Planetenkamera für Maksutov 100/1400

2023-09-26-2319_1-U-R_lapl5_ap86.jpgHallo Rudi,
das ist ganz einfach: Deine Optik hat 100mm Öffnung und 1400mm Brennweite, also ein Öffnungsverhältnis von 14. Optimale Pixelgröße ist Öffnungsverhältnis dividiert durch 5.
Also 14/5=2.8. Also nimmst du idealerweise eine Kamera mit ca. 2.8my großen Pixeln. Zum Beispiel hat meine ASI462mc Kamera 2.9my, hier ein Jupiter von mir auch bei ca. 14.5 Öffnungsverhältnis allerdings mit mehr Öffnung.

CS Mike
 
Hallo Mike,
ja warum sagst denn nichts gleich. das klingt ja super einfach. perfekt.
OK dann werde ich für die Planeten wie Jupiter oder Saturn die 2,0 my Kamera verwenden.
Ich habe gleich mal in astronomy tools geguckt und die 462 MC und die 662 MC getestet. Was ist da eigentlich der Unterschied zwischen den beiden?

von der Abbildungsgröße sind beide gleich. welche ist die Bessere?
habe gerade noch gesehen das die 462 ein m 42 Gewinde hat zum draufschrauben ans Teleskop - ist ja auch nicht schlecht.
und Mike was hast du für ein Teleskop für die Abbildung des Fotos gehabt ?

bis dann und CS Rudi
 
Noch etwas habe gerade vergessen zu fragen: wie kommt man auf die Zahl 5 für optimale Pixelgröße ??

Öffnungsverhältnis geteilt durch 5 bei der Ermittlung auf die optimale Pixelgröße
 
Hallo Mike,
ja warum sagst denn nichts gleich. das klingt ja super einfach. perfekt.
OK dann werde ich für die Planeten wie Jupiter oder Saturn die 2,0 my Kamera verwenden.
Ich habe gleich mal in astronomy tools geguckt und die 462 MC und die 662 MC getestet. Was ist da eigentlich der Unterschied zwischen den beiden?

von der Abbildungsgröße sind beide gleich. welche ist die Bessere?
habe gerade noch gesehen das die 462 ein m 42 Gewinde hat zum draufschrauben ans Teleskop - ist ja auch nicht schlecht.
und Mike was hast du für ein Teleskop für die Abbildung des Fotos gehabt ?

bis dann und CS Rudi
DIe ASI662MC ist etwas langsamer, aber empfindlicher und moderner, sozusagen das verbesserte Nachfolgemodell, die ASI462MC ist eine beliebte Kamera diesich bestens bewährt hat, aber nicht mehr erhältlich.

Ich verwende einen 18" Dobson, entsprechend gutes Seeing vorausgesetzt, kann ich damit Krater auf Ganymed fotografieren.
CS Mike
2022-11-09-1911_8-U-RGB_lapl5_ap2_Drizzle30_2(2).jpg
 
Hi Mike
ach so eine [zensiert]. Wieso gibt es die 462 jetzt nicht mehr.

18" ist natürlich schon ein Brummer. Da komme ich mit meinen 4 " Kinderteil nicht mit.
meinste ob überhaupt Jupiter und Saturn machbar ist mit dem MAk 1400/100 mm

Rudi
 
Hi Rudi, ich hab dir die Herleitung der 5x Regel als Anhang in einer persönlichen Unterhaltung geschickt.

Ja ist machbar.
Die richtige Strategie ist folgende: Google gute Jupiteraufnahmen mit Teleskopen deiner Öffnung und schaue welche Gerätschaften, Kameras, Software verwendet wurden und kopiere diese Strategie. Das ist der schnellste Weg zum Erfolg.
CS Mike
 
meinst Du mit Sensor Größe die Chipgröße 13,2 x 8,8 mm ?
Ja genau.

Zur Pixelgröße am Beispiel Jupiter.
Der nimmt bei deiner Brennweite von 1400mm eine gewisse Größe auf dem Sensor ein, die Fläche ist gleich, egal wie groß der Sensor ist und wie klein die Pixel.
Bei kleineren Pixel sind das dann natürlich mehr Pixel. Der Jupiter nimmt also die gleiche Fläche ein aber mit mehr Pixeln.

Dadurch wirkt er auf dem Monitor größer. So meine Laienansicht.

