Newton

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sheyla

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Hallo zusammen,
suche Empfehlungen für Newtons 200/1000.
Hat jemand Tips,Erfahrung,Markenprodukt.
Vielen Dank
Gruss Sheyla
 
Hallo Sheyla!

Für was soll er denn sein?
Was ist dein Limit?
usw..

Für visuell und kleinen Geldbeutel: Skywatcher, GSO usw...
Für Foto: Orion und teurer <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Gruß

der Rayko wars
 
Hi Sheyla,

schau Dir mal den von Celestron und den von GSO an. Je nach Anwendung, Ansprüchen, usw. hat mal dieser und mal jener die Nase vorn. Der Orion hat f/4,5 also 900mm Brennweite.
Ich würde für fotografische Zwecke warscheinlich den GSO mit einem Komakorrektor und dem 1:10 untersetzten Auszug nehmen. Visuell erscheint mir der Celestron attraktiver, denn der ist deutlich günstiger und für visuelle Beobachtungen braucht man die Ausstattung des GSO nicht unbedingt.

Clear Skies
Sven
 
Hi Sven Wienstein
Danke hab jetzt den GSO unter die Lupe genommen für was genau steht 1:10 untersetzten Auszug und wäre dies auch für die visuellen Beobachtung auch geeignet.
Kann mir noch jemand erklären Unterschied f4 zu f5 ?
Denn ich habe noch einen GSO gefunden GSO 660 - Newton-Reflektor 200mm f/4.
Sind die Okulare für f4 teurer als die f5 ?
Gruss Sheyla
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Sheyla,

OK, jetzt wirds kompliziert. Bis zu diesem Posting hattest Du nach einer bestimmten Sorte Teleskop gefragt.
Jetzt aber würde ich sagen, fragst Du allgemein nach einer Teleskopberatung.
Klar, das machen wir auch, gar kein Problem. Aber lass und doch dann zunächst mal die Vorbedingungen abfragen, die dazu gehören:

- Was erwartest Du von einem Teleskop? Was sollte es unbedingt können, was wäre nett wenn es das könnte und was braucht es absolut nicht zu können?
- Was darf es kosten? Welche Qualität soll es haben
- Wo willst Du beobachten? Soll das Teleskop zu einem dunklen Beobachtungsort tranportiert werden (Auto)?

Als Tendenz haben wir also einen 200/1000 Newton - wie bist Du auf den gekommen? Da muss ja vorher schon etwas passiert sein.

Deine Fragen will ich aber auch gleich beantworten. Der 1:10 untersetzte Okularauszug meint die Feinfühligkeit der Verstellung. Mit dem Okularauszug wird das Okular hin und her verschoben um das Bild scharfzustellen. Mit dem 1:10 Getriebe dran bewegt sich der Auszug dann 10 mal langsamer und man kann viel genauer scharfstellen. Für visuelle Beobachtung braucht man das nicht unbedingt, aber es ist durchaus angenehm.

Der Unterschied zwischen f/4 und f/5 ist so zu erklären: Das f/4-Teleskop hat eine Brennweite die vier mal dem Öffnungsdurchmesser entspricht. Das f/5 Teleskop hat die Brennweite dann entsprechend 5 mal länger. Wenn die Geräte nun die gleiche Öffnung haben, dann hat ein f/5 Teleskop also eine längere Brennweite.
Beide Öffnungsverhältnisse (f/4 wie f/5) sind "schnell", wobei f/4 schneller als f/5 ist. Die Ausdrucksweise kommt von der Fotografie, wo eine f/5 Optik ("Blende 5") fast die dopelte Belichtungszeit braucht, wie eine f/4 Optik.
Für die Beobachtung am Teleskop ist das aber weniger wichtig. Da stellt eine schnelle Optik starke Ansprüche an die verwendeten Okulare (Du deutest das schon an, die Okulare werden teurer - wobei man aber auch an "langsamen" Teleskopen gute Gründe für ähnlich teure Okulare finden kann.)
Je schneller eine Optik ist, desto genauer muss sie justiert sein, besonders bei Spiegelteleskopen. f/4 ist da schon sehr empfindlich, f/5 ist aber auch nicht ohne. Sind halt beide schnell.
Der nutzbare Vergrößerungsbereich ist bei beiden gleich, der hängt nur vom Durchmesser des Hauptspiegels ab. Weil aber die Vergrößerung von Teleskopbrennweite und Okularbrennweite abhängt, braucht man für dieselben Vergrößerungen unterschiedliche Okulare bei den beiden Geräten.

