Optimales Fernglas für schmales Geld gesucht

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Lobster

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Hallöchen!
Bin ganz neu hier und wahnsinnig begeistert :)
Ich hab mich seit kurzer Zeit mit der Astronomie beschäftigt und möchte langsam selbst loslegen.
Habe mir schon eine Drehscheibe (Oculum), ein Handbuch (Hobby-Astronom in 4 Schritten) und ein Jahreskalender (Kosmos Himmelsjahr 2010) besorgt (leider konnte ich das alles noch gar nicht ausprobieren, weil es hier seit 7 Tagen immer bewölkt war :( )
Jetzt würde ich mir gerne ein Fernglas besorgen, um noch ein wenig mehr, als nur mit bloßen Auge, zu sehen. Urpsünglich wollte ich zwar ein Teleskop, aber habe schnell erkennt, dass es für meine Geldspanne, dort wenig gibt. Also würde ich mir lieber ein gutes Fernglas holen, dass ausschließlich zur Himmelsbeobachtung genutzt werden.
Ich wollte nicht mehr als 100€ ausgeben (bin nur Student) und habe dabei dieses hier entdeckt Celestron Skymaster 15x70 Fernglas.
Kann man dieses empfehlen? Oder gibt es für meine Zwecke noch bessere (im gleichen Preisbereich) Ferngläser?
Ich wohne in einer Kleinstadt (60´000 Einwohner) aber in der Umgebung (Mecklenburg Vorpommern) herrscht relativ wenig Lichtverschmutzung.
Würde mich gern der Stern-, Polarlicht- , Planeten- (sofern das möglich ist) und Kometenbeoachtung betätigen.

Vielen Dank schonmal.
Ich hoffe, ich habe keine Fragen gestellt, die es schon gab, wenn ja, dann bitte ich um Verzeichung.

LG
Lobster
 
Hallo!

Zitat von Lobster:
Hallöchen!Ich hoffe, ich habe keine Fragen gestellt, die es schon gab, wenn ja, dann bitte ich um Verzeichung.

:)

Ich glaube, dieses Celestron-Dings ist nicht ganz so prickelnd für den Anfang. Einfach weil Du für 15 fache Vergrößerung ein ordentliches Stativ brauchst, das alleine schon so viel kostet, wie Du überhaupt ausgeben willst!

Ich an Deiner Stelle würde mir ein vernünftiges, gebrauchtes 10x50 Glas aus der Bucht fischen (Nikon, Celestron, Bresser, ..., eigentlich egal, die nehmen sich in der Preislage nicht viel), dazu einen Stativadapter und ein kräftiges Fotostativ mit Neigekopf. Sollte alles zusammen für 100 Dinger zu finden sein.
Mir jedenfalls ist das im Lauf der Zeit gelungen: Bresser Cobra 10x50, ein richtig gutes Linhof Stativ und ein nicht so toller aber brauchbarer Neiger von Walimex/Foto Walser haben zusammen unter 100 Euro gekostet. Und das Zeugs verwende ich öfter als die richtigen Teleskope!

Grüße, Maximilian
 
Ich rate auch zu einem 10x50. Du musst wissen, dass du damit vor allem nebelobjekte sehen kannst, nach etwas Übung sogar mehr als viele denken. Dazu brauchts du aber einen dunklen Hiommel, d.h. du solltest weit außerhalb von großen Städten beobachten.


Falls du in der Stadt auf Himmelstour gehst, dann sind Sonne, Mond und Planeten lohnende Ziele. Dazu brauchst du Vergrößerung, wenigstens 50x, besser 100x. Also ein Fernrohr. Ich habe auf einem Teleskoptreffen mal durch so ein Firstscope
http://www.teleskop-express.de/shop...--Komplettes-Einsteigerfernrohr---Ab-6-J.html
geschaut. Das war erstaunlich gut. In das mitgeliefterte 4er Okular muss man allerdings reinkriechen.

Wenn du ein wenig mehr Geld zusammenkratzen kannst, lohnt es sich, über das 13-cm-Gerät nachzudenken:
http://www.teleskop-express.de/shop...-650mm---einschiebbar---Parabol---ab-6J-.html
Auch dieses habe ich kurz geprüft.