Aber du machst dir schon fast zu viele Gedanken. Die 2,9 Pixelgröße passt gut zu deinem Teleskop.
Für den Mond brauchst du keine extra Kamera.
Größerer Sensor wäre mir für meine Zwecke unnötig teuer.
Wenn du primär Planeten aufnehmen willst sogar absolut unnötig.
Und dank Mosaik-Technik ist auch der komplette Mond mit kleinem Sensor machbar:
Hier z.B. mit 12" Dobson ohne Barlow bei 1500mm Brennweite aus 12 Teilen:

Gruß,
Holger
 
Ja Holger
so habe ich das in deiner Laienansicht verstanden. Warum alles so kompliziert schreiben wenn es auch einfacher und vor allem verständlicher geht.
PERFEKT.
Nun dann ist die ASI 662 MC mit der Pixelgröße 2,9 für die Saturn / Jupiter perfekt.

und für den Mond ebenso geeignet mit der Einschränkung dass nur Teilbereiche aufgenommen werden können oder dann als Mosaik zusammengefügt werden können. Ich hoffe für die Mosaiktechnik ist kein Informatik Studium notwendig.

2.
gibt es noch Helferlein für die Aktion oder Tricks um den ersten Start unfallfrei hinzu bekommen.
Nachdem mein Laptop nicht für die Aktion geeignet ist (Akku Probleme- hält nur 2-3- Stunden und kann auch nicht mehr ersetzt werden) obwohl erst drei Jahre alt) Welche Empfehlung an ASI .Computer? der kleine ASI MINI oder der Große ASI Air Plus 256 G.

bis bald und servus

Rudi
 
Naja, mein Astrorechner hat sogar nur Windows 7, ist aber auch nicht mit dem Internet verbunden.

Mit den Asi air Plus kenne ich mich gar nicht aus.
Ich verwende ja einen einfachen Windows Rechner mit den schon erwähnten Programmen.

Ich hoffe für die Mosaiktechnik ist kein Informatik Studium notwendig.
Nein, Microsoft ICE erledigt das automatisch, es müssen nur die Dateien geladen werden.
Aufpassen muss man da mehr beim Aufnehmen. Alle Teile müssen sich leicht überlappen.

Gruß,
Holger
 
OK
Ich werde morgen mal in den Keller gehen und meine alte Kiste rausholen und genau nachschauen was für ein Windows auf dem Laptop ist und vor Allem den Akku wie lange er fit hält und ob dieser austauschbar ist.
Was für ein Programm braucht ich dafür für die Mond Aktion.

Cs
Rudi
 
Auch die normale Aufnahmesoftware, genau wie bei den Planeten.
Ich verwende da firecapture. damit nehme ich Avis auf.
Wichtig: In S/W, also kein Häkchen bei Debayern.
Die Farbe / das Debayern erledigt das Stackprogramm autostakkert automatisch.
Mit diesem erstelle ich aus dem Avi ein Summenbild. Dabei werden die vielen tausend Frames in dem Avi addiert.
Als Verwendungsrate nehme ich ca. 40%.
Dieses Summenbild bearbeite ich dann mit fitswork und den letzten Feinschliff mit gimp.
Aber das führt hier schon fast zu weit und kann später noch seperat besprochen werden.

Gruß,
Holger
 
Hallo allerseits,

an der Stelle mal meine Gedanken zum Thema "Anfänger/Einsteiger und welches Kameramodell". Gerade am Anfang erscheint dem Einsteiger diese Frage als besonders wichtig. Mit wachsender Erfahrung stellt man fest, für den Erfolg sind anderer Parameter auschlaggebender! Hier meine persönliche Liste (ich bitte um Ergänzungen, Korrekturen):

1. Äußere Bedingungen:
  • Aufnahmeort (im urbanen Gebiet mit viel Bebauung/erhitzten Gebäuden oder ohne Bebauung)
  • atmosphärische Bedingungen während der Aufnahmen (Seeing, Transparenz etc.)
  • Aufnahmepunkt
  • Höhe des Aufnahmeobjektes über dem Horizont
  • Position des Objektes im Sonnensystem zum Aufnahmezeitpunkt
2. Teleskopseitiges:
  • Art des Instrumentes
  • Öffnung, Brennweite und das sich ergebende Öffnungsverhältnis
  • Qualität der Optik
  • Kollimation der Komponenten
  • Auskühlung
  • Tubusseeing
  • Scharfstellung
3. Persönliches:
  • Erfahrung des Sternfreundes im Bezug auf Aufnahmetechnik und EDV
  • "Leidensfähigkeit" (wie viel Zeit ist man bereit in dieses Hobby zu investieren, um Erfahrungen zu sammeln und auf optimale Bedingungen zu warten?)

