Newtonhorror von Skywatcher

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Hi,

@mludes:
ich weiß nicht wir bei Euch die Produkte auf die Website kommen, aber es wird wohl irgendein Kontentmanagement System ala Joomla oder sowas sein. Und auch da ist es möglich Produkte manuell zu bearbeiten. Hier geht es um ein einziges Produkt welches so absolut unbrauchbar ist.
Klar gibt es auch andere Produkte die deutlich hinter der Beschreibung zurück liegen, aber die sind immerhin zu gebrauchen. So ist es ein einfaches das Produkt raus zu nehmen oder eben die Beschreibung zu editieren.

Ich befürworte den öffentlichen Pranger nicht unbedingt, aber das was Günther zu Recht hier losgetreten hat passt schon. Da gibt es nichts dagegen zu sagen. Es ist jedem Händler frei gestellt was er verkauft, aber mit irreführender Werbung/Produktbeschreibung wie z.B. "Beobachtung von Mond und Planeten: sehr gut" vermiest man jedem Neueinsteiger das Hobby.
Wie auch immer, es ist gut das wir uns nicht alles von den Herstellern/Händler aufschwätzen lassen müssen und das es Menschen gibt die hier versuchen Aufklärung zu betreiben.

Ein großes Danke hierfür! Hut ab für Händler die funktionierende Produkte verkaufen wollen.

Gruß Markus
 
Hallo Markus,

ich denke, dass einfach nur jeder in seinem kleinen persönlichen Handlungsspielraum eine gewisse Zivilcourage geknüpft an solide Wertvorstellungen aufbringen müsste. Die Realität ist natürlich, dass uns die Führungspersönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vormachen, dass man das nicht tut und noch nie getan hat. Fängt an beim Steuer-Spar-Modell, geht weiter bei Kummelei und Schmiergeld und endet einfach zu selten im Knast...

Aber es gibt ihn, und da jeder Mensch sein Eckchen Welt ausfüllt, hat die Menschheit an sich einen ziemlichen Einfluss auf große Teile der Welt. Und die große weite Welt ist daher eben veränderbar und nicht unerschütterlich böse.

Und Schrott gehört trotzdem nicht an unwissende verkauft.

Clear Skies
Sven
 
/*
ich denke, dass einfach nur jeder in seinem kleinen persönlichen Handlungsspielraum eine gewisse Zivilcourage geknüpft an solide Wertvorstellungen aufbringen müsste.
*/

So ist es.


Nur mal laut gedacht: Wenn all die hier so bekannten Shops mit großem SkyWatcher-Sortiment wie APM, Astroshop, der Laden vom Lajos und natürlichs Wolfis Teleskop-Express sowie die TeleskopSpezialisten (sowie all die die ich jetzt vermutlich vergessen habe, sorry), mal alle schön zeitnah dieses Teil aus dem Angebot werfen (und auch an SkyWatcher kommunizieren, wieso) ... vielleicht denkt dann mal jemand bei SkyWatcher doch nach. Die Welt ist groß aber der deutschsprache Astromarkt ist ein nicht unwichtiger Teil vom ganzen.

Natürlich gibt es viele Bananenprodukte, aber das hier ist der Versuch von SkyWatcher wirklich etwas an Ahnungslose zu verjubeln was schlicht nicht geht. Und wenn solche Aktionen durchgehen und zu Gewinn führen, dann kann man sich ausmalen, wie der Markt in 10 Jahren aussieht.

Und *sic* dieses ewige Argument, die Leute sind halt so weil Geiz geil ist ... sorry, das ist ein Totschlagargument ohne Sinn. Es braucht immer ein paar erste Schritte und die macht man nicht wenn man so denkt. Mit "die Leut sind halt so" kann ich mich gleich zum Sterben hinlegen, wird sich nie was ändern!

nv



 
Hallo,

Zwischenfragen, wenn es erlaubt ist: hat irgendjemand von denen, die sich hier im Shitstorm gegenseitig überbieten, mal durch dieses Teleskop durchgeguckt? Oder wenigstens ein baugleiches? Und wenn, war es wirklich so grottenschlecht? Gab es so was wie einen Sterntest, um einigermaßen einzuschätzen, was es objektiv taugt oder eben nicht? Und selbst wenn der nicht ganz optimal, sondern nur mittelprächtig ausfiele, wäre das so schlimm? Haben Optiken mit fest voreingestellter Justage zwangsläufig ein miserables Bild? Wieviele Einsteiger nutzen ihren Newton, ohne den überhaupt jemals justiert zu haben? An welchen konstruktiven Maßstäben ist ein absolutes Einsteigermodell überhaupt zu messen? Darf ein Einsteiger auch optische Ansprüche haben, die eine Nummer kleiner sind als das absolut mögliche Maximum, wenn er dafür andere Vorteile hat, wie GoTo und eine automatische Nachführung? Darf er es wagen, ausdrücklich KEIN Bedürfnis nach Justage oder besonderen konstruktiven Details zu haben, sondern einfach nur schnell und vor allem möglichst bequem beobachten wollen, wenn auch einen Tick weniger aufgelöst? Und darf ein Hersteller solche einfacheren optischen Ansprüche an ein automatisiertes Teleskop bedienen?

Auf keinen Fall, so der kollektive hysterische Aufschrei der immergleichen Leute hier im Forum. Mit derartigem "Kernschrott" drohe der Niedergang der Hobby-Astronomie. Und wenn sie, die Hohen Priester der reinen teleskopischen Lehre im Forum, den Händlern und Einsteigern nicht immer wieder den einzig wahren und richtigen Weg weisen würden, führten solche konstruktiven Abwege bald geradewegs ins Verderben... Aber was sind das für seltsame Anmaßungen? Selbstverständlich dürfen Händler Vereinfachungen anbieten, und Einsteiger, die nicht viel Mühe und Zeit investieren wollen, und womöglich weniger hohe optische Ansprüche haben, sind damit doch vielleicht gar nicht schlecht, manche vielleicht sogar am besten bedient. Ich meine sogar, dass nicht wenige dieser heute angebotenen fest vorjustierten Geräte trotz ihrer arg schlichten Bauweise eine verhältnismäßig ordentliche Bildqualität zeigen. Das kommt doch vielen Leuten entgegen, die sich nicht so viel Zeit und Geld fürs Hobby nehmen wollen oder können. Selbst wenn ihre Optik nicht ganz am möglichen Maximum liegt - na und?

Ich hatte schon ein paar mal die Gelegenheit kurz durch solche Billigkonstruktionen zu blicken. Zwar nur im Vorübergehen und ohne Sterntest, und sicher war das nicht repräsentativ. Aber was ich da bei Tag sehen konnte, habe ich eigentlich als eine durchaus akzeptable Bildqualität bei Nominalvergrößerung in Erinnerung. Selbstredend reizen diese Konstruktionen nicht unbedingt das mit dem jeweiligen Spiegel, bzw. der Öffnung Machbare aus. Sie scheinen mir aber dennoch oft weit besser als das, was früher viele Geräte zeigten, die den hier als unverzichtbar angepriesenen Kriterien voll entsprachen: die also voll justierbar und massiver konstruiert waren, bei denen das aber nicht viel genutzt hat. Weil der Hauptspiegel nur ein komatöser f/4,4 Kugelspiegel war, mit schwacher Randqualität und einem Sehfeld, von dem nur ein winziger Bereich brauchbar war, noch dazu dunkel und kontrastarm, weil mehr schlecht als recht beschichtet... Heute dagegen ist die Spiegelproduktion auch in Massenfertigung so weit optimiert, dass vermutlich selbst ein schlampig justierter Newton noch besser abbilden dürfte, als die volljustierbaren alten Teile. Und deswegen würde es mich nicht wundern, wenn die neumodischen, einfach festjustiert verklebten Newtonspiegel im Fall dieses 150ers zumindest bis 150-fach eine halbwegs passable Bildqualität aufweisen würden, und das reicht für die typschen Einsteigerbelange auch am Planeten doch erstmal völlig aus, oder? Im Übrigen hat es schon immer unjustierbare fest voreingestellte Newtons gegeben, (Astroscan hieß so ein brauchbares Einsteigerteil z.B. mal) das ist also keineswegs eine völlig neue den Anwender verdummende und zwangsläufig unbrauchbare Herstellermasche. Und wieviele haben hier andererseits schon beteuert, wenn das Thema Justageanfälligkeit angesprochen wurde, ein anständig konstruierter Newton, selbst eine Gitterrohrkonstruktion, wäre in dieser Beziehung so stabil, dass man ihn so gut wie nie justieren müßte?

Erfahrungsgemäß ist es doch neben den bei einem fest eingebauten Spiegel ausgeschlossenen Justageproblemen gerade das manchmal langwierige Aufsuchen, dass vielen Anfängern das Hobby verleidet, weil sie sich, wenn sie nichts sehen, nie sicher sein können, ob das an ihrem schlechten Himmel oder eher daran liegt, dass das Teleskop daneben zeigt oder einfach zu lichtschwach ist. Ein korrekt ausgerichtetes Goto kann dagegen sofort zeigen, wie schwach oder möglicherweise unsichtbar das gesuchte Objekt momentan ist, so dass ich dann nicht weiter sinnlos suchen muß und mich einem anderen Objekt zuwenden kann. Und auch mit einem Goto kann man den Himmel mit einer Sternkarte gut kennenlernen.

Es klingt immer so ehrenwert, Anfänger vor angeblich schlimmen Kauf-Fehlern zu "schützen", weil nur so das echte Interesse an der Astronomie zu bewahren wäre - mir scheinen die künstliche Aufregung und das hochnäsige Geläster mehr eine Art Fundamentalopposition und Fraktions-Propaganda. Vermutlich aus Freude am Echauffieren und Hyperventilieren und daran, sich vor Einsteigern als großer und wichtiger Kenner der Materie aufzuspielen. Denn einige dieser angeblich so völlig untauglichen Modelle könnten in Wahrheit womöglich besser die wirklichen Bedürfnisse mancher (nicht aller) Einsteiger bedienen, als es viele Besserwisser und Optimierer höherwertiger Teleskope gerne wahrhaben wollen. Nicht, dass es optisch nicht hochwertiger ginge - aber eben nicht für das Geld, wenn die Vorgabe lautet Goto.

