Neuzugang: Zeiss 20x60S

Hallo Jochen,

Toll, dass das so gut jetzt klappte! Bemerkenswert, wie sorgfältig und zuvorkommend Zeiss den Prozess begleitet hat. Und ja, das Glas muss Anfang der 1990er, als es die Canons etc. nicht gab, bei den Nutzern einen dramatischen Eindruck hinterlassen haben. Das mag erklären, waren es doch recht viele gebrauchte Geräte gibt - wer es sich irgend leisten konnte hat es sich wohl beschafft.

Ich bin mit meinem Exemplar von Anfang an total zufrieden. Das hatte der Verkäufer direkt vorher bei Zeiss überprüfen lassen. Nun schreibst Du, dass die Stabilisierung dem Canon 10x42 IS ebenbürtig wäre. Jetzt komme ich doch ins Grübeln, ob Handlungsbedarf besteht. Aber ich habe vor Kurzem mein Canon 10x42 IS verkloppt weil das Zeiss es redundant gemacht hatte, also alles gut. Ich vergleiche aber vielleicht besser nicht mein Exemplar mit Deinem. Wie sagt man doch: "Mit dem Vergleichen fängt das Unglück an.";)

Beste Grüße, Christopher
 
Ich habe heute mal wieder bei Ebay und Kleinanzeigen nach den Gläsern geschaut.
Ebay sehr hochpreisig, bei Kleinanzeigen zwischen 1400.- und 3000.-
Ein Anbieter schrieb, dass das Glas für 1300.- überholt wurde, ein anderer schreib von einer Trübung links - oha, das kenne ich doch - und einem Kostenvoranschlag um 800.- Euro.

Ich würde heutzutage eher ein günstiges Exemplar kaufen und dann überholen lassen, teure Gebrauchtzustände oder Überholungen vor ein paar Jahren bergen doch eine hohe Gefahr.
Mein Verkäufer war absolut OK, sein Vater hatte das Glas vor über 30 Jahren neu gekauft und kaum benutzt.
Es lag also nur herum, was der äußere Zustand auch bestätigt, und dennoch war eine Revision absolut notwendig.
Das kann einem bei einem für 3000.- gekauften Glas aber auch passieren...

Hier noch das vom Techniker unterschriebene Reparaturzertifikat in Form einer Visitenkarte.
Ich habe mal gelesen, es gäbe bei Zeiss nur noch 3 Techniker, welche die Revisionen an diesen Gläsern ausführen können.

Unbenannt-1.jpg


Christopher, das 20x60 macht das 10x42 obsolet?
Das verstehe ich nicht wirklich, doppelte Vergrößerung und 50% mehr Öffnung sind doch ein deutlicher Sprung?
Ich überlege ob das 15x50 obsolet sein könnte, bisher konnte ich mich aber noch nicht entscheiden.

Gerade tagsüber beim Wandern und im Gebirge haben die Canons doch auch einen deutlichen Vorteil in Größe und Gewicht, wobei die Unabhängigkeit von Batterien schon was hat.
Ich verspüre schon eine große Lust das Zeiss jetzt mehr einzusetzen, mal sehen wie es sich entwickelt, es wird ja Frühling.
Auf jeden Fall brauche ich jetzt erstmal eine gut gepolsterte und möglichst genau passende Umhängetasche für das Zeiss.

Grüße Jochen
 
Hallo Jochen,

klar, 10x42 und 20x60 konkurrieren nicht wirklich. Was ich eigentlich meinte war, dass das Zeiss Stabi alle meine Canon-Stabis in meiner Praxis redundant gemacht hat. Da waren noch ein 12x36 IS und ein 15x45 IS neben dem 10x42 IS im Fundus. Ich habe alle drei zum Verkauf angeboten und das 10x42 ist schon weg. Das 10x42 IS hätte im Prinzip die Nische "stabiles weites Feld" füllen können, aber das macht für mich ein normales 7x42 besser. Das 10x42 IS stand immer in unglücklicher Konkurrenz mit dem 7x42, 8x56, 10x70 und 15x60. Es gab absolut nichts, was eins jener Gläser nicht besser machen konnte, und das Zeiss 20x60 hat den Deckel draufgemacht. Ich bin froh, dass das Canon 10x42 IS nicht mehr ungenutzt herumliegt. Ich bin ein reiner Himmelsbeobachter - als Tagesbeobachter könnte das anders aussehen.

