Wellmann
Aktives Mitglied
Hallo!
Im Zuge der Aufarbeitung der Datenflut auf der Festplatte hier ein weiteres Ergebnis vom 03.02.09. Das Seeing war nur für ca. 60% der theoretischen Auflösung gut, dennoch wurde das Bild mit f20 aufgenommen (DMK41) und unverkleinert dargestellt. Gründe hierfür:
Zu Auflösung und Seeing: Unsere 0,4“ auflösende Optik zeigt zwei helle Punkte im Abstand von 0,4“ noch getrennt, das bedeutet also, dass ein Hell-Dunkel-Hell-Wechsel auf 0,4“ möglich ist. Ein kleiner Mondkrater benötigt für eine einigermaßen korrekte bildliche Darstellung über den einen Wall, die Kraterfläche und den zweiten Wall von der Lichtseite aus gesehen mindestens einen Hell-Dunkel-Hell-Dunkel-Wechsel, also mindestens 0,54“.
Diese 0,54“ müssen auf dem Kamerachip unserer DMK41 mindestens 4 Pixel überstreichen, weil die Darstellung eins Hell-Dunkel-Hell-Dunkel-Wechsels mindestens 4 Pixel benötigt. Auf dem Monitor eines PC sind das bei 100% Darstellung ebenfalls 4 Pixel. Um diese 0,54“ mit 4 Pixeln der DMK41 abzudecken, benötigen wir eine Brennweite von 6-7m, und arbeiten daher mit etwa f20. Bei kleineren f-Werten ist ein Krater zwar noch deutlich erkennbar, aber nur noch als Hell-Dunkel-Struktur und das was die Schärfung daraus macht. Auch wenn das paradoxerweise am Ende oft „besser“ aussieht, als das „richtige“ Kraterbild halte ich das nicht für erstrebenswert.
Aus diesen Gründen benutze ich f20 für die DMK41 (das ist übrigens für alle Brennweiten gültig, und nur von der Pixelgröße der Kamera abhängig). Zwar sind kleinere f-Werte vorteilhaft in Bezug auf Bildfläche und Belichtungszeit, aber ich warne ausdrücklich davor, bei einer guten Optik unter guten Bedingungen weniger als f14 für die DMK41 zu verwenden, weil man damit Auflösung verschenkt.
Im vorliegenden Bild zeigen die kleinsten noch „bildlich“ dargestellten Krater einen Durchmesser von 6-7 Pixeln anstelle der bei guten Bedingungen möglichen 4 Pixel. Eigentlich hätte ich das Bild also auf 2/3 verkleinern oder mit f14 aufnehmen müssen, um einen ganz scharfen Eindruck zu erzeugen. Ich habe das aber nicht gemacht, weil die Betrachtung des ohnehin schon sehr stark jpg-komprimierten Bildes dann deutlich erschwert ist, und z.B. bei der Rille im Alpental noch mehr Struktur verloren geht.
Link zur Grafik: http://www.gym-vaterstetten.de/faecher/astro/galerie/Bilder/Plato_Alpen_be2.jpg
Volle Auflösung
Gruß, Peter
Nutzung des Bildes für welche Zwecke auch immer nur nach Rücksprache.
Im Zuge der Aufarbeitung der Datenflut auf der Festplatte hier ein weiteres Ergebnis vom 03.02.09. Das Seeing war nur für ca. 60% der theoretischen Auflösung gut, dennoch wurde das Bild mit f20 aufgenommen (DMK41) und unverkleinert dargestellt. Gründe hierfür:
Zu Auflösung und Seeing: Unsere 0,4“ auflösende Optik zeigt zwei helle Punkte im Abstand von 0,4“ noch getrennt, das bedeutet also, dass ein Hell-Dunkel-Hell-Wechsel auf 0,4“ möglich ist. Ein kleiner Mondkrater benötigt für eine einigermaßen korrekte bildliche Darstellung über den einen Wall, die Kraterfläche und den zweiten Wall von der Lichtseite aus gesehen mindestens einen Hell-Dunkel-Hell-Dunkel-Wechsel, also mindestens 0,54“.
Diese 0,54“ müssen auf dem Kamerachip unserer DMK41 mindestens 4 Pixel überstreichen, weil die Darstellung eins Hell-Dunkel-Hell-Dunkel-Wechsels mindestens 4 Pixel benötigt. Auf dem Monitor eines PC sind das bei 100% Darstellung ebenfalls 4 Pixel. Um diese 0,54“ mit 4 Pixeln der DMK41 abzudecken, benötigen wir eine Brennweite von 6-7m, und arbeiten daher mit etwa f20. Bei kleineren f-Werten ist ein Krater zwar noch deutlich erkennbar, aber nur noch als Hell-Dunkel-Struktur und das was die Schärfung daraus macht. Auch wenn das paradoxerweise am Ende oft „besser“ aussieht, als das „richtige“ Kraterbild halte ich das nicht für erstrebenswert.
Aus diesen Gründen benutze ich f20 für die DMK41 (das ist übrigens für alle Brennweiten gültig, und nur von der Pixelgröße der Kamera abhängig). Zwar sind kleinere f-Werte vorteilhaft in Bezug auf Bildfläche und Belichtungszeit, aber ich warne ausdrücklich davor, bei einer guten Optik unter guten Bedingungen weniger als f14 für die DMK41 zu verwenden, weil man damit Auflösung verschenkt.
Im vorliegenden Bild zeigen die kleinsten noch „bildlich“ dargestellten Krater einen Durchmesser von 6-7 Pixeln anstelle der bei guten Bedingungen möglichen 4 Pixel. Eigentlich hätte ich das Bild also auf 2/3 verkleinern oder mit f14 aufnehmen müssen, um einen ganz scharfen Eindruck zu erzeugen. Ich habe das aber nicht gemacht, weil die Betrachtung des ohnehin schon sehr stark jpg-komprimierten Bildes dann deutlich erschwert ist, und z.B. bei der Rille im Alpental noch mehr Struktur verloren geht.
Link zur Grafik: http://www.gym-vaterstetten.de/faecher/astro/galerie/Bilder/Plato_Alpen_be2.jpg
Volle Auflösung
Gruß, Peter
Nutzung des Bildes für welche Zwecke auch immer nur nach Rücksprache.