Newton GSO600

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Re: Na Na?

nicht zu vergessen, die absolut zonenfreie
politur sowie der immer exakte und korrekte
luftspalt bei den billig-refraktoren...

sind aber alles optimale planetengeräte

Hey Tom, warum so aggressiv??? Hab ich das je behauptet???
Ich verfolge die Boards hier seit über 4 Jahren, meinst du, mir sind diese Chinakracher-Syndrome verborgen geblieben???
 
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Re: Na Und?

Hi Tom,
super vielen Dank. Sowas wollt ich mal genau hören, dann weiss ich auch, worauf ich achten kann, bei nächsten visuellen Vergleich. So klar hat das noch niemand formuliert.
Glaube auch, dass ich später hauptsächlich mit dem GSO beobachten werde, da vertrau ich mal ganz euren Erfahrungen.
CS Michael
 
Re: Diese 6" / 10" Vergleiche sind (meist) Quark!

Volle Zustimmung,
ich hab Mars gelegentlich wegen der Blendung mit dem SC 8" und 90% Graufilter (eigentlich für Mond <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ) beobachtet. Das war ein bißchen viel des Guten, aber ich hab mehr gesehen als ohne. Vergößerung war übrigens 200x und kleiner. In meinem Erfahrungsbericht zum 8" SC auf meiner Homepage habe ich auch schon den Sachverhalt der "Blendung" bei Planeten als Übeltäter des "vermatschten Planetenbildes" ausfindig gemacht.
Gruß Burkhard
 
Re: Ja Und?

Hi Randolf,

nur noch soviel:
Alles am Ende nur wenig Praxisrelevant, ändert nichts an den von mir geschilderten Tatsachen - bzw. wird eben auch so erwähnt. Es geht in diesem Board um Teleskope von der Stange, und nicht über das für den Idealisten maximal erreichbare.

Du lenkst (im ersten Posting) davon ab, daß derlei Pauschalisierungen dem Anfänger nicht helfen, bis auch nicht in der Lage, selbst einsichtige Argumente zu bringen, die dem Einsteiger den Kaufentscheid erleichtern. Dagegen habe ich mich gewandt, und das habe ich wohl auch zum Ausdruck gebracht.

Clear Skies
Sven
 
Re: Diese 6" / 10" Vergleiche sind (meist) Quark!

Ebenfalls volle Zustimmung!

Obwohl ich Mars nur mit 4,5" f/7,35 oder 12" f/5 beobachte, kann ich dem voll&ganz zustimmen: Mars ist schlichtweg zu hell.

Da ich nicht über ein ganzes Set von Farbfiltern verfüge, kann ich nicht sagen "dunkelorange (oder so) bringt's".

Ich habe einen 1,25" Mondfilter (Daten unbekannt, gut, von ICS) , einen "Orion SkyGlow" (DeepSky, 1,25") und einen "Antares ALP" (ebenfalls für DeepSky, 2").
Jeder dieser Filter bringt am Mars eine Kontraststeigerung, jedoch verfälschen die DS-Filter die Marsfarben arg...
Der Mondfilter und 0,6...1mm AP scheinen mir im 12" für Mars am geeignetsten (vorausgesetzt, Seeing& Spiegel sind OK)

Grüsse, Silvio
 
Re: Newton GSO600/Celestron

Hallo zusammen,
ich muss nocheinmal an dieses Forum anknüpfen.
Zwischenzeitig habe ich den GSO (mit Unterstützung) justiert und danach einige Stunden mit dem "Spechteln" zugebracht. Sterne werden jetz scharf abgebildet.

So richtig befriedigend war das, was ich so im Deep-Sky-Bereich sah, nicht.

Ich hatte erwartet, dass ich visuell das sehe, was hier so in den Foren als Fotos gezeigt wird, die Realität sieht halt anders aus.

M 31 ist im GSO 600 auch nicht viel aufregender als im TS 102/1000, halt ein Fleck.

Die Sichtverhältnisse waren an einigen Tagen nicht schlecht, im Pegasus-Quadrat konnten mit bloßem Auge Sterne gesehen werden, das Milchstraßenband war gut erkennbar.

Ein neues Problem kommt hinzu, meine Frau beschwert sich darüber, dass unser Wohnzimmer zwischenzeitig wie eine Sternwarte aussieht.

Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir es bei einem Teleskop belassen.

Ich habe mir nun überlegt, mir ein Teleskop zuzulegen, welches die Eigenschaften des GSO 600 und des TS 102/1000 in sich vereint und darüber hinaus.

