Newton mit Barlow vs SC Teleskop

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Re: Barlow & Coma

Unten stehen die Spot Diagramme für 350 mm Newton Teleskope F5, resp. F6 und F/8 mit der Barlow aus Bericht 441838 05:13 PM.
Alle für 486, 546 und 656 nm auf einem flachen Feld, achsial und 12,5 mm ausserhalb derAchse.
Ring ist erster dunkler Ring des Beugungsscheibchen.

Link zur Grafik: http://img98.imageshack.us/img98/7866/hrbarlow350f5f125th6.jpg

F5 auf F 12.5

Link zur Grafik: http://img98.imageshack.us/img98/2415/hrbarlow350f6f15sb5.jpg]

F6 auf F/15

Link zur Grafik: http://img98.imageshack.us/img98/4689/hrbarlow350f8f20zk6.jpg

F8 auf F/20

Gruß, Harrie

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Re: Barlow & Coma

Unten stehen die Spot Diagramme für 400 mm Newton Teleskope F5, resp. F6 und F/8 mit der Barlow aus Bericht 441838 05:13 PM.
Alle für 486, 546 und 656 nm auf einem flachen Feld, achsial und 12,5 mm ausserhalb derAchse.
Ring ist erster dunkler Ring des Beugungsscheibchen.

Link zur Grafik: http://img100.imageshack.us/img100/6092/hrbarlow400f5f125on4.jpg

F5 auf F 12.5

Link zur Grafik: http://img100.imageshack.us/img100/4784/hrbarlow400f6f15wr9.jpg]

F6 auf F/15

Link zur Grafik: http://img100.imageshack.us/img100/5204/hrbarlow400f8f20wp9.jpg

F8 auf F/20

Gruß, Harrie

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Re: Barlow & Coma

Harrie

Gerne würde ich das beugungsbegrenste Feld in meinen 10" F:4.8, wenn möglich, vergrösseren. Damit kann ich auch ausserhalb der Bildmitte mit grösster Schärfe Planeten beobachten.

In A.de schreibst Du and Karsten das Klee barlows coma korrigieren und nur für newtons gebaut sind :

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showthreaded.php/Cat/0/Number/506527/

Damit hätte ich das Problem gelöst.

Hast Du vielleicht Erfahrungen in der Praxis mit diese Barlows in einem schnellen Newton ?

Und ist der Unterschied zu anderen Barlows bezüglich der Coma korrektur gut sichtbar ?

Gruss

Eddy








 
Re: Barlow & Coma

Hallo Eddy,

Ich habe mit Newton nur sehr begrenzte Erfahrungen, die meisten Beobachtungen habe ich gemacht mit dem 18 Zöller von unserem Verein.

Mein eigenes Hauptinstrument ist ein 250 mm Opticon Schmidt Cassegrain mit einer Abschattung von nur 25% und eine Brennweite von 5 meter.

Ich habe die Spotdiagramme für ein Feld von 25 mm gerechnet. Erscheint mehr als groß genug um Unterschiede gesehen zu können.
Man kann ja mal ein Test machen (wenn er nicht schon gemachte wurde)

Gruß,

Harrie
 
Re: Barlow & Coma

Ich war noch eine Bemerkung vergessen.

Wenn ihr die Spot Diagramme vergleicht werdet ihr sehen das der Unterschiedt nur sehr gering ist. Das kommt daher das die Koma der meist dominanter Abbildungsfehler ist.

Auch ein Beweis das ein System das für eine Parabel entwickelt wurde für jede Parabel anwendbar ist.

Gruß,

Harrie
 
Re: Barlow & Coma

Hallo Harrie,
vielen Dank für die Arbeit die du dir gemacht hast :super:
Ich hatte vor Stunden angefangen einen Beitrag zu schreiben,
unterbrochen von den verschiedensten Ablenkungen eines Samstagabends,
und nun sehe ich daß deine Beiträge alles viel besser erklären
als ich es mit Worten hätte tun können.

Einen Schönheitsfehler gibt es:
Wenn ich auf deine Bilder klicke öffnet sich nur die Seite
von imageshack.us aber ich kann kein Spotdiagramm sehen.

Aber in den kleinen Abbildungen in deinen Beiträgen sehe ich
die Spots ja auch.