Beste Grüße, Christopher
 
Hallo Christopher,

OK, so gesehen ist es nachvollziehbar.

Aktuell betrachte ich meine 3 Stabi Gläser noch als "ein" Instrument für Urlaub und Camping.
So wie ich am 150er durch Okulare die Vergrößerung ändere mache ich das mobil mit 3 Ferngläsern,, 10x 15x und 20x
Ob und wie sich das bewährt wird sich bei der Nutzung in diesem Jahr zeigen und ich wäre nicht wirklich verwundert, wenn ich am Ende auch erkennen würde, dass das 20x60 alleine ausreichend ist oder zumindest das 15x50 obsolet ist.

Generell bin ich ja ein Freund von wenigen, idealerweise einem einzigen Instrument, so wie das 150er APM für mich die eierlegende Wollmilchsau geworden ist, das bei mir endlich keine Wünsche mehr offen lässt.

Aber gerade das 10x42 hat für mich noch eine Sonderstellung, die Optik ist hervorragend, bei Nacht zeigt es weite Felder und für den Tag ist es relativ klein und handlich und es hat eine extrem geringe Naheinstellgrenze, was bei der Insektenbeobachtung im Garten schon eine Wucht ist.
Aber genau dafür habe ich eigentlich auch noch ein Pentax Papilio...

Mal sehen :)

Grüße Jochen
 
Hallo Jochen,

Das 10x42 IS hätte im Prinzip die Nische "stabiles weites Feld" füllen können, aber das macht für mich ein normales 7x42 besser. Das 10x42 IS stand immer in unglücklicher Konkurrenz mit dem 7x42, 8x56, 10x70 und 15x60. Es gab absolut nichts, was eins jener Gläser nicht besser machen konnte, und das Zeiss 20x60 hat den Deckel draufgemacht. Ich bin froh, dass das Canon 10x42 IS nicht mehr ungenutzt herumliegt. Ich bin ein reiner Himmelsbeobachter - als Tagesbeobachter könnte das anders aussehen.

Beste Grüße, Christopher
Ja, das war mein erster Gedanke - stabiles weites Feld (6,5°). Da ich als Tatterich gar nicht mehr an andere Gläsern interessiert bin, und Sterne ja nochmal eher zum Verwackeln neigen resp. die Störung am Himmel noch merklich offensichtlicher ist, wäre auch ein 7x42 keine Alternative für mich (und 7x50 hat ja kein erkleckliches scheinbares Feld).
Als Orni bin ich jedoch völlig von der Canone angefixt, und ich will die gegen kein LaiZeiSwarikon eintauschen.

csm
 
Hallo Christopher,

Aber gerade das 10x42 hat für mich noch eine Sonderstellung, die Optik ist hervorragend, bei Nacht zeigt es weite Felder und für den Tag ist es relativ klein und handlich und es hat eine extrem geringe Naheinstellgrenze, was bei der Insektenbeobachtung im Garten schon eine Wucht ist.
Aber genau dafür habe ich eigentlich auch noch ein Pentax Papilio...

Mal sehen :)

Grüße Jochen
Auch die hervorragende Randschärfe am Tag und auch bei Nacht (mein 7x FMT-SX hat noch weitere 5% dort scharf) darf erwähnt werden, sowie die Gewinde am Objektivende (Filterbeobachtung) und gar das Fotogewinde unterseits. Bei Flächenobjekten bemerkt man allerdings noch'n Tacken Unterschied zum 10x42 BN, das hat da etwas mehr Kontrast zu bieten (bei mur 2/3 Randschärfe).
Das 6,5x Papilio ist klasse, bei mir für die Beobachtung von Sandschrecken oder Zwergzikaden - letztere sind aber leicht aus der Ruhe zu bringen, so dass sie auf Nimmerwiedersehen abspringen. Da wird der Nahbereich fast konterkariert (ich komme auf 50cm ran) - ist wie bei Makroobjektiven: mein 60mm Oly kommt zwar nah ran, aber bei großen Fluchtdistanzen fehlt halt Brennweite (daher bin ich noch nicht beim 90mm), da braucht man z.B. für Schmettis dann ein 'Telemakro'. Muss man halt überlegen, welchen Bildwinkel ein 300mm auf 1,5m erreicht im Vergleich zu originären Makros, die vom Arbeitsabstand weiter ran kommen, aber merklich weniger Brennweite haben. (Irgendwas ist immer.)

csm
 
Da ich als Tatterich gar nicht mehr an andere Gläsern interessiert bin

Das geht mir ähnlich.
Schon um die Jahrtausendwende, als ich das 15x50 gekauft habe, sagte ich mir, dass ich keine unstabilisierten Gläser mehr kaufen werde.

