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Quadi

Neues Mitglied
Hallo zusammen,

Vorwort:
Ich hab für mich ein neues Hobby gefunden. Angefangen hat alles mit Starwalk auf dem Iphone. Bekannte sowie ich waren sehr begeistert von diese Funktion. Nun suche ich ein Teleskop was mir meine Ansprüchen gerecht wird. Hab mich schon etwas Informiert, aber so richtig schlau bin ich auch nicht geworden.

Ich bin eigentlich ein Mensch der sagt: "Wenn dann richtig, keine halben Sachen."

Punkt 1
Deswegen suche ich ein Teleskop mit Fernsteuerung vom Computer aus. Vorgestellt habe ich mir das so:
Ich geben im Computer z.B M31 (Andromedagalaxie) ein und über die Steuerung und GPS richtet sich das Teleskop automatisch darauf ein. Ich hab selber nicht den glauben das GPS usw so feinfühlig ist das es genau M31 dann trifft :). Da ich Absolut keine Ahnung von Sternenkarten, Sternbilder oder sonst was habe wäre das doch sehr von Vorteil.

Punkt 2
Das Teleskop sollte schon eine vernüftige Reichtweite haben. Hab mir das so vorgestellt das ich zumindest den Messier-Katalog mir mal mit dem Richtigem Auge anschauen kann. Zumindest das was man von der Nordhalb-Kugel sieht :).

Ich schaue lieber fremde Galaxien, als Planeten oder Monde. Aus eine paar Informationen haben ich gelesen, das Teleskope entweder für Deepsky oder Planeten Beowachtung sind. Bevorzugt würde ich dann eins für Deepsky nehmen, was evntl mir auch ein paar vernüftige Bilder vom Mond, Saturn oder Jupiter machen kann.

Punkt 3
Das Teleskop kann ruhig Sperrig und Groß sein. Wir haben hier sowieso wenig Umgebungslicher im Garten. Max 2 Straßenlaternen. Und deswegen denke ich mal, muss ich nicht weit raus ins Dunkle fahren.

Punkt 4
Wäre nicht schlecht wenn es eine passende universal Kamerahaltung dazu gibt. Hatte ehe vor mir bald eine Canon EOS 1000D, 500D oder 60D zuzulegen.

Punkt 5
Die Budget Grenze liegt so bei 1800-1900€ mit Steuerung und evntl Okularset.



Noch von mir Offene Fragen

- Ich hab Gehört anstatt in Okulare zu investieren sollte man lieber das Geld in eine höhere Preisklasse für Teleskope anlegen.
- Wollte mir noch eine Sonnenfilter dazukaufen. Nun stand da das man den Sucher ebenfalls schützen muss. Was ist den "Der Sucher".
- Farbfilter? Machen die den Unterschied?
- Warum haben mansche Teleskope einen Kühler?


Teleskope die ich mir mal angeschaut habe:
Celestron Deutschland CPC 800 GPS (XLT) Goto-Teleskop (8" Schmidt-Cassegrain-Teleskop/203mm/2032mm/1:10)

Teleskop Express. Celestron Newton 254/1200mm komplett auf GoTo Montierung CAM (Parabol Newton/254mm/1200mm/1:4,7)

Bin mir hier Unsicher mit der GoTo Funktion. Muss da wohl noch die Nexstar PC Software dazukaufen.

TeleskopExpress Skywatcher 12" Dobson Synscan (12" parabolisch/300mm/1500mm/1:5)

Scheint so als ist die GoTo Funktion nicht mit einem Computer Kompatibel?

Außerdem hab ich bei allen 3 Teleskopen keine Information über einen Nachlaufmotor gefunden.

Ich endschuldige mich für mansche Einsteiger Fragen die mir nicht ganz klar sind. Und hoffe das mir hier geholfen werden kann :).

Danke
Mit freundlichen Grüßen



 
Hallo,

ich kann dir nur etwas zum CPC 800 sagen, da ich seit gut einem Jahr selbst eins besitze.
Ist ein gutes Universalgerät, soll heißen kein Spezialist für Deepsky oder Planeten. Hat ein sehr stabiles Stativ und eine stabile Gabelmontierung. Wenn das Stativ richtig nivelliert ist und das Teleskop aligniert wurde, funktioniert das Goto sehr gut. Auch gibt es keine Probleme mit dem GPS.
Also ich bin sehr zufrieden mit dem CPC 800. Solltest du noch weitere Fragen haben, stehe ich gerne zur Verfügung.

CS

Frank
 
Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, das wenn ich sage M31, das es dann genau M31 trifft :). GPS ist doch so ungenau (3m Toleranz) oder nicht?
 
Hi!

Ich hab grad ein CPC925 zum Testen hier (und warte auf klaren Himmel). Auch mit einem 8"-Teleskop geht am Himmel schon sehr viel; ab etwa 8" fängt Deep-Sky an, Spaß zu machen.

Das GPS sagt dem Teleskop nur Datum, Uhrzeit und Standort; dann fährst du drei beliebige helle Sterne als Referenzobjekte an und zentrierst die - dann erst weiß das Teleskop, in welche Richtung es zeigt; mit weiteren Sternen kannst du das sogenannte Alignment (also die Ausrichtung/GoTo-Genauigkeit) noch verbessern.

Dafür langt die Handsteuerbox; die NexRemote-Software bildet die Handsteuerbox am PC nach; Steuerung über Planetariumsprogramme dürfte auch möglich sein. Das ist aber nur interessant, wenn du noch einen Computer mitschleppen willst, obwohl die Handsteuerbox eigentlich alles kann.

Bei M31 hilft dir das ganze aber nichts, die ist so groß, dass sie auch im 8"er das Bildfeld sprengt. Die Schmidt-Cassegrains sind schön kompakt, haben aber eine recht hohe Brennweite und dementsprechend ein relativ kleines Gesichtsfeld. Auch mit der Tour-Option der Computersteuerung kommst du nicht um Literatur herum, die dir zeigt, was du am Himmel siehst - sonst weißt du nie, warum du evtl. nichts siehst. Den Himmel kennenlernen musst du also so oder so.

Zu 2: Fotografie von Mond und Planeten geht mit dem Teleskop, für die Planeten solltest du aber zur Webcam statt zur DSLR greifen. Eine Webcam ist dafür um Welten besser geeignet.

Zu Punkt 4: Deep-Sky-Fotografie geht mit einem CPC nicht, da brauchst du was mit parallaktischer Montierung. Und viel Zeit, Geld und Nerven, wenn mehr als Strichspuren rauskommen soll. Und ein Teleskop mit schnellerem Öffnungsverhältnis und möglichst weniger Brennweite. Da sollte dir die Forumssuche viele Treffer lieern, dazu gibt's immer wieder Threads.