Wünschenswert wäre, dass im Deep-Sky-Bereich einiges mehr möglich ist.

Ich habe mich bereits auf den Seiten von Teleskop-Service umgesehen und drei Geräte in die nähere Auswahl gezogen:

1. Mak-Newton MN 71 (180/1080)
2. Celestron C9 1/4
3. Celestron C11 auf EQ 6

Letzteres ist allerdings recht teuer.

Ich hatte mir vorgestellt, zumindest Andromeda ansatzweise in Spiralform zu erkennen.

Könnt Ihr mir weiterhelfen?

Ach ja, ich hatte gestern den Ringnebel im Sternbild Leier mit dem TS und dem GSO betrachtet (mal mit, mal ohne Breitbandfilter), der Refraktor brachte bessere Ergebnisse, was die Abbildungsschärfe anbelangt.


Jens

 
Re: Newton GSO600/Celestron

hallo jens,

dein zugang zur astronomie erscheint mir mit ziehmlich
viel ungeduld und hektik verbunden zu sein.
meiner meinung nach ist es nicht richtig, ständig
ein noch größeres gerät zu kaufen, nur weil man nach
einer oder wenigen beobachtungen nicht gleich zufrieden ist.

ein guter astronom sieht mit jedem gerät viel.

du kannst dir jetzt einen 12"er kaufen und wirst trotzdem
nicht die spirale von andromeda sehen, du kannst aber
auch etwas geduld aufbringen und dein auge im
teleskopischen sehen trainieren sowie den umagang mit
den geräten erlernen und dann wirst du auch mit
dem 6" GSO die spirale von M31 ansatzweise sehen können.
gerade in der astronomie gilt: ohne fleiss kein preis.

außerdem solltest du dich noch besser über die
vor- und nachteile der von dir vorgeschlagenen geräte
informieren. ich glaube nämlich, daß du keine ahnung
davon hast, kann mich natürlich aber auch irren.
einfach immer nur im forum fragen zu stellen genügt
nicht. lies dir mal einige der vielen einsteigerseiten
im web genau durch (links findest du zb. auf meiner hp)
und kauf dir ein paar gute bücher zum thema!
hier im forum gibts auch tausende bereits geschriebene
postings, die dir sehr gut auskunft über vor- und
nachteile versch. teleskoptypen geben.

schon alleine der umstand, daß M57 im refraktor schärfer war
als im GSO Dobson zeigt, daß du mit dem gerät nicht umgehen
kannst. normalerweise ist es nämlich genau umgekehrt.

daher mein tip: lesen, lernen und etwas bescheidener und
geduldiger sein. dann klappts auch mit den sternen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: Newton GSO600/Celestron

Photos darfst du nicht als Referenz nehmen, solange du keine implantierte CCD-Biochips hast. Das ist halt spezialisierte Technik, deutlich empfindlicher als das Auge.

Besser geeignet sind Zeichnungen wie diese hier:
Ich fürchte fast, dass das was du sehen möchtest, erst ab 20 Zoll möglich ist. Viel Spass beim Schleppen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
 
Re: Newton GSO600/Celestron

Ein anderer Punkt:
Gerade für Galaxien ist dunkler Himmel sehr wichtig!

Unter einem Bortle 2 Himmel, du weißt ja jetzt , was das bedeutet, soll man die Galaxie M33 mit bloßen Auge sehen können!
Gestern habe ich nun versucht genau diese Galaxie endlich mal mit meinem Lidlscope (7 cm Öffnung ) bei mäßigen Himmel (diesig, 4,6 mag Grenzhelligkeit im Zenit und die Linse des Refraktors war schon beschlagen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />, aber nicht undurchsichtig) zu identifizieren. Nix wars, obwohl ich ganz sicher wußte , wo exakt ihr Kern und wo die Ausläufer zu suchen waren, die eigentlich schon das gesamte Gesichtsfeld ausfüllen sollten.
Der beleuchtete Himmelshintergrund ist genauso hell, und dann sieht man eben die ostfriesische Nationalfahne: Weißer Adler auf weißem Grund. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

Und so kommt es , dass jemand mit dem Fernglas schon alle Messier Objekte bei echt dunklem Himmel gesehen hat, während manche mit ihren 8 Zöllern an einigen einigen Messiers wie die M101 Galaxie verzweifeln, so unglaublich das zugegeben klingen mag.


