Okular Frage für 8" Dobson

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Frayze

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Halli Hallo,

ich wollte mir demnächst mein erstes Teleskop kaufen und zwar folgendes: http://www.astroshop.de/skywatcher-dobson-teleskop-n-200-1200-skyliner-classic-dob/p,4440

Ich habe bei einem Händler im Internet nachgefragt welche Okulare er für einen Einsteiger und für dieses Teleskop mir empfehlen würde.

Er schlug mir folgendes vor: http://www.astroshop.de/omegon-deluxe-okularkoffer--optimiert-fuer-brennweiten-bis-1200mm/p,23607

Jetzt zu meiner Frage sind diese Okulare gut für den Preis bzw sind diese Okulare überhaupt gut oder zu gebrauchen?

Vielen Dank schon mal im Voraus

Grüße Patrick
 
Hallo Patrick,

ich würde mich erstmal hier informieren: www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.html

Eine Überlegung zum besseren Auffinden der Objekte wäre noch ein Leuchtpunktsucher oder besser ein Telrad mit dem Deep Sky Reiseführer. Das Bild im optischen Sucher ist Kopf- und Seitenverkehrt und macht dadurch das Auffinden nicht unbedingt leichter.

Gruß
Matthias

 
Hallo Patrick,

Zitat von Frayze:
Jetzt zu meiner Frage sind diese Okulare gut für den Preis bzw sind diese Okulare überhaupt gut oder zu gebrauchen?

Ich finds toll, dass diese Köfferchen immer irgendwie gleich aufgebaut sind, das macht es mir als Schreiberling leicht: Man braucht sie einfach nicht zu empfehlen ;)

Ansonsten, zur Okularfrage läuft ja derzeit schon ein Thread:
http://forum.astronomie.de/phpapps/.../987361/Okluarauswahl_fur_8_Dobson#Post987361
 
Hallo Patrick,

auch wenn es am Anfang nicht die Laune hebt, das zu lesen, aber Toni hat absolut recht.

Ich hab so ein Ding gekauft (gleicher Shop, man macht seine Erfahrungen...) und man wird damit nicht glücklich.

Ich habe - nachdem mir jemand aus dem lokalen Verein geraten hat, den Koffer einfach zu ignorieren - wieder "bei null" mit dem angefangen, was bei dem Teleskop dabei war (exakt das gleiche, was du oben beschreibst), und mich von da an u.a. mit der Hilfe dieses Forums hier weitergehangelt.

Alles, was danach kam, hat richtig Spaß gemacht, auch wenn dann halt vielleicht nur ein oder zwei Okulare im selben Preis zu dem Koffer rausspringen...mit denen machst du "größere Augen" wie mit dem Müllkram ;)

gruß

Ulrik
 
Hallo Ulrik,

der "Müllkram" macht nicht den Eindruck eines solchen; die Okulare decken bei zugegeben guten Verhältnissen der Brennweiten zueinander aber nur einen kleinen Bereich der möglichen Vergrößerungen ab.

Allerdings denke ich, daß man auch mit weniger Geld ziemlich sicher gute Okulare bekommen kann.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Ulrik,

Gut zu hören von jemanden der eigene Erfahrung mit so einem Set gemacht hat.

Will mir kein mist kaufen, bloß kann ich nicht unterscheiden was Müll und was gut ist.

Mal eine Frage an dich.

Ich sehe du kommst aus dem Raum Viernheim und da in der Nähe von Viernheim wohne wollt dich mal fragen ob du weißt wo hier in der nähe Treffen sind um mich auch mal selbst schlauer machen kann bzw mal auch durch ein Teleskop schauen kann.

Gruß

Patrick
 
Ich würde auf jeden Fall so vorgehen: Lieber mit weniger Okularen anfangen, dafür aber mit vernünftigen. Es macht überhaupt keinen Spaß, wenn einem das letzte Glied in der Kette den Blick verleidet. Und: Ein gutes Okular behält man länger, auch für die nächsten Teleskope und es sorgt für ein entspanntes und langes Seherlebnis.

Beispiel: Für die oben genannten 250€ (Okularkoffer) würde ich lieber ein gutes, gebrauchtes Vixen LVW 22 erwerben. Das wirst Du lange behalten und daran Freude haben. Dann vielleicht noch ein gebrauchtes LVW 13 und später, wenn wieder mehr Kohle da ist, ein kürzeres Okular dazu. Dann hast Du eine mehr als brauchbare Kombination!
 