Noch zwei wichtige Links:
Gruß,
Alex
 
Zitat von Kerste:
Das GPS sagt dem Teleskop nur Datum, Uhrzeit und Standort; dann fährst du drei beliebige helle Sterne als Referenzobjekte an und zentrierst die - dann erst weiß das Teleskop, in welche Richtung es zeigt; mit weiteren Sternen kannst du das sogenannte Alignment (also die Ausrichtung/GoTo-Genauigkeit) noch verbessern.

Danke Alex.

Ich nehm mir also nacheinander 3 Sterne (uninteressant welche 3?) ins Ziel. Und durch die Abstände zu den Sternen weis das Teleskop also wohin es gerade guckt? Und kann draus halt die anderen Positionen errechnen?

Also so wie GPS das macht? Da benötigt man ja auch mindestens 3 Satelliten.

Danke schonmal euch allen, habt mir schonmal sehr geholfen.

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Quadi:
Ich nehm mir also nacheinander 3 Sterne (uninteressant welche 3?) ins Ziel. Und durch die Abstände zu den Sternen weis das Teleskop also wohin es gerade guckt? Und kann draus halt die anderen Positionen errechnen?
Hallo Quadi,
so ist es. In deiner Preisklasse würde ich diesen Dobson für dich nicht schlecht finden:
Skywatcher 300/1500 MIT GoTo
Dort hast du das GoTo und eine grosse Öffnung.

MfG
SEbi


 
Servus,

zum Thema GoTo:

Ich benutze seit Jahren ein GoTo System, ein recht genaues und brauchbares.

Damit ein GoTo System anständig funktionieren kann, sollte die Montierung so eingenordet sein, das der Polarstern zumindest in der Mitte vom Polsucher steht (bei einer parallaktischen Montierung).
Referenzsterne müssen angefahren werden, und es muss im Laufe der Beobachtungen immer wieder nachreferiert werden. Jeder Schwenk zu Objekten, jedes Abfahren von Objekten - besonders mit häufigen Richtungswechseln bringt Ungenauigkeiten in die Positionierung.

Auch ersetzt ein GoTo nicht die Kenntnis vom Sternenhimmel.
Du musst wissen wo der betreffende Referenzstern auch steht, damit der Richtige zentriert wird.
Dann fährst du ein von mehreren tausend abgespeicherten Objekten an, siehst aber nicht im Okular...

Das kann dann folgende Ursachen haben:
- Das Teleskop zielt etwas daran vorbei
- Man braucht Erfahrung und Sehtechnik um es zu erkennen
- Filter sind nötig
- Es ist zu schwach für deinem Standort
- Das Teleskop ist zu klein für das Objekt

GoTo ersetzt keine Sternkarte, kleine, schwache und nicht eindeutige Objekte verlangen immer noch nach einer genauen Karte.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo

Ich hab mir das nun mal alles durchgelesen usw.
Bin zu folgendem Entschluss gekommen.

Ein Dobson möchte ich nicht. Da ich das vllt Zukünftig mal mit einer Kamera Festhalten würden. Und Dobson und Nachführung naja :).

Daher hatte ich vor mir das
Explorer-300PDS 12" Newton auf EQ6-GoTo
+
TSOkularkoffer
zu kaufen.

- Doch nun finde ich nichts über die Motorstromversorgung. oder wie das mal aufgeladen werden sollte :(
- Ebenso gibt es keine Computersteuerung. Nur die über das Ding am EQ6, aber taugt die was?
- Und ich Blick leider immer noch nicht dadurch, wie man dort eine Kamera oder sonstiges anbrigen soll :(.
- Brauch ich überhaupt diesen Laser-Justir Kram?

Ich hab mich da wieder auf was eingelassen :).

Danke schonmal für die sehr nette Hilfe hier. Bin sehr Positiv überrascht.
 
Hallo,

ich denke der 12" Newton ist (vor allem fotografisch) zu schwer für die EQ6.

Gruß

Kai

 
Hallo!
Ich habe die Befürchtung, dass du dich etwas übernimmst. Es werden eine Menge Schwierigkeiten auf dich zukommen bevor du gemütlich in deinem Gartenstuhl sitzt wärend das Teleskop tolle Fotos schießt. d:-)
Um dahin zukommen musst du die Montierung richtig ausrichten können. Du musst dich am Himmel zurechtfinden, die richtigen Okulare müssen besorgt werden. Die Justage beim Newton muss auch erstmal gemeistert werden. Newtons können relativ leicht justiert werden, aber sie müssen auch ab und an justiert werden.
Ein gutes Zitat aus einer Justieranleitung fand ich: Justieren ist wie Posaune blasen, wenn mans kann is es einfach.
Vielleicht solltest du erstmal etwas langsamer einsteigen und mit gewachsenem Verständnis für die Dinge dich vergrößern.

Gruß Deadlock
 
Servus,

Doch nun finde ich nichts über die Motorstromversorgung. oder wie das mal aufgeladen werden sollte.

Der Controller wird an einem 12 Volt Akku angeschlossen. Viele nehmen dafür eine Autobatterie oder einen Blei- Gel Akku.

Ebenso gibt es keine Computersteuerung. Nur die über das Ding am EQ6, aber taugt die was?

Das ist eine Computersteuerung. Das Teleskop ist ein GoTo System, an dem man auch einen Computer anstöpseln kann.

Und ich Blick leider immer noch nicht dadurch, wie man dort eine Kamera oder sonstiges anbrigen soll

Fotografie ist eine ganz andere Baustelle. Ohne Vorkenntnis – ein Reinfall oder mit erheblich zähen Durchhalten könnte das was werden – aber nicht mit dem großen Teleskop auf dieser Montierung.

Brauch ich überhaupt diesen Laser-Justir Kram?
Ja, den brauchst Du!

Ich entnehme mal Deinem Post, das du überhaupt keine Ahnung von der Materie hast, treffe dich doch erst mal mit Sternfreunden aus deiner Nähe – sonst wird das nichts.

Gruß
*entfernt*
 
Aber ich liebe Herrausforderungen. Und ja ich bin Handwerklich begabt.

@ Deadlock
Ich bin der Meinung klein anzufangen ist nur zu Teuer (Wegen Späterer Finanzierung) und auch Zeitlich nicht effektiv, dann muss ich mich ja 2x an etwas anpassen :).

@ Gerd.
Das schon klar mit der GoTo, aber ich finde nichts über die entsprechende Computersoftware. Bei dem Dobson steht bei "SynScan AZ Computer Steuerung"

Warum bist du der Meinung das das mit Fotografieren nichts wird?

Danke euch.
 