Das man 4,4/4,6 mag Sterne wie Upsilon, Psi oder Tau im Pegasus sehen kann, ist
auch keine Indiz für einen Traumhimmel.


Ganz anders sieht das zB bei Kugelsternhaufen aus, da kannst du durch Vergrößerung die Himmelshelligkeit reduzieren bei im wesentlich gleicher Helligkiet der Sterne, weil die Sterne ihre Helligkeit konzentriert in einem Punkt behalten.
 
Re: Newton GSO600/Celestron

Danke für die Antwort,
mittlerweile habe ich eine recht anständige Bibliothek, nicht nur zum anschauen.

Hätte ich Informationen gefunden, hätte ich nicht fragen brauchen

Jens
 
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Re: Newton GSO600/Celestron

Hallo jens,

ich habe ein R200SS, welches dieselben optischen Eckdaten hat. Ich kenne das GSO 600 sehr gut, und auch dessen Vorläufer ("ohne Nummer", einfach GSO 8" F/4).

Mit diesen Geräten kann man sehr wohl den Andromedanebel in Spiralform sehen. Dazu gehört allerdings ein Himmel bei dem man deutlich mehr als 5,5mag visuelle Grenzgrösse hat. Du sprachst ja schon vom Pegasusquadrat, hast Dich also bereits grob informiert. Für mich (Nordrand Ruhrgebiet) bedeutet dies entweder ins Sauerland zu fahren, oder ins Emsland. Leute aus der Kölner-Gegend fahren Richtung Eifel oder tief ins Bergische.
Wie es bei Bremen ausschaut weiss ich nicht, aber das Emsland wäre nicht weit. Die Gegend zwischen Haselünne und Fürstenau ist sehr dunkel, dort kannst Du, mit dem Gerät das Du hast, den Andromedanebel als Spirale sehen. Es gehören natürlich auch gute "Tagesbedingungen" dazu. Soetwas geht nicht mit der Brechstange.
Wenn Dich auch noch andere Nebel interessieren, dann ist für Emissionsnebel, also für planetarische Nebel und für diffuse Nebel ein OIII-Filter und als Ergänzung ein UHC-Filter der Schlüssel zum Erfolg auch unter nicht so gutem Himmel. Habe ich Dir schon meinen Artikel Stadtastronomie empfohlen? Der geht auf diese Thematik genau ein.

Was die von Dir vorgeschlagenen Geräte angeht: Natürlich kannst Du mit einem Reducer das C11 und das C9,25 auf f/6 bringen, so daß die Galaxienbeobachtung mit "normalen" Okularbrennweiten gut funktioniert. Trotzdem wird bei diesen Geräten das Gesichtsfeld zu klein, um Andromeda mit Spiralarmen zu überblicken, Du würdest nur einen Ausschnitt sehen, sobald der Himmel gut genug ist, um mehr als das Zentrum zu sehen. In meinem R200SS passt M31 so gerade eben in das 60° Gesichtsfeld meines LV 30, das sind am Himmel über 2 Grad, also 4 Vollmonddurchmesser. Mit dem MN71 würde es wieder gehen, aber Du stiessest auf dieselben Schwierigkeiten mit dem Himmel, die Du bereits jetzt mit dem GSO hast.

Ich würde Dir empfehlen, das GSO nicht auf M31 zu reduzieren. M31 ist leicht zu finden, aber nicht immer ein befriedigendes Objekt. Mache Dich also nach anderen Objekten auf die Suche! Der Winterhimmel ist im Kommen, hier gibt es viele Emissionsnebel zu sehen, also wäre ein OIII und oder UHC sehr lohnenswert.
Noch steht der Schwan hoch, M27 findet man fast auf der Linie Albireo/Spitze des Pfeils. Einfach von der Pfeilspitze aus mit dem GSO hochschwenken, da taucht er am rechten Rand auf. Mit Filter ist auch der Zirrusnebel beim Stern 52 Cygni (am "rechten Flügel" des Schwans) ein tolles Objekt. Bei gutem Himmel geht auch der Nordamerikanebel nahe Deneb. Der ist so groß, daß er auch wieder größer als das Gesichtsfeld ist. Natürlich ist auch M57, der Ringnebel, wunderbar spannend.
Im Perseus ist der "kleine Hantelnebel" M76 ein spannendes Objekt. Man kann mit der Vergrößerung heraufgehen und versuchen, in der "Eieruhr"-Form verdichtungen zu erkennen. Das ist gleich auch Augentraining.
Im Stier kommt M1 hoch, der Überrest einer Supernova-Explosion, die 1054 n.Chr. hier sichtbar wurde. Ein leicht zu findendes Objekt, aber Strukturen sieht man nur mit Beobachtungstraining.
Der große Orionnebel M42/M43 ist ein prächtiger Anblick. Hier wirst Du weniger die Fotofarben rot und blau sehen, aber ein gutes Auge bei wirklich schwarzem Himmel sieht ihn grün. Mit Filter ist die grüne Farbe leichter zu erkennen, aber das liegt eben auch am Filter.
Ich könnte nun die interessanten Objekte noch Stundenlang aufzählen - offene Sternhaufen habe ich noch nicht genannt.