Für ein Budget mit 500-600 Euro hat man bei Neukauf nicht viele Alternativen, wenn es denn Goto sein soll. Dass man dafür nicht alles zugleich haben kann, und zu diesem Preis keine höchstwertige Optik im Paket erwarten kann, dürfte klar sein. Aber dass die enthaltene Kompromiss-Optik einfach nur grottenschlecht und völlig unbrauchbar für einen Einstieg wäre, bloß weil sie nicht justierbar ist, oder eine zu dicke Plastikstpinne hat, halte ich, solange keiner vergleichend durchgeguckt hat, für ein Vorurteil, um nicht zu sagen: ungerechtfertigte Miesmacherei. Vorgebracht von Leuten, die sich darin gefallen, mit ihrem Defätismus die berechtigterweise einfacheren Ansprüche anderer Leute von vornherein und oben herab madig zu machen. Vielleicht ist mancher Einsteiger mit so einer Wahl für den Anfang durchaus zufrieden. Vielleicht nur für eine Weile - vielleicht aber auch für länger. Wer weiß, wieviel er später wirklich aus dem Hobby machen will. Das beste Teleskop ist nicht das, was am besten abbilden kann, sondern was am meisten oder liebsten benutzt wird, egal wie suboptimal es abbildet. Wieviele ach so toll voll justierbare, aber reichlich schwergewichtige Dobsons von sicher weit besserer optischer Qualität mögen dagegen ungenutzt in manchem Keller oder Schuppen lagern.

Man kann dem in Rede stehenden Teleskopangebot vieles vorwerfen - es ist nicht groß weiter ausbaufähig, weil die Montierung ausgelastet ist, man kann es nur in Grenzen tunen - Velours, Wackelstativ tauschen - sonderlich wetterfest wird's auch nicht sein, und die Werbung ist wie üblich viel zu vollmundig usw. Ich würde es einem tiefer interessierten Anfänger auch nicht besonders empfehlen, und vor allem die Nachteile nicht verschweigen, für so jemanden dürfte es bessere Alternativen geben. Aber dass das Konzept optisch unter aller Kanone wäre, komplett unbrauchbar, und für niemanden tauge, sondern stattdessen zwangsläufig das Interesse an Astronomie völlig ruinieren müsse: das glaube ich einfach nicht. Das ist maßlos übertrieben. Wenn es so wäre, dann hätten all die Discounter-Offerten der Hobby-Astronomie längst den Garaus gemacht.

Ich will hier nicht einem sicher fragwürdigen Einsteigerkonzept das Wort reden. Aber aus jedem derartigen Angebot gleich eine Grundsatzdiskussion auf Gedeih und Verderb zu machen, bei der das Wohl und Wehe der gesamten Hobby-Astronomie und die Zukunft des Marktgeschehens auf dem Spiel stehe - das ist doch lächerlicher Bullshit. Und irgendwie auch typisch deutsche Wichtigtuerei, von Helden, die es nötig haben, sich als Weltretter aufzuspielen. Jemandem, der nur gelegentlich und Nebenbei mal in den Himmel gucken will, wird ein fest vorjustiertes und automatisiertes System womöglich mehr Objekte zeigen, als wenn er gezwungen wird, sich mit einem klassischen Dobson auseinanderzusetzen. Und jemand, der sich von Anfang an näher interessiert, wird sich von solchen Angeboten nicht tangieren lasssen, weshalb diese Einsteiger-Geräte in Zukunft auch nie die solideren Konzepte werden verdrängen können, da kann man ganz gelassen bleiben. Der Rest ist reißerisches Geschwätz vom Sturm im Wasserglas.



Gruß,
Mathias

PS: Als Zeiss(!) es vor Jahren wagte, eine neue Mikroskoplinie mit fest eingestellter, d.h. nicht nach Köhler justierbarer Beleuchtung auf den Markt zu bringen, gab es einen Aufschrei des Entsetzens. Zeiss hatte die Anwender befragt, festgestellt, dass viele Kurs- und Labormikroskope im praktischen Einsatz aus Zeitmangel gar nicht groß geköhlert werden (was für optimale Bildqualität eigentlich bei jedem Objektiv/Vergrößerungswechsel zu erfolgen hat) und damit oft mit weit schlechterer Bildqualität benutzt wurden, als möglich. Dementsprechend bot man nun ein Gerät mit fest vorgegebener mittlerer Kompromiss-Einstellung an, wodurch in solchen Fällen und für diesen Anwenderkreis wenigstens eine akzeptable Bildqualität sichergestellt werden sollte, für die keine Justage mehr nötig war. Und? Das hat sich bewährt. Zeiss hat seinen Namen nicht ruiniert. Die Anwender sind nicht um Leistung betrogen worden, oft war das Gegenteil der Fall, wenn die Leute gar nicht gemerkt hatte, wie dejustiert ihre Geräte vorher waren (insbesondere wenn viele Hände daran herumfummeln). Und selbstverständlich gibt es für Puristen oder wirklich höchste Ansprüche vor wie nach auch voll köhlerbare Modelle (mit ordentlichem Aufpreis).
 
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Mathias,

Dein einsames Shitstorm-Lüftchen ist der einzige Shitstorm-Versuch hier und wie üblich von der Sache her von völliger Ahnungslosigkeit zu reichlich aber unverifiziert bis tendeziös angesprochenen Begebenheiten geprägt.

Deine penetrante Dauermission anderen
"Shitstorm, Wichtigtuerei, Reißerisches, Bullshit, Geschwätz".... und so weiter und so weiter,
mit völlig uneffektivem Fachgerede garniert unterjubeln zu müssen dürfte eigentlich nicht nur mich so ganz allmählich fürchterlich ankotzen.

*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
@Mathias

Ich kann ÜBER Deinem Posting keinen "Shitstorm" erkennen, sondern eine sicher emotionale aber doch noch recht fachnahe Diskussion.

Wer sowas schreibt ....


mir scheinen die künstliche Aufregung und das hochnäsige Geläster mehr eine Art Fundamentalopposition und Fraktions-Propaganda. Vermutlich aus Freude am Echauffieren und Hyperventilieren und daran, sich vor Einsteigern als großer und wichtiger Kenner der Materie aufzuspielen


... und abweichende Meinungen als "lächerlicher Bullshit" bezeichnet, sollte ANDERN besser keinen Shitstorm vorwerfen.

nv
 
Hallo zusammen,

was ich nicht verstehe (bzw. verstehen möchte):
Skywatcher hatte immer 2 einfache Newtons in der Art - 130/650 und 150/750. Beide mit 1,25", aber justierbar.
Auf dieser goto-Monti wird der Kleinere auf verdiente 2" ohne große Mehrkosten upgegradet, der Größere bekommt aber ein Downgrade auf Plastik-OAZ und Unjustierbarkeit. Warum bekamen nicht beide dieses nicht gerade teure, aber sehr wertvolle Upgrade? Oder gar der noch kleinere 114/450?

cs
Jürgen
 
Hallo.

Könnte man nicht einfach solche Beiträge von "konfokal" wie oben ignorieren? Der 1. Mai ist vorbei.

Ich berate gerade die Eltern eines 9 Jährigen, der sein Kommunionsgeld in ein Teleskop investieren möchte. Bevor ich gefragt wurde, war auch diese Kombination in der engeren Auswahl, weil im Budget. Es wäre ein - möglicher Weise - fataler Einstieg in das Hobby.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo.

@nachtvogel

ach so, eine "fachnahe" Diskussion war das also, und kein Shitstorm. Dann darf ich die "Fachnähe" sicher mal zusammenfassen:

Newtonhorror, Bananenprodukt, nicht justierbarer Schrott, grottenschlechter Schund, verdient den Namen Newton nicht, eine Ressourcen-vergeudende, fehlentwickelte Marketing-Mogelpackung. Eine, wie Du selber "fachnah" urteiltest, grenzdebile Gerätschaft, die einem die Sicherung aus der Fassung knallt, bestenfalls tauglich als Filmrequisite. Ein absoluter Tiefpunkt der Chinaware, eine erschreckende und sofort im Müll zu entsorgende verkaufsgetriggerte Wirrung im Einsteigersegment....

Und diese zweifellos "fachnahen" Urteile stammen so gut wie ausnahmslos von Leuten, die noch nicht mal durchgeguckt haben. Wow. Die können das anscheinend alle rein vom Schreibtisch aus durch ihren Monitor riechen. Denn bei einem nichtjustierbaren Newton ist, wie Du meintest, schließlich die "Grundfunktionalität" nicht gegeben, folglich jeder Test von vornherein überflüssig.

Was bitte ist das anderes als ein apodiktisches Vorurteil, getroffen ohne jede konkrete Erfahrung mit dem Gerät? Wenn der Hauptspiegel ab Werk einigermaßen justiert und gut fixiert eingeklebt sein sollte, muß das überhaupt kein schlechtes Bild bedeuten. Wenn ein volljustierbarer HS dagegegen aus Unkenntnis unabsichtlich voll verdreht ist... und wer hat genau diesen Fall bei Anfängern noch nicht erlebt? Und wenn man bei Skywatcher nun festgestellt hat, dass die Toleranz mit dieser fixen, einfachen und billigeren Kunststoffzelle bis zur Nominalvergrößerung (und womöglich auch noch etwas darüber hinaus) völlig ausreichend ist, was in drei Kuckucks Namen ist daran so schlecht, das vom Werk aus fest einzustellen und die Justierbarkeit wegzulassen?