Hallo,
das kann ich als absoluter Neuling sogar bestätigen.
Heute war trotz weniger Wolkenlücken kein halten mehr.
Ich konnte Jupiter ausfindig machen und beobachten.
Habe ein 8" Dobson und hatte zuerst mit meinem 6mm TS Planetary geschaut, Jupiter war zu sehen und die Wolkenringe waren zu erkennen.
Danach bin ich auf mein gebraucht erworbenes LVW 13mm gewechselt.
Der Unterschied war gewaltig. Obwohl die Vergrösserung geringer war, konnte ich mehr erkennen, alles war klar und kontrastreicher.
Für mich ist klar, nur noch ab LVW aufwärts und Danke nochmal an Christian, von dem ich das prima Okular erworben hatte. :-))) Es war kein Fehler.
Ist wie mit Objektiven bei einer DSLR, Bilder machen alle, der Unterschied ist aber deutlich, je hochwertiger die Linsen sind.

Morgen soll es wolkenloser werden, freue mich schon jetzt und bin dem Fieber verfallen.

Gruss Roland
 
Hallo Roland,

ich wollte Dir eigentlich eine PN schreiben, aber das funktioniert nicht.
Du lehnst Dich hier deutlich zu weit aus dem Fenster.
Ich kenne die beiden von Dir genannten Okularserien sehr gut.
Ein Planetary, ich meine hier die zwischen 9 mm und 5 mm Brennweite, also nicht die längerbrennweitigen ohne Barlow weilch nur den Namen tragen, im Normalzustand kein LVW, aber am Planeten durchaus so gut, dass Die Unterschiede bei der optischen Leistung auf der Achse bei gleicher Brennweite nicht groß sind.

Seeing, Tubusseeing, Justage, da hängt der Hammer, wenn ein 6er Planetary nicht mehr zeigen kann als ein 13er LVW.
Sind die Verhältnisse für den Einsatz eines 6 mm Okulars am 8-Zöller gut, dann zeigt ein 30 Euro Plössl mehr Details als ein 13er LVW.

Darauf mein Wort.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Roland,

kann mich Günther weitgehend anschließen. Ein 13mm Okular (im Grunde egal, welches) lässt sich nicht mit einem 6mm Okular vergleichen. Das 13mm wird dir am 8"er in nahezu alle Fällen ein scharfes Bild liefern, das 6mm schon wesentlich seltener! Hatte erst gestern den direkten "Vergleich" an Jupiter mit einem 15mm, 9mm und 6mm Okular am 8"er ;)

Also bitte möglichst nur (annähernd) gleiche Brennweiten vergleichen :Trost:

Aber trotzdem schön, dass dir das LVW13 so gut gefällt :)

Gruß, Robert
 
Hallo Roland,

Zitat von Der_Falke:
Danach bin ich auf mein gebraucht erworbenes LVW 13mm gewechselt.
Der Unterschied war gewaltig.

Gut, wurde ja schon alles dazu gesagt...
Also beim Wechsel von 6 auf 13mm nimmt in dem Fall der Kontrast deutlich zu, das hättest Du auch mit einem Plössl so gesehen ;)
Das tut aber den LVW keinen Abbruch, auch in Zeiten von günstigen und guten Okularen der Naglerklasse sind die LVW über jeden Zweifel erhaben.
 
Hallo zusammen,

ich hatte ja geschrieben, das ich absoluter Anfänger bin und mein First Light hatte.
Nehmt es mir also nicht übel, dass ich nur das Gesehene schildere ohne jegliche Fachkentniss.
Vielleicht lag es ja wirklich an den Wolken, die immer wieder vor Jupiter zogen.
Heute abend soll es ja klar sein, dann werde ich nochmal probieren, ob ich mit dem TS besser sehe.
Jetzt gleich gehe ich auf jedenfall mir erstmal den Mond anschauen, der Dobson sollte jetzt ausgekühlt sein.
Da wird mein TS mir ja mal beweisen, dass es gut ist :-)

Gruss Roland
 
So, komme gerade von draussen zurück und konnte den Mond und den Saturn beobachten, da draussen alles klar ist.

Diesmal habe ich besonders beim TS versucht, mich länger an das Okular zu gewöhnen und habe auch mit dem Augenabstand herumprobiert.

Wieder hatte ich das Gefühl, dass selbst das 10mm Super was bei dem Skywatcher dabei war, besser als das 6mm TS war.

Was mir am TS aufgefallen ist, dass der Planet ziemlich wackelt, beim Mond nicht ganz so ausgeprägt.
Es kommt mir so vor, als wenn eine Linse im inneren lose ist, der Saturn ist richtig hin und her gesprungen, als wenn die Linse vibriert.
Kann das sein, oder ist bei 6mm das einfach so? Ich habe leider kein Vergleich zu amderen 6mm Okularen.

