Okulare für mein ES 12" f/5

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

epfeli

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

da mich Micha freundlich darauf hingewiesen hat einen eigenen Thread zum Thema Okulare an meinem 12" f/5 zu starten tue ich dies hiermit.

Ich bin von einem 6" f/8 (auf MON-2) auf ein ES 12" f/5 Dobson umgestiegen und will meine Okularpalette anpassen.

Bisher habe ich ein
- 33 mm SWAN
- 13,4 mm Speers Waler
- 9 mm SWAN
- 6 mm Antares Mer

Ich spiele momentan mit dem Gedanken komplett auf die ES Okulare (82°) umzusteigen - allerdings tue ich mir bei der Abstufung etwas schwer und hoffe auf eure Erfahrung bzw. Feedback.

Ich beobachte entweder bei meinen Eltern auf der Terasse (laut light pullution map 2,08) oder bei mir in der Gegend auf dem Feld (Wert liegt bei 0,20).
Beobachtungsschwerpunkt ist Deep Sky, wobei ich auch mal einen Planeten aufs Korn nehme wenn es sich anbietet.

Ich freue mich auf euer Feedback.

Grüße,
Matze


 
Meine Abstufung am 12"f/4,9 Dobson:
ES 82° 30mm
ES100° 14mm
ES100° 9mm
ES82° 6,7mm
ES82° 4,7mm

und bin damit sehr zufrieden... Wenn ich mal mit dem Geld nicht weiß wohin, vielleicht noch ein Okular um 20mm und für Höchstvergrößerung um 3mm...

Und ich würde lieber auf Okular(e) im Bereich von 4,7 bis 9mm verzichten, als auf einen guten UHC- oder OIII-Filter. Die kommen bei mir in der Priorität direkt hinter Übersichtsokular und 14mm "Arbeitspferd"...

Gruß
Hprst
 
Ich hab:
ES 30mm 82°, finde ich fantastisch
ES 20mm 100°, fantastisch
ES 14mm 100°, wahnsinnig gut, meist benutzt
ES 9 und 5,5 mm, sehr gut bei guten Bedingungen
TV Nagler 3.5 mm fuer Planeten bei mega guten Bedingungen. 3 mal gewinnbringeder in diesem Winter benutzt, 1 mal Venus, 2 mal Mond. Ich warte auf Jupiter und Saturn.

+1 fuer UHC. Ich habe den UHC von Astronomik seit kurzer Zeit und bin begeistert. Ich glaube nicht das ich noch welche Okulare brauche. Eventuel OIII. Ich hab keine Probleme mit Coma
 
Hallo Matze,

nun schreibst Du hier ja recht wenig darüber, welche Eigenschaften Dir bei den neuen Okularen wichtig sein würden. Wenn Du beispielsweise auf besonders gute Randabbildung Wert legst, wäre es interessant, ob die nachlassende Sternabbildung des vorhandenen 13,4mm Speers Dir negativ auffällt. Übrigens denke ich, dass dieses Okular unter den vorhandenen noch das größte Potenzial am 12" f/5 hat. Allerdings leidet es unter einer Aufhellung des Bildfelds vom Rand her und ich habe noch nicht ausprobiert, ob da Velours in der Steckhülse eine ausreichende Abhilfe ist.
Was die Abstufung angeht: Ich denke, dass man mit f/5 durchaus den Bereich 17mm bis 22mm mit einem Okular abdecken sollte. Ein Ultraweitwinkel um 30mm ist sicher auch ein Okular, das man spannend findet. Sollte aber Dein Standort bezüglich Himmelsaufhellung weniger günstig sein, dann kann natürlich durchaus auch ein 25mm oder 20mm Okular mit 100° in Betracht kommen. Das 25mm liefert mit 100° ein vergleichbares Feld wie 82° mit ca. 30mm und das 20mm ist in 100° vergleichbar z.B. zum 26mm Nagler. Der Vorteil ist dann aber die verkleinerte AP, was den Himmelshintergrund abdunkelt. Die manchmal geäußerte Angst, zu wenig AP für schwächste Objekte zu haben, ist unter schlechtem Himmel ohnehin sachlich falsch - der Himmel ist das Problem.
Je nachdem, wie dann also diese Besetzung ausfällt, muss man schauen, wie es mit der nächsten Stufe weiter geht. Zu einem 20mm muss man kein 17mm kaufen - jedenfalls nicht wegen der Brennweite. Die Reihe 25mm - 17mm - 13,4mm hingegen gefällt mir ganz gut. Aber wenn man nun weiter staffelt mit 9mm, 6mm und...na... 3,5mm oder 4mm oder dort was zoomt, dann kommt eben keine ganz kleine, sondern eben eine Okularstaffel mit mindestens zwei Okularen mehr zusammen.
Ob dann genau ein Okulartyp in Brennweitenstaffeln richtig ist, da tue ich mich eher schwer. Ich mache es nicht so. Ich glaube auch, dass es richtig wäre, zuvor doch wenigstens mal gebraucht ein 100° Okular anzutesten. Das 20mm Lunt HDC wäre zum Beispiel etwas, das sich anböte, wenn man es gebraucht bekommen kann. Oder auch ein Ethos oder ein ES mit 100°, einfach, damit man diese Leistungsklasse kennenlernen kann. Eventuell kommst Du zu dem Schluß, lieber langsamer und hochwertiger auszutauschen, und mit den verbleibenden Brennweiten halt noch etwas länger auszukommen. Dafür musst Du aber erst einmal wissen, ob solche Okulare Dich nun ansprechen, oder nicht. Und... ach ja: egal ob 82° oder 100°, einen Komakorrektor aus der Palette ES HRCC, Paracorr II, Paracorr I, GPU (in Reihenfolge meiner persönlichen favorisierung) solltest Du bei der Brennweitenwahl ein- oder ausschließen, weil sich ja dadurch das Öffnungsverhältnis leicht ändert. Die Paracorre legen an Brennweite 15% drauf, beim HRCC rechne ich 10% (nominell 7%) und beim GPU geht sie nominell 5% runter.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

