gibeon
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
ich möchte an dieser Stelle mein C8 mit seinen mittlerweile zahlreichen Optimierungen vorstellen.
Vorweg noch der Hinweis: Ich betrachte das Ganze als eine Art Forschungsprojekt. Was ich hier zeige ist nicht zwangsläufig zur Nachahmung empfohlen! Es dient dem Zweck die bekannten Schwachstellen der SCT im allgemeinen und des C8 im besonderen zu beheben.
So sieht das Teil im Moment aus:
Folgende Veränderungen habe ich vorgenommen:
1. Tubus-Isolierung:
Der Tubus wurde mit eine ca. 16 mm starken Isolierschicht aus alukaschierter Isomatte versehen, um interne Turbulenzen durch unterschiedlich warme Ober- und Unterseite des Tubus durch IR-Strahlungsausgleich mit dem Erdboden zu begegnen. Dazu gibt es ja einige eigene Threads.
2. aktive Belüftung:
Um die Temperaturanpassung des geschlossenen Systems (und seiner optischen Komponenten) an die (eventuell fallende) Umgebungstemperatur zu beschleunigen habe ich insgesamt 8 Stück 50 mm Lüfter eingebaut. Dabei befinden sich 6 auf Höhe des HS, wobei 3 pusten und die anderen 3 saugen. Zwei weitere (saugende) Lüfter sind hinten dem HS platziert.
3. Temperaturmessung:
Auf dem letzten Bild fällt schon die Temperaturüberwachung auf. Sie besteht aus 2 Messfühlern, von denen einer die Temperatur der inneren Tubuswand und der andere die des HS misst. Dass ist sehr hilfreich und Versuche haben ergeben, dass selbst eine Delta T von 1 ° Kelvin noch zu störenden Turbulenzen führt.
Die Stromversorgung für Lüfter und Sensorik übernimmt eine von 3-12 V einstellbares Steckernetzteil.
4. Streulichtschutz:
4.1: Velourbeklebung:
Dabei wurden alle inneren Flächen des Tubus mit vorher entfusselter Velourfolie beklebt. Das betrifft im Detail die Tubuswandung, das Blendrohr des FS und das des HS, alles sowohl innen wie außen.
4.2: Blendensystem im HS Blendrohr:
Das ist vielleicht der kontroverseste Punkt meines Berichts. Ich habe versucht, die Maßnahmen die Takahashi bei den Mewlons angewandt hat, auf das C8 zu übertragen. In dem Zusammenhang wird immer wieder eine mögliche Vignettierung befürchtet. Allerdings habe ich die Blenden so weit hinten in Richtung Okular angeordnet, dass es nicht zu der befürchteten Abschattung kommen sollte.
Hier eine Schnittzeichnung eines Mewlons:
Im Moment handelt es sich um einfache Ringe aus schwarzem Bastelkarton, die durch dem Flor des Velours im Blendrohr gehalten werden. Hier mal ein Blick ohne und mit Blenden ins Blendrohr:
Der Effekt ist nicht einfach zu fotografieren, ist aber frappierend! Die den SCT nachgesagte "Tagblindheit" wegen Streulichts ist damit verschwunden.
Hat jemand eine Idee, wie man die Kontrastleistung vielleicht fotografisch mit uns zur Verfügung stehenden Mitteln (dSLR oder Astrokamera) quantifizieren könnte?
Ich hoffe meine Beitrag ist für den einen oder anderen von Interesse.
Viele Grüße.
Peter
ich möchte an dieser Stelle mein C8 mit seinen mittlerweile zahlreichen Optimierungen vorstellen.
Vorweg noch der Hinweis: Ich betrachte das Ganze als eine Art Forschungsprojekt. Was ich hier zeige ist nicht zwangsläufig zur Nachahmung empfohlen! Es dient dem Zweck die bekannten Schwachstellen der SCT im allgemeinen und des C8 im besonderen zu beheben.
So sieht das Teil im Moment aus:
Folgende Veränderungen habe ich vorgenommen:
1. Tubus-Isolierung:
Der Tubus wurde mit eine ca. 16 mm starken Isolierschicht aus alukaschierter Isomatte versehen, um interne Turbulenzen durch unterschiedlich warme Ober- und Unterseite des Tubus durch IR-Strahlungsausgleich mit dem Erdboden zu begegnen. Dazu gibt es ja einige eigene Threads.
2. aktive Belüftung:
Um die Temperaturanpassung des geschlossenen Systems (und seiner optischen Komponenten) an die (eventuell fallende) Umgebungstemperatur zu beschleunigen habe ich insgesamt 8 Stück 50 mm Lüfter eingebaut. Dabei befinden sich 6 auf Höhe des HS, wobei 3 pusten und die anderen 3 saugen. Zwei weitere (saugende) Lüfter sind hinten dem HS platziert.
3. Temperaturmessung:
Auf dem letzten Bild fällt schon die Temperaturüberwachung auf. Sie besteht aus 2 Messfühlern, von denen einer die Temperatur der inneren Tubuswand und der andere die des HS misst. Dass ist sehr hilfreich und Versuche haben ergeben, dass selbst eine Delta T von 1 ° Kelvin noch zu störenden Turbulenzen führt.
Die Stromversorgung für Lüfter und Sensorik übernimmt eine von 3-12 V einstellbares Steckernetzteil.
4. Streulichtschutz:
4.1: Velourbeklebung:
Dabei wurden alle inneren Flächen des Tubus mit vorher entfusselter Velourfolie beklebt. Das betrifft im Detail die Tubuswandung, das Blendrohr des FS und das des HS, alles sowohl innen wie außen.
4.2: Blendensystem im HS Blendrohr:
Das ist vielleicht der kontroverseste Punkt meines Berichts. Ich habe versucht, die Maßnahmen die Takahashi bei den Mewlons angewandt hat, auf das C8 zu übertragen. In dem Zusammenhang wird immer wieder eine mögliche Vignettierung befürchtet. Allerdings habe ich die Blenden so weit hinten in Richtung Okular angeordnet, dass es nicht zu der befürchteten Abschattung kommen sollte.
Hier eine Schnittzeichnung eines Mewlons:
Im Moment handelt es sich um einfache Ringe aus schwarzem Bastelkarton, die durch dem Flor des Velours im Blendrohr gehalten werden. Hier mal ein Blick ohne und mit Blenden ins Blendrohr:
Der Effekt ist nicht einfach zu fotografieren, ist aber frappierend! Die den SCT nachgesagte "Tagblindheit" wegen Streulichts ist damit verschwunden.
Hat jemand eine Idee, wie man die Kontrastleistung vielleicht fotografisch mit uns zur Verfügung stehenden Mitteln (dSLR oder Astrokamera) quantifizieren könnte?
Ich hoffe meine Beitrag ist für den einen oder anderen von Interesse.
Viele Grüße.
Peter