Klar sollte dir sein, dass in nächster Zeit ein paar zusätzliche Invesititionen kommen: Mal ein Okular (am billigsten vom Flohmarkt eines Teleskoptreffens), ein Bogen Sonnenfilterfolie, eine Rotlichtlampe...
 
Hallo,
ich kann mir nicht vorstellen, dass ein 15x70 für 100 Euronen befriedigend sein kann. Ein gutes 10x50 schon eher, zumal man dieses auch später immer mit dabei haben kann. Dieses ist zum Aufsuchen mancher Objekte auch schon einmal Freihand zu benutzen.
Aus heutiger Sicht würde ich auch mit dem von Uwe vorgeschlagenen 13 cm Gerät beginnen. (Leider gab es damals so etwas noch nicht für so wenig Geld.) Auch dieses Gerät scheint eine Investition auf lange Sicht zu sein, da es sehr reisetauglich ist und später als Zweitgerät noch gute Dienste leisten kann. Solch ein 5 Zoll Newton zeigt schon eine ganze Menge. Selbst habe ich das Gerät noch nicht testen können. Aber ich habe mit Skywatcher Spiegeln schon gute Erfahrungen gemacht.

Gruß Hans-Jürgen
 
Hallo und vielen Dank für die Antworten. :)

Ich hatte auch schon meine Bedenken, dass die Vergrößerung des Fernglases zu groß sein würde, um es in der Hand zu halten. Da verwackelt man bestimmt alles.

Das Celestron Firstscope sieht sehr interessant aus und der Preis hört sich super an. Vor allem, dass man anscheinend kein Stativ benötigt, damit es bombenfest steht. Allerdings weicht die Bauweise schon etwas von den "normalen" Teleskopen ab, oder? Dort hatte ich das "Newton Power Reflektor 114 / 900 (230 x 114mm) Teleskop" ins Auge gefasst. Allerdings wäre der Preis dort schon das höchste der Gefühle.

Weshalb ich mit einem Fernglas anfangen wollte, ich fange ja grade erst an und möchte deshalb mit den Sternen beginnen. Da ich komplett ungeübt bin, dachte ich, durch ein Teleskop wird es doch warhscheinlich schwieriger sein, sich am Himmel zurecht zu finden.

Ich hoffe, man kann verstehen, was ich meine ;)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Lobster,

für rund 90 Euro bekommt man ein neues Nikon Action VII 10 x 50 CF, oder Du versuchst ein gebrauchtes Nikon Action EX 10 x 50 CF für rund 100 Euro zu ergattern.

Bei Ts gibt es wohl auch ein ganz gutes 10x50 Fernglas, vielleicht meldet sich Manfred noch, der hat das Glas einmal getestet.

Viele Grüße
Andreas
 
Hi, Lobster...

Das Celestron Firstscope sieht sehr interessant aus
Ist es auch...ABER:

Ich gebe zu bedenken, daß Dir mit Uwe Pilz ein sehr erfahrener Beobachter geantwortet hat.
Ohne ihn jetzt groß beweihräuchern zu wollen - der Mann sieht (wie viele andere hier)
mit einem kleinen Ferngläschen mehr als Du zu beginn mit einem ausgewachsenen Teleskop....

Astronomisches Sehen ist eine Lernsache,
ein Einsteiger sieht mit anderen Augen...im wahrsten Sinne des Wortes.
Mancher hier kommentierende übersieht, daß der Durchschnittseinsteiger mangels Erfahrung mit dem FirstScope wohl doch unzufrieden sein wird.
Ich habe keineswegs etwas gegen "Die Coladose" ;) (lustiges kleines Ding...)
gebe aber zu bedenken, daß DIR mit Sicherheit der "Aha-Effekt" abgehen wird.
Das "FirstScope" halte ich eher für ein Viert-Teleskop für den geübten Sterngucker.

