Okulare für ein skywatcher heritage 130p

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cabronsito

Mitglied
Ich habe für mein skywatcher bisher die beiden dem Teleskop beiliegenden Okulare und ein Omegin Swan 15mm. Das Omegon ist von einer merklich anderen Qualität.

Nun möchte ich (kostengünstig) die beiden anderen Okulare auch durch etwas besseres ersetzen. Was bietet sich da an? Auch in Bezug auf die Brennweite und die Öffnung und Brennweite des Teleskops? Ich denke mal, dass durch das Teleskop Grenzen für das sinnvolle gesetzt sind.

Dank und ein gutes Neues!
 
Hallo,
was heißt hier Grenzen für das Sinnvolle?
In Bezug auf die Qualität und das Öffnungsverhältnis des Teleskops kann man auch hochwertige Okulare kaufen, die einem viele Jahre auch an größeren Tekeskopen Freude bereiten.

Für das Heritage (habe ich nicht, aber vergleichbares 6" und ein SW 10" Dobson) sind sicherlich für wenig Geld die SW UWA Okulare, die s. g. Goldkanten zu empfehlen. Die benutze ich auch noch auf der Reise.
Das 20mm Okular bietet mit 4mm Austrittspupille ein schönes Übersichtsbild, das kurzbrennweitige 6mm Okular überstrapaziert nicht die Optik mit gut 1mm AP und knapp 130-fach.

Gruß Hans-Jürgen
 
Das hört sich schon sehr brauchbar an, danke euch! Sinnvoll bezog sich dabei tatsächlich auf die Qualität des Teleskops.

Grundsätzlich finde ich es auch gut, wenn man, ähnlich wie bei der Fotografie, gute Linsen besitzt die einem bei evtl. weiteren Investitionen immernoch gute Dienste leisten.

 
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Wie sieht es dabei mit Filtern aus? Habe schon viel gelesen und ich muss sagen es hört sich für mich bisher so an, als ob Filter am Anfang wenig Sinn machen.

Nach Lektüre kam es mir so vor, als ob ein variabler Polfilter noch am meißten Sinn machen soll.

In einem Video wurde ein Farbfilter 80a als Grundausstattung bezeichnet. Das beißt sich jetzt etwas mit dem was ich unter anderem hier gelesen habe. Wie seht ihr das?

Ich beobachte noch recht einfache Objekte. Im Sommer war ich schon froh etwas von Saturn erkennen zu können.

Gruß!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Christian,

der variable Polfilter bringt vor allem bei Mondbeobachtungen mit wenig Vergrößerung etwas. Der "Blendefekt" durch den hellen Mond ist dann weg. :)

An sonsten würde ich vorläufig keine Filter kaufen.

In den nächsten paar Jahren stehen die Planeten alle recht tief, da lohnt sich kein Filter in dem horizontnahen Geschwabbel. :(

Für Deepsky mit UHC oder O-III hast schlicht zu wenig Öffnung mit dem Heritage...

 
Hallo Fee,

Zitat von Sternenfee123:
...Für Deepsky mit UHC oder O-III hast schlicht zu wenig Öffnung mit dem Heritage...

das verstehe ich nicht. Der Filter lässt doch nur bestimmte Wellenlängen des Lichts durch, und das unabhängig von der Öffnung. Es gibt ja auch Nebelfilter für Ferngläser.

Warum machen Nebelfilter erst ab größeren Öffnungen Sinn? Ich dachte immer, das ist ein Werbetrick der Händler für größere Teleskope.

VG Christian
 
Hi Christian,

Der Filter lässt doch nur bestimmte Wellenlängen des Lichts durch, und das unabhängig von der Öffnung. Es gibt ja auch Nebelfilter für Ferngläser.

ein Filter (UHC, O-III) läßt nur bestimmte Wellenlängen durch. Das ist richtig. :)

In der Praxis wird dadurch das Bild im Okular dunkler. Beim Hintergrund ist das sehr erwünscht. Bei den Sternen, Galaxien und Reflexionsnebeln (das sind alles Kontinuumstrahler) wird je nach Filterbreite aber sehr viel vom Gesamtlicht geblockt und das Motiv damit sehr dunkel. Wenn es aber so dunkel wird, daß nicht mehr genügend Licht für Deine Sehrezeptoren ankommt, bringt der Filter eben nix. ;)

Bei Planetarischen Nebeln oder Supernovaüberresten (die reine Linienstrahler sind), steigt der Kontrast zum jetzt dunklen Hintergrund stark an, aber das Motiv selber wird nicht heller. Damit das Motiv selber heller (und damit deutlich zu erkennen) wird, braucht man dann mehr lichtsammelnde Fläche. Also nen größeren Spiegel. In sofern also kein Werbetrick, sondern schlicht angewandte Physik. :)

Bei Ferngläsern hast keine große Vergrößerung, da klappt das noch ganz gut mit den Filtern.