erstmal Danke für dein Feedback.

die nachlassende Randabbildung ist mir bisher nicht aufgefallen - allerdings habe ich auch nicht aktiv danach geschaut.

Also halten wir mal fest:

- Okular um 25 mm oder 30 mm
- Okular im Bereich zwischen 17-22 mm - eher optional
- Okular im Bereich zwischen 13-14 mm
- Okular 9 mm
- Okular 5-6 mm
- eventuell ein Okular für den Höchstvergrößerungsbereich 3-4 mm

Wenn ich mir das so anschaue, dann macht doch die Okularstaffelung von Zoran Sinn mit der Abstufung 30 mm, (20 mm), 14 mm, 9 mm, 5,5 mm.

Ich denke die Okulare mit 100° Gesichtsfeld sind zumindest derzeit nichts für den Geldbeutel - sogerne ich die auch hätte.

Ich war bisher immer der Meinung bzw. soweit ich das gelesen habe, dass Koma-Korrektoren eher für Newtons < f/5 bzw. für fotographische Zwecke angeschafft werden sollten. Da mir das aber bisher nicht aufgefallen ist würde ich zumindest vorerst auf einen Koma-Korrektor verzichten.

Danke auch an Horst und Zoran für euer Feedback.

Grüße,
Matze
 
Hallo Matze,

ein Komakorrektor ergibt bei Okularen mit hohem SGF und großem Öffnungsverhältnis Sinn. An F/5 kann es sein, dass Dich Koma am Rand eines 82° Okulars nicht stört, aber am Rand eines 100° Okulars ist sie größer und dann kann sie doch stören. Wenn die Okulare am Rand nicht so gut abbilden kann das auch Koma überdecken.

CS,
Marcus
 
Zitat von epfeli:
...
Wenn ich mir das so anschaue, dann macht doch die Okularstaffelung von Zoran Sinn mit der Abstufung 30 mm, (20 mm), 14 mm, 9 mm, 5,5 mm.

Ich denke die Okulare mit 100° Gesichtsfeld sind zumindest derzeit nichts für den Geldbeutel - sogerne ich die auch hätte. ...

Hallo Matze,

z.B. hier findest Du ein fast nicht ablehnbares Angebot von >= 100° Okularen:
http://www.apm-telescopes.de/de/weihnachtsaktionen-2016/lunt-okular-set-hdc-5mm-9mm-20-mm.html

Zwischen 5 und 9 mm gibt's noch eine Lücke, die sich mit 7mm schließen lässt. 25 mm vermisse ich dagegen überhaupt nicht, da reichen die 30 mm.
 
Hallo Matze,

achte mal bei Deinem 33mm Swan auf die Sternabbildung am Rand. Da werden die Sterne deutliche verzerrt. Mich störte das mit einem 32mm Swan gerade beim Nachführen bzw. Suchen gewaltig.Jeder hellere Stern der ins Sichtfeld kommt, erscheint am Rand zunächst wie ein kleiner Blitz. Dass wurde gerade beim ES 30mm zumindest für mein Empfinden sofort um Welten besser.