Mit einem Fernglas einzusteigen ist sicher ein sehr guter und richtiger Weg.
Fernglasbeobachtungen sichern schonmal das erste Staunen - keine Frage und alle Daumen hoch dafür.
Jedoch musst Dir bewusst sein daß manches an der fehlenden Vergrösserung scheitern wird.


Allerdings weicht die Bauweise schon etwas von den "normalen" Teleskopen ab, oder?

Die Bauweise weicht von Deiner Vorstellung vom astronomischen Teleskop ab,
weil Du noch den Refraktor oder kleinen Newton auf parallaktischer Montierung im Hinterkopf hast.
Die Zeiten haben sich hier eben geändert und vieles ist nicht nur grösser, sondern auch einfacher geworden.
Newtonteleskope waren bis vor einigen Jahren sündteurer Luxus,
ein 6 oder 8 Zöller ein utopisch unerreichbares Riesending,
ergo schaute man mit dem was erschwinglich war....
Kompliziert musste es traditionell ja schon immer sein :P

Ein Newtonteleskop das in Dobson-Art montiert wird (hoch,runter,links,rechts) ist heutzutage die "Waffe der Wahl"...
jedenfalls solange man nicht fotografieren oder sich ärgern will (was das gleiche ist :D )

Mein Senf:
Das TS WP 10x50 ist ein recht brauchbares Glas in der € 100.- Kategorie,
auch das Nikon Action bekommt gute Kritiken, ich kenne es allerdings nicht aus eigener Erfahrung.

Zum Fernglas KANN man noch einen Stativadapter und ein einfaches Fotostativ erwerben,
vornehmliches Ziel sollte aber die schnellst mögliche Anhäufung von GELD sein ;)
um alsbald den Erwerb eines Teleskops angehen zu können...

Ich hoffe, das hilft ein wenig.


Gruß und CS

Der Jan
 
Danke für die Warnung. :)

Da ich mich wirklich in das Hobby vertiefen möchte und leider dazu neige vorschnell die Flinte ins Korn zu werfen, werde ich mir wohl noch etwas Zeit lassen und den Himmel erstmal nur mit bloßen Auge beobachten.
Immerhin habe ich die Himmelskarte noch nicht sehr lange und kam, mangels guter Wettersituation, nicht dazu sie auch wirklich anzuwenden.

Allerdings hab ich mich jetzt etwas über das Firstscope belesen und bin ziemlich begeistert davon. Vielleicht kann ich erstmal dieses Zubehörangebot bestellen und mich mit dem "Sucher" etwas versuchen, um ein Gefühl für technikunterstützte Beobachtung zu bekommen und im Anschluss dann das Firstscope selbst.

Ich hoffe ihr versteht mich, dass ich mich noch etwas vorsichtig an das Hobby herantaste und habt vielleicht noch Tipps, wie man am besten vorgehen kann.
Vielen Dank :)))
 
Hi, Lobster...

Nixda :D

Geh ein Fernglas kaufen !!

Das Zubehörset ist ja noch grösserer Nepp....

- Erst das FG
- Dann das Teleskop....und zwar NICHT das FirstScope.


Wenn Du Dich mit was befassen willst, dann lies was ;)

http://www.taunus-astronomie.de/artikel.html
http://www.astroinfos.net/index.php?id=einsteigerleitfaden_astronomie

Eine Planetariumssoftware hast Du sicher ? Kostet auch nichts...

Eine gescheite drehbare Sternkarte verkauft Dir die wilde Buchhändlerin.
( EDIT: Huch...die hast Du ja schon :blush: )
Damit sollte die Navigation dort oben erstmal unfallfrei klappen :)
Ich wünsche Gute Jagd...

