Notebookkauf - was wichtig für Asto?

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Kay

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Hallo,
nachdem ich jahrzehntelang mit PC (berulich, privat) und für die Astronomie mit Sternatlanten gut augkommen bin, meke ich, dass ich so lngsam auch das 21. Jahrhundert erreicht habe :/

Ich nutze das neue E&T, CdC auf dem Computer und überlege mir, ob ich einen "feldtauglichen" tragbaren kaufen sollte.

Welche Features sind da eurer Erfahrung nach unabdingbar?? Gibt es besonders empfehlenswerte Geräte?
 
Hi Kay.

Ich habe mir vor drei Jahren zum Pokern ein IBM ThinkPad T41 gekauft. Ich habe es zwar noch nie als Hilfe beim Spechteln benutzt - es hat jedoch einige Parties im Freien mitgemacht und dabei auch stundenlang im feuchten Gras gelegen. Die ThinkPads sind wohl unter den robustesten Geräten die man kaufen kann. Ich besitze solch ein Gerät und bin sehr zufrieden damit. 14" Monitorgröße sind meiner Meinung nach sehr brauchbar - nicht zu klein und nicht zu groß.

Auf jeden Fall würde ich mir ein Notebook anschaffen, das einen Trackpoint zur Maussteuerung besitzt. Der Komfort im Vergleich zur Steuerung mittels Touchpad ist unvergleichbar.
Auch nett am Thinkpads ist, dass es über einen UltraBay-Slot verfügt. Normalerweise ist dort das CD-Rom Laufwerk eingebaut, welches durch einen "Klick" in einer Sekunde ausgebaut werden kann. In das UltraBay kann ein zweiter Akku eingesteckt werden, wodurch ein Batteriewechsel während des Betriebs möglich ist - sofern einem die stundenlange Laufzeit eines neuen IBM-Akkus nicht ausreichen sollte.

Ich betreibe das verlinkte Gerät mit Windows XP, welches in weniger als einer Minute betriebsbereit ist. Für Internet- / Astroanwendungen ist die Systemleistung absolut ausreichend.

Das Gerät läuft mehr oder weniger absolut geräuschlos. Selbst unter Volllast ist der Lüfter extrem leise. Es ist auch kaum Wärme am Gerät festzustellen.
Am Monitor ist auch eine LED angebracht, die per Knopfdruck eingeschaltet werden kann und die Tastatur dezent beleuchtet ohne dabei zu blenden oder für zu viel Licht zu sorgen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Kay,

für "E&T und Guide draussen auf dem Feld" benutze ich ein Netbook (Asus 1005H) und einen Trackball von Logitec. Maus und Touchpad mag ich nicht so gern, weder beim Beobachten noch überhaupt. Das Netbook hat ausreichend lange Akkulaufzeiten, ist klein, leicht und für die Anwendungen schnell genug. Natürlich ist es komfortabler, ein größeres Display zu haben, aber dann ist der Rechner schwerer und man muss sich wieder Gedanken wegen der Stromversorgung machen.

Thinkpad: ja, die Dinger sind super! Hatte ich vor dem Netbook, war jahrelang ein zuverlässiger Begleiter auch in kalten Nächten. Aber irgendwann war der Akku hin und so musste ich ein Powerpack mitnehmen. Erfreulicherweise kann man manche alten Modelle direkt an 12 Volt betreiben, dann reicht der Saft länger als man beobachtet.

Ich will nicht generell zu einem Netbook für's visuelle Beobachten raten, weil die persönlichen Präferenzen sehr unterschiedlich ausfallen können. Vielleicht hat man auch Anforderungen, die über die Möglichkeiten eines Netbooks hinausgehen. Mir reicht ein Netbook aber und etlichen meiner Astro-Bekannten ebenfalls.

Falls Du Dir ein Gerät für draussen anschaffst und E&T zusätzlich auf einem Desktop zuhause benutzt, rate ich Dir zu einer Installation des Programm auf einem USB-Stick (Anleitung in der Hilfedatei). Damit brauchst Du keine Dateien hin und her kopieren, sondern steckst einfach den Stick ein und machst weiter wo Du zuletzt aufgehört hast. Manche USB-Sticks haben eine LED die beim Datenzugriff ätzend hell blinkt. Sowas sollte man entweder zukleben können oder am besten ein Modell wählen, das da dezenter unterwegs ist.

Viele Grüße,
Tom
 
Moin zusammen!

> Mir reicht ein Netbook aber und etlichen meiner Astro-Bekannten ebenfalls.

Ja, ich besitze seit einem Jahr auch eins: Asus 1000H. Für meine Zwecke völlig ausreichend, und was das Wichtigste ist: der äußerst geringe Stromverbrauch. Planetariumsprogramm und IN-Anwendungen laufen damit einwandfrei, und wenn man will, guckt man sich nebenher 'ne DVD an oder hört Musik.
 