Auch bei meinem Vixen 110L Mak waren die HS-Justierschrauben bewußt nicht nur schwer zugänglich und tief verdeckt angebracht, sondern ab Werk auch noch verklebt. Und das bei einem System, das noch viel justierempfindlicher auf Abweichungen reagiert. (Gerade WEIL man bei Vixen nicht zu Unrecht fürchtete, die Anwender bekämen sonst nur Probleme mit der hier schwierigeren Justage). Ein f/5 Newton dagegen verhält sich bei leichter Dejustage demgegenüber geradezu gutmütig. Außerdem, nur zur Erinnerung: der Fangspiegel dieses Modelle ist justierbar. Und ist ein 1,25" Plastikauszug etwa das Übel schlechthin? Das Ding will doch kein Foto-Newton sein, und mit 25-26mm Okularbrennweite bei F/5 mit 60° SSW und AP 5 ist für Normalanwender unter mitteleuropäischem Himmel eh meist die vernünftige Grenze des Sichtbaren erreicht.


@robert
Ein "möglicherweise fataler" Einstieg ins Hobby, soso. Ein Plastikauszug samt unjustierbarer Kunststoffhauptspiegelzelle und billigem 1,25" OAZ löst bei Einsteigern schwerste Traumata aus und verdirbt alles astronmische Interesse auf Lebenszeit??? Ja was, willst Du einem 9-Jährigen mit Spaß an Technik vielleicht einen 20kg Dobson empfehlen, Hauptsache zukunftssicher und voll justierbar? Was noch, soll er am besten den Spiegel von Hand selber schleifen, damit er auch ja alles von der Pieke auf lernt? Und klar, ohne 2" Okulare, da geht ja heute gar nichts mehr, ohne die kriegt man kranke Augen,und warum eigentlich nicht gleich ein 3" OAZ für die später kommende DSLR... Führen die absoluten Maßstäbe, die manche hier für Einsteigergeräte anlegen wollen, umgekehrt garantiert nie zu einem "möglicherweise fatalen" Einstieg ins Hobby? Wieviele der gern empfohlenen volljustierbaren, und damit leider auch voll-dejustierbaren, manuellen Dobsontrümmer mögen ein Garagendasein fristen?

Leute, Leute, bleibt doch mal am Boden. Dieses Einsteigermodell mit einer Öffnung, die man auch aus der Stadt heraus noch nutzen kann, legt den Schwerpunkt auf eine "kinder"-leichte Handhabung, es hat Goto, Nachführung, kann vom PC angesteuert werden, und es hat sogar eingebaute Encoder. Warum soll das partout keinem Anfänger großen Spass machen dürfen??? Ich weiß es zwar nicht, aber ich könnte wetten, dass die Optik bis 150fach durchaus tauglich ist und vielleicht auch darüber hinaus. Dann wäre sie sogar besser als Vieles, mit dem einige hier seinerzeit angefangen haben. Was also, zum Kuckuck, ist an diesem Teil so verwerflich? Warum muß es für einige als Prügelknabe herhalten? Um sich zu profilieren? Und wofür eigentlich? Da kann einem schon der leise Verdacht kommen, dass sich hier unterschwellig anderweitiger Frustrationsstau entlädt...

Wie auch immer. Wenn das Konzept einigermaßen gut umgesetzt ist, könnte ich mir durchaus viele Leute vorstellen, die genau mit so einem unkompliziert bedienbaren Gerät viel Freude haben werden und damit zum ersten mal Dinge live am Himmel verfolgen können, die ihnen vorher verborgen waren und denen sie mit einem Dobson, der Übung verlangt, mehr schlecht als recht hinterherkämen, wenn überhaupt. Und wenn es um Interesse wecken geht, und darum, das möglichst auch andere mal schnell ein Teleskop anfassen und dabei durchgucken wollen: welches Gerät ist wohl partytauglicher? Ein vielleicht nicht ultimativ brilliantes, aber dafür automatisch nachgeführtes System, das seine Position dank Encodern hält, oder ein von Hand blitzschnell bei kleinster falscher Berührung sich kontraintuitiv verstellendes Superduperoptik-Teil? Und was macht mehr Freude, und weckt möglicherweise mehr Neugier, als seine Beobachtungen mit anderen, mit Kindern, Familie oder Freunden zu teilen?

Gruß,
Mathias
 
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Hi Mathias
Zitat von konfokal:
selbst ein 'Big Boss oder Mega Star mit chronisch verkippter Shapley kann irgendwie Spass machen - wenn man nichts anderes kennt. Und fast jeder hier hat mit 0,96" angefangen - falls man so wirklich Geld hatte sogar mit Kellnern, anstatt Huygens. Von Orthos durfte man träumen, eben so von diesen Plösseln mit dem Großfelderlebnis. ...
Zeiten ändern sich nunmal. Und bei diesem Produkt - ohne dass es zumindst maßgeblich billiger wurde - wurde alles weggespart, was irgendwie auch nur ansatzweise oder eben essentiell wichtig wäre. Dass der Spiegel noch parabolisiert wurde (hoffe ich zumindest) ist eigentlich noch das einzig Gute.
Fürs gleiche Geld hätte man eben ein 'bewährtes' Teleskop auf die Wackelmonti schnallen können, oder für (inkl. Marge) knapp 18Euro teureres, das sich egal für wlchen Zweck entweder optimieren oder umfunktionieren liesse.
Vielleicht sollten die Marketingfuzzis einfach mal auf die Idee kommen, selbst billige Teleskope mit einem ebenso billigen 2" OAZ auszustatten. Neben den üblichen RK Beilagenokularen gibt es dann Leihweise ein eigentlich ebenso billiges 2" Erfle im Paket. etc. pp.

cs
Jütgen
 
Hallo Matthias,


Zitat von nachtvogel:
Der Hauptspiegel war bei diesem Gerät irgendwie festgekleistert und hat sich sichtbar (!!!!) beim Drehen des Teleskop bewegt - war wohl die Heisklebepistole noch zu kalt, oder?

Der Okularauszug war qualitativ noch locker unter dem Plastikgedöns am guten alten Lidl-Refraktor. Mit dem bloßen Auge schon als nicht senkrecht stehend zu erkennen!


Ich frage mich immer noch WIE diese Konstruktion bei der Montage ÜBERHAUPT justiert werden soll oder werden kann? Ich wette die stecken das Teil mit Kleber dran zusammen, die Justage ist dann halt so wie sie ist.

Oder glaubst Du da sitzt einer und stapelt Endmaße unter den HS während er den einklebt?

Oder der mit dem HS verklebte Plastikdeckel wird auf der optischen Bank am Tubus ausgerichtet und montiert?

Ich wette das Teleskop wird nicht justiert weil es gar nicht justiert werden kann - weder bei der Montage noch später.


Dazu würde ich gerne mal sehen wie sich der mit dem Plastikteil verklebte Spiegel je nach Temperatur verhält. Oder ob es an Temperaturschwankungen liegt daß er sich wie in oben geschildertem Fall einfach löst und sich bewegt...?


Leute, Leute, bleibt doch mal am Boden. Dieses Einsteigermodell mit einer Öffnung, die man auch aus der Stadt heraus noch nutzen kann, legt den Schwerpunkt auf eine "kinder"-leichte Handhabung, es hat Goto, Nachführung, kann vom PC angesteuert werden, und es hat sogar eingebaute Encoder. Warum soll das partout keinem Anfänger großen Spass machen dürfen??? Ich weiß es zwar nicht, aber ich könnte wetten, dass die Optik bis 150fach durchaus tauglich ist und vielleicht auch darüber hinaus. Dann wäre sie sogar besser als Vieles, mit dem einige hier seinerzeit angefangen haben.


Dieses Teleskop DARF Spaß machen - die Frage ist wie lange und ob es das tut. Ich hab dieses Jahr beim Kauf von Teleskopen mit schlechten Ruf schon zu viel Optikschrott erstanden und lasse gerne anderen den Vortritt beim Test(kaufen). ;)

Was also, zum Kuckuck, ist an diesem Teil so verwerflich? Warum muß es für einige als Prügelknabe herhalten? Um sich zu profilieren? Und wofür eigentlich? Da kann einem schon der leise Verdacht kommen, dass sich hier unterschwellig anderweitiger Frustrationsstau entlädt...


Es geht nicht um dieses eine spezielle Gerät sondern um die teilweise lächerlich schlechte bis dreiste Ausführung von immer mehr Geräten. Bei mir und in meinem Bekanntenkreis existieren einige Trümmer die wirklich übel abbilden und bei einigen den Ausstieg ins Hobby ;) bedeutet haben. Dabei sind Newtons, Refraktoren, ein Maksutov-Newton, ein Maksutov, diverse Ferngläser, Okulare usw...quer durch alle Preisklassen.


Was also, zum Kuckuck, ist an unserer Kritik so verwerflich?

Und warum muß die Fraktion für Dich als Prügelknabe herhalten? Um Dich zu profilieren? Und wofür eigentlich?


Viele Grüße Felix
 
Hallo Mathias,
Du bleibst mal wieder Deiner Polemik treu. Eigentlich schade, weil ich bis jetzt dachte, Deine destruktive Art und Weise der Beteiligung am Meinungsaustausch in persönlicher kognitiver Dissonanz bestimmten Forumsteilnehmern gegenüber begründet wäre und Du darüber hinaus sachlichem Meinungsaustausch offen gegenüber stündest. Dem ist wohl nicht so, was ich - Dir durchaus Wissen und Kompetenz zutrauend - bedaure.
Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo Jürgen,

ich versuchs mal aber nagle mich nicht auf 100% sachlich richtig fest.

Zunächst mal ist es heute so, dass Synta (Herr Chen) Skywatcher und Chelestron vereinigt und Long Pern ist auch Verwandschaft, da gibts alles was 2 x China an Astrozubehör kann oder will mit der kleinen unabhängigen Ausnahme GSO.