Ich würde an Deiner Stelle mit und mit die Okularpalette umstellen; die jetzigen sind doch auch gut brauchbar, sodass du alle Zeit der Welt hast. Ich an Deiner Stelle würde vorher aber mal Recherche bzgl. Linienfilter (UHC / OIII) anstellen. Die eröffneten mir mehr "Wow-Erlebnisse" bei vielen Nebeln als es bessere Okulare vermochten.

CS Horst
 
Hallo zusammen,

unter den geschilderten Beobachtungsumständen ist das Okular mit der ganz großen AP m.E. die letzte Baustelle.
Man kann (gerade unter etwas ungünstigeren Bedingungen) das 33er Swan dort ertragen.
Was m.E. wirklich fehlt ist ein Okular um 20 mm, gerne mit sehr großem Feld.
Ich habe da ein 20er Lunt mit 100° und bin sehr zufrieden nachdem ich die für mich(!) etwas zu kurze Gummiaugenmuschel gene eine passende mit seitlicher Fahne von Baader getauscht habe. Das muss aber jeder für sich ausprobieren!
Sinnvoll geht die Reihe immer etwa ein Drittel runter mit der Brennweite:
~30, 20, 14, 9, 6, 4

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Matze,

ich würde Horsts Staffelung in 82° nehmen, Ausnahme 14mm mit 100°

ES 82° 30mm - 1,6° Bildfeld 50x
ES100° 14mm - 0,9° - 110x
ES82° 9mm - 0,5° - 170x
ES82° 6,7mm - 0,35° - 230x
ES82° 4,7mm - 0,25° - 325x

Das erspart dir ein 20er Okular.

ES 82° 30mm - 1,6° Bildfeld 50x
ES82° 20mm - 1,1° - 75x
ES100° 14mm - 0,9° - 110x
ES82° 14mm - 0,75° - 110x
ES82° 9mm - 0,5° - 170x
 
Hallo Matze,

ein Komakorrektor behebt nicht nur Koma, sondern er sorgt auch für eine Bildfeldebnung, d.h. wenn man auf den Bildrand einmal achtet und merkt, dass man durch nachfokussieren diesen schärfer bekommt (auf Kosten einer unscharfen Bildmitte), dann ist dies größtenteils die Bildfeldkrümmung. Diese zu beheben macht einen ziemlich großen Teil der Leistung eines Komakorrektors aus. Aber... beides wird bei 100° stärker. Und wer mit jungen Augen schaut, kann beim Blick auf den Rand einiges durch Akkomodation des Auges "biologisch wegfokussieren". Insofern gut, wenn die Randabbildung nicht stört. Das hat auch was mit Beobachtungsgewohnheiten zu tun.

Clear Skies
Sven
 
Hallo zusammen,

nachdem ich eure Beiträge nun gelesen habe, erkenne ich einen kleine Meinungsverschiedenheit bezüglich der Lücke zwischen ~ 30 mm und 14 mm.

Ich für meinen Teil würde mich an Dietmars und Svens Vorschlag halten und vorerst auf das 20 mm verzichten und die ~30 mm als letze Baustelle angehen.

Zitat von Dietmar:
...

ES 82° 30mm - 1,6° Bildfeld 50x
ES100° 14mm - 0,9° - 110x
ES82° 9mm - 0,5° - 170x
ES82° 6,7mm - 0,35° - 230x
ES82° 4,7mm - 0,25° - 325x

...

Und da mein 13,4 mm Speers auch nicht so schlecht ist (und derzeit schon mein Arbeitspferd), besteht eigentlich zuerst Handlungsbedarf bei den Okularen im hohen Vergrößerungsbereich, sprich 9 mm, 6,7 mm und 4,7 mm bzw. nach Horst Meinung in der Anschaffung eines guten OIII- und UHC-Filters. Könnte ihr mir diesbezüglich Filter empfehlen?
Ich muss zugeben zum Thema Filter bin ich noch nicht allzu belesen (bisher habe ich nur Svens Artikel zu Nebelfiltern gelesen).

Zum Thema "junge Augen" wenn die mit knapp 29 noch als jung bezeichnet, dann passt es ja :)

Grüße,
Matze
 
Hallo Matze,

Meines Erachtens erst OIII und dann UHC kaufen

Ich habe zB. nur Astronomik-Filter, sonst von keinem anderen Anbieter.

