Newton 8" f/6 parallaktische Montierung

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Hallo Kurt,

danke! Ich denke wir können - wenn es unbedingt sein muß - die weitere Diskussion im neuen Jahr 2016 fortsetzen.
Ich verkrümmel mich jetzt mal in meine Werkstatt :)

Einen guten Rutsch und ein friedvolles 2016!
Cs
Gerrit
 
Leute. Redet euch nicht aus.
Hier ging es um kein Cassegrain sondern um ein langen visuellen Newton > f6
Und der ist nunmal lang.

Und ja ich wusste ganz genau welche Lager in harmonic drive verbaut sind (Kreuzrollenlager). Und din Entfernung zwischen Teleskop und zentrum der RA Achse ist bei mir 16cm. Der RA Lager hat ein Durchmesser von 12 cm.
So ist der hebel zwichen Teleskop und Außenkante von RA Lager 10cm!
 
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Hallo Igor,

wenn wir die Stängelchen des Cassegrain länger machen, haben wir genau den gewünschten Aufbau. Du solltest eigentlich wissen, dass so eine Verlängerung, im Vergleich zu den anderen Komponenten, fast nichts wiegt und somit unbedeutend ist.

Ich mache mich jetzt auch aus dem Staub, um mich in meiner Werkstatt um eine kranke Montierung zu kümmern.

Grüße

Kurt
 
Ich glaube nicht, daß es beim Disput rund um die Gabel noch um den 8" F/6 geht. Sondern vielmehr um die Ahnungslosigkeit, die entsteht - wenn man sich vor anderen Konzept verschließt - weil man meint man hätte was geschafft.
Und solange keine konkreten Konstruktionsmasse für den 8" vorliegen und auch für die Gabelmontierung, nährt sich die Aufregung rein aus dem Bauchgefühlt und von nichts anderem.
In der Industrie macht ein Gesellenstück noch lange keinen guten , erfahrenen Facharbeiter.
In diesem Sinne, auch Glück und Erkenntnis in 2016.
CS
 
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Das war keine Beleidigung, es war eine Feststellung.
Ich habe wahrlich keinen Grund Neid zu empfinden :-)
Aber Einbildung ist auch eine Form der Bildung.

Meine Anerkennung für Deinen Selbstbau hast Du direkt, da bedarf es keinen Neid.
CS
 
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Hallo Mayo,

vor einigen Wochen hab ich beschlossen ein Teleskop zu bauen. Dabei steht Selbstbau an oberster Stelle, weshalb ich mir so wenig Komponenten wie möglich kaufen möchte. Das Teleskop soll auf reine visuelle Nutzung ausgelegt sein.

Das ist eine ausgezeichnete Idee! Du lernst bei dem ausgefallenen Hobby eine Menge. Auch die ausschließlich visuelle Nutzung ist meiner Meinung nach der richtige Weg. Genauso habe ich in den 80er Jahren auch gedacht und mir einen guten Spiegel 8"Spiegel nach dem Buch von Texereau geschliffen und den Tubus gebaut und nach dem Buch von Anton Stauß eine parallaktische Montierung gebaut und ne Menge Planetenskizzen gemacht und in den Mond geschaut.

ABER: Das war vor 30 Jahren!!!
Entzwischen ist viel Zeit vergangen und viel Neues ist entwickelt worden:
Die von John Dobson erfundene Montierung begann sich allmählich durchzusetzen, zuerst bei den ATMs dann bei den Firmen.
Al Nagler hat extreme Weitwinkelokulare entwickelt.
Kriege und Berry haben eine sehr gute Anleitung zum Bau von Gitterrohrdobsons geschrieben

Das hat den Fernrohrbau bei den Amateuren entscheident verändert.
Während es immer noch eine gute Idee ist nach dem Buch von Texereau einen Erstling mit 8" f/6 oder f/8 zu schleifen, gilt dies für andere Dinge wie schwere rechteckige parallaktisch auf dünnen langen Achsen montierte Newtons nicht mehr.

