Nicht schon wieder....

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EberhardA

Mitglied
...ein Neueinsteiger mit den ewig gleichen Fragen...


Hallo erst mal zusammen,

in diesem tollen, lehrreichen und durchaus mit kontroversen Meinungen geführtem Forum.

Wie oben angeführt bin ich ein Neuling, der in den letzten Monaten sternenklaren Himmels Feuer für Euer Hobby gefangen hat.

Daraufhin habe lange Zeit mitgelesen, Freds und sehr informative HP studiert, mich versucht zu informieren, etwas zu lernen und letztlich natürlich gehofft, eine Entscheidungsfindung für ein gutes Einsteigergerät zu finden (das sich im Falle des Falles auch wieder veräussern lässt ;-) )

Die nächste Station war der mehrmalige Besuch einer Sternwarte in unserer Nähe, in der ich sehr freundlich aufgenommen wurde, und über mehrere Stunden Planeten, Sternhaufen und Nebel an einem NGT 18 beobachten durfte.
(Was sich letztlich als fataler Fehler erwiesen hat, da ich dadurch "etwas" verwöhnt wurde... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />)
Wenn ich jetzt mit meinem alten NVA-Glas den Himmel beobachte - na gut, lassen wir das lieber...

Jetzt sitze ich eben abends vor dem PC, schaue mir Objekte im Stellarium an und gehe ab und zu raus, wenn ich weiss, dass die ISS über unser Haus fliegt (super, habe die ISS und Atlantis in voller Pracht gesehen).

Gelernt habe ich:

-Es gibt Refraktor und Reflektor-Verfechter, die sicherlich gute und sachlich fundierte Gründe für ihre Position haben

-dass Öffnung nie falsch ist

-8" Dobsons die beste Wahl sind (aber: Justierung, Reise)

-Refraktoren der mittleren Preisklasse Farbwerfer sind (aber gut an Planeten, schlechter bei DS)

-dass grössere Blenden besser für Planeten und kleine besser für DS sind

-dass sich daraus bei sehr schnellen Geräten Probleme in der Okularwahl ergeben

-die Möglichkeit eines 2" OAZ wegen der Übersichtlichkeit vorhanden sein sollte - grössere Vergrösserungen sind aber auch nicht schlecht....

-ein brauchbarer Finder aufgesattelt werden sollte(Riegel oder Leuchtpunkt)

-grosse Obstruktionen schlecht für den Kontrast sind

-dass Geräte kurze Auskühlzeiten oder einen (Ab)lüfter haben sollten

-Spiegelshifting schlecht ist

-GoTo und motorische Nachführung schlecht oder (je nach Standpunkt) gut sind

- und und und...

-also dass es schlicht unmöglich erscheint, einen sehr guten "Allrounder" zu finden.

Gut - aber genau den will ein Newbee, den Planeten und DS (noch) gleichermassen faszinieren - und deswegen beim Lesen der Freds mit Vor-und Nachteilen der einzelnen Geräte und Systeme jeden Tag einen neuen Favoriten auf dem gedanklichen Einkaufszettel hat.

Also - was der Fragesteller mit einen Budget von +- 1000 Euronen also?

-Richtig - die nicht vorhandene eierlegende Wollmilchsau - mit der er gut Planeten beobachten, grössere DS Objekte bestaunen und zu einem gewissen Grad offene und geschlossenen Kugelsternhaufen auflösen und z.B. den Ringnebel nicht nur als Ahnung erkennen kann.

Ich habe laaange mit dem Hofheim ReiseDob geliebäugelt, den aber schweren Herzens wieder von der Wunschliste gestrichen. Grund:
Aufrüst- und Abrüstzeit, präzises justieren (Zeit und Können erforderlich), Probleme bei der Okularwahl.

-Da ich gerne öfters (aber ohne grossen Zeitbedarf) wie auch auf Reisen beobachten möchte, fällt ein "normaler" Dobson also aus. (Wer Frau, Zwillinge und damit umfangreiches Gepäck hat, wird mich verstehen ;-) )

-Beobachtungsort(e): Garten mit mässiger Stadtlichteinstrahlung + 2 Strassenlaternen (bin aber in 10 Minuten „auf d´r Alb“ im Dunkeln, auf Reisen

-Auf- und Abbau sollte sich in sehr engem Zeitrahmen halten.

-Präzises! justieren muss man mögen und können

-Die Möglichkeit einer zumindest motorischen Nachführung sollte zumindest möglich sein, da ich gerne mehr schaue und geniesse als schubse ;-). Ausserdem kann so die Familie "ermüdungsfreier" mit einbezogen werden

-Die Packmasse sollten sich sehr in Grenzen halten (Auto, Flugzeug (es soll ja auch motorische "Tischnachführungen" geben)

-wenn ich irgendwann(!) einmal einen Foto hinten dran halten kann, schadest es auch nicht ;-)

-ach ja – Brillenträger mit einem knackigen Astigmathismus bin ich auch noch...

-Genau: es soll der nicht vorhandene Allrounder werden...

Also, langer Rede kurzer Sinn:

Gedanklich hängen geblieben bin ich an folgenden Geräten:

-Intes Micro M 500 (f10)
-Skywatcher 127/1500 (f12)
-Vixen Skypod VCM 110L (ich weiss, man liest grausames - ist aber schön kompakt

-Scopos TL 8o5 APO (f7), teilbar - aber kleine Öffnung

Nun würde mich dazu Eure fundierte Meinung interessieren. Liege ich mit meiner "Vorauswahl" halbwegs richtig - oder ganz daneben?
Und sollte einer die eierlegende Wollmilchsau kennen die in mein Beuteschema fällt: Das Gewicht des Teleskopes wird dann sichlich in Freibier aufgewogen...!

Schon jetzt besten Dank für Eure Hilfe

Eberhard

PS:
Ich fände es toll, wenn sich die Fraktion der "Farbwerfer" und "Spiegelfetischisten" in diesem Fall einmal verbrüdern könnten, um einem Einsteiger zu helfen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
Hi Eberhard,

wow in letzter Zeit lesen sich die Hilfesuchenden echt gut die vorherigen Threads durch und formulieren ihre Anforderungen, an dieser Stelle mal an dich stellvertrend auch für andere:

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/i_respekt.gif" alt="" />

Jaja das mit der Wollmilchsau weißt du ja schon, mmh das Budget ist ja schon ordentlich aber mal wieder kollidieren ein paar Anforderungen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

So sind die Teleskope mit der notwenigen Montierung auch nur noch bedingt reisetauglich möchte ich meinen.

Die kleineren Öffnungen spielen dann fantastisch ihre Nachteile bei DS aus... Wenn ich ein paar Mark mehr hätte und ähnliche Anforderungen wie du (habe ich) dann würde ich mit dem Hofheim liebäugeln. Aber gut der ist ja nun schon von dir raus... Mittelfristig ist ein Teleskop eben weil es keine EWMS(© by mir) gibt, nicht genug - wie wäre es mit zweien? Für den Anfang/Einstieg aber doch etwas zu viel des guten denke ich... Bei fast allen deine Paketen übersiehst du aber eines: Damit ist es ja bekanntlich nicht getan, ausser dem Skywatcher fressen die alle komplett dein Budget auf so dass nix mehr für Zubehör überbleibt. Ausserdem sind ja alles Maks (ausser dem kleinen Scopos) die mit ihren hohen Brennweiten das Gegenteil von EWMS sind.