Du musst erstmal Beobachtungserfahrung bringen. Gerade im DeepSky-Bereich musst Du lernen, wo kann Öffnung den Himmelshintergrund besiegen, wo nicht. Bei Andromeda hilft Öffnung nicht, und auch Filter sind sinnlos.

Was das Wohnzimmer angeht: Eine Astro-Ausrüstung braucht immer ein wenig "Logistik". Da will ein Okularkoffer einen festen Platz im Schrank haben, und im Koffer selbst wollen die Okulare ihren eigenen Stammplatz. Wenn ich Balkonbeobachtung treibe, dann lasse ich manchmal die Sachen im Wohnzimmer stehen, aber nur, wenn ich am nächsten Morgen Zeit habe, alles ordentlich wegzuräumen. Wenn meine Frau früher zu Hause ist, als ich, will sie sich schließlich auf dem Sofa räkeln, und da kann da eben kein Teleskop auf das verdunsten des Nachttaus warten!

Wie Tom schon andeutete: Deine Schilderungen deuten auf viel Hektik, auf "ich will unbedingt und mit Gewalt". Dein Vorschlag, gleich wieder ein neues Gerät anzuschaffen, würde Dich auf eine teure Strasse bringen. Du wirfst aktiv Geld zum Fenster raus, schwitzt schon beim Schaufeln.

Bremen ist kein astronomisches Niemandsland. Suche Dir vor Ort Sternfreunde, die Dich mal zu ihrem Beobachtungsort mitnehmen. So findest Du gute Plätze und die können abschätzen, wie oft im Jahr es dort gut genug für die Spiralarme der Andromedagalaxie ist.

Clear Skies
Sven


 
Re: Newton GSO600/Celestron

Hi Jens,
ich habe auch einen GSO 600 mit dem ich schon seit einger Zeit beobachte.
Regelmäßig habe ich die Möglichkeit mit Geräten bis zu 16" zu beobachten.
Und selbst damit ist Andromeda bei unseren Bedingungen hier immer wieder eine
Enttäuschung und wirklich selten gut.
Das ist keine Frage der Öffnung sondern der Bedingungen und Deiner astronomischen Sehfähigkeiten, die trainiert werden müssen.
Grade der 8f/4 ist ein genial kompaktes DS Kanönchen und zeigt deutlich mehr als der angeführte TS. Vorausgestzt Dein Gerät ist keine Gurke.
Also nicht gleich wieder verhökern, sonder auf die Suche nach nem gescheiten Beobachtungsplatz machen und darüber hinaus mehr auf die Bedingungen am Himmel selbst achten. Seeing und Durchsicht sind ebenfalls recht unterschiedlich und führen zu ganz verschiedenen Beobachtungsergebnissen.
Und ansonsten wie immer die Empfehlung: Suche gleichgesinnte in Deiner Umgebung.
Also nicht die Flinte ins Korn werfen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
CS
Antares
 
Re: Newton GSO600/Celestron

Hallo Sven,

danke für die guten Tips, Deine Homepage gefällt mir übrigens sehr gut, habe schon des öfteren reingeschaut.

Das mit der Hektik mag durchaus angehen, ich muss mich jedoch aus familiären Gründen - deutete ich bereits an - auf ein Teleskop beschränken, daher auch meine Aktivitäten.

Ob das SC 9 1/4 nun ein adäquater Ersatz für den Newton/Refraktor ist, weiß ich noch immer nicht.

Große finanzielle Einbußen werde ich sehr wahrscheinlich nicht haben, da ich die meine beiden Teleskope in Zahlung geben kann (teleskop-service).

Nur am Rande, den Refraktor benutze ich auch um mehrgeschossige Gebäude auf Risseschäden zu untersuchen, klappt vorzüglich. Hieraus entwickelte sich dann die astronomische Betrachtung.