Gruß und CS

Der Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ok :)
Ich hab mir aus der Bibliothek noch ein paar Bücher zur Sternbeobachtung ausgliehen und bin sie grade fleißig am Lesen. Vielleicht klappt es heute Abend auch mit dem Beobachten, immerhin gab es ein paar wolkenfreie Stelle als ich von der Bib zurück kam :)

Der Werbespot vom Firstscope auf der Amazonseite ist wirklich beeindruckend und macht mich ganz hibbelig ;) aber ich versuche zu widerstehen.
Achso, ich kann auch noch mal einen Tipp loswerden (ich weiß nicht ganz, ob es hier reinpasst): das kleine Büchlein "Hobby Astronom in 4 Schritten" taugt leider nicht viel. Das wissen ist mMn zu stark komprimiert und nicht ausführlich genug. An manchen Stellen hätte ich mir wesentlich mehr Tiefe gewünscht, an anderen war ich dagegen auch wieder überfordert. Vor allem, wenn man nicht mit einem Teleskop schauen möchte, ist die hälfte des Buches uninteressant. Besser und für den gleichen Preis hat mir "Welcher Stern ist das?" gefallen. Leider hab ich mir Ersteres gekauft und Zweiteres ausgeliehen.

Grüße
Lobster
 
Danke für die Links!
Wow!!! Grade war der Himmel frei und ich habe, zumindest glaube ich das, den Mars gesehen (links über dem Mond).
Kann ich den Mars mit einem Fernglas sehen?
Mich hat es grade total gepackt :))))
 
Hallo Lobster !
Also sehen wirst Du ihn... Mehr aber auch nicht. Details gehen auch mit meinem 20x80 noch nicht. Da brauchst Du schon ein Teleskop. Bei meinem Tal2 wird`s so ab 150-200 fach interressant. Dann kommen Polkappen und grobe Oberflächenstrukturen `raus.
Ferngläser sind eben mehr was zum "Milchstrassen Surfen" ohne große Vergrößerung.

LG + CS

Daniel
 
Hi,
ich habe mir mit 70 Euro ein Omegon 76/700 gekauft, mit dem man viel mehr sieht als mit ein Fernglas in der Preisklasse. Der Saturn mit seiner Farbe, seinen Monden, seinen Ringen, der Mond mit seinen unzähligen Kratern, der Jupiter mit seinen Wolkenbändern, und seine 4 Monde, der Mars mit seiner Polkappe, der Orion Nebel, das sind bisher die Himmelsobjekte die ich gesehen habe, aber es sind noch viel mehr möglich.
MfG
Boby
 
Hallo Lobster,
eigentlich habe ich noch nicht sooo viel Erfahrungen, dass ich hier im Forum etwas beitragen könnte...
Aber zu der Frage nach dem ersten Teleskop muss ich meinen Senf einfach dazu geben.
Also von DAU (ich) zu Anfänger (du):
Kauf dir ein Fernglas!
Warum? Ganz klar:
1. Das Fernglas kannst du überall mit hinnehmen. Schwups, in die Tasche gesteckt und weg. Diesen Aspekt unterschätzen die Anfänger am meisten.
2. Das Glas ist schnell mal aus dem Schrank genommen, wenn der Himmel mal aufklärt.
3. Es ist kein Zubehör nötig. Bis 10 x 50 kannst du das Fernglas noch in der Hand halten, mehr geht nicht. Abstützen musst du dich aber trotzdem.
4. Falls du das Interesse an Astronomie verlieren solltest, dann kannst du das Glas auch anderweitig nutzen (Vögel, die Nachbarin unter der D..., usw.)
5. Das FG ist einfacher in der Benutzung. Einfach ansetzen und staunen.

Selbst habe ich den Weg über ein billigst Teleskop genommen. Wackel, wackel. Ein einziger Windstoß reicht aus um den Spaß zu trüben.
Das alte 8 x 20 FG von Oma bleibt aber trotzdem ungeschlagen.
Mittlerweile habe ich mir einen 8" Dobson und ein Dekarem gekauft. Trotzdem nutze ich eher die Ferngläser als die Teleskope.
Ich glaube Uwe war es, der mal sagte, dass Ferngläser die am meisten unterschätzten astronomischen Instrumente seien... Wie recht hat er!

Also Fernglas kaufen!
cs & viel Erfolg
gero

PS.: So viel wollte ich gar nicht schreiben... sorry!
 
Zitat von Lobster:
Ich wollte nicht mehr als 100€ ausgeben (bin nur Student) und habe dabei dieses hier entdeckt Celestron Skymaster 15x70 Fernglas.