So viel verworrene Gedanken, dann folgt noch der Evergreen-Tipp: Such dir Gleichgesinnte mit möglichst vielen verschiedenen Teleskopen, geh ein paar Wochen mit denen aufs Feld, danach weißt du ob dir ein bestimmtes zusagt oder ob du nicht doch erstmal einen nicht reisetauglichen mit ordentlich Öffnung nimmst und dann bei Gelegenheit durch ein Reisescope erweiterst.

Viele Grüße
Benny

*Edit: Musste nochmal ändern nachdem ich gesehen habe dass der Skywatcher auch ein Mak ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" />
 
Aber immer gern!

Hallo Eberhard und herzlich Willkommen im Forum!

Klasse, daß Du schon so einiges gelesen und auch schon Kontakte zu einer Sternwarte hast. Die Kollegen dort fahren sicher auch mit ihren persönlichen Geräten raus ins tiefe Dunkel (Spechtelplätze) - fahre mit, suche das Gespräch, probiere aus. Eine weitere Möglichkeit wäre es, mal auf ein Teleskoptreffen zu kommen (Termine z. B. auf der Portalseite hier oder im Treffpunktforum).

Zu Deinen Stichpunkten "...gelernt habe ich..." einige Anmerkungen (ich betrachte insbesondere die visuelle Beobachtung):

- Reflektor/Refraktor-Verfechter: oft eine Frage des Einsatzzwecks - bei beiden Bauformen gibt es Geräte, gebaut nach allen Regeln der Kunst und auch Geräte, gebaut nach Maßgabe des Marketings. Manchmal auch eine buchstäbliche Verliebheit in ein Design, welches gegenüber der jeweils anderen Gattung dann eine gewisse "Blindheit" erzeugt. Es ist gerätspezifisch unter Berücksichtigung des Einsatzzwecks zu differenzieren.

- Newtonjustierung: ist mit zahlreichen prima Anleitungen gut zu lernen, nach etwas Übung schnell zu machen. Allround-Newtons (f/6 etwa) sind typischerweise 1. ziemlich justierstabil (Transport), 2. eher leicht zu justieren und 3. relativ dejustageunkritisch. Da haben so manch andere Teleskope eher Probleme. Gegen Ende der ersten schnellen Auskühlungsphase ist bei marktgängigen f/6-Dobsons eher eine Justagekontrolle nötig, als eine große Grundjustierung. Allenfalls dreht der (schnell) Geübte ein, zwei Minuten an den Schräubchen. Der Begriff "Justierung des Newtons" mag bei Neueinsteigern an extrem schwierige technische Prozeduren erinnern, ist jedoch vergleichbar mit dem ordentlichen Einnorden einer Montierung für visuelle Beobachtung. Weder langwierige Aktion noch Buch mit sieben Siegeln. Man sollte sich da keine inneren Barrieren aufbauen. Durch die kurze Schnelljustage vor Beginn einer Beobachtungsnacht bist Du beim Newton sicher, dessen Leistung auszuschöpfen.

- "Refraktoren der mittleren Preisklasse" - schwierig. Wenns um Großfeld geht, also Geringvergrößerung, spielt ein eventueller Farbfehler nicht so die Rolle. Wenn sich ein Fraunhofer auch an Fraunhofers Formel hält (bzw. diese noch übertrifft), gibts kein besonderes Farbwerfproblem (Öffnungsverhältnis f/x mit x mindestens 1,22 mal Öffnung in cm, besser 2 mal Öffnung in cm). Allerdings ist der Markt da durch die Präsenz vieler anderer Geräte sehr dünn oder die Öffnung eher recht bescheiden.

- Gut an Planeten sind Geräte, die mit hoher Auflösung und hoher Kontrastwiedergabe achsnah möglichst fehlerfreie Abbildungen liefern. Für hohe Auflösung braucht es schon eine gewisse Öffnung, da werden APOs schnell kostspielig, Fraunhofer sehr lang (oder gefaltet) und damit auch nicht gerade niederpreisig - ganz davon ab, daß auch die Stative/Säulen beträchtliche Höhen haben. Andere, häufig eher fotografisch ausgelegte Geräte haben große Obstruktion und viele Flächen (Genauigkeit). Ein beherrschter, guter Allround-Newton 8"-f/6 erfüllt alle Bedingungen für nachhaltig freudvolle Planeten/Mond-Beobachtungen. Als zusammenlegbares Gerät ausgeführt macht er sich auch auf der Reise klein.

- Deepy-Sky ist nirgends richtig definiert. Ich finde persönlich, das Deep-Sky von großen schwachen Flächenquellen (winkelgroße Nebel, Galaxien) bis zu kleinen Objekten (z. B. planetarische Nebel) reicht. Für die ersteren braucht es die Fähigkeit zum großen Feld und dabei hoher Lichtmenge für das Auge, also die Austrittspupille (AP=Okularbrennweite geteilt durch Öffnungszahl oder AP=Öffnung in mm geteilt durch Vergrößerung). Für die kleineren Objekte des Deep-Sky braucht es - noch schwieriger - eine Kombination aus Auflösung (=Öffnung als erstes) und weiterhin (schwache Quellen) Licht, also AP. Es sind also größere Öffnungen mit der Fähigkeit zu großem Vergrößerungsbereich gefordert. Viele transportierende Deep-Sky-Beobachter nutzen daher größere Newtons (oft Dobsons). Für den typischen Öffnungsbereich ab 8 Zoll etwa mit Fähigkeit zur Geringvergrößerung gibt es keine anderen Optikdesigns, die das im Preisbereich leisten können.

Da Du sehr viel Wert auf die Transportabilität legst, würde ich genau den gesamten Markt anschauen. Bei jedem Gerät überlegen, was kann man vielleicht umbauen (wenn z. B. die Rockerbox so zu groß oder nicht zusammenlegbar erscheint, ob der Tubus nicht vielleicht teilbar oder mit Verbindungsstreben anstelle eines laaaangen Rohrs umgebastelt werden könnte).

Nicht zu unterschätzen sind die Kosten für die okularseitige Ausstattung, die ja den Arbeitsbereich (V, AP) des Gerätes zumindest an den Enden und in der Mitte abdecken sollte. Da Du wohl mit Brille beobachten mußt, ist der Augenabstand zu berücksichtigen.

Auch Dobsons lassen sich nachführend motorisieren: EQ-Plattform oder Antrieb in den 2 Achsen (Selbstbau, Fertigkauf komplett, Nachkauf).

Ohne Dich jetzt demotivieren zu wollen, aber rundheraus gesagt: klein und leicht und mit Okularen (Augenabstand) komplett und fotoausbaufähig und doch große Öffnung und noch niederpreisig gibt es nicht. Irgendwo wirst Du Abstriche machen müssen. Von technischer Seite betrachtet am Besten bei den Finanzen (mehr Budget), dann können die Anforderungen gut erfüllt werden. Doch leider ist dies meist schwierig oder bedarf längeren Ansparens.

