Plötzliche stellare (?) Leuchterscheinung im Großen Orionnebel (M42)

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spika6961

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Liebe Sternfreunde,

ich möchte Euch von einem außergewöhnlichen Ereignis berichten:

In der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 2023 (also von gestern auf heute) beobachtete ich mit meinem 150/1200 Doppelrefraktor mit V=71× [2×17mm Ethos] den Großen Orionnebel (M 42) bei erstklassiger Transparenz.

Wie zahllose Male zuvor, widmete ich mich - ebenso konzentriert wie fasziniert - dem sanften Glimmen dieses beeindruckend schönen Objektes.

Gegen 2 Uhr sah ich - ca. 3' südöstlich des Trapezes einen Stern quasi "aus dem Nichts" aufleuchten.
Die Helligkeit nahm innerhalb einer Sekunde um mindestens 10 (!) Größenklassen bis auf ca. 3.5mag
zu.
Der Stern verharrte eine knappe Sekunde auf diesem Niveau,
um innerhalb wiederum einer Sekunde, sozusagen, "auszuglühen", und die Leuchtkraft sank auf den Stand vor dem Helligkeitsausbruch.

Geschätzte zehn Magnituden Helligkeitszuwachs entsprechen - sofern ich richtig gerechnet habe - einem Faktor von 11177. Das ist enorm.

Obwohl die Erscheinung, wie gesagt, nur von sehr kurzer Dauer war, so war sie doch nicht abrupt.
Helligkeits-Zuwachs und -Abnahme waren sehr harmonisch.
Es glich dem Ein- und Ausschalten einer Glühbirne.

Da der 150er Doppelrefraktor bei V~70× (für meine Augen an meinem
Beobachtungsort [guter Land/Mittelgebirgshimmel) eine visuelle Grenzgröße von ca. 14mag erreicht, konnte ich das Gebiet der Helligkeits-Anstiegs auf etwa 1□' eingrenzen,
aber nicht mit 100%er Sicherheit einem bestimmten Stern zuordnen.

Kurz zu meiner Person:
Seit 1975 beobachte ich M42 intensiv mit kleinen, mittleren und "großen" Teleskopen.
In insgesamt mehr als 1000 Stunden Beobachtungszeit (bezogen nur auf M42).
Man kann also sagen, dass ich - in Sachen visuelle Astronomie - über eine gewisse Expertise verfüge.
Zumindest über einen reichhaltigen Fundus an Erfahrung.

Eine derartige Leuchterscheinung habe ich zuvor noch nie gesehen.
Das Aufleuchten zeigte definitiv keinerlei Bewegung.
Es war eindeutig fix und somit - nach meiner Einschätzung - stellarer Natur.
Bewegte Objekte wie Meteore, Satelliten und Flugzeuge scheiden deshalb wohl aus.

Staunenswerte Momente am Okular gab es in den vergangenen 47 Jahre viele.
Aber diesmal hatte ich zum ersten Mal Gänsehaut.
Das war ein wahrhaft ehrfurchtgebietendes Erlebnis.

Zum 1. Mal hatte ich am Okular den Eindruck, der Orionnebel sei kein eingefrorenes Bild, sondern "lebendig".

Nach den Gesetzen der
Wahrscheinlichkeit müsste es weltweit zumindest noch einige andere Beobachter geben, welche die genannte Leuchterscheinung bestätigen können... (?)

WAS WAR DAS???
Bzw., was könnte es gewesen sein?

Vielleicht ist es jemandem gelungen, dieses Phänomen fotografisch zu erfassen?

Ich freue mich auf Euer geschätztes Feedback.


Grüße aus Bayrisch Schwaben und klare Nächte ?
Josef
 
Hallo Josef,
aktuell nehme ich diese Region seit ein paar Stunden auf. Werde die Rohbilder dann am Ende mal durchblinken um den Flare Stern zu finden. 3' Südost vom Trapez?
VG Frank
 
Moin!
Ist um die Uhrzeit und zu der Position ein Reflex von einem geostationärem Satelliten vielleicht möglich? Der hat dann ja auch keine eigenbewegung? Oder Schrottteile in einem ähnlich hohen Orbit?
 
Hallo Josef,

Azimut und Altitude für geostationäre Satelliten kann man hier berechnen:



Intelsat 14 bei 45.0° West könnte z.B. passen.


