NGC 7331 mit TEC200FL und QHY268

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Hallo Bernhard,

Deine Aufnahme von NGC 7331 ist der Hammer! Ich habe noch keine vergleichbare Aufnahme mit einem 8-Zöller gesehen. Da muss sich jedes deutlich größere Teleskop ganz schön strecken!

Eine kleine Anmerkung:
Für mein Farbempfinden ist die Galaxie ein kleinwenig grünlastig.
Gratulation zu diesem Ergebnis! :y:

CS Dietmar
 
Hallo Bernhard,

ich bin hier ja derzeit nicht so viel unterwegs, aber dieses Bild muss ich einfach kommentieren. Absolut grandios, was du da gezaubert hast. Die natürlich wirkende Schärfe, die du erzeugt hast, gibt dem Bild einen ganz besonderen Touch. Klasse!

Was mich mal interessieren würde: Bemerkst du eigentlich den Lichtverlust bei dem Refraktor? Rechnerisch müsstest du ja gegenüber dem Newton mehr als die Hälfte des Lichts pro Zeit verlieren, wenn man die Kombination aus Optik und Sensor betrachtet. Ich habe den Unterschied zwischen C11Edge und dem AP155 sehr deutlich gesehen, weswegen ich mich letztlich auch wieder schweren Herzens von dem APO verabschiedet habe.

Viele Grüße
Stefan
 
Hallo Bernhard,
Ich habe selten was vergleichbar gutes gesehen! Das ist gelinde gesagt Sensationell! Der Gesamteindruck überzeugt voll und ganz, aber ein wirklicher "jaw dropper" ist die 200% Detail Ansicht, die so viele Details zeigt als wäre sie die natürliche Auflösung...danke fürs zeigen und bitte weiter so!! :love: :y:
Viele Grüße Ben
 
Hallo Bernhard,

eine sensationell gute Aufnahme. Sowohl Tiefe als auch Auflösung suchen ihres gleichen. Adam Blocks Aufnahme ist die einzige, die ich finden konnte, die in eine ähnliche Richtung in punkto Auflösung geht. Super!
NGC7331 zeigt nicht nur Zirrus in der Umgebung, mir scheint es gibt auch noch ein Halo um den Bulge herum!?
Und links oben ist eine kleine Hintergrunggalaxie, die schaut sehr interessant aus. Man erkennt einen Balken und da drum herum, eine spindelförmige Struktur. Konnte aber nichts darüber finden.
Klasse Bild.
CS Frank
 
Hallo Bernhard
ja, das ist ganz großes Kino.
Ich bin auch immer wieder erstaunt was man mit einem guten Apo erreichen kann .
Ich habe ja nur einen Lzos 115/805 mit Reducer aber auch die Leistung überascht mich immer wieder.
Deine Aufnahme übertrifft aber alles.
Die Tiefe ist ja so enorm das man da stundenlang stöbern kann .


Gruß Frank
 
Hallo Peter, Dietmar, Stefan, Ben, Frank, Frank, Flo und alle anderen,

Vielen Dank für Eure netten Kommentare und alle Likes!

Eine kleine Anmerkung:
Für mein Farbempfinden ist die Galaxie ein kleinwenig grünlastig.

Bei der Farbe gehe ich immer nach demselben Verfahren vor:
- Farbgewichtung mit eXcalibrator durchführen
- Kritisch bei einzelnen Sternen prüfen, ob die Gewichtung plausibel ist (Ist so gut wie immer ok)
- keinesfalls Referenzaufnahmen bei der Farbe anschauen. Das lenkt nur ab :)
Wenn ich meine Aufnahme mit anderen Aufnahmen im Netz vergleiche, dann sehe ich bei vielen Aufnahmen mehr Blau und mehr Rot. Das führt dann dazu dass meine Aufnahme im Vergleich dazu grünlastiger wirkt. Das stimmt. Ich würde dennoch jetzt keine Änderung bei mir vornehmen wollen, sondern lasse das Ergebnis einfach so wie es ist.

Was mich mal interessieren würde: Bemerkst du eigentlich den Lichtverlust bei dem Refraktor? Rechnerisch müsstest du ja gegenüber dem Newton mehr als die Hälfte des Lichts pro Zeit verlieren, wenn man die Kombination aus Optik und Sensor betrachtet. Ich habe den Unterschied zwischen C11Edge und dem AP155 sehr deutlich gesehen, weswegen ich mich letztlich auch wieder schweren Herzens von dem APO verabschiedet habe.