Ich beobachte noch recht einfache Objekte. Im Sommer war ich schon froh etwas von Saturn erkennen zu können.

Das ist ok, jeder fängt so an. Mit der Zeit kennst Dich besser am Himmel aus und suchst auch schwierigere Objekte auf. Dann kommt irgendwann der Wunsch nach mehr Licht (= Öffnung) und dann machen solche Filter Sinn. :)
 
Zitat von Sternenfee123:
Für Deepsky mit UHC oder O-III hast schlicht zu wenig Öffnung mit dem Heritage...
Hallo Fee,
das sehe ich nicht so. Beispielsweise der Cirrusnebel ist durchaus mit einem guten UHV oder OIII Filter ein schönes Beobachtungsobjekt mit 130mm Öffnung. Ohne Filter könnte man den nur unter besten Bedingungen sehen.
Selbst mit meinem 80mm Refraktor kann ich den Cirrus mit einem UHC-Filter sehen.
Ich habe für 1,25" einen je einen Astronomik UHC und OIII. Beide sind sinnvoll einzusetzen.

@Christian, beobachte erst einmal ohne DS Filter. Da gibt es genug zu sehen.

Gruß Hans-Jürgen
 
Hallo Leute,

mit steigender Öffnung gibt es mehr und mehr lohnende, also geeignete Objekte.

Dennoch ist das Funktionsprinzip der verschiedenen (Nebel)Filter im Zusammenspiel mit der AP NICHT öffnungsabhängig.

http://www.svenwienstein.de/HTML/nebelfilter_visuell.html

Ergänzendes aus meiner Sicht/Praxis

Gruß
*entfernt*
 
Hallo nochmal,

damit die Filter ihre Wirkung beim 130p voll entfalten können, muss das Streulicht durch Anbringen von Streulichtblenden im Selbstbau effektiv unterdrückt werden.

Mit konkreten Filtern habe ist noch nicht so viel Erfahrung.

VG Christian
 
Zitat von cabronsito:
In einem Video wurde ein Farbfilter 80a als Grundausstattung bezeichnet. Das beißt sich jetzt etwas mit dem was ich unter anderem hier gelesen habe. Wie seht ihr das?
#80A bringt viel am Jupiter, am Saturn ist ein #15 vorzuziehen. Am Mars bringt ein #25A viel. Universell sind die drei aber nicht.

Anders sieht es mit Nebelfiltern aus. UHC bringt schon etwas, [O III] mehr. Der Baader-[O III] ist ein Sonderfall seiner Klasse, da er sehr schmalbandig daherkommt. Am guten Landhimmel ist er unnötig stark, in der Stadt ist die extreme Blockung von Vorteil.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Fee!
Zitat von Sternenfee123:
In den nächsten paar Jahren stehen die Planeten alle recht tief, da lohnt sich kein Filter in dem horizontnahen Geschwabbel. :(
Im Gegenteil - gerade dann hilft ein Filter oft mehr als bei einem ruhigen Bild. Ich hatte mit meinem 150/1200-Newton mal eine "Nacht ohne Seeing", da konnte am Jupiter auch der #80A nicht mehr viel reißen. Ist die Luft etwas unruhig, verschmiert das die Details und der Kontrast läßt nach. Hier hilft ein Filter oft. Ist die Luft sehr unruhig, nützt der aber meist nichts mehr.

Für Deepsky mit UHC oder O-III hast schlicht zu wenig Öffnung mit dem Heritage...
Cirrus- und Nordamerikanebel kommen damit selbst bei 80 mm Öffnung ganz gut, in der Stadt bevorzuge ich dann einen Baader-[O III], weil er selbst nahe am Stadtrand mehr Kontrast liefert. Bei kleinen planetarischen Nebeln ist mir der Astronomik-[O III] lieber, da dunkelt die höhere Vergrößerung den Himmelshintergrund schon genug ab.