Viele Grüße
Mark
 
Hi Josef, danke für deinen Bericht!
Diese Erlebnisse sind der Stoff, aus dem die Begeisterung und Ehrfurcht für die Astronomie erwächst. Denke ein stellarer Effekt im Sekundenmaßstab wäre wirklich extrem spektakulär, schon von der Lichtgeschwindigkeit her in Relation zum Sterndurchmesser.
Grüße, Nik
 
Ich gehe da auch eher von einem Sat-Flare aus. Ich beobachte seit einigen Monaten Meteore mit einer Kamera und automatischer Auswertung und in seltenen Fällen, bisher nur 3X, gelingt mir eine Flare-Aufnahme.
Zu dem Zeitpunkt, an dem der optimale Winkel für die Reflektion erreicht wird, sieht man da auf den Aufnahmen dann auch das Helligkeitsmaximum in der Mitte. Bei Betrachtung der Einzelframes sieht man ein langsames herannahen und verschwinden eines winzigen Lichtpunkts.
Anbei mal 2 Beispiele.

Grüße
Hartmut

Sat-flare-Annotated.jpg Flare-FF_DE000Q_20221030_041318_996_1031168.fits_maxpixel.jpg
 
Moin Josef,
die Deklinaton für geostationär passt genau. Jetzt ist zwar nicht die Hauptsaison dafür, aber wenn eine spiegelnde Fläche günstig steht, kann es auch jederzeit passieren. Wenn du vergleichen willst, schaue dir dieses Video an.


Gruß Helmut
 
Es war eindeutig fix und somit - nach meiner Einschätzung - stellarer Natur.
die Deklinaton für geostationär passt genau.
Geostationäre Satelliten bewegen sich aber - zwar langsam - über den Himmel... bei einer Sichtung von wenigen Sekunden könnte man das nicht differenzieren, aber dann sollten vor/nach dem Flare ja auch noch ein Objekt zu sehen sein?

lg
Niki
 
ich hatte mal etwas gesehen, wo sich spontan ein "grünes kleines Dreieck" gebildet hat und dann allmählich immer grösser wurde... im Laufe von 10-20 Minuten. Es hat sich dann herausgestellt, dass ein Satellitt Treibstoff abgegeben hat.

Was die obige Leuchterscheinung war, weiss ich freilich nicht. Vermute eher was von Menschen geschaffenen...
 
Liebe (Mit) Sternfreunde,

leider habe ich Eure geschätzten Antworten erst jetzt zur Kenntnis genommen.
Der Grund hierfür - ich wurde vom System, wider Erwarten, nicht über den Eingang diesbezüglicher Nachrichten informiert...
Insofern dachte ich schon (leicht resigniert), mein Thema war wohl nicht von Interesse...

Mitnichten, wie ich nun sehe.
Ich bin fast überwältigt von der Flut an Feedbacks und möchte auf diesem Wege jedem von Euch ganz herzlich danken! ?

Ich werde mich jetzt erstmal etwas ausführlicher mit dem Thema "Geostationäre Satelliten" etwas ausführlicher befassen.
Nochmals sei betont, das besagte sternförmige Objekt in den Gasmassen der Huygens-Region unterschied sich
IN NICHTS von einem Stern.
Weder gab es das geringste Anzeichen einer Bewegung, noch die Andeutung einer Form, die auf etwas anderes als einen Stern schließen ließe.

Grüße & CS
Josef
 
Ich werde mich jetzt erstmal etwas ausführlicher mit dem Thema "Geostationäre Satelliten" etwas ausführlicher befassen.
Nochmals sei betont, das besagte sternförmige Objekt in den Gasmassen der Huygens-Region unterschied sich
IN NICHTS von einem Stern.
Weder gab es das geringste Anzeichen einer Bewegung, noch die Andeutung einer Form, die auf etwas anderes als einen Stern schließen ließe.

Die Form der Geos ist wie ein Stern und die Bewegung ist seeehr langsam, 1/4 Grad pro Minute. Das kann sehr leicht übersehen werden. Hier spiegelt sich ja nur die Erddrehung am Himmel. Mein Video dazu ist ein Zeitraffer mit etwa 60-fachem Tempo.

Wenn du ohne Nachführung schaust, bewegt sich ein Geostationärer im Gesichtsfeld sogar überhaupt nicht. Da wandern nur die Sterne langsam weiter.

Helmut
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, das sollte ein Reflