K.Bahr
Aktives Mitglied
Moin,
Die Aufnahmen zu dieser wunderschönen Spiralgalaxie stammen noch aus der Testphase meines 12-Zoll-Newton-Teleskops.
Zu dieser Zeit hatte ich noch erhebliche Schwierigkeiten mit dem Fokusmotor.
Dadurch war ein großer Teil der Rohbilder nicht ganz exakt fokussiert.
Die Abweichungen waren zwar nicht dramatisch, etwa 0,5 HFR-Punkte , etwas,
das bei meinem Setup auch durch Seeing-Schwankungen oder niedrige Objektpositionen entstehen kann.
Dennoch konnte (wollte) ich meine gewohnte minimalistische Bearbeitung diesmal nicht anwenden.
Objekt Info:
NGC 3344 ist eine beeindruckende Balkenspiralgalaxie im Sternbild Kleiner Löwe,
die wir aus unserer Perspektive fast perfekt von oben betrachten können.
Diese sogenannte „Face-on“-Ausrichtung gewährt einen freien Blick auf ihre komplexe Struktur,
die ihr aufgrund der ringförmigen Anordnungen auch den Beinamen Zwiebelscheibengalaxie eingebracht hat.
Mit einer Entfernung von etwa 20 bis 25 Millionen Lichtjahren und einem Durchmesser von rund 45.000 Lichtjahren
ist sie zwar nur etwa halb so groß wie unsere Milchstraße, zeigt aber eine faszinierende Dynamik.
Besonders auffällig ist ihr kleiner zentraler Balken, der von einem inneren Ring umschlossen wird,
aus dem wiederum weit ausladende und knotige Spiralarme hervorgehen.
Eine astronomische Besonderheit stellt der galaktische Bulge dar,
in dem die Sterne entgegengesetzt zur restlichen Scheibe rotieren,
ein deutlicher Hinweis darauf, dass NGC 3344 in der Vergangenheit vermutlich eine kleinere Galaxie verschlungen hat.
Das Objekt wurde bereits 1785 von Wilhelm Herschel entdeckt und hat einer scheinbare Helligkeit von 9,7 mag
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Aufgrund der oben beschriebenen Problematik
sah ich mich veranlasst, stärker als üblich nachzuschärfen,
was wiederum ein intensiveres Entrauschen notwendig machte.
Das wiederum führte zu einer weiteren Absenkung der Hintergrundhelligkeit.
Ein richtiger Rattenschwanz: Eine Maßnahme zog die nächste nach sich.
Daher zeigt das fertige Bild nicht ganz meine übliche „Handschrift“.
Ich hoffe zwar trotzdem, dass es gefällt,
aber freue mich auch auf mögliche Kritik oder
Hinweise auf eventuelle Bearbeitungsartefakte.
Grüße, frohe Ostern und CS
Karsten
Die Aufnahmen zu dieser wunderschönen Spiralgalaxie stammen noch aus der Testphase meines 12-Zoll-Newton-Teleskops.
Zu dieser Zeit hatte ich noch erhebliche Schwierigkeiten mit dem Fokusmotor.
Dadurch war ein großer Teil der Rohbilder nicht ganz exakt fokussiert.
Die Abweichungen waren zwar nicht dramatisch, etwa 0,5 HFR-Punkte , etwas,
das bei meinem Setup auch durch Seeing-Schwankungen oder niedrige Objektpositionen entstehen kann.
Dennoch konnte (wollte) ich meine gewohnte minimalistische Bearbeitung diesmal nicht anwenden.
Objekt Info:
NGC 3344 ist eine beeindruckende Balkenspiralgalaxie im Sternbild Kleiner Löwe,
die wir aus unserer Perspektive fast perfekt von oben betrachten können.
Diese sogenannte „Face-on“-Ausrichtung gewährt einen freien Blick auf ihre komplexe Struktur,
die ihr aufgrund der ringförmigen Anordnungen auch den Beinamen Zwiebelscheibengalaxie eingebracht hat.
Mit einer Entfernung von etwa 20 bis 25 Millionen Lichtjahren und einem Durchmesser von rund 45.000 Lichtjahren
ist sie zwar nur etwa halb so groß wie unsere Milchstraße, zeigt aber eine faszinierende Dynamik.
Besonders auffällig ist ihr kleiner zentraler Balken, der von einem inneren Ring umschlossen wird,
aus dem wiederum weit ausladende und knotige Spiralarme hervorgehen.
Eine astronomische Besonderheit stellt der galaktische Bulge dar,
in dem die Sterne entgegengesetzt zur restlichen Scheibe rotieren,
ein deutlicher Hinweis darauf, dass NGC 3344 in der Vergangenheit vermutlich eine kleinere Galaxie verschlungen hat.
Das Objekt wurde bereits 1785 von Wilhelm Herschel entdeckt und hat einer scheinbare Helligkeit von 9,7 mag
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Aufgrund der oben beschriebenen Problematik
sah ich mich veranlasst, stärker als üblich nachzuschärfen,
was wiederum ein intensiveres Entrauschen notwendig machte.
Das wiederum führte zu einer weiteren Absenkung der Hintergrundhelligkeit.
Ein richtiger Rattenschwanz: Eine Maßnahme zog die nächste nach sich.
Daher zeigt das fertige Bild nicht ganz meine übliche „Handschrift“.
Ich hoffe zwar trotzdem, dass es gefällt,
aber freue mich auch auf mögliche Kritik oder
Hinweise auf eventuelle Bearbeitungsartefakte.
Grüße, frohe Ostern und CS
Karsten