4. Das richtige Kameramodell und sonstige Hardware
  • siehe dazu die vorherigen Beiträge
Meiner Meinung nach stellt diese Liste auch eine Gewichtung der Einflüsse auf den Erfolg dar. Ich für meinen Teil habe am Anfang mit einer vergleichsweise uralten DMK 21 mit USB2 Anschluss und riesigen Pixeln ebenso gute oder schlechte Bilder gemacht, wie mit einer modernen Kamera.

Holger (@komposer) ist da das beste Beispiel. Mit bewusst einfachsten Mitteln, aber viel Einsatz und Erfahrung holt er aus dem zur Verfügung stehende das Beste heraus.

Thats my Senf.

Peter
 
Hallo Peter,

wenn das Ziel ist mit einfachsten Mittel das meiste heraus zu holen, würde ich überhaupt komplett anders vorgehen:
Statt Kamera ein modernes Handy mit winzigen Pixeln, statt Barlow Okularprojektion, statt Nachführung von Hand nachgeführt.
IMG-20240625-WA0001.jpg
Verarbeitung mit Pipp, AS und RS
Hier ein Gassendi von meinem Freund Armin mit Handy, Okular und 15"Dobson, von Hand nachgeführt.
Noch einfacher geht es nicht.
CS Mike
 
wenn das Ziel ist mit einfachsten Mittel das meiste heraus zu holen, würde ich überhaupt komplett anders vorgehen:
Ich weiß natürlich nicht, ob Rudi so einfach wie möglich vorgehen will. Ich denke eher nicht.

Ich wollte nur aufzeigen, dass die (oft vielbeachtete) Kamera nicht das Wichtigste für den Erfolg ist. Das war mir als Anfänger nämlich nicht klar.

Viele Grüße
Peter
 
Hallo Peter and Mike
erstmal danke an die Mithilfe. Mir ist schon klar dass die Kamera die das wichtigste Glied ist.
  • Aufnahmeort (im urbanen Gebiet mit viel Bebauung/erhitzten Gebäuden : ja in der Stadt auf der Dachterrasse im 15. OG
  • atmosphärische Bedingungen während der Aufnahmen (Seeing, Transparenz etc.): auf der einen Seite Blick in den Hirschgarten viele Bäume und kleine Wälder, auf der anderen Seite Bahngleise, und rechts und links Häuser bis zum 5-8 Stock
  • Aufnahmepunkt. 15 OG Dachterrasse
  • Höhe des Aufnahmeobjektes über dem Horizont: 50 bis 75 Grad
  • Position des Objektes im Sonnensystem zum Aufnahmezeitpunkt: ??

Teleskopseitiges:
  • Art des Instrumentes: Maksutov Teleskop
  • Öffnung, Brennweite und das sich ergebende Öffnungsverhältnis: 100/1400 f14
  • Qualität der Optik: schätze Mittelmäßig
  • Kollimation der Komponenten: keine Ahnung
  • Auskühlung: 1 Stunde
  • Tubusseeing: keine Ahnung
  • Scharfstellung: händisch mittel Batinov und Lupenfunktion an der Sony APS-C Alpha 6000 (noch im Moment wird mit der A6000 fotografiert)
Persönliches:
  • Erfahrung des Sternfreundes im Bezug auf Aufnahmetechnik und EDV: mittelmäßig kenne PIPP, AS Regisstax6
  • "Leidensfähigkeit" (wie viel Zeit ist man bereit in dieses Hobby zu investieren, um Erfahrungen zu sammeln und auf optimale Bedingungen zu warten?): vorbelastet durch das Hobby der Tagfotografie und Langzeitbelichtungen schon etwas stabiler. Warten ist für mich nicht anstrengend.
was mir fehlt sind einfach praktische Erfahrungen. und zu unterscheiden was theoretisch und praktisch geht - dieses Wissen fehlt mir. man bräuchte eben einen der dich an die Hand nimmt und vor Ort die Praxis ausführt. wie in der fahrschule.

das war mein Senf dazu


bis bald

CS
Rudi
 
Hallo Rudi,

Mit Senf meinte ich, meinen bescheidenen Beitrag. Es gibt hier ja richtige Koryphäen.