Weiteres Einsparpotential kann durch Messepreis, Aktion, Paketbestellung oder Weglassen von eher unerwünschten Dreingaben erreicht werden ("Alibi-Okular 25er Plössl", zu kleiner Sucher, wenn man lieber einen Peiler möchte...).

Erhebliches (Kostenspar-)Potenzial hat Basteln, Tunen, Selbstbau (z. B. EQ-Plattform/2-Achsmotorisierung, Tubus teilbar machen).

Sollte auch das nicht gehen (handwerklich unbefleckt, kein anderer Kontakt dafür vorhanden), wird es zwangsläufig auf die Leistung gehen. Wie für so viele wäre wohl noch ein 6"-f/6 bei Deinen Anforderungen eine Idee (mit doch aber schon weniger Objekten, weniger Details), doch den gibt es mit Okularen nicht in Deinem Preissegment (meines Wissens).

Deine Vorschläge haben m. E. alle bedeutende Einschränkungen gemessen an Deinen Anforderungen.

Vielleicht habe ich den ein oder anderen Aspekt neueingebracht,

guten Einstieg in unser Hobby, klare Himmel und Top-Bedingungen wünscht

Matthias.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Namensvetter ;-),

ich bin in einer sehr ähnlichen Situation, insbesondere der Aspekt des Familiengepäcks kommt mir sehr vertraut vor. Die letzten drei Jahre habe ich durch Ausleihen, Gebrauchtkauf und Verkauf verschiedene Geräte in der Erprobung gehabt und nähere mich jetzt der Entscheidung ...

Bei mir wird es wohl auch auf einen der genannten Maks (mein Favorit Intes) oder ein C6 hinauslaufen, diese Geräte können zur Not auch auf einem Fotostativ verwendet werden (Urlaub).

Eine Alternative, die ich persönlich noch nicht ganz verworfen habe, ist es einen Dobson von der Stange zu kaufen und ihn entsprechend zum Reisedobson umzubauen, aber Dobson hattest Du eher ausgeschlossen.

grüße Aebby
 
Hallo Eberhard,

Willkommen im Club!

Von mir ein ganz anderer Vorschlag, da es sich bei Dir ja um das Erstlingsteleskop" handelt, es die eierlegende Wolfmichssau nicht gibt und später eh`en zweites hinzukommen wird:
Warum fängst Du nicht mit einem Großfernglas an? Z.B. Fujinon 16x70 oder Miyauchi 20/30 x 77 (das habe ich). Fuji ist geradesicht und Miyauchi 45 Grad (zweites kann aber Schwierigkeiten haben, es ist derzeit kaum zu bekommen, erst im Herbst wieder). Dazu ein Fotostativ und Du hast ein kompaktes Gerät, das man so und so braucht. Mein Miyauchi ist mein Sonnenobservatorium für unterwegs, man sieht eine ganze Menge und belastet sich nicht mit viel Gepäck.

Mit egal welchem Teleskop schleppst Du: Teleskop, Monti und zumindest einen Okularkoffer samt Klapptisch und Klappstuhl.
Mit dem Großfernglas ein Köfferchen und ein Stativ. - Fertig.

Das "richtige" Teleskop käme dass nach dem Urlaub gegen Herbst, wenn man wieder vernünftig beobachten kann (derzeit zu hell in der Nacht). - Und da wird`s verdammt schwierig. Da würde ich dann doch tatsächlich zum Dobson greifen, wobei der Hofheim nicht so kompliziert ist wie man denkt. Er soll auch recht justierstabil sein.

Gruß
Winfried
 
Hallo,

die Idee mit den zwei Geräten würde ich bei deinem Anforderungen im Auge behalten. 1000 Euro müßten doch für einen 8" Dobson und einen Skywatcher/Orion/Vixen 80 ED Refraktor mit einer Vixen Porta Montierung reichen. Allerdings bleibt dann nicht mehr viel bis gar nicht für Okulare übrig. Aber man muss ja nicht beides sofort kaufen.

Gruss Oliver
 
Hallo Eberhard,

auch von meiner Seite <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/i_respekt.gif" alt="" />, dass du dich schon so fundiert eingelesen hast. Für einen Einsteiger hast du ja schon ein schönes Budget. Da die Dobsons (mit Ausnahme der Reisedobsons) nicht so kompakt und transportabel sind und dies für dich auch ausschlaggebende Faktoren sind bleiben für dich meines Erachtens meherer Möglichkeiten:

+Trotzdem ein Dobson mit Zubehör <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> (preislich eher zu realisieren)
+wie einige bereits geschrieben haben 2 Geräte (wobei das Budget hierfür etwas knapp bemessen sein dürfte)
+Wie Winfried schreibt, ein gutes Fernglas welches dich dein ganzes Leben lang begleitet und etwas später wenn du etwas mehr Budget zur Verfügung hast ein Teleskop
+ ein "Übergangsteleskop" um festzustellen wie es einem gefällt und zur Beobachtung. Dieses Gerät würde dann so lange Verwendung finden bis ein größeres Budget zur Verfügung steht und das "bleibende" Gerät angeschafft wird

Die Schwierigkeit besteht darin, deine Wünsche mit den entsprechenden Gerätschaften und Zubehörartikeln zu kombinieren. Wäre es ein Dobson, so wäre die Angelegenheit mit diesem Budget bereits langfristig zufriedenstellend gelöst.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
Hallo Eberhard,

ich denke ein regelrechter Reisedobson ist die eigentlich richtige Lösung für Dich. Da kann Hofheim draufstehen aber auch Martini, da wird sogar 12" transportabel und Du kommst näher an den 18-Zöller heran, von dem Du "verwöhnt" wurdest. Das so ein Gerät eine recht schnelle Optik hat fällt nach meinem Dafürhalten dann auch kaum ins Gewicht, weil Dich die Brille ohnehin in eine Okularklasse zwingt, die mit schnellen Optiken gut klarkommt. Um sie mal zu benennen: LVW, Hyperion, XL, XW, Radian, Planetary HR/Burgess, Nagler Typ 4 (wirklich speziell Typ 4). Dazu gibt es noch ein paar Alternativen, die eher selten anzutreffen und/oder keine Weitwinkel sind. Vielleicht habe ich auch welche vergessen - soll vorkommen.

Wenn Du mal siehst, in was für kleine Kisten diese Reisedobsons sich zusammenfalten lassen, könnte es Dir passieren, dass Du ganz schnell "das isses!" rufst.
Ansonsten sind alle Deine Vorschläge (außer dem Skypod) deshalb problematisch, weil doch recht sperrige Montierungen zu den Teleskopen gehören. Was hilft es, wenn die Maks klein und kompakt sind, wenn das zugehörige Stativ dann aber doch wieder einen Meter länge hat - und haben muss, damit man im sitzen und nicht auf dem Bauch liegend beobachtet? (Die Gefahr sehe ich auch beim sehr niedrigen Hofheim 8" f/4 - man schleppt ja nicht immer einen Tisch mit sich herum, und wenn, ist der wacklig.)

Wie Matthias auch schon richtig sagte, sollte man sich vom Newton justieren nicht verschrecken lassen. Es gibt dazu sehr einfache Methoden, die man leicht erlernen kann, besonders wenn man sich das von anderen auf der Wiese mal zeigen lassen kann. Wenn ich einen meiner beiden f/4 Newtons mit Barlowed Laser im Feld feinjustiere, könnte ich nach 30 Sekunden fertig sein, wenn ich währenddessen nicht soviel mit den anderen quasseln würde. Wenn ich alleine bin, reichen die 30 Sekunden jedenfalls.