Heute nimmt man riesige Lager mit kurzen Achsen, darum haben sich die Dobsons ja durchgesetzt, anstelle von langen dünnen Achsen wie bei der abgebildeten Gabelmontierung. Die Nachführung fürs Visuelle erledigt man mit ausgetüftelten Teflon/Küchenplattenlagern, deren Haft und Gleitreibung ähnlich groß sind. Die modernen Weitwinkelokulare ermöglichen ausreichen lange Beobachtungszeiten ohne ständig nachführen zu müssen. Wenn man einen großen Dobson anständig baut wackelt auch beim Scharfstellen auch bei hoher Vergrößerung gar nichts.
Es gibt also absolut keinen Grund, überhaupt an so eine- mitlerweile mit Recht- total veraltete Montierung zu bauen.

Und wenn du unbedingt ein wenig Planetenfotografie oder ausgedehnte Skizzen machen willst, baust dir halt optional eine äquatoriale Plattform dazu. Und was das Austoben und Tüfteln anlangt wirst du merken, dass du beim Parabolisieren ausreichend Gelegenheit dazu haben wirst.
Viel Spaß und viel Erfolg beim Schauen und Bauen!
Hier als Beispiel für einen F/6 Dobson mein früherer selbstgebauter 12" Dobs. Einmal als normaler Dobson und einmal auf einer parallaktischen Plattform der Firma "Affordable Platforms"
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/22f0cb-1451594654.jpg
Link zur Grafik: http://fs5.directupload.net/images/151231/82h2ce7b.jpg
CS Mike



 
Hi!
Zitat von MountyPython:
eine Hufeisenmontierung wäre eine weitere Alternative.
Besser wäre die damit laufend verwechselte Split-Ring-Montierung.

Eine Hufeisenmontierung (Haupteleskope auf dem Palomar Mountain und dem Calar-Alto-Observatorium) ist eine modifizierte Rahmenmontierung und braucht Nord- und Südpfeiler, die Split-Ring-Montierung verlegt das Teleskop von (ungefähr) der Rahmenmitte in das Hufeisen und kürzt den Rahmen, der aber nun aus drei Stangen besteht. Ein Beispiel ist das Mayall-Teleskop auf dem Kitt Peak, ein anderes das AAT des Siding-Spring-Observatoriums, ein Amateurbeispiel die inzwischen nicht mehr hergestellten NGTs von JMI.

Bei letzteren wird der Schwerpunkt über Gewichte hinter der Spiegelzelle nach hinten verschoben, dadurch kommt man hier mit wenig Platz aus.

Das Erstellen des Rings wird aber nicht einfach, daher würde ich entweder die Gabel oder eine deutsche Montierung bzw. eine ihrer Varianten vorschlagen. Varianten sind die Kniemontierung und die Springfieldmontierung.

Grüße

fquadrat
 
Hallo f^2,

es gibt nicht wirklich eine unterschiedliche Definition zwischen Splitring und Horseshoe. Die Prinzipien sind ähnlich.
Und daher sehe ich, daß wir prinzipiell einer Meinung sind.

Das Erstellen des Ringes ist sogar sehr einfach und mit weniger finanziellem Aufwand zu betreiben, wie z.B. der Fertigung eines Schneckenradantriebes.
Für den visuellen Einsatz auf jeden Fall. Das Schleifen der Lauffläche ist nicht wirklich eine große Herausforderung. Ich habe mal testweise einen HPL-Ring aus 4 Lagen gefertigt. Der Rundlauf war selbst mit einem einfachen Anschlag aus 2 Aluminiumprofilen bei +/-0,2 mm. Was auf einen Durchmesser von 460 schon sehr genau ist. Genauer wird es dann, wenn man den Support über ein Kugellager in der Mitte des Ringes dreht. Statt HPL als Lauffläche zu nehmen, empfiehlt es sich ein Edelstahlblech als Lauffläche zu verwenden. Natürlich braucht das Schleifen dann etwas länger.

Die Verlagerung des Schwerpunktes in den Rahmen hat den Vorteil, daß der Durchmesser des Hufeisens kleiner werden kann. Die Optik ist leichter zugänglich, dass Konzept ist transportabler.

Grüße,
Gerrit
 
Add.:

Bei der ganzen Diskussion sollte man aber die Kosten nicht aus dem Auge verlieren. Und natürlich die handwerklichen Fähigkeiten.
Man muß sich im klaren darüber sein, daß Zeit- und Materialaufwand den Wert einer günstigen EQ-Montierung mit einer Tragkraft um 10 kg schon übersteigt.
CS
Gerrit
 
Hei Gerrit,

nur den Selbstbau kann keiner ersetzen und es ist auch so das einige selbst gerne was machen.
Ich bastle auch viel und mach meine Sachen und es ist auch ein Zeitvertreib und Hobby.