Die 114/500er (450er) gibts schon ewig von Chelestron und dazu auch 114/1000er Kathadiopter. Beide mit 1 1/4" OAZ.
Auf günstigem Einsteiger-GoTo gab es zunächst Meade und dann eben Chelestron als NexStar GT und da wurde zunächst als Newton nur der 114/1000er Katahdiopter angeboten, also das Ding mit kurzbrennweitigen Kugelspiegel der nur mit dem Korrekturelemt im OAZ zu gebrauchen ist.

Dieses System ist ein schönes Beispiel für etwas das sehr gut funktionieren kann, wenn die Qualität stimmt.
Die stimmte leider bei diesen Teilen über die Serie nie, da das schlicht nicht innerhalb des Preisgefüges zu machen war.
Es soll ein solches Gerät aus japanischer Herstellung geben/gegeben haben welches sehr gut war, ich habe es nie gesehen.
Dennoch, das System kathadioptrischer Newton an sich ist gut, die Ausführung war eben mangelhaft und es kam hinzu, dass die Justage sehr schwierig war (barlowed Laser kam lange nach den Teilen auf und soll passabel funktionieren).

Das leitet direkt zum System nicht justierbarer Newton über und das ist nun mal Schrott, Müll, maximal Spielzeug und wer das nicht begreifen will soll es lassen.
Ein nicht justierbarer Newton verdient den Namen nicht, er ist einer grundsätzlich erforderlichen Funktion beraubt und kann nicht langfristig im transportablen Hobbybetrieb bestimmungsgemäß funktionieren.


Nun gut es kam dann irgendwann noch als größter Newton auf NexStar GT der 130/650er, ein "normaler" F/5 Newton für den 1 1/4" Zubehör beigelegt wurde und der auch definitiv als Gerät mit 1 1/4" Möglichkeit beworben wurde. Damals kam 2" Zubehör gerade erst richtig in Schwung, man hatte teilweise noch 0,96er Okularadapter als Beilage.
In einem Forum fiel dann anlässlich von Diskussion und Bildern auf, dass der OAZ des 130/650er Chelestron Newtons auf der GoTo ein relativ fettes Ding war. Tatsächlich war der OAZ mittels Adaptern kleiner gemacht und voll 2" fähig. Eine Praxsis die auch im Übergang von 0,96 auf 1 1/4" immer wieder mal vorkam. Man muss das nicht verstehen.
Wahrscheinlich war/ist es schlicht chinesisches Teilepuzzle nach dem Motto was haben wir, was passt...okay das nehmen wir!
Dieser GoTo Newton hatte lange Zeit nichts gemein mit den sonstigen kleinen Synta Newtons die meist noch auf 1 1/4" beschränkt waren und die Händler haben damals recht zögerlich die 2" fähigkeit des 130er Nexstar GT in ihre Bewerbung einfließen lassen, weil die Vorgabe des Herstellers anders war und Kunden ja viel erzählen können.
Dann kam die digitale Fotografie ins Spiel und 2" wurde auch in der 6" Klasse gebracht, schließlich auch z.B. beim 130er PDS. Nun sind wir in der Neuzeit angekommen. :/
Den 130er Sonderling auf GoTo gibts trotzdem noch, Skywacher hin, Chelestron her und die 150er auf GoTo sind auch irgendwie Sonderlinge.
Sie kamen eine ganze Ecke später als die kleineren Brüder und man sieht auch an den Montierungen leichte Änderungen, mag sein, sie sind etwas stabiler. Dennoch traut man sich da wohl nur, sehr leichte Newtons aufzusatteln.
Mag sein, dass mangelnde Stabilität der ganzen GoTo Reihe mit funtkionstüchtigen Newtons darauf zu der Spielzeugidee führte, auf tragende Metallteile, Spiegelzellen, Justiereinrichtungen, 2" Auslegung zu verzichten.

Es mag aber bitte nicht sein, dass wir das so hinnehmen und den bezahlbaren und funktionierenden Einsteiger-/Kleinnewton stillschweigend beerdigen.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Günther, Sven

Ich habe keine Ahnung wieviele von diesen Teleskopen wirklich verkauft werden, wir haben bisweilen noch keines verkauft, uns würde es nicht wehtun es rauszunehmen ...wenn ich ganz ehrlich bin habe ich das noch nie in den Fingern gehabt und kann gar nichts dazu sagen...vielleicht ist es so schlecht wie Ihr sagt , vielleicht auch nicht, ich werde es jetzt sicherlich nicht bestellen um das festzustellen.
Werfe ich dieses nun raus muss ich einiges andere mit rauswerfen, ist ein Heritage etwa besser ?
Ist ein Skywatcher Astrolux 76 mm Newton Teleskop brauchbarer ?
Kann man mit einem Skywatcher - Explorer-130 EQ-2 Newton Reflektor auf dieser Wackelmontierung höher als 20 Fach vergrößern ? Kann ich mit einem Skywatcher - Refraktor Teleskop Startravel-80 mit Tischmontierung 3.1" tatsächlich scharfstellen oder verzittert mir diese Montierung alles ?

Ich könnte jetzt durch alle Marken hüpfen die Billigteleskope anbieten und dir etliche nennen die garantiert noch viel weniger Zeigen als jenes in dieser Diskussion.

Verlangt Ihr Konsequenz von den Händlern, dann müssten wir alle diese Billigheimer aus dem Programm werfen.

Aber was passiert dann ? Quelle, Aldi, Lidel hauen diese raus und verkaufen diese Garantiert.....

Was passiert danach ? Falls einer dieser Käufer einen Astrohändler findet kommt er zu ihm und hofft auf Hilfe , der Astrohändler der das Geschäft abgelehnt hat soll sich dann mit dem Kunden abgeben, der gerade ausreichend Geld hatte den Schott bei Aldi zu kaufen.

Nein der Kunde wird nicht zum zukünftigen Kunden denn sein Geld reichte gerade für den Aldipreis.

Wir können uns natürlich zum Samariter machen und all diese Aldi und Lidl Kunden bekehren une denen helfen, aber wer bezahlt dann unsere Angestellten ? Mit der kostenlose Hilfe und kostenlosen Beratung sind keine Löhne zu zahlbar.

Ich verstehe beide seiten, jedoch eines verstehe ich nicht :

Immer wieder und wieder fordert Ihr den Händler auf seiner Pflicht nachzukommen.

Nie jedoch fordert Ihr den Käufer seiner Pflicht nachzukommen, dem Käufer wird alles verziehen. Der Käufer hat jedoch genauso eine Pflicht zu erfüllen, seine Pflicht sich zu Informieren.

Dummheit schützt vor Strafe nicht
 
hallo Markus,

ich weiß nicht welchem Automatismus du deinen Webshop da überantwortest, bei uns werden Produkte händisch aufgenommen und beschrieben, editiert und bei Bedarf auch rausgenommen. Ist ne Sch... Arbeit, wir sind immer hinterher mit allem, aber wir machen das so.

Wenn du mit einstimmst im "Kampf gegen die unbesiegbare Macht" und diese Produkte entsprechend beschreibst, dann werden die Kunden bald wissen wo sie die bessere Beratung bekommen. Das funktioniert bei uns ziemlich gut! :cool:

Allerdings: "In der Firma müsste sich ein Team bilden das alle Produkte kennt".



Zur Diskussion - der Kunde sollte zumindest informiert werden wenn das Produkt nicht dem allgemein üblichen Standard entspricht. Also ein Auto ohne Motor oder mit nur einem Gang zB.

Im Ostblock ist vielen ziemlich egal ob da Justierschrauben dran sind, es wird eben modifiziert bis das Ding funzt wie gewünscht. Hauptsache ist da: billig. Auch bei uns gibts bastelfreudige Amateure die sich nicht abschrecken lassen. Wichtig ist aber, dass die Info ehrlich ist und stimmt.

lg Tommy
 
Günther

leider muss ich dir widersprechen, du schreibst

Es mag aber bitte nicht sein, dass wir das so hinnehmen und den bezahlbaren und funktionierenden Einsteiger-/Kleinnewton stillschweigend beerdigen.

Der bezahlbare und funktionierende Einsteiger Newton war zum Beispiel die TAL Serie. Die TAL Serie mit hervorragender Optik und Mechanik wurde von den Amateurastronomen beerdigt, weil Sie eben nicht über den ganzen Eelektro-Goto-schnick-schnack verfügte.
Die Kunden von heute die I-Phone Gesellschaft fordert keine justierbare Qualität, nein Sie fordert ein Teleskop das mit Ihrem I-Phone gesteuert werden kann , egal was das Bild zeigt

Qualität wird durch Nichtkauf abgestraft , weil andere etwas ähnliches, viel schlechteres viel billiger anbieten und gut verkaufen.

 
Hallo Markus,

überspitzt und nicht ganz fair, aber trotzdem Frage ich Dich, weil du m.E. auch mit meinem Anliegen nicht fair umgehst:

Muss ein Kunde, der überwältigt von einem Besuch der Sternwarte oder vom Tag der offenen Tür bei Sven oder von einem Bericht in einem Naturmagazin ein Teleskop kaufen möchte bevor er von der Werbung inspiriert online bei Dir das

Skywatcher Teleskop N 150/750 AZ SynScan GoTo Star Discovery


bestellt und runde 500 Euro dafür überweist sich wirklich klar darüber sein, dass Du nicht weißt, dass Du Schrott verkaufst?

Du besorgst es, denn es ist ja bezahlt, das geht schnell.
Was tust Du noch? Schaust Du ob es ihm taugt, taugen kann?

Muss er wissen, daß das was er sieht deutlich unter den Möglichkeiten eines Teleskops in ordentlichem, sachgerechten Zustand bleibt und im üblichen Gebrauch sehr schnell immer weiter und irreparabel, unumkehrbar abfällt?