Ich habe mir das Skymaster 15x70 vor zwei Jahren, glaube ich, gekauft und halte das Preis-Leistungs-Verhältnis für sehr gut. Das Glas ist gut verarbeitet, justierbar, und die Okulare haben ein schönes großes Gesichtsfeld mit völlig akzeptabler Abbildung. Ein 15x70 zeigt schon mal einiges mehr als ein klassisches 10x50 oder 8x50.

Das Skymaster ist sehr leicht, etwa 1.3 kg. Auch wenn einige hier anderer Meinungs sind, ist es gut ohne Stativ zu gebrauchen. Ein Stativ wäre für mich ein Ausschlusskriterium für ein Fernglas. Aber das ist einfach meine persönliche Sichtweise. Ich beobachte normalerweise mit größeren Dobsons, habe aber meistens das Fernglas beim Beobachten dabei, um zwischendurch mal ein paar Sternhaufen anzuschauen oder durch die Milchstraße zu wandern. Wenn Du Dich auf den Rücken legst und das Glas am Kopf abstützst, kommst Du ziemlich wackelfrei hin. Seit ich das 15x70 habe, habe ich mein 10x50 nicht mehr benutzt.

Viele Grüße
Reiner
 
Hallo Lobster,

(den Vornamen kannte ich noch nicht)
da muß ich dem Reiner beipflichten, denn
ich bin auch seit einiger Zeit Besitzer
eines Celestron 15x70. Kurzfristig geht
es ohne abstützen, aber man findet auch
meist etwas für die Ellenbogen oder den
Unterarm zum abstützen. Das Gesichtsfeld
ist auch gerade noch ausreichend.

Gruß Dirk
 
Hallöchen!
Vielen Dank für die Infos.
Ich habe mich noch immer nocht entschieden, aber werde es bald machen. Immerhin hatte ich grade zum ersten Mal die Chance bei klarem Himmel die Sterne mit der Karte zu erkunden. Ich hab Blick auf Westen und konnte Kassiopeia, Fuhrmann und Orion erkennen.
Sogar ein kleines Fleckchen, dass laut Sternekarte Plejaden heißt.
Da hat es mich schon etwas gereizt, etwas zur Vergrößerung zu haben.

Allerdings funktioniert meine Sternkarte irgendwie nicht. In den Einführungsbüchern wird das zwar immer als kinderleicht erklärt, aber da ich keinen Blick nach Süden hab, muss ich irgendwie so schräg draufschauen.

Anyway, ich bin total begeistert und hoffe, dass ich um 2 Uhr noch gute Sicht hab, wenn der Mars da steht, wo jetzt die Plejaden sind.
Da ich mich wirklich erstmal am Himmel orientieren will, werde ich eure Ratschlage befolgen und mit ein Fernglas besorgen.
Da ich schon früher (hab ein Jahr im Nationalpark gearbeitet und dort Führungen gemacht mit Fernglas etc) schon Probleme hatte, ein Fernglas ruhig zu halten, werd ich eins mit nur 10x50 nehmen.

Falls jemand noch einen Tipp hat, welches sich dort im Preis-Leistungs-Verhältnis besonders gut eignet, freue ich mich natürlich ganz besonders :)

Bin grade ganz aus dem Häuschen (ärgere mich aber, dass ich in Ermangelung an Rotlicht schlecht auf die Karte schauen konnte).
Vielen lieben Dank :)

Grüße,
der Lobster
 
Hallo Lobster,

nachdem Du Dich jetzt für ein Freihandfernglas entschieden hast, möchte ich Dir das TS 10x50 WP für knapp 100 € empfehlen. Der Mitteltrieb läuft zwar etwas zäh ( Chinafett? ) und die Bildhelligkeit ist auch nicht gerade Spitzenklasse, aber fürs Geld ist das Glas richtig gut. Ich konnte es mit einem Leica Ultravid HD vergleichen, welches rund 17x soviel kostet.

Beste Grüße

Manfred
 
Zur Sternkarte: Du musst die Himmelsrichtung, in die du schaust, nach unten halten. Wenn du also nach Osten blickst, musst du die Karte so drehen, dass der Osthorizont der Karte waagerecht ist - wie in der Natur auch. Genaugenommen gibt es auf dieser Karte kein "unten" wie bei einer Landkarte.
 