Der Effekt kommt sicher bei schwachen Nebeln zum Tragen. Das ist mir schon aufgefallen. Daher wähle ich bei der Objektauswahl nicht die allerschwächsten Nebel aus. Zum Beispiel dürfte der Nachweis von einem ganz schwachen Halo um einen PN mit dem TEC sicher schwerer sein. Ein direkter 1:1 Vergleich mit dem Newton ist jedoch nicht möglich, weil ich zeitgleich mit dem Wechsel vom Newton zum TEC auch die Kamera von der QSI660 zur QHY268 gewechselt hatte. Wo der TEC+QHY268 jedoch klar im Vorteil bzgl. erreichter Tiefe ist, sind die schwache Hintergrundgalaxien. Durch die bessere erzielte Auflösung im Endbild kommen hier einfach mehr schwache Galaxien zum Vorschein. Diesen Effekt habe ich jetzt schon oft festgestellt.

NGC7331 zeigt nicht nur Zirrus in der Umgebung, mir scheint es gibt auch noch ein Halo um den Bulge herum!?
Und links oben ist eine kleine Hintergrunggalaxie, die schaut sehr interessant aus. Man erkennt einen Balken und da drum herum, eine spindelförmige Struktur. Konnte aber nichts darüber finden.

Ja, das könnte durchaus der Fall sein. Ich hatte auch versucht bei einigen interessant erscheinenden Galaxien Hintergrundinfos zu bekommen. Was schön herauskommt, sind die 4 Zwerggalaxien um NGC 7331, die 2012 entdeckt wurden. -> NGC 7331 A/B/C/D im Bild mit der Objektidentifizierung:
http://www.astrophoton.com/images/N7331-3_id_big.jpg

lg
Bernhard
 
Hallo Bernhard,

wow, eine fantastische Arbeit! Klar gewinnst du deine Daten mit hervorragenden Werkzeugen und sicher unter gutem Himmel (meine Lightpollution-App zeigt für dein Nussbach ein liebliches Grün, das schnell durchsichtig wird). Aber allein darauf lässt sich deine Leistung sicher nicht allein zurückführen. Du bist auch ein Meister der Bildbearbeitung mit großer Bandbreite an Fähigkeiten, was deine Galerie eindrucksvoll belegt! Chapeau!

LG und CS
Peter
 
Servus Bernhard,

das ist absolut großartiges Kino!
Unglaublich diese Details!
 
Hallo Bernhard,
Nachdem ich mich auf deiner Homepage vertieft habe bin ich voller Demut und irgendwie auch fassungslos wie man mit irdischen Instrument so perfekte Aufnahmen hinbekommt. Man glaubt fast an Bilder aus dem Orbit.
Arbeitest du immer noch nach dem Workflow wie auf deiner Tips Seite oder inzwischen auch mit Pixinsight ?
Vielleicht kannst du uns Staunenden ein paar Geheimnisse verraten. Vor allem wie man solche Sterne hinbekommt.

Gruß
Franz
 
Hallo Bernhard,

Gratulation zu diesem wunderbaren Bild! Die Schärfe ist echt beeindruckend für die vergleichsweise geringe Öffnung. Da müssen sich die großen CDKs und RCs ganz schön anstrengen. Bei gutem Seeing wenn die PSF weniger seeing-limited und mehr diffraction-limited ist macht die fehlende Obstruktion (die ja auch die PSF verschmiert) und der bessere Strehl eines APOs vielleicht schon einen deutlich sichtbaren Unterschied?
Ich finde es auch interessant, dass du nach der photometrischen Farbkorrektur die Farben in Ruhe lässt und nichts mehr veränderst. Die Daten kommen aber trotzdem gut zum Wirken und zeigen ein eindrucksvolles Bild. Ich selbst bin da nicht so "diszipliniert" und erhöhe den Farbkontrast gerne nochmal leicht über Selektive Farbkorrektur.

LG und CS,
Jan
 
Hallo Franz und Jan,

Vielen Dank für Eure netten Worte!

Arbeitest du immer noch nach dem Workflow wie auf deiner Tips Seite oder inzwischen auch mit Pixinsight ?
Vielleicht kannst du uns Staunenden ein paar Geheimnisse verraten. Vor allem wie man solche Sterne hinbekommt.

Der Workflow ist definitiv veraltet, wobei aber wesentliche Teile davon immer noch unverändert in Verwendung sind :)

Die wichtigste Regel für ein gutes Bild sind gute Rohdaten und eine zurückhaltende Bearbeitung. Nur so schafft man ein natürlich erscheinendes End-Ergebnis. Auch bei den Sternen mache ich kaum etwas.

Ganz grob schaut mein Workflow so aus:
- Kalibrierung / Registrierung und Mittelung mit CCDStack
- Farbgewichtung mit eXcalibrator
- Leichte Deconvolution mit BlurXTerminator in PI
- Minimale Entrauschung mit NoiseXTerminator in PI
- MaskedStretch in PI
- GradientXTerminator in Photoshop
- Leichtes Schärfen und NoiseXTerminator in Photoshop
- Helle Sterne mit MiniumFilter leicht zurücknehmen

Bei gutem Seeing wenn die PSF weniger seeing-limited und mehr diffraction-limited ist macht die fehlende Obstruktion (die ja auch die PSF verschmiert) und der bessere Strehl eines APOs vielleicht schon einen deutlich sichtbaren Unterschied?

Ja, ich denke die fehlende Obstruktion macht definitiv einen großen Unterschied.

lg
Bernhard
 
Hallo Bernhard,
ich schaue nur visuell, aber deine Aufnahme ist so etwas von Perfekt !!! Wie viele Stunden stecken da drinnen, also
mit der Bearbeitung ?
Wo der TEC+QHY268 jedoch klar im Vorteil bzgl. erreichter Tiefe ist, sind die schwache Hintergrundgalaxien. Durch die bessere erzielte Auflösung im Endbild kommen hier einfach mehr schwache Galaxien zum Vorschein. Diesen Effekt habe ich jetzt schon oft festgestellt.

Warum ist die Auflösung im TEC besser , als im großen Newton ?
 
Hallo Tom und Kurt,

Vielen Dank für Eure netten Rückmeldungen!

Warum ist die Auflösung im TEC besser , als im großen Newton ?

Der Vergleich ist einerseits nicht ganz fair, weil ich am Newton immer nur bei 1120mm Brennweite gearbeitet hatte (gegenüber 1500mm am TEC) und am Newton immer nur die QSI660 montiert war (die größere Pixel hat als die QHY268). Somit ist die Ausgangslage beim Pixelmaßstab beim TEC besser. Das alleine ist aber nicht der ausschlaggebende Grund. Kein Teleskop ist 100% perfekt. Jedes Gerät zeigt ab einem gewissen Punkt bei kritischer Betrachtung Schwächen. Würde man einen theoretisch perfekten Newton mit dem TEC vergleichen, dann würde wohl der Newton bei der Auflösung im Zentrum sicher gleichwertig sein, wenn nicht sogar die Nase vorne haben. Fazit: Beim Newton ist sehr gut, aber nicht perfekt.

lg
Bernhard
 
Hallo Bernhard,
eine wahnsins Aufnahme zeigst Du hier - Gratulation und meinen Respekt! Ganz offensichtlich passt bei dir sehr Vieles perfekt zusammen und das Ergebnis ist dann Referenz :) Neben den ganzen Staubband-Details welche schon außergewöhnlich gut rüberkommen finde ich, dass etwas galaktischer Cirrus der Szenerie das Sahnehäubchen aufsetzt - daher kann man sich in dieser Aufnahme fast schon verlieren.

Viele Grüße,
Daniel
 
Hallo Bernhard,

auch wenn ich spät dran bin will ich als Galaxienfan noch meine Begeisterung über dieses Bild ausdrücken. NGC 7331 habe ich immer als sehr "sperrig" empfunden, irgendwie war gefühlt immer schlechtes Seeing wenn ich mich an ihr versucht habe. Wenn ich da sehe, welche feinen Details du in den Staubbändern zeigst ist das schon spektakulär. Und bei den kleinen Galaxien im Umfeld kommen auch ungeahnte Details zum Vorschein.
 
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