Muss er wissen, dass 500 Euro zu wenig ist, obwohl er zuvor eventuell den 100 bis 200 Euro Angeboten bwusst aus dem Weg ging und sich ins (für ihn) mittlere Preissegment begab?

Wer muss überhaupt wissen, was preislich angemessen ist und wie soll er das erfahren? Schaltest Du in Deine Werbung einen Link auf Astroforen mit dem Hinweis zur Weiterbildung vor dem Kauf?

Denkst Du, dess es dem "Geiz ist geil" Typen genau recht geschieht, wenn er nicht mal begreift dass er Schrott gekauft hat und die Rückgabefrist verpasst?

Ach nein, Du weißt ja gar nicht.......!

Markus, nee bitte, Aufwachen!

Wir sehen uns, ganz friedlich und freundlich auf der ATT.
Die 100° Okulare von Lunt (und vieles andere mehr) sind kein Schrott, das wissen wir Beide.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Markus,


diese Artikel direkt aus dem Sortiment zu werfen kann keiner verlangen, also warum nicht das Beispiel von Teleskop Austria aufgreifen und einen Hinweis anfügen? Es muß ja nicht soo hart formuliert sein daß es die Kunden verschreckt und sicher muß man auch nicht jedes 50-Euro Teleskop oder jedes 5-Euro Teil sezieren und analysieren. Aber ein f5 oder f4 Newton ohne Justagemöglichkeit der je nach Paket einige hundert Euro kostet birgt viel Frustpotential.

Zitat von tommy_nawratil:

Ich persönlich finde das aus Händler- und Kundensicht auf den Punkt gebracht.


Viele Grüße Felix
 
Hi Tommy

1, wir sprechen von Newton Teleskopen und nicht von Catadioptrischen Systemen

2, war dies keines der alten guten Modellen

also lassen wir das aussen vor

Ich habe in den Neunziger wöchentlich Tonnen von TAL Kisten geschleppt und der Postbote ebenfalls, bis die China Flut diese körperliche Arbeit ablöste und durch das ersetzte was heute entsetzen unter Kennern hervorruft.

Gings es nach mir, würde vieles vom Markt verschwinden, aber es geht nicht nach mir, es geht nach den Gesetzen der Marktwirtschaft > Der Kunde ist König, der Kunde bestimmt was gekauft wird und was nicht > TAL zählt nicht mehr dazu :-(
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Robert,

Beiträge wie von "Konfokal" ignorieren: man sollte immer differenzieren. Manches halte ich für ausgesprochen lobenswert und man sollte an diesem Punkt auch weiterarbeiten, weiter sammeln, zusammentragen.

Ich finde das klasse, daß Mathias in seinem ersten längeren Beitrag hier in der Diskussion daran erinnert, daß es mit den "Astroscan"-Geräten seinerzeit bereits anfing, was wir hier zurecht begründet anmerken. Man sollte weiter markthistorisch sammeln, um eine fundierte Gesamtschau kleiner Änderungen, der Veränderung der Modellpalette über die Jahre zusammenzutragen, so daß das marktgestalterische Paradigma ("Verschlimmbesserung", Marketing statt Leistung) Stück für Stück klar zu Tage tritt und jedem Ratsuchenden als zeitgeschichtlicher Hintergrund präsentiert werden kann. Ich begrüße dies in vollem Umfang.

Sein Ausflug in die damaligen Geschäftsgebaren der Mikroskopie-Vermarktung von Zeiss weist auf dasselbe Paradigma hin: Marktdifferenzierung dergestalt, daß die Masse einfacher Anwender ein immerhin mittelmäßig brauchbares Vergrößerungsgerät vorgesetzt bekam (mit Einsparungen seitens des Herstellers und ohne Verbesserungsfähigkeit für die Endnutzer, auch die beflisseren von ihnen), und das mengenmäßig kleine Klientel der Profi-Nutzer, welches nun Aufpreis für die bisher als Serie bekannte Köhlersche Beleuchtung zu leisten hatte (und damit mehr Gewinn für den Hersteller). Was der Hersteller da gemacht hat, ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht clever und gewinnmaximierend, die Aufschreie der Nutzer sind ebenso verständlich. Offenbar war nicht viel ernstzunehmende Konkurrenz am Markt...

Ansonsten ist mehr oder weniger alles definitiv daneben, keine Ahnung, wie das sein kann.

Er fragt, "Zwischenfagen, wenn es erlaubt ist", wer mag die Erlaubnis entzogen haben können? Darüber kann nur Mathias uns aufklären.

Er spricht von einem "Shitstorm" Wikipedia.de - Shitstorm , Wikipedia zitierrt hier auch den Duden, und ich kann beim besten Willen weder erkennen, was lawinenartig geschieht, wo die aggressiven Tendenzen sich auf eine Person verdichten, noch wo der persönlich herabsetzende Aspekt stecken soll (Schmähkritik - siehe z. B. Wikipedia, Teil eines "Shitstorms"). Ich sehe hier die Regeln des diskursiven Umgangs voll gewahrt, keine Eskalation. Wir haben also keinen "Shitstorm", Mathias liegt hier also nachweislich falsch.

"Gegenseitig überbieten" - kann ich auch nicht erkennen. Wir haben gerade mal angefangen, das Thema Marketing gegen den Anwender zu streifen, hier ist noch viel Entwicklung und differenzierte Auseinandersetzung zu leisten, bevor man von einer halbwegs umfassenden Gesamtschau der Entwicklung sprechen kann.

Mathias meint, daß nur der Blick durch das marktgängig angebotene Gerät erfahrenen Sternfreunden eine Einschätzung zuließe. Er geht offenbar davon aus, daß erfahrene Sternfreunde nicht wüßten, wie die Abbildung und Performanz eines (z. B. neugebauten, transport-)dejustierten Gerätes aussähe. Ich weiß auch nicht, wie Mathias darauf kommt, vielleicht kennt er sich selbst mit Newtons und Justage nicht so aus? Jeder halbwegs erfahrene Kollege weiß doch an Polaris noch während der Auskühlphase, wie weit ungefähr alles danebenliegt.

Mathias fragt, "Wieviele Einsteiger nutzen ihren Newton, ohne den überhaupt jemals justiert zu haben?" - da möchte ich gegenfragen: und nach dem ersten Treffen mit einem Erfahreren, wievielen von den Einsteigern gehen dann die Augen auf bei frisch justiertem Gerät? Wieviele besorgen sich dann Justiergerät?

Mathias fragt indirekt, an welchen kontruktiven Maßstäben ein absolutes Einsteigermodell zu messen sei. Nunja, ich persönlich würde hier entgegnen: Voll funktionstüchtig, kein Einstieg zum Ausstieg. Und wenn es mit der vollen Funktionstüchtigkeit nicht so weit her ist, haben wir kein Einsteigermodell vor Augen. So einfach ist das.

Mathias fragt, ob ein Einsteiger optische Ansprüche haben dürfe, die eine Nummer kleiner sind, als das absolut mögliche Maximum. Ich möchte hier jawollja antworten, es geht mir ja auch so. Lediglich bis 12 und 18 Zoll habe ich persönlich mit brauchbaren Strehls zur Verfügung, keine definitiven 99+x% Strehl, das kann ich mir einfach nicht leisten, und richtig Einsteiger bin ich nach - je nach Zählweise 14 - 40 Jahren so nicht mehr wirklich, glaube ich.

Weitere Fragen stellt er, ob Goto, Nachführung nicht als Vorteile gesehen werden können, ob das Bedürfnis nach Nichtjustiernötigkeit und Bequemlichkeit nicht legitim bis verständlich seien. Auch hier mag ich klar JA antworten, man muß dann halt nur Gerät nach den Regeln der Kunst anbieten, und das wird aufwendig und teuer. Möglich ist da alles, aber wir würden so manchen Kostenrahmen sprengen. Ansonsten ist es eine dezente Unehrlichkeit in der Bewerbung, noch etwas schärfer neben den Fakten für den Unwissenden.

Mathias' Einschätzung der Auswirkung von Dejustage liegt völlig neben der Realität, hier kann ich keinesfalls mehr folgen. Wer weiß, wie Kontrasteinbruch und Auflösungsverlust aussieht, kann hier nur Kopfschütteln. Eine leichte Dejustage kommt mir (an N-f/6 und schneller) vor wie ein kleineres Gerät mit halber Öffnung, bloß heller und aufgeblähter, ein ganz und gar unerfreuliches Bild. Wenn das das Ziel ist, möge der Hersteller überlegen, eine andere, solide nach den Regeln der Kunst gefertigte Primäroptik mit dann geringerer Apertur anbieten. Dann ist die Montierung auch nicht "ausgelastet", was schon eine sehr grenzwertige Werbeauslegung ist.

Mathias fragt u. a. ob Hersteller irgendetwas letzlich zwar deutlich suboptimales anbieten dürften und ob Kunden dies denn auch kaufen dürften. Das ist eine Frage wie nach ein Luftballon, gebraucht, intakt, nur 200 Euro. Ich glaube, das darf jemand anbieten und es darf auch jemand das so kaufen. Ist zwar seltsam, aber nicht ungesetzlich. Ob es nachhaltig und klug ist?

Ich kann der Lesart "konfokal"s nicht folgen: es gibt kein "Kollektiv", es sind nicht die "immergleichen Leute", von Niedergang der Hobby-Astronomie schreibt lediglich Mathias. Ich sehe eine faktenbasierte, differenzierte Betrachtung und Bewertung der Marktentwicklung über Jahre, die unter anderem aktuell diesen problematischen Fall hier produzierte. Das ist der Anlaß, nicht mehr und nicht weniger.

