Okularvergleich APM Ultra Flat Field 24mm vs. TV Panoptic 24mm?

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watcher_68

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Hallo ihr Lieben,
auf der Suche nach einer guten Okularlösung für bspw. ein APM Großfernglas wird immer wieder das TV Panoptic 24 mm wärmstens empfohlen. Das APM UFL 24 mm soll ja ein Nachabu sein und ist deutlich günstiger. Hat jemand direkte Vergleicherfahrung und mag diese teilen?

Viele Grüße
Ralf
 
Hallo Ralf,

mich hat diese Frage vor ein paar Jahren auch bewegt, und so habe ich je ein Paar Pan24, UFF24 und Hyperion 24 beschafft und sie eine Weile an verschiedenen Doppelteleskopen und Binoansätzen verglichen. Ergebnis: die Pan 24 und Hyp24 gingen, die UFF24 blieben. Wesentlich am Bino ist das angenehme Einblickverhalten, und hier hat das UFF24 die Nase vorn, ohne gleichzeitig besondere Nachteile zu haben. Das Pan24 hat einen Pupillenabstand der etwas zu knapp für Brillenträger ist, wiegt ein bisschen mehr und ist wesentlich teurer - alles für mich relevante Nachteile.

Es mag sein, dass Kontrastverhalten oder Transmission des Pan24 ein Quentchen besser ist. Wenn die 24mm Okubrennweite Deine absolute Hauptanwendung am Bino darstellt und Du ohne Brille beobachtest, würde ich an Deiner Stelle nichts unversucht lassen und die Pan24 durchaus ausprobieren. Wenn aber nicht, hast Du mit den UFF24 ausserordentlich gutmütige und auch noch bei f5 überraschend randscharfe Okus. Ich benutze eins sogar an einem 42/150 Sucher - also bei f3,6 - und finde das Bild in dieser Sucheranwendung hinreichend.

Gruss, Christopher
 
Hi Ralf,

den gefragten Vergleich habe ich nicht, aber da es um eine Lösung fürs Bino allgemein geht, 2 weitere Kandidaten:
Ich selbst nutze am 100er APM Bino die 25mm TS NED, die sich letztlich ob der AP und des marginal größeren Feldes gegen
die Vixen LVW 22 für mich durchgesetzt haben. Beide Okulare kann man gut an den Binos verwenden.

Vorteil der NED sind die drehbaren Augenmuscheln und das kompakte Maß und der Preis.
Die LVW punkten mit 20 mm Augenabstand, sehr guter Randabbildung, sind aber vom Farbton her gelblich im Bild und neu
nicht mehr zu bekommen.

Wenn es keines der anderen wird, sind das Alternativen, die evtl auch für Dich interessant sind.
CS
 
Hallo Ralf,

habe mal das 24 mm APM UFF, Panoptic, Hyperion und ES 68° verglichen. Für mich waren das 24 mm Pano und APM nahezu gleich. Das APM hatte das bessere Einblickverhalten, das Pano ein minimal größeres Eigengesichtsfeld. Bei der Transmission gab es für mich keine sichtbaren Unterschiede, wobei ich für mich nicht ins Detail gegangen bin, wie man es z. B. in Okularvergleichen lesen kann. Das APM hat den größeren Augenabstand im Vergleich zum Pano. Hyperion und ES konnten an beide Okulare nicht ranreichen. Behalten habe ich das Pano, weil es ein minimal größeres Eigengesichtsfeld hat. Hätte ich das Pano nicht dabei gehabt, hätte ich das APM behalten.

Gruß
Jan
 
Hallo Ralf,

genau deine Frage hat mich vor ein paar Jahren auch umgetrieben.
Beide sind geblieben, die APM UFL 24 mm in einem APM Apo Bino 70 mm, die TV Panoptic 24 mm in einem Baader Mark V Binoansatz für einen größeren Maksutov.
Die Panos haben mir eine Spur besser gefallen (beobachte ohne Brille, bin aber Brillenträger). Die ES 24 mm hatte ich auch zum Vergleich, die mussten aber recht bald gehen, haben mir persönlich an beiden Geräten weniger gefallen.

cs
Andreas
 
Hallo ich hab die genannten Okulare, und Andere am APM 100 ED Bino und am Binokularansatz verglichen und auch mal in diesem Forum gepostet.
Kurzfassung: optisch wenig Unterschied, die APM haben ein etwas angenehmeres Einblickverhalten und mehr Augenabstand.
Die Pano sind deutlich kleiner als die APM, also wenn der Pupillenabstand kleiner ist, dann kann das den Unterschied ausmachen. Oder der Preis ?

