Okularfrage zum Vixen BT 81

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Hogel

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Hallo liebe Binospechtler,
nach dem Kauf meines Vixen Binoteleskops BT81 mit 486mm Brennweite bin ich zwar von diesem Gerät begeistert, weiß aber immer noch nicht, welches Okularpaar für die Übersicht ideal wäre. Bisher habe ich mit zwei 23er Erfle (China) experimentiert, die zwar einen schönen Spacewalk-Effekt erzeugen, aber auch zusätzlich Farbe reinbringen und am Rand Gurken produzieren.. Dann habe ich zwei 27er Flatfield erstanden, die sehr farbrein, klar und randscharf sind, mir aber immer durch den sichtbaren Okularrand den Spacewalk-Effekt vermiesen. Welche Okulare benutzt ihr denn mit großer Zufriedenheit?
Danke für eure Hilfe
Rolf
 
Hallo Rolf,

ich habe in dieser Beziehung schon gutes von den Edmund Optics 28mm RKE gehört. Die sollen trotz engem scheinbarem Gesichtsfeld diesen Spacewalk-Effekt erzeugen.

Allerdings erreichst Du damit nicht das maximal mögliche Feld. Dafür wären entweder ordentliche 32mm Plössl oder z.B. 24mm 68° Okulare wie die Panoptics von TeleVue notwendig. Letztere erzeugen auch einen schönen Eindruck, wie ich finde.

Viele Grüße,
Sebastian
 
Hallo Freunde

Das Edmund Optics 28mm RKE ist mit einem Gesichtsfeld von 45° und kleiner Feldblende schon reichlich tunnelig. Bei meinen 27MM EF-Flatfield Okularen habe ich die Steckhülse von 24MM auf 28MM aufgebohrt was einen Feldgewinn von knapp 15% auf rund 60° gebracht hat. Das hilft schon etwas.
Ansonsten bleibt da nur ein 24MM / 68°- Okular für mehr scheinbares Gesichtsfeld.
Ich habe da zur Steigerung der Vergrößerung zwei 24er Panoptics.

Gruß Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, der Witz ist nur, dass beim RKE kein Tunneleffekt auftritt. Woran auch immer das liegt.

Ich habe auch ein Intes Q75 Okular bei welchem der Rand scheinbar verschwindet, wenn man sein Auge davor bringt. Der Ekndruck hängt offenbar nicht ausschließlich vom scheinbaren Gesichtsfeld ab.

Viele Grüße,
Sebastian
 
Hallo Sebastian

Ich habe alle Größen von Edmund Optics gehabt das waren angefangen bei 8MM bis 28MM mit der großen Gummiaugenmuschel. Alle haben ein scheinbares Gesichtsfeld von 45° und sind im vergleich zu anderen Okularen sehr eng. Zur Planetenbeobachtung bei F10 habe ich die 8er und 12er heute noch. Ich schätze hier die hoch transparente und klare, neutrale Abbildung.

viele Grüße Peter
 
Hallo Sebastian,

Ich habe bei einem Teleskoptreffen mal durch so ein RKE geschaut und fand es sehr tunnelig. Bei mir verschwand der Rand nicht. Dagegen hat sogar ein Eudiaskopisches Plössl für mich "mehr" Spacewalkeffekt, wobei ich die EuPlössl beim besten Willen nicht als Weitwinkelokulare bezeichnen würde.
Ich würde auch zu zwei 24mm Panoptics oder alternativ zu zwei ES 68° 24mm raten, wenn man bei den ES die Nase dazwischen bekommt. Das konnte ich noch nicht ausprobieren.

Bis dann:
Marcus
 
Sehr interessant! Das 28er RKE (und nur dieses, für die anderen Brennweiten gilt es angeblich nicht) taucht in Diskussionen zum Spacewalk-Effekt regelmäßig auf, z.B. bei CN.

Ich war schon kurz davor, welche zu bestellen. Aber mit allem Drumherum wird es gar nicht mal so billig.

Viele Grüße,
Sebastian
 
Hallo zusammen
und vielen Dank schon mal für die schnelle Hilfe! An die Panoptics habe ich auch schon mal gedacht, sie schlagen aber mit rund 700Euro neu ordentlich zu Buche. Wie stehts mit der Alternative, den angesprochenen ES 24/68? Ist der Genuss da so hoch wie wohl bei den Panoptics?
Danke Rolf
 
Hallo Rolf

Durch das ES 24/68 habe ich noch nicht durch geschaut. Es hat einen Außendurchmesser von 57MM.
Eine weiter Alternative ist dieses Okular. Das soll auch ganz gut sein. Der Sven hatte es schon mal getestet.
Weitere Infos dazu hier.