Mathias schreibt, er habe "...im Vorübergehen...", "ohne Sterntest und sicher [war das] nicht repräsentativ...", "bei Tag" [und] "Nominalvergrößerung" ... "durchaus akzeptable Bildqualität..." "in Erinnerung." Jetzt fehlen mir fast die Worte, was ich da noch zu sagen soll. Tagbeobachtung am Newton ist schon mal die eine Sache (AP, Fangspiegelschatten), im vorübergehen nichtrepräsentative Blicke zu leisten... Kurzum: hier disqualifiziert sich vor den Bedingungen einer differenzierten Einschätzung der Autor vollkommen. Im Folgenden nennt er bekannt problematische f/4,4-[Newton-]Kugelspiegel "komatös", vermutlich meint er deren sphärische Abberation gegenüber Paraboloiden nach den Regeln der Kunst gefertigt, auch dies ein Hinweis auf seine Wissensbasis, Differenziertheit und beobachterische Aufmerksamkeit und Feinsichtigkeit. Möge das der Leser bewerten und entscheiden.

So geht es leider weiter: "Und deswegen würde es mich nicht wundern, wenn die neumodischen, einfach festjustiert verklebten Newtonspiegel im Fall dieses 150ers zumindest bis 150-fach eine halbwegs passable Bildqualität aufweisen würden, und das reicht für die typschen Einsteigerbelange auch am Planeten doch erstmal völlig aus, oder?" Oh nein, Mathias, festjustiert verklebt auf Plasik ist schonmal eine thermisch-spannungsinduzierende Katastrophe, und halbwegs passable Bildqualität für Hochvergrößerung bedarf perfekter Justage, schlecht genug ist sowieso schon genug: Flächenqualität der beteiligten Flächen, Justierzustand von Apertur bis Okularende, thermische Beherrschung des Geräts, der Umgebung, des Seeings vor Ort, des Seeings in der Hochatmosphäre.

Die von Mathias dann angesprochenen justierunanfälligen Gitterkonstruktionen von Newtons finden ihre Ursache in der Verwendung geeigneter Materialien in geeigneter Stärkte an geeigneten Stellen. Hier paßt einfach alles, dann ist das so (bis auf die Wärmeausdehung - man müßte schon Zerodurspiegel in Invar-Konstruktion, kompensierende Konstruktion oder das faserrichtige Carbon einsetzen, um auch das zu bekommen - Auskühlphase bleibt aber trotzdem noch). Beim angesprochenen Gerät paßt eigentlich nichts, scheint mir: zu dünnwandiger Tubus (OAZ verkippt), falsche Spinnen- und FS-Halterkonstruktion, ungeeignetes OAZ-Material. Das hab ich neulich selbst erleben können bei zwei Geräten: nachdem der Weichmacher aus dem Plastik nach Jahren entfleuchte, entzahnte sich die Zahnstange - im sehr zähen jahrealten China-honig-Möchtegernfett. Das sind Teleskopmodelle mit Ablaufdatum, so ist die Darstellung korrekt und so müßte die Bewerbung sein.

"Hier ein 150er Newton f/5, mit Goto und Nachführung. Justieren brauchen Sie den nicht, nutzen Sie voll zu erwartene 30-50% Leistung (Kontrast, Auflösung). Der OAZ ist für gewichtsmäßig leichte Okulare optimiert, nach 8-12 Jahren ist bei normaler Zimmerlagerung der Weichmacher aus den hochwertigen Kunststoffen ausgegast, dann sehr vorsichtig mit den spröde gewordenen Teilen umgehen.

Daß Justageschrauben am FS offenbar keine Rändel sein können, daß an größeren Newtons unten die Konterschrauben 60 Grad versetzt zu den Einstellschrauben jede Justage konterkarieren, solch Kleinikeiten nerven ja nur, genauso wie die filterschieberfeinliche Spinnenanbringung. Es fängt bei den zu engen zu kurzen und zu dünnwandigen suboptimal geschwärzten Tuben an, hört mit den zu tief gesetzten Sucherhaltern nicht auf und findet sein Ende noch nicht bei den lächerlichen Pustequirlen ohne Abdeckung, die einen stehenden Wirbel rund um die HS-Mitte produzieren, statt laminar strömend saugend durchs Rohr den Spiegel kühlen und die Strömung beruhigen und schon früher höhere Vergrößerung zuzulassen. Alles seit Jahren bekannt und kommuniziert.

Mathias irrt weiter, wenn er glaubt, daß ein korrektes Goto dem Anfänger schnell zeigen könne, ob denn ein schwaches Objekt nun nicht zu sehen sei oder doch. Es kommt gerade bei schwachen Objekten neben den örtlichen Bedingungen und optimaler Wahl von Austrittspupille bzw. Vergrößerung (und evtl. Befilterung) auf die Justage an, gerade bei PNs und Galaxien(kernen - hier nicht Befilterung).

Bei dem diskutierten Gerät fehlt nicht nur die HS-Justagemöglichkeit, auch ist die thermische Verspannung am HS vorprogrammiert, weiter ist die Auskühlzeit durch untere Dichtheit und Unmöglichkeit von aktiver Belüftung künstlich verlängert.

Was Mathias unter "künstliche Aufregung" und "hochnäsige[m]s Geläster" versteht, kann ich nicht sehen, ich sehe differenzierte sachbezogene Argumentation und nachvollziehbar plausible Pointiertheit. Wer sich hier echauffiert und hyperventiliert: ich sehe es eher bei dem Autor der Vorwürfe, der Leser wird sich sein Urteil bilden.

Was mag heute ein Goto kosten? Wobei: ist das die wesentliche Frage? Wann macht es das nächste Schwellenland genauso, bloß mit weniger Gewinnspanne, also für den Käufer niederpreisiger, aus China wird ja schon verlagert. Wann sind Bastlerlösungen so leicht verfügbar und flexibel, daß es keinen wirklich kümmern kann? Ich kenn da schon einen Schrittmotor-Atmel-Bastler, der mit Programm-Bibliotheken und Datenbanken hantiert...

"Von oben herab madig machen" heißt es bei Mathias im folgenden, da frage ich mich, was er mit oben meint, was mit herab und was mit madig machen. Kollegen aus der Praxis teilen differenziert ihre Erfahrungen und geben nachvollziehbar plausibel Bewertungen ab. Daß Mathias das so unsachlich, polemisierend, ja vielleicht schon eskalativ darstellt, wirft ein klares Licht auf seine Motivationslage und Zielsetzung. Beide sind weit von dem entfernt, was ich als Sternfreund mir für Kollegen wünschen würde, was ein Einsteiger bestimmt nicht als Ratgeber brauchen kann.

Warum Mathias glaubt, das Gerät sei nicht wetterfest, erschließt sich mir nicht. Die Werbung dafür stellt er als "wie üblich zu vollmundig" dar. Er findet es also nicht schlimm, daß Werbung an der Grenze zur Unwahrheit stattfindet. Ich finde beides schlimm: sowohl solche Werbung - egal für was, also auch Leute, die das nicht schlimm finden. Sich für Weichgespültes einzusetzen und verharmlosend zu tolerieren öffnet übergreifender Abgestumpftheit und Undifferenziertheit Tor und Tür. Ich möchte nicht in solch einer Welt leben. Der Leser mag hier in sich gehen und entscheiden.

Mathias würde das Gerät einem "tiefer interessierten Anfänger nicht besonders empfehlen". Das ist ja interessant. Wieso eigentlich nicht? Und was ist mit den "noch-nicht-tiefer-Interessierten". Sollen es keine werden können? Muß man das vorher wissen als Einsteiger? Was ist das für ein Einsteiger-bild, daß Mathias da hat? Ich verstehs nicht.

Mathias schert im weiteren unterschiedliche Discounter-Offerten über einen Kamm und "schlußfolgert" undifferenziert und falsch, das dies der Hobby-Astronomie den Garaus gemacht hätte.

Ferner mag er "nicht einem sicher fragwürdigen Einsterkonzept das Wort reden". Warum nicht? Wenn es sicher fragwürdig ist? Der Leser mag das bewerten und entscheiden.

Die Grundsatzdiskussion läuft seit langem und findet immer wieder ihren Anlaß. Das wird auch so lange so bleiben, wie der differnzierende Geist aus der Praxis heraus argumentiert.

"Reißerisches Geschwätz" kann ich nicht finden. Bei Mathias finde ich weichgespülte Undifferenziertheit, großes Mitteilungsbedürfnis, ausufernde Anklagen und Vorwürfe, traurig.

Im nächsten Beitrag geht es leider auf derselben Schiene weiter: pointiert gefaßte Zusammenfassungen umfassender Beschreibungen und zugehöriger Bewertungen werden als fachferner "Shitstorm"-Anteil dargestellt. Das ist sinnentstellende Wortdreherei und hat mit Fachbezug nichts zu tun. Wie es um den bestellt ist, kommt direkt im Folgenden: das Gerät selbst muß verwendet werden, um über die Unjustiertheit Bescheid wissen zu können. Wie ich oben schon schrieb, der Erfahrene kennt Geräte in den Zuständen: unjustiert bis fehljustiert, schlecht justiert, mittelprächtig justiert, ganz gut justiert, gut justiert, auf den Punkt perfekt justiert. Nutzbringende Beobachtungen stellen sich beim letztgenannten ein, vielleicht noch mit Abstrichen beim vorletzen. Die ersten drei Level rufen sofortiges Justierhandeln hervor, keine Frage. Man kann eine nicht vorhandene HS-Justiermöglichkeit problemlos vom Schreibtisch aus beurteilen, ich würde sagen das Gerät ist über die Maßen funktionsbegrenzt und daher in keiner Weise empfehlenswert. Und mag auch einer von 100 ganz gut justiert sein, nach Transport im Auto über ein paar hundert km Autobahn oder auch nur etliche km heutige Landstraße, nach einem Umzug etc., da kann mir niemand erzählen am HS hält diese Justage. Mit den im Video zu sehenden Blechschrauben durch zu große Löcher (für Werksjustage) in Kunststoff als Material. Ganz davon ab, was ist ist einigen Jahren, wenn der Weichmacher aus dem Kunststoff entfleuchte?