Das LVW hat mich am Mond mehr als zuvor beeindruckt.

Gruss Roland
 
Hallo Roland,

hattest Du etwas Wind?
Der restliche Eindruck wird vom Seeing gewesen sein. Hatte gestern abend mal kurz den Jupiter drinne, aber gleich wieder verworfen, da die Luft viel zu unruhig war.

Eine lose Linse wirds wohl nicht gewesen sein, die würde man ja beim Hantieren am Klappern merken und ins Teleskop eingesetzt wackelt sie ja nicht selbsttätig ;)

 
Also Wind war es nicht.
D.h., bei der Vergrösserung ist das zittern normal?
Es war nicht so wie verschwommen sondern wirklich richtiges wackeln.

Gruss Roland
 
Hallo Roland,
Zitat von Der_Falke:
Also Wind war es nicht.
D.h., bei der Vergrösserung ist das zittern normal?
Es war nicht so wie verschwommen sondern wirklich richtiges wackeln.
das kann auch am Untergrund liegen, auf dem der Dobson steht. Ich hatte vorgestern auf einer Wiese beobachtet, deren Boden noch sehr weich durch die Nässe war. Da musste ich auch sehr ruhig sitzen, um ein wackelfreies Bild zu bekommen. Ansonsten finde ich zumindest den 8" Dobson von Skywatcher schon ziemlich stabil.

Gruß, Robert
 
Hallo Roland,

ich habe mir in der Nacht zu heute eine ganze Weile Saturn mit einer 6mm Goldkante (TSSWM6) angesehen. Als in der Ferne ein LKW vorbeifuhr, hat das Bild gezittert. Mein 8'' Dobson steht auf Steinplatten und ringsherum ist eine Wiese. Die Vibrationen fanden trotzdem ihren Weg. Auch wenn ich mein Teleskop berühre, zittert das Bild kurz. Es beruhigt sich jedoch schnell wieder, wenn ich es loslasse. Das ist also nichts ungewöhnliches, da man bei hohen Vergrößerungen auch jede Vibration vergrößert.
 
Hallo nochmal,

gestern abend war der Himmel sternenklar und ich habe mal den Dobson auf unsere Rasenfläche verfrachtet, also runter von der Terasse.

Es war ein ganz anderes Beobachten und inzwischen kann ich mich sogar mit dem TS anfreunden, habe damit gestern den Jupiter ruhig bekommen und konnte sogar einige seiner Monde sehen. :-)

Dennoch hat sich das 13er LVW zu meinem Lieblingsokular entwickelt und ich habe gemerkt, dass trotz eines 25er Super noch ein 30-35er fehlt. Hier bin ich am überlegen ob ich nun ein 32er TSWA nehme, oder doch lieber ein 31er Panoptik.

Was mir nicht gelungen ist, ist das Finden von Galaxien, hier muss ich wohl noch einiges lernen, denn trotz Star Walk auf dem iPad (Nachtmodus), habe ich Schwierigkeiten durch das Starhopping, Objekte direkt aufzufinden. Evtl. hilft hier wohl ein Telrad, oder?

Gruss Roland
 
Hallo Roland,

Galaxien erscheinen in der Regel als schwach leuchtende Nebel. Wenn man noch nie eine im Teleskop gesehen hat, kann man schon mal daran vorbeihuschen. Vor allem wenn wenn man die Galaxie direkt von oben sieht und sich ihr Licht auf eine große Fläche verteilt.

Ich benutze zum Aufsuchen meist den guten alten Karkoschka und ein Fernglas, um markante Sternformationen zur Orientierung auszumachen. Dann richte ich mein Teleskop (8'') mit Hilfe des Suchers auf das Zielgebiet aus und halte mit einem 30mm Okular (große AP und großes Gesichtsfeld) Ausschau nach dem gesuchten Objekt. Das funktioniert für mich sehr gut und ich lande meistens genau dort, wo ich hinwollte. Als Sucher benutze ich einen 8x50 RA-Sucher mit 90°- Einblick, damit ich da auch bequem reinschauen kann.

Ein Telrad wird vermutlich zu Recht oft empfohlen, weil er beim Durchsehen Zielkreise auf den Himmel wirft und man ein maximales Gesichtsfeld hat ohne mehr Sterne zu zeigen, als man mit bloßem Auge sehen kann. Jedoch ist genau der letzte Punkt für mich ein Nachteil, da ich schwächere Sterne zur Orientierung und zum Finden von schwach leuchtenden Kleinkram brauche. Der Blick durch das Teleskop, auch mit Okularen hoher Brennweite, liefert mir da schon ein zu schmales Gesichtsfeld. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung die auf meine Beobachtungsgewohnheiten beruht. Es gibt viele, die Telrad-Sucher einem optischen Sucher vorziehen und glücklich damit sind.