Vorteil: immer gleiche Glasdicke und dadurch kein Fokussprung bei Verwendung eines Filterschiebers.
 
Hallo Matze,

das ist keine Meinungsverschiedenheit, das ist eine Frage Deiner Prioritäten und Bedingungen.
Grob kann man sagen:

Unter brauchbarem Himmel ist die sehr große AP mit dem 33er WA eventuell für die Aufsuche okay, oder auch wenn Du gut orientiert und in der Lage bist, mit dem 14er zu finden.

Für Einsteiger und/oder unter eher schlechtem Himmel ist eine 20mm Okular mit 100° Eigengesichtsfeld gut, weil es fast das gleiche Feld wie dein 33er Okular, aber wesentlich mehr Vergrößerung und deutlich geringere AP, also den höheren Objektkontrast wegen dunklerem Hintergrund bietet.

Nur was Du findest kannst Du auch dann mit den Okularen für noch höhere Vergrößerung ausvergrößern und detaillierter beobachten.

Gleiches gilt für die Beobachtung mit Filtern und auch da passt ein mittlerer OIII zu allen Gegebenheiten, während UHC eher auf bessere Bedingungen und/oder höhere Vergrößerungen zielt.

Gruß
*entfernt*
 
Hi Matze,

ich würde auch Astronomik-Filter empfehlen - gehören zu den besten auf dem Markt (made in Germany, glaub ich). Die Lumicon-Filter finde ich schon übertrieben teuer, wenn sie auch noch etwas schmaler sind (Durchlassbreite gemeint). Und, ganz wichtig - kaufe am besten gleich in 2" (wenn's auch doppelt so teuer ist; kannst dann sowohl mit 2"- als auch 1,25"-Okularen verwenden).

Zu den Okularen: ich würde erstmal das 13,4mm Speers behalten (schlecht ist es definitiv nicht und hat immerhin 82°) und vllt. dann versuchen, sich bei gemeinsamen Beobachtungen oder Teleskoptreffen Deine potenzielle Wunsch-Okulare für diese (oder auch andere) Brennweite ausleihen und ausprobieren - wirst dann sehen, ob der Tausch für Dich lohnt. Denn es gab hier im Forum immer wieder welche, die mit 100° nicht zurecht gekommen sind und dann doch zurück auf 82° oder gar auf 65°-70° gegangen sind.
Auch nicht alle Okular-Marken (egal ob 82° oder 100°) haben das gleiche Einblickverhalten bzw. Komfort - um so mehr lohnt es sich die Okulare höherer Preisklasse vorher selber zu testen.
Gebraucht zu kaufen und falls nicht gefällt - ohne Verluste wieder zu verkaufen - ist auch eine Möglichkeit, die hier im Forum öfters erwähnt wird.
BTW: das ES82° 9mm gibt es nicht, sondern 8,8mm 82° (klar, bedeutet kaum Unterschied)

Viele Grüße,
Eddi

P.S. ach ja: mein 20mm 100° Lunt (OK, evtl. zusammen mit dem 8mm Ethos) ist momentan mein zweit-meistbenutzte Okular (nach 13mm Ethos) am 12" f/5 Dobson
 
Hallo,

Danke für die Einschätzung und Erklärung. Wenn ich das richtig verstehe, wäre es doch sinnvoll zuerst in ein 20 mm Okular (möglichst mit 100° GF) und einen mittleren OIII zu investieren und anschließend die Okulare in Richtung Höchstvergrößerung nach und nach zu zu legen.

Zu mir selbst, ich bin Wieder-Einsteiger mit schon etwas Beobachtungserfahrung.

Wie würdest du einen brauchbaren Himmel bzw. schlechteren Himmel definieren (z.B. in Anlehnung an die lightpollution map)?

@ Dietmar: Geh ich recht in der Annahme, dass du die 2" Variante der Filter genommen hast und die für die 1,25" Okulare in den Adapter schraubst?

Grüße,
Matze
 
Ich bin zwar nicht Dietmar, nutze aber wie von Dir beschrieben 2" Filter...

CS Horst
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Laut Lightpollutionmap.info liegt der Himmel bei mir im grünen Bereich. Ich wüßte nicht ob ich mir ein 20mm 100° Okular holen würde, zum einen weil ich noch nicht durchgesehen habe, zum anderen weil ich so begeistert vom ES 30mm 82° bin...