Es kam dann doch anders, ich dachte, dass der Markt mit Stabi Gläsern geflutet wird, aber das ist ja bis heute nicht eingetroffen.
Und es gab immer wieder mal konventionelle interessante Gläser, wie eben auch das 6,5x Papilio

Das habe ich heute mal auf der Terrasse gegen das 10x42IS im Nahbereich verglichen.
Oha, auch 6,5x wackeln ganz schön :)
Dafür kommt man mit dem Papilio noch deutlich näher dran als mit dem Canon.
Das Canon hat dafür das weitere Gesichtsfeld und alles wirkt deutlich plastischer und dreidimensionaler.
Sie haben beide ihre Berechtigung :)

Heute klart es auf und ich habe mir gerade den Mond mit dem 20x60S angesehen, traumhaft!
Mal sehen ob die Wolken warten, bis ich auch ein paar Sterne anschauen kann...

Grüße Jochen
 
So, der Himmel ist zwar nicht perfekt, aber es waren genug Sterne zu sehen um das Glas zu testen.
Die Dioptrienkorrektur passt nun auf den Punkt, sie steht auf Null und auf beiden Seiten sind die Sterne nadelfein.

Dann der entscheidende Vergleich, sind beide Tuben gleich hell?
Dazu habe ich mir schwache Sterne an der Wahrnehmungsgrenze ausgesucht und beide Seiten verglichen.
Bingo, absolut kein Unterschied mehr.

Die Reparatur war also erwartungsgemäß ein voller Erfolg, das Glas ist nun wieder neuwertig und wird mir viele Jahre Freude bereiten.

Nach dem ganzen testen und rumprobieren heute ist auch schon klar, dass beide Canons bleiben werden.
Für mich haben sie auch neben dem Zeiss beide ihre Berechtigung.

Ich freue mich schon auf einige laue Sommernächte im Liegestuhl an dunklen Orten mit dem Zeiss, 2 Jahre nach dem Kauf kann ich es jetzt endlich richtig nutzen.

Grüße Jochen
 
Was macht man, wenn es für Außenaktivitäten zu heiss ist?
Man begibt sich in die kühle Werkstatt und bringt Dinge zu Ende, die zwar eigentlich nur 2-3 Stunden Zeit benötigen, die man aber dennoch schon ewig vor sich herschiebt, weil die Überwindung des inneren Schweinehundes im Alltag eine zu große Hürde ist...

Schon gleich nach dem Kauf des Zeiss habe ich mir eine Swaro Stirnstütze besorgt und dachte mir, die Wirkung des Stabi dadurch nochmal verbessern - und einen Teil des Gewichts durch die Stirn abstützen zu können.
Die Montage wollte ich an der Stativaufnahme machen, da ich das Glas eh um 180° gedreht halte, weil dadurch die Bedienung der Stabitaste mit dem rechten Daumen angenehmer ist.

Heute bin ich es also angegangen und ich muss sagen, es ist ein voller Erfolg!
Aber zuerst mal die Bilder:


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Die Befestigungschraube ist natürlich nur ein Provisorium, ich werde mir noch eine passende Senkimbusschraube besorgen, die dann komplett im Alublock verschwinden wird.
Dadurch kann die Stirnstütze dann auch dauerhaft montiert bleiben.

In den letzten Tagen war ich mal wieder vermehrt mit meinen 3 Stabi Gläsern draussen und habe diverse persönliche Erkenntnisse erlangt:
Stabilisierte 10x, 15x und 20x benötige ich entgegen meiner ursprünglichen Planungen doch nicht, zumal das 15x50 IS gegen die anderen beiden bezüglich der optischen Qualität doch nicht ganz mithalten kann.
Tatsächlich nutze ich praktisch nur das 10x4 und das 20x Zeiss.

Das 15x50 wurde also obsolet und ist inzwischen auch verkauft.
Nach genau 25 Jahren Besitz übrigens, so lange besitze ich kein anderes Astoinstrument...

