wenn du brauchbare gekauft hast) und vielleicht kannst du ja später auch mal etwas mehr Geld für eine ordentliche Montierung ausgeben (statt für einen wackeldackel, den du dann doch wegwirfst oder per verkauf jemand anderen unglücklich machst)

Fotografieren: Nimm eine Kamara und mache Aufnahmen mit stehender KAmera, einge Sekunden und du wirst dich wundern,was du da alles auf den Fotos findest. Für "richtige" Aufnahmen geht es in der Regel nicht ohne stabile Montierung und eine brauchbare Kamera..........

Das alles zusammen für 800€ in hoher Qualität geht meiner Meinung nach nicht, auch wenn einige wenige es schaffen mit weniger gutem Material was tolles zu machen. Für absolute Anfänger denke ich aber, dass das nicht möglich ist (war es für mich als Jugendlicher jedenfalls nicht)

Ach ja, ist ja schön, dass du mal den Pferdekopfnebel in einer Sternwarte gesehen hast.... hast du mal gefragt, wieviel der Besitzer an Erfahrung hat und wieviel Geld allein Montierung und Schmalbandfilter gekostet haben?........ Setzt Dir besser einfache Ziele, dann bist du auch nicht enttäuscht, sondern freust dich über deine Erfolge....... Mond (habe ich damals sogar auf Film durch das Fernrohr fotografiert) und Planeten haben mich lange beschäftigt...... und mit dem 8x30 Feldstecher meines Vaters habe ich viel in der Milchstrasse herumgeguckt. War toll....... obwohl ich fast kein Geld hatte.

Nun ja, jetzt hast du hier auch noch eine Meinung, die einen etwas anderen Zugang - insbesondere für Kinder - zum Hobby hat. Literatur hast du dir ja schon bestellt, der richtige Anfang ist also schon gemacht!

Viele grüße und viel Spaß mit eurem Fernrohr

Heinrich
 
Hallo erneut in die Runde,

also erst einmal einen RIESEN Dank an euch. Genau deshalb wollte ich auch in dieses Forum. Alle antworten haben mir sehr geholfen. @komposer und @AstroPZ. Die Dobson habe ich bisher eigentlich immer außer acht gelassen, Sinn macht es bei genauerer Betrachtung schon und ein paar Euro mehr kann ich schon investieren ;).
@klawipo Mit der Stabilität hatte ich auch so meine Zweifel, aber eben auch keine Erfahrung.
Was die Astrofotografie angeht, das nur wenn es eben geht, aber wenn nicht auch nicht schlimm, erst einmal den Umgang mit einem Teleskop richtig lernen.

Und verzeiht mir, ich dachte ich nutze gleich die Runde in diesem Thema um meine Frage zu stellen und nicht das Gleiche erneut zu öffnen. Habt Nachsicht ;)

Viele Grüße und noch einmal Großen Dank an Euch
 
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