Aber wie Günther schon schrieb, neben Teleskop zählen vorallem Himmelsqualität und auch noch persönliche Vorlieben eine Rolle...
 
Hi nochmal Matze,

Ich bin zwar noch Anfänger der von jedem neu gesehenen Objekt begeistert ist. Nach viel googlen war ich überzeugt, dass wenn man nur einen Filter am Anfang kaufen will oder kann, soll das eher UHC sein. Wie z.B. hier beschrieben:

http://www.prairieastronomyclub.org/filter-performance-comparisons-for-some-common-nebulae/

Ich hab den von Astronomik in 2". Bis jetzt habe ich nur positives mit ihm erlebt.

Ich verzichte nicht auf OIII. Aber ihn kriege ich im Sommer, wenn überhaupt.

LG,
Zoran

 
Ein 20mm/100° Okular liegt zu nahe am 32mm/82° Okular

ES 82° 30mm - 1,6° Bildfeld 50x
ES100° 20mm - 1,3° Bildfeld 75x

Ich bin für OIII als ersten Filter, da man die "bekannten" DS-Objekte klarer erfasst.
Abstufen kann man dann mit UHC.
 
Hallo zusammen,

@ Horst: Danke für die Bestätigung.

Bisher habe ich das Objekt zuerst im 33er SWAN gesucht und gefunden und dann weiter mit dem 13,4er Speers weitervergrößert (ohne das Objekt dabei zu verlieren).

Sorry wenn es sicher hier so anhört als ob ich mich wie ein Fähnchen im Wind drehe... Aber gerade wenn ich die Einschätzung von Dietmar so lese, scheint es mir als ob ein 20er Okular eher ein nice to have als ein must have ist.

Beim Thema Filter tendiere ich nach etwas mehr googlen und lesen eher zu einem OIII als einem UHC. Auch wenn auf Dauer beide angeschafft werden sollen :)

Grüße,
Matze
 
Hi Matze,

das 33mm SWAN hat bestimmt eine große Randunschärfe (Koma) am f5. Ich hatte das Okular auch mal ist eher was für f8 und mehr.
Warum willst dur nur ES Okulare? Wenn dir das 13,4mm Speers Walers gefällt würde ich es behalten. 5 neue Okulare auf einmal zu kaufen halte ich nicht für sinnvoll, nicht nur weil das auch sehr teuer wird (bei 100° Okularen).
Ein Übesichtsokular zu kaufen ist immer am schwierigsten, deshlab würde ich mich wie du auch schon richtig schreibst auf die Kurzbrennweitigen konzentrieren.

Also 33mm SWAN + 13,4mm SP erstmal behalten und nach einem oder 2 Okularen in Brennweitenbereich 7-9 mm und 5-6mm gucken.


Gruß
Lothar
 
Hallo Lothar,

Danke für deine klaren Worte!

Da hast du wohl recht mit der Randunschärfe,ich werden das, sobald es hier mal wieder klar wird checken bzw. besonders drauf achten. Beim letzten Mal sind mir die Sterne in Form von Blitzen wie Horst schreibt am Rand nicht aufgefallen.

Ich wollte mich nicht nur auf die ES OKulare festlegen, musste aber feststellen, dass diese ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis bzw. Preis/Gesichtsfeldverhältnis haben.

Auf einmal will ich die Okulare auch nicht austauschen, ich sehe das eher als ein längerer Prozess. Allerdings ist das Antares 6 mm Mer wirklich miserabel, daher macht es wahrscheinlich am Sinn, wie zwischenzeitlich schonmal geschrieben, sich auf die kurzbrennweitigen Okulare und Filter zu konzentrieren.

Grüße,
Matze

 
Seh ich auch so. Dir läuft nichts weg... und auch Gebrauchtteile können eine gute Wahl darstellen, so habe ich das ein oder andere Okular fast verlustfrei wieder weitergeben können....
 
Hallo Matze,

um die Verwirrung zu komplettieren: Ich halte den UHC als Erstkauf für den falschen Weg, gerade wenn man eindeutig öfter mal unter städtischem Himmel steht, oder um mal von den unnormierten Lightpollution-Maps wegzukommen: Himmel schlechter als 5,5mag freiäugige Grenzgröße ist OIII Himmel. Da ist ein UHC nicht wirkungslos, aber mit 12" gegenüber einem OIII eben witzlos, weil er nur bei einigen Spezialfällen (Orionnebel) nettere Ansichten bietet. Beobachtet man hingegen mit f/10 und nur 1,25" Zubehör, dann wird das anders, weil ich dann quasi gar keine Übersichtsbeobachtungen mit entsprechend großer AP (=Bildhelligkeit) machen kann.