Dadurch fällt aber auch um so mehr auf, wie bombenfest der Stabi des 10x42 im Vergleich zum Zeiss ist.
Keine Frage ist das zum Großteil auch durch die doppelte Vergrößerung bedingt, das 15x50 lag irgendwo dazwischen.

Also erinnerte ich mich an die herumliegende Stirnstütze und schritt zur Tat :)

Der Stabi wird tatsächlich massiv entlastet, das Glas ruht auf der Stirn und hat dadurch deutlich weniger Bewegungsfreiheit.
Der Augenabstand ist dadurch fix, was extrem angenehm ist.
Vorher hatte ich das Glas doch immer wieder an den Augenmuscheln abgestützt, was nicht so der Bringer war.
Aber durch die große Auflagefläche der Stirnstütze bewegt sich das Glas im hinteren Bereich auch nicht mehr seitwärts und nicht mehr nach Oben und Unten.
Nur im Vorderen Bereich der Objektive kann es noch schwanken, und das muss man eben mit den Händen ausgleichen.

Ich kann wirklich sagen es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Schon beim waagerechten Beobachten am Tag hilft die Stirnstütze sehr, was ich so gar nicht erwartet hätte.
Ich dachte man müsste das Glas dazu gegen die Stirn drücken, aber das ist gar nicht nötig.

Bei Nacht und dem Blick nach Oben wird sich das mit Sicherheit noch mehr auswirken.
Auch wird es die Arme entlasten, weil man je nach Beobachtungswinkel einen Großteil des Gewichtes der Glases mit der Stirn abstützt.

Mal sehen ob der Himmel heute Abend wolkenfrei bleibt, dann kann ich Morgen schon weiter berichten :)

Grüße Jochen
 
Zuletzt bearbeitet:
Wozu auf den Abend warten, wenn die Sonne scheint und man Sonnenfilter hat?

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Die Stirnstütze ist wirklich ein absoluter Gamechanger!

War der Stabi bisher nett und das Gewicht des Glases gerade noch so erträglich ist jetzt schon bei stehender Beobachtung eine deutliche Verbesserung des Stabi und eine Entlastung der Arme spürbar.

Im Liegestuhl mit Armlehnen ist es dann absolut perfekt!
Das Bild steht komplett still und das Gewicht des Glases ist überhaupt kein Thema mehr.
So kann man wirklich stundenlang beobachten, und das tolle ist, die Batterien gehen nie leer :)

Grüße Jochen
 
:teleskop::y::y::y: Drei mal Daumen hoch und mindestens sieben * !:teleskop::y::y::y::y::sonnig::saturn::pluto:MfG Kampy
 
Die Stirnstütze macht sich auch bei ausgeschaltetem Stabi positiv bemerkbar:

Das Bild wird ruhiger.
Man hat einen stabilen Augenabstand und eine stabile Augenposition, was bei Gläsern mit schwierigem Einblick (kidney beaning) sehr hilfreich sein kann
Die Arme werden deutlich entlastet, gerade bei den ansonsten schwierigen höheren Beobachtungswinkeln ruht ein Großteil des Gewichts auf der Stirn.

Sprich, ich kann eine solche Bastelei auch unbedingt für unstabilisierte Gläser empfehlen, insbesondere für die 60, 70 und 80mm Klasse

Grüße Jochen
 
Es ist zwar noch nicht ganz dunkel und es ziehen auch ein paar Cirren durch, aber heute Abend ging es mir ja nicht darum die Grenzen des Glases auszutesten sondern zu sehen, wie gut sich die Stirnstütze bei verschiedenen Beobachtungswinkeln bewährt und was der Stabi mit der Stirnstütze im Vergleich zu dem des Canon 10x42 IS zu leisten vermag.

Extrem praktisch ist, dass man die Swaro Stütze über ein Rändelrad rein - und rausfahren kann, denn es hat sich gezeigt, dass man bei unterschiedlichen Beobachtungswinkeln auch eine unterschiedlich weit herausgefahrene Stirnstütze benötigt.
Beim Beobachten ist das sehr einfach zu justieren, eigentlich ganz ähnlich wie die Schärfe bei einem Fernglas:
Man dreht so lange hin und her, bis die Stütze satt auf der Stirn aufsitzt, das Gewicht des Glases abstützt und der Augenabstand passt.

