Parabol Newton 114/500mm fototauglich machen?

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Sternenfee123

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Hi,

mir sind die 750 mm Brennweite meines 6" Newtons fotografisch für einige Objekte etwas zu viel. Mein 500 mm Spiegeltele hat f=8, da belichte ich mir mit Schmalbandfilter nen Wolf.

Beim Stöbern bei den Shops bin ich dann auf diesen Newton SKN1145OTA bei Wolfi gestoßen.

Brennweite/Öffnungsverhältnis wäre ideal für mein Vorhaben, aber ich frage mich, ob der Tubus einen 2" OAZ samt Komakorrektor und das zusätzliche Gewicht von Filterrad/Atik 314L+ oder meiner DSLR verkraftet.

Hat jemand diese Optik und kann mir sagen, ob der vordere Ring aus Metall oder Plastik ist? Wie hoch der Fokus über dem original verbauten 1 1/4" OAZ liegt und wie stark das Blech vom Tubus ist?

Viel Geld würde ich bei einem Versuch ja nicht in den Sand setzen, bei mir liegt im Fundus noch ein 2" Crayford mit Untersetzung für nen 8" Tubus rum, den ich (eventuell zusammen mit einem Verstärkungsring und Keilen wegen Durchmesserabweichung) am Tubus anbringen könnte...

Oder eher ein kompletter Selbstbau, die Spiegel gibt es ja mittlerweile auch solo zu kaufen ?)

Dann müßte ich aber selber irgendwie ne Spiegelzelle konstruieren - gibts dazu verständliche/bebilderte Anleitungen für so ein Winzlingteleskop? Und woraus mach ich den Tubus? Hartpapier? Carbon?

Fragen über Fragen - wäre dann nämlich mein erster Eigenbau...
 
Hallo Fee,

ich hab so ein Rohr (dereit bei einem Freund) herumstehen. Hätte ein Sucher am Dobson werden sollen, da hab ich aber dann ein Firstscope 76/300 genommen. Die Ringe sind bei mir noch aus Metall, das könnte sich aber geändert haben.

Achtung, die Brennweite ist nicht 500 sondern 450mm, damit ist das Rohr f4. Wenn du damit ein Fototrohr bauen willst, vergiss die Maße vom Original. Du musst so wie so alles neu konstruieren, Tubus und Spiegelzelle verwenden, eventuell auch die Fangspiegelspinne. Wenn ich die Daten in myNewton eingebe, wird der Kompromiss halt ziemlich schwierig. Ausleuchtung, Komakorrektor und Auszug lassen wenig Spielraum. Der Fangspiegel sitzt dann zumindest 150mm vor dem Brennpunkt, sollte 50mm oder 63mm Durchmesser haben, und selbst dann ist das Bildfeld mäßig ausgeleuchtet. Für so kurze Brennweiten scheint mir ein Linsenobjektiv sinnvoller, bietet aber kaum die Lichtstärke.

Bei meinem war der Spiegel nicht wirklich parabolisch, sondern eher anparabolisiert. Soll öfter vorgekommen sein, trotz "parabolspiegel" und "beugungsbegrenzt" in der Werbung. Da müßtest du halt darauf bestehen, dass der Spiegel in Ordnung ist.

CS Arnold
 
hallo Fee

Hab so ein Teleskop umgebaut Orion 114mm f4 , original Rohr 45 mm abgeschnitten , 50 mm Fangspiegel rein , Eigenbau 2 zoll Helikalauszug und fertig:


mfg John
 

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Hi Arnold,

danke für die schnelle Rückmeldung.

Achtung, die Brennweite ist nicht 500 sondern 450mm, damit ist das Rohr f4. Wenn du damit ein Fototrohr bauen willst, vergiss die Maße vom Original. Du musst so wie so alles neu konstruieren, Tubus und Spiegelzelle verwenden, eventuell auch die Fangspiegelspinne.

ups, warum steht dann 500 mm in der Anzeige? Tippfehler, Webseite schludrig gemacht? F4 will deutlich sorgfältiger kollimiert werden. Muß ich noch üben. Hab schon mit f=5 so meine kleinen Probleme. :blush:

Wär aber im Prinzip sogar noch besser. F4 Statt 4.4 heißt mehr Licht für die Kamera in der selben Zeit. :D

Ich dachte an einen 40 mm Fangspiegel, weil der Chip der Atik 314L+ recht klein ist. Mit der will ich hauptsächlich arbeiten. Hmm, wenn ich die DSLR net dranhäng, brauch ich da vermutlich noch net mal den Komakorrektor, dann könnte es auch mit der Tubusstärke besser hinhauen (weniger Gewicht, weniger Verwindung).

Ich müßte aber vermutlich den Tubus etwas kürzen, damit ich auch mit Filterrad in den Fokus komm. Irgendwie juckt es mich grad zu basteln. ;)

Bei meinem war der Spiegel nicht wirklich parabolisch, sondern eher anparabolisiert. Soll öfter vorgekommen sein, trotz "parabolspiegel" und "beugungsbegrenzt" in der Werbung. Da müßtest du halt darauf bestehen, dass der Spiegel in Ordnung ist.

hmmm, wie prüfe ich ohne Umbau, ob er wirklich richtig parabolisiert ist? ?)

Ich leg Wert auf eine saubere Abbildung vom Spiegel. Ich will mit dem Klarglasfilter scharfstellen und dann die einzelnen Schmalbandfilter oder Farbfilter nur noch durchratschen... Bei meinem 6" und dem 8" Newton funzt das hervorragend, meine Astronomikfilter sind bei kurzen Brennweiten ohne weiteres Glas im Starhlengang schön homofokal...
 
Hi John, hi Thomas,

merci, ich bin also nicht alleine mit meiner Idee. Vielen Dank für Eure Beiträge. Der Umbaubericht macht Mut. :)
 
hallo Fee,

ich habe mich anlässlich des diesjährigen
Kometen PanSTARRS mal wieder mit so einem kleinen Foto-Newton auseinandergesetzt.
Für 50 Euro erwarb ich gebraucht einen Skwatcher mit anparabolisiertem HS, neu bei TS gibt es die auch nur leider nicht wie vollmundig beworben mit beugungsbegrenztem Parabolspiegel!

Den Rest sprich Vixen Schlitten und Komakorrektor von Baader hatte ich zufällig gerade so rumliegen.
Der Schlitten ermöglicht optimal tiefliegenden Fokus mit kleinstmöglichem FS.
Den Fangspiegel wechselte ich gegen einen ca. 35mm FS.
Der Feinfokussierer ist eine M6 Schraube, unabdingbar da der Originalschlittentrieb für Fotografie nichts taugt.
Die Spinne habe ich mit 3 weiteren Spikes verziert, das macht unterm Strich "schönere" Sterne. Den Vixen Haltearm habe ich schmaler gefeilt.
Fertig.

Gruß
Christian


 

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Der Newton ist mit Blende 4 sehr schnell und viel günstiger als ein vergleichbarer kleiner APO bzw. Tele.
Ist der Newton erstmal gut justiert, was nicht so einfach ist,
zeichnet der Korrektor nicht perfekt in den Ecken, und die Vignettierung hält sich bei der Crop- EOS in meinem Falle 500D
auch in Grenzen, bzw. ist auch tolerierbar.

Der Mini Newton ist sehr leicht und meine alte Vixen SP Monti
trägt ihn klaglos. In Phasen ohne Schneckenfehler sind bei einer Umdrehung ca. 1,5-2 Minuten habe ich ungeguided mit dem Newton runde Sterne ablichten können! Bei 1600 ASA war der Komet schon gut durchgezeichnet.

Gruß
Christian

 

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