Hallo Quadi,

wilkommen im Forum :)

"Wenn dann richtig, keine halben Sachen."

endlich mal ein Neuer, dem klar ist, daß er schon was investieren muß, damit es auch was Gscheites wird :super:

Punkt 1
Deswegen suche ich ein Teleskop mit Fernsteuerung vom Computer aus.
...Da ich Absolut keine Ahnung von Sternenkarten, Sternbilder oder sonst was habe wäre das doch sehr von Vorteil.

das ist nur bedingt richtig. Das GPS sagt dem Teleskop, wo auf der Erde es sich befindet und welche Uhrzeit grad ist. Wenn Du dann das Alignment (an 2 oder 3 Sternen) machst, mußt Du wissen, welcher Stern der "richtige" ist. Um die Kenntnis der Position der Sterne und ihren Namen oder Katalognummer kommst nicht drum rum...

Punkt 2
Das Teleskop sollte schon eine vernüftige Reichtweite haben. Hab mir das so vorgestellt das ich zumindest den Messier-Katalog mir mal mit dem Richtigem Auge anschauen kann. Zumindest das was man von der Nordhalb-Kugel sieht :).

im Messier Katalog sind auch Objekte aufgelistet, die unter heutigen Bedingungen (Lichtverschmutzung, Kondensstreifen von Flugzeugen) nur sehr schwer zu beobachten sind. Ich empfehle Dir das Buch "Atlas für Himmelsbeobachter" von Erich Karkoschka. Da hast Aufsuchkarten für viele Objekte. Und es steht auch drinn, unter welchen Bedingungen man das Objekt sehen kann. Der Karkoschka ist mein treuer Begleiter beim Spechteln und ne Rotlichtlampe solltest Dir auch anschaffen :biggrin:

Ich schaue lieber fremde Galaxien, als Planeten oder Monde.

Klare Ansage :) Dann brauchst in erster Linie Öffnung. Unter 8" (= 20 cm Spiegeldurchmesser) brauchst da garnet anfangen. Und die Brennweite sollte nicht zu lang sein. Also ein "schnelles" System. f=5 würde ich Dir da empfehlen. Dazu Okulare, die zu f=5 passen :)

Punkt 3
Das Teleskop kann ruhig Sperrig und Groß sein. Wir haben hier sowieso wenig Umgebungslicher im Garten. Max 2 Straßenlaternen.

Kann das Teleskop im Garten fest aufgestellt werden? Also ne Hütte drumrum (Dach wegklappbar, Hütte wegfahrbar), oder zumindest die Säule einbetoniert werden und die Montierung fest draufgeschraubt werden? Als Regenschutz könnte z.B. ein Wasserfaß aus Kunststoff drübergestülpt werden...

Bei einer fix aufgestellten Montierung mußt nur ein einziges Mal Einnorden (besser noch richtig Einscheinern), dann hast das Teleskop schnell draufgesetzt und kannst sehr schnell anfangen zu spechteln. Damit kannst quasi jede Wolkenlücke ausnutzen ;)

Punkt 4
Wäre nicht schlecht wenn es eine passende universal Kamerahaltung dazu gibt. Hatte ehe vor mir bald eine Canon EOS 1000D, 500D oder 60D zuzulegen.
[/quote]

Aha, Du denkst also auch ans Fotografieren. Dann kommt nur eine paralaktische Montierung in Frage, deren Steuerung einen Anschluß für einen Autoguider (ST4 oder kompatibel) vorsieht. Alle Tips zu Dobsons fallen also weg. Astrofotografie stellt höhere Ansprüche an die Montierung als ein rein visueller Einsatz.

Planeten fotografiert man am besten mit einer Webcam + Barlowlinse oder Okularprojektion durch das Teleskop (wobei Du einen PC oder Laptop zum Aufnehmen brauchst), die Belichtungszeiten pro Einzelbild liegen dabei unter 1/25 Sekunde und man nimmt üblicherweise mindestens 900 Bilder so schnell es geht hintereinander auf. Per Software sucht man dann die schärfsten und legt die übereinander. Nach diesem Mitteln wird noch weitere Bildbearbeitung betrieben, ehe ein gutes Planetenbild rauskommt.

Deepskyobjekte fotografiert man je nach Größe entweder Huckepack mit Spiegelrefleskamera (oder gekühlter CCD-Kamera) und Teleobjektiven (M31, Orionnebel, Sternfeldaufnahmen...) oder ohne Fotoobjektiv direkt durch das Teleskop. Bei Deepsky liegen die Belichtungszeiten je nach Helligkeit des Objektes grob zwischen 2 und 20 Minuten. Daher muß die Montierung in beiden Achsen geguidet werden.

Die feste Aufstellung der Montierung samt Teleskop im eigenen Garten hat den Vorteil, daß Du unbegrenzt Strom hast. Zum Nachführen, zum Guiden, für die elektrische Kühlung einer CCD-Kamera und für den Aufnahme PC. Du sparst pro Beobachtungsabend viel Zeit fürs Aufbauen, Einnorden und Auskühlen, Du kannst also gleich mit dem Beobachten loslegen :)

Punkt 5
Die Budget Grenze liegt so bei 1800-1900€ mit Steuerung und evntl Okularset.

Dann investiere zu allererst in eine richtig stabile Montierung, das ist das A und O für langanhaltenden Spaß am neuen Hobby. Sie muß das Teleskop und zukünftig auch ein paar schwere Anbauten ans Teleskop schwingungsarm tragen können.

Fang visuell an, lerne die Sternbilder kennen. Die Sterne, die Du fürs Alignment brauchst, solltest Du zweifelsfrei mit blosem Auge am Himmel identifizieren können. Je nach Jahreszeit hast am Himmel unterschiedliche Sternbilder, da drin unterschiedliche Beobachtungsobjekte. Du brauchst also zum Kennenlernen des Himmels mindestens 1 Jahr. Bis dahin kannst dann wieder ein bissy Knete ansparen für den Kleinkram wie Filter, Guidingkamera, Off-Axis-Guider, Foto und Fotoobjektive...

Viele Anfänger unterschätzen den Zeitaufwand für ein gutes Astrofoto. Es ist nicht damit getan, einmal 2 Minuten durch´s Rohr zu fotografieren. Üblicherweise werden etliche einzelne Aufnahmen gemacht (12-24), dann mußt noch gleichviele Dunkelbilder mit der selben Belichtungszeit machen (weil eine digitale Kamera Fehler auf dem Chip hat, die mit den Darks später am PC von den belichteten Bildern abgezogen werden müssen). Die fehlerbereinigten Bilder werden dann am PC übereinandergelegt und weiter bearbeitet, ehe sie fertig sind.

