Okularauszug ragt bis ins Teleskop !?

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Shaft

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Das habe ich jetzt bei einem 2er und 4er beobachten können.
Bei meinem 10er ist das nicht der Fall,worüber ich auch zufrieden bin.
Wo ist der Sinn,wenn der Auszug fast bis zum Fangspiegel durchdrehbar ist ?
Müsste dort auch beim Beobachten stören,oder ?

 
Ich weiß zwar nicht so genau, wo Du das nun beobachtet hast, aber wenn der OAZ in den Lichtweg ragt, stört er dort ganz gewaltig. Meist ist der lange OAZ-Tubus dazu da, um Toleranzen der HS-Brennweite ausgleichen zu können, die bei Massenprodukten leicht auftreten können.
Ich empfehle das Absägen des überstehenden Stücks, wenn Du sicher sein kannst, daß Du den zusätzlichen Fokussierweg nicht benötigst.
 
Also wenn ich MEIN Okularauszug bis maximum nach unten drehe,hört er genau dort auf,wo das Rohr halt anfängt (wenn ich von oben ins Rohr schaue).Man sieht absolut nichts,wenn man ins Okular schaut.Scharf stellen kann ich so auch genau.
Also das eine Gerät war ein 75/700 und es hat weit ins Rohr reingeragt,wenn man es bis max. dreht.
Das andere ist ein 114/900 und hier ist es noch extremer.
Ich weiss jetzt nicht,in welcher Schärfeskala/Situation man den Okularauszug so weit ins Rohr drehen muss,aber WENN man es mal soweit drehen muss,müsste es ja wirklich irgendwie störend bemerkbar sein.
Es entstehen Diskussionen über die Stärke/Dicke der Fangspiegelspinne und dann ragt der Okularauszug fast bis zum Fangspiegel ?!
 
aus dem Grund habe ich mir keinen Discovery-Dobson bestellt, weil auf den Fotos bei den Händlern der Okularauszug weit in den Tubus hineinreichte, diese Obstruktion wollte ich mir ersparen.
mfg
 
HAllo Shaft,

keine Angst. So weit muss man den OAZ eigentlich nur reindrehen, um eine Kamera in den Fokus zu bekommen. Das ganze ist nicht wirklich ideal, allerdings auch fast der einzig mögliche Kompromiss. Beim Beobachten wird es nur äußerst slten passieren, dass der OAZ einmal in den Tubus ragt ( so weit haben die schon mitgedacht ... hoffe ich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ).
 
Hallo...

Beim Beobachten wird es nur äußerst slten passieren, dass der OAZ einmal in den Tubus ragt (
so weit haben die schon mitgedacht ... hoffe ich

Hmm, da hoffst du leider falsch, ich hatte neulich einen 150/750-er Newton
da, da war auf dem Ronchi-Testbild der OAZ zu sehen, als Schatten,
weil er soweit in den Strahlengang ragte... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />

Bei einem normalen Oku wars genauso, bei einer KB-Kamera auch,
das Ding war klassisch "broken by design", der Tubus mindestens
50mm zu lang...

Daher immer prüfen, wie weit der OAZ reinragt und wenn er in
den Strahlengang ragt, dann testen, ob man das Gerät so je betreiben
muß, z.B. für Fotografie oder ob man dazu wieder rauskurbeln
muß und es dann nicht stört.

Manchmal macht es aber auch zu Transportzwecken Sinn, das man
den OAZ fast ganz reindrehen kann...er steht dann nicht so
weit raus <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

 
Hallo Sternfreunde,

die Sache mit dem Okularauszug ist oft nicht einfach:

Okulare unterschiedlicher Bauart brauchen oft sehr unterschiedliche Fokuspositionen. Wenn der Hersteller die Brennebene weit genug rauslegt, braucht man einen großen Fangspiegel, um eine gute Ausleuchtung zu erreichen. Auf der anderen Seite hat man dann aber kein Rohr, was ins Instrument ragt.

Newtons mittlerer Größe sollten einen Kameraanschluß ermöglichen, mit dem man auch im Fokus fotografieren kann.

Da wird es oft extrem, die Unterschiede Kameraposition-Okularposition können bis 60mm ausmachen.

Der Hersteller ist also gezwungen, einige Kompromisse zu machen.

In einem gebe ich Euch recht:
Wenn der Auszug bei der visuellen Beobachtung noch weit ins Rohr ragt, ist es eindeutig eine Fehlkonstruktion, da die Beugungserscheinungen sehr stören würden.

Der Auszug sollte da maximal so weit reinragen, daß das der Rand des Hauptspiegels gerade nicht abgedeckt wird.

Wenn man eine Kamera fokal anschließen möchte, muß man wohl oder übel mit einer Abschattung leben, da der Auszug sehr weit reinragen muß.

Es gibt aber ein paar Newtons, bei denen das Problem gut gelöst ist. Es wurde ein vernünftiger Kompromiß erziehlt.

Skywatcher oder GSO (vernünftige Brennlage - nur wenig Abschattung beim Fotografieren)

Vixen (ab 130mm Öffnung) Okularschlitten - eigentlich perfekt, wenn da nicht der massive Fangspiegelhalter wäre - aus diesem Grund "nur" ein sehr guter Kompromiß

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de
 
Mal so am Rande....ist ein grosser Fangspiegel eigentlich besser oder schlechter und/oder kommt es auf den Hauptspiegel an,das er quasi im Verhältniss dazu steht ?
Und noch mal zum Thema Fangspiegelhalter(Spinne)...eine dünne 4armige halte ich für wesentlich besser als eine 3armige "dickere".Beim Justieren allein hat man 4 Flächen,die sich ganz einfach justieren lassen.Mann justiert quasi ein Kreuz.Beim 3armigen........naja !
Ist es da noch ein bisschen höher.......ist die Ecke jetzt auch perfekt.....was ist denn jetzt mit der Mitte usw.
 
Re: Okularauszug ragt bis ins Teleskop !? - Lösung

Hallo...

Das man beim Newton einen Kompromiß machen muß wegen des Auszugs
ist soweit verständlich, trotzdem gibt es auch eine ganz
raffinierte Möglichkeit, beide Anwendungen (visuell - Fokus draußen,
KB - Fokus drinnen) unter einen Hut zu bekommen:

Der OAZ wird so ausgelegt, das er bei KB gerade nicht in den
Strahlengang ragt, vielleicht noch 5mm Luft zum Scharfstellen
lassen.

Für visuelle Verwendung reicht das dann nicht, aber dazu schraubt
man dann eine Verlängerungshülse drauf...und schon hat man bei
beiden Anwendungen keinen OAZ im Strahlengang und ist trotzdem
flexibel....Grundvoraussetzung ist dazu natürlich, das der
Fokus überhaupt soweit draußen liegt, das die KB-Kamera plus
minimalen OAZ-Auszug (meist so um die 110mm über Tubusrand -
55mm KB plus OAZ) in den Fokus kommt...aber dann klappts.

Schaut man sich die neuen Meade Schmidt-Newtons mal genauer
an, dann merkt man übrigens, das man in Irvine, California,
da auch schon draufgekommen ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...da wird nämlich genau
so gearbeitet.

Geht man dann noch beim OAZ gleich auf T2, dann kann sich aus
den Baader-T2-Teilen so ziemlich alles basteln, was man visuell
oder für CCD je brauchen könnte...Filterrad dazwischen oder
drehbar, Schnellwechselkupplung, etc...


 
Re: Okularauszug ragt bis ins Teleskop !? - Lösung

Nur dass dann der Fangspiegel größer sein muss, um bei dem größeren Abstand von Okular zu Fangspiegel keine Vingettierung zu haben - auch wieder ein Kompromiss. Bliebe nur noch das ganz mit einem austauschbaren Fangspiegel zu bauen - wobei dort der Kompromiss über einen höheren Preis ausgeglichen wird.
 
Die prinzipielle Lösung wäre, daß der Okularauszug niemals reinragt und man die unterschiedlichen notwendigen Abstände (visuell/fotografisch) mit z.B. T2-Verlängerungen erzeugt.

Da aber alle Serienspiegel ja nicht wirklich genau die angegebene Brennweite haben (weil der Spiegelschleifer dann aufhört, wenn der Spiegel gut korrigiert ist und nicht wenn er die richtige Brennweite hat) ist dies wohl immer in Heimarbeit zu optimieren...
 
Re: Okularauszug ragt bis ins Teleskop !? - Lösung

Hallo...

Stimmt auch wieder, wobei ich allerdings den fotografisch
optimierten Newton im Blick hatte, der mal ab und zu auch
visuell genutzt werden soll...will man dagegen die Foto- zur
Planetenkanone umbauen, kommt man am austauschbaren FS nicht
vorbei, klar.

 
Re: Okularauszug ragt bis ins Teleskop !? - Lösung

Logisch. Das Perfekte Teleskop soind immernoch 2 Teleskop ... oder 3 oder 4 oder ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Re: Okularauszug ragt bis ins Teleskop !? - Lösung

Hi Frank,

Du, ist da nicht ein kleiner Denkfehler drinne? Fokus ist Fokus, für Kamera wie Okular. Die Okulare sitzen mit ihrer Feldlinse derart nah am Fokus, daß hier der Weg bez. Ausleuchtung vernachlässigbar klein ist. Man vergisst leicht den Weg in der Kamera, ich glaube 60mm vom T2 bis zum Film. Mein R200SS kam von Anfang an mit 65mm verlängernden Okularanschlüssen.
Richtig ist, daß die 43mm Diagonale des KB-Feldes natürlich nicht für die 48mm bei 2" ausreicht, aber wenn ein Gerät die 43mm ausleuchtet ist der Abfall zum Rand hin wohl langsam genug, um das visuell unmerklich zu machen. Ausnahme: Teleskope die von OAZ oder Baffle/Spiegelbohrung her vignettieren.

Clear Skies
Sven
 
Re: Ist so

Hi Sven,


ist so: Die Kamera muss immer naeher dran als das Okular, eben weil noch ein Weg in der Kamera ist (aber keine 60 mm, eher irgendwas um 30). Das Okular sitzt ja hinter dem Fokus bzw. der Fokus ist in der Feldblende.

Die Loesungen sind verschieden: Bei meinem ehemaligen Skywatcher 200/1000 ("Mrs Parsons") habe ich entweder die Schraubhuelse zu 1 1/4" oder eine relativ lange 2"-Einschraubhuelse verwenden muessen. Bei meinem 257/1140-Selbstbaunewton ("LAN") dagegen tausche ich gleich die Fockelpinnen aus: Rack&Pinion fuer visuellen Einsatz, ein "entkerntes", tief eingebautes 135er Tele als Fotofokussierer.


 
Re: Ist so

Hallo...

Nene, der Abstand T2-Filmebene ist wirklich 55mm...das vergißt man
gerne, wenn man mit einem Okular probieren geht...55mm verschwinden
glatt in der Kamera, da man ja noch etwas vor- und zurück fahren möchte
bei der Scharfstellung, darf der OAZ bei diesen 55mm Backfokus
noch nicht in den Strahlengang ragen...wer also mit dem Oku
"scharf" einstellt, muß danach den OAZ locker 60mm weit eindrehen
können, ohne Strahlengangprobleme oder gar den Anschlag zu erreichen...
 
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