CS Alex
 
Hallo, ich habe die PanO 24 am 80er Binoptic. Da Helical verbaut sind, sind sie am Randbereich des Fokussierweges, ich werde kurzsichtiger, mit Brille sind die PanO grenzwertig, ergo: Ich suche Alternativen - kommen die UFF 24 wirklich nah an die PanO 24 ran? Wie ist deren Fokuspunkt, im Vergleich zu den PanOs? DIe Helical haben ca 10mm Fokussierweg, die Pano sind innen, die Nagler 7mm T4 außen... danke, CS, Maiko
 
Hallo,
welchen Durchmesser hat denn das APM an der dicksten Stelle? Könnte das jemand für mich ausmessen?
Andreas, da du beide besitzt, würdest du mal ein Bild der Beiden nebeneinander, zum Vergleich einstellen?

Gruß
Ralf
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Ralf,

anbei mal ein Bild. Ausmessen kann ich das APM nicht. Habe nur noch das ganz rechte Okular auf dem Bild.

Gruß
Jan
 

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Moin Jan und Jonas,
danke für die Infos, dann haben sich die APMs für mich erledigt. Ich komme am Bino nicht mehr mit der Nase zwischen die Okulare da mein Pupillenstand zu eng ist.

Gruß
Ralf
 
Hallo Feunde

Hier mal ein Bild zu den Abmessungen des APM UFL 2. oder hier. Es sind 55mm.
Ich komme sogar mit den Hyperion 31mm am Bino gut zu recht und die haben 59,5mm Außendurchmesser bei einem Augenabstand von ca 63mm. Man muß nur gerade rein sehen und nicht von oben nach unten schauen als ob man eine Zeitung liest. Dann liegt die Nase vor den Okularen und nicht da zwischen.
Die 24er Panoptic haben auch schon 49mm und da muß man richtig nah ran.

Gruß Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
da scheint ja jemand MEINE Augen gut zu kennen. Schön für dich Peter, wenn es mit allen klappt, ich wollte bei mir wäre es so. Ich habe schon mit vielen Okularen getestet, Hyperions, Morpheus, LVWs mit allen hatte ich Probleme, mein Augenstand ist 58mm. Der große Vorteil des Pano ist halt die Verjüngung nach oben, deshalb klappts mit denen sehr gut.

Gruß
Ralf
 
Hallo,
der eingestellte Pupillenabstand beträgt jeweils 64 mm.
APM UFF 24 mm an einem 70 mm ED-Apo Bino; TV Panoptic 24 mm an einem Baader Mark V; Pentax XF 12 mm an einem Baader Maxbright (zum Vergleich).

cs
Andreas
Bino-Ansätze.JPG
Bino-Okulare.JPG
 
Ich bin ja bekanntermassen auch ein großer Freund des binokularen Beobachtens sowie der weiten Felder und großen Eigengesichtsfelder.
Deshalb kommen für mich nur Ethos - respektive APM XWA Okulare in Betracht, die mich mit meinen 62mm Augenabstand vor 2 Probleme stellen.

Zuerst natürlich der Abstand selbst, er sogt dafür, dass die Okulare im Durchmesser maximal dem Augenabstand entsprechen dürfen, idealerweise etwas weniger.
Meist bringt es schon 1-2 Millimeter, wenn man die Gummiriffelung entfernt, die doch etwas aufträgt.
Reicht das nicht, kann man mit der Drehbank oder Fräsmaschine noch einiges herausholen :)

Das wesentlich größere Problem sitzt aber mitten in unserem Gesicht und nennt sich Nase.
Weitwinklige Okulare haben nämlich den Nachteil recht große Augenlinsen zu benötigen und binokular wird es dann für die Nase ziemlich eng.
Entweder kommt man gar nicht nah genug ans Okular ran oder es ist so knapp, dass man permanent anstösst und dadurch Erschütterugen ins System bringt.