Das geschieht mit Freeware oder kommerziellen Programmen. Tipps zur Aufnahmetechnik und Bildbearbeitung gibts hier im Forum kostenlos :)


Noch von mir Offene Fragen

- Ich hab Gehört anstatt in Okulare zu investieren sollte man lieber das Geld in eine höhere Preisklasse für Teleskope anlegen.

Je nach Bauart Deines Teleskopes benötigst Du unterschiedliche Okulare. Wenn Du also eine Entscheidung getroffen hast, welche Bauart das Teleskop hat, kannst zu den Okularen Überlegungen anstellen. Immer ein Schritt nach dem anderen. Zuerst sollte tatsächlich ein gut abbildendes Teleskop gekauft werden, Okulare kauft man eventuell später noch mal qualitativ bessere ;)

- Wollte mir noch eine Sonnenfilter dazukaufen. Nun stand da das man den Sucher ebenfalls schützen muss. Was ist den "Der Sucher".

Den Sonnenfilter für Dein Teleskop kannst aus Pappe und Baaderfolie selber bauen. Oder einen Aluminium-Ring mit Baaderfolie kaufen. Je nach Geldbeutel. Der Sucher ist ein "Mini-Teleskop", welches üblicherweise mit einem kleinen Sucherschuh auf dem Hauptinstrument befestigt ist. Du kannst an Stelle des "Suchers" auch einen "Telrad" oder einen "Pointer" verwenden. Alle drei sind im Prinzip "Peileinrichtungen", mit denen man das Teleskop auf das zu beobachtende Objekt am Himmel schwenkt. So hat man vor dem "Goto-Zeitalter" die Teleskope ausgerichtet. Ich nutze trotz Goto-Fähigkeit meiner Montierung oft den Sucher. Es macht mir einfach Spaß, die Objekte selber zu finden ;)

- Farbfilter? Machen die den Unterschied?

bei visueller Planetenbeobachtung kann man damit Oberflächendetails besser warnehmen

Bei Deepsky Objekten sind UHC Filter sinnvoller. Die dämpfen das kontinuierliche Licht der Sterne, lassen aber die H-beta, O-III und H-alpha Linien der Emissionsnebel, Supernovaüberreste und Planetarischen Nebel durch. Dadurch erhöht sich der Kontrast dieser Objekte zum Himmelshintergrund. Manche Objekte werden mit einem solchen Filter erst sichtbar.

Für Galaxien sind UHC Filter leider nicht gut geeignet. Galaxien lassen sich nur unter wirklich dunklem Himmel gut beobachten.

- Warum haben mansche Teleskope einen Kühler?

Solange der Spiegel wärmer ist als die Umgebungstemperatur, hast im Tubus eine Blase aus warmer Luft, die Turbulenzen erzeugt. Das Okular vergrößert nicht nur die Objekte am Himmel, sondern auch die Verzerrungen durch die Turbulenzen. Mit einem Lüfter kühlt der Spiegel schneller aus und Du bekommst schneller ein scharfes Bild im Okular.

Teleskope die ich mir mal angeschaut habe:
Celestron Deutschland CPC 800 GPS (XLT) Goto-Teleskop (8" Schmidt-Cassegrain-Teleskop/203mm/2032mm/1:10)

Mit Gabelmontierung bräuchtest Du einen "Derotator", um Bildfelddrehung zu vermeiden. Ich kenne keinen Derotator, der wirklich fehlerfrei arbeitet. Mit Polhöhenwiege ist es etwas besser, aber Du hast bei dieser Teleskopbauart eine Brennweite von 2 Metern. Damit schränkst Du die fotografierbaren Objekte am Nachthimmel stark ein.

Teleskop Express. Celestron Newton 254/1200mm komplett auf GoTo Montierung CAM (Parabol Newton/254mm/1200mm/1:4,7)

Auf diese Montierung würde ich zu fotografische Zwecke keinen 10" Newton setzen. Der ist zu schwer und zu lang. Beim leisesten Windhauch bekommst Probleme. Die Sterne werden krakelige Striche... Einen 8" Newton f=5 könnte sie besser vertragen. Ich bin aber grad überfragt, ob Du bei diesem Angebot eine Schnittstelle für Autoguiding zum Fotografieren hast. Das müßtest Du den Händler fragen...

Grüße
Fee

 
Hi,

also ich besitze eine EQ6 Skyscan. Da ich auch Astrofotografie anstrebe, hab ich auch so manches Teleskop revue passieren lassen. Die Montierung wird mit einer Belastbarkeit von 20Kg angegeben. Das ist aber der Punkt, wo das kleine Männchen rauskommt und mit der weissen Fahne weht. Selbst ein 10" Newton mit den für die Fotografie notwendigen Zusatzteilen wird grenzwertig schwer und braucht eine erfahrene Person in der Disziplin. Visuell geht das aber soweit. Ein 8" Newton oder Schmidt-Cassegrain geht vom Gewicht her gut auf der EQ6. Durch die lange Brennweite des SCTs wird die Beherrschbarkeit jedoch sehr kniffelig. Diese lässt sich zwar reduzieren mit z.B. Shapley-Linsen. Aber dieses Kapitel hat es dann auch wieder in sich. Der Newton wiederum braucht zum fotografieren einen Komakorrektor. Das kann auch ein Haar-rauf-faktor sein.
Um mit einem Newton schneller als f/6, also f/5 oder gar f/4 schön beobachten zu können, liste die Okulare nach Preis. Die teuersten zuerst...
Kurze Rede kurzer Sinn, ich hab mich für den Skywatcher Maknewton 190/1000 entschieden.
Der m.M. nach beste Tipp hat Alex schon geschrieben. Besuch mal eine Sternwarte und rede mit den Leuten, schlaf mal ne Nacht drüber und dann wirst du deinen Anspruch konkretisieren können.

CS

Michael
 
Danke euch.

Ich habs gerade gelesen der Tubus selber wiegt 22,5Kg. Und die EQ6 Halterung macht max 20Kg mit.

Deswegen denke ich mal steig ich auf die 10" Variante um. Diese wiegt 14,5Kg.

Mein Warenkorb (Vorerst).
Explorer-250PDS-10--f-4-7-Newton-auf-EQ6-GoTo

Wenn ich mich nicht irre hat Das Teleskop ein 2" Okularauszug. Das heißt ich brauche für den Laser einen
Adapter von 2" auf 1,25"
Um den 1,25"
Newton-Justierlaser nutzen zu können.
nebenbei würde ich gerne den
TSOkularkoffer 1,25" kaufen. Bin mir aber unsicher ob das Sinnvoll ist in verwendung mit einem 2" auf 1,25" Adapter.

Das Foto Zeugs werd ich irgendwann später bestellen wenn auch die Canon EOS da ist.

