Ortho's made in Germany bei APM

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Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo Markus,

Das Design könnte hier ja mal Gerd Dühring machen, währe mal ein Job für ihn :-)

na ja ich hätte da schon was in der Schublade, hat mich natürlich schon interessiert was in der Sache so möglich ist so dass ich schon diverse Varianten entworfen habe.
Am billigsten und sinnvollsten halte ich ein einfaches verkittetes Duplett optimiert für ein nicht unnötig großes Feld , so lässt sich mit diesem simplen und auch für Linsenzähler willkommenen Aufbau eine sehr beachtliche Korrektur erreichen.

Sollte man, wenn eure Antwort ja ist, diese nicht gleich als 2" fertigen lassen ?

Ich sehe hier keinen Sinn für so große Felder insbesondere wenn die Barlow zur Verwendung mit Ortos vorgesehen ist.
Weitwinkelokulare sind hinter einem „normalen“ Komakorrektor besser aufgehoben.
Zumal diese selbst schon ein Negativellement besitzen und daher nicht unbedingt mit einer weiteren Barlow kombiniert werden sollten.
Und wie auch die Freunde besonders größer Newton schon berichtet hatten kommt man mit Nagler Ethos und Co + visuell geeignetem Komakorrektor bestens hin.
Hier bringt ja Tassilo auch bald was raus was deutlich günstiger wie der Paracorr werden soll und sehr vielversprechend aussieht.

Eine 2“ komakorrigierende Barlow die auch ein solches Feld korrigiert würde letztlich einen ähnlichen Aufwand wie ein klassischer Komakorrektor nach sich ziehen.

Eine komakorrigierende Barlow macht meiner Ansicht nur sinn wenn das Design möglichst schlicht ist so das Linsenzähler auf Ihre Kosten kommen.

Ich würde Dir daher zugunsten eines einfachen und letztlich auch preiswerten Aufbaus empfehlen die Barlow für ein kleineres Feld zu korrigieren, dafür aber dort mit hervorragender Abbildung trotz einfachstem Design.

Wenn Du die Barlow mit Orthos betreiben möchtest reicht es das diese ein Feld möglichst perfekt korrigiert was mit dem SGF dieser Okulare bei der förderlichen Vergrößerung (AP 0,7 bis 0,8) zu erreichen ist.
Das Feld was bei größerer AP erreicht wird muss nicht mehr beugungsbegrenzt sein da hier nicht mehr die volle Auflösung des Teleskops genutzt werden kann.

Um etwas Reserve zu haben sagen wir mal es wäre sinnvoll die Barlow für das Feld was bei AP 1,0 und einem SGF des Okulares von 50° erreicht wird bestmöglichst zu korrigieren bei dem einfachst denkbaren Design, einem verkitteten Duplett.

Unter der Voraussetzung schafft man es bis zu f4 eine sehr ordentliche Korrektur auf der Achse als auch im genannten Feld zu erreichen.
Der Farbfehler ist ebenfalls gut korrigiert so das man von einer Apochromatischen Barlow sprechen kann.

Sowas hab ich mal gerechnet. (Barlowfaktor 2,7)
Im Anhang der Polystehl übers Feld welches mit einem Okular mit 50° SGF bei AP1 erreicht wird, einmal an f/4 und einmal an f/5.
Die Feldkorrektur ist bei dieser Art der Betrachtung unabhängig von der Öffnung.

Es sollte bei der Beurteilung der Korrektur auch bedacht werden das die meisten einfachen Barlows überhaupt nicht für f/4 korrigiert sind sondern dort genau wie einfache Okulare auch stark abfallen.
Erst Barlows vom Kaliber TeleVue Powermate packen auch f/4 vernünftig.

Nennenswert Zoom verschlechtert die Feldkorrektur, und ich würde das daher nicht empfehlen, kleinere Unterschiede in der Fokuslage von Okularen sind aber kein Problem.

Wenn Du Interesse hast kannst Du das Design gerne bekommen.
Es sollte vergleichsweise günstig verwirklicht werden können.

Grüße Gerd
 

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Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hi Gerd

schicks mal rüber , Preis anfragen kostet nichts, sei aber so nett und verwende Ohara oder China Gläser oder ne Mischung

gute Nacht
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo Gerd,

ich stimme Deinem Konzept zu. Ich würde auch auf 1mm AP und 50° setzen und ich glaube es wäre nicht einmal störend, wenn nur 30° blieben fals man zoom anwendet. Wobei der Zoom eh nur in einem moderaten Bereich interessant ist.