Grüße

fquadrat
 
Hi Christian, Hans-Jürgen, Günther und fquadrat,

ich bin davon ausgegangen, daß Carbonsitu etwas "günstiges" möchte und es an "leichten" Zielen einsetzen will.

"Günstig" beißt sich aus meiner Sicht mit den diversen Labels aus Fernost, weil die zwar wirklich billig, aber leider auch meist Schrott sind. Denn sie treffen meist nicht wirklich die Linien. Diese Diskussion hatten wir ja schon öfters.

"Gute" Nebelfilter kosten dann zusammen schnell mehr als das 130P. :(

Die kontraststeigernden Farbfilter an Planeten bringen bei Hochstand schon was, sind aber sehr gewöhnungsbedürftig. Ein quietschblauer Jupiter (damit der GRF als dunkelr Fleck auffällig wird), ist derzeit nicht notwendig. Der GRF hat grad eine fast karmesinrote Färbung, der ist auch ohne Filter sehr auffällig.

Mars und Saturn stehen jetzt und in den nächsten Jahren sooo tief, daß es schwierig wird, da noch brauchbares Seeing zu erwischen.

Ich empfinde es als sehr unbefriedigend, sie bei unter 20 ° Kulminationshöhe zu beobachten. Eventuell bin ich da schon "betriebsblind" und kann die Faszination von "verwaschenen Henkeln" im Geschwabbel nicht mehr würdigen. Ich hab wol schon zu viele gute Saturnnächte bei hochstehendem Planeten erlebt...

Mehr als ne kleine, weiße Polkappe ist im Moment bei der winzigen Marsmurmel auch nicht drinn bei sinnvoller Vergrößerung mit dem Heritage. Der einzige Filter, den ich mir in dieser Situation jetzt eventuell kaufen würde (wenn ich die nicht alle schon längst hätte), wäre der Gelbfilter. Denn der könnte an Saturn noch ein bissy was bringen...

Ich weiß nicht, von wo aus Carbonsitu beobachtet. Wie das lokale Seeing und die Lichtverschmutzung ist. Es gibt viele Motive am Himmel, für die man keine Filter braucht. An denen man erstmal das teleskopische Sehen und die Orientierung am Himmel üben kann. Das wäre für mich der erste Schritt. Spezielle Filter dann der 2. oder 3. Schritt.

Es ist natürlich Geschmackssache, ob man als Anfänger jetzt in Polfilter, Farbfilter + UHC + O-III Filter investiert, oder lieber für den Anfang etwas bessere Okulare + den Polfilter nimmt und später (wenn man sich besser am Himmel auskennt) dann die restlichen Filter mal bei nem Teleskoptreffen ausleit, ausprobiert und je nach Bedarf nachkauft oder sich schenken läßt.

 
Ich sag mal "Hallo Thread!"

ich weiß nicht, wer immer wieder diesen UHC-Müll verbreitet. Dazu würde ich gern mal umherziehen und diversen Händlern Kopf und Homepage waschen wollen. Wenn ich's schon lese, möchte ich zur Drahtbürste greifen, aber das geht höchstens meinem Bildschirm zur Last und der ist schon matt.

Ich habe mich dem Thema schon vor Jahren und recht umfassend gewidmet:
http://www.svenwienstein.de/HTML/uhc_oder_oiii.html

Um es kurz zu machen ist in den allermeisten Fällen die UHC-Empfehlung für den ersten Filter schlicht und ergreifend falsch. Sie ist falsch, im Bezug auf kleine Teleskope und sie ist falsch im Bezug auf die zu erwartenden Beobachtungsbedingungen, also das Störlicht am Beobachtungsplatz. Die meisten Einsteiger sitzen nun mal eher in den Ballungsräumen und nicht inmitten der Mecklenburger Seenplatte. Der erste Beobachtungsort ist eben Balkon oder Terrasse und nicht die einsame Waldlichtung.