Vielleicht sollte man noch einmal deutlich herausstellen:
1) Ein komakorigierende Barlow ist nur an einem Newton sinnvoll
2) Diese Barlow muß exakt zentriert sein, sonst gibt es Abbildungsfehler.
Die Justage des Newtons ist also immer noch sehr wichtig.
Der Okularauszug muß ebenfalls präzise und annähernd shiftingfrei sein.
3) Eine komakorrigierende Barlow führt Koma an komafreien Teleskopen ein,
je schneller das Teleskop desto stärker die Koma.
4) Ein aplanatisches Teleskop braucht eine "normale" Barlow.
5) Es müßten eigentlich "Newton-Barlows" und "Refraktor-Barlows",
oder sogar "Aplanaten-Barlows" gebaut werden und die Barlows
sollten entsprechend so bezeichnet und angeboten werden.

Viele Grüße, Karsten

 
Re: Barlow & Coma

Hallo,

aucvh ich bedanke mich herzlich für die Mühen und habe da noch eine Verständnisfrage.
Muss eine solche Barlow dann auch konkret für F/8 oder F/4 gerechnet warden?
Eigentlich müsste eine auf F/4 gerechnete Barlow ja bei F/8 so etwas wie negative Koma einführen (sorry ich habe den theoretischen Backgronud nicht) und das würde ja, wenn es sichtbar ins Gewicht fällt, eine Vielzahl verschiedener Barlows erforderlich machen.

CS
*entfernt*
 
Re: Barlow & Coma

Hallo Karsten,

Einen Schönheitsfehler gibt es:
Wenn ich auf deine Bilder klicke öffnet sich nur die Seite
von imageshack.us aber ich kann kein Spotdiagramm sehen.

Verstehe ich nicht, bei mir funktionierts.
Ich werde auf einer andere Maschine mal probieren.
Ich hatte hoffte dass es gut gehen würde, aber falls nicht (und ist es also doch) habe ich nur zwei Diagramme gezeigt und die Skale geändert so dass genügend im Thumbnail übrig bleibt.

Versuch diesen Link mal:

[IMG=http://img98.imageshack.us/img98/2068/hrbarlow200f6f15uh4.jpg]

Wenn dass nicht funktioniert ist es die blöde methode dass man in diesem Forum nicht direkt in Bild in einen Beitrag einbauen kann. ?)

Zu deinen Punken:
1. Korrekt
2. Jede Optik, also auch eine und diese Barlow, muss gut zentriert sein.
3, 4 und 5 werde ich noch rechnen bevor ich Schlußfolgerungen ziehe. Ich weiss noch nicht wie stark die Koma reinkommen wirdt.

Gruß,
Harrie
 
Re: Barlow & Coma

Hallo Günther,

Ich fange mal am Ende deiner Frage an:
Eigentlich müsste eine auf F/4 gerechnete Barlow ja bei F/8 so etwas wie negative Koma einführen
Das ist gerade der Denkfehler der viele machen. Die Barlow introduziert keine eigene negative Koma, sie korrigiert die Koma des vorgebauten System. Das kann sie bei dem einen System besser als das andere. Koma ist ja kein selbständiges fassbares Subjekt, sondern der Effekt einer nicht optimalen Strahlenvereinigung die durch das vorgebauten System generiert wird.
Der Weg des Lichts durch die Barlow ist ja bei jeder vorgebaueten Optik anders.
Je dominanter die Koma und die Lage der Austrittspupille einander gleichen wenn man verschiedene Optiken benutzt, um so übereinstimmender sind die Ergebnisse.

Leider funktioniert das Vergrösseren des Bildes im Beitrag nicht (laut Karsten). In dem Thumbnails (wie nennt man die in Deutsch?) erscheinen sie gleich, sind sie aber nicht, sie ähneln sich aber sehr, so sehr das man den Unterschiedt kaum sieht.

Zum Anfang:
Muss eine solche Barlow dann auch konkret für F/8 oder F/4 gerechnet warden?
Für eine Barlow die angewandt wirdt für eine Parabel ist dass nicht notwendig. Der Grund ist folgender:
(ich habe die Barlow entworfen für F/6).
Die Koma (im absoluten Abstand ab der optische Achse) ist bei jeder Parabel gleich, unabhängig von der Brennweite, nur die Öffnung spielt eine Rolle.
Im Designverfahren ist aber die Asymmetrie der Koma derart dominant das das Öffnungsverhälltniss nur eine untergeordnete Rolle spielt. Sie äussert sich nur in einer Art restsphärische Aberration.