Demgegenüber bleibt ansonsten nur, das ganze aufzuteilen. Hier kann ein 80mm APO durchaus ein Reisegerät sein, das zu Hause eine Ergänzung zu einem großen Gerät ist - nennen wir doch mal einen Dobson 12" f/5, zum Beispiel von Discovery mit teilbarem Tubus. Es gibt aber auch noch andere Hersteller dafür. Beides zusammen geht ja eh nicht ins Budget.
Will man innerhalb der 1000 Euro bleiben, dann kann man entweder ein Reiseteleskop kaufen (und für den Rest des Jahres eher unnötig klein ausgestattet beobachten) oder zum Beispiel einen Allround-Dobson 8" f/6, der mitsamt Okularpalette und sehr rundem Zubehörpaket die 1000 Euro sehr freudvoll und vielseitig umsetzt. Den kriegt man aber nicht ins Flugzeug, weshalb dann unterwegs eben wieder der alte Feldstecher die Optik der nicht vorhandenen Wahl sein müsste.
Sind die 1000 Euro aber getrennt vom Zubehör gerechnet, dann ginge für Daheim ein Dobson und für Unterwegs ein kompakter "Nicht Fraunhofer", also ein Achromat (oder "Farbwerfer") wie ein 100/500 oder ein 80/400 auf einem stabilen Fotostativ. Eine solche Optik hat den Schwerpunkt bei Deepsky-Beobachtung unter sehr dunklem Himmel, während sie für Planeten- und Mondbeobachtung ziemliche Nachteile hat - aber die kann man wirklich auch zu Hause angucken!

Clear Skies
Sven
 
Zunächst einmal vielen Dank, dass so viele von Euch so schnell und ausführlich auf mein "Anliegen" reagiert haben - den <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/i_respekt.gif" alt="" /> kann ich nur zurückgeben!

Bevor ich mich auf eine Wochenend-Klausurtagung auf den Weg mache, auf die schnelle ein paar Antworten:

-das Buget für das Teleskop war nackt kalkuliert, dass da noch der "eine oder andere" Euro noch dazukommen wird, habe ich "zähneknirschend" mit einkalkuliert...

-der Vorschlag, mit gleichgesinnten rauszugehen ist sicherlich sinnvoll - da ich aber schon jetzt bei guter Sicht einmal die Woche zur Sternwarte fahre, sollte im Sinne des Familienfriedens dabei nicht allzu viel Zeit auf der Strecke bleiben....

-yepp, mir ist klar, dass die Maks auf Grund Ihrer Obstruktion von ~30% nicht unbedingt das "Mittel der Wahl" sind. Sie sind eben schnuckelig klein, und bei ca. 3 kg Gewicht auch noch halbwegs vernünftig auf "leichteren" Montierungen (Tischmontage?) händeln.
Ich bin aber bei besseren Alternativen nicht beratungsresistent... ;-)

-Der Vorschlag, dass zwei Teleskope mit unterschiedlichen Einsatzbereichen sinnvoll sind, sehe ich ein, kollidiert aber wieder mit meiner (immer noch im Hinterkopf vorhandenen) EWMS.
Sagen wir mal so: der Cayenne ist so ein Gerät, kein Kandidat für spezielle Disziplinen, ist aber im Gelände, für die Familie, zum Einkaufen zu gebrauchen, macht aber auf der Autobahn auch keine allzu schlechte Form. OK, dafür kostet er etwas mehr als ein Smart.
(PS: ich habe einen Familienkombi....)

-Tja, ein Newton - speziell der Hofheim - ist sicherlich ein Traumgerät, ich habe eben nur Manschetten vor der Justage, dem Auf-und Abbau und der damit verbundenen Sorge, eben nicht so eben mal kurz zu spechteln.
Ausserdem ist die manuelle Nachführung ein (Hinderungs-?)grund, da ich wie gesagt die Familie mit einbeziehen möchte.
Wer weiss, vielleicht fängt die dann auch so Feuer und Flamme, dass einer späteren (Schubs)tonne nicht im Wege steht...

-die Idee des Fernglases ist nicht von der Hand zu weisen, allerdings:
die "guten" sind momentan nicht verfügbar (der Urlaub kommt bald...) und die Öffnung unterscheidet sich dann nicht sooo sehr von dem angesprochenen Scopos TL 805 APO.

Sicherlich habe ich jetzt in der Eile den einen oder anderen Aspekt vergessen oder falsch verstanden. - sorry dafür im Vorfeld.

Muss jetzt los - nehme aber für Abends den ICS Katalog mit, der ja auch sehr informativ ist. Vielleicht finde ich darin die EWMS ;-))

Beste Grüsse

Eberhard

PS: Ich weiss, die "Suchenden" der EWMS können einem "Wissenden" gewaltig auf den Nerv gehen -. aber die Hoffnung stirbt zuletzt... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pftroest.gif" alt="" />
 
Hallo Eberhard,

ich möchte nicht zu vorschnell sein, aber für mich bedeutet der Stand nach dieser Antwort, dass Du Dich im Prinzip den machbaren oder sinnvollen Lösungsvorschlägen sperrst und möglicherweise auch die Vorbedingung "Geduld" für das Hobby nicht aufbringen magst. Und Deiner Familie traust Du sie nicht zu - wie sieht's eigentlich mit Deiner Erfahrung so aus, wie leicht oder schwer Dobson-Schubsen denn so ist? Ich würde einem Kind eher die Bedienung eines Dobson zutrauen...
Mal schaun, wie Du aus der Klausur zurückkommst, ansonsten bleibt da nur Schulterzucken...

Clear Skies
Sven
 
Hallo Eberhard,

zu diesen ganzen zusammenlegbaren Gitterrohrdobsons ist zu sagen, dass sie einerseits mit jedem
Auf- und Abbau immer schneller und sicherer zu handhaben sind, gleiches gilt auch für die Justierung.

Der Hofheim ist mit F/4 ein sehr gutes, aber eben auch sehr extremes Beispiel. Die Teile gibt es
u.a. von Martini auch mit F/5, auf Wunsch auch F/6.

Weiterhin musst Du sie ja nicht immer und bei jeder Gelegenheit demontieren, sondern nur
bei Transporten wo kleines Packmaß Pflicht ist. Ansonsten kann man sie auch mit abgedeckten
Spiegeln stehen lassen.

CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sven,

dass Du mir nach nur 2 Postings meinerseits unterstellst, dass ich beratungsresistent gegenüber machbaren und sinnvollen Vorschlägen sei, empfinde ich durchaus sehr vorschnell.
Ich habe immer betont, dass ich dies gerade NIICHT bin

Die Vorbedingung Geduld in Frage oder gar Abrede zu stellen, beantwortet sich selbst durch meine geschilderte „Vorarbeit“ im ersten Posting. Vielleicht hast Du aber auch nur den Terminus Zeit mit dem Terminus Geduld verwechselt. Es gibt eben leider! Interessierte, deren Zeitfenster aus diversen Gründen eher beschränkt ist…

Was ich meiner Familie zutraue, lass getrost meine Sorge sein – Du kannst aber sicher sein, dass sie mit allen Widrigkeiten des Lebens sehr gut zurechtkommen – sie kommen sogar mit mir zurecht…;-)

Ja, ich habe schon geschubst, sogar mit Geduld und Erfolg.

