Hi,
es gibt eigentlich 2 Möglichkeiten:
- das Auszugsrohr ist krumm (bzw. die Laufschienen)
- der Laser sitzt verkippt im OAZ oder ist selbst dejustiert (für mich sehen die Bilder sehr danach aus, dass der Newton mit dejustiertem Laser justiert wurde). Wäre das nicht so (d.h. liefe er genau parallel zur Auszugsachse), dann würde er sich in seiner Lage im Raum nicht verändern, wenn der Auszug bewegt wird. Dazu ist eine Schieflage des OAZ unerheblich. Eine Schieflage des OAZ kann allerdings den Effekt einer Laserdejustage theoretisch verstärken.
Maßnahmen (z.B.):
1.) Zuallererst musst Du also die Justage des Lasers überprüfen. Stelle dazu den OAZ senkrecht, und setze den Laser ein ohne ihn festzuklemmen, so dass er nur mit seinem Ring aufliegt. Wenn Du ihn dann drehst, soll der Punkt auf dem Hauptspiegel nicht wandern, ansonsten musst Du ihn justieren.
2.) Dann klemme den Laser. Wenn jetzt der Laserpunkt auf dem HS wandert, so verursacht die Klemmung eine Schieflage des Lasers. Das kann entweder an einer zu weichen Hülse des Lasers liegen, oder an einer nicht optimalen Klemmfunktion des OAZ.
3.) Versuche ihn so festzuklemmen, dass der Punkt auf dem HS exakt seine Position hält. Drehe am OAZ. Verändert sich die Position des Punktes, so ist der OAZ fehlerhaft. Wenn nicht, dann kannst Du mit der Justage Deines Newtons fortfahren.
Für Punkt 1 brauchst Du nicht unbedingt den OAZ, eine stabile Vorrichtung, in der der Laser gedreht werden kann und z.B. auf eine weiter entfernte Wand leuchtet, ist sogar besser.
Grüße, Henning
Ps @Günther: der FS muss die optischen Achsen von HS und OAZ ineinander spiegeln. Nur wenn das der Fall ist, ist auch der Auszug "über die gesamte Länge auf der opt. Achse", wie Du es bezeichnest. Das kann durch unterlegen an der Basis eingestellt werden, aber auch anderweitig, z.B. durch eine Justage der FS-Position und Neigung. Der FS ist für 45°-Lage normalerweise optimiert, daher sollte man wie Du sagst, die Lage der restlichen Elemente (OAZ) korrigieren.