Ocal vs. Laser – lohnt sich der Aufwand bei F3.9 Newton?

swizzly

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

ich habe einen F3.9 Newton und justiere bisher immer mit einem Baader-Laser. Der Laser selbst ist meiner Meinung nach gut justiert – zumindest konnte ich keine nennenswerte Dejustierung feststellen.

Meine Sternabbildung wirkt im Allgemeinen in Ordnung, keine sichtbare Verzerrung oder Koma. Laut KStars/EKOS liegen die HFR-Werte bei 300s Aufnahmen (Optolong L-Extreme - leider habe ich keine aktuellen Aufnahmen ohne Filter, ZWO ASI533MC) meist zwischen 2.1 und 2.8 Pixel, und beim Fokussieren (gleiche Kamera + Filter, 2s, 2x2 Binning) zwischen 1.1 und 1.3 Pixel. Die Kamera hat ja keinen APS-C oder gar Vollformat-Sensor, also auch keinen besonders grossen Bildkreis.

Nun frage ich mich: Sind diese Werte eigentlich gut, oder ginge da noch etwas besser?
Hat jemand Erfahrung, ob sich mit einem Ocal eine merkliche Verbesserung gegenüber einer sauberen Laserjustierung erzielen lässt – speziell bei einem schnellen Newton wie F4 oder schneller?

Ich habe auch schon versucht, über die Stern-Defokussierung und das Beurteilen der Beugungsringe zu justieren, aber das ist gründlich schiefgegangen. Obwohl das Muster symmetrisch und zentriert aussah, war danach alles total verstellt, die Sterne wiesen ordentlich Koma auf, ich musste mit dem Laser komplett neu justieren, und dann war wieder alles gut.

Wie sind eure Erfahrungen – bringt ein Ocal in so einem Fall wirklich noch einen messbaren Vorteil?

CS,
Zoltan
 
Hallo Zoltan,
ich bin mit dem Ocal nie wirklich warm geworden und bin dann erst wieder zum 2“ Laser und dann zu den Catseye Tools gewechselt. Ich finde, in punkto Präzision sind die Catseye Tools unschlagbar, preislich liegen sie im gleichen Bereich wie der Ocal.
VG Wolfgang
 
Hallo Zoltan,

Wenn deine Abbildung übers Feld i. O. ist, dann ist auch deine Justage i.O.
Was ebenfalls Einfluss auf die Abbildung hat, ist der Komakorrektor(-typ) , das Umgebungsseeing, die Temperaturanpassung (Tubusseeing) der Optik und die Fokussierung/bzw. ggf Fokusdrift.
Und das Thema Binning ist bei CMOS und Bayerpattern eher sinnarm, und erst Recht, wenn man das Binning zum Fokussieren nutzt.

viele Grüße
 
Hallo Zoltan,
ich bin mit dem Ocal nie wirklich warm geworden und bin dann erst wieder zum 2“ Laser und dann zu den Catseye Tools gewechselt. Ich finde, in punkto Präzision sind die Catseye Tools unschlagbar, preislich liegen sie im gleichen Bereich wie der Ocal.
VG Wolfgang
Hallo Wolfgang,
Catseye Tools Finde ich sehr interessant. Wo hast du gekauft?
VG
 
Hallo Zoltan,
ich bin mit dem Ocal nie wirklich warm geworden und bin dann erst wieder zum 2“ Laser und dann zu den Catseye Tools gewechselt. Ich finde, in punkto Präzision sind die Catseye Tools unschlagbar, preislich liegen sie im gleichen Bereich wie der Ocal.
VG Wolfgang
Hallo Wolfgang,

und was benötige ich dann wirklich von den Tools z.B. für den Sharpstar Hypergraph f/2.8 und für den selben ONTC, welchen du auch in Gebrauch hast?
Ist etwas verwirrend, die Seite.
CS Dieter
 
Hi,

ein Concenter tut es für den f3.9 Newton vollkommen. Zumindest komme ich damit immer gut ans Ziel mit einer Vollformat Kamera.
Interessant wird es dann beim Hypergraphen. Den hatte ich auch schon und da bin ich nicht so einfach ans Ziel gekommen. Hier könntest Du mal bei Daniel Nimmervoll nachfragen. Aber ich habe mir damals zwei Tools selbst gebaut mit denen ich nachvollziehbar sauber justieren konnte:

Gruß Markus
 
Hi Dieter,
und was benötige ich dann wirklich von den Tools z.B. für den Sharpstar Hypergraph f/2.8 und für den selben ONTC, welchen du auch in Gebrauch hast?
Ist etwas verwirrend, die Seite.
jepp, die Seite hat einen eher spröden Charme ;-) Das wichtigste Teil ist der Autocollimator INFINITY XLKP-A. Aber am einfachsten ist, Jim von Catseye anzuschreiben. Er berät Dich, was Du genau brauchst.
VG Wolfgang
 
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