Ansonsten wird das Ergebnis der Sonnenbeobachtung von heute Mittag bestätigt, der Gewinn an Bildstabilisierung ist enorm, egal ob stehend, sitzend oder mit aufgestützten Armen, wobei letzteres natürlich das ruhigste Bild liefert und dann dem Stabi des 10x42IS um nichts nachsteht.
Der Unterschied zur Nutzung ohne Stirnstütze ist wirklich enorm, ich habe das immer mal wieder verglichen im dem ich die Stütze so weit eingefahren habe, dass sie keinen Kontakt zur Stirn mehr hatte.
Der Verfahrweg der Stütze beträgt etwa 20mm was für alle Situationen ausreichend ist.

Die Entlastung der Arme wird mit höherem Beobachtungswinkel stärker, weil dann mehr Fernglasgewicht von der Stirnstütze getragen wird.
Dabei ist der Druck auf die Stirn niemals unangenehm.

Das Zeiss 20x60S mit der Stirnstütze ist das genialste Handfernglas, mit dem ich je beobachtet habe.
Die optische Qualität ist nach der Revision bei Zeiss allererste Sahne und ich mag auch die Austrittspupille von 3mm extrem gerne, sie passt perfekt zu meinem Himmel und ist identisch zur Nutzung des 150mm APM mit den 17mm Ethos - meine Lieblingskombination :)

Das einzige was ich bereue ist, dass ich mit dem Kauf des Glases so lange gezögert habe...

Grüße Jochen
 
Hallo Jochen,
ich schlackere mit den Ohren. Das ist ja klasse! Auch für mein 15x60 klingt das wie ein potenzieller Gamechanger. Jetzt muss ich mal schauen, was diese Stirnstützen eigentlich kosten. Und ich dachte, ich bräuchte nichts mehr. Ohje, ohje.
Beste Grüße, Christopher
 
Hallo Christopher,

die Swaro Stütze kostet so um 130.- Euro.
Dann braucht man natürlich noch den handgedengelten Aluminiumadapter, aber darüber lässt sich reden :-)
Wir sollten uns vielleicht mal treffen, damit Du das Teil testen und ausprobieren kannst ;-)

Grüße Jochen
 
Hallo Jochen,
ich musste mir das Teil sofort nachbauen, weil ich ja auf Grund der balgenförmigen weichen Augenmuscheln (Zeiss Jena EDF 7x40) Probleme mit der Einhaltung des richtigen Augenabstands hatte.
Es ist jetzt wirklich eine große Erleichterung, da sich die Arme nicht mehr um den richtigen Anpressdruck kümmern müssen. Das Bild ist auch ohne Stabi wesentlich ruhiger geworden, der Stabi hat es ebenfalls leichter und liefert dadurch ein besseres Ergebnis.

Vielen Dank für die Vorstellung dieses nützlichen Zubehörs :y:

Viele Grüße
Frank

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Hallo Frank,

das freut mich sehr!

Ich bin auch nach wie vor extrem begeistert was dieses kleine Teil für einen Unterschied macht.
Und das auch bei Horizontaler Beobachtung, wo ich den gar nicht so deutlich erwartet hätte.
Das Glas macht mir so nochmal mehr Freude als eh schon ;-)

Mir ist aufgefallen, dass es sehr praktisch, ja eigentlich sogar elementar wichtig ist, die Länge der Stütze während der Beobachtung verändern zu können.
Bei der Zenithbeobachtung muss ich die Stütze etwas weiter ausfahren als bei der Horizontalbeobachtung damit es perfekt passt.
Deshalb ist es sehr praktisch, dass man die Swaro Stütze stufenlos einstellen kann:

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Wie man sieht sind meine Zoll-Inbusschrauben inzwischen auch angekommen, nun passt das Glas auch mit der Stütze wieder in die Tasche :)

Hattest Du denn irgendwo etwas zu Deinen Balgen-Augenmuscheln geschrieben?
Ich kann mich daran gar nicht erinnern.
Welchen Vorteil bringen sie denn und wo kann man sie beziehen?

Danke und Grüße Jochen
 
Die Verstellung ist nicht so komfortabel wie bei der Swaro-Stütze, aber sie läßt sich einstellen.
Habe noch eine schwarze Rändelschraube gefunden und die 5 mm Mutter durch diese ersetzt. Mit der Rändel fixiere ich das Gewinde der Stirnplatte. Von Aldi ist die selbstklebende Schaumstoffscheibe und diesen schwenkbaren Fuß (keine Ahnung woher der stammt) habe ich in meiner Grabbelkiste gefunden. Im Alurohr befindet sich zur Versteifung noch ein kleineres Edelstahlrohr.
Jedenfalls hat das Basteln wieder Spaß gemacht ...