Das "apodiktische Vorurteil" liegt bei Mathias selbst, wenn er glaubt, daß Vertrauen in Hersteller und deren Bewerbung von Niederpreisware, deren Versprechen eine zielführende, harmonische, meist korrekte Idee ist. Die Praxis zeigt über Jahre die zahllosen Probleme auf, manches habe ich hier ja schon genannt. Das Thema ist herstellerseitig überreizt und entsprechend kommt mit der Erinnerung der engagierten Sternfreunde die differenzierte Kritik. Und wer - wie Mathias - weichgespült gegen diese anschreibt, bekommt was er verdient, nämlich Falschaussage um Falschaussage, Fehlschluß um Fehlschluß, Falscheinschätzung für Falscheinschätzung zurückserviert.

Ich kenne Normalanwender, die regelmäßig volles Weitfeld mit 6,5 mm AP befiltert aus dem Ruhrgebiet nutzen, wie auch ich.

Das Thema ohne sinnvollem Zusammenhang mit ganz anderem Gerät, exotischem oder abwegigen Einsteigerideen (110L-Mak, Spiegelschleifen, 3"-OAZ) zuzuspammen, macht es für Mathias nicht besser. Ja, es gibt Spiegelschleifen, und jetzt? Ja, Maks sind eher nicht für Anwender justierprädestiniert, genausowenig wie üblicherweise Refraktoren, und jetzt? Es gibt 3"-OAZs, und jetzt?

Auch weiter ist geflissentlich zu widersprechen, Mathias hört ja nicht damit auf, Einladungen zu liefern: Stadtbeobachtung ist mit jeder Öffnung möglich, manches mag überdacht sein und klug angewendet werden, aber mit jedem Zoll mehr Öffnung sieht man mehr. Offenbar fehlt Mathias auch hier Erfahrung in Verwendung und Vergleich und das wichtige Wissen zur astronomischen Beobachtung in städtischen Bereichen.

Frustrationsstau-Entladung sehe ich nicht bei all den begründet differenzierenden Kollegen, sondern bei Mathias, dessen wacklig-weichgespültes Möchtegern-Urteil zum Gerät keiner kritischen Untersuchung und Bewertung standhält. Viele Aspekte haben die Kollegen in dieser Diskussion ja schon beigesteuert, der Leser mag besonnen sein Urteil finden.

Mathias kann sich vorstellen, daß viele Leute mit dem Gerät viele Freude haben werden. Ich mag da gar nicht widersprechen, mag nur - und das ist wesentlich - ergänzen, daß sich die Firstlight-Freude allzubald legen könnte. Wenn es plötzlich den Vergleich zu anderem Gerät gibt. Wenn nach Zubehör in großen Foren gefragt wird, und Aufklärung über das Gerät mitgeliefert wird. Wenn das Bild ewig wabert, wenn das Okular wegen Verkippung des OAZ eine durchziehende Schärfelinie zeigt, wenn im Vergleich zu anderem Gerät die Leistung doch allzu arg zu wünschen übrig läßt, wenn bei nachhaltiger Kälte das Bild wegen Verspannung am HS und ggf. sogar auch noch am FS Asti zeigt, wenn nach Jahren der OAZ Zahnausfall bekommt...

Wie wird es kommen: nach ein, zwei Jahren werden sie günstig bei Ebay sein. Entweder weil die enttäuschte Kundschaft aufgibt oder weil besseres geholt wurde.

Robert, Dein Fall mit dem 9-jährigen zeigt nur allzu deutlich, wieviel Glück der hat, Dich als Berater zu haben. Ihr werdet etwas nachhaltiges gewählt haben und dem 9-jährigen bleibt ein guter Einstieg ins Hobby als Option, klasse. So muß das! Ging mir kürzlich auch schon so, obwohl der Einsteiger knappe 40 war und auch drauf und dran, für seinen Garten und ab und zu mal visuell eine vergleichsweise winzige ("a")chromatische Öffnung mit allzu monströser Montierung zu holen. Er mag erst mal einige meiner Geräte kennenlernen und dann aus der Praxis heraus entscheiden.

Klare Himmel, stehende Luft und beste Grüße!
 
Hallo Markus,

warum tust Du das? Du hältst den Schädel für Deine ganzen auf Tauchstation befindlichen Kollengen hin und versuchst für alle die Rechtfertigung.
Man kann es verstehen, aber man kann nicht gutheißen, was da passiert.

Du redest vom Einstiegerteleskop, von Unabänderlichem, von der Schuld des Kunden?
Okay nochmal und jezt mal ganz speziell auf diese GoTo-Teile geschaut, auf die sie ja alle abfahren wie schmitts Katze:

Der 130/650er alter Schule, den ich zvor bereits erwähnte, der war das, lange Jahre und ist es noch, fragt sich wie lange. Die 2" Option war sogar eher ein Versehen von Sytna, aber sie war/ist da, die justierbare, tubusaussteifende, dünne Metallspinne, der mit Offset geklebte FS, die gut justierbare und justierstabile HS-Fassung und Lagerung, alles dran, alles da.
Auch voll justierbare 150/750er als GoTo Dobsons gibt es, okay, leider mit 1 1/4" Ausstattung, warum weiß und versteht angesichts der Masse an brauchbaren 150/750er Tuben mit 2" OAZ kein Mensch. Es dürfte schlicht Zufall oder Gedankenlosigkeit sein.

Das abzuspecken, ohne billiger zu werden, ohne jeden Druck seitens einer Konkurrenz, ohne Druck seitens der Kundschaft, ja sogar ohne dass die Vorgänger ausverkauft und nicht mehr verfügbar/herstellbar wären ist auf niemandes Mist gewachsen, außer auf dem Mist des Konzerns dessen Struktur ich nicht genauer kenne.
Das sieht nicht nach einer dauerhaften Erweiterung des angebots sondern nach einer Ablösung der älteren Produktreihen im Zuge von Gewinnoptimierung durch kaputtsparen des Produkts aus.

Du hast mit dieser Entscheidung so wenig zu tun wie Deine Kollegen oder irgendein Hobbyastronom. Wir alle müssen aber damit umgehen.
Das Konzept ist schlecht fürs Hobby, schlecht fürs Geschäft (Deins und das Deiner schweigsamen Kollegen), schlecht für JEDEN der so ein Teil kauft um es bestimmungsgemäß zu verwenden.

Für mich hilft da nur, die Mängle zu benennen und rigoros den weiteren Verkauf solcher Produkte zu erschweren.

Die 50-100 Euro Klasse, auch die 150 Euro Klasse haben wir doch schon als Spielzeug abgehakt. Da sehe ich auch eher den Kunden, der etwas haben muss, damit er es hat und nicht um es zu benutzen. Allein in meinem Dorf schätze ich jedem 20sten haushalt einen Lidl- oder Aldi-Torpedo auf dem Dachboden zu.
Okay, wollen wir nun um jeden 114/900er auf EQ zweifelhaft feilschen oder wollen wir uns wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen, dass hier über 500 Euro für nicht justierbares Spielzeug aufgerufen werden?

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Markus,

hm... ich sammle mal ein Wenig:

TAL: War da nicht auch ein Thema, dass die sich gerade um lukrativere Militär-Aufträge kümmern? Warum die natürlich lukrativer sind bzw. nicht parallel zur Fertigung etablierter Produkte ablaufen, wäre die anschließende Frage. Da wieder spielt die China-Flut eine Rolle.

"Motivation" das Käufers: Du schreibst durchaus zu Recht, dass der völlig uninformierte Käufer viel zu Wenig Schelte bekommt. Der Gedanke war mir dieser Tage auch schon gekommen, aber vor allem, weil ich persönlich vor Jahren mit solcher Schelte viel aktiver war und dafür auch selbst manch schrägen Ton eingesteckt habe. Ich denke es war und ist angebracht, auf derartiges Fehlverhalten hinzuweisen, wenn der frisch gebackene Teleskopbesitzer seiner Verwunderung oder Ratlosigkeit Ausdruck verleiht - was mich ja noch nie daran gehindert hat, aktiv auch aus der Situation heraus zu helfen.
Aber ich muss doch auch mal sagen, dass es mich immer wieder wundert, welches Vertrauen der unerfahrene Sternfreund in die Beratung bei einem Fachhändler setzt. Der Kunde erwartet vielleicht von Ebay und Amazon das letzte, oder von Aldi, Lidl, Netto, ToysRus, und wie sie nicht alle heißen. Nicht dorthin zu gehen bedeutet schon einen Beratungsauftrag. Und ich muss sagen: Ich sehe nicht, dass man allgemein sagen könnte, dass die Händler-Beratung diesem erkennbaren Anspruch des Kunden halbwegs so gerecht wird, wie ich es für wirtschaftlich machbar und vertretbar halte.
Eigentlich darf ein Kunde nach einem Anruf beim Fachhändler nicht mit einem Cat-Newton beliefert werden. Wenn das passiert, müsste eigentlich so eine Art "innerer Alarm" losgehen: Warum konnten wir diesen Kunden nicht überzeugend beliefern?
Hier gibt es eine Synergie: Wenn ich mir überlege, womit wird der werdende Sternfreund langfristig Spaß haben, dann kann ich 100% garantieren, dass die von mir empfohlene und im Mailwechsel herausgearbeitete Ausrüstung immer nur das Einstiegspaket ist, was dann über die nächsten Jahre ausgebaut wird. Dieser Ausbau bedeutet, dass eine gute Beratung nicht nur zu einem für den Moment guten Gerät führt, sondern dass sie durchaus ein Zubehör Abo ohne Laufzeitbindung ist. Natürlich gibt es auch Kündigungen von diesem Abo, denn manchem macht auch mit gutem Equipment die Sache keinen Spaß. Wenn das Erstgerät aber zum totalen Frust führt, ist allein schon das im Forum zu Kreuze kriechen eigentlich einen Applaus wert. Welcher Anteil tut das denn? Wer sieht denn in einer Foren-Beratung eine Perspektive? Wer es schafft, den Mond einzustellen, dann bei dem Gewackel nicht scharf gestellt bekommt, erwartet der wirklich, dass wir das mit ein paar Buchstaben abstellen?
Und nun sehe man sich mal an, was für ein Investitionsvolumen hier für diesen unjustierbaren Goto-Plastikbomber aufgebracht werden muss! Das ist doch kein Billigkauf, für den es aus Versehen keine Alternative gibt! Aber das kommt noch! Wenn man nichts dagegen tut, dann räumt Euch Händlern derartiger Kram zielsicher alle nachhaltigen Alternativen aus den Regalen. Da sterben dann Produkte weg, die eine wirkliche Alternative bieten würden, und wenn der Status erst einmal rund ist, kann wieder die hilflose Aussage kommen: Der Kunde will unbedingt diesen Kram.

