Okularstaffelung VMC 200L

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c_malkmus

Mitglied
Hallo zusammen,

vielleicht könnt Ihr mir weiter helfen: Okularstaffelung für ein VMC 200L (Okulargrundausrüstung)
Öffnung 200 mm
Brennweite 1950 mm
Öffnungsverhältnis f/9

Nach langer Überlegung bin ich vom schweren Ru-Mak Mirage 7 auf G11 über eine Vixen R200SS auf LX75 beim Vixen VMC 200L angelangt.
Die ursprüngliche Überlegung Astrofotographie zu betreiben habe ich mir aus dem Kopf geschlagen –je ich mich damit theoretisch auseinandergesetzt habe, desto mehr zweifle ich an dem Spaßfaktor.
Inzwischen bin ich mir absolut sicher, dass ich ausschließlich visuell beobachten will –insbesondere DeepSky Objekte. Die Mirage ist für meine Zwecke zu schwer und zu teuer und der R200SS zu schnell (f/4).
Der VMC 200L Cassegrain scheint mir visuell eine gute Wahl zu sein und entlastet aufgrund seiner Langsamkeit (f/9) den Geldbeutel (Okular“nebenkosten“).

Basierend auf den Ratschlägen der deepsky-brother homepage könnte folgende Okularstaffelung des VMC 200L Sinn machen:

30mm, 15mm, 9mm (Bsp. mit Vixen LV Okularen für die erste Grundausstattung)

Vielleicht wäre es zweckmäßig die 30mm mit den 15mm und einer 2x Barlow zu erzeugen -stattdessen wäre das Geld für ein 13 mm Orion Stratus Weitwinkelokular besser angelegt.


Wie würdet Ihr die Okularstaffelung organisieren?

Im voraus schon mal Danke für Eure Antworten.

CS

Chris
 
Hallo Chris,

a) ein visueller Allrounder wäre ein Gerät mit f/6 und 2" Okularauszug. Das ist dabei nichtmal auf Spiegelteleskope beschränkt, aber wenigstens den achromatischen Refraktor muss man ausklammern.

b) LV Okulare haben als ihre Stärke den bequemen Augenabstand auch bei kurzen Brennweiten. Diese kurzen Brennweiten kommen aber am VMC nicht zum Einsatz, bzw. Du hast bisher solche Extremvergrößerungen noch nicht geplant. Einzige Ausnahme ist das LV 30mm, das als moderates Weitwinkelokular mit 60° scheinbarem Feld gut ausschaut, aber an einem f/9 Gerät einiges an günstiger Konkurrenz mit teilweise besseren Leistungsdaten hat.

c) Du machst mit der 2x Barlow aus 30mm effektiv 15mm, nicht umgekehrt. Scheint aber von Dir bereits so gemeint zu sein.

Ich würde die Okularstaffelung von der AP her gesehen organisieren, dann lässt sie sich nämlich auf jedes Teleskop anwenden, indem man aus AP und Öffnungsverhältnis die gewünschten Okularbrennweiten errechnet. (AP mal Öffnungszahl ergibt Brennweite, bei f/9 also 7mm*9=63mm für 7mm AP - kann man nicht kaufen).

Ich nutze hauptsächlich folgende APs: 7mm, 5,5mm, 3,5mm, 2,5mm, 2mm bis 1,3mm (Zoom), 1mm, 0,875mm und seltenst 0,7mm.
Für den Anfang würde ich 7mm, 3,5mm, 2mm und 1mm als wesentlich ansehen. 7mm gehen nur unter gutem Himmel, unter schlechtem Himmel wird man im Extremfall z.B. auf 5mm setzen. Eine Sonderrolle des Okulars mit der größten AP ist meist die Anforderung, als Aufsuchokular und Okular für besonders ausgedehnte Objekte ein möglichst großes wahres Gesichtsfeld zu zeigen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Chris,
als VMC-Nutzer kann ich ja mal meinen Senf dazu geben.
Durch die lange Brennweite ist man mit kleinen Gesichtsfeldern geplagt, was bei manchen DS-Objekten schade ist. Nicht grad der DS-Spezi, sonst aber ein nettes Scope, das schnell einsatzfähig ist.
Insofern würde ich für das VCM auf Weitwinkel-Oku's setzen.
Mein "längstes" Oku ist ein 35er mit 65°, das ist nicht die Ideallösung, aber gut nutzbar. Wenn ich richtig viel Feld will, nehme ich ein anderes Scope.
Für Dich würde ich da bei Neuanschaffung ein gutes 50er oder 41er empfehlen.
Bei mir gings dann weiter mit LVW's in 22, 13, 8 und (5, eigentlich schon zu kurz) - die machen auch am VMC eine gute Figur und haben einen super Augenabstand und Einblickverhalten (in der Vergangenheitsform, weil die Oku's inzwischen durch welche mit noch mehr Feld ersetzt wurden, Stichwort Televue).
Kauf keine Kompromisslösungen, Du tauschst sie doch irgendwann aus...

 
Hallo Sven,
Hallo Ralf,

Danke für Eure schnellen Anmerkungen.
Deepsky-Allrounder: kurze Brennweite bei großer Öffnung
Ich vermute, daß es bei 8“ Öffnung auf ein Newton/Dobson (8“, f/6, ~1200mm) hinauslaufen wird.
Oder f/6 als Apochromat mit weniger Öffnung. Allround-Deepsky unter 8“ ist ein recht harter Kompromiß – Öffnung verus Gesichtsfeld. Hmm, ich dachte es geht bei Deepsky erst mal um Öffnung und dann kommt Öffnung ... und dann irgendwann das Gesichtsfeld oder so.

Ist es Vernünftig mit zwei verschiedenen Geräten ins Feld zu ziehen –Cassegrain (viel Öffnung für Galaxien und Kugelsternhaufen) sowie APO (großes Gesichtsfeld für offene Sternenhaufen und planetarische Nebel)?

Vielleicht sollte ich das VMC und das Okularbesteck noch mal zurückstellen und mit der iterativen Ausrüstungssuche neu beginnen.

CS

Chris
 
Hallo Chris,

was ist schon vernünftig in diesem Hobby?
Da werden die Ansichten weit auseinander gehen. :biggrin:

Wenn nun die komplette Gerätewahl auf der Kippe steht, wäre zunächst wichtig, was Du transoprtieren kannst/willst, wie Du einen guten Standort erreichst, welchen Aufwand (nicht nur finanziell) Du akzeptierst.

Schau, der vielbesprochene 8" F/6 Dobson liefert in der Übersicht mit entsprechenden Okularen etwa 2° Feld.
Mir ist das zu wenig und ich habe entsprechend noch eine 4" F/5 Richfieldlinse aufgesattelt. 4° Feld, das nenne ich Übersicht/Großfeld.
Mit einem 12" F/5 Newton erreichst Du noch 1,6° Feld, das reicht vielen Leuten immer noch zur Übersicht. Großflächigere Objekte werden dann halt "abgefahren".

Solche Dobsons kann man mit digitalen Teilkreisen und/oder Dobdrive oder EQ-Plattform ausrüsten, sich also die Suche erleichtern und das "Schubsen" bei der Objektbeobachtung sparen. 12" F/5 als Volltubus ist schon ein mächtiges Rohr, aber es gibt die Teile auch als Gitterrohre und so kompakt, dass sie flugreisetauglich sind.

Ein Cassegrain ist zwar als "Rohr" kompakter aber mit Monti und Stativ auch schwer und sperrig.
Dann noch ein Zweitgerät für große Felder!?

