Hallo Sternfreunde,
die Sache mit dem Okularauszug ist oft nicht einfach:
Okulare unterschiedlicher Bauart brauchen oft sehr unterschiedliche Fokuspositionen. Wenn der Hersteller die Brennebene weit genug rauslegt, braucht man einen großen Fangspiegel, um eine gute Ausleuchtung zu erreichen. Auf der anderen Seite hat man dann aber kein Rohr, was ins Instrument ragt.
Newtons mittlerer Größe sollten einen Kameraanschluß ermöglichen, mit dem man auch im Fokus fotografieren kann.
Da wird es oft extrem, die Unterschiede Kameraposition-Okularposition können bis 60mm ausmachen.
Der Hersteller ist also gezwungen, einige Kompromisse zu machen.
In einem gebe ich Euch recht:
Wenn der Auszug bei der visuellen Beobachtung noch weit ins Rohr ragt, ist es eindeutig eine Fehlkonstruktion, da die Beugungserscheinungen sehr stören würden.
Der Auszug sollte da maximal so weit reinragen, daß das der Rand des Hauptspiegels gerade nicht abgedeckt wird.
Wenn man eine Kamera fokal anschließen möchte, muß man wohl oder übel mit einer Abschattung leben, da der Auszug sehr weit reinragen muß.
Es gibt aber ein paar Newtons, bei denen das Problem gut gelöst ist. Es wurde ein vernünftiger Kompromiß erziehlt.
Skywatcher oder GSO (vernünftige Brennlage - nur wenig Abschattung beim Fotografieren)
Vixen (ab 130mm Öffnung) Okularschlitten - eigentlich perfekt, wenn da nicht der massive Fangspiegelhalter wäre - aus diesem Grund "nur" ein sehr guter Kompromiß
Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
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