Deine Dachterasse ist etwas suboptimal. Da hast Du wahrscheinlich lokales Seeing durch aufsteigende Warmluft. Später in der Nacht bessert sich das aber sicher.

Es gibt noch eine weitere Faustformel: pro Meter Brennweite wird Mond und Sonne etwa 1 cm groß abgebildet. Das gibt eine Vorstellung, was man so auf den jeweiligen Chip bekommt.

Dein Teleskop mit den 100 mm ist ein Anfang. Das wirst Du sicher recht bald ausreizen.

Zum Laptop: mit Akkubetrieb habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Die Aufnahmesessions sind recht energiehungrig. Speziell, wenn es wieder kälter wird, macht der Akku dann recht schnell schlapp. SSD (ausreichend groß!) und USB 3 sind m. M. n. Pflicht! Bei meiner 256 GB Windows Platte waren die freien 80 GB nach wenigen Minuten voll, als ich mal ein Mosaik vom Mond machen wollte.

Nach den ersten Versuchen, wirst du neue Fragen haben, aber vieles beantwortet sich durch die Versuche. Jede Situation ist auch anders. Da kommt man ums Probieren nicht herum.

Viel Erfolg
Peter
 
Hallo Peter,

leider ist es so. Es wird ein anstrengender Weg werden.

das mit dem Laptop werde ich mir wahrscheinlich abschmicken können. was meinste welcher ASI Computer die Sache regeln könnt und welcher zu bevorzugen ist? der MINI oder der PLUS 256 G

Danke für die Wünsche und bis bald sagt mit
CS Rudi
 
Dachterrasse ist doch besser als Balkon und irgendwo in der Mitte des Gebäudes.

Du könntest den alten Laptop ja mal ausprobieren, auch schon mal die Aufnahmesoftware und autostakkert installieren aber theoretisch bist du da ja nicht auf einen Laptop angewiesen.
Strom / Steckdose sollte da ja in der Nähe vorhanden sein.
Ich habe meinen Rechner (Lenovo Sff - I3 nur 4gb Ram und 500gb ssd) mit Monitor / Maus und Tastatur komplett auf einem kleinen Tisch mit dem Dobson in der Garage stehen. Alles schnell in den Garten tragen, Stecker rein und hochfahren. Ich bin da in ca. 2 min. startklar.

Diese kleinen Office-Rechner gibt es wirklich häufig gebraucht zu kaufen. Ich habe unter 100 Euro inkl. 19" Monitor beim Händler bezahlt.
Das war eine sehr gute Entscheidung. Da ist dann nur das Astrozeugs drauf. Ich habe fast das Gefühl, dass der dadurch besser läuft als mein modernerer Laptop.

So nehme ich mit firecapture im Garten die Avis auf und stacke die da auch anschließend mit autostakkert.
Dann kopiere ich später den Ordner mit den Summenbildern auf einen USB Stick und erledige die Nachbearbeitung bequem im Wohnzimmer mit dem Laptop.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

komme gerade vom Keller und habe mein altes Lappi zum Leben erweckt. er läuft auf Windows 8 mit 8GB Arbeitsspeicher. ich glaube nicht dass für die Aktion reicht. -ssd hat der natürlich auch nicht. das beste wäre aber da gibt es sogar noch Akkus. bei meinem Neuen Laptop gibt es nichts. der ist fest verbaut und hat nur noch eine Power für 2-3 Stunden. er ist halt auch schon 3 Jahre alt.
Wahrscheinlich wird es auf einen ASI Computer rauslaufen oder was meinst Du

CS Rudi
 
Hallo Rudi,

vor meinem Astrorechner hatte ich auch nur einen Uralt-Laptop ohne SSD und das lief, ich musste im Aufnahmeprogramm nur ein wenig den USB-Traffic runterdrehen.
Akku war auch schon kurzlebig aber bei längeren Aufnahmen habe ich einfach das Netzkabel angeschlossen. Steckdose war ja in Reichweite und Verlängerungskabel vom Rasenmäher auch.:D

Mit dem Asi-Computer kenne ich mich gar nicht aus, ist der nicht mehr zur Steuerung gedacht ? Vielleicht kann hier jemand den genauen Einsatzzweck erläutern.
Kann ich da mit z.B. firecapture Avis von Planeten / Mond aufnehmen, speichern ? Auch Software wie autostakkert installieren und verwenden ?

