+++ Okular/ Barlow für Planetenbeobachtung+++

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MichelBVB

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Hallo und guten Abend,
hat jemand eine Empfehlung für ein gutes und tolles orthoskopisches Okular zur Planetenbeobachtung, bzw. welche Barlow würdet ihr für die Planetenbeobachtung empfehlen? Habe noch nie mit einer Barlow beobachtet, muss man da auf etwas spezielles achten?

Habe ein Omegon Oberon Okular 7mm mit 80Grad Gesichtsfeld im Koffer, aber bei Saturn und Jupiter war es eher so semi, nach meiner Auffassung. Und weil der Mars ja bald so richtig schön steht, würde ich mich über eine Empfehlung sehr freuen.

Liebe Grüße und CS

Michel
 
Hallo Michel,
Ich habe auch einen Newton 200/1200 f/6 und stehe gerade vor der gleichen Frage. Ich habe jetzt mal das Baader Classic Ortho 6mm bestellt (ergibt dann 200x bei AP = 1,0) und werde gerne meine Erfahrung hier weitergeben, wenn ich es mal testen konnte.
Bisher habe ich mit dem Baader Zoom Mark IV 24-8mm beobachtet und bei Bedarf die Baader Barlow (ich glaube 2,25x) mit verwendet, wollte jetzt aber auch mal Erfahrungen mit „weniger Glas“ im Bild bei Planeten machen.
Habe mir auch andere Orthos in diversen Shops angeschaut, aber das war mir dann mit >100 Euro noch zu teuer und da ich ja bereits die Baader Barlow habe, hoffe ich, dass das im Zweifel gut zusammen passt.
Zu der empfohlenen Barlow von APM kann ich nichts sagen, mir ist nur aufgefallen, dass sie explizit für f/4 gerechnet wurde und ehrlich gesagt, ist mir bei meinem f/6 eine Komakortektur noch nicht erforderlich geworden... oder als Einsteiger erkenne ich das noch nicht ;-)

Beste Grüße und CS
Frank
 
Hallo Michel,
Bin ebenfalls blutiger Anfänger mit nem Dobson 200/1200. Ich habe mir so'n billiges 23€ 6mm 66° Okular in China bestellt. Das war innerhalb einer Woche da und macht ein besseres Bild als eine 2x Barlow in Kombination mit dem 10mm Plössl was im Beginner Set dabei war. Hab mit dann noch das TSOptics 4mm HR Planetary UWA - 1,25" für 64€ geholt und auch damit bin ich soweit zufrieden. Aber da merkt man dann doch die Grenze des 200/1200. Das reicht mir erst mal und teuer wars jetzt auch nicht unbedingt. Irgendwann werde ich bestimmt merken dass die billigen Dinger kein Vergleich zu den top Okularen sind. Aber im Moment reicht mir das. Jupiter bzw. Saturn ganz prima damit gesehen und wie du schon sagst, Mars kommt ja auch noch.
Die Barlows benutze ich nur für die Fotos.
 
Hi
bevor Du was kaufst frage ich mal wasrum denn Saturn und Jup semi waren und was genau das heißt?
Ich denke dem sollte man erst mal auf den Grund gehen.
Stimmt die Justage des Gerätes der Streuichtschutz und die Innenschwärzung?
Und von Mars würde ich soooo viel nicht erwarten, schon allein deshalb weil er zur Oppo nur rd. halb so groß ist wie Jupiter.
CS
 
Hallo Frank,

Zu der empfohlenen Barlow von APM kann ich nichts sagen, mir ist nur aufgefallen, dass sie explizit für f/4 gerechnet wurde und ehrlich gesagt, ist mir bei meinem f/6 eine Komakortektur noch nicht erforderlich geworden... oder als Einsteiger erkenne ich das noch nicht ;-)

das explizit klingt jetzt so als wäre sie nur für F4 geeignet. Es ist zwar richtig das ich sie an F4 gerechnet habe weil ich den Anspruch hatte das sie auch da noch hervorragend abbildet aber sie funktioniert natürlich auch bei F6.
Die Koma Korrektur ist unabhängig von der Öffnungszahl.
Es bedarf also nicht für jede Öffnungszahl eines speziell dafür gerechneten Korrektors.
Es kann nur sein das er mit besonders kleinen Öffnungszahlen nicht mehr klar kommt und dann andere Fehler einführt. Farbfehler sphärische Aberration Astigmatismus.
Diese Fehler nehmen prinzipiell zu je kleiner die Öffnungszahl ist an der man den Korrektor oder die Barlow verwendet.
Die Koma korrigierende Barlow von APM mit meinem Design schafft es aber auch bei F4 noch die gerade genannten Fehler sehr gut zu korrigierten.
Daher der Hinweis das sie auch für F4 sehr gut geeignet ist.

Ob eine Korrektur der Koma auch schon bei F6 sinnvoll ist ist Ansichtssache und auch stark vom scheinbarem Gesichtsfeld des Okulares abhängig.
Bei einem Plössl mit 50°SGF eher nicht, bei einem Ethos mit 100° SGF schon eher.
Das Plössl kann aber auch schon von der größeren Öffnungszahl profitihren die sich durch die Brennweitenverlängerung hinter der Barlow ergibt.
Auch Okulare können mit kleinen Öffnungszahlen Probleme bekommen und arbeiten an großen Öffnungszahlen besser.
Für Planetenbeobachtungen am Dobson wäre zu sagen das man hier ja nicht immer auf der Achse beobachtet sondern das Objekt durchs Feld laufen lässt.
Auch wenn man am Stern am Feldrand noch keine auffällige Koma bemerkt so drückt diese hier trotzdem schon Strehl und MTF.
Eine Korrektur derselben kann also speziell bei Planetenbeobachtungen am Dobson wo man den Planeten durchs Feld laufen lässt und ihn nicht immer auf der Achse beobachtet also auch schon bei Okularen mit kleinerem SGF und einer Öffnungszahlen von F6 sinnvoll sein.
Auch wenn hier am Stern am Feldrand noch keine Koma auffällig ist.

Grüße Gerd
 
Hallo Michel,

das 7mm Omegon Oberon Okular sollte eigentlich ordentlich abbilden.
Oft gibt das Seeing also die Luftunruhe aber keine hohen Vergrößerungen her. Das ist auch schon bei den 171 fach der Fall die sich bei dir ergeben.
Das ist nicht an jedem Tag drin.
Wichtig ist auch das Teleskop gut auskühlen zu lassen.
Und die Justage muss natürlich auch stimmen.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,
Vielen Dank für Deinen Beitrag. Ist ja super, hier direkt vom „Hersteller“ eine umfassende Erläuterung zu bekommen.
Beste Grüße
Frank
 
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