komposer
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Hallo,
ich möchte Euch hier ein wenig über meine Erfahrungen bei der Planetenbearbeitung berichten.
Ausrüstung: GSO 12" F5 Dobson, Baader Q-Turret Barlow, Asi120mm, RG610+Ts47=IR-Pass
Zum Stacken habe ich autostakkert verwendet und für die Nachbearbeitung fitswork.
Als Versuchsobjekt dient der Mars vom 05.11.2020 bei guten Bedingungen.
Hier dazu ein kurzes Seeingvideo als Gif-Animation aus 30 Frames:
Nun möchte ich zeigen, wie wichtig es ist, genügend Frames zu sammeln und welche Bearbeitungsschritte ich meist anwende.
Deshalb habe ich aus einem Avi mit 20000 Frames 2 Summenbilder aus 500 und 5000 Frames gestackt.
Einzelne Schritte:
1. Vergrößern auf 150%
2. 3 x iterativer gauss (IG) jeweils Iterationen 6 Stärke 50 aber Radius 3.33 dann 2.64 und zum Schluss 1.72
3. Glätten - Wavelet Rauschfilter auf Null, Detailverstärkung Layer1: 2.56 / L2: 1.56 / L3: 1.27
Und jetzt ist beim 500 Frames-Summenbild schon deutliches Rauschen zu sehen.
Beim 5000er geht es noch weiter: 3a. Wavelet Detailverstärkung L1: 2.25
4. NLM Rauschfilter ( Radius: 1 / Such-Umgebung: 2 / Stärke: 50 )
5. Wavelet Rauschfilter Gesamtstärke: 3.10, Layer 1: 2.64 und Detailsverstärkung: L1: 1.56 / L2: 1.27 / L3: 1.13
Hier könnt Ihr sehen, wie sich das Summenbild bei den Schritten entwickelt:
500 Frames:
5000 Frames
Fazit: 500 Frames sind zu wenig, beim Schärfen entsteht recht schnell ein Rauschmuster.
Hier nochmal im direkten Vergleich zu sehen:
Um die nötigen Frames so schnell wie möglich sammeln zu können, ziehe ich in firecapture ein kleines Aufnahmefenster (ROI) um den Planeten.
Entscheidend für die Framerate ist die Höhe, nicht die Breite. Also eher ein schmales breites Rechteck wählen.
Im Prinzip begrenzt dann häufig nur noch die Belichtungszeit die Framerate.
Beim Mars komme ich so auf über 300 fps. und kann in kurzer Zeit an die 20000 Frames pro Avi sammeln.
Schärfungsradien anpassen
Die oben genannten Radien passen zu den guten Bedingungen und der Bildgröße, müssen unter anderen Voraussetzungen aber verändert werden.
1. schlechteres Seeing
Es fehlen die feinen Details und so braucht es auch nicht die feinen Radien. Also könnnen die Werte erhöht werden um die verwaschenen Strukturen wenigstens grob herauszuarbeiten.
2. andere Bildgröße
Hätte ich z.B. nicht auf 150% vergrößert, müsste ich auch kleinere Radien verwenden. Umgekehrt kann man bei größeren Ausgangsmaterial auch mit größeren Radien anfangen.
Feintuning mit gimp
a) Hier kann ich mit der freien Auswahl einzelne Bereich entrauschen (Plugin g'mic oder nachschärfen (unscharfe Maske).
b) Planetenrand Artefakte beseitigen
2 Bilder laden unter "als Ebene öffnen" das Endergebnis und eine weiche Version (meist IG2).
Das Endergebnis sollte oben liegen, dann Rechtsklick auf den Dateinamen im Ebenefenster und auf Alphakanal hinzufügen gehen.
Anschließend Radierer wählen mit kleinem weichem Pinsel ( circle fuzzy 03 ).
Jetzt mit Deckraft 40 - 50 % den weichen Rand einarbeiten.
Es würde mich freuen, wenn einigen diese Erfahrungen weiterhelfen.