So völlig unbeleckt, was die Astronomie anbelangt, bin ich eigentlich nicht, meine Beobachtungen beschränkten sich jedoch auf den Einsatz eines Feldstechers, das aber schon seit einigen Jahren.

Gruß

Jens
 
Re: Newton GSO600/Celestron

was ich noch nicht verstehe ist, wie du das mit dem "ersatz" meinst?

ein teleskop kann nur für einen eingeschränkten beobachtungs-
bereich ersatz für ein anderes sein.

ein kleiner refraktor ist im winter in 15min ausgekühlt
und einsatzbereit. beim C9 darfst du satte 3 stunden warten
bis es soweit ist. ist das dann ein guter ersatz?

das C9 bietet nur ein kleines maximales gesichtsfeld von
etwa 1°, der refraktor hingegen satte 2.5°! auch hier kann ich
keinen ersatz durch das C9 erkennen.

der GSO 200/800 bringt sogar noch mehr gesichtsfeld. über 3°.
außerdem hat er ein tolles schnelles öffnungsverhältnis für
astrofotografie. ist das C9 etwa gar dafür ein ersatz?

also mir fehlts da irgendwo an der logik.

ich glaube eher, du weißt einfach überhaupt nicht was
du wirklich willst. vielleicht willst du einfach nur alles
so gut und toll sehen wie möglich, wer will das nicht.
nur so einfach ist es nicht, denn jedes gerät hat vor-
und nachteile und überrall ist irgendwo ein haken dabei.

solange du nicht genau weißt was du willst, wirst du
nicht das finden was du suchst und nur weiter unnötig
geld zum fenster rauswerfen.

geh zu einem astroverein und beobachte mal mit deren
geräten. das kostet nix und du kannst dir ein reales bild
von den dingen machen.

c.s. tom

BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: Newton GSO600/Celestron

Hallo,

mit Ersatz meine ich schlicht und ergreifend ein Teleskop, dass sowohl im Deep-Sky-Bereich als auch am Planeten in etwa das bringt, wie die beiden, die ich habe.

Ein interessanter Aspekt ist Dein Hinweis auf das Gesichtsfeld, hier wollte ich auf eine 2-Zoll Lösung gehen.

Ich habe mir mal Deine Homepage angesehen, beeindruckendes Equipment.

Gruß

Jens
 
Re: Newton GSO600/Celestron

Hi Jens,

wenn die Optik gut justiert ist, dann kann der GSO 600 auch am Planeten mit dem 100mm Achromaten mithalten. Allerdings solltest Du dazu vielleicht einen Graufilter (4x Grau) benutzen, da dich die größere Bildhelligkeit sonst störend blendet. Zumindest geht's mir so, Tom hat da wohl weniger Probbleme.
Insofern hast Du also schon das gewünschte Gerät.

Clear Skies
Sven
 
Re: Newton GSO600/Celestron

Hi Sven,
Graufilter in verschiedenen Abstufungen benutze ich bereits,
trotzdem bildet der Refraktor schärfer ab. Mit dem Soligor 5,6 hatte ich bisher die besten Ergebnisse in Verbindung mit einem Orangefilter.

Jens
 
Re: Newton GSO600/Celestron

Hallo Antares,
die Flinte ins Korn werfen, ganz sicher nicht.

Jens
 
Re: Newton GSO600/Celestron

Hi Jens,

naja, die beste Planetenoptik ist das Ding erstmal nicht. Man muß es haargenau justieren, und wenn Du das noch nie gemacht hast, lässt Du ohne penible Anleitung (am besten durch ein lebendes Wesen) die Finger davon.
Allerdings - warte mal Jupiter ab, da macht dem Refraktor der Farbfehler zu schaffen, dann sind die Chancen anders verteilt.

Clear Skies
Sven
 
Re: Newton GSO600/Celestron

Hallo Jens,

ich habe dir beim Astrotreff auch schon (länger) geantwortet.
mit Ersatz meine ich schlicht und ergreifend ein Teleskop, dass sowohl im Deep-Sky-Bereich als auch am Planeten in etwa das bringt, wie die beiden, die ich habe.
Wenn es nur das sein soll könnte ein 8"f/6 Dobson
mit guter Optik eine Lösung sein.

Der ist Justagemäßig und Okulartechnisch noch wenig anspruchsvoll und erfüllt die obigen Bedingungen.
Ich habe allerdings etwas den Überblick verloren und weis nicht mehr,ob es unbedingt parallaktisch sein muß?!

