Optik des TS PHOTOLINE 115 mm f/7 Triplet Apo.....Selbstbau?

xerox_now

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Hallo Freunde der Nacht,


für ein neues Selbstbauprojekt interessiere ich mich diesmal für ein Triplettobjektiv.
Ich habe das Triplett 115/800mm von TS ins Auge gefasst.
Ohara 51 oder Ohara 53 ist mir erst mal egal.
Das ist ja in dem PHOTOLINE 115 mm f/7 Triplet Apo verbaut.

Gibt es hier einen Besitzer der Photoline 115 F7 APO´s, der gerne etwas zu dem Objektiv erzählen kann?

Alternativen wären das 106 / 700mm mit dem Hoya Glas oder wenn es denn sein muß ein Douplet á la 125 / 975.
Alle Optiken sind von TS.
Da ich nur Erfahrung mit Achromaten (Luft- oder Kittfügung), kenne ich die Tripletts nur aus Sagen und Mythen, für mich!
zu dem o.g. Objektiv findet man nicht viel.
Mehr als 975mm Brennweite möchte ich nicht, da ich schon mein Antares ELite 105/1500 habe und ein Zeiss 63/840 (Telementor) habe.
Brennweiten um 700-800mm wären ideal.
Danke.

Grüße aus dem Norden,

Martin
 
Moin, für Visuell wird der denke mal gehen, aber für ein Triplett ist es denke mal zu günstig das er gut für die Fotografie funktioniert..
Habe den kleineren 72 mit FPL53 ist zwar nur ein Doublet, hat aber auch farbfehler, wenn auch nur minimal.

Erstmal ist es egal ob es FPL51, 53 ist, das muss auch mit dem Partnerglass harmonieren.

CS Vincent
 
Hallo Vincent,
ja, as mit dem günstigen Preis und vielleicht nicht der entsprechenden Qualität treib mich auch gerade um.
Ich kann es eben nicht einschätzen. Vielleicht reicht auch für das Visuelle und hi-und-da mal Astrophotos (60%/40%) auch ein Douplett und am Ende sollte ich bei APM und LZOS schauen.
Mal schauen, ob sich noch jemand meldet.

So long.

Martin
 
Ich habe mir den TS 115/800 vor etwa 10 Jahren für die Fotografie gekauft (mit Riccardi Reducer). War damals das Beste, was man für diesen Preis haben konnte. Und ich bin immer noch zufrieden damit.
Ich weiß nicht, was er heute kostet ("günstiger Preis"). Aber ich bereue den Kauf auch heute nicht.
Viele Grüsse Jens
 
Hallo Martin,
für den Preis kann man keinen LZOS verlangen, dass sollte man nicht aus den Augen verlieren.
Qualität definiert sich als "gut für den Zweck" es kommt also darauf an was du haben willst und was du machen willst.
In seinem Vergrößerungsbereich kann der TS vermutlich schon überzeugen bzw. ausreichend sein.
Der 125mm hat wiederum mehr Öffnung und als Zweilinser kühlt er auch schneller aus und ist vermutlich sogar leichter?
LG
 
Hast du auch mal den Skywatcher Evostar ED 120/900 ins Auge gefasst?
Die aktuellen haben eine absolut hervorragende Farbkorrektur ("In Fact, it passes the "True Apo" Requirement") und liegen von der Fertigungsqualität des Objektivs auf hohem Niveau, die von T.Nawratil und W.Rohr veröffentlichten Vemessenungen waren alle bei 97 Strehlpunkten.
Kann ich alles auch aus persönlicher Erfahrung bestätigen.
Einzig, der Okularauszug muss gegen etwas Anständiges getauscht werden.
Der Originale ist ein "Schwächling", läuft zwar sehr angenehm smooth und bleibt auch Achstreu, aber bei Herschelkeil und Bino neigt er zum durchrutschen.
Baader Diamond Steeltrack würde ich empfehlen. Es gibt direkt einen fertigen Adapter dafür und neben der gewonnenen Stabilität gibts gleich noch satte 170mm Backfokus in dieser Konfiguration.

LG
Olli
 
Wow, danke für die Antworten!
Aber das Kind ist schon in den Brunnen gefallen: Ich habe das 115 F7 Triplett schon bestellt. Dazu einen OAZ.
@ Quanten: Stimmt, ich darf bei dem Preis und mittlerweile "Alter" des Objektivs, nicht die Erwartungen wie an ein LZOS oder TAK erwarten.
@ Olli: Ja den hätte ich in die Auswahlgenommmen, wenn ich ein fertiges Teleskop gesucht hätte. Danke auch für die Erfahrung. So was ist immer Gold wert.
@ Jens: Danke das Du meine Vermutung oder meinen Gesamteindruck aus dem Internet noch mal bestätigst.