IMG_8909.JPGIMG_8910.JPG

Die Augenmuscheln und die Schutzkappe hatte ich hier schon mal über sechs Ecken erwähnt. Die Muscheln sind einfach weicher und angenehmer am Auge und verteilen das Gewicht, das ja jetzt die Stirn trägt, großflächiger.
Einen Nachteil haben sie aber. Da sie die Augen schön abdichten und vor Streulicht schüzten, beschlagen die Okulare schneller als mit den originalen Muscheln.
Mal sehen wofür ich mich jetzt entscheide ...
Kontrastfilter könnte man gut einsetzen, habe ich aber noch nicht benötigt.
Und die Okularabdeckung ist auch vom EDF, schön leicht und umschließt die Muscheln satt. Die gibt es auch beim Duncker Geräteservice.

IMG_8911.JPGIMG_8912.JPG

Viele Grüße
Frank
 
Ja, das ist mir auch aufgefallen.
Bestimmte Dinge erkennt man sofort, auch wenn sie nur kurz zu sehen sind.
Manchmal sind die Requisiten interessanter als die Handlung....

VG Frank
 
Dache an diesen Thread als ich eine Szene aus dem Film HEAT sah, und meinte ein 20x60S erkannt zu haben. Wäre dann filmisch gesehen dienstlich im Einsatz der Polizei von Los Angeles im Zeitraum um 1995 - aber es bleibt natürlich der Hollywood-Faktor:
Heat movie(1995)..Robert Deniro fooling Al Pacino..!!!! (leider nicht in höherer Auflösung gefunden)
...und ein Celestron 90 is auch mit am Start bzw. mit an der Kamera...

CS,
Stefan Korth
 
Was mich bei den hier benutzten 20x60S interessieren würde - wie steht es da um mechanische Haltbarkeit bzw. Langlebigkeit? Vor ca. 16 - 19 Jahren hatte ich während meiner Fujinon-Zeit immer wieder einmal mit professionellen Nutzern zu tun, die Probleme mit der Mechanik der Zeiss-Binos zu tun hatten und dann auf Technostabis umstiegen. Im täglichen Gebrauch traten seinerzeit wohl immer wieder Ausfälle der Stabilisierungsmechanik auf, ohne das die Teile quer durch´s Auto geworfen wurden...

CS,
Stefan Korth
 
Hallo Stefan,
quer durchs Auto könnte ich mir bei dem Zeiss-Glas noch irgendwie vorstellen, denn dann sind alle beweglichen Teile durch eine starke mech. Verriegelung gesichert.

Aber im Gegensatz zu den kreiselstab. Systemen, deren rotierende Komponenten bei starken Schwenks keine starke Beanspruchung erfahren, kann das Material des Federblock-Monolithen eine Materialermüdung erfahren.

Obwohl beide Systeme über Endanschläge verfügen, die eine zu starke Auslenkung verhindern, arbeitet nur das Zeiss mit einer Materialdehnung bei einem bestimmungsgemäßen Gebrauch.

Bei den Technostabis sind es also Drehlager, beim 20x60 sind es "Blattfedern". Und die unterliegen einem stärkeren Verschleiß als gut gekapselte Lager.
Nutzungsdauer und schnelle Wechsel der Beobachtungsrichtung (Beschleunigung) führen zu einer schnelleren Materialermüdung.
Es ist also die persönliche Verwendung und Handhabung, die über die Haltbarkeit entscheiden.
Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, je stärker der Tremor, desto früher kaputt. 🤭

Viele Grüße
Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, je stärker der Tremor, desto früher kaputt. 🤭

Viele Grüße
Frank

Das klingt einleuchtend, allerdings gab es seinerzeit auch Nutzer, die z.B. aus einem Lufthafen-Tower tagtäglich mit einem Zeiss ein- und ausfliegenden Maschinen auf die Fahrwerke geschaut haben - auch unter diesem sicheren Umfeld gab es erhöhte Ausfälle. Sei´s drum, ist Geschichte, ich war nur neugierig...