Könnte man den die Bestellung so abschicken oder ist da irgendetwas zu bemängeln?

Danke


 
Hi!

Wirf mal einen Blick auf http://www.muba.de/Astroseiten/TabellenMontis/Start_Montierungen.html - da stehen Erfahrungswerte, welche Teleskope mit welcher Montierung funktionieren. Da gibt's eine Tabelle für fotografisch. Den Zeitaufwand für Fotografie solltest du wirklich nicht unterschätzen - ich kann einen ED80/600 auf einer fest aufgestellten Alt-7-Montierung nutzen (also echte Sternwartenklasse, die Palette mit der Montierung hatten wir zu sechst getragen - die Montierung trägt in erster Linie ein C14) und brauch trotzdem noch ca. eine Stunde, bis die Technik läuft. Ohne Nachführkontrolle hab ich immer noch ca. 30% Ausschuss bei einer Fotoserie von ca. zwei Stunden. Und das Teleskop ist schon aufgestellt und eingenordet.

Bei Montierungen für die Fotografie gilt so als Richtwert, dass du sie maximal ca. mit der Hälfte von dem belasten solltest, was der Hersteller angibt. Da kommen nämlich noch Kamera, Adapter, Leitrohr o.ä. samt Befestigung und anderer Schnickschnack dran. Ab etwa 1m Brennweite fängt Astrofotografie echt an, unangenehm zu werden. Das hat schon seinen Grund, dass wir im Verein nicht das C14 für die Fotografie nutzen, sondern den kleinen ED80-Refraktor (und das C14 manchmal als Leitrohr für die Nachführkontrolle). Es gibt die Möglichkeit, das C14 auf Hyperstar umzurüsten, was sehr interessant klingt - dabei wird der Fangspiegel durch Korrekturoptik und Kamera ersetzt, dann hätten wir noch ca. 600mm Brennweite und f/2, aber das kostet auch noch mal richtig Geld. (Geht auch beim C8, die neuen Celestron-Modelle sind teilweise dafür vorbereitet - allerdings brauchst du da schon eine richtige Astrokamera, weil eine DSLR zu groß ist und beim 8"er zu viel Öffnung verdeckt.)

Bei der Astrofotografie ist das Teleskop noch die kleinste Anschaffung; du tust dir selber einen Gefallen, wenn du nicht durch den Newton fotografieren willst, sondern dir dafür einen kleinen ED-Apo o.ä. anschaffst.

Ebenso wichtig: Schau dir das Gerät mal live an - im Verein haben wir zwei HEQ-5, davon eine fototauglich. Die Montierung wird praktisch nie eingesetzt, da sie schon recht viel wiegt (alleine schon die Tasche mit den Gegengewichten geht auf's Kreuz). Die EQ6 ist noch eine Nummer größer. Astrofotografie machen wir mittlerweile am häufigsten mit der AstroTrack-Montierung, einer DSLR mit Weitwinkel- oder leichtem Teleobjektiv (bis 200mm) und einem Cokin-P830-Weichzeichnungsfilter. Astrofotografie mit langen Brennweiten ist was für Bekloppte (und ja, ich mach bei der Materialschlacht auch mit).

Bevor du ein Teleskop kaufst, kauf dir vielleicht erstmal Himmelsfotografie mit der DSLR von Stefan Seip, das ist eine ganz gute Einführung in die Astrofotografie.

Achja: Okulare sind auch noch so eine Sache für sich; je schneller dein Teleskop ist, desto höhere Ansprüche stellt es an die Okulare, wenn du bis zum Rand ein scharfes Bild willst. f/5 ist schon anspruchsvoll und f/4 richtig teuer, während bei f/10 eigentlich fast alles funktioniert. Okularsets passen in der Regel zu gar keinem Teleskop.

Also: Nichts überstürzen bei der Entscheidung.

Gruß,
Alex
 
Hallo Quadi,
diesen Okularkoffer wollte ich auch erstmal und richtig begeistert waren die alle von dem nicht:
Den Thread findest du unter Okulare und dann Wie ist dieser Okularkoffer ?

MfG
SEbi
 
Hallo Quadi!
Ich sag mal was zu den Okularen und deinem ausgesuchtem Okularkoffer. Bei den anderen Sachen weißt du ja was ich davon halte :-).

Ich habe ebenfalls ein 10" auf einer EQ6 und bin damit sehr zufrieden. Fürs Visuelle reicht so eine Kombination auf jeden Fall. Den Okularkoffer würde ich an deiner Stelle nicht kaufen, sondern gezielt nach Okularen schauen die für das F5 Öffnungsverhältnis geeignet sind.
Ich habe als Okulare:
speers Waler Zoom 5-8mm
speers Waler 13,4mm
UWA 2" 20mm
TSWA32 2" 32mm

Dabei habe ich darauf geachtet das ich möglichst viel scheinbares Gesichtsfeld hab.
Der Koffer bedient überhauptnicht deinen 2" Auszug, vor allem bei Übersichtsokulren ein echtes Manko.
 
Hallo Quadi,

mein Vorschlag: Bestell dir das Teleskop, da kannst du nichts falsch machen. Beschäftige dich und beobachte mit dem Teleskop. Viele Fragen klären sich dann von selbst.

Mit diesem Instrument, kannst du alles machen was du weiter oben angedeutet hast. Den Okularkoffer würde ich nicht kaufen. Stattdessen kauf dir ein oder zwei Baader Hyperions z.b. das 13 und/oder das 17 mm, evt. mit einem Finetuningring, um verschiedene Vergrößerungen zu haben. Der Okularauszug des 250 mm-Newton hat eine Reduzierung auf 1 1/4-Zoll dabei.

Dieter
 
Uff.



Hallo Dieter,

ich stoße gerade auf diesen Thread. Und soeben entscheide ich mich, einmal so zu antworten:

Ja, Dieter, das stimmt. Es ist genau richtig, dem recht beratungsresistenten und zumindest schnell und oberflächlich mit viel Geld in der Hand startenden Quadi einfach und pragmatisch irgendein Goto-Dingsbums zu empfehlen. Am besten eins, was er selbst eingebracht hat, dann ist er auch selbst schuld.
Schon beim Ansatz vom IPhone zum Himmel kracht ja das Gebälk unter den Schenkelklopfern und Raketen des begeisterten Publikums. Aber als wenn das noch nicht reichte, Fotografie muss auch noch mit in die Kiste. Es dauert dann auch ganze drei Beiträge, ehe überhaupt erste zaghafte Figuren die Bühne betreten, welche den Hauch einer Mahnung im Munde versuchen, auf diese nach oben offene Anfrage für "was richtiges" konstruktiv einzugehen.
Nun ja, nicht nur das Drama, sondern auch der gespielte Witz basieren auf dem Dialog. "Justierdingsbums" ist eines der Highlights, die ich schonmal für die bald anstehende Jahresrückblende nominiere.
Wegen meiner Schnappatmung habe ich etwas den Überblick verloren, wie weit sich denn die Wunschvorstellungen des Kunden zum Okularanblick mit dem IPhone-Display decken sollen. Oder soll womöglich nur mit Kamera beobachtet werden? Bei professionell genutzten Teleskopen ist das ja auch so. Ist dann diese Anfrage nur konsequenter als neulich der Thread zu dem kleinen Goto-Dings mit eingebauter USB-Kamera?