Gruß Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Rolf,

Ich hatte ein ES 68° 24mm und fand es sehr ordentlich für den aufgerufenen Preis. In der Mitte sehr schön kontrastreich und scharf, am Rand bei einem f/5-Newton etwas nachlassende Schärfe, aber absolut akzeptabel.
Ich habe es dennoch durch ein (gebrauchtes) 24mm Pano ersetzt, weil es für meinen 6" Leichtbaudobson zu schwer war. Das Pano ist deutlich schlanker und leichter. Deshalb auch meine Frage ob man die Nase zwischen zwei ES bekommt. Zwischen zwei Panos auf jeden Fall.
Das Panoptic ist optisch ein bisschen besser als das ES, aber nicht so viel wie der deutlich höhere Preis vermuten lässt. Am Rand des Gesichtsfeldes ist es bei f/5 sehr scharf und zeigt sehr schön die Spiegelkoma. Das ES aber ist schon wirklich sehr gut und ich hätte es behalten, wäre es nicht zu schwer gewesen.

Da Du zwei Stück brauchst, würde ich an Deiner Stelle mal gezielt prüfen, ob das ES in Frage kommt. Ansonsten rate ich in den sauren Apfel zu beißen und zwei Panoptics zu besorgen. Glaube mir, es lohnt sich. Es sind wirklich geniale Okulare.
Vielleicht findest Du ja gebrauchte, das Okular ist weit verbreitet und taucht dadurch ab und zu auf dem Gebrauchtmarkt auf.

Bis dann:
Marcus
 
Hi Rolf
ich benutze am 100er APM-Bino die 25 mm NED mit 60 Grad. Ich finde sie für unter 100 Euro das Stück am Bino gut. Das wahre Feld ist sicher nahe dem Maximum für 1,25" - etwas mehr als beim LVW 22 - die als Paar am Bino auch Spaß machen. Vllt auch eine Idee für Dich.
PS: Hast Du schon ne Montierung? Ich hätte da was passendes für Dich im Biete ;)
CS
 
Hallo,
also preislich und von der zu erwartenden Abbildungsleistung kämen zwei ES 24mm 68° in Betracht.
Frage ist, wie schon Marcus befürchtete, ob ich meine Nase dazwischen bekomme. Mein Augenabstand
beträgt ca. 6cm. Wer kennt dich aus?
Danke Rolf
 
Hallo zusammen,
hier mal ein Zwischenbericht zu meinen Recherchen und auch Erfahrungen:
- die Es 24/68 sind mir zu dick und zu schwer und ob ich bei 6cm Pupillenabstand dazwischen komme?
- die APM UFF 24/65 hatte ich hier, haben aber nicht in die strammen Okularaufnahmen des Vixen BT gepasst. Ansonsten: sehr groß, sehr schwer
- ich warte noch auf zwei Goldkanten, die ich verliehen habe, aber ob die es bringen?
- die o.a. 24,5er Meade könnte ich kaufen, habe aber gelesen, das sie nach 2/3 Feld in der Schärfe (z.B. bei f6) schwer nachlassen.
- bleiben noch zwei 19er Panoptic, die hier im Forum für zus. 400€ angeboten werden. Liefern nicht das größtmögliche Gesichtsfeld, liefern aber mit rund 24x etwas mehr Vergrößerung und sollen so gut wie die 24er sein.
Tja, watt nu? Was ist die honigspendende Wollmilchsau für mein Vixen BT81?
Danke Rolf
 
Hallo Rolf,

ich habe auch das Vixen BT 81 und 19mm. Okulare b.z.w rund 25x ist an dem Bino eine sehr gute Vergrößerung!
Ich benutze diese hier...Omegon Flatfield 19mm Okular 1,25'' und bin sehr zufrieden mit den Dingern.
Die Pano's dürften aber nochmal eine Nummer besser sein, wenn du dir einen gefallen tun möchtest würde ich das Angebot mal versuchen.
Grundsätzlich hast du mit rund 25x Vergrößerung noch eine AP. über drei mm., bei etwas aufgehellten Himmel optimal.
Die 19mm sind die meistverwendeten Okulare an meinem Vixen.

Andreas
 
Wie mehrfach geschrieben, das maximal mögliche Feld bekommst Du erst mit moderaten Weitwinkelokularen mit 24/25mm Brennweite. Man muss dieses Maximum aber nicht zwangsweise abdecken, 2,7° sind auch schon ziemlich viel.