Gruß,
Holger
ich möchte Euch hier ein wenig über meine Erfahrungen bei der Planetenbearbeitung berichten.
Ausrüstung: GSO 12" F5 Dobson, Baader Q-Turret Barlow, Asi120mm, RG610+Ts47=IR-Pass
Zum Stacken habe ich autostakkert verwendet und für die Nachbearbeitung fitswork.
Als Versuchsobjekt dient der Mars vom 05.11.2020 bei guten Bedingungen.
Hier dazu ein kurzes Seeingvideo als Gif-Animation aus 30 Frames:
Nun möchte ich zeigen, wie wichtig es ist, genügend Frames zu sammeln und welche Bearbeitungsschritte ich meist anwende.
Deshalb habe ich aus einem Avi mit 20000 Frames 2 Summenbilder aus 500 und 5000 Frames gestackt.
Einzelne Schritte:
1. Vergrößern auf 150%
2. 3 x iterativer gauss (IG) jeweils Iterationen 6 Stärke 50 aber Radius 3.33 dann 2.64 und zum Schluss 1.72
3. Glätten - Wavelet Rauschfilter auf Null, Detailverstärkung Layer1: 2.56 / L2: 1.56 / L3: 1.27
Und jetzt ist beim 500 Frames-Summenbild schon deutliches Rauschen zu sehen.
Beim 5000er geht es noch weiter: 3a. Wavelet Detailverstärkung L1: 2.25
4. NLM Rauschfilter ( Radius: 1 / Such-Umgebung: 2 / Stärke: 50 )
5. Wavelet Rauschfilter Gesamtstärke: 3.10, Layer 1: 2.64 und Detailsverstärkung: L1: 1.56 / L2: 1.27 / L3: 1.13
Hier könnt Ihr sehen, wie sich das Summenbild bei den Schritten entwickelt:
500 Frames:
5000 Frames
Fazit: 500 Frames sind zu wenig, beim Schärfen entsteht recht schnell ein Rauschmuster.
Hier nochmal im direkten Vergleich zu sehen:
Um die nötigen Frames so schnell wie möglich sammeln zu können, ziehe ich in firecapture ein kleines Aufnahmefenster (ROI) um den Planeten.
Entscheidend für die Framerate ist die Höhe, nicht die Breite. Also eher ein schmales breites Rechteck wählen.
Im Prinzip begrenzt dann häufig nur noch die Belichtungszeit die Framerate.
Beim Mars komme ich so auf über 300 fps. und kann in kurzer Zeit an die 20000 Frames pro Avi sammeln.
Schärfungsradien anpassen
Die oben genannten Radien passen zu den guten Bedingungen und der Bildgröße, müssen unter anderen Voraussetzungen aber verändert werden.
1. schlechteres Seeing
Es fehlen die feinen Details und so braucht es auch nicht die feinen Radien. Also könnnen die Werte erhöht werden um die verwaschenen Strukturen wenigstens grob herauszuarbeiten.
2. andere Bildgröße
Hätte ich z.B. nicht auf 150% vergrößert, müsste ich auch kleinere Radien verwenden. Umgekehrt kann man bei größeren Ausgangsmaterial auch mit größeren Radien anfangen.
Feintuning mit gimp
a) Hier kann ich mit der freien Auswahl einzelne Bereich entrauschen (Plugin g'mic oder nachschärfen (unscharfe Maske).
b) Planetenrand Artefakte beseitigen
2 Bilder laden unter "als Ebene öffnen" das Endergebnis und eine weiche Version (meist IG2).
Das Endergebnis sollte oben liegen, dann Rechtsklick auf den Dateinamen im Ebenefenster und auf Alphakanal hinzufügen gehen.
Anschließend Radierer wählen mit kleinem weichem Pinsel ( circle fuzzy 03 ).
Jetzt mit Deckraft 40 - 50 % den weichen Rand einarbeiten.
Es würde mich freuen, wenn einigen diese Erfahrungen weiterhelfen.
Gruß,
Holger