Wie dem auch sei, solange hier nicht ein paar grundlegende Dinge mit Quadi geklärt sind, kann auch z.B. Kerstes ernstzunehmender Beitrag nicht zielführend sein. Wenn natürlich Quadi nicht bereit ist, sich klar zu machen, welcher Anblick ihn von Deepsky-Objekten im Okular so erwartet, und wie wenig sich daran mit wachsender Öffnung ändert, kommt man um ein drastisches Vorgehen nicht herum.

Drastisches Vorgehen, das ist dann also in diesem Sinne der Rat "Kauf Dir das Ding" (ist ja nicht mein Geld). Das kann ich demnach nur befürworten.

Clear Skies
Sven

PS: Und nicht vergessen - Deckel abnehmen. Macht der Computer noch nicht selber. Noch nicht. Kommt noch.
 
Zitat von Sven_Wienstein:
Uff.



Hallo Dieter,

ich stoße gerade auf diesen Thread. Und soeben entscheide ich mich, einmal so zu antworten:

Ja, Dieter, das stimmt. Es ist genau richtig, dem recht beratungsresistenten und zumindest schnell und oberflächlich mit viel Geld in der Hand startenden Quadi einfach und pragmatisch irgendein Goto-Dingsbums zu empfehlen. Am besten eins, was er selbst eingebracht hat, dann ist er auch selbst schuld.
Schon beim Ansatz vom IPhone zum Himmel kracht ja das Gebälk unter den Schenkelklopfern und Raketen des begeisterten Publikums. Aber als wenn das noch nicht reichte, Fotografie muss auch noch mit in die Kiste. Es dauert dann auch ganze drei Beiträge, ehe überhaupt erste zaghafte Figuren die Bühne betreten, welche den Hauch einer Mahnung im Munde versuchen, auf diese nach oben offene Anfrage für "was richtiges" konstruktiv einzugehen.
Nun ja, nicht nur das Drama, sondern auch der gespielte Witz basieren auf dem Dialog. "Justierdingsbums" ist eines der Highlights, die ich schonmal für die bald anstehende Jahresrückblende nominiere.
Wegen meiner Schnappatmung habe ich etwas den Überblick verloren, wie weit sich denn die Wunschvorstellungen des Kunden zum Okularanblick mit dem IPhone-Display decken sollen. Oder soll womöglich nur mit Kamera beobachtet werden? Bei professionell genutzten Teleskopen ist das ja auch so. Ist dann diese Anfrage nur konsequenter als neulich der Thread zu dem kleinen Goto-Dings mit eingebauter USB-Kamera?

Wie dem auch sei, solange hier nicht ein paar grundlegende Dinge mit Quadi geklärt sind, kann auch z.B. Kerstes ernstzunehmender Beitrag nicht zielführend sein. Wenn natürlich Quadi nicht bereit ist, sich klar zu machen, welcher Anblick ihn von Deepsky-Objekten im Okular so erwartet, und wie wenig sich daran mit wachsender Öffnung ändert, kommt man um ein drastisches Vorgehen nicht herum.

Drastisches Vorgehen, das ist dann also in diesem Sinne der Rat "Kauf Dir das Ding" (ist ja nicht mein Geld). Das kann ich demnach nur befürworten.

Clear Skies
Sven

PS: Und nicht vergessen - Deckel abnehmen. Macht der Computer noch nicht selber. Noch nicht. Kommt noch.

Nicht das du das falsch verstehst. Ich bin immer für Kritik offen und nicht der Sturre Herr von nebenan.

Und auch für dich. Ich bin einer der lieber in ein Projekt viel Kapital steckt, um späteren weiteren Investitionskosten aus dem Weg zu gehen. Ich hätte ja auch kommen können mit "Suche ein GoTo Teleskop für 100€"

Aber wenn man mal alle Beiträge zusammen fast kommt man zu dem Entschluss: "Egal was man kauft es ist das falsche"
Seiens die Okulare, die Monitierung oder der Tubus.
Wenn man tief genug gräbt findet man immer etwas.

Ich hätte mir eigentlich erhofft das hier welche ein paar Teleskope posten die zu mir passend sind. Aber lieber wird ja alles als schlecht oder falsch dargestellt.

Ich wollte eigentlich nur ein GoTo Teleskop mit der möglichkeit für Fotofgrafie. Wie weiter oben zu lesen ist wollte ich mir erst später das Material für die Fotografie bestellen. Wenn ich mich mit dem Teleskop angefreundet habe.

Es mag zwar sein das es Sturr von mir rüber kam. Aber Diskusionen sind die Grundlagen zur Wissenschaft.

Ich danke trotzdem allen die sich die Zeit genommen habe, mir diese schwierige Thema zu erläutern. Und mir ein neues Hobby zu schaffen.

Mit freundlichen Grüßen.
 
Hallo Quadi,
du willst ja gleich was gscheites oder?
Bei diesem hier kannst du auch fotografieren, da ist ein Nachführmotor und GoTo dabei. Vielleicht gefällt es ja:
Meade 254/2500 ACF mit GoTo
 
Danke SEbi,

Aber das sprengt leider mein Budget. Ich informier mich grad wieder fleißig und mir ist einiges klarer geworden.
 
Hallo Quadi,

>.......ich informiere mich grad wieder fleißig.....<
Erstmals in diesem Thread geht was ganz klar in die richtige Richtung. :respekt2:

Nun noch Info, live vom Acker, bei aktiven Beobachtern und Astrofotografen. :super:
Ohne wenigstens diesen Zwischenstop kann der Weg vom I-Pod zum 2000€ Teleskop für Deine Ansprüche m.E. nur ein praktisches Desaster werden.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Quadi,

Zitat von Quadi:
sollte zumindest visuell in Ordnung sein, wenn man die Tabelle der Deepsky-Brothers als Grundlage nimmt.

Fotografisch wäre ich vorsichtig - ein Leitrohr kannst Du vermutlich nicht mehr sinnvoll einsetzen, dafür müßte ein Off-Axis-Guider ganz gut gehen.