Ich denke, es ist auch eine Frage des gewünschten Bereiches, den Du abdecken willst und der Anzahl der Okularpaare. 8mm werden an dem Gerät auf jeden Fall gehen, auch 5-6mm sind wahrscheinlich für viele Anwendung noch völlig OK.

Die 19er könnte man z.B. gut mit einem Paar ~10mm und dann vielleicht noch einem Paar ~6mm ergänzen. Damit käme man gut aus, denke ich. Eine engere Abstufung finde ich unnötig.

Viele Grüße,
Sebastian
 
Ich denke, es ist auch eine Frage des gewünschten Bereiches, den Du abdecken willst und der Anzahl der Okularpaare. 8mm werden an dem Gerät auf jeden Fall gehen, auch 5-6mm sind wahrscheinlich für viele Anwendung noch völlig OK.

Viele Grüße,
Sebastian

Hallo Sebastian,

das halte ich an dem Vixen schon für recht sportlich!

Es handelt sich bei dem Teil um einen Achromaten mit einem knapp f/6 Öffnungsverhältnis, ich benutze max. 12mm. Okulare, bei den 8mm Radians die ich noch habe ist doch schon deutlich Farbe, zwei 5mm Radians habe ich auch noch...Nogo!
Das Glas ist für Hochvergrößerungen nicht gemacht bis 40x ganz gut dann wird es aber zunehmend flauer, deshalb würde ich vor Übereifer etwas warnen, es sei denn man mag es schön bunt...;)

Andreas
 
Hallo Andreas,

8mm fand ich am Vixen 80/400mm immer noch gut, wenn man den Einblick sauber trifft. Und das ist sogar f/5. Daher kam meine Extrapolation.

Das BT81 habe ich selbst noch nicht probiert, ich überlege aber schon länger, mir eins als Zweitgerät zu leisten. Insofern danke auch von mir für Deine Erfahrungswerte!

Die Empfindlichkeit auf Farbsäume ist sicher auch individuell verschieden. Ich habe den Verdacht, dass ich da nicht sonderlich empfindlich bin.

Viele Grüße,
Sebastian
 
Hallo Sebastian,

ja auf CA reagiere ich etwas empfindlich, mag deshalb sein das jemand anders hier höher vergrößern kann, bis 60x (8mm) geht es noch an nicht so hellen Objekten der Mond wird aber schon gut farbig.
 
Hallo Sebastian und Andreas,

wenn einen ein zB grüner Mond nicht stört kann man beim Erdtrabanten auch mit Schmalbandfilter hoch vergrößern. Licht ist ja genug da, echte Farben gibt es eh nicht großartig und abdämpfen muss man das Licht sowieso. So kann ich mit 80mm f/5 locker bei 100x ohne Farbsäume den Mond beobachten. Die Farbverwirrung mit dem Grün gibt sich bei mir recht schnell, mein Gehirn rechnet das irgendwie alsbald wieder raus.

VG
Klaus
 
Hallo Klaus,

also ich bin da nicht so scharf drauf, soll heißen wenn ich den Mond richtig groß will nehme ich meinen Takahashi TSA mit Takahashi-Binoansatz und dann habe auch noch bei 200x oder jenseits dessen einen farbreinen Mond!;)
Das Vixen benutze ich wirklich nur für offene Sternenhaufen, Galaxien u.s.w. bis max. 40x, bis zu diesem Bereich ist es wirklich gut und mehr muss nicht.

Andreas
 
Hallo Andreas,

ich habe auch farbreine Optiken. Nur sind die auch Größer und lohnen mehr wenn der Mond nicht scheint oder für Planeten. Der Kleene ist doch so knuffig und schnell eingepackt. Paar Sternhaufen angehüpft, Mond geschaut, wieder eingepackt. Habe ich jetzt zweimal gemacht, um die klaren Mondnächte auch mal zu nutzen. Ein schneller leichter Spaß.