Was nun die Präferenzen angeht: Hier kommt es wohl auf die Objektwünsche an. Kleine Objekte, sprich PNs, sind schlecht aufzufinden, wenn das Aufsuchokular eine spürbare Randunschärfe hat. Wenn man solche Objekte also häufig sucht, wird man sehr stark davon profitieren, dass nicht jeder am Rand auftauchende 9mag Stern aussieht, wie der gesuchte 11mag PN. Hinzu kommt, dass PNs unter schlechtem Himmel absaufen und da ist eine stärkere Vergrößerung bei gleichem Himmelsausschnitt immer vorzuziehen, weil der Himmelshintergrund dann abgedunkelt wird. Das wird durch einen OIII-Filter nochmals drastisch verbessert, durch einen UHC ein bisschen. Dabei ist insbesondere zu bedenken, dass mancher PN (blinking Planetary) unter schlechtem Himmel erstmal wie ein Stern ausschaut, während man gefiltert oder unter gutem Himmel bemerkt: Da ist ein Hauch Nebel drum.

Sucht man hingegen Galaxien, hat man unter schlechtem Himmel sowieso verloren... Sternhaufen werden durch Filtern auch schlechter, diffuse Nebel sind so oder so diffus - will sagen: für diese Objekte muss ich nicht primär auf ein besseres Übersichtsokular schauen.

Ganz konkret: Kleine PNs wie die Turtle im Herkules finden sich am 12" mit 17mm oder 20mm deutlich besser, als mit 33mm, weil dann der PN um einen hellen Zentralstern (oder auch einen stellar wirkenden Kern) besser heraus kommt. Was nützt es, wenn man mit dem 33mm Okular schon eine Viertelstunde lang den PN im Bild hat, aber man bemerkt ihn nicht? Ich habe hier mit 12" f/4 am liebsten 14mm 100° von ES benutzt (das 13er Ethos ist genauso gut). Auf f/4 umgerechnet kommt man bei 17,5mm heraus. Da sind nun 20mm nicht soweit von weg und das 20mm Lunt ist wegen der Gummiaugenmuschel eine nette Variante der günstigen 100° Okulare. Ich habe es dieser Tage neben dem 20mm ES 100° gehabt, Bericht kommt, aber wie Markus Ludes seinerzeit schon meinte: Es ist kein Fehler, das Lunt zu wählen. Da hat er Recht behalten.

Ansonsten würde ich auch sagen, dass man sich die Okulare so zulegen sollte, dass gegenüber den vorhandenen Okularen möglichst ein Zugewinn an Abstufungen da ist. Zumindest ich schaue sehr stark, ob auch kleinere Äderungen der Vergrößerung mal von Vor- oder Nachteil sind.

Clear Skies
Sven
 
Hi Uwe,

dafür gibt es diese Seite ja und Matze kennt sie.

Gruß
*entfernt*
 
Nicht verunsichern lassen... Für ordentlich bis gute Himmelsqualitäten macht man mit Astronomik- bzw. baugleiche ICS OIII/UHC-Filter nichts wirklich falsch.

CS Horst
 
Hallo zusammen,

dann bin ich bezüglich Filter schonmal ein Stück weiter - und werde mich da zuerst für einen OIII von Astronomik/ICS entscheiden. Keine Angst Horst ich lasse mich nicht verunsichern, im Gegenteil, ich sauge alles auf und lass es auf mich wirken.

Bei den Okularen fasse ich es nun wie folgt zusammen (und berücksichtige da den Tipp von Sven mit dem sinnvollen Erweitern der Okularpalette).

- 33er SWAN bleibt vorerst (wird zu gegebener Zeit gegen ein ~30 mm Okular mit 82° GF ausgetauscht
- das 13,4 mm Speers bleibt erhalten und ist das Arbeitspferd.
- 9er SWAN bleibt auch erstmal
- 6,7 mm ES 82° --> soll die erste Neuanschaffung werden (da das 6mm Antares Mer wohl doch eine ziemliche "Krücke" ist
- 4,7 mm ES 82° --> zweite Anschaffung

Wie sieht es allgemein mit dem 4,7 mm aus, kann wird es bei euch oft eingesetzt oder ist diese Vergrößerung bei euch seeingbedingt oft nicht möglich?

Grüße,
Matze

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben