Olympus Mons mit galaxy d8 erkennbar ?

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allpen

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moinsen,
kann ich mit einem galaxy d8 / 1200 den Olympus Mons, zumindest als Fleck oder Schattierung, bei einem guten Seeing wahrnehmen.
als dann bis denne
allpen
 
Moin Namenloser!

Den Oly. Mons direkt kann man von der Erde aus nicht erkennen, die entsprechende Albedo-Struktur heißt "Nix Olympica" nach Schiaparelli. Dieser glaubte Schnee eines hohen Berges zu sehen, wahrscheinlicher sind Wolkenformationen, die sich bei bestimmten Bedingungen an diesem Vulkan halten.
Ich habe zu sammen mit einem Kollegen aus der Vereinssternwarte im Frühjahr 1999 den Mars mit einem 8" Kutter-Schiefspiegeler beobachtet - über 30 Beobachtungsnächte hinweg. Zweimal waren wir uns so gut wie sicher, diese Albedo-Formation gesichtet zu haben. Es ist aber eine wirklich nur sehr zarte, weißliche Formation, und wir hatten damals eine unobstrierte Optik bei ca. 300facher Vergrößerung auf einer Sternwartenmontierung zur Verfügung.

Ob das mit einem handnachgeführten 8" Dobson so einfach zu machen ist, wage ich zu bezeifeln. Man muß sowieso die günstigen Mars-Oppos abwarten. (Nächstes Jahr im Herbst ist wieder eine gute Gelegenheit.) Damals hatten wir nur etwa 16" Marsgröße.
 
Hi Allpen

ich halte es für möglich u.a. auch weil ich sicher bin ihn schon gesehen zu haben - im August 2003 zur Opposition.Da sind wir dann aber auch beim Thema...

Wenn das gelingen soll, braucht es mehrere Faktoren:

Idealerweise eine Opposition und die geringer Distanz, wie z.B. 2003. Da waren es um 56 Mill KM. Der Abstand schwankt stark, optimal sind unter 60 Mill KM. Dann hat Mars über 24 Bogensekunden und ist damit deutlich größer als aktuell z.B. Saturn. Die Größenangaben für OM schwanken. In der Literatur findet man 500-800 km, OM ist also irgendwas im Bereich von 1/11 - 1/13 des Planetenscheibchens groß.

Das heißt dann Du brauchst ein Auflösungsvermögen von 2 Bogensekunden, besser weniger und das bei sehr gutem Seeing und einem Gerät mit gutem Kontrast. Ein 8" kann rechnerisch 0,7".
Dazu auf dem Mars logischer Weise kein Staubsturm und OM sollte frei von Schnee und Wolken sein. Dann ist er dunkler und hebt sich eher von der Umgebung ab (Kontrast).

Und dann ist da noch die Höhe am Himmel. 2003 stand er hoch, zuletzt eher sehr niedrig. Das hat meist alles verhindert, weswegen es mit in den letzten Jahren nicht mehr gelang die Beobachtung zu wiederholen.

CS
 
Moinsen
Echt komplex das ganze Thema , aber da ich mich auf die Rente vorbereite genau das richtig neben dem Segeln.
Als dann danke, bis denne
Allpen
 
Hallo Allpen,

diese Albedostruktur Nix Olympica konnte ich bei günstigen Marsopposition mehrmals und eindeutig erkennen. Vergrößerung war ca. 350x mit 19cm F/9 Newton. Eigenbau.
CS Mike
 
Hallo Antares,

hmmm, also 2003 stand Mars der Erde zwar außergewöhnlich nahe. In unseren Breiten erreichte er allerdings zur Oppositionszeit am 28. August nur knapp mehr als 25° Horizonthöhe. Nicht eben sehr günstig. 2005 war dies einiges besser, obwohl das Marsscheibchen da nur ca. 20 Bogensekunden max. hatte, dafür aber in Süddeutschland am 7. November fast 60° hoch am Himmel stand.

Viele Grüße
Werner
 
Das ist jedesmal so. Die Opposition NACH der günstigsten ist für uns immer besser als die günstge, weil der Mars dann rund 30 Grad nördlicher steht.
 
Nun Werner,
hmmm, was soll uns Dein Betrag sagen? Zur Fragestellung von Allpen trägt er nichts bei, meine Beobachtung ist nicht in Frage zu stellen und 2003 als ungünstig zu bezeichnen, trifft die Realität nicht.

Mag sein dass er so niedrig stand. Das habe ich nicht notiert, ist aber auch nicht relevant. In jenen Augustnächten - ich war damals insgesamt 19 Nächte draußen - gab es hier nahezu kein Seeing. Vielleicht weil die Nächte so heiß, wie die Tage waren. Die Luft stand still und es waren extrem hohe Vergrößerungen machbar. Das ging bis zu meinen Beobachtungen mit dem 30 Zöller eines gewissen Raphael B. in Hertingshausen beim TT.
So oder so: Mein bestes Marsjahr war 2003, nie konnte ich mehr an Details sehen.

CS
 
Hi Antares,

ich stelle deine Beobachtung nicht in Frage, jedoch ist es normalerweise nicht günstig, wenn Planeten eine Horizonthöhe von lediglich ca 25° erreichen, so wie es 2003 der Fall war (die Höhe über Horizont erhälst du aus jedem halbwegs guten Planetariumsprogramm oder Himmelsjahrbuch).

Meine Erfahrung (und auch die von anderen Beobachtern die ich kenne) war etwas anders. Seinerzeit im August 2003 gab es zwar in Stuttgart und auf der Emberger Alm brauchbare Beobachtungsbedingungen. Diese waren jedoch schlechter als jene aus dem Jahr 2005, als Mars fast 60° hoch stand. Das sehe ich auch auf meinen Planetenaufnahmen, welche ich jeweils erhalten habe. Hier waren 2005 deutlich mehr Strukturen zu erkennen.

Vermutlich hast einen Super Standort gehabt. Dazu beglückwünsche ich dich natürlich. Ich erinnere mich, dass die Anzahl der Beobachtungsnächte 2003 sehr hoch war, aufgrund der vorherrschenden Hochdruckwetterlage. Das beste Seeing 2003 bei 25° erreichte jedoch nie die Qualität der besten Nächte bei Höhe 60° vom Herbst 2005.

Na ja, dass es nachts so heiß wie tagsüber war...hmmm.... Vielleicht wolltest du uns mitteilen, das sie vergleichsweise mild waren in diesem meteorologisch außergewöhnlich heißen August (verglichen mit anderen Jahren) mit Max. Tagestemperaturen von oft über 37° C.

Viele Grüße
Werner
 
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