Als Zubehör für das 10x50er Fernglas würde ich dir noch einen billigen Gartenstuhl (diese leichten stapelbaren Plastikdinger aus einer Schale mit Armlehnen) empfehlen. Da kann man dann bequem stundenlang beobachten und auch die Arme gut aufstützen und das Glas relativ verwacklungsfrei halten (bei etwas Übung). Zum Transportieren etwas besser geignet sind zusammenklappbare Regiestühle mit Aluminiumrahmen.

Thomas

 
Hallo Leute!
Ich habe vorgestern mein erstes RICHTIGES Erlebnis gehabt. Ich besuche grade meine Eltern und hab auf dem Dachboden ein kleines Fernglas (hat leider nur 10x25 und ist von Tschibo) gefunden.
Ich hatte tolle Sicht und konnte unter den 3 sehr auffälligen Sternen im Orion was andeutungsweise erkennen. Im Stellarium hieß es Great Nebular of Orion.
Oh man, das war echt ein absolut tolles Erlebnis, auch wenn man nur erahnen konnte, dass da noch mehr ist!
Also "Normalmensch" hab ich nicht gedacht, dass dort oben am Himmel auch solche tollen Dinge zu sehen sind.
Jetzt hat es mich natürlich total gepackt und dieser Emaildienst Calsky (danker noch mal für den Tipp, die Seite ist SUUPER) sagt mir, dass ich Dienstag um 3 Uhr perfekte Bedinungen hab. :)
Das mit der Sternkarte hab ich jetzt auch begriffen ;)

Vielen Dank für eine Tipps! :)
Das Celestron Firstscope reizt mich mit jedem Mal mehr, aber ich habe auch selbst mitbekommen, wie wichtig ein Fernglas ist, um überhaupt erstmal alles zu überschauen. Leider war meine Brille etwas hinderlich, so dass ich beim Fernglas recht schnell Kopfschmerzen bekommen hab.
Habe auch direkt mal nach Ferngläsern geschaut, aber im stationären Handel keine (für mich) bezahlbaren Objekte gefunden.

Einen zusammenklappbaren Festivalhocker mit Rücken- und Seitenlehne hab ich mir auch direkt aus dem Baumarkt mitgenommen.
Jetzt fehlt nur noch eine Rotlichlampe (da werde ich wohl auf Folie zurückgreifen) und ein geeignetes Beobachtungswerkzeug.

Sorry, wenn ich hier mehr meine Erlebnisberichte beschreibe, als auf das konkrete Thema eingehe, ich bitte daher um Nachsehen :))))

Viele Grüße,
der euphorische Lobster
 
Toll, dass es dir gleich so viel Spaß gemacht hat. :super: Das 10x25er ist für den Anfang gar nicht so schlecht. Damit solltest du auch nicht die Gelegenheit verpassen, dir noch die Plejaden anzuschauen. Die kann man jetzt noch vor Mitternacht im Westen "auf halber Höhe" beobachten. Berichte mal davon - aber im richtigen Board.

Allerdings würde ein 8x40er oder 10x50er schon noch einen ganz schönen Unterschied machen. Wenn dein Budget bis 100€ geht, dann solltest du fündig werden.

Thomas
 
Hallöchen :)
Ich hab ein wenig gestöbert und das Bresser Hunter 10x50 gefunden. Das ist recht günstig und sollte doch als Fernglas was taugen, oder? Leider finden sich dazu wenig Bewertungen. Laut Hersteller soll es für astronomische Beobachtungen geeignet sein! :)
Dann verliere ich nicht so viel Geld und kann im Anschluss doch noch ein gutes Teleskop holen. Würde ich ein Fernglas über 50€ kaufen, bleibt wenig für das Teleskop übrig :(



 
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Hallo Lobster!