Ansonsten empfehle ich mal in den Einsteiger-Ecken der verschiedenen Internet Seiten zu stöbern.
Ich selbst habe eine angelegt: http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-ecke.html
Und bei den Deepsky-Brothers steht auch sehr viel interessantes, ich denke wir ergänzen uns gut: http://www.deepsky-brothers.de/
Natürlich gibt's auch ne Menge anderer Einsteiger-Seiten.

Clear Skies
Sven
 
Hi Sven-Wienstein
vielen Dank für Deine Erklärungen.
Deine Einsteiger-Seite hab ich schon mal durchgelesen finde diese super.
Der Grund weshalb ein Newton ganz Simpel hatte vor nicht allzulanger Zeit den LightBridge 10" mit Televue "NAGLER Okulare "getestet WOWH.
Nur das Dobson Prinzip find ich nicht so toll.
Und da ich Erfahrung mit Refraktoren habe möchte ich mir einen Newton zulegen den ich auch bei Bedarf (Ich liebe Herausforderungen) für die Astrofotografie benützen könnte.
Gruss Sheyla
 
Hallo
eines wäre noch zu bedenken: einen f:4 muß man öfters kollimieren, d.h. den Haupt- und Fangspiegel genau auf eine Achse bringen. Das ist bei einem f:5 wesentlich unproblematischer. Schau Dir auch mal den von Intercon Spacetec an. Vor allem Martins internetseite www.intercon-spacetec.de Da stehen gute Einführungstexte und der hat auch sehr gute Dobsons. Einen 8" f5 kannst du noch bequehm auf eine GP-DX montieren (so habe ich es). Zum Thema Okulare: f4 benötigt nur die besten Okulare, bei f5 kanns auch mal preiswerter sein. VISUELL ist der f4 auf jeden Fall schlechter, da er nahezu ausschließlich für die Fotografie gebaut ist!
Gruß Winfried
 
Hallo Sheyla,

wenn Fotografie gefragt ist, dann ist ein 8" f/5 ein guter Mittelweg zwischen Foto und visuellem Allrounder. Ein 8" f/4,5 ist dann schon sehr stark zur Fotografie hin orientiert (oder zu einer zu schwachen Montierung hin), und ein 8" f/4 ist eher eine Fotomaschine.
Nun heißt das bei weitem nicht, dass ein 8" f/4 nicht auch mal nette Planetenbilder zeigt, aber die Röhre ist dahingehend nicht leicht zu beherrschen und auf gut harmonierende Okulare angewiesen.
Visuelles Deepsky ist mit so einem 8-Zöller jedenfalls schonmal ein ordentliches Wow! wert.

Ich denke, mit f/5 geht noch einiges an Okularen "so durch", was bei f/4,5 oder gar f/4 schon durchfällt. Besonders bei der Deepsky-Beobachtung machen ja Weitwinkel-Okulare (Nagler hast Du genannt) sehr viel Sinn. Es ist einfach eine tolle Bildästhetik. Nur sind viele günstige Weitwinkel an schnellen Optiken (ab f/6 geht's damit los) nicht gut zu gebrauchen. Nagler sind da mit das Beste, was zu haben ist. LVW, Speers-Waler, Pantoptics und Hyperions sind so die üblichen Okulare, die man an schnellen Optiken findet. Natürlich gibt es noch ein paar andere, und einige der genannten Okulare sind nur in den Versionen mit kurzer Brennweite wirklich gut an schnellen Optiken. Da findest Du Lesestoff auf meiner Homepage, denn da ich hauptsächlich f/4 Geräte nutze, musste ich bei meinen Okularen darauf Wert legen.

Aber... Die Warnung muss hier hin! Ein 8-Zöller fototauglich für Deepsky-Astrofotos montiert, ist keine billige Sache. Da sollte eine Montierung mit der Leistung einer GP-DX oder Gm-8 drunter. Das ist so die Anforderung die an die Tragkraft gestellt wird. Zusammen mit guten Weitwinkel-Okularen kann man ganz Problemlos durch die 2000 Euro Schallmauer gehen, ohne dass man behaupten könnte, man wäre zu großzügig gewesen.
Ein visueller 8" Newton, durchaus auch parallaktisch montiert, lässt sich hingegen für 1000 Euro noch mit hübschen Okularen ausstatten. Da gehen die Pakete aus Optik und Montierung so bei 500 Euro los.

Clear Skies
Sven
 
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