Hi Zusammen,

es kommt eben ganz drauf an, was man machen will. Wenn ich parallel zur Webcam-Aufnahme die vorherige Aufnahmeserie ZIPen will, ist der übliche 1,6GHz Atom im Netbook zu schwach auf der Brust. Der liegt ja in etwa auf dem Niveau eines Athlon 700. Wer mit Giotto Serien zusammenrechnet wird den totalen Einbruch erleben, das muss man dann auf den nächsten Tag verschieben und die Kiste dann alle zwei Stunden (oder länger) mit der nächsten Serie füttern.
Bei mir läuft 24/7 ein Eee-PC, der quasi ein Netbook ohne Display ist. Ist stets surfbereit und dient als kleiner Webserver, dafür langt das sogar.
Als Notebook aber hat ein Centrino bzw. auch ein moderner Doppelkern-Prozessor aber durchaus seine Vorteile. Der verbraucht nicht entscheidend mehr, wenn er im Leerlauf auf 800 MHz getaktet ist, ist dann aber schon mindestens gleich schnell wie der 1,6GHz Atom unter Vollast. Mit entsprechender Software (z.B. Centrino Hardware Control) kann man den Proz. zwingen, auf 800 MHz (bzw. dem "Minimal-Takt" des Modells) zu laufen und durch Undervolting kann man auch viel Strom einsparen. Man hat also Leistung auf Abruf. Dieses Potenzial fehlt beim Atom. Allerdings muss man sich ein Notebook dann auch dementsprechend genau aussuchen, das heißt zum Beispiel unter Umständen verzicht auf zusätzliche 3D-Chips, wenn man davon nicht besonders stromsparende Varianten bekommt. Als ich mein Gerät gekauft habe, war der im Intel 915BG Chipsatz eingebaute Grafikkern noch der energiesparendste. Stellarium bringt der aber auch auf den Schirm. Ist natürlich der Chipsatz, den man üblicherweise in den Atom-Rechnern so vorfindet, dann natürlich in der... äh... am wenigstens energieverschwendenden Variante.
Das Problem beim Atom ist ja, dass der Prozessor [zensiert] sparsam ist, der Chipsatz aber die vier- bis fünffache Leistung zieht, weil Intel verpennt hat, den Chipsatz auf kleinere Strukturen umzusetzen. Als ich zuletzt nachlas war der 915er immer noch über 100nm Strukturgröße, ich meine sogar 150nm. Völlig inakzeptabel, aber man hat keine Wahl - oder vielleicht inzwischen? Selber googlen.
Beim Atom jedenfalls landen 20W bis 40W im Chipsatz, dafür ist da auch ein Lüfter drin, der Proz braucht keinen.

Muss man also abwägen. Wenn man nicht viel Leistung braucht, dann ist ein Netbook klasse. Klein aufzustellen, daheim an einen großen externen Monitor anschließbar, lange Batteriekapazität (sollte man entsprechend aussuchen), Preis ist auch OK.
Braucht man mehr Rechenleistung muss man sich entsprechend umschauen und ein Gerät mit Centrino, Core Duo oder Core 2 Duo, oder eben auch Athlon/Turion 64 anschauen. Da gilt es dann ein Prozessormodell mit kleinem TDP-Wert zu nehmen und auf eine stromsparende 3D-Grafik zu achten, im Zweifelsfall also ein Gerät das eben keinen Ati oder Nvidia Chip extra enthält sondern im Falle der Intel-Prozessoren eben auf die Chipsatzgrafik 915/945 setzt.
Welchen Prozessor man nimmt sollte man an den TDP-Wert koppeln, denn ein Zweikerner mit kleiner Strukturgröße kann sogar weniger verbrauchen, als ein alter Einkerner. Es lohnt also, bei Intel oder AMD vorbeizuschauen und die Infoseite zum verbauten Prozessor eines interessanten Gerätes aufzurufen. Da steht der TDP-Wert oder zumindest findet man den heraus wenn man nach TDP und dem genauen Prozessormodell googlet.

Übrigens fällt mir dazu gerade noch ein, dass man bei der Webcam-Fotografie unbedingt auf die Akkukapazität achten muss, die Webcam schlürft ja gnadenlos über USB den Strom und der kleine Akku eines Netbook ist dann bald leergelutscht, während ein groß gewählter Akku eines Notebooks (80Wh sind leider selten geworden) neben seinem Gewicht eben auch eine gute Energiekapazität mitbringt. Es sei denn man geht über ein Reisenetzteil auf den/einen Autoakku.

Clear Skies
Sven
 
Ich verwende auch einen Atom-Netbook (Asus EEPC 1000H, WinXP, Speicher auf 2 Gb erweitert) für Astro-Zwecke und bin recht zufrieden damit.