Wenn man bei gleicher Meritfunktion (ist die Summe der Quadrate der Abweichungen jeweils multipliziert mit einem Gewichtsfaktor von einen wirklichen Durchstosspunkt im Diagram mit dem theoretischen), dann ist der Unterschiedt in den verschiedenen Enwürfe nicht sichtbar.

Beides zusammen macht dass ein Komakorrektor und Barlowlinse bei jeder Parabel funktioniert.

Gruß,
Harrie


 
Re: Barlow & Coma

Hallo Harrie,

herzlichen Dank für Deine weiterführende Erklärung.
Wieder einmal leistest Du einen -sicher nicht nur für mich- sehr wertvollen Beitrag zum besseren Verständnis der Geräte mit denen wir unser schönes Hobby betreiben.
Ich bin theoretisch nicht sehr beschlagen, dennoch gelingt es Dir prinzipielle Dinge so zu erklären, dass auch der Laie zumindest die Grundzüge versteht.

CS
*entfernt*
 
Re: Barlow & Coma

Anbei die achsiale und 12 mm von der Achse Abbildung (nur Grün) eines 150 mm F/10 Fraunhofer. Deutlich erkennbar ist nur Astigmatismus. Keine Koma!

Link zur Grafik: http://img150.imageshack.us/img150/6446/fraunhofer150f10gt7.jpg

Hier wurde die oben erwähnte Barlow eingebaut mit derselben Schnittweite (War bei den Spiegelkombinaitonen auch so).
Deutlich erkennbar das Koma introduziert wird.

Link zur Grafik: http://img213.imageshack.us/img213/7310/fraunhofer150f10hrbarlogu4.jpg

In beiden Fällen wurde nur Grün gerechnet wegen des großen Farbfehlers.

Gruß,
Harrie

Fragt mich jetzt nicht warum das untere Bild jetzt so groß ist.
 
Re: Barlow & Coma

Liebe Leut,

Ich bekam eine PN um die richtigen Links in de Posting an zu geben.

Die Links sind kopiert aus Imageshack als 'hotlink for Forums' Ich habe alle möglichkeiten, sowohl von Imageshack als von diesem Formum versucht. Von allen Möglichkeiten hatte ich erhofft einige würden besser funktionieren.

Leider kann ich nichts weiter machen und müsst Ihr euch zufriedenstellen mit den Bildern die in der Posting stehen.
Leider ist es zu blöd das man in diesem Forum nicht direkt ein Bild einbauen kann.

Im Kapittel 'Störungen' werde ich jede Möglichkeit noch mal posten. Titel des Betrags wird anfagen mit: " Aufladen Bild .... " (... wird Methode erwähnt).

Was ich auch gemerkt habe ist das das Resultat nicht uniform ist. Dann mal nur den Link, dann mal ein kleines Bild, dann mal ein großes, usw. Sehr undurchsichtig was passiert und vor allem wie.

Tut mir sehr leid dass ich euch nicht besser von Bildern bedienen kann.

Beschwerdet euch öffentlich, vielleicht das die Forenbetreiber dann diese Möglichkeit mal einbauen.

Gruß, Harrie

PS
Das alte Forum war da sehr viel 'freundlicher'.
 
Re: Barlow & Coma

Hallo Harrie,

es ist wirklich schade daß das einbinden von Bildern hier im Forum
so schwierig ist :krank: Das sollte mal verbessert werden.

Jede Optik, also auch eine und diese Barlow, muss gut zentriert sein.

Selbstverständlich. Was ich sagen wollte ist, daß es bei den
vergleichsweise engen Radien der Barlow ein wichtiger Punkt ist.
Bei einem kurzbrennweitigen f/5 Refraktor sind die Bildfehler
bei einer Dejustage ja auch stärker als bei einem langbrennweitigen
f/15 Refraktor gleicher Öffnung.

In Bezug auf die Barlow bedeutet das, daß der Auszug kein
stärkeres shifting haben sollte und daß der Newton sehr gut
justiert sein muß damit eine solche Barlow überhaupt Sinn macht.

Ich weiss noch nicht wie stark die Koma reinkommen wirdt.

Herr Klee hat mir mal erklärt, daß die Stärke der Koma die
entsteht, wenn man eine komakorrigierende Barlow an einem
komafreien Teleskop einsetzt, mit dem Öffnungsverhältnis
des Teleskopes zusammenhängt.