CS,
Stefan Korth
 
Ja, die lieben Statistiken.....
Bei mir sind das alles auch nur Vermutungen zu einer mir nicht bekannten Zahl der Vorfälle.

Gerade bei Fremdeigentum ist der Wahrheitsgehalt zur Schadensursache eher gering, wenn man selbst etwas verbockt hat. Ich glaube, da kann der Zeiss Service ein Lied von singen.
20/30 Jahre Garantie, .... wer würde da den eigenen Fehler schon zugeben.

Was natürlich jedem Nutzer dieses 20x60 bekannt sein sollte, ist die erhöhte Empfindlichkeit, während die Stabitaste gedrückt wird.
Harte Schläge würden die magnetische Dämpfung schneller überwinden und die Federgelenke stärker belasten.

Deshalb auch im Originalkoffer den Trageriemen nie auf das Gerät legen und den Deckel dann schließen.
Der Riemen könnte die Taste herunterdrücken und die Stabilisierungseinheit wäre ungeschützt.

VG Frank
 
Hallo Frank,

ich danke wieder einmal für Deine präzisen, sachkundigen und in der Praxis hilfreichen Darlegungen.

Mein Exemplar war zum Kaufzeitpunkt 2021 schon 28 Jahre alt, wurde jedoch direkt davor im Auftrag des Verkäufers von Zeiss gewartet. Das war mir wichtig. Es funktioniert zuverlässig, hat sämtliche stabilisierte Canons und Nikons/Fujinons in meinem Fuhrpark verdrängt, und ich habe die Hoffnung, dass es dies noch 20 Jahre oder gar länger tut!

Beste Grüße, Christopher
 
Danke Dir Christopher!

Bei mir verhält es sich ähnlich. Anfangs kam ich mit dem Canon 15x50 besser zurecht.
Ich brauchte länger, um mich an das Zeiss zu gewöhnen. Ich hatte es zu verkrampft gehalten, was eine schnellere Ermüdung zur Folge hatte.
Jetzt nicht lachen ..... aber ich habe das mal mit diesem Geduldspiel verglichen, bei dem man eine Kugel durch einen Irrgarten zum Ziel führen muss. Macht man es zu verkrampft, werden die Bewegungen "zackiger" und die Kugel verlässt den Weg, den man ihr eigentlich geben wollte.

Aus diesem Grund vermute ich auch die schlechtere Beurteilung von einigen Leuten, die vorher z.B. die Canon-Gläser verwendet haben. Dazu gehöre ich auch.

Kennt man aber das Verhalten der Stabilisierung, wird es nach einer Phase der Eingewöhnung wesentlich besser.

Viele Grüße
Frank
 
Hallo,
hier ein wenig Senf von meiner Seite: rein optisch haut mich ein 20x60 absolut nicht vom Hocker. Ich erinnere mich noch gern an den Augenblick, als mir Stefan Korth ein "Testgerät" 25x100 zur Verfügung stellte. Hatte dann in einigen Monaten gute 1200 Schätzungen an V.St. machen dürfen. Stefan machte mir nach der Ausleihzeit einen "Gebrauchtglas-Preis" (DM-Basis), habe aber nicht zugeschlagen. Erst drei Jahre später hatte ich dann bei einer anderen Firma zugeschlagen. Dieses Glas erfreut mich noch heute mit seiner Leistung, obwohl es ja noch größere Binos gibt. Z.B. der 40x150, er ist schon eine Ansage. Der Doppelrefraktor von Bresser mit 126 mm Öffnung soll auch toll sein. Damit beobachten zu dürfen, hat sich wieder zerschlagen, war ganz nahe dran.....

Das C 8 erfreut mich immer wieder mit der Leistung, stimmt das Seeing, sind 420fach ein wahrer Genus !!

Gruß
Günther
 
Hallo Günther,

habe ich Dich richtig verstanden.
Du sprichst von "einem 20x60", also nicht von diesem 20x60 S und vergleichst es mit größeren Instrumenten?

Wenn ja, ist das wie Senf auf Erdbeertorte.

Bleibt uns hoffentlich noch ein klarer Himmel.
Frank
 
Hallo Frank,
habe vor vielen Jahren das "bildstabilisierende 20x60" selbst in den Händen gehalten, um den Effekt des "ruhigen Bildes" wahrzunehmen. Das war bei einem Optiker, wo ich div. Geräte zum Testen bekommen durfte.

Gruß Günther
 
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