Ich kann dir die Sternbilder Löwe und Jungfrau empfehlen. Dort gibt es jede Menge Galaxien. Direkt zwischen diesen beiden Sternbildern befindet sich der Virgo-Haufen und auch direkt unter dem Löwen findet man einige Galaxien, die dicht zusammenstehen. Die Andromeda-Galaxie ist natürlich das leichteste Ziel, da man die ja bereits mit bloßem Augen sehen kann. Allerdings steht die zu dieser Jahreszeit tief über dem Horizont.

Natürlich darf der Himmel nicht zu sehr durch künstliche Beleuchtung aufgehellt sein. Ich beobachte von einem Wohngebiet aus, umringt von einigen Straßenlaternen (die mich zum Glück nicht direkt anstrahlen) und habe in der Nacht zu heute viele Galaxien gefunden. Es muss also auch nicht stockdunkel sein.

Auf das I-Pad würde ich verzichten. Das große Display ist auch im Nachtmodus noch so hell, das es die Dunkeladaption stört. Selbst mein kleines Smartphone stört mich im Nachtmodus so sehr, das ich es beim Beobachten nicht benutze. Nimm am besten nur einen Sternatlas und eine regelbare Taschenlampe mit Rotlicht.
 
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Hallo Roland,

Zitat von Der_Falke:
Dennoch hat sich das 13er LVW zu meinem Lieblingsokular entwickelt

Ich sage ja nicht umsonst, das 13er ist so das Arbeitspferd und darf ruhig ein bisserl was kosten. ;)

Was mir nicht gelungen ist, ist das Finden von Galaxien, hier muss ich wohl noch einiges lernen, denn trotz Star Walk auf dem iPad (Nachtmodus), habe ich Schwierigkeiten durch das Starhopping, Objekte direkt aufzufinden. Evtl. hilft hier wohl ein Telrad, oder?

Ja, auch. Der Telrad hilft halt dabei, Größenverhältnisse auf der Karte am Himmel richtig zu deuten. Für den Anfang empfehle ich Dir, bei den Galaxien auf ihre Helligkeit zu achten. Bei ~8-9 Magnituden sollte es Dir leicht fallen, diese auch schnell im Okular auszumachen. Weiterhin hilft es, für den Anfang Objekte zu nehmen, die sich nahe an deutbaren Linien oder einfachen Dreiecken befinden. M81/M82 wären da so Kandidaten, oder das Leotriplet (M65, M66, NGC 3628) oder die M51 Whirlpoolgalaxie.

Galaxien wollen es generell dunkel haben und wenig diesig, sonst saufen sie schnell am Himmel ab und Filter helfen hier nicht weiter.
 
Hallo Roland,

Zitat von Der_Falke:
Hier bin ich am überlegen ob ich nun ein 32er TSWA nehme, oder doch lieber ein 31er Panoptik.
Dann nimm das TSWA, ein 31er Panoptic gibt es nämlich nicht. ;)

31 mm Brennweite kannst Du als Nagler oder als asphärisches Hyperion bekommen, die nächsten Panoptics sind das 27-mm und das 35-mm.

Bei mir sind ein Noname-32-mm-SWA, das 35-mm-Panoptic und das 31-mm-Nagler am 150/750er Newton im Einsatz, mit in dieser Reihe merklich ansteigender Randschärfe. Zum Aufsuchen würde das SWA reichen, es hat ein etwas größeres wahres Gesichtsfeld als das Panoptic, welches sich deutlich leichter als das noch etwas größere des Naglers überblicken läßt. Dazu ist es leichter und preisgünstiger.

Zum Beobachten von Sternhaufen sowie für Ästheten sind die beiden Televues allerdings die bessere Wahl.

Grüße

fquadrat
 
Hallo zusammen und danke für die zahlreichen Tips.
Heute bin ich leider nur kurz zum Gucken gekommen, da ich erst um 21 Uhr zu Hause war.
Werde das Gesagte mal probieren und mir das TSWA erstmal bestellen.

Den Orionnebel konnte ich gut sehen und Beutelgeuse oder wie der rote Riese heisst auch :-))))
Heute war das Seeing auch nicht so besonders und das Dobson konnte nicht lange auskühlen, bin aber schon neugierig auf die nächsten Abende.

Gruss Roland
 
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