Selbst die gleichzeitige Nutzung von EOS Utility (Steuerung der Canon EOS 1000D) und Guiding über eine ALCCD5 mit PHD funktioniert problemlos. Viel mehr ist allerdings nicht mehr drin, d.h. hier operiert das System schon nahe an der Leistungrenze.

Videos per Giotto oder Registax bearbeiten ist durchaus möglich, auch wenn es sicherlich mehr Zeit als auf einem Dualcore o.ä. in Anspruch nimmt. Auch die Teleskopsteuerung über EQMod / Cartes du Ciel habe ich erfolgreich getestet.

Die sehr kompakte Bauform, das geringe Gewicht und die lange Akkulaufzeit (auch mit Webcam oder Guiding-Cam dran) sind für mich klare Pluspunkte. Ob man bereit ist, dafür eine geringere Rechenleistung in Kauf zu nehmen, sollte man abwägen.

Eines hat mich allerdings noch ein wenig gestört: Die LEDs
am Gerät sind wirklich unverschämt hell. Da halfen dann ein paar Streifen schwarzes Isolierband :-)

Viele Grüße, Wolfgang
 
Re: Notebookkauf - was wichtig für Astro?

Moin Sven!

Sehr detaillierte Ausführung, stimmt auch alles, was Du schreibst - nur: Im Eingangspost war nie die Rede von Webcam-erei und ähnlich rechenintensiven Spielereien bei gleichzeitiger Komprimierung. Die Anforderung lief auf einfache Planetariumsprogramm-Darstellung u.ä. hinaus...

Die mobilen Atoms lassen sich vielseitig hoch- und runtertakten. Auf dem letzten AFT bin ich drei Nächte ohne Nachladen klargekommen, wobei Skymap zur Objektsuche lief. Für soetwas braucht man also keinen Turbo-Doppelkern - völlig überflüssig.

BTW: Meinen stationären P3-Stromsparrechner habe ich vor gut sechs Wochen gegen einen ASRock ION-330 (Doppelkern-Atom mit flotter Grafik) ausgetauscht. Das ist 'ne tolle Kiste, und endlich bin ich den Riesenkasten vom Schreibtisch los - obwohl's vorher auch nur ein Mini-Tower war...

Ich bin jetzt also komplett auf "Atom-Antrieb" umgestiegen! :cool:
 
Re: Notebookkauf - was wichtig für Astro?

Hallo Micha,

tja... was da steht ist eins, was da kommt das andere. Man muss sich eben überlegen, ob einen der Rechner am Teleskop nicht noch auf ganz andere Gedanken bringen würde.

Was Wolfgang zu LEDs schreibt: Heute unausweichlich. Einziger Trost: Demnächst irgendwann haben alle Billigteile blaue LEDs, dann zeichnen sich teure Geräte wieder durch andere Farben aus und irgendwann ist rot wieder obercool... Mode ist zuweilen furchtbar dumm, wenn man nämlich etwas zweckmäßiges kaufen will.

Clear Skies
Sven
 
Moin zusammen!

Wenn ich noch einmal vor einer Entscheidung stehen würde, würde ich wieder den Asus 1000H hohlen.

Für mich völlig ausreichend, und was das Wichtigste ist: der äußerst geringe Stromverbrauch!...

klare Pluspunkte

+Sehr schöne Bauform
+das geringe Gewicht
+lange Akkulaufzeit

Ich habe auf Lapi CdC, DPP, EOS Utility, EOS Movrec für Canon 1000D.
Giotto geht auch bei der Webcam-Fotografie.
Sogar SC 3 habe ich für „Notfälle“ unterwegs installiert.

:huhu:
 
für wirklich wenig geld bekommt man schon ein ibm x31 mit dockingstation.

1400 mhz intel cpu und 2 gb ram habe ich in meinem gerät.
es hat parallelport, wie auch seriellen anschluss und usb 2.0.
12 zoll tft und all meine astrosoftware läuft bestens auf diesem gerät.

weiterhin hält der akku, sofern nicht zu alt, extrem lange und in die dockingstation könnte man sogar noch 1-2 zusätzlich installieren, so dass locker die ganze nacht mit strom versorgt ist.

wlan, lan usw. ist natürlich auch vorhanden.

eigentlich hatte ich mir dieses teil als reines astronotebook gekauft in der bucht, aber da es ohne dockingstation so schön leicht ist, ist es zu meinem surfinstrument abends im bett geworden oder wenn ich mich mal irgendwo in meinen garten setze, um bissl was im internet zu lesen oder zu suchen.

achja ... win xp prof habe ich auf dem gerät installiert und das bleibt dort auch drauf.

so stelle ich also das x31 auf den tisch auf meiner terasse, schliesse das teleskop + aufnahmekamera und guidingkamera an das notebook an.
lankabel dann über hub mit meinem notebook im wohnzimmer verbunden und via remotedesktop total ferngesteuert :)

zum aufnehmen von astrobildern einfach ideal finde ich :)



gruß
andi
 
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