Hallo Markus,
Zitat von Marcus_Zengl:
was ich überhaupt nicht verstehe bei Astronomie.de ist, dass Leute immer wieder Okulare empfehlen die aus dem Programm genommen wurden. Diese sind allgemein schwer verfügbar und man hat keine Garantie darauf. .......
....Wenn Du ein Zoom haben möchtest das einige auf dem Niveau von Festbrennweiten sehen kauf dir das Leica WW (599€ bei fernrohrland) und eine 2x Powermate.
Viele Grüße,
Marcus
Es mag Deine Sicht sein, dass man Gebrauchtkauf nicht empfehlen sollte.
Aus meiner Sicht besteht derzeit das Hauptproblem van A.de darin, dass zu viele Leute nicht ihre Vorschläge begründen, sofern sie überhaupt welche machen, sondern sich eher mit dem Zerpflücken der Vorschläge anderer Leute (und am liebsten dannn noch der Leute selbst) befassen.
Das aber nur am Rande, denn Dein Vorschlag ist so interessaant, dass ich mir erlaubt habe, ihn im Zitat grün zu markieren.
Ich hatte dieses Okular vor einiger Zeit auch schon mal als Vorschlag gebracht, da kam Kritik am hohen Preis, da noch 800 Euro allerdings mit Astroadapter auf 1 1/4".
http://www.apm-telescopes.de/de/okulare/zoom-okulare/leica-zoom-okular-8.9-17.8-mm-asph.-125.html
Da lohnt sich m.E. mal genauere Betrachtung, denn die Zeiten, dass höchste Abbildungsqualität mit jeder zusätzlichen Linse litt sind inzwischen wohl vorbei.
Auch was ich praktisch sehe spricht dagegen, nicht nur viele Erfahrungen Anderer, wenn ich auch speziell dieses Leica Okular nicht kenne. Mag sein, dass ich persönlich bei Beobachtung auf Spitz und Knopf im Hochvergrößerungsbereich am schnellen Newton immer noch ein gutes Ortho + komakorrigierende Barlow vorziehe, aber dann muss ich auch mit 40° Feld leben.
Also was haben wir denn da mit diesem Leica?
Zoomokular, 8,9 - 17,8 mm, scheinbares Gesichtsfeld 60° - 80°
18 mm Augenabstand verstellbare GummiAugenmuschel, 500 Gramm Gewicht, Preis 600 - 800 Euro.
Dazu Berichte über eine sehr gute, scharfe Abbildung, auch gute Randschärfe und gutmütiges Einblickverhalten, Brillenträgertauglichkeit wird auch berichtet.
Um das am bei Threadstarter vorhandenen f/5 Gerät so in etwa hinzubekommen (vom Vorteil des stugenlosen Zoomens mal abgesehen) bräuchte man in etwa ein
Vixen LVW 17 mm, 65°Feld ca 240 Euro
Televue Delos 12 mm 72° ca 370 Euro
Televue Nagler 9 mm 82° ca 350 Euro
Naja, 860 Euro und wer mal beim Feld, mal beim Einblickverhalten, mal bei der Marke andere Prioritäten setzt mach 150 Euro weniger oder 200 Euro mehr ansetzen.
Man kann sich also durchaus für das Leica entscheiden, so teuer wie es auf den ersten Blick aussieht ist das gar nicht.
Es sei denn, man will durchgängig 100° oder zwingend schon ab 20 mm Brennweite dann fällt es halt aus der Verlosung.
Nehmen wir nun den Linsenstapel bei den Hörnern und legen mit einer guten Barlow (nach Belieben und Anspruch mit oder ohne Komakorrektur) noch ein paar Linsen drauf, müssen wir nochmal 150 bie 300 Euro rechnen Euro rechnen, mit der variabelen Zeiss Abbe Barlow eventuell auch gut 400 Euro, aber nunja um auf die hohen Vergrößerungen am f5 Tlelesop zu konnen braucht man als Einzelbrennweiten unter dem bereits gesetzten 9 mm Okular ja nochmal mindestens ein
6 mm Okular
und ein
4 mm Okular
der genannten Typen und ist bei Anspruch auf großes Feld schnell über die 300 Euro, ja sogar über 400 Euro Marke hinaus.
Wieder bleibt nur die Feststellung, dass so eine Kombi aus dem 800 Euro Zoom selbst der teuersten Barlow gar nicht teurer ist als eine Grundausstattung mit Einzelbrennweiten vergleichbarer Leistung, die längst nicht so vielfältige Möglichkeiten bieten.
Bleibt dann nur noch zu sagen, dass so eine Barlow (gerade wenn sie variabel oder komakorrigitrend ist) dann auch ganz nett zu sehr guten Okularen mit sehr wenigen Linsen passen kann, wenn man es denn mal ernst meint mit der Beobachtung von Mond-/Planetendetails auf letzter Rille.
Gruß
*entfernt*
PS: Zum Speers Zoom ist noch zu sagen, daß ich allein 3 Schiebevarianten kenne und mit 2 davon sehr gut klar komme.
Auch da lohnt es sich also etwas zu differenzieren und das geht, wenn man weiß von welchem Teil gesprochen wird.