Und darum meine ich, dass sich an der Beratung beim Fachhändler durchaus etwas ändern muss. Geräte wie der übliche China-Cat-Newton sollten einfach von vornherein einem anderen Vertriebsweg vorbehalten sein. Eigentlich, Markus, gar kein Problem, wenn der bei Ebay oder Amazon steht. Vielleicht ein Problem, wenn der bei Ebay unter APM steht, und nicht unter "APM Direktmarketing" oder wie man eine erkennbare Billigmarke auch kennzeichnen mag. Unter so einem Label dürfte auch der 150P verjubelt werden.
Aber wenn so ein Ding nach einem Beratungsgespräch den Laden verlässt, müsste man eigentlich direkt feststellen, dass der Berater sein Ziel verfehlt hat und dementsprechend überlegen, wie er's in Zukunft vermeiden kann. Eigentlich muss ein Berater den unbelehrbaren nach 5 Minuten erkannt haben, das Gespräch als "zu kurz für eine Beratung" aus der Wertung nehmen und dem Kunden den Link geben, wo er beim Direktmarketing (des eigenen Ladens) das Kreuzchen machen kann.

Ich meine... 500 Euro... da kann man eine wirklich Respektable Einsteigerausrüstung für bekommen. Sogar mit 6".

Clear Skies
Sven
 
Markus:
> ist ein Heritage etwa besser ?

Einer meiner Kollegen hat einen solchen 5-Zöller. Bild war gruselig, er kam damit nicht zurecht. Ich habe versucht zu justieren, das Bild am künstlichens Stern war immer noch unter aller [zensiert]. Schließlich habe ich nur über den Stern selbst justiert: Die optische und die geometrische Mitte des Hauptspiegels lagen weit auseineander, wahrscheinlich hat einer das Paraboliser-Tool schief aufgesetzt. Jetzt ist er brauchbar und zeigt das,w ass man von einem Teleskop dieser Größe auch erwarten kann.

Solche Probleme bekommt ein Anfänger nie gelöst. Will sagen: Justiermöglichket allein genügt nicht, die Gesamtqualität muss in sich stimmen.

~

Ich habe einen 6-Zoll-Intes Mak MK-63. Zum Glück einen der allerletzten. Davo war das Teleskop nicht justierbar, man musste hoffen, daa ale Passungen und Drehteile eine passable Justage ergaben. Wohlgemerkt: Intes!
 
Sven, Günther

wie ich bereits schrieb hat APM bisweilen noch nie dieses Teleskop live gesehen oder Verkauft. Sowas kommt weder in unser Ladengeschäft , noch in unsere Beratung, nicht mal an Weihnachten wo doch ab und zu Frischlinge oder Eltern nach einem billigen Weihnachtsteleskop fragen.

Wir haben auch keine Kunden die überhaupt nach solchen Wunderwerken der Technik fragen.

Von daher gesehen braucht sich APM keinerlei Vorwurf zu machen.

Artikel die in Ebay angeboten werden, werden dort nicht Manuell eingestellt, diese Zeiten sind vorbei, diese werden über den Shop übertragen, sprich was man auf Ebay, Amazon anbietet , muss im Shop sein.

Um in Ebay/Amazon gefunden zu werden kannst du entweder wahnsinnig viel Geld für Werbung ausgeben, oder du stellst eine maximale Anzahl von Produkten ein, dazu gehören leider sogar kleine 1 Euro Schrauben von Berlebach :-(......

Klar können wir das eine oder andere Produkt rauswerfen, aber ich werfe nur Produkte raus, die ich selbst nicht mag und ein Produkt das ich noch nie gesehen habe gehört nicht dazu. Was dem einen nicht gefällt muss dem anderen noch lange nicht gefallen und kein Teleskop ist perfekt.

Ich kenne viele Kunden die sich grottenschlechte Teleskope und vollkommen dejustierte Teleskope auch für 500 Euro kaufen und nicht benutzen, weil Sie es haben mussten, aber nicht mal wissen wo Jupiter steht und sich auch erst gar nicht mit dem Suchen beschäftigen wollen.

Nun geh mal raus und mach Publik Viewing und schau dir an wie die Leute kucken. Da sehen Leute bei miesem Seeing eine nahezu detaillose Jupiterscheibe und 4 Monde und schreien o‘wow , ich habe Jupiter gesehen. Viele solcher Leute haben keinen Zugang zu Astroclubs oder Astroforen weil das Interesse nicht da ist, wollen dennoch ein Teleskop , auch wenn Sie es nicht richtig benutzen, ganz egal ob die Optik gut oder schlecht justiert ist.

Ihr müsst davon wegkommen das alle Käufer Amateurastronomen sind, sind Sie nicht, auch dann nicht wenn die 500 Euro ausgeben.

Wenn wir jeden Schrott der mehr gefährlich als Nützlich ist, verbannen bleibt nicht viel übrig.

Ich war gestern nach dem Thread mit meiner Tochter draußen , Sie mit Ihrem Laufrad mit Handbremse. Das Laufrad beherrscht Sie ,das Bremsen macht sie mit den Schuhsohlen, weil die Handbremse so schwer geht das Sie diese nicht zupacken kann, weil der Bremshebel so weit weg steht das Ihre Hände diese gar nicht greifen können, dennoch hat Sie viel Spaß mit dem Laufrad. Die Klingel ist reine Deko geht auch nicht. Dieses Teil sieht geil aus und macht meiner Tochter viel spaß, hätte aber weder den TÜV-Stempel aus Deutschland erhalten dürfen noch vom Fachverkäufer des Fahrradladens verkauft werden dürfen, wenn ich nach eurer Wertvorstellung gehe. Als Elternteil hätte ich Ihr so einen Schrott gar nicht kaufen dürfen, denn es müsste Eltern geben die mir sagen müssten: wie kann ich meiner Tochter sowas gefährliches ohne funktionierende Bremse kaufen.

Zurück zum Teleskop : Meade ETX 70 oder 8" Dobson ...stellt euch in den Laden erklärt von beidem die Vor und Nachteile...wir würden alle immer den Dobson kaufen , die Leute von der Straße kaufen dagegen meistens das ETX 70 wohlwissend durch die Fachberatung das Sie damit eigentlich nur mal kurz um die Ecke mit schwacher Vergrößerung kucken können und am Himmel nicht wirklich groß was sehen , aber das nicht sichtbare dennoch mit der Goto Steuerung finden könnten.
Wenn der Kunde entgegen Beratung das will bekommt er es, genau wie wir das Laufrad ohne Bremsfunktion gekauft haben.

Sven, solchen Kunden was von Plastikauszug, Auskühlproblemen, Verspannungen zu erzählen ist vollkommen daneben, davon hat er noch nie gehört und er will davon nichts hören. Diejenigen die sowas interessieren hören auf den Fachberater und kaufen was vernünftigen, sodaß sich diese Diskussion erst gar nicht ergibt.

Nochmals aus Händlersicht : wir verkaufen viele der Angebotenen Produkte nicht, du musst diese aber Führen um dem Kunden die Alternative anbieten zu können, sonst sagt der Kunde zurecht, der will mir das verkaufen was nur er führt, dann gehe ich halt zur Konkurrenz. Führen wir nur die Geräte die ich mag und hinter denen die ich stehe, müsste ich wohl die Hälfte aus dem Shop entfernen, genauso geht es bei dem Zubehör.

Geht in die Städte, der Supermarkt überlebt, der Fachhändler geht zugrunde und schließt die Toren, die Innenstädte sterben aus.

In den Foren wie diese, wird kein Händler einem Kunden ein untaugliches Teleskop empfehlen, die Käufer dich sich für Ihr Hobby wirklich Interessieren informieren sich auch was Sie kaufen und werden ordentlich beraten.

Käufer die alles besser wissen, bekommen was Sie auf Teufel komm raus wollen
 
Moin Markus

Ich war gestern nach dem Thread mit meiner Tochter draußen , Sie mit Ihrem Laufrad mit Handbremse. Das Laufrad beherrscht Sie ,das Bremsen macht sie mit den Schuhsohlen, weil die Handbremse so schwer geht das Sie diese nicht zupacken kann, weil der Bremshebel so weit weg steht das Ihre Hände diese gar nicht greifen können, dennoch hat Sie viel Spaß mit dem Laufrad. Die Klingel ist reine Deko geht auch nicht. Dieses Teil sieht geil aus und macht meiner Tochter viel spaß, hätte aber weder den TÜV-Stempel aus Deutschland erhalten dürfen noch vom Fachverkäufer des Fahrradladens verkauft werden dürfen, wenn ich nach eurer Wertvorstellung gehe. Als Elternteil hätte ich Ihr so einen Schrott gar nicht kaufen dürfen

ein sehr passendes und persoenliches Gleichnis, finde ich.
der Fahrradhaendler hat aber sicher ein wichtiges Zubehoer
mit verkauft: einen Helm ;) ;)

LG Arno

 
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