Kaufen kann jeder wir basteln :)


Gruß Max
 
Zitat von MarkusM:
Hei Gerrit,

nur den Selbstbau kann keiner ersetzen und es ist auch so das einige selbst gerne was machen.
Ich bastle auch viel und mach meine Sachen und es ist auch ein Zeitvertreib und Hobby.

Kaufen kann jeder wir basteln :)


Gruß Max
Hallo Max,
ganz genau. Und auch der Mißerfolg ist nicht wirklich da, man lernt für weitere Projekte!
Viele Grüße,
Gerrit
 
Hi Gerrit,

Zitat von MountyPython:
es gibt nicht wirklich eine unterschiedliche Definition zwischen Splitring und Horseshoe. Die Prinzipien sind ähnlich.
AFAIK ist bei einer Split-Ring das Teleskop über die Deklinationsachse mit dem Ring verbunden, bei einer Horseshoe mit dem Rahmen einer Rahmenmontierung. Hier braucht man die beiden Pfeiler, was die Montierung wenig transportabel werden läßt. Bei der Split-Ring ist der Rahmen vom Rechteck zum Kegel geschrumpft, dessen Spitze so nah am Ring liegt, daß man die Lager auf eine Grundplatte setzen kann. Paßt bei einem NGT 12.5 ganz gut in einen Schrägheck-Mazda 323 und läßt sich recht leicht aufstellen.

Die beiden Pfeiler einer Horseshoe möchte ich nicht aufstellen müssen, nicht einmal bei einer Festinstallation.

Grüße

fquadrat
 
Hallo F^2,

Split-Ring und Horse-Shoe meint das gleiche Montierungskonzept.

Die Rahmenmontierung kommt ohne einen Splitring bzw Hufeisen aus. Da hat man ggf. diese von Dir genannten Pfeiler. Oder was meinst Du speziell damit?

Bei einer Splitring ist der Rahmen auch nicht notwendigerweise zum Kegel geschrumpft. Aber man hat mit unterschiedlichen Laufdurchmessern zu tun.
Es gibt hier die Modifikationsmöglichkeit zwischen Splitring und Rahmenmontierung. Nennen wir es meinetwegen Hybrid. Ich stelle mir das so vor: In Richtung Norden hat man den Splitring, in Richtung Süden ein Lager. Zwischen Lager und Splitring sitzt der Rahmen mit dem Deklinationsantrieb. Für die Nordausrichtung taucht dann der Tubus in den Splitring ein. Vorteil dieser Konstruktion: Das Hufeisen muß nicht so groß gewählt werden; das Teleskop ist für die visuelle Beobachtung eher zugänglich. Die Lastverteilung kann auf 3 Lager-Punkten gleichmäßig erfolgen. Die Einordnung kann direkt über das Teleskop vorgenommen werden.

https://www.youtube.com/watch?v=55j-x5mXJ68

Es ist stark vom Schwerpunkt des Teleskops abhängig, wie groß der Rahmen tatsächlich sein muß. Daher würde ich erst den 8" F/6 Newton bauen und darauf achten, daß der Schwerpunkt im unteren Drittel der gesamten Teleskoplänge ist.

Gerade JMI legt sich in der Termini bezügl. Splitring bzw. Horseshoe nicht fest.

Link zur Grafik: http://www.jimsmobile.com/images/ngt18_orig_color.jpg
Hier mal das NGT-18 und im Text passend dazu...
http://www.jimsmobile.com/html_docs/ngt18_review2.htm

Die Idee des Initiators, eine Gabelmontierung zu bauen ist auch nicht schlecht. Das wäre noch kompakter.

Grüße,
Gerrit
 
Hallo Leute,

ich hab mal auf einem Fernrohtreffen geholfen so einen NGT18" Splitring in ein Auto zu verladen. Dabei ist mir aufgefallen, wie groß doch der Platzbedarf (besonders die Breite) dieses Gerätes doch ist. Da hätt ich meinen alten 18"Dobs(nach dem Buch von Kriege/Berry gebaut) fast gleich zweimal ins selbe Auto reinbekommen. Wenn man schon unbedingt eine Nachführung will, ist eine Obsession/Servocat Bauweise viel platzsparender.