Dass Du als Reaktion auf meinen zweiten Beitrag - die für Dich unverständlichen Fragen, Bedürfnisse, Wünsche und Unsicherheiten eines Neueinsteigers mit einem Schulterzucken als „schon wieder ein Unbelehrbarer“ abtun möchtest – ok, damit können wir beide sicher gut leben.

Trotzdem schade, denn Dein erstes Posting war sehr gut durchdacht, wie auch Deine Homepage, die eine der informativsten für mich war.


Bevor ich mich wieder ausklinke, vielleicht nochmals ein paar Klarstellungen:

-wie schon gesagt, bin ich für Vorschläge aller sinnvollen und machbaren Geräte offen.
Zur Frage standen die von mir genannten Maks, das Scopoos, und auf Anregung von Winfried ein auch gutes! Binocular (danke, daran hatte ich bei der Suche gar nicht gedacht).

Trotzdem kamen die erhobenen Zeigefinger, weil ich anscheinend zu viele (Ko?)kriterien erfüllt haben wollte:

-die persönlichen Bedürfnisse und Einschränkungen, die letztlich die Auswahl beschränken – ja sogar müssen – da ich mir als Einsteiger, der ehrlich zu sich selbst ist, und nicht weiss, wohin der Weg führt (vom Vollzeit-Amateur bis zur Aufgabe), am Anfang keine zwei Geräte zulegen möchte.

-Ebenfalls gehört es zu einer gesunden Selbsteinschätzung, wenn man Bedenken vor der Justage und der richtigen Okularwahl bei einen schnellen Reisedob hat, und sich vorstellen kann, dass einem das Auf- und Abbauen weniger liegt, als die Beobachtung (Ich trinke eben lieber meinen Wein, als ihn an- und auszubauen. Obwohl, wenn ich Zeit und Geld hätte….

-wenn das Platzangebot (Familie - Urlaub, etc.) einen „Volldobson erst einmal ausschliesst

-man nicht weiss, was einem später mehr in Bann ziehen wird, DS ODER die Planeten ODER Beides

-die Familie mit einbeziehen möchte, in den man ihr die Schönheit des Himmels so einfach (ja ich weiss Dobson) als möglich bieten möchte.
Unter „einfach“ verstehe ich ein Objekt einzustellen,, durchschauen lassen,, das Objekt länger am selben Fleck halten, und dadurch die Struktur des Objektes nachhaltig in all seinen Einzelheiten wirken zu lassen.


Nochmals, natürlich habe ich mich aus gutem Grund auch in den HRD verliebt, bin mir aber unschlüssig, ob er all diesen (zumindest für mich verständlichen) Bedürfnisse und Unsicherheiten gerecht wird.

Deswegen habe ich – als blutiger Laie – die im ersten posting angeführten Teleskope zur Diskussion gestellt, die ja auch teilweise sehr ausführlich und fundiert betrachtet wurden.

Sehr hilfreich – ohne die ebenfalls sehr informativen Postings der anderen schmälern zu wollen - war die Antwort von Matthias. Er hat alle Alternativen sehr gut reflekiert, erklärt und die Vor- und nachteile der einzelnen Systeme beschrieben. Konnte wieder einiges lernen – besten Dank dafür!

Am hilfreichsten ist aber ganz bestimmt das Angebot eines Kollegen von euch, der mich eingeladen hat, in seiner privaten Sternwarte seine Instrumente kennen zu lernen.
Er hat mir sogar das Angebot gemacht, eines seiner Teleskope zum Testen und Kennenlernen zur Verfügung zu stellen.
Dafür herzlichen Dank auch an dieser Stelle. Chapeau!


Weiterhin viel Spass und Erfolg – sei´s beim Schubsen, durch die Röhre schauen oder sich führen lassen

Eberhard
 
Hallo Eberhard,

so oder so, Du wirst irgendwo Abstriche machen müssen bei Deinen Vorstellungen. Das Wort "beratungsresistent" hast Du in den Thread eingebracht, nicht ich.

Ich hätte von Dir erwartet, dass Du die gemachten Vorschläge aufgreifst. Die Enttäuschung, die Du nun recht aggressiv ummünst, konntest Du schließlich zuvor einkalkulieren. Von Anfang an gingst Du davon aus, dass eine Lösung des Problems kaum machbar ist. Dennoch greifst Du die genannten Möglichkeiten nicht auf.
Wo ist da die Konsequenz Deinerseits? Welchen Sinn macht Deine Anfrage dann?

CS
Sven
 
HI Eberhard
es gibt sie nicht die EWMS.
Es gibt nur das Scope das zu Deiner Forderung paßt.
Hier ist die Frage, was konkret gefordert wird ein Teil.
Der zweite ist dann ein Kompromiß daraus zu finden, denn alle Forderungen werden nie erfüllt. Diese Kompromisse mußt Du machen.
Reisedobsons können ein Mittel sein, weil sie den Transportvorteil beinhalten.
Manschetten vor dem Justieren muß man nicht haben.
Einmal das Prinzip verstanden ist es keine Hexerei mehr.
Laß es Dir doch mal auf der Sternwarte zeigen und beurteile es dann.
CS
 
Hallo Eberhard,

ich würde den Punkt Öffnung nicht unterschätzen.

Gerade wenn Unerfahrene (z.B. Deine Familie) ein Objekt durch kleine Öffnung beobachten sollen oder ein Objekt finden wollen (z.B. Du) wirds schwer.

Ich schätze jetzt mal aus dem Bauch heraus, dass Du in Sachen DS mit ner 4-Zoll-Optik weder Dir selbst noch Deiner Family ne Freude machen wirst.

Deine praktischen Überlegungen sind ja sehr lobenswert, ich gehe aber sehr hohe Wetten ein, dass dieser Teil der Anforderungen auch bei Dir sehr schnell und sehr stark an Bedeutung verlieren wird, wenn Du feststellst, was mit kleiner Öffnung sichtbar ist und was nicht.

In diesem Sinne kann ich übrigens Svens Argumentation sehr gut nachvollziehen - und zwar beide Postings.

Ceterum Censeo: Versuch macht kluch

CS

Klaus
 
Hallo Eberhard !

Nu mal Butter bei die Fisch !
Ich habe Deine Anforderungen als bunte Kreise auf ein Blatt Papier gemalt. Die Schnittmenge bildet ein 6-8zölliger f6 Newton aus dem Gebrauchtmarkt, den ein versierter Sternfreund optimiert hat und nun wegen eines grösseren Gerätes preiswert abgibt. Das Gerät sitzt auf einer stabilen, später auch mit Motoren ausbaufähigen Montierung, die von einem zusammenschiebbaren Holzstativ getragen wird. Mit dabei sind ein Satz vernünftiger Okulare, Filter und ein Adapter für eine Kamera. Alles für deutlich unter 1000 Euronen.
Leider habe ich kein derartiges Angebot zu machen, aber ich bin schon oft über solche Angebote gestolpert ( u.a. hier im Gebrauchtmarkt ). Dort würde ich mal suchen oder eine Suchanzeige aufgeben. So ein Newton ist verhältnismässig leicht, hat eine schon beachtliche Öffnung, bringt keine Farbe wo keine Farbe ist, muss nicht zwangsläufig jedesmal Justiert werden, hält auch einen etwas ruppigeren Transport aus, hat nur zwei optische Flächen die auch ein bisschen Staub vertragen, ist wenig anfällig für Taubeschlag und nie ein völliger Fehlgriff.