Ansonsten kann ich mich Sven nur anschließen,wenn der 8"f/4 optimal kollimiert ist muß er den 4" FH am Planeten übertreffen können,sonst ist er ernsthaft krank...

Mfg,Karsten

 
Re: Newton GSO600/Celestron

Hallo Karsten,
habe gerade im Astrotreff nachgesehen, stimmt. Habe auch geantwortet.

Die Überlegung, ein höherwertiges Teleskop (denke ich mal so naiv) zu erwerben war auch mit meinen bisherigen Erfahrungen bei den beiden anderen Geräten verbunden.

Die serienmäßigen Stative taugten gar nichts, entweder gaben Stativbeine nach oder das System schwang extrem nach. Also, erstmal ein vernünftiges Stativ gekauft.

Rechnet man das zusammen, die kleinen Modifikationen an der Montierung inbegriffen, hätte man auch gleich mehr Geld investieren können.

Jens
 
Re: Newton GSO600/Celestron

Hi Jens,

hm, Dein Fall könnte bald ins inoffizielle (und nichtexistente) "astronomie.de-Lehrbuch" eingetragen werden. Irgendwie werden wir von Dir für jedes Thema so überfahren, daß wir gar nicht mehr zur Hilfestellung kommen.

Ein wackliges Stativ ist auf jeden Fall ein Problem vieler Montierungen. Insofern ist der Gedanke, daß Stativ zu ersetzen völlig richtig. Die Frage ist dann aber auch, ob es sich mit der vorhandenen Montierung lohnt. Zum Beispiel wird die Vixen GP mit einem Meade Stahlrohrstativ zu einem Lastesel, der mit der GP-DX in der Standardversion mithalten kann, und das auch für Langzeitbelichtung bei f/10, solange der Hebel kurz bleibt. Bei der GP lohnt es sich also z.B.

Karsten stellt ja den f/6 Dobson in die Diskussion, und der Gedanke ist mir nicht wirklich fremd, kam mir gestern Abend natürlich auch wegen der optischen Leistung, die visuell beim Newton optimal als Allrounder ist. Da mir aber klar war, daß Du so ein Gerät eher als Dobson kaufen würdest, habe ich den Vorschlag nicht gemacht. Denn es gehört sonst eine Montierung wie die EQ-6, die GP-DX, die Losmandy Gm-8 oder die OTE-150 (um mal die "Mainstream-Modelle" zu nennen) darunter.

Beim Dobson, und auch bei Karstens weich laufendem Dobson, ist es eine wirkliche Übungssache bei hoher Vergrößerung einen Planeten zu verfolgen. Man hat üblicherweise für hohe Vergrößerung Okulare mit sehr kleinem Gesichtsfeld, und mit dem leichtesten Schubs hat man den Planeten herausbefördert. Okulare mit größerem Gesichtsfeld kosten ein Heidengeld und auf den Boards sagen Dir die Planetenspezialisten, daß die teuren Okulare mit ihren 6-9 Linsen nicht ganz so gut abbilden, wie die 4-linsigen Orthos und Plössl - wenn es um Planeten geht. Bei DeepSky ist das was andres, und auch sonst ist diese letzte Aussage sehr pauschal. Zum Beispiel bei kurzbrennweitigen Geräten (f/4, f/5) kippt das wieder, weil die 4-Linser nicht mit dem Gerät fertig werden.

Es ist also schon so, daß ein parallaktisch montiertes Teleskop den besseren Komfort bringt, und so wie mein Bauch Dich einschätzt, glaube ich, daß Du für einen Dobson nicht der richtige Typ bist.
Dann muß ich mich mit dem Vorschlag 8" F/6, der für visuelle Beobachtung sicher ideal zu nennen ist, fragen: Wo soll das denn nun preislich hinführen?

Natürlich kannst Du den 8" F/6 wesentlich billiger auf z.B. eine EQ-6 montieren, als Du ein C9,25 mit Montierung versehen kannst.

Fragt sich aber trotzdem: Wäre das denn dann ein Gerät mit dem Du 5 Jahre lang zufrieden Beobachtest? Ich denke zwar schon, nur - denkst Du das auch? Oder rennst Du beim ersten Problem wieder los?

Also ich prognostiziere das folgende:
1. Du kaufst Dir einen OIII und bald danach einen UHC. Mit einem GSO 800 langen die Filter völlig in 1,25" Mit dem 8" f/6 Dobson sollte man beim UHC über einen 2" Filter nachdenken - muß man aber nicht.