Was Fee über billiges Material schreibt, muss ich im Bezug auf Nebelfilter leider unterstreichen. Es gibt da seit einigen Jahren ein erhebliches Reinfall-Potenzial. Was ausschaut, wie eine interessante Marktvielfalt, ist leider eher ein Dickicht aus Serienstreuung und immer neu gelabelten Billigprodukten. Tatsächlich hat der Markt eher an Vielfalt eingebüßt. Konkret beispielsweise, als Astronomik den damals weichen OIII mit hoher Transmission, der ideal für sehr dunkle Standorte ausgelegt war, umkonzipiert hat. Der Filter liegt nun näher an konsequent harten OIII-Filtern wie der Markt sie von Baader, Thousand Oaks und Lumicon schon hatte. Um nun einen weichen OIII zu bekommen, muss man ein Billigprodukt nehmen und einfach hoffen, dass die Charge, die man erwischt, da rauskommt, wo man den Filter haben will. Und das geht nicht nur ab und zu mal schief, sondern andauernd. Ich kenne den Anblick, vor allem den auf den Gesichtern enttäuschter Käufer.

Ein Gerät wie das 130p mit f/5 jedenfalls kann sehr gut einen härteren OIII vertragen, weil damit niedrige Vergrößerung mit entsprechend hellem Bild zugänglich sind. Über Baader und Thousand Oaks kann man diskutieren, aber ein Lumicon oder Astronomik (aktuelle Variante) wären gut gewählt. Was ich von den günstigeren OIII-Filtern kenne, halte ich für die zu erwartenden Bedingungen (siehe oben) für zu wenig wirkungsvoll, und das gleiche gilt entschieden für einen UHC gleich welchen Herstellers. Der UHC mag später als Ergänzung kommen, macht aber definitiv nicht den Anfang.

Was die Farbfilter für die Planetenbeobachtung angeht: Ja, diese ganzen Koffer voll Filter und Okulare müssen raus, die nehmen zuviel Platz im Lager weg!
Meiner Meinung nach ist man mit einem passenden Graufilter für die Planetenbeobachtung erst einmal viel besser bestückt, als mit einer ganzen Regenbogenpalette von Farbfiltern. Beim 130p würde ich wohl auf einen 4x Graufilter setzen und meine, dass man damit nur dann "arbeiten" sollte, wenn man durch starke Luftunruhe gezwungen ist, die Vergrößerung so weit zurück zu nehmen, dass das Bild unangenehm hell wird. Nahe der Höchstvergrößerung sollte man soweit Möglich für Licht in seiner Umgebung sorgen, damit das Blendempfinden zurückgeht. Es gibt Sternfreunde, die sich den Tubus mit einer Taschenlampe beleuchten - geht nicht, wenn auf dem Teleskoptreffen nebenan einer Deepsky gucken will, geht aber auf der Terrasse eher problemlos.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

Zitat von Sven_Wienstein:
ich weiß nicht, wer immer wieder diesen UHC-Müll verbreitet.
wie Du selbst weißt, ist der Lumicon UHC engbandiger/besser als mancher OIII Filter oder nahe dran.
http://www.svenwienstein.de/HTML/nebelfilter_visuell.html
Viel zu unterschiedlich sind die Beobachtungsbedingungen und die Vorlieben um den UHC in Bausch und Bogen zu verdammen. Mancher mag den Cirrus kallhart vor schwarzem Hintergrund, mancher hat lieber einen dunkelgrauen Himmel und ein paar Sterne mehr.
Deshalb haben Menschen wie Du und ich mehrere OIII + UHC

Viel wichtiger scheint mir aber, dem Anfänger zu sagen, daß Filter nur mit einem Filterrad/Filterschieber sinnvoll sind.
Wer eine Nacht lang mal Filter in Okulare ein- und ausgeschraubt hat und am nächsten Morgen die Fingerabdrücke entfernen mußte, macht das nie wieder.

Gruß Uwe
 
Hallo Uwe,

dein Beitrag bestärkt mich auch in meiner Meinung.
Mein Astronomik UHC-Filter zeigt bei den meisten Nebeln die selbe Wirkung wie der OIII-Filter. Und ich habe zwei OIII-Filter zum Vergleich (1,25 und 2"). Aus heutiger Sicht würde ich zwar sagen, lieber nur einen sehr guten OIII Filter kaufen. Wenn man allerdings solch einen schmalbandigen Baader OIII hat, dann könnte auch noch der Kauf eines UHC-Filters lohnen.
Meine beiden kleinen UHC und OIII-Filter waren bei einem Konvolut dabei. Sonst hätte ich mich auch nur auf den OIII-Filter beschränkt.