Sternklare Nächte
Berthold
 
Hallo Berthold,

vielen Dank für Deine Überlegungen!

Bevor ich mich entscheide, möchte ich doch erst das Angebot annehmen, mir nochmals verschiedene Teleskope anzuzusehen, und eines davon selbst auszutesten.

Nochmals Danke für Eure Ratschläge

Eberhard
 
Hi Eberhardt,

hier an dieser Stelle evtl. von einem ehemaligen eierlegende Wollmilchsau Verfechter seine Erfahrungen.
Auch ich habe daran geglaubt, dass es sie gibt, die eierlegende Wollmilchsau;).
Mittlerweile hab ich zwei Scopes daheim <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> lol, wobei ich die ehemalige eierlegende Wollmilchsau aufgrund der Tatsache, dass sei alles ein bisschen, aber nix richtig kann, gerne gegen ein etwas spezialisierteres Scope austauschen würde.
BTW. Die [zensiert] ist ein 6" Intes Micro MAK (kompakt, 6", kann von allem ein bisschen, hat aber die MAK typischen thermischen Probleme, trotz Lüfter).
Daneben ein 80mm TMB Apo, klein, leicht, extrem schnell aufgebaut und einsatzbereit, an Planeten klasse (da hab ich glaub ich in Deinem Eingangspost nen Fehler entdeckt, Refraktoren mit zu kurzer Brennweite ("schnelle" Farbwerfer) sind für Deepsky noch einigermassen brauchbar bei entspr. Öffnung, produzieren aber an hellen Objekten - Planeten Mond einen deutlichen Farbsaum.

Langer Rede kurzer Sinn:
Ein Planetenspezialist (MAK oder Apo) wobei der MAK ab einer bestimmten Öffnung (5") arge thermische Probleme bekommt und einen Lüfter haben sollte, schnell und kompakt wäre da ein kurzbrennweitiger Apo (William oder Scopos).

Das dann ergänzt mit einem "schnellen" Newton und Du hast zwei Scopes, die in Kombination eierlegen und Wolle geben:).

Ne Vixen GP ist momentan auch günstig zu bekommen (die "alte" mit grüner Hammerschlaglackierung).
Da bekommst Du beide Scopes drauf, für ein Scope mit rückwärtigem Einblick evtl. das DX Stativ zur GP dazunehmen, der Rücken wirds danken.

Oder die "günstige" Version:

Skywatcher 102er Mak (Planeten) in Kombi mit nem schnellen skywatcher Newton (Deepsky, den man dann noch ein bisschen tunen kann mit Filz...) auf ner EQ 5 Monti.

die Okus die dabei sind, gleich weglassen und durch Kasai Orthos (für Planeten) und Baader Hyperion (für den Anfang) ersetzen.
Die Brennweiten wären dann Geschmackssache...;)


Die nächsten Jahre wünsche ich dann viel Spaß mit dem Zubehörkauf lol.

Gruesslies

Weazle
 
Hi Weazle,

nur kurz zum Stativ, das "DX-Stativ" könnte zu Verwechslungen führen. Das Stativ der GP-DX ist nämlich kürzer als andere GP-Stative. Das hat nur 110cm ausgezogen. Es gibt aber welche mit 150cm, ich glaube die Bezeichnung ist dann HAL 150. Man kann natürlich auch gleich zu einem der großen Berlebach-Stative greifen, die vor allem durch die riesige Ablageplatte sehr attraktiv sind.

Clear Skies
Sven
 
Zu Sven:

das Große heißt HAL 150. Das ist richtig. Habe es unter meiner GP-DX. Ist aber nur zu gebrauchen, wenn man bei Newtons kurzbrennweitige bis 800mm draufsetzt, ansonsten ist es (für mich mit 1,72m) zumindest zu hoch. Qualitativ o.k., wenn das aufgesetzte Rohr kurz genug ist. Ab 1,2 m Länge reicht es meines Erachtens nicht mehr aus und müsste durch eie Säule oder ein Holzstativ ersetzt werden.

Winfried
 
Hi Sven, hi Winfried,

ich meinte natürlich das DX Stahlstativ der Astro 5, welches unter der Bezeichung DX auch einzeln zu bekommen ist, stabiler, als das P90 und das HAL ist und auf 1,20(?) ausziehbar;).

Gruesslies

Carsten
 
Hallo Eberhard,

ich kann Weazle mit seine "günstigen Alternative" voll und ganz verstehen. Wenn es transportabel und kompakt sein soll und trotzdem Planeten und DeepSky gleichzeitig beobachtbar sein sollten, dann wäre tatsächlich zu überlegen, ob man nicht zwei preiswerte Scopes nehmen sollte, z.B. einen kleinen Maksutov-Cassegrain für Planeten und nen kleinen Rich-Field-Newton für DeepSky.

Ein 102er Skywatcher-Mak und ein 114er f/4 Skywatcher-Newton ergänzen sich wirklich sehr gut und sind noch preiswert. Ich spreche aus eigener Erfahrung.

Ich selbst habe den kurzen RF-Newton mit Parabolspiegel von Skywatcher im Einsatz und nutze ihn oft und gerne. Der Newton ist sehr leicht und paßt alleine stabil auf eine einfache Astro-3-Montierung, benötigt aber natürlich f/4-taugliche Okulare (Vixen LVW, Baader Hyperion oder SpeersWaler). Der Kontrast kann durch das Einkleben von Velour deutlich gesteigert werden. Etwas billig wirkt der Plastik-Okularauszug, welcher aber einwandfrei funktioniert und auch von mir mit Velour ausgekleidet wurde.

Neben dem Newton habe ich den 127er Skywatcher-Mak im Einsatz, also den größeren Bruder vom 102er. Für Planeten ist der ganz ordentlich, als 127er allerdings schon recht auskühlkritisch und er bringt schon 4kg auf die Waage. Der kleinere 102er dürfte da handlicher sein. Der Kontrast der Optik ist wirklich gut, das Spiegelshifting gering.

Insgesamt hat man dann zwei kleine, transportable Scopes, welche sich absolut ergänzen.

Was einem dann natürlich noch fehlt, ist eine große Öffnung für eindrucksvollere DeepSky-Beobachtungen. Aber die gibt es eben nur mit sperrigeren Geräten.

Wenn man beide Geräte mit Doppelbefestigung parallel betreiben möchte, sollte es eine EQ5-Klasse sein. Ansonsten reicht sogar locker eine EQ3-Klasse oder Skyview-Montierung. All diese Montierungen sind mit Zweiachssteuerung nachrüstbar.

Beste Grüße

Thomas
 
Hallo Winfried,

ich hatte das Gefühl, es ginge um ein Cassegrain-System mit rückwärtigem Einblick (MC/SC, egal). Da wäre das hohe Stativ nunmal genau richtig.