An einen f/10 Teleskop sollte sich also Koma in etwa wie bei
einem f/10 Newton zeigen. Die Richtung der Komafigur sollte
aber genau entgegengesetzt sein, die Spitze der Figur nach
außen zum Bildfeldrand weisen.
Schlimm wird es wenn die Barlow an einem f/5 Apo verwendet wird,
das erzeugt dann starke Koma.

Ich hatte vor einigen Jahren eine 2,8x Klee Barlow. Die habe
ich aber dummerweise verkauft bevor ich damit umfangreiche
Versuche gemacht habe. Sehr ärgerlich...

Gruß, Karsten
 
Re: Barlow & Coma

Hallo Karsten,

Herr Klee hat mir mal erklärt, daß die Stärke der Koma die entsteht, wenn man eine komakorrigierende Barlow an einem komafreien Teleskop einsetzt, mit dem Öffnungsverhältnis des Teleskopes zusammenhängt.

Genau wie in den Barlows gezeigt wurde. Nach dritter Ordnung, wo u.A. die Koma, alles bezogen wirdt auf F=1 ist de Wert der Koma gleich, das Öffnungsverhälltniss blässt die Koma auf.
Da bei einer Parabel die ausserachsialen Fehler genauestens bekannt und vorhersagbar sind weiss man wie ein Korrektor oder Barlowlinse bei einer gewisser Parabel funktionieren wirdt. Bei allen anderen, vor allem Refraktoren, ist das viel schwieriger oder sogar nicht möglich weil die ausserachsialen Strahlenvereinigung das Resultat ist des Designs des Entwicklers.

Das Refraktor System das ich gerechnet habe ist ja ein F/10 (150 mm Öffnung). Vergleiche mal.

Gruß,
Harrie
 
Re: Barlow & Coma

Anbei das Bild einer 150 mm F/10 Newton und einer 375 mm F/10 (war ja eine 2,5x Barlow) Parabel. Beide eine achsiale und eine 12 mm ausserachsiale Abbildung.

Hier sieht man den Unterschied im Astigmatismus und die entgegen gesetzte Koma. Da der Astigmatismus des Refraktorobjektives anders ist als der der Parabel kann man kleine Unterschiede sehen.
Achtung bei der Interpretation: die Kreise in untenstehende Figuren sind nicht die ersten dunkle Ringe der Beugungsscheiben sondern sind Skalenkreise damit die Skala der obigen Spot Diagramme gleich ist. In wirklichkeit ist das Beugungsscheibchen ein Faktor 2,5 kleiner!

Das heisst das die Koma geometrisch ungefähr gleich ist. Beim Refraktor wird sie aber viel weniger auffallen weil das Beugungsscheibchen so gross ist.


Link zur Grafik: http://img248.imageshack.us/img248/1197/150f10newtonxa6.th.jpg

Achsiale und ausserachsiale (12 mm) Spot Diagram einer 150 mm F/10 Parabel.

Link zur Grafik: http://img248.imageshack.us/img248/5712/375f10newtonhb7.th.jpg

Achsiale und ausserachsiale (12 mm) Spot Diagram einer 375 mm F/10 Parabel

Gruß,
Harrie
 
Re: Barlow & Coma

Hallo Miterinander und besonders an die Moderatoren sowie Forenbetreiber,

...es ist wirklich schade daß das einbinden von Bildern hier im Forum
so schwierig ist Das sollte mal verbessert werden.

der Meinung bin ich schon lange. Ich würde sonst gerne mehr
Bilder und Grafiken hier reinstellen. Ich hab nämlich weder Lust noch Zeit allein deshalb eine eigene Homepage oder irgendwelche andere Datendepots zu pflegen.

Gruß Kurt
 
Re: Barlow & Coma

Dabei ist auch noch das die Datendepots (guter Ausdruck Kurt) nicht uniform reagieren.
Es ist wie das Wetter. Man weiss nie vorher was es wirdt.

Vielleicht können die Forenbetreiber mal reagieren und uns mitteilen wieso die alte Methode nicht mehr gebraucht werden kann (bitte sinnvolle Antwort).

Gruß, Harrie
 
Re: Barlow & Coma

Hallo Harrie,

nochmals vielen Dank für die anschaulichen Bilder :super:

Viele Grüße, Karsten
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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