Gruß Hans-Jürgen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Uwe,

also beim Handling hatte ich noch keine Probleme. Was den UHC angeht: Ich lese immer wieder, diesen als ersten Filter zu kaufen, wegen der Vielseitigkeit, die in der Praxis nicht unter hiesigen Bedingungen zum Tragen kommt. Stattdessen dann die Feststellung, dass dem Beobachter unter schlechtem Himmel die Filterwirkung nicht ausreicht, um die Objekte überhaupt aufzusuchen.

Naja... Ist ja auch im Nachbarthread wieder genau die Empfehlung, besser noch die merkwürdige Idee, die Abkömmlinge des Lumicon-Deepsky als "Minus Citylight" etc, pp. zu vermarkten. Da kauft eine ganze Generation von Einsteigern den falschen Filter...

Clear Skies
Sven
 
Als Ergänzung. Ich beobachte vom Kaiserstuhl aus, am Rande eines Dorfes. Meist von unserem Süd ausgerichteten Balkon aus.

Streulicht bzw. die Lichtemissionen halten sich in Grenzen.

Manche Entscheidung mag ja sicher eine Glaubensfrage sein. Deshalb sind die unterschiedlichen Auffassungen auch hilfreich für mich.

Grüße Jochen!
 
Hi!

Zitat von Sternenfee123:
"Gute" Nebelfilter kosten dann zusammen schnell mehr als das 130P. :(
Ja, man kann sie aber, wie die Okulare, auch an den nächsten Teleskopen einsetzen. :)

Die kontraststeigernden Farbfilter an Planeten bringen bei Hochstand schon was, sind aber sehr gewöhnungsbedürftig. Ein quietschblauer Jupiter (damit der GRF als dunkelr Fleck auffällig wird), ist derzeit nicht notwendig. Der GRF hat grad eine fast karmesinrote Färbung, der ist auch ohne Filter sehr auffällig.
Der Blaufilter ist eher etwas für die Bänder, für den GRF fand ich bisher einen Neodymfilter am sinnvollsten. Die Blautönung verringert sich nach einiger Beobachtungszeit, irgendwann auch der Kontrast. Dann wechsele ich zum #15-Tiefgelbfilter.

Mars und Saturn stehen jetzt und in den nächsten Jahren sooo tief, daß es schwierig wird, da noch brauchbares Seeing zu erwischen.
Ja, leider. Wird aber irgendwann auch wieder besser. Beim Mars geht mit einem #25A vermutlich noch etwas, beim Saturn wohl nicht.

Es ist natürlich Geschmackssache, ob man als Anfänger jetzt in Polfilter, Farbfilter + UHC + O-III Filter investiert, oder lieber für den Anfang etwas bessere Okulare + den Polfilter nimmt und später (wenn man sich besser am Himmel auskennt) dann die restlichen Filter mal bei nem Teleskoptreffen ausleit, ausprobiert und je nach Bedarf nachkauft oder sich schenken läßt.
Mein Vorschlag für stadtnahe Beobachtungen: ND0,9, #80A, normaler [O III]. In der Stadt würde ich einen harten [O III] dem normalen vorziehen. Vorteil von Neutraldichte und Blaufilter: Die kosten nicht viel.

Alles weitere Geld würde ich dann, wie Du schon angedeutet hast, in Okulare investieren.

Grüße

fquadrat
 
Zitat von cabronsito:
Als Ergänzung. Ich beobachte vom Kaiserstuhl aus, am Rande eines Dorfes. Meist von unserem Süd ausgerichteten Balkon aus.

Streulicht bzw. die Lichtemissionen halten sich in Grenzen.
Dann eher keinen harten [O III] wählen, ein normaler tut es auch. Inwiefern ein UHC etwas bringt, hängt von den konkreten Bedingungen und eventuell Objekten ab.

Grüße

fquadrat
 
Als Karte für Lichtverschnutzung kann ich dir Blue Marble empfehlen. Meiner Meinung nach sehr gut. Zusätzlich, falls du die Lichtverschmutzung nicht umgehen kannst, belese dich mal in Sachen Filter die Lichtverschmutzung rausfiltern. Grüße Natalie
 
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