Das Hunter hat nur einfache Blauvergütung und dem entsprechend niedrige Transmissionsleistung. Bei Bresser solltest du zumindest mit dem etwas teureren 10x50 Cobra mit MC-Vergütung einsteigen. Das sehr günstige Bresser Travel 10x50 hat zwar laut Angaben eine durchgängige Mehrschichtvergütung aber ein (viel zu) kleines Gesichtsfeld. FMC-Vergütung hat bei Bresser erst das Corvette (wasserdicht), es wiegt allerdings deutlich mehr als das ca. preisgleiche Cobra.
Das TS 10x50 LE für rd. 50€ ist ebenso besser vergütet (laut Angben FMC). V.a. die wasserdichte Variante WP (99.-) wurde hier im Forum recht ausgiebig diskutiert.
Für 50 Euro dürfte das TS LE zur Zeit eines der besten neuen Gläser am Markt sein. FMC-Vergütung sollte, da bereits erhältlich, schon sein. Wie gut diese dann ist, wie gut/langlebig die Mechanik... ist ja wieder eine andere Frage.

Grüsse,
Herbert
 
Zitat von Lobster:
Dann verliere ich nicht so viel Geld und kann im Anschluss doch noch ein gutes Teleskop holen. Würde ich ein Fernglas über 50€ kaufen, bleibt wenig für das Teleskop übrig

Diese Herangehensweise ist sinnlos. Es ist schon schwer, für wenig Geld ein vernünftiges Fernglas ODER eine Fernrohr zu kaufen. Aber dies alles in ein Minibudget zu pressen: Da kommt dann heraus, dass keines der Geräte brauchbar ist.
Für ein neues Fernglas muss man 100€ rechnen, oder man macht merkliche Abstriche abn Qualität und Langelebigkeit. Das ist bei einem Fernglas besonders blöd, weil es eigentlich ein Gerät fürs Leben ist. Ich habe mein 10x50 seit 30 Jahren. Ich hatte damals wenig Geld, und habe es dennoch für 400 Ostmark erworben. Das war eine Menge Holz, aber es hat mir viele Jahrzehnte Freude bereitet und wird es noch weitere Jahrzehnte tun.
 
Nochmals kurz: Beim Nachlesen habe ich oben gesehen, dass dir u.a. das TS 10x50 WP ohnehin schon empfohlen wurde. Sollte dir das noch zu teuer sein bzw. du auf Wasserdichtigkeit/Stickstofffüllung und damit aber auch grössere Robustheit keinen Wert legen, wären die genannten Bresser-Gläser (um die 70 Euro, Corvette dabei ebenso robuster/wasserdicht/schwerer!) bzw. das TS 10x50 LE sicher keine verkehrte Wahl. Du müsstest aber mit den Gläsern umso pfleglicher umgehen (Stösse...). Das Hunter würde ich übergehen.
 
Vielen Dank für die Tipps!
Dann werde ich wohl vorerst noch mit dem Kauf warten, mit dem kleinen 10x25 Fernglas schauen, "üben" und Geld sparen :)
Plejaden schau ich mir gleich an und werde berichten!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Lobster,

hier noch ein Tipp. Habe gestern das günstige BTC-Albatros 10x50 von teleskop-austria (Lajos Szanto) geliefert bekommen.
Bin vollauf zufrieden. Es ähnelt äußerlich dem TS 10x50 LE, ist aber um 60g leichter (870g) und kostet 65 Euro (ohne Versand). Selbstverständlich FMC-vergütet, LE-Okulare (für Brillenträger), sehr helles, "weißes", scharfes Bild (heller als mein TS Adventure 8x42 - Dachkant), keine direkten Reflexe (Laterne), leichte/minimale indirekte Reflexe beim Blick knapp an Laternen vorbei (stört mich bislang überhaupt nicht). Völlig runde Austrittspupillen. Meine Empfehlung!

LG,
Herbert
 
Hallöchen!
Danke für den Tipp :)
Ich konnte allerdings nicht widerstehen und habe mir das Celestron Firstscope bestellt.
Seit 3 Tagen warte ich jetzt auf gutes Wetter. Leider ist es, seit ich das Teleskop habe, jeden Abend bewölkt gewesen :(

Viele Grüße
Lobster
 
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