Wohin des Weges? :)

Gruß und CS
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,

ich glaube die Kippe ist bereits passiert.
Wenn ich auf die 8“ Öffnung und die f/6 bestehe, kommt da nun mal ein 1,2 m langes Ungetüm bei raus. Für solche Trümmer bin ich nicht wirklich zu begeistern.
Ich bin beruflich viel unterwegs und brauche da eher was kleineres Kompaktes zum schnellen Aufbau. Es soll einfach Spaß machen und funktionieren –mehr nicht ;-).
Und das Budgee, naja mehr als 2,5 k will ich auch nicht „versenken“.

Ich glaube, dass der Einstieg über einen gescheiten APO dann am sinnvollsten erscheint.

CS

Chris
 
Hallo Chris,

das ist einfach nicht zu Ende gedacht! Kein Problem mit Apo, aber:

1. Du kamst von einem VMC 200 L.
2. Das VMC 200 L ist komplizierter aufzubauen, nimmt aufgebaut mehr Raum ein als ein 200/1200 Dobson. Es wiegt mit Montierung auch ähnlich viel.
3. Anforderung Deepsky.

Nun kommt von Dir der Vorschlag "gescheiter APO". Sagen wir ab 100mm Öffnung.
Das bedeutet:
1. Eine Montierung gleichwertig zu der des VMC 200 L (größere Baulänge des Apo bringt mehr Hebel, Stativ muss höher ausgezogen werden, wodurch dieser Teil mehr beansprucht wird.)
2. Das Gewicht eines solchen Apo mit Gegengewichten und Montierung dürfte statt bei 20 Kilo um 12 bis 15 Kilo liegen. Ist das wesentlich? Platzbedarf ist sehr vergleichbar zum VMC.

Du solltest feststellen, dass das Zurückgreifen auf den Apo für Dich sicher erstmal ein Zurückgreifen auf weniger Öffnung ist. Und das bedeutet, noch bevor man über das Optiksystem berät, einen Leistungsverlust für Deepsky. Gnadenlos, knallhart, nicht schönzureden, auch nicht durch Alpenhimmel.

Daher solltest Du vorher mal schauen, welche Möglichkeiten es gibt, mehr Öffnung transportabel unterzubringen.
Hier fällt mir ein Reisedobson ein (Hofheim, Martini,...). Der ist leicht zu transportieren, aber braucht eben eine gewisse Sorgfalt beim Aufbau.
Eine andere Variante mit mehr Öffnung und sehr transportabel ist ein 150mm Newton, ideal nicht der 150/750, sondern eher ein 150/900. Es muss ja nicht die günstige GSO-Variante sein, die im Moment wohl dabei ist, erstmals von Taiwan nach Europa zu schwimmen. Zumindest von Orion UK kommt noch ein solches Gerät.
150mm Öffnung eines f/6 Newtons sind von 100mm Apo an Deepsky nicht "zu schlagen". Wenn überhaupt könnte man ab 120mm Apo-Öffnung anfangen zu diskutieren. Diese 120mm bringen aber Dein Budget zum Kippeln, wenn man bedenkt, dass man von einem Gerät dieser Preisklasse wenig hat, wenn man es mit einem notdürftigen Satz von 30 Euro Okularen ausstattet. Zumal bei Deepsky am Weitwinkelokular viel Bildästhetik hängt, als "Spaß".

Insofern meine ich, dass Du nicht kunterbunt über Optiksysteme sprechen solltest, sondern gezielt über Öffnung und Gewicht, sowie Aufbau-Abläufe, die für Dich in Frage kommen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Chris,

ich finde Günther hat eine Lösung angesprochen die nahezu ideal ist wenn man kein beliebiges Budget zur Verfügung hat. Der Dobson oder eine "kürzere" Spiegeloptik ermöglicht hohe Vergrößerung bei hoher Auflösung durch den großen Optikdurchmesser. Die aufgesattelte Linse ist für Übersichtsbeobachtungen und muß kein APO sein wenn man sie im Bereich niedriger und mittlerer Vergrößerungen verwendet. Unterm Strich können diese Geräte in Kombination fast das was ein großer (5" oder 6" ) APO kann, diesen Satz bitte nicht auf die berühmte Goldwaage legen, es geht nur ums Prinzip. Sicher hat ein Apo auch andere Vorteile aber die bezahlt man halt auch...
Ein Apo kann von Riechfield bis zur hohen fast farbreinen Vergrößerung alles, kostet aber entsprechend viel und wenn eine gewisse Öffnung überschritten wird wird es richtig teuer...
Ist ein wenig konkreter Tipp, soll nur den gangbaren Weg sich zwei bezahlbare Spezialisten zuzulegen verdeutlichen. Ein solcher Riechfielder ließe sich ja auch auf das VMC aufsatteln (statt Sucher :/ ) wenn es das Gerät der Wahl wird, wenn das Öffnungsverhältnis des Refraktors nicht zu kurz ist halten sich die Okularkosten trotzdem in Grenzen, die ein oder zwei etwas teureren Weitwinkelokulare ließen sich ja auch an der "Hauptoptik" einsetzen. Mit der von Dir angedachten Summe ließen sich auch Kompromisse was die Qualität der Ausrüstung angeht weitestgehend vermeiden.
Alles andere haben meine Vorschreiber schon erwähnt!

Viele Grüße Felix

P.S.: wenn Du gebrauchte Geräte nicht ablehnst ließe sich eine kleiner Riechfielder (und auch andere Komponenten ) günstig im Bieteforum finden...

P.P.S.: die Hauptoptik könnte sich ja auch im Bereich von 6" Öffnung bewegen, dann hättest du immer noch deutlich mehr Öffnung (Lichtsammelnde Fläche/ Auflösung) als bei einem 100mm Apo und weniger Ansprüche was die Montierung angeht als bei 8" + Riechfielder, Sven hat da ja ein paar Geräte angesprochen...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Felix,

Die Zwei-Gerätelösung bzw. der Zwei-Gerätekompromiß halte ich auch für vernünftig, anstatt auf ein Gerät für alles zu setzten.
Den einfachen Refraktor statt des APOs ist nahe liegend. Das ganze geht dann aber ziemlich ins Gewicht, Stichwort Montierung. Sofern mir die Astrofotographie-„Flausen“ nicht in den Kopf kommen müsste eine Montierung der GP Klasse visuell noch ausreichen.

Die Idee mit dem Refraktor als „Richfieldsucher“ ist klasse!

CS

Chris
 
Hallo Chris,

darum hat Günther diesen Satz unter seinen Beiträgen stehen, seine Ausrüstung ist nach diesem Motto zusammengestellt:

Linse kontra Spiegel ist ätzend und langweilig, Linse plus Spiegel ist einfach nur genial.

Sollte man als "erstes Gebot" betrachten...

Zur Montierungsfrage: man kann die Geräte nebeneinander mit entsprechender Schiene auf die Monti schnallen oder "Huckepack" mit entsprechenden Tubusschellen. Ob das einen Unterschied bezüglich der Belastung der Monti ausmacht weiß ich nicht, wenn dürfte der Unterschied nicht groß sein. Zur Monti kann ich nichts sagen, da ich einen Dobson habe, die Montierungsfrage quält mich aber auch, entweder (zu) teuer, oder wackelig, oder schwer, oder gruselig verarbeitet, oder nicht lieferbar, oder zeitaufwändig (Eigenbau)... ?)
Viele der Probleme lassen sich mit einem nicht zu großen Teleskop vermeiden, aber wenn das vorhandene montiert werden soll kann es schwierig werden.

Viele Grüße Felix
 
Hallo Chris,

das ist ein schwieriges Thema! (ok, 2 Euro von mir in das Phrasenschwein)

Mein Ansatz wäre ebenfalls einer mit zwei Geräten. Es ist dann zunächst die Frage zu klären: Will man einen Dobson? Falls ja, ist es leicht ein gutes Gerät ala GSO/Galaxy/Meade für wenige hundert Euro anzuschaffen. Da würde ich beim 8-Zöller bleiben, der 10" ist schon signifikant schwerer und teuerer, und leistet nicht viel mehr.

Das Zweitgerät wäre bei mir immer ein ca. 4" Refraktor, und eher langbrennweitig ausgelegt. Man möge mich jetzt schlagen, aber ich meine immer noch, Doppelsterne und hochkontrastige Objekte lassen sich in langsamen Refraktoren schöner darstellen, als in einem einfachen Newton. Auch sind klassische Beugungsringe für mich eine Freude. Da muss man übrigens keinen Apo für haben, ein guter Achromat tuts auch.

Da Du für den Refraktor nun schon eine Montierung hast, kann man diese ohne großen Mehraufwand visuell gleich für einen Newton auslegen, etwa einen GSO 200/1.000, da hat man Deep Sky "Pärvormänz" und muss nicht schubsen, ist aber natürlich Ansichtssache.

Die Okularfrage wird heute meistens überschätzt. Die teueren Dinger zeigen NICHT mehr in 99,5% aller Fälle, große Unterschiede gibt es in der Randschärfe und im Einblickkomfort.

Mittenschärfe und Streulichschutz sind kaum unterschiedlich, und wenn, spielt es in der gelegentlichen Hobbyanwendung eine untergeordnete Rolle, für mich jedenfalls mittlerweile. Ich spreche jetzt nicht von den ganz billigen Plastikokularen. Die LVWs sind sicher ein guter, gehobener Standard. Im Übersichtsbereich tut es auch ein einfacher Chinaklon für 50 Euro. Ansonsten muss man sehr tief in die Tasche greifen, um etwas Weitwinkliges, Randscharfes zu bekommen, TeleVue Panoptik oder Nagler z.b. Da hilft nur ausprobieren, Okulare kommen lassen, 13 Tage ausprobieren, selektieren, bezahlen und/oder zurückschicken.

Wenn ich schon am Schwadronieren bin: Falls es doch bei einem Gerät bleiben soll, finde ich das VC 200 L ideal. Dieses hat wirklich F9, und nicht F9,75 wie das von Dir genannte VMC. Mit einem 55 mm TeleVue Plössl bekommt man ein wahres Sehfeld von 1,5° und eine Austrittspupille von 6,1. Das sind schon ganz gute Werte, die für fast alle gängigen Deep Sky Objekte auch unter dunklem Himmer ausreichen. So viele Objekte gibt es nun auch wieder nicht, die mehr als drei Vollmonddurchmesser nebeneinander Ausdehnung haben. Die Wichtigkeit dieses Faktors wird maßlos übertrieben.

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Chris,

Du bringst jetzt ne Menge Geld ins Spiel und da tu ich mich bei Beginnern immer schwer, es komplett zu verbraten.
Du zeigst auch durch Deine "Gerätesprünge" sehr deutlich, dass Du eigentlich noch nicht "reif" dafür bist.

Diese Reife könntest Du erlangen, indem Du vor einem Kauf zu einer aktiven Beobachtergruppe stößt und mehrfach mitbeobachtest, auch über die verschiedenen Geräte Infos sammelst.

Das ist ein häufig gegebener Rat und es gibt leider viele Gründe warum das oft nicht funktioniert. Der unbedingte Wille jetzt endlich loszulegen, der Zeitaufwand, die Umstände, die Entfernungen.....!

Ein anderer Weg wäre, vorsichtig, "Step by Step" an die Sache heran zu gehen.
Da würde sich, wie von Sven vorgeschlagen, ein guter 6" F/6 Newton ebenso solide montiert anbieten, auch ein günstiger Standartdobson 8" F/6 Volltubus als billigste Gerätelösung oder die transportablere Variante als Gitterrohr, z.B. die bereits erwähnten "Martinis".

Bei diesen Vorschlägen bleibt, wenn man nicht übertreibt, ordentlich Geld für Zubehör übrig, denn der Spass am Guten Fernrohr kommt erst durch Okulare und Filter auch am Auge an.
Egal ob Du Dein Geld in einen 4" APO oder einen 12" Martini versenkst, ob Du einen 8" Newton-Volltubus oder ein 10" SC mit einem 80er ED als Richfielder ausstattest ohne gutes Zubehör hast Du nicht lange Freude an den eingeschränkten Beobachtungsmöglichkeiten, weil Du das Potenzial der Geräte nicht nutzen kannst.

Fang doch mit einem Gerät an, eventuell als Dobson den man später auch parallaktisch aufstellen kann, statte ihn mit 3 guten Okularen einem guten Sucher und einem (von vielen) Nebelfiltern aus und schau erst Mal, ob Dir das Hobby überhaupt liegt.
So kann man selbst sehen, ob das Hobby fasziniert und weitere Anschaffungen lohnt.
Wenn ja ist der Rest von Geld schneller bei den Leuten als Du glaubst, aber Du gibst es dann anhand selbst gemacher Erfahrungen und erkannter Bedürfnisse aus.
Das erhöht die Chancen deutlich, dass Du es für DICH sinnvoll ausgibst.

Ich muss z,B. Michael widersprechen, wenn er sagt, dass es für die Übersicht ein Chinaclon für 50 € tut.
Ich besitze immer noch ein recht günstiges 2" Übersichtsokular und kenne viele Okulare aus der Klasse unter 100 €. Sie sind, gemessen am Preis, gut und ab einem Öffnungsverhältnis von F/6 zu empfehlen.
Wenn man sich dann am selben Gerät ein wesentlich teureres Okular gönnt, dann sieht man im direkten Vergleich auch sehr deutliche Unterschiede in der Sternabbildung, in der Achsschärfe, in der Randschärfe, in der Transmission, in der Detailerkennung an Nebeln (mit und ohne Filter).
Man verliert mit billigen Okularen Sterngrenzgröße, Kontrast, "Bilddefinition".
Egal ob am 2000 € APO oder am 300 € Dobson, man verzichtet auf abrufbare Leistung.
Wenn schon, dann sollte man das bewusst tun und das Spiel setzt sich fort zu den kleineren Brennweiten hin.

Gruß und CS
*entfernt*

 
Hallo Günther,

Du zeigst auch durch Deine "Gerätesprünge" sehr deutlich, dass Du eigentlich noch nicht "reif" dafür bist.

Diese Reife könntest Du erlangen...

Uahh, mir wird schlecht, ich muss gleich k...

Chris bleib cool, es ist sowieso reichlich egal, was Du Dir anschaffst, Hauptsache die Emotion stimmt und Du hast Lust aufs Beobachten. Du wirst in jedem Fall an dem Equipment noch drehen und feilen, bis in alle Ewigkeit, weil sich Ansprüche und Vorlieben mit der Zeit ändern.

Grüße
Andreas

 
Hi Chris,

solltest Du der gleichen Scheuklappendenkweise wie Andreas anhängen und meine etwas antiquierte Ausdrucksweise unpassend finden, dann steh drüber.