Clear Skies
Sven
 
Sven:
nur zur Information. Beide Vixen Stative besitzen Hebelklemmen, die Manfrotto nachbebaut sind. Die dazugehörigen Gewindestangen sind nicht aus "nichtrostendem Stahl", wie Edelstahl umschrieben wird, sondern leider aus "stark rostendem Stahl". Gehört zwar nicht unbedingt zum Thema, sollte aben auch mal gesagt werden. Das ist leider eine sehr große Schwachstelle am sonst sehr guten Vixen-Stativ und dürfte in dieser Preislage nicht sein.


Gruß
Winfried
 
So, nach einiger Zeit melde ich mich wieder...

Mittlerweile habe ich mich nach Studium einiger Foren entschlossen, mit einem "kleinen" Teleskop anzufangen, das ich auch auf die Reise nach Frankreich und Thailand (zuzüglich der Familie...) mitnehmen kann.

Ausserdem sollte es zu Beginn nicht zu teuer sein und einen annehmbaren Wiederverkaufswert haben, sollte ich auf etwas "grösseres" umsteigen.

Herauskristallisiert hat sich der Skywatcher 114/450 (500) auf einer EQ1. Die "Dobs-Version" kommt wegen der sperrigen Rockerbox nicht in Frage.
Der 114/450 hat sich in einigen Tests (auch im Nachbarform) ziemlich wacker geschlagen, und bietet ein recht annehmbares Preis/Leistungs-Verhältniss.

Ich weiss, dass die EQ1 nicht sooo stabil ist, für den 114/500 sollte es aber noch ausreichend sein. Der Vorteil liegt in der Zerlegbarkeit und der Möglichkeit, es im Koffer zu transportieren.

Die Problematik des schnellen F4 ist mir auch klar, aber irgendeinen Tod muss man ja sterben....

Mit dem Teleskop bekommt man noch ein 10er und 25er Kellner - die sicherlich nicht zu den "Spitzen-Okularen" zählen.

Zusätzlich möchte ich noch weitere Okulare kaufen - auf eine Barlow möchte ich verzichten, da Einzelokulare sicherlich eine bessere Abbildung leisten. Für Planeten kann ich ja die Öffnung verringern.

Nachdem ich mich von TS beraten lassen habe (sehr freundlich und nicht hochpreissig verkaufsorientiert...) - sowie und Okulartest studiert habe, bin ich auf die HR Planetary Okulare gestossen.

Ich würde mir also zusätzlich zulegen:
HR 2,5
HR 3,2
HR 5
Zusammen mit den Kellnern würde ich folgende Okularabstufung (Vergrösserung) erhalten
18x
45x
90x
140x
und 180x.

Meine Frage: Sind diese Okulare mit den o.a. Vergrösserungen sinnvoll - oder sollte ich da noch etwas ändern?

(Dazu kommt noch eine Sonnenfilterfolie, sowie ein Nachführmotor).

Besten Dank für Eure Meinungen im Voraus

Eberhard



 
Hallo Eberhard,

Zusätzlich möchte ich noch weitere Okulare kaufen - auf eine Barlow möchte ich verzichten, da Einzelokulare sicherlich eine bessere Abbildung leisten. Für Planeten kann ich ja die Öffnung verringern.

ich fürchte da hat dir jemand einen Bären aufgebunden...

An solch lichtstarken Teleskopen wie deinem f/4 welcher hoffentlich
mit einem Parabolspiegel kommt (schriftlich zusichern lassen!)
strecken sehen fast alle Okulare schlecht aus.
Ausnahmen die noch funktionieren und die ich selbst an f/4 kenne sind:
- fast alle TelesVue Nagler
- die 1,25" Vixen LVW

Die vorhandenen Kellner sowie einfache Plössl, Ortho etc
funktionieren aber sehr gut hinter einer guten Barlowlinse.
Für f/4 würd ich eine 3x Televue, die ältere 2,5 Televue Barlow,
die 2,8x Universityy Optics Klee Barlow, die neue 2,2x U.O.
Klee Barlow vorschlagen. Mit dann effektiv f/8,8 bis f/12
kannst du deine Kellner Okus problemlos nutzen.

Eine gute Barlow ist eine sehr nützliche Zusatzoptik
für lichtstarke Teleskope wie dein f/4 Newton.

MfG,Karsten
 
Hallo Karsten,

herzlichen Dank für Deine Antwort!

Nein - ich habe mir keinen Bären aufbinden lassen - die Idee ohne Barlow zur arbeiten kam von mir...
Warum - ich dachte mir, dass zusätzliche Linsen im Lichtgang nicht immer von Vorteil sind. Aber ich bin da nicht beratungsresistent...

Die von Dir angesprochenen TeleVue und LVW sind ohne Frage Spitzenokulare - nur bekomme ich für den Preis von Einen 3-4 Planetary HR.
Wie gesagt, ich möchte am Anfang nicht den doppelten Teleskoppreis für ein Okular investieren.
Und nach den Tests die ich gelesen habe, sind die HR wohl auch für f4 mit Abstichen geeignet.

Eine Barlow besticht sicherlich durch die Verwendbarkeit der beiliegenden Kellner (und der damit verbundenen Reduzierung weiterer Okulare), sowie in der besseren Anwendung bei Planeten bei f9 - f12.
Wie sieht es dann allerdings bei DS aus? Ich dachte, da wäre f4 günstiger (heller).

Beste Grüsse

Eberhard
 
Gedanken über Okus an f/4

Hallo Eberhard,

Warum - ich dachte mir, dass zusätzliche Linsen im Lichtgang nicht immer von Vorteil sind.

sie sind nicht immer von Vorteil, aber auch nicht immer von Nachteil.

Man muß sehen was man wie wo erreichen will. Beispiel:
Niemand käme auf die Idee eine der 3 Linsen seines 3-linsigen Apos
auszubauen, denn " weniger Lisnen = mehr Kontrast !"

So einfach ist es nicht. Die frühesten Refraktoren hatten nur
1 Linse und einen saumäßigen Farbfehler. Der 2-linsige Fraumhofer
Refraktor mit 2 Linsen war da schon eine riesige Verbesserung.
Weniger Farbfehler => mehr Kontrast.

Bei den Okularen ist es durchaus ähnlich. Es gibt bei einem
1-linsigen Okular eine Menge verschiedener Abbildungsfehler.

O.K, es ist besser als überhaupt kein Okular. Aber man kann
es getrost vergessen wenn man die Wahl hat bessere Okulartypen
einzusetzen. Auf Anhieb fallen mir folgende Abbildungsfehler
ein die beim Okular vorkommen können und je nach Okular auch
in mehr oder weniger starkem Maß vorkommen:
sphärische Aberration
- Farblängsfehler
- Farbquerfehler
- Koma
- Astigmatismus
- Bildfeldwölbung

Dazu kommen noch Dinge wie der Augenabstand, Geisterbilder,
Streulichtprobleme, ...

Geisterbilder entstehen wenn ungenügende Vergütungen zu mehr
reflektiertem Licht als notwendig führen und zwei Linsenflächen
mit ähnlichen Radien nah beieinander liegen.