2. Du beobachtest mit Filterunterstützung und dem GSO 600. Du findest Dein Interesse an DeepSky-Objekten, die Du vielleicht sogar irgendwann einmal fotografieren willst. Die Planetenbeobachtung ist für Dich soetwas wie ein Betthupferl vorm Einpacken. (Dann ist das Gerät auch ausgekühlt, es ist quatsch mit dem Gerät Planeten zu beobachten, bevor es weniger als 1h Draussen steht!!!)
In dem Falle bist Du mit dem GSO 600 ideal Besetzt, Du wirst vom f/6 Dobson nur minimalste Vorteile bei der Planetenbeobachtung haben, die das "Umschichten" von soviel Geld niemals rechtfertigen.

3. Du findest nach einiger Zeit mit dem GSO 600 die DeepSky-Beobachtung unattraktiv, weil Du schwierigkeiten beim Aufsuchen hast, und weil die Objekte eben farblos (aber keineswegs Detailarm) sind. (Kann ich mir persönlich schlecht vorstellen.) Oder weil Du Dich brennend für Galaxien interessierst und diese für Dich eine 2x30 Minuten Autofahrt bedeuten, ehe der Himmel dunkel genug ist.
Also beobachtest Du in der Hauptsache Planeten. In dem Falle wäre für Dich der 8" F/6 die richtige Optik, entweder als Dobson, wenn Du das magst, oder vielleicht doch lieber parallaktisch. Die DeepSky-Eindrücke mit diesem Gerät sind sehr ähnlich zu denen des GSO 600, nur bei grossen Objekten wie dem Zirrus, dem Nordamerikanebel, M31 oder bei den grössten offenen Sternhaufen (M45, M35), ist das Gesichtsfeld etwas klein. Auch würde DeepSky-Fotografie mit dem f/6 mehr Aufwand an Montierung und Belichtungszeit erfordern. Planeten hingegen lassen sich mit der Webcam allerbestens fotografieren - mit einer parallaktischen Montierung.

So wie ich es nun beschrieben habe, ist also der Weg so gezeichnet, daß Du erstmal mit dem GSO 600 Erfahrung gewinnst. _Das_ _solltest_ _Du_ _unbedingt_ _tun_!

Das Alles ergibt sich für mich auch aus Deinem lezten Satz - "alles Zusammengerechnet hätte man auch mehr Geld ausgeben können". Und genau da Hakt es: Du löst Deine Probleme im Moment mit Geld ausgeben. Es wäre aber viel besser gewesen, die Probleme schon vor dem Geld ausgeben zu kennen und ihnen (dann auch gerne mit Geld) zu begegnen.
Und dafür sind wir als Gemeinschaft auf den Foren wohl eine kompetente Hilfe.

Clear Skies
Sven
 
Re: Newton GSO600/Celestron

Hi Jens,

wie genau war er justiert? Für ein "OK", oder richtig sauber "absolut spitze"?
Beim 8" f/4 kommt wohl als "die Methode" nur in Frage, erst mit Chesire-Okular den Sitz des Fangspiegels zum Okularauszug zu prüfen, dann mit dem Laser den Fangspiegel zum Hauptspiegel und den Hauptspiegel zum Fangspiegel zu justieren.
Eine Mittenmarkierung ist zwingend notwendig. Richtig überprüfbar wird die Justage erst, wenn man mit ausgekühltem Gerät am Stern nochmal nachcheckt, und zwar braucht es dann schon ein Okular unter 5mm, ich würde sagen ein 3,5mm Okular (na, es gibt ja zum Beispiel billig das Super 3,6mm - kann man dann auch mal auf Planeten mit spechteln).
Der letzte Test am Stern ist aber nicht so furchtbar wichtig.

Auf jeden Fall muß der OAZ auf geraden Sitz geprüft werden, der Laser muß genauestens justiert sein (Rotation!), das Loch in der Mattscheibe sollte nicht 3 Millimeter durchmesser haben, sondern auf 1 Millimeter abgeblendet werden,...

Fazit: Einen 8" f/4 sauber zu justieren ist eine Anforderung an die persönliche Sorgfalt.

Soll aber nicht heissen, daß der Sternfreund, der Dir geholfen hat, das nicht auch so gemacht hätte. Wie isses überhaupt, mal hinterher (Transport) nachgemssen, ob die Justage stabil blieb?