Einen Adapter auf 1,25" bringt das Teleskop mit.

Mir persönlich gefällt die Teleskop-Montierungs-Kombination, die ich allerdings wohl eher visuell oder für Planetenfotografie nutzen würde. Allerdings kommt mir der Tubus für einen kurzen Zehnzöller recht schwer vor.

Grüße

fquadrat
 
Hi Quadi (streu doch mal gelegentlich Deinen Vornamen ein, da redets sich leichter ;) )

da Du es ja auch (oder hauptsächlich?) auf Astrofotografie abgesehen hast, hier mal ein bisschen Stoff von einigen erfahrenen Astro-Kollegen zu dem Thema:
www.taunus-astronomie.de
Einsteiger-Astrofotografie
links im Menü auswählen: Astrofotografie

Das hilft vielleicht die "Perspektive" auf diesen Teil des schönen Hobbys ein wenig zu erweitern und eventuell falsche Erwartungen "geradezubiegen" :)
 
Hallo Quadi,

Du hast es selbst geschrieben: "Egal was man kauft es ist das falsche"

Das Dumme an der Geschichte ist, es ist genau richtig. Egal was Du kaufst, es war der falsche Handel. Es bleibt nur die Frage um wieviel dich die Wirtschaft erleichtert hat.

Warum das so ist?

Ganz einfach: Du weist nicht was dich erwartet, kannst also nicht wissen was dich in Zukunft am Meisten interessieren wird und somit auch nicht das "richtige" Equipment kaufen. Man kann Dir vieles emmpfehlen, aber wie sagte doch ein Vorredner so schön sinngemäß: "Es ist ja nicht mein Geld, also ist die Empfehlung schnell ausgesprochen".
Alles was Du tun kannst ist, die Kosten zu minimieren.

Wir sagen hier bei uns in der Gruppe zu Neulingen immer: Mach was Du willst, aber die ersten 5oo Euro sind für die Katz, und die Nächsten sozusagen als Vorinvestition zu sehen.

Kaufst Du einen Dobsion, kann dich das manuelle Nachführen (schubsen im Fachjargon) nerven. Kaufst Du ein Teleskop mit einer GOTO-Montierung, nervt dich die Elektronik. Kaufst Du kein GOTO, willst Du Eines. Kaufst Du einen großen Newton, ist er Dir zu schwer, zu unhandlich oder einfach zu sperrig. Kaufst Du einen kleinen Newton, glaubst Du der Größere wäre viel viel besser gewesen. Bei beiden nevt dich aber auch noch die ewige Justiererrei. Kaufst Du einen Refraktor (Linsenteleskop, hat nichts mit Linsensuppe zu tun, obwohl manchmal suppt es die Linsen zu)) ist Dir die "Vergrößerung" zu klein, kaufst Du deswegen wieder einen Newton oder ein Schmidt-Cassegrain, ist Dir das zu überblickende Feld am Himmel zu klein, bzw. die Vergrößerung zu groß. Fotografierst Du schon oder "align"st du noch, hört man oft am Acker mit Leuten mit GOTO-Montierungen. Andere ohne Goto schimpfen wie ein Rohrspatz daß sie etwas nicht finden. Der Refraktorheld macht hübsche Fotos von galaktischen Nebeln, jammert aber daß die Galaxien so winzig auf den Bildern sind. Der tatenlustige SC-Besitzer hat zwar wunderbare Galaxien, bekommt aber die großen und bunten Nebel nicht gescheit abgelichtet....nur so als ein Problem das er zu bewältigen hat.

Und alle zusammen haben eines ganz sicher gemein: Nie das "richtige" Equipment am richtigen Ort zur richtigen Zeit.
Astronomie besteht zu 50% aus warten...in der oberen Hälfte Deutschlands sind es 75%...zu 45% aus Arbeit und zu 5% aus dem Umstand sich nach der Flucherrei wieder erholen zu müssen...aber wir machen es alle mit 100% Begeisterung. Frag mich jetzt nicht wieso, auf die ANtwort hab ich keinen Bock. Nur eines weis ich jetzt schon: 75+45+5 ergibt irgendwas über 100...und somit ist meine Theorie im Ars...so ist Astroleben, irgendwas semmelt immer ab!

Wie man es auch dreht, auf deinem Weg in dein neues Hobby liegen unendlich viele Fallgruben, Fettnäpfchen und Stolpersteine.

Und wie umgeht man diese Fallen im Leben? Na durch langsames herantasten an die Problematiken und lernen, lernen, lernen. Lernen durch Erfahrung ist immer etwas, was den Praktiker vom Theoretiker unterscheidet. Der Praktiker weis wie es geht, während der Theoretiker weis warum es eigentlcih nicht gehen dürfte....

So, genug Angst gemacht. Was hälst Du von dem Vorschlag "klein" anzufangen. Ich würde mir an deiner Stelle eine Montierung in der Klasse HEQ-5 mit Goto holen. Dazu einen ED80/600. Kostet zusammen knapp 1000 Euro. Damit kannst Du prima in der Galaxis rumschauen, erste Galaxien beobachten, Nebel angucken usw.. Und damit kannst Du erste Fotoerfahrungen sammeln, da Du dich nicht um Justage etc. kümmern musst. Den 0.85-Reducer dazu und Du hast ein prima Gerät um die bunten Nebel aufzunehmen, zu lernen was Langzeitbelichtung heist usw. Und Du hast noch Geld übrig um all das Zusatzzeugs zu kaufen was man braucht, z.B. Schnappes um sich zu beruhigen, Zichten helfen da auch und wenn alles nichts hilft, na gut, nehmen wir eben die Kappe vom Teleskop, dann sieht man auch was! Man mache mal die kleinen Refraktörchen nicht schlecht. Wenn Du dein erstes Foto von z.B. M42, den Nebel im Schwert des Orion gemacht hast, und Du nicht Feuer und Flamme bist, verscherbel das Zeug ganz schnell wieder und mach Hallenhalma als dein Hobby. Besser ist das!

Aber wenn, und darauf möchte ich fast wetten, dann hast Du erst einmal keinen Bedarf nach großen Teleskopen, denn es gibt soviel zu fotogarfieren. Und wenn Du nebenbei doch visuell Beobachten möchtest, kauf Dir für kleines Geld ein Dobson, genau dafür!

Nach 1-3 Jahren, kotzt dich der kleine Refraktor an...man sieht ja nichts wirklihh richtig oder Galaxien sind schon arg winzig mit dem Teil. Genau richtig, aber bis zu diesem Satz hast Du Erfahrung gesammelt um ihn auch ausdrücken zu können. JETZT, und wirklich erst JETZT kaufst Du Dir was "Gescheites", denn jetzt weist Du was Du brauchst und worauf es ankommt. Den Ed kann man immer noch als Fotogerät benutzen, oder als Leitrohr für das zukünftig größere Teleskop. Die Montierung der HEQ-5-Klasse behälst Du als Reisemonti udn kaufst Dir eine richtig Stabile usw. usw.