Wer vom VMC über Dobson auf halbe Öffnung in APO springt, sollte sein Geld noch ne Weile festhalten.
Mach Dir Gedanken was DU wirklich willst.

Typen die Dein Geld hier ganz schnell verbraten hats genug.

Gruß und CS
*entfernt*

 
Hallo Günther,


die ins Feld gewofenen 2,5 k Euro sind die oberste Schmerzgrenze für ein Komplettsystem (Optik + Montierung). Ich würde lieber weniger investieren, aber um ein paar Euros ins „Phrasenschwein“ zu werfen: „Die Optik ist nur die halbe Astroinvestition ...“ - irgendwo mal gehört.

Zum „Geräte-hopping“: Vielleicht habt ihr was falsch verstanden, der APO soll die Lichtkanone @ 8“ nicht ersetzten. Ich dachte an den Einstieg über ein Linsengerät mit späteren Erweitung der optischen Systems durch den >8“ (ob Dobson oder Cassegrain –egal). Ich will keine Geräte „doppelt“ kaufen. Ich hoffe daß das Missverständnis nun ausgeräumt ist.

CS

Chris
 
Hallo Chris,

wenn man nicht mit anderen Sternfreunden zusammen die diversen Möglichkeiten kennenlernen kann, dann stellt sich an das erste Gerät die Anforderung, vielseitig zu sein. Beim Apo begrenzt der Preis durch die Öffnung die Vielseitigkeit.
Andreas hat manchmal solche Tage. Es gibt auch andere. Ich habe auch schonmal Gelegenheit, sauer zu werden.
Im Moment sehe ich jedenfalls nicht, dass Deine Überlegungen wirklich vorwärts kommen.
Du willst kein Gerät doppelt kaufen. Nobel, aber selten durchzuhalten. Schränke das doch ein: Du willst keine (relativ) teuren Geräte doppelt kaufen. Das heißt Du kaufst günstige, solide und überlegte (oder diskutierte) Teile als Einstieg, und aus den Erfahrungen mit diesen Geräten heraus kaufst Du Dir dann diejenigen teuren Teile, von denen Du sicher bist, dass Du sie behältst. Das gilt ganz besonders auch für Okulare, denn ich kann Andreas' ansicht darüber ebenfalls nicht teilen, zumal Andreas die Bildästhetik völlig aus dem Auge zu verlieren scheint - aber andererseits dann schöne Beugungsringe schätzt.
Die Anmerkung, dass das 1,2° Feld des VMC ganz problemlos wäre, kann ich auch nicht teilen, das ist es ja nicht allein, sondern die AP-Beschränkung auf 6mm bei 50° scheinbarem Gesichtsfeld ist auch eine Beschränkung in der Bildästhetik. Hier kommt der persönliche Geschmack natürlich auch zum tragen. Ich meine, der Anblick des Zirrus durch 12" Öffnung im Nagler mit OIII ist an sich die Ausrüstung schon wert. Man kann an so einem Objekt einen Abend verbringen, oder auch einen ganzen Abend nur mit maximalem Himmelsausschnitt und niedrigster Vergrößerung den Himmel absurfen (z.B. vom Virgo-Haufen bis zur Sommermlichstraße im Schützen).
Was Dir wieviel Wert ist, wirst nur Du selbst entscheiden können. Daher sollte es das Ziel sein, mit einem vernünftig bemessenen Einsatz möglichst bald die "Reife" zu bekommen, eigene Entscheidungen zu treffen.
Die Lichtkanone Dobson ist in diesem Sinne deshalb so interessant, weil so ein 8" Dobson, und auch ein größerer Vertreter, durchaus ein Teleskop für den Anfang und ein oder zwei Jahrzehnte werden kann. Vielleicht wird es durch eigenes Hand anlegen nachgebessert, aufgerüstet oder umgebaut, gerne kann ein Widefield-Refraktor oben drauf kommen, aber seine grundsolide Optikleistung bleibt erhalten bzw. komm durch Tuning noch besser zur Geltung.
Das geht nicht mit einem Okular und auch am Refraktor ist wenig zu tunen. Und wenn es mangels Lust oder Möglichkeit beim Dobson nicht geht: Der Verlust beim Wiederverkauf ist sehr begrenzt.

Clear Skies
Sven
 
Zitat Sven W:
>>150mm Öffnung eines f/6 Newtons sind von 100mm Apo an Deepsky nicht "zu schlagen". Wenn überhaupt könnte man ab 120mm Apo-Öffnung anfangen zu diskutieren.<<

Wenn selbst Sven bei einem 120mm APO (APO ist wohl für die ED`s nicht wirklich der korrekte Begriff) diskutieren würde, warum nicht dieser:

http://www.teleskop-austria.at/prod.php?tid=11&lng=de#rapo-120-sw

(Ja! Es bieten auch andere Händler dieses Gerät an!!! Ich bekomme keine Provision von Lajos! (Für die ganz misstrauischen))

Er ist auch noch recht kurz und deshalb wohl nicht viel aufwendiger zu montieren als ein vergleichbarer Newton. Aber er ist im Gegensatz zu diesem auch recht teuer. Nur, was erweist sich denn als sinnvoller (wenn ich das Geld dazu habe!)? Ein 200mm Dobson für zehn bis zwanzig Jahre? Wenn einer richtig Blut geleckt hat dann kommt spätestens nach zwei Jahren der 10" und dann der 14" usw. Der APO hat dann aber immer noch seinen Sinn und wird gerne benutzt. Und wie lange dauert es, bis man doch die Fotografie für sich entdeckt (parallaktische Montierung!)? Wer billig kauft, kauft doppelt! Gilt das nur für Okulare? :gutefrage: Auch der schon erwähnte 8" Newton, wäre auf einer par. Montierung ein schöner Kompromiss, wenn es wirklich erst mal bei einem Gerät bleiben sollte.

VG,
Micha

Ps.: Eine eigene Meinung zu haben ist eher ein Beweis für Reife statt für Unreife!
Wieso wird hier jede Diskussion zum Politikum? :mauer:
 
Hallo Micha,

man kann über die Leistung diskutieren. Bis man über den Preis diskutieren kann, müssen einige Jahre ins Land gehen. Zum Glück kann man ja ob des genannten Budgets schon abschätzen, dass der Bezug zum Geldwert noch vorhanden ist.

Ich denke, es wäre unklug, ohne Erfahrung ein Gerät aus dieser Preisklasse anzuschaffen. Man verbrät dann mit Montierung und Zubehör einen sehr großen Anteil des Budget - oder wenn man gleich wie beim Apo mit dem Rest weitermacht verbrät man sogar mehr als das geplante Budget. Leider haut man das Geld auf den Kopf, ohne dass Berater oder Käufer wissen, wohin die Reise des aufstrebenden Sternfreundes gehen wird.
Es ist ein hohes Risiko, derart Kohle auf den Kopf zu hauen und man könnte besser 100 Euro vom Budget abziehen und für Sprit zum Beobachten mit anderen Sternfreunden einplanen, um am Ende vielleicht doch genau den Apo zu kaufen, aber dann mit der Gewissheit, dass er richtig ist. Dazu aber muss der Vergleich mit dem "billigen Dobs" auch stattfinden.

Übrigens hat dieser genannte Apo zwei Nachteile:
1. 900mm Brennweite sind für Widefield schon recht viel, wenn auch nicht zuviel.
2. f/7,5 erschwert es natürlich, eine große AP, also ein helles Bild zu erzielen. 7mm AP erfordern ein Okular mit rechnerisch 53mm Brennweite, also faktisch 50mm oder 55/56mm. Das bedeutet aber den Verzicht auf den ästhetisch schönen Weitwinkel-Anblick. Mit einem 42mm Okular, welches diesen Weitwinkelanblick dann bietet, ist man unter 6mm AP und wer Widefield konsequent auch mit Filtern macht, oder einen guten (=dunklen) Himmel hat, spürt bezeiten schon, dass da was fehlt.
Somit ist 120mm f/7,5 von den Eckdaten schon ein Gerät "nicht Fisch nicht Fleisch", noch bevor man über Apo überhaupt nachdenkt. Für Widefield wäre f/6 besser, denn hier ist große AP mit Weitwinkel und bei 120mm (und mehr) Öffnung auch problemlos mit Widefield zu koppeln.

Was 120mm Öffnung unter sehr gutem Himmel leisten (Betonung: Sehr gut!), zeigt der Deepsky Reiseführer. Unter mittelmäßigem Himmel wird auch die Leistung mittelmäßiger.
Mittelmaß für hohen Preis? Hm...

Über Reife und eigene Meinung: Sich eine eigene Meinung aufgrund von Wissen bilden zu können, und bei Unwissen damit vorsichtig zu sein, zeugt von Reife.
Eine eigene Meinung zu haben, ohne diese durch das nötige Wissen rechtfertigen zu können, zeugt hingegen von Unreife.
Ist das nun meine Meinung, oder eine Tatsachenbehauptung?

Clear Skies
Sven
 
Zwischenstand

Hallo Sven,

Zum Zwischenstand des Reifeprozesses:

visueller Einsatz
8“ oder 10“ Dobson (f/6)
Parallaktische Montierung
Richfield Refraktor (100mm, f/5, f/6 oder f/7) -vielleicht kann der eine oder andere noch was darüber sagen

Ich kann die Physik nicht ändern, daher komme ich am 8“ Dobson f/6 nicht vorbei.
Die Weitwinkel-APO-Zwischenstufe ist unverhältnismäßig teuer. Dennoch fand ich die Richfieldvariante mit dem Refraktor klasse und will diese im Gesamtpaket unbedingt mit integrieren. Aufgrund der geringen Anschaffungskosten des Dobsons (im Vergleich zum Kadioopter) bleiben dafür sicher noch Reserven über.
Die Rockerbox ist Geschmacksache –ich bin für die „Schubserei“ nicht zu begeistern.
D.h. ich brauch noch eine Montierung, die ausreichend dimensioniert sein muß, um Dobson und Refraktor zu tragen.

Danke für die „harten“ aber weiterbringenden Worte ;-).

CS

Chris
 
Re: Zwischenstand

@Sven:

Der von mir verlinkte APO war nur als Beispiel gedacht, um zu zeigen das diese Geräte nicht unbedingt mehrere tausend Euro kosten müssen. Ich glaube Astroshop bietet sogar einen 127er für gerade mal 100,-Euro mehr an.
Natürlich ist es unstrittig das der Dobs das ideale Einsteigerinstrument für Deep Sky ist! Wenn ich aber das nötige Geld habe, kaufe ich mir eben gleich einen parallaktisch montierten Newton. Warum soll ich dann eine Box mitbezahlen, die ich gar nicht brauche?
Du als langjähriger Berater (nicht ironisch gemeint) solltest doch auch merken, wenn Dein "zu beratender" mit einem Dobson nicht unbedingt meint glücklich zu werden. Letztendlich hat er es auch geschrieben.
Z.T. Reife:
Wissen, ohne sich selbst kundig zu machen, kritiklos zu übernehmen ist auch nicht gerade ein Zeichen von Reife, zumal es wie hier nicht nur um rationale Gründe geht. Wäre es nicht so, hätten alle Autofans die selben Fahrzeuge, Sportschützen die gleiche Waffe und Hobbyastronomen eben einheitliche Teleskope.
So nun schau mal seinen "Reifeprozess" an. ?)

@c_malkmus:
Dobson nennt sich nur die Montierung. Ansonsten findest Du einen ganz normalen Newton vor.
Oder möchtest Du das Gerät mal azimutal und mal parallaktisch (im Wechsel) montieren?
Der 200-250mm f5 Newton wäre doch schon eine gute Wahl.
Das Thema Newton-Justage ist Dir bereits bekannt? Wenn nicht: Hier im Forum mal die Suchfunktion nutzen oder bei Sven auf die Homepage schauen.
Und ein kleiner Richfield Refraktor am Newton sieht toll aus, aber da würde mir ein gutes Fernglas mit 50-100mm Öffnung als bessere Ergänzung erscheinen.

VG,
Micha

Ps. Sven: Wenn Du schon "harte Worte" gebrauchst, mach doch wenigstens ein Smilie dahinter! So wie dieses? :biggrin:
 
Re: Zwischenstand

Hi Chris,

noch Mal zur Abklärung einige Gedanken grundsätzlicher Natur.

Ein 8" F/6,10" F/5(!), 12" F/4(!!) Newton stellt so das Maximum an noch halbwegs transportaber parallaktisch montierbaren Geräten dar.
Wir reden von der EQ 6 Klasse, spätestens wenn da noch ein "Richy" drauf soll.
Ab da und drüber empfiehlt sich eine stationäre Aufstellung oder man muss ein sehr "zäher Hund" sein. :schwitz:
Das sollte man wirklich ausprobieren. Das gilt auch schon für SCs ab 10" aufwärs.
Man schleppt so was nicht für eine Stunde Beobachtungszeit durch die Gegend. Für einen ganzen Abend, eine ganze Nacht, eventuell mit Zweitgerät und zwei Leuten, okay.

Von daher ist der Einstieg mit einem Dobson, den man nur bei Lust, Zeit und Bedarf auf eine EQ-Plattform oder eine parallaktische Montierung stellt, aber immer noch schnell mal als Dobson nutzen kann, gar nicht so unlogisch.

Ob das nun ein günstiger Fernostdobson wird oder ob man da schon etwas tiefer in die Tasche greift, mag davon abhängen, wie sicher man sich wird/ist, mit dem Ansatz an sich richtig zu liegen.
Ich selbst tendiere für diesen Fall stark dazu, mit 8" F/6 einzusteigen, auf den 6" F/6 der bald kommen soll, zu warten oder sich mal die Leichtbaunewtons/-dobsons von Orion England als Beispiel anzusehen.
Ein sehr durchdachter Newton ist z.B. auch der NPD 200 von AOK-Swiss.

Den angedachten kleineren Refraktor sehe ich nach dem Newton/Dobson kommen, also nachdem man selbst erkannt hat, in welche Richtung es weitergeht.
Mir reicht da z.B. ein Richfielder, 4" F/5, der mir persönlich maximal bis ca. 80facher Vergrößerung Spass macht, also ein reiner Richfielder bleibt.
Das kann man auch ganz anders sehen und mehr Wert auf Qualität und damit auch saubere Abbildung bei 150fach legen. Dann geht es eben nicht nur auf F/6 bis F/8 hoch sondern auch weg von Achromaten und viel zu kurzen Achromaten, die ICH nicht als "Fraunhofer" bezeichnen will.
Auch wenn es "nur" ein Richfielder werden soll, muss man nicht unbedingt den wirklich billigen Skywatcher nehmen, auch im Bereich einfacher Achromate gibt es für mehr Geld mehr Qualität und 4" F/6 bietet auch noch gutes Feld.

Allein schon weil nun die Entscheidung kommt, ob dieses Gerät solo auf kleiner Monti stehen soll oder fett montiert mit dem Newton gemeinsam betrieben wird, ist der "Kleine" später dran und die Monti eben auch, es sei denn, man schläg gleich zu anfang gnadenlos zu und hofft, es richtig zu machen.
Wissen kann man das zu einem früheren Zeitpunkt wirklich noch nicht wirklich.
Die Variante für "Eilige" wäre eine günstige, kleine, transportable Montierung für den kleinen Refraktor

Bei den Okularen kann man m.E. schon von Anfang an auf die richtige Staffelung und auch auf eine gewisse Qualität achten. Ein guter Start in alle Objektklassen gelingt schon mit drei bis vier gut gesetzten Okularen, weiter Okulare dann wieder nach eigenen, bei der Beobachtung erkannten Bedürfnissen.

Abschließend will ich noch davor warnen, gleich zum Dobson eine EQ6 oder ein ähnliches Ungetüm zu ordern, auch wenn das Geld und die Lust eventuell da ist.
Ich selbst habe mich, nach einem Fehlkauf, beim Kauf meines 8" F/6 Dobsons schweren Herzens gegen eine parallaktische Montierung entschieden und aus Geldmangel zähneknirschend den ungeliebten, unförmigen Dobson akzeptiert.
Ich dachte auch, das liegt mir nicht und ich war im Irrtum.
Nach wenigen Beobachtungsstunden war klar, dass es die richtige Entscheidung war und ich persönlich keine Monti brauche.
Dieses glücklich(!) gesparte Geld stecht nun im Okular- und Filterpark und erfreut das Auge. :cool:

Gruß und CS
*entfernt*
 
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Re: Zwischenstand

Hallo Chris,

bei mir ist es zusätzlich zum 12-Zöller eben ein (zu) schneller 110mm ED geworden. Mit f/6 bringt das Gerät die gewünschte Widefield Leistung bei ansprechender AP und Vergrößerungen (ab 17x), die sich vom handgehaltenen Feldstecher genügend absetzen (beim 80mm Richfielder kommt man mit 11x einfach in die Gegend von 10x50 und 7x50, die dann beidäugig einfach mehr abliefern). Bitte das richtig verstehen, ich meine nicht, dass ein Feldstecher einen 80mm Richfielder ersetzt, aber wenn man den Richfielder in seiner Disziplin "voll ausnutzt", also mit Minimalvergrößerung, dann hebt sich einer mit 80mm nicht genügend vom Feldstecher ab.
Nachteil durch f/6 ist halt, dass ein 110mm f/6 ED nicht mehr ganz farbrein abbildet, selbst als Luftspalt-Dreilinser wird das nicht mehr gehen (wird in "Astrooptik" von Laux vorgerechnet). Der Farbfehler spielt aber bei der Richfield-Beobachtung absolut keine Rolle, weil im Gegensatz zum ähnlich kurzen Achromaten die Spots insgesamt viel kleiner sind.
Das war nun meine Anforderung an Widefield, während viele Sternfreunde in dieser Disziplin mit einem 100mm f/5 Achromaten oder einer 120/600 "Blausau" wirklich glücklich sind.
Damit also zu den Öffnungsverhältnissen. Hier gilt es einfach, eine Entscheidung für oder gegen einige mehr oder weniger gegeneinander arbeitende Eigenschaften zu machen: Maximales Gesichtsfeld, Abbildungsleistung, Okularanforderungen, Preis.
Eine f/5 Optik zeigt bei gleicher Öffnung einen größeren maximalen Himmelsausschnitt, als eine mit f/7. Was nützt aber der größere Himmelsausschnitt, wenn ich mir kein Okular leisten kann, welches bei f/5 auch den Rand scharf abbildet, so dass ich vom hinzugewonnenen Feld des Teleskopes auch letztendlich etwas habe? Der Schritt von f/6 zu f/5 bedeutet für viele Sternfreunde den Ausschluss einer ganzen Okular-Preisklasse. Eine f/5 Refraktoroptik hat prinzipiell (und in der Praxis auch) einen größeren (Rest-) Farbfehler, und sie wird auch teurer, weil sie schwieriger herzustellen ist. Es kann also bei inkonsequentem Vorgehen hier leicht dazu kommen, dass man Geld ausgibt, ohne praktischen Nutzen davon zu haben.
Einen f/7 Refraktor erhält man so noch relativ günstig als ED, und man kann an so einer Optik auch die 2" Okulare unter 200 Euro, also auch die unter 100 Euro, gut einsetzen. Ich rechne mal mit 120mm Öffnung. Da hat f/7 dann 3,1° maximales Gesichtsfeld. f/6 kommt auf knapp 3,7° und f/5 auf knapp 4,4°.
Bei f/7 erreicht man die maximale AP mit einem 2" 50mm Okular (eigentlich 49mm, gibt's aber nicht), welches dann etwa 50° scheinbares Gesichtsfeld liefert. Bei f/6 kommt man auf ein 2" 42mm Okular und f/5 bedeutet ein 35mm Okular, ebenfalls in 2" Steckdurchmesser. Das 42mm Okular ist mit bis zu 72° scheinbarem Gesichtsfeld zu haben, bei 35mm findet man eine Art "Produktlücke" wodurch man auf 68° beschränkt ist, oder man geht auf 31mm zurück und kann dann 82° Feld nutzen, also Ultraweitwinkel.
Wie das ausschaut gibt es auch anschaulich zu sehen: http://www.svenwienstein.de/HTML/weitwinkel.html
Meiner Meinung nach scheidet f/7 wegen der Problematik mit AP und Himmelsausschnitt für die Anwendung als Richfielder aus. Bleiben f/5 und f/6. f/5 bedeutet teure Okulare, um das machbare Feld mit ordentlicher Randabbildung umzusetzen, bzw. de facto gibt es kein Okular, welches an f/5 das maximale Feld sinnvoll umsetzen kann. Es gibt nämlich kein 35mm Ultraweitwinkel, das 31mm Nagler nutzt nur 42mm von 46mm Felddurchmesser und das 41mm Panoptic würde zwar 46mm nutzen, aber wegen der übergroßen AP von 8mm den Beobachter wahrscheinlich durch nur 7/8 seines Linsendurchmessers beobachten lassen. (Das ginge natürlich beim Refraktor ohne besondere Probleme.) Diese Okulare sind definitiv teuer, oder genauer sie gehören zum teuersten, was man am Markt so aufgabeln kann.
Demgegenüber bekommt man den typischen Richfield-Achromaten gerade eben mit f/5, nämlich üblicherweise 120/600 oder 100/500. Moderate 100/600 sind keine Standardgeräte, aber natürlich auch am Markt zu finden, muss man nur suchen. Was man aber suchen muss, ist nie so billig, wie Optik von der Stange, und von der Stange sind die ED Refraktoren inzwischen ungeheuer günstig geworden, so dass man schwer überlegen muss, ob man auf den Preis für einen teuren Achromaten nicht noch Geld drauflegt, um einen günstigen ED zu bekommen.
Die EDs aber haben eher die Tendenz, mit f/7 aufzutauchen, einige wenige gibt es auch mit f/6. Da werden dann wohl die Okulare günstiger, aber die Optik eventuell teuer?
Denn natürlich ist ein Gerät wie der 110mm Megrez mit 655mm Brennweite (nominell f/5,95) eine schöne Lösung, aber eben mit einem saftigen Listenpreis versehen!
Hier hilft nur Durchgucken, und selbst entscheiden. Denn schließlich habe ich selbst, obwohl ich vom Hauptgerät her mit f/4-tauglichen Okularen versehen bin, nicht den günstigen f/5 Achromaten gekauft, weil mir die optischen Eigenschaften dieser Geräte nicht besonders gefallen, mal ganz davon ab, was die Verarbeitung angeht. Nun lagen bei mir aber einige Jahre zwischen den Anschaffungen der verschiedenen Optiken und Okulare. Und ich frage mich, ob Du Dir nicht auch diese Zeit lassen solltest. Erstmal ein Hauptrohr anschaffen, dazu Okulare und weiteres Zubehör (Deepsky heißt auch Filter), und dabei die Perspektive "Richfielder" nicht aus den Augen verlieren - wenn denn der Sinn auch weiterhin nach Deepsky und Widefield steht.

Jedenfalls ist eine solche Widefield-Optik durchaus eine hervorragende Ergänzung zu einem großen Deepsky-Gerät, und besonders die von Günther angewandte Montage "Huckepack" auf dem Dobson bringt den "Supersucher" erst richtig zum tragen, weil man so im schnellen Wechsel ein Objekt im Detail und dann wieder mit Umgebung anschauen kann.
Das stellt aber in meinen Augen auch die Verhältnisse klar: Die große Optik ist das Hauptgerät und die kleine Optik dient als gelegentliche Ergänzung, die einen enormen Spaßfaktor hat, aber im Prinzip ohne die große Optik den Sternfreund einfach an zu vielen Objekten im Stich lassen würde.

Daher wäre meine Priorität zunächst einmal die größere Haupt-Optik, und der kleine Richfielder kommt nach der Anschaffungslatte für die Hauptoptik.
Günther hat schon angemerkt, ein 10" Dobson wird mit f/5 oder f/4,8 laufen. Ein 12" Dobs ist hingegen mit f/5 und 1500mm Brennweite häufig anzutreffen.
Möglicherweise erübrigt sich einiges an Überlegungen zum Richfielder allein deshalb, weil man schon einen schnellen Dobson (f/5) kauft, und die Okularpalette ohnehin darauf auslegt.

Noch ein Satz @Micha: Von Wissen aufnehmen, ohne es zu hinterfragen, kann gar keine Rede sein. Wir benutzen das Medium "World Wide Web", ein gewaltiger Wissensspeicher, der jedem Neugierigen offen steht!
Es gibt ja schließlich nicht nur meine Homepage, sondern eine ungeheure Fülle an Optikwissen. Natürlich muss man auch etwas sieben, daher ist es sicher lohnenswert, sich mit den Basics vertraut zu machen, damit man nicht unter der Last aufgebundener Bären zusammenbricht. Huch... ich bin schon am dritten Satz, nu is aber Schluß!

Clear Skies
Sven
 
Re: Zwischenstand

Hallo Sven,

da mache ich es auch mal kürzer.

Zitat Chris:
>>Die Rockerbox ist Geschmacksache –ich bin für die „Schubserei“ nicht zu begeistern.<<

Ist es wirklich so schwer, Chris einen geeigneten Newton auf einer geeigneten parallaktischen Montierung zu empfehlen?
Dobson! Dobson! Dobson! Tolles Ding. Aber wohl vom Thread-Starter nicht unbedingt gewünscht!

VG,
Micha

Ps.: Nebenbei würde mich das auch interessieren. Ich bin mit meinen kleinen 130mm Newton auch nicht mehr zufrieden (leistungsmäßig). Den 200/1000 von Skywatcher hatte ich schon in die engere Wahl genommen.
 
Re: Zwischenstand

Hallo Micha,

Der Thread-Starter macht einen Lernprozeß durch ;-). Ich habe nicht zum Spaß im letzten thread auf den Zwischenstand mit 8“ (10“) Dobson (Newton + Rockerbox) hingewiesen. Ist alles bestens. Später werde ich die Ausrüstung ggf. noch um eine parallaktische Montierung und einen Richfielder ergänzen. Später.

Ein Fernglas plane ich auch noch ein: 50er oder 70er –waren einige im SUW Test 2007. Der von Dir vorgeschlagene 100er bräuchte noch eine Montierung und ist für eine Anschlussverwertung im Feld-Wald- und Wieseneinsatz ungeeignet.

CS

Chris
 
Re: Zwischenstand

Hallo thread-Starter,

ich habe nicht ausdrücklich ein 100er Fernglas empfohlen :neinnein: sondern eine Spanne von 50 bis 100mm Öffnung genannt. Ob Du z.B. das 70mm Fernglas entspannt halten kannst musst Du selbst wissen. Es gibt Beobachter die haben bereit mit einem 10x50 Schwierigkeiten. Für Feld-Wald- und Wieseneinsatz + Astronomie solltest Du aber die 7x40 bzw. 8x42 Gläser nicht ausklammern.
Darf ich Deinen Lernprozess so verstehen, das Du schubsen nicht mehr doof findest? :gutefrage: Es ist Deine Entscheidung. Einen Dobson nachträglich parallaktisch zu montieren ist sicher nicht die günstigste Variante. Erkundige Dich wenigstens beim Händler ob diese Möglichkeit bei deinem zukünftigen Gerät besteht. Falls Du nämlich doch plötzlich das gesehene auch fotografisch festhalten willst, nützt Dir die EQ - Plattform allein auch nix.
Wie gesagt, da Du deine Meinung geändert hast, hat sich die Diskussion, Dobson oder parallaktische Montierung, erledigt. Über das Instrument an sich (immer noch Newton? :/ ) herrscht ja kein Dissens.

VG,
Micha :)
 
Re: Zwischenstand

@ Micha,

Natürlich bin ich von der Rockerbox noch immer nicht begeistert, aber vorschnell mal eine Montierung für hunderte Euros raus zuhauen halte ich für unklug. Was würdest Du mir denn an Montierungen empfehlen? - Die GP-Klasse ist für den Newton-Refraktor-Piggy-Back fast schon zu klein. EQ6? G11? Sphinx? So viel gibt es da nun auch nicht mehr. Und wenn ich an "China-Fett" und den unrunden Lauf (vielleicht finde ich noch Gefallen am Fotographieren) der EQ6 denke, wird es mir ganz anders. Kommen dann noch GoTo Ambitionen dazu ist solide Montierung wie die G11 schon fast nicht mehr bezahlbar.
Eine überflüssig werdende Rockerbox ist finanziell eher zu verkraften als eine schlecht ausgesuchte Parallaktische Montierung.

Danke für den Hinweis auf die mögliche Montierbarkeit der Dobsonoptik (Newton!) auf eine parallaktische Monierung! Ich dachte das wäre immer machbar.


@ all

Die Auswahl an handelsüblichen (günstigen) f/6 Dobsons ist recht überschaubar:

1) GSO Dobson GSD 200C
2) Skywatcher Synta 8“
3) Galaxy D8
4) Orion UK 8”
Oder habe ich da noch einen vergessen? Preislich liegen die ersten 3 Geräte dicht beieinander. Der Orion scheint qualitativ in einer anderen Liga zu spielen –von der Optik bis zur Rockerbox. Aber ist der krasse Preisunterschied wirklich gerechtfertigt?
Die Schellenverbindung der Optik mit der Rockerbox gefällt mir sehr gut, da auf Befestigungsflansche am Tubus verzichtet wird.
Für welchen würdet ihr euch entscheiden?