Auch hier gibt es mehrere Lösungsansätze.
Zuerst sollte man die Gummiaugenmuscheln entfernen, damit ist schon viel gewonnen.
Gegen Streulicht hilft dann ein Bino Bandit oder - noch viel besser - ein schwarzes Tuch, was man sich über den Kopf mitsamt Okularen wirft.

Reicht das Entfernen der Gummiaugenmuscheln noch nicht ganz, greift man wieder zur Drehbank.
Die Augenmuscheln sitzen ja in nuten, die ca 2mm tief sind und die man bedenkenlos entfernen kann und somit weitere 2mm Nasenfreiheit gewinnt.

Das ganze hier mal beispielhaft am 13mm Ethos gezeigt.

ethos-standard-scale-2_00x-gigapixel.jpg


Dieses Tuning rund um die Augenlinse habe ich bei all meinen Ethos und XWA Okularen gemacht und kann sie so von 3,7mm bis 17mm nutzen.
Nur für das 21mm Ethos habe ich noch keine Lösung gefunden :-)

Grüße Jochen
 
Hallo Jochen,
herrlich, Dein Okulartuning! Ich kenne niemanden, der das zu so einer feinen Kunst gemacht hat wie Du. Diese Experimentierfreude bringt die Szene wirklich voran.
Beste Grüße, Christopher
 
Naja, Christopher, in erster Linie bringt es mich voran und ich kenne bisher niemanden, der seine Okulare auch abgedreht hätte :-)
Ganz ungefährlich ist die Sache ja nicht und ich habe auch schon Lehrgeld zahlen müssen:

IMG_0653.jpeg


Wie Du weisst steht bei mir ja der ästhetische Genuss beim Beobachten im Vordergrund und deshalb wollte ich mich nicht mit binokularen 70° Eigengesichtsfeld zufrieden geben.
Man liest ja immer wieder mehr sei nicht möglich oder nicht sinnvoll, was ich aber nicht bestätigen kann.
Mit obigen Modifikationen kann ich selbst die 110° binokular komplett nutzen, was schon ein unglaublich tolles Gefühl ist.

Ich wollte einfach darauf hinweisen, dass es gerade beim Pano24 schon viel hilft, wenn man die Gummiaugenmuscheln entfernt anstatt sie nur zurückzuklappen, das schafft schon einigen Platz für die Nase und kann den Unterschied ausmachen die Okulare binokular überhaupt nutzen zu können.

Grüße Jochen
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
welchen Durchmesser hat denn das APM an der dicksten Stelle? Könnte das jemand für mich ausmessen?
Andreas, da du beide besitzt, würdest du mal ein Bild der Beiden nebeneinander, zum Vergleich einstellen?

Gruß
Ralf
Hallo,

Der max. Durchmesser des UFF beträgt 55,2 mm, die Panos haben max. 49,7 mm (mit der Schublehre gemessen).

Weil Maiko mich gefragt hat:
der Fokus der Okulare am APM 70 mm / 45 ° ED Apo liegt bei den 24 mm Panos ca. 5,5 mm weiter extrafokal als bei den APM UFF 24 mm .
Das APM UFF liegt dabei bei etwa einem Drittel, das Pano bei knapp nach der Hälfte des Fokusweges.

cs
Andreas
 
Ihr Lieben, besten Dank für eure Ausführungen und Erfahrungen! Obwohl ich auch recht “engstirnig“ bin und einen kleinen Augenabstand habe, dürfen nun schlussendlich die APM-Okulare bei mir bleiben. Ich hatte die Pano‘s auch zum Vergleich da und meine Nase kam auch etwas besser mit diesen zurecht, jedoch hatte ich bei eingeklappter Augenmuschel einen Schatten im Bild und bei ausgeklappter Muschel wurde das Gesichtsfeld eingeschränkt. Bei den APMˋs passt das Bild hingegen perfekt, ich schaue nun etwas steiler von Einblickwinkel hinein, so dass nur meine obere Augenhälfte auf dem Okularrand aufliegt. So kommt auch meine Nase mit den recht großen APM‘s gut klar, sprich ohne Kontakt zum Okular. Das dies auch wichtig ist, damit der Nasenrücken nicht bei entsprechender Aussentemperatur einfriert, dies wurde mir beim Herausfinden der richtigen Position irgendwann bewusst.
Die optische Qualität kann ich mit den von euch beschriebenen Eindrücken nur teilen.
 
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