Scatter, Streulicht entsteht durch Bläschen im Glas (schlechte
Glasqualität), schlechte Politur der Linsen, Schmutz auf den
Linsen (innen, bei Produktion in nicht-Reinraum-Bedingungen).

Falsch berechnete Blenden, falsch eingebaute Blenden,
fehlende Blenden, ungenügende Innenschwärzung, all das
ist denkbar und all das kommt vor.

Erst wenn ein Okular nahezu perfekt hergestellt wurde (und
darauf kannst du nichts verwetten!) kann man anfangen sich
mit der Frage nach mehr oder weniger Linsen zu beschäftigen.

Und da ist es leider so, daß die "alten Okulartypen" für
lichtschwache Refraktoren entwickelt worden sind.
Damals gab es f/15 bis f/20 Refraktoren verschiedener Bauweise,
und daran funktionieren Kellner, König, Plössl, Abbe Ortho,
Monozentrische ganz ausgezeichnet.

Damals hatten die Monozentrischen den Ruf eines Planetenokulares.

Das war aber VOR der Erfindung der Antireflexbeläge für Linsen.

Das Mono hatte nur 2 Glas-Luft-Flächen und es konnte Aufgrund
seiner Bauweise keine Geisterbilder entwickeln.

Seit der Einführung der Vergütungen können aber Plössl, Ortho
und Kellner ebenfalls problemlos für schwierige Objekte
eingesetzt werden. Am lichtschwachen (= "Langsamen") Teleskopen.
Nur dummerweise ist dein f/4 was die Anforderungen an Okulare
betrifft so ziemlich das schwierigste was gebaut wird.
Es gab (gibt?) bei ICS ein 12,5" f/3,85 Newton, das ist
dann noch heftiger.

Die Strahlenbündel laufen so stumpf auf den Brennpunkt zu
und danach ebenso stark auseinander, daß einfache Okulare
die nicht mehr sauber kontrollieren können.

Entweder nimmt man vielleinsige Okulare die das können,
oder man nimmt eine Barlow die die Strahlenkegel sehr viel
spitzer macht. Dann können auch Plössl, Ortho und Kellner
diese Strahlenbündel wieder sauber verarbeiten.

Genau das selbe geschieht in den modernen Okulartypen.
Auch dort sitzt an dem dem Objektiv zugewandten Teil eine
"Negativ-Gruppe" die es dem "eigentlichen Okularteil"
ermöglicht mit dem schwierigen Teleskop zurecht zu kommen.

Wenn du zu denem Kellner Okular eine Barlow wie die Televue
3x Barlow nimmst so hast du -> 2 + 1 + 2 Linsen.

Nehme ich die 3x Barlow und mein RKE habe ich -> 2 + 2 + 1 Linsen.

Nimmst du ein HR Okular dann hast du da drin (so berichtete
hier im Board jemand mal, ich weis nicht mehr wer und in
welchem Thread) -> 2 + 2 + 1 Linse.

Also bei allen jeweils die gleiche Linsenzahl und die gleiche
Anzahl von Glas-Luft-Flächen.

Die Barlow mit einem PLössl ergibt 2 + 2 + 2 Linsen und ebenfalls
6 Glas-Luft-Flächen.

Die von Dir angesprochenen TeleVue und LVW sind ohne Frage Spitzenokulare - nur bekomme ich für den Preis von Einen 3-4 Planetary HR.
Wie gesagt, ich möchte am Anfang nicht den doppelten Teleskoppreis für ein Okular investieren.

Die erwähnte ich auch nur weil sie nachgewiesenermaßen auch
noch mit f/4 zurecht kommen. Muß auch nicht sein, obwohl das
22mm LVW so etwas wie das endgültige Übersichtsokular für
deinen 4,5" Newton mit seinem 1,25" Auszug wäre.

Aber es geht eben auch preiswerter, nämlich mi den schon
vorhandenen Kellner Okularen hinter einer guten Barlow.

Die Betonung liegt aber auf guter Barlow.
Billigbarlows bringen dir nur Frust.

Mein gutgemeinter Vorschlag wäre zuerst mal gar nichts in
neue Okulare zu investieren sondern zuerst mit dem Teleskop
und den vorhandenen Okularen zu beobachtenm dann mit anderen
Sternfreunden treffen und verschiedene Okulare ausprobieren,
auch Barlow-Okualrkombinationen, und erst danach mit
all den gewonnen eigenen Eindrücken das zu kaufen, was dich
an deinem Teleskop wirklich überzeugen konnte.

Das ist effektiver und billiger als verschiedene Dinge
zu kaufen um sie dann bald (mit Verlust) weiter zu verkaufen.

MfG,Karsten

Edit:

Wie sieht es dann allerdings bei DS aus? Ich dachte, da wäre f4 günstiger (heller).

Die (Flächen-)Helligkeit ergibt sich bei visueller Nutzung
aus der Austrittspupille (AP).
Die AP ist bei Verwendung eines 4mm Okulares an deinem f/4 Newton
1mm groß. Ebenso wie mit einer 3x Barlow und 12mm Okular.
Ebenso wie bei einer 2x Barlow und einem 8mm Okular.

Bei allen 3 Bispielen beträgt die Vergrößerung 112,5x was bei der Apertur von 112,5mm die dein Newton hat dann genau

112,5mm : 112,5 = 1mm

ergibt.

Und nach den Tests die ich gelesen habe, sind die HR wohl auch für f4 mit Abstichen geeignet.

Hast du mal einen Link dazu ? Würde mich echt interessieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Gedanken über Okus an f/4

Hi Zusammen,

äh - vielleicht im Klartext: Egal welches f/x ein Teleskop hat, und sei es f/100000 oder f/0,5 - bei gleicher Vergrößerung ist in allen Teleskopen gleicher Öffnung das Bild gleich hell (abzüglich irgendwelcher Verluste an Flächen oder in Linsen).
f/4 bringt hier also rein gar nichts. Was f/4 bringt ist eine große Übersicht, die entsteht aber nicht aus f/4, sondern hier ist die Brennweite das Kriterium. Eine kleine Brennweite bedeutet mehr Bildfeld im benutzten Okular-Einsteckdurchmesser. (Vorraussetzung: Das Teleskop beleuchtet den Einsteckdurchmesser ordentlich, Negativbeispiel sind SCs und MCs kleineren Optikdurchmessers, bei denen oft 2" Anschlüsse da sind, aber nicht ordentlich ausgeleuchtet werden.

@Karsten: http://www.svenwienstein.de/HTML/ts_planetary_hr.html
Ich würde sagen sie kommen mit f/4 klar, aber natürlich kann man alles steigern und diese Okulare sind eben letztendlich auf einem Niveau, das zum Preis passt.

Noch was an Eberhard: Es ist eine absolut falsche Sichtweise zu glauben, dass der Anschaffungspreis des Teleskopes den Löwenanteil einer vernünftigen Astronomie-Ausrüstung ausmacht.
Beim Dobson kommt man sehr leicht dahin, dass Okulare nicht nur in Summe, sondern sogar einzeln teurer werden, als das Teleskop. Bei parallaktisch montierten Geräten macht die Montierung ebenfalls einen wesentlichen Anteil aus, und soll das Gerät für Deepsky-Fotografie genutzt werden, dann ist oft die Montierung der teuerste Teil der Ausrüstung.

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