VG Klaus
 
Hallo Rolf,

Die honigspendende Wollmilchsau für mich wäre vermutlich ein paar 24mm Panoptics in Kombination mit zwei 11mm Nagler T6. Ich habe beide Okulare und bin sehr zufrieden. Ich beobachte ohne Brille.
Wenn da nur nicht der Preis wäre. Aber ich müsste ja auch nur jeweils ein Okular anschaffen...;)

Die 19mm Panoptics für 400,- sind wirklich interessant, wären mir aber schon zu kurzbrennweitig. Nicht wegen der Vergrößerung, rund 25x ist bei einem montierten Bino völlig OK. Aber die AP wäre mir zum Beobachten von großflächigen, lichtschwachen Nebeln mit UHC oder OIII schon zu klein. Selbst die 4mm AP die die 24 Panos bieten wären schon grenzwertig, ich würde sie eventuell noch durch ein Paar 30mm oder gar 35mm EuPlössl ergänzen. (Vorteil: ein 30mm EuPlössl hab ich schon. :sneaky:)
Der Preis der Panos ist wirklich heiß, aber mir würden sie nicht in eine sinnvolle Abstufung passen. Aber das ist mein persönlicher Standpunkt, das kann bei Dir natürlich ganz anders aussehen.

Es bleibt schwierig:
Marcus
 
Hallo Marcus,
danke dir, dass du auf die Ausgangsfrage zurück gekommen bist. Und vielen Dank für deine Einschätzung!
Da schon eins der APM 24mm nicht in die Okularaufnahme gepasst hat, komme ich mit den 24,5er Meade (wie der Verkäufer nachgemessen hat) auch nicht zurecht.
Wahrscheinlich hast du recht und die Wollmilchsau wird verdammt teuer. Die Panoptics sollen laut Auskunft von Vixen wohl passen.
Grüße Rolf
 
Noch kurz an dieser Stelle als Nachtrag, weil die Debatte um das Edmund Optics RKE 28mm hier am Anfang so viel Raum eingenommen hatte.

Ich habe jetzt eines dieser Okulare (kein Pärchen) und verstehe beide Sichtweisen. Das Okular kommt für gewöhnlich ohne Augenmuschel. Schaut man so hinein, verschwindet der Rand tatsächlich fast vollständig (siehe angehängtes Foto).

Der Effekt ist überraschend und interessant, aber neben dem Retro-Look auch so ziemlich das einzige Highlight des Okulars. Nicht falsch verstehen, es ist ordentlich verarbeitet und bildet durchaus zufriedenstellend ab.

Binokular stelle ich es mir aber schwierig vor, weil man den Pupillenabstand gut treffen muss, um Blackouts zu vermeiden. Mit einer aufgesteckten Augenmuschel ist das einfacher, aber der Effekt dann hinüber.

Rolf, magst Du uns noch verraten, welche Okularausstattung Du jetzt nutzt?

Viele Grüße
Sebastian
 

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Hallo Sebastian

Zum Edmund Optics RKE 28mm wird herstellerseitig immer eine recht voluminöse Gummiaugenmuschel geliefert. Damit wird das Auge perfekt auf Abstand gehalten, fixiert und der Einblick ist damit komfortabel und einfach. Das 21er kommt ohne Augenmuschel und ist bisweilig sehr unruhig und nervig im Einblick wenn man mit dem Auge zu nahe am Okular dran ist. Hier fehlt der notwendige Kontakt. Die kürzeren Brennweiten sind da gegen alle einfach und komfortabel im Einblick. Dieses Thema ist nebenbei betrachtet allerdings hier schon seit Februar durch

Gruß Peter
 
Hallo Peter,

ja, wie ich schrieb geht der “Fenster zum Weltraum“-Effekt mit der Augenmuschel sofort verloren. Aber zumindest verstehe ich jetzt den scheinbaren Widerspruch zwischen engem Gesichtsfeld und weitem Sehgefühl.

Mich interessiert das Thema auch deshalb wieder, weil ich jetzt selbst ein Vixen 80mm Fernglas habe (ein auf f/6, 480mm umgebautes BT-80M). Da ich es nicht zu Hause lagern will und damit nicht auf meine üblichen Okulare zurückgreifen kann, suche ich noch passende Okulare dafür.

Viele Grüße
Sebastian
 
Hallo,
habe gerade mal wieder in diesen Thread reingeschaut. Also, ich bin jetzt bei folgendem Okularset hängen
geblieben:
2x25mm Antares 70°, schöner Spacewalk-effekt, natürlich nicht randscharf
2x14mm ES 82°, die meist benutzten
2x8mm TS Ned, habe ich neu und noch nicht ausprobiert.
Das soll auch genügen, denn ich bin kein Freund der dauernden Umstöpselei am Gerät. Übrigens ruht
das BT81 auf einem Manfrotto-Kopf 501 HDV mit Manfrotto-Stativ (kurbelbare Mittelsäule). Sehr stabil und
soft schwenkbar. Hält auch gut die Position!
Danke nochmal an alle!
Grüße Rolf
 
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