Phthalate, Materialen und Inhaltsstoffe

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Hallo!

Das Problem mit den krebserregenden Stoffen (gilt für Auslöser vieler anderer Krankheiten auch) ist, dass sich die Wirkung der einzelnen Stoffe addiert und manche davon sehr lange im Körper bleiben. Das Fernglas alleine reicht nicht aus, um Krebs auszulösen und die Zahnpasta und das Shampoo auch nicht. Auch nicht die Minuten/Stunden, die man jedes Jahr an der Bushaltestelle in der DIeselqualmwolke steht. Aber alle zusammen halt schon, bei anfälligen Menschen zumindest, und das sind, wenn wir lange genug leben, alle von uns - ohne Ausnahme! Und deswegen tut man am besten daran, wenn man sich vor allen bekannten und vermeidbaren Einflüssen schützt. Da sind noch genug andere, die entweder noch gar nicht bekannt sind oder denen man sicht nicht entziehen kann (bei meiner Arbeit vor allem die Kosmische Strahlung).
Krebs ist eine Scheißkrankheit die man wirklich nicht bekommen will, wie ich (ich schrieb es oben schon) leider zur Zeit in meinem familiären Umfeld erfahren muß.
Nichts an einem Fernglas, an gar keinem Fernglas (!), ist toll genug daß ich dafür eine Chemotherapie und 10 Jahre meiner Lebenszeit riskieren will.
Aber wie vieles im Leben muss das jeder für sich selbst entscheiden, zumindest dort, wo der Gesetzgeber nicht eingreift.

Grüße
Maximilian
 
Wie viel Paranoia man vor Getränken aus PET-Flaschen und Plastik-Kleidung auf der Haut (und später über die Waschmaschine im Wasser) haben möchte, darf sich jeder selber aussuchen.

Ich habe vor 20 Jahren mal für einen PET Flaschen produzierenden Betrieb gearbeitet.
Schon damals trank niemand aus der Belegschaft etwas aus PET Flaschen, weil man damals schon wusste, dass diese Flaschen z.B. für die immer früher einsetzende Pubertät mitverantwortlich sind.
Inzwischen sind die Studien frei zugänglich, PET Flaschen gibt es immer noch und jeder darf selbst entscheiden ...

https://www.wissenschaft.de/erde-umwelt/hormon-aus-der-plastikflasche-2/

Ich will damit sagen:
Jeder kann es wissen, aber wenn etwas praktisch und billig ist wird die potentielle Gefahr zur Nebensache.
Ich persönlich meide PET Flaschen seither, bei Ferngläsern ist es schwieriger :-)

Grüße Jochen
 
...Wenn Du willst kannst Du Dich mit etwas Hautcreme schützen in dem Du eine Lipidschicht zwischen Dich und Dein Fernglas bringst, ...
Vorsicht bei normaler Hautcreme. Durch die Emulgiereigenschaften kann sogar der Übergang organischer Stoffe in die Haut dadurch gefördert werden. Es kommen nur ausgesprochene Hautschutzcremes in Frage, wie z.B. Silicoderm F oder entsprechende, welche gern im Laborbereich verwendet werden.

Ob man dann beim Beobachten mit dem Fernglas ein schönes haptisches Erlebnis hat, sei dahingestellt.

Grüße
Jürgen
 
Hallo,
Hallo in die Runde,
ungewöhnliches Thema, aber vielleicht findet jemand hier meine Gedanken es wert aufzugreifen und darüber zu diskutieren.
Anlass war einerseits der Tausch von Trageriemen bei Zeiss in 2019 wegen Grenzwertüberschreitungen von Polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen.
Andererseits das Abschneiden des Victory Pocket mit mangelhaft in Stiftung Warentest im April 2022 wegen gefährlicher Stoffe in Oberfläche und Augenmuscheln des Fernglas.

Nun ist es zwar so dass die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten wurden, doch meine Bereitschaft ein angebliches Premium-Produkt zu kaufen sank dann doch, weswegen das Victory Pocket wieder aus dem Warenkorb gelöscht wurde.
Klar, so ein Fernglas habe ich nicht 24/7 in meinen Händen, und ich kaue auch nicht frustriert darauf herum wenn nachts die Wolken den Himmel dicht machen oder die Vögel immer dann wegfliegen wenn ich das Fernglas zum Auge hebe.
Aber andere Hersteller schaffen es ja offenbar dennoch auf gesundheitsgefährdende Stoffe zu verzichten und trotzdem benutzbare Ferngläser zu verkaufen.
(Oder hat Zeiss einfach nur Interesse daran für ihre medizinische Sparte im Bereich Bestrahlungstherapie und Krebs-Diagnostik für ausreichend Patienten zu sorgen?) ;-)

Meckern auf hohem Niveau? Ja, wahrscheinlich. Jedenfalls bemerkte ich rasch dass es mühselig ist Informationen darüber zu beschaffen wenn einem das Thema Inhaltsstoffe jenseits von Nahrungsmitteln wichtig ist. Über das Umweltbundesamt stieß ich auf eine App mit dem Namen Scan4chem: Scan4Chem Smartphone-App und Web-App
Diese soll es einfacher machen die Informationen zu einem Produkt zu erhalten. Bei meinen nächsten Käufen wird diese bestimmt zum Einsatz kommen.
Auf die Frage ob etwas anderes an die Stelle des Victory Pocket in den Warenkorb kam: Kowa Genesis Prominar 8x22 - ... schauen wir mal.
Ich habe letzte Woche das Genesis und das Victory Pocket zum testen bekommen. Ich finde es auch unverständlich, daß man als Hersteller im Jahr 2022 noch nicht darauf achtet, keine bedenklichen oder gar erwiesenermaßen schädlichen Stoffe zu verwenden (klarer Pluspunkt für die grüne Marke aus A, wie es aussieht). Ich habe den Test der Stiftung Warentest gerade gelesen. Sie erwähnen beim Victory Pocket nur den Gurt, daher nehme ich mal an, daß in der Armierung und den Augenmuscheln nichts gefunden wurde. Ich werde Stiftung Warentest anschreiben und fragen, ob sie das bestätigen (und ob sie die mitgelieferten Taschen auch untersucht haben). Leider war das Ultravid nicht im Test dabei (und das Genesis auch nicht, überhaupt nichts von Kowa, glaube ich). Ich würde das Victory oder das Ultravid gerne behalten (am liebsten ja beide).

Gruß
Paul
 
Hallo,

ich habe inzwischen Antworten von Stiftung Warentest (SW) und Leica.

SW hat dieses Jahr beim Victory Pocket nur im Gurt Schadstoffe gefunden. Beim Trinovid und bei einem Terra ED hat SW 2019 PAK im Gehäuse gefunden. SW hält sich an den Grenzwert von 10mg/kg Kunststoff, den auch das GS-Siegel verwendet.

Leica hat mir versichert, daß alle Leica-Produkte die EU-Grenzwerte einhalten bzw. SVHC (besonders besorgniserregende Stoffe) gemäß REACH-Verordnung nicht zu mehr als 0,1% enthalten und nicht gesundheitlich bedenklich sind. Die tatsächlichen SVHC-Werte will Leica nicht rausrücken. Ich finde, das Ultravid BR hat durchaus einen öligen Geruch, allerdings muß man mit der Nase nah rangehen, um ihn wahrzunehmen.

0,1% ist ein 100fach höherer Grenzwert als der von GS verwendete: 0,1% bedeutet wohl 1g/kg, 10mg/kg sind 0,001% bzw. 10ppm. Die Bewertung durch SW war damals in diesem Punkt bei Trinovid und Terra ED nicht befriedigend sondern mangelhaft, also waren die Schadstoffwerte vermutlich nicht nur knapp über den 10mg/kg sondern deutlich.

Das ist in meinen Augen erstmal kein Punkt für Leica. Vielleicht frage ich irgendwann auch mal bei Zeiss und Swarovski nach, ob man mehr Infos dazu bekommen kann. Das ist für mich ein gewichtiges Kaufkriterium.

Gruß
Paul
 
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