Ich habe gerade mal testweise gegoogelt nach: SFF PC, oder bei Kleinanzeigen. Da gibt es doch reichlich Angebote inzwischen sogar besser als meiner, vom Händler mit Gewährleistung für unter 100 Euro.

Aber du kannst ja erst einmal die nötige Software auf dem Laptop installieren und wenn die Kamera doch zu stark ausgebremst wird immer noch einen seperaten Rechner zulegen.

Gruß,
Holger
 
ja genau so werde ich mal beginnen. ich installieren mal die Software darauf und teste wie lange der Akku läuft bzw. den geist aufgibt. Steckdosen sind alle hinter schloss und Riegel auf der Dachterrasse. die Dachterrasse ist in einem Wohnhaus. leider leider. aber so ist es nun.

bin gespannt wie es weitergeht.
bis dann
Rudi
 
Hallo, ich muss mal was loswerden:
Es stimmt einfach nicht, daß eine Dachterasse oder Balkon in der Stadt suboptimal ist, das lässt sich auch leicht belegen:
Gerade habe ich eine aktuelle exzellente Saturnaufnahme von Tiziano geschickt bekommen (Mittlerweile auf ALPO zu sehen) mit superdünnem Ring, sehr vielen bunten Bändern auf dem Planeten und Andeutungen von Details auf Titan. Und Tiziano fotografiert auf seiner Dachterrasse in einer Millionenstadt.
Dann gibt es Luc in Paris, der auf einem Balkon eines vielstöckigen Hauses seine sehr guten Videos vom Jupiter macht. Und ich mache meine Jupitermonde auch am Balkon. Und Armin steht mit dem Dob überhaupt gleich auf der Straße. Es geht also schon.
CS Mike
 
Zuletzt bearbeitet:
es kommt eher darauf an, was einem in der näheren Umgebung das Seeing ver s a u t ... Ich habe lauter Ziegeldächer unterhalb meines Balkons in Ost-, Süd- und Südwestrichtung - wenn die Sonne jene gut aufgeheizt hat, dann ist's gründlich vorbei mit dem Beobachtungs-/Fotospaß (bis weit in die Nacht hinein). Auch offene Fenster zu kühleren Jahreszeiten machen da schnell einen Strich durch die Rechnung. Also die Wahrscheinlichkeit, dass aus urbanen Gebieten von Balkons/Terrassen heraus das Seeing meist schlecht und/oder instabil ist, ist einfach deutlichst höher...
Für meine Sonnenbeobachtungen habe ich vormittags meist nur ein Zeitfenster von 1...2 Stunden - je nach Jahreszeit. Danach ist selbst an meinem kleinen ED80/600 kein Fokus mehr zu finden.

wabernde Grüße - Ronald
 
Hi,
Und Tiziano fotografiert auf seiner Dachterrasse in einer Millionenstadt.
irgendwie muss ich da immer an den Film 'Blade Runner' denken :cool:
Ausserdem, in Thailand wird ja gerne scharf und heiss gekocht, d.h. die Dämpfe verlassen die Woks der Garküchen auf der Strasse und jene der Thai-Mamas in den tieferen Stockwerken schon mit entsprechender Geschwindigkeit, und nehmen dann beim entlangziehen an der Hochhausfassade richtig Speed auf, so dass sie oben als perfekt laminare Strömung ankommen und somit für Super Seeing sorgen:LOL: :LOL:
Ganz nebenbe dürfte jemand wie Olivetti, der mit einem 0.5 m (!) Boliden arbeitet, sicher die Location sorgfältig ausgewählt / gecheckt haben, der wirft ja seine Perlen nicht vor die Sä ue.
Wenn unsereiner dagegen mal seine Röhre 'rausstellt, dann ergeht's ihm doch - meistens zumindest - so wie im vorigen Post beschreiben. Die Sache mit den Ziegeldächern und anderen Nachbarschaftseffekten kenne ich auch gut. Ich habe auch meine bevorzugten Richtungen, und jene, bei denen man es je nach Jahreszeit gar nicht erst probieren braucht. Ich könnte natürlich meinen Kram einpacken und auf's Feld fahren, war bislang da nur zu faul dazu, aber mach' ich u.U. demnächst auch mal.
VG Cpt.B
 