Auch der Faktor von 2,7 ist OK. Es dürfte sogar noch mehr sein, falls es um den Augenabstand geht. Es sei denn Dein Design erzeugt schon eine bequeme AP-Verlagerung. Die beliebte AP von 0,7mm würde man bei diesem Design ja mit einem 7,5mm Okular erzielen. Oder man "streckt" ein 8mm Okular mit einer Zoomhülse etwas. Oder man "staucht" ein 7mm, geschenkt. Wenn die Barlow die AP dabei in ähnliche Bereiche schiebt wie man sie bei einem 10mm bis 12mm Ortho hat, kommt man damit eigentlich klar.

Wie sieht es allerdings mechanisch aus? Ich denke zwar, dass man einen ordentlichen Okularauszug voraussetzen darf, dennoch hat allein die Klemmung ihre Toleranzen. Die Linsen werden ja vermutlich keinen Fokus der Reflexe in "Netzhautnähe" haben, dann wäre alles im grünen Bereich.

Sollte man aus der Erfahrung mit den furchtbar unterschiedlichen Linsendicken innerhalb einer Serie bei den bekannten China-Barlows (und dem Negativ-Element der ED Okulare) irgendwelche Schlüsse für Vorgaben an die Produktion ziehen?

@all und auf die vergangenen Beiträge gemünzt: Ich hatte kein Problem damit, der Diskussion soweit zu folgen, dass nur die deutsche Produktion und Entwicklung derart teuer würde und dass die chinesische Produktion ja gerade einen anderen Preis zum Ziel hatte...

Clear Skies
Sven
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo Markus,

ich hab Dir ein Design mit Ohara Gläsern erstellt und zugeschickt.
Wenn wir Ohara Gläser nehmen wäre es auch zu überlegen gleich eine schöne ED Barlow mit FPL53 zu machen.
Auch dafür hab ich mal ein Design erstellt und Dir zugeschickt.
Man könnte dann an f/4 Polstrehl 0,995 für die Achse erreichen.

@Sven

ich stimme Deinem Konzept zu. Ich würde auch auf 1mm AP und 50° setzen und ich glaube es wäre nicht einmal störend, wenn nur 30° blieben fals man zoom anwendet. Wobei der Zoom eh nur in einem moderaten Bereich interessant ist.
Na ja wenn man sich mit dem Feld begnügt welches 30° SGF bei AP1 ergibt kann man so zwischen Faktor 2,2 und 3,4 zoomen ohne das der Polystrehl in dem betrachteten Feld unter die Beugungsgrenze fällt.
Trotzdem ist es keine Zoombalow, echte Zoombarlows vertragen da deutlich größere Änderungen des Barlowfaktors bei größerem Feld.

Man sollte auch sehen das ich hier das theoretische Ideal an einem ebenfalls idealen Newton betrachtet habe.
Inklusive Fertigungsfehler der Barlow, mechanischer Dinge wie OAZ + Klemmung und auch der Newton wird nicht vollkommen sein wäre der beugungsbegrenzte Zoombereich für das betrachtete Feld entsprechend kleiner

Auf der anderen Seite gilt die Betrachtung für f/4 bei f/5 oder gar f/6 wäre die Situation weniger problematisch.

Wie sieht es allerdings mechanisch aus? Ich denke zwar, dass man einen ordentlichen Okularauszug voraussetzen darf, dennoch hat allein die Klemmung ihre Toleranzen.

Bei einem Kippwinkel von 0,5° ist kaum was zu merken bei 1° geht es dann unter die Beugungsgrenze.
Ein um 1° verkippt im OAZ steckender Laser würde bei 1000mm Brennweite sein Ziel um 17,45mm verfehlen.
Die Angaben gelten für f/4 bei f/5 oder gar f/6 kann man sich deutlich größere Abweichungen erlauben.

Sollte man aus der Erfahrung mit den furchtbar unterschiedlichen Linsendicken innerhalb einer Serie bei den bekannten China-Barlows (und dem Negativ-Element der ED Okulare) irgendwelche Schlüsse für Vorgaben an die Produktion ziehen?

Linsendicken sind eigentlich unkritisch, bezüglich der Herstellungsmäßig am besten zu wählenden Dicken kann ich auch auf Herstellerwünsche eingehen und das Design entsprechend anpassen.

Grüße Gerd
 
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