CS Mike

 
Hallo Gerrit!
Zitat von MountyPython:
Split-Ring und Horse-Shoe meint das gleiche Montierungskonzept.

Die Rahmenmontierung kommt ohne einen Splitring bzw Hufeisen aus. Da hat man ggf. diese von Dir genannten Pfeiler. Oder was meinst Du speziell damit?
Die Hufeisenmontierungen auf dem Palomar Mountain und dem Calar Alto haben AFAIK auch Pfeiler, weil sie eben nur im Nordbereich modifizierte Rahmenmontierungen sind. Ohne Südpfeiler würde zumindest der Rahmen aufsetzen, ohne Nordpfeiler müßte das Hufeisen sehr groß werden.

Die Split-Ring-Montierung mit dem Teleskop im Ring kann im Rahmenteil so kurz gehalten werden, daß der Südbereich so nah an den Nordbereich kommt, daß sie eine gemeinsame Auflagefläche erhalten können. Der kegelförmige Rahmenrest ermöglicht zusammen mit dem im Ring liegenden Teleskop einen Verzicht auf den Südpfeiler, der großer Ring mit dem Teleskop darin einen Verzicht auf den Nordpfeiler.

Es gibt hier die Modifikationsmöglichkeit zwischen Splitring und Rahmenmontierung. Nennen wir es meinetwegen Hybrid. Ich stelle mir das so vor: In Richtung Norden hat man den Splitring, in Richtung Süden ein Lager. Zwischen Lager und Splitring sitzt der Rahmen mit dem Deklinationsantrieb. Für die Nordausrichtung taucht dann der Tubus in den Splitring ein.
Genau das ist die Hufeisenmontierung!

Gerade JMI legt sich in der Termini bezügl. Splitring bzw. Horseshoe nicht fest.

Hier mal das NGT-18 und im Text passend dazu...
http://www.jimsmobile.com/html_docs/ngt18_review2.htm
Als Review kommt der Text aber nicht von JMI, sondern wird nur dort verwendet.

Zugegebenermaßen hat man früher nicht zwischen Split-Ring und Hufeisen unterschieden, aber die Form des Rahmens und die Lage des Teleskops sind doch sehr unterschiedlich. Eigentlich mag ich beide Konstruktionen, aber Split-Ring ist gerade für mobile Instrumente praktischer.

Grüße

fquadrat
 
Zitat von MikeWölle:
Hallo Leute,

ich hab mal auf einem Fernrohtreffen geholfen so einen NGT18" Splitring in ein Auto zu verladen. Dabei ist mir aufgefallen, wie groß doch der Platzbedarf (besonders die Breite) dieses Gerätes doch ist. Da hätt ich meinen alten 18"Dobs(nach dem Buch von Kriege/Berry gebaut) fast gleich zweimal ins selbe Auto reinbekommen. Wenn man schon unbedingt eine Nachführung will, ist eine Obsession/Servocat Bauweise viel platzsparender.

CS Mike

Hallo Mike,

da hast Du sicherlich recht. Alt-AZ reicht auch fürs Visuelle und ist bestimmt etwas komfortabler als eine äquatoriale Aufstellung.
Bislang ist mir auch keine Split-Ring / Hufeisenmontierung begegnet, in der das Hufeisen wirklich zwei geteilt ist. Darin liegt die Herausforderung. Sollte man das hinbekommen, dann hat man ein platzsparendes Konzept. Ich habe schon Dobson-Konstruktionen gesehen, wo die Höhenräder (oder Sicheln) zusammen geklappt werden konnten. Der Übergang ist wohl sehr harmonisch.

Wie könnte man sowas hinbekommen? In dem man die zwei Segmente des Hufeisens unterhalb des Tubus übereinander legt und mit Kugellagerpaaren arbeitet. Die Positionen kann man mit mehrere Passchrauben hinreichend genau sichern. Sprünge wird man da keine sehen. Vielleicht fertige ich mal zum Wochenende eine Zeichnung davon an.
Grüße,
Gerrit

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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