Ehrlich gesagt habe ich nicht die Erwartungen wie an ein LZOS und der Reiz des Selberbauens ist für mich im Vordergrund.
Natürlich sollte die "Scherbe" schon qualitativ passen. Was ich bisher zu dem Photoline oder auch AstroTech 115 F7 gefunden habe, war nicht negativ. Das 130 ist mir zu groß und zu teuer.
Mit der Brennweite passt das 115´er gut in meine Reihe von Refraktoren.
Aber wenn ich ein hochwertiges Objektiv gebraucht hätte, wäre es ein 140 LZOS Douplet geworden.

Daher beginne ich mit einem kompletten Selberbau, inklusive Objektivaufnahme mit Justage Zug- u. Druckschrauben, Objektivzentrierung im Tubus, Tubus, Blenden und diverse Adapter für den OAZ.
Das Ganze soll für visuelle und photographische Nutzung sein. Ach ja und einen Bino-Anasatz soll es auch können!
Wie immer wird es Mystikblau- Metallic, wie alle meine Refraktoren.
Ich werde berichten.

Grüsse aus dem Norden.

Martin
 
Hi Martin,

habe vor über 10 Jahren auch den TS 115/800mm für die Astrofotografie gekauft,
habe es bis heute nicht bereut - ok, so ganz original ist er aber nimmer ... ;)

IMG_1374.jpg


Habe den Tubus teilbar gemacht - ist jetzt schraubbar und als OAZ verrichtet hier ein 2,5" FT nun seinen Dienst.

Die schwere Taukappe ist einer leichten gewichen, so kann ich das Teil schön ins Handgepäck mit in den Flieger nehmen ;)

Aber schon klar, dass die Optik halt kein LZOS oder so ist - aber ich habe damit schöne Aufnahmen
auf La Palma machen können ;)

Gruß Tom
 
Hallo Tom,
schöne Arbeit, vor allem die Teilung.
Nimmst Du nur das Teleskop mit, oder auch die Montierung plus Stativ?
Ja, bei Handgepäck zählt auch das Gewicht. Das wird in den nächsten Jahren wohl zu einem Geschäft für die Airlines werden.
Da ich hauptsächlich auf meiner CGX mit Stahlsäule aufbauen werde, kann ich natürlich anders bauen. Aber man wird ja auch nicht jünger und will in 10 Jahren noch aufbauen können und das Teleskop auf die Monti heben.

Danke für Deine Antwort und füs zeigen.

Martin
 
Hi Martin,

bis letztes Jahr hatten wir den Luxus, dass wir div. Montierungen plus Stative, Akkus usw.
in einem Keller einlagern konnten - leider gibt es diese Option nimmer, weshalb wir alles
wieder nach Deutschland zurück gebracht haben. War letztes Jahr mit dem Auto unten ...

Im Flieger wurde insofern nur das Teleskop und die Kamera samt Guider jedes Jahr mitgenommen.

Was wir jetzt in Zukunft machen, ist noch ned so ganz raus, aber die Tendenz geht dahin, dass
es mit dem Auto erreichbar sein soll, wenn wir die größeren Scopes nutzen wollen.

Und ja, schon jetzt ist das mit dem Übergepäckt bitter - zum Teil wäre ein zweites Ticket billiger ...

Aber langsam habe ich auch keine Lust mehr drauf, stundenlang in einem Flieger eingepfercht zu sein.

Im Alter wird man "gemütlicher" ;)

Gruß Tom
 
Hallo Tom,

also der Selbstbau ist fertig.
Ich bin gerade dabei den APM Sucher noch "blau" zu machen.
Die ersten Bilder sind vielversprechend. Vor allem mit der Astrokamera ToupTek mit dem IMX294 Sensor passt das.
Für einen Vollformatsensor benötigt man einen Korrektor.
Ich will noch mal mit der Tri-Bathinov Maske die Zentrierung prüfen, aber der erste Eindruck der Zentrierung passt.
Auch die radiale Zentrierung wahr wohl nicht notwendig, will ich aber mit der Tri-Bathinoc testen.

Hier ein "Testbild" von M27:
10 Bilder á 120s mit DDS, GraxPert und mit DPP von Canon bearbeitet.
M27_GraXpert.jpg


Das geht in die richtige Richtung.

LG Martin

Grüsse aus dem Norden!

Martin
 
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