So wird ein Schuh draus. Und wenn im ersten Schritt keiner draus wird, weil Dir der Himmel doch irgendiwe zu langweilig, zu arbeitsintensiv usw. vorkommt...oder um in Svens Worten zu bleiben...dich die elektronische Spiellerei mehr interessiert als die wahren und harten Fakten der Realität, dann wirst Du den ED80 und die HEQ-5 leicht los. Aber sei gewarnt: 500 Rappen sind der Preis für diese Erfahrung im Leben, da beist die Maus keinen Faden ab.

Viel Glück
Ulrich

PS: Tu Dir später mal selbst einen Gefallen. Rechne nie nach was dich die Astronomie gekostet hat. Mach es einfach nicht!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Quadi,

Alle 3 von Dir anfangs genannten Teleskope haben einen Nachlaufmotor, also eine Nachführung mit Motoren.

Ansonsten sind sie sehr unterschiedlich.

Nehmen wir mal das Celestron CPC-800 oder den Dobson. Beide haben ein Synscan GoTo oder Ähnliches. Wie geht man damit um?

Das Teleskop müsstest Du in ca. 1 Stunde aus der Verpackung heraus aufbauen können, wenn Du ausreichende handwerkliche Fähigkeiten hast.

So, jetzt ist es aufgebaut. Was brauchst Du dann? Eine Stromversorgung. Praktisch immer 12 Volt, auch wenn der Hersteller nur 9 Volt angibt. Hier solltest Du aber sicherheitshalber noch einmal nachfragen.

Nächster Schritt: Teleskop ans Netzteil anschließen. Die GoTo Steuerung fängt dann an, lästige Fragen zu stellen.
So etwas wie: Wo bist Du? (geografische Länge und Breite)
Die entsprechenden Daten für Deinen Ort findest Du bei Google Maps.

Geografische Daten eingeben, Zeit eingeben, fertig.
Eigentlich alles kein Problem.

Das Teleskop muss nach Norden und eben ausgerichtet sein, je genauer, desto besser. Wenn man den Polarstern nicht sehen kann (Südbalkon, Südblick) wird es schon schwieriger. Es ist aber beim ersten Mal kein Beinbruch, wenn die Ausrichtung nicht 100%ig genau ist.

So, und jetzt kommt der Hammer!
Das Teleskop fordert Dich auf, einen Stern aus einer Liste zu bestimmen und denselben anzufahren.
Um es für Dich spannender zu machen, hat der Stern einen arabischen Namen. (Das stimmt! Ich trinke schon seit über 20 Jahren nicht mehr!)

Du musst also eine Sternkarte oder ein Astroprogramm mit den arabischen Namen haben. Und Du musst schon vorher wissen, welchen Zielstern Du nehmen willst.
Das ist extrem wichtig, wird aber meistens leider nicht so gesagt.

Nehmen wir an, Du siehst nach Ost/Südost, dann ist Markab eine gute Wahl. Markab ist ein heller Stern im Sternbild Pegasus, er ist in den Listen von sowohl Celestron (Skywatcher) als auch Meade enthalten. Dann benutzt Du die Richtungstasten der GoTo Steuerung, um das Teleskop auf Markab auszurichten. Du bringst Markab in die Mitte des Okulars, bestätigst das mit der GoTo Steuerung, und fertig. Fertig??? Noch nicht ganz. Du musst nämlich noch einen zweiten Stern anfahren. Der sollte nicht zu dicht bei Markab stehen, also scheiden z.B. Scheat oder Alpheratz aus. Aber vielleicht passt ja Hamal oder ein anderer Stern. Die SynScan Steuerung fährt schon in die Richtung des gewählten Sterns, evtl. ist er sogar schon im Okular sichtbar. Wenn nicht, wird das Teleskop eben auf den Stern eingestellt, wieder mit den Pfeiltasten der Steuerung.

Damit ist das Alignment (die Ausrichtung) des Teleskops abgeschlossen, wenn es ein 2-Star-Alignment ist. Mit etwas Phantasie kann man sich vorstellen, dass man beim 3-Star-Alignment auch noch einen dritten Stern bestätigen muss.

Und eine Meade Steuerung fährt das Teleskop beim 2. Stern nicht schon in die richtige Richtung, wie oben geschildert.

Macht alles nichts, beim 2. Versuch klappt das bestimmt alles.

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So, und wenn Du das hinter Dir hast (Tal der Tränen), dann kannst Du NATÜRLICH M31 aus dem Menu raussuchen, und das Teleskop wird automatisch auf M31 ausgerichtet. Und wenn beim Alignment nicht alles schiefgegangen ist, sollte M31 im Okular oder zumindest im Sucher sein. Du bist bei diesem Vorgang gut beraten, wenn das Okular eine lange Brennweite (25 bis 40 mm, oder sogar mehr) hat, damit die Vergrößerung nicht zu hoch ist.

Du kannst mit dem Teleskop jetzt alles anfahren, was Du sehen willst. Mit einem 8 Zoll (oder mehr) Teleskop sind einige Objekte eine echte Offenbarung: Mond, Jupiter, Saturn, M42, die Plejaden.
Andere sind lange nicht so toll wie auf den Fotos, z.B. M31. Die meisten Fotos zeigen M31 mit längerer Belichtung der Kamera. Und das unterscheidet sich natürlich von dem, was Du durch das Teleskop mit dem Auge als "Momentaufnahme" siehst.

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Ich habe hier mal versucht zu schildern, wie die ersten Schritte in der Praxis wirklich aussehen.
1. Netzteil
2. Sternkarte + Orientierung
3. Teleskop aufbauen, nach Norden und eben ausrichten, und das Alignment ausführen.

Und dann kannst Du den ganzen Katalog der Steuerung (Planeten, Nebel, Doppelsterne etc.) abfahren, keine Frage.

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Wenn Du die Kohle hast, kaufst Du Dir so ein Ding, und damit basta.

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Ich habe mir vor einem 1/2 Jahr einen MAK 127/1500 mit SynScan Goto gekauft, und ich habe es nicht bereut. Allerdings hatte ich vorher jahrelange Erfahrung mit Geräten ohne GoTo. Aber denke daran, es ist ein Weg in die Pleite, in ewige Geldsorgen, in "wie entziehe ich meiner Familie das Geld, das sie von mir erwartet" usw.

Ich bin jetzt auch schon auf 8 Zoll ...

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Viele Grüße aus Berlin
Götz
 
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