Hallo Rudi,
ich schaue immer anhand meiner eigenen Software und an echten Aufnahmen, wie sich eine bestimmten Kamera/Teleskop Kombination auf das Bildfeld des Objektes auswirkt. Um mit verschiedenem Equipment sinnvoll testen zu können, habe ich die Originalgröße meiner Aufnahme des Jupiter, mit EdgeHD800 + 4fach FFC + ASI120mm ( Brennweite 8120mm = 2.01 Bogenminuten ) im richtigen Masstab in ein größeres Bildfeld von 23,86 Bogenminuten eingesetzt.

Hier einmal das Bildfeld für den Maksutov 100/1400 (ohne und mit Extender) mit der ASI662 an meinen Jupiter simuliert. Damit kannst du in etwa die Größe des Planeten im richtigen Massstab mit diesem Equipment abschätzen:

Image3.jpg


Bildfeld gelber Rahmen und Jupitergröße im Aufnahmefenster. Aufnahme ohne Extender. Das Bildfeld mit diesem Equipment ist 13,67 x 7,69 Bogenminuten, Jupiter hat etwa 47 Bogensekunden scheinbare Größe

Image4.jpg


Simulation der Planetengröße mit 4fach Extender, Das Bildfeld mit Extender ist nur noch 3,42 Bogenminuten, Jupiter ist schon gut sichtbar


Image5.jpg


Das ist dann die Größe von Jupiter bei voller Auflösung des Bildfeldes.

Gruß Horst
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Natürlich geht das auch in ähnlicher Form mit anderer Software wie z.B. SkySafari. Aber ich brauche auch noch andere Kennzahlen und Funktionen die ich dort nicht finde.
 
Hi,

irgendwie muss ich da immer an den Film 'Blade Runner' denken :cool:
Ausserdem, in Thailand wird ja gerne scharf und heiss gekocht, d.h. die Dämpfe verlassen die Woks der Garküchen auf der Strasse und jene der Thai-Mamas in den tieferen Stockwerken schon mit entsprechender Geschwindigkeit, und nehmen dann beim entlangziehen an der Hochhausfassade richtig Speed auf, so dass sie oben als perfekt laminare Strömung ankommen und somit für Super Seeing sorgen:LOL: :LOL:
Ganz nebenbe dürfte jemand wie Olivetti, der mit einem 0.5 m (!) Boliden arbeitet, sicher die Location sorgfältig ausgewählt / gecheckt haben, der wirft ja seine Perlen nicht vor die Sä ue.
Wenn unsereiner dagegen mal seine Röhre 'rausstellt, dann ergeht's ihm doch - meistens zumindest - so wie im vorigen Post beschreiben. Die Sache mit den Ziegeldächern und anderen Nachbarschaftseffekten kenne ich auch gut. Ich habe auch meine bevorzugten Richtungen, und jene, bei denen man es je nach Jahreszeit gar nicht erst probieren braucht. Ich könnte natürlich meinen Kram einpacken und auf's Feld fahren, war bislang da nur zu faul dazu, aber mach' ich u.U. demnächst auch mal.
VG Cpt.B
Du liegst mit deinen Spekulationen nicht ganz richtig. Tiziano hat keine besondere Location sein Trick ist, dass er den Boden nass spritzt. Und sein zweites Teleskop will er an einer viel besseren Stelle im Süden des Landes montieren.
Und ich selbst habe unter dem Balkon von meinem Haus einen Garten und an der Hauswand wilden Wein, das hilft.
CS Mike
 
Hallo zusammen
aus den über 50 Vorschlägen, Tipps und Tricks und Empfehlungen ist dies nun endlich entstanden. Was meint Ihr dazu. Was könnte ich noch verbessern? was habe ich falsch gemacht. Bin schon gespannt und freue mich auf Eure Urteile.
hier meine 1. Mondaufnahme mit der ASI 585 MC und dem MAK 100/1400, Nachführung Staradventurer GTI, Aufgenommen in FC.

bis bald Rudi
 

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