Clear Skies
Sven
 
Re: Newton GSO600/Celestron

Hallo Sven,

ob Du´s glaubst oder nicht, ich habe aus dem Frage-Antwortspiel eine Menge hilfreiche Informationen gezogen, also Danke an alle.

Also, den Newton habe ich zusammen mit Rainer Böhnert (Astro Service HB) justiert. Eine Mittenmarkierung auf dem Hauptspiegel ist vorhanden.

Die Einstellung von Haupt- und Fangspiegel, erfolgte mit einem Laser. Der Laserstrahl blieb beim Drehen im OAZ absolut konzentrisch.

Zuhause angekommen nochmal mit dem Laser gescheckt, nochmal nachjustiert und nachts gespechtelt.

Die Abbildung der Sterne war punktförmig ohne Kometenschweife.

Seit drei Tagen liegt der Tubus stoßsicher verpackt im Karton.

Habe gerade die Justierung vom Newton kontrolliert, passt nicht mehr, der Laser trifft die Mittenmarkierung nicht.

Das Gerät verstellt sich offensichtlich von alleine.


Gruß Jens
 
Re: Newton GSO600/Celestron

Hi Jens,

hmmm... der GSO vom André hält wohl seine Justage. wobei, das kann an vielen Punkten liegen.
Für's erste musst Du Dich daran gewöhnen, vor jeder Beobachtun (nach dem Aufbau) das Gerät mal durchzulasern. Klar, auch der Laser muss immer durch drehen auf seine Justage gecheckt werden.
Denk dran, Tubus immer waagerecht, damit der Schraubendreher nicht auf den Spiegel herniederplösselt.

Clear Skies
Sven
 
hallo sol,

ähnliche probelme hatte ich am anfang auch. bis ich erst den mond beim dob im okolar hatte vergingen 10 minuten. alles war zu schwach zu sehen und ich war entäuscht. die justage klappte auch nicht so recht und am besten hätte ich bei wolfi mir gleich das hubble geordert.

dann habe ich mich einfach mal an eine astronomische vereinigung gewendet *G* www.atmn.info

dort war ich dann mal mitspechteln und habe sachen gelernt wie justage und indirektes sehen, vergleiche mit anderen teleskopen. und war mit mein teleskop zu schwach, befriedigte ein blick in einem gitter dob <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

mein palaber soll heissen, treff dich erstmal mit ein paar erfahrenen spechtlern und dann kommt licht ins dunkle und diene gestresste ehefrau kannste dann für die gesamte geldersparnis jeden tag ein jahr lang zum essen einladen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

so long

olli
 
Kollimation

Hallo Jens,

Das Gerät verstellt sich offensichtlich von alleine.
habt ihr denn die Kollimation gesichert?
Beim Fangspiegel darf die mittlere Schraube,die sowohl sichert
als auch die Position des Fangspiegels auf der Lngsachse des Teleskopes
festlegt(Kreuzschlitz,wennn ich mich recht erinnere),
nur sehr schwach angezogen werden.
Denn der Fangspiegelhalter ist aus Plastik und verformt sich bei
zu hohen Kräften,was zu Fangspiegel-Astigmatismus führen kann.

Die drei Sicherungsschrauben beim Hauptspiegel dagegen
können etwas kräftiger angezogen werden,dann verstellt
sich da praktisch nichts mehr.

Und beim Lasern muß man unbedingt aufpassen,daß der Laser
plan aufliegt und nicht in der Reduzierung des Auszugs kippelt.
Wenn der Auszug "shiftet",das Auszugsrohr beim Richtungswechsel
etwas kippelt,kannst du per Laser nur ungefähr justieren,
der Rest muß dann am Stern gemacht werden.

MfG,Karsten
 
Re: Kollimation

Hallo Karsten,
die mittlere Schraube haben wir nicht angetastet, die drei Sicherungsschrauben natürlich festgezogen und dabei den Laser im "Auge" gehabt.

M.f.G.

Jens
 
Re: Kollimation

Hallo,
das Thema "maximales Gesichtsfeld" möchte ich hier noch einmal aufgreifen.

Aus dem Dialog mit KaStern weiß ich, dass sich das tatsächliche Gesichtsfeld wie folgt grob ermittelt:

2xarctan(0,5 x Gesichtsfeldblende:Teleskopbrennweite)= TG in °

Man müsste also die Brennweite reduzieren, um ein größeres Gesichtsfeld zu bekommen (Brennweitenverkürzer)?

M.f.G.

Jens
 
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