Newton ohne klassische Spiegelzelle?

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faried

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Hallo zusammen,

Ich bin dabei mein 10" Newton umzubauen und überlege die Schrauben für die Justage des Hauptspiegels direkt an den Hauptspiegel zu kleben. Der Spiegel wird also nicht eingefasst, sondern hängt an 3x M6 oder M8 "Gewindestangen".


Meine Frage an die Experten: spricht etwas gegen diese Vorgehensweise bzw. was muss ich dabei beachten?

Ich freue mich auf eure Beiträge und vielen Dank jetzt schon.

Gruß, Faried
 
Hallo Faried,

Es wird sich wohl nicht vermeiden lassen, dass die unter mechanischer Spannung stehenden Schrauben den Spiegel in unzulässiger Weise verformen. Um so etwas zu vermeiden, sind Spiegelzellen so konstruiert, dass der Spiegel auf typischerweise neun gleichmäßig verteilten Punkten weitestgehend spannungsfrei gelagert ist. Eine elegante und gleichzeitig spannungsfreie Lagerung bietet die Einloch-Montage der konischen Royce-Spiegel , hier ein Anwendungsbeispiel .

Gruß, Jan
 
Hallo Faried,
mit einem 114er Spiegel hab ich das so gelöst wie von Dir angedacht - 3 Schrauben mit Silikon angeklebt. Das funktioniert auch ganz prima.

Bei einem 250er Spiegel wird das aber wegen des Gewichtes nicht klappen und er braucht für eine "fehlerfreie" (eher nicht zusätzliche sichtbare Fehler einführende) Lagerung mehr als 3 Auflagepunkte.
 
Hallo Ralf,

Das Gewicht des Speigels bereitet mir auch Sorge. Ich war gestern bei einem Glasser. Er sagste mir, man muss 3 Aluscheiben "50mm Durchmesser, 8mm Stärke" auf dem Spiegel kleben, um eine große Stabilität zu erreichen. Das würde mind. 50kg dauerhaft halten.
Die Aluscheiben bekommen M6 bzw. M8 Gewinde in der Mitte, um den Spiegel zu befestigen.

Gruß, Faried

 
Hallo Faried,
ich würde keine 5cm Scheiben auf die Rückseite des Spiegels kleben, das beeinflusst garantiert die termische Ausdehnung des Trägermaterials.

Außerdem leitest Du an drei Punkten Kraft in den Spiegel ein, durch die Aufhängung an den 3 Punkten. Ein Spiegel soll normalerweise "kraftfrei" gelagert werden. Aber selbst wenn Du ihn kraftfrei nur auf 3 Punkte legst, verformt er sich unter seinem eigenen Gewicht. Kippst Du ihn dann noch, wie in einem Teleskop üblich, wird es noch schlimmer.
Schau Dir das mal bei PLOP an, falls Du es noch nicht kennst.
http://www.atmsite.org/contrib/Holm/Plop_optimized_cells/

Nix gegen neue Erfindungen, aber das halte ich für nicht realisierbar. Deine Signatur passt in dem Zusammenhang sehr gut.
 
Danke Ralf für den Link, die Seite finde ich sehr gut und nützlich. Ich denke mein plan wird erst nur aufs Papier bleiben und doch zu einer klassischen Spiegelzelle greifen. Vielleicht finde ich eine, die nicht von der Stange kommt.
Ich mag zwar die Dinge einfach zu halten, aber eben nicht einfacher.

Gruß, Faried
 
Hallo Faried,

...Der Spiegel wird also nicht eingefasst, sondern hängt an 3x M6 oder M8 "Gewindestangen".


Meine Frage an die Experten: spricht etwas gegen diese Vorgehensweise bzw. was muss ich dabei beachten?...
so ein 10" Spiegel muss in seiner Zelle allseitig frei beweglich sein. Sonst gibt es optisch hochwirksame Verspannungen, die jede scharfe Abbildung verhindern. Mit deiner Methode wirst du genau das erleben. Ich sehe auch sonst keinen Vorteil gegenüber der konventionellen Lagerung.

Ich hab schon mal zum Erstaunen des Besizters ein 8" Newton innerhalb weniger Minuten duch lösen der Schaumgummisicherungen reparieren können. Die waren noch nicht einmal hart angespannt.

Gruß Kurt
 
Danke Kurt für dein Feedback. Ich gebe gerne zu, dass ich mir sehr wenig Gedanken über diese Punkte gemacht habe. Mir geht es natürlich primär darum ein gut funktionierendes Gerät zu bauen und nicht nur gut aussehendes und bin daher über die Rückmeldungen sehr Froh und Dankbar.

Wie ich bereits geschrieben habe werden diese Gedanken nur aufs Papier bleiben.

Meine Neugier hat glücklicherweise keine grenzen "besonders bei diesem Hobby", ich darf dabei allerdings nicht aus den Augen verlieren, die Dinge Einfach zu halten.

Gruß, Faried
 
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