CS

Chris
 
Re: Zwischenstand

Hallo Chris,

ich habe einen 10" Orion UK und bin damit rundum zufrieden. Ob er den Mehrpreis "wert" ist, ist eine sehr individuelle Entscheidung. Die Qualität der Geräte, auch wenn sie aus China oder Taiwan kommen, ist durchaus brauchbar - von Gurken mal abgesehen. Insoweit könnte man einfach einen preisgünstigen GSO nehmen, weil ohnehin irgendwann die eine oder andere Optimierung gemacht wird.

Allgemein kann man, so denke ich zumindest, heute sagen: Du bekommst das, was Du bezahlst. Vor einigen Jahren war das noch anders, als Vehrenberg, Kosmos & Co. ein quasi Monopol hatten. Und dafür bin zumindest ich nicht zuletzt den Chinesen und natürlich auch den deutschen Importeuren sehr dankbar. Heute kann sich ein Einsteiger für relativ wenig Geld unglaublich viel Leistung kaufen.

Gruß
Adson
 
Re: Zwischenstand

Hallo Chris,

die ersten drei geben sich vom Preis-/Leistungsverhältnis her nicht viel, auch zubehörbereinigt nicht.
Wenn sie die geforderte und teilweise garantierte Beugungsbegrenztheit der Optik erfüllen sind sie unter diesem Gesichtspunkt unschlagbar.
Hier ist m. E. ein guter, vertrauensvoller Kontakt zum jeweiligen Händler und ein eventuelles Entgegenkommen beim Zubehörtausch (Sucher, Beipackokulare) höher zu werten als die Verkaufsmarke oder 50 € Preisunterschied.

Nummer vier ist leichter gebaut, was auch für die spätere Montierbarkeit nicht unwichtig werden kann und sicher auch etwas "wertiger". Das sagen viele Berichte aus, eigene Erfahrungen aus harten direkten Vergleichen dazu habe ich nicht es ist aber durchaus vorstellbar, dass der Preis zur Leistung passt.

Alle vier haben an der einen oder anderen Stelle Optimierungsbedarf, da muss/kann man mit Veloursfolie, Lüfteranbau (oder Umbau von vorhandenen Lüftern auf sinnvollen Betrieb), Modifikationen an den Rockerboxen noch einiges an vorhandenem Potenzial abrufbar machen. Ein klein wenig handwerkliches Geschick und der Wille zu Nacharbeiten ist da schon von Vorteil.

Der Skywatcher hat eine andere Höhenlagerung als die Konkurrenz, was ihn für den Fall, dass ein Richy draufsoll zum attraktivsen gerät macht.
Diese "klemmbare" Höhenlagerung kann man mit relativ geringem Aufwand so umändern, dass sie auch mehr als zwei kg Ungleichgewicht durch einen weit vorne aufgesattelten Richfielder und auch schweres Okularzubehör noch schluckt, ohne das die Nachführqualität leidet.
Ich selbst hatte zunächst nur das Ziel, durch diese Veränderungen das Anrucken zu Beginn der Nachführung zu beseitigen und habe dabei quasi das Potenzial der Sache "entdeckt".
Klar ist, dass mein Dobson keinen schönen Anblick bietet, man kann das schöner machen.
Was da gefordert ist, kannst Du auf der HP der deepsky-brothers
http://www.deepsky-brothers.de/index.htm
unter "Verb. Skyw. Rockerbox" nachlesen, was daraus werden kann, unter "Dobtuning total".

Beim Skywatcher funktioniert das so unter Verwendung der Originalbox, bei den anderen "Marken" muss man komplett neu aufbauen oder sich eigene Gedanken machen. Z.B. könnte man eine zusätzliche dosierbare Klemmung mittels eines über die Höhenräder gespannten Rollogurts erstellen. Da fehlen mir die Erfahungswerte, wie ausreichend solche Maßnahmen sind.

Zum Tuning allgemein gehen die Meinungen recht weit auseinander, daher habe ich auch Mal den Newton von AOK-Swiss erwähnt, das steckt schon viel "Tuning" von Haus aus drin.
Ich sage, dass alle Tunings der "Billigdobsons" zusammen genommen, gegenüber den Geräten von der Stange sehr viel Potenzial abrufen und sogar einen Öffnungsnachteil wettmachen können können.
Das wird auch immer wieder Mal bei Teleskoptreffen bestätigt.
Schau Dir Mal (nicht nur unter diesem Gesichtspunkt) den ATB-Bericht von Benny an. http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/showflat/Number/530526#Post530526

Eines ist allerdings noch zu sagen: Ein Newton ist an erster bis zehnter Stelle von der guten Justierung abhängig.
Erst danach kommen die Optimierungsmaßnahmen.

Gruß und CS
*entfernt*
 
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Re: Zwischenstand

Hallo Chris,

es gibt eben etliche Möglichkeiten. Der 8" f/6 kann erstmal als Dobson kommen, wenn er denn parallaktisch werden soll, ist der Orion UK der einzige, der durch seinen Leichtbau noch irgendwie auf einem GP-Clone unterzubringen ist. Besser eher HEQ-5. Die schweren Geräte plant man besser auf eine EQ-6, obwohl es auch da Sternfreunde gibt, die mit einer HEQ-5 soweit zufrieden sind. Die EQ-6 schleppt das Teil dann sogar für Deepsky-Fotografie, aber da muss man eigentlich an der EQ-6 noch herumtunen, wenn man Langzeitbelichtung konsequent machen will. Oder man braucht eine der Foto-Varianten (Star Track, Skyscan) der EQ-6, könnte selbst dann aber noch Lust bekommen, die Lager auszutauschen.

Die Alternative mit Montierung im Paket wäre ein 200/1000 Newton, der allerdings schon die Okularanforderung "f/5" stellt, ich hatte das vorher schon geschildert, will es aber nennen, für den Fall, dass sowas eben doch noch nicht vom Tisch ist.

Normalerweise wäre ich persönlich in sofern beruhigt, als die normale EQ-6 für visuelle Wünsche völlig ausreicht und auch Planeten- sowie Mondfotos erlaubt, und erste Langzeitbelichtungen zum Beispiel mit einem ED Richfielder, der von der EQ-6 auch noch zusätzlich getragen wird, und weil Montierung und Dobson immer noch Luft im Budget lassen. Was bei dieser Variante definitiv schon stört, ist das Gewicht und die Einzelteile. Die EQ-6 ist schwer.
Gegenüber einem Dobson geht man einmal mehr zum Auto.

Der höhere Preis des Orion UK steckt meiner Meinung nach im Spiegel. Ob der leichte Alutubus wirklich teurer als der übliche Blechtubus ist? Vielleicht auch das.

Clear Skies
Sven
 
Re: Zwischenstand

Hallo,

Orion UK hat m.E. nicht unbedingt bessere Spiegel sondern einen Spiegel in zuverlässiger Qualität (zumindest bei meinem war ein Messprotokoll dabei). Außerdem ggf. dass "bessere" (Glaubensfrage!) Material und die Hilux Verspiegelung. Alles in allem macht das sicher einen Unterschied, ich denke aber, der liegt schon sehr im Detail und deshalb eben auch Geschmacks- um nicht zu sagen Glaubensfrage. Ich habe auch schon mit vergleichbaren (guten) GSO Geräten beobachtet (ich rede hier immer von der 10" Variante) und wenn sie so nebeneinander stehen sind die Unterschiede - wie eigentlich auch nicht anders zu erwarten - nahe an der Wahrnehmungsgrenze.

Der Leichtbautubus hat auch Vor- und Nachteile, irgendwas ist immer und letztlich ist auch der Kauf eines Teleskops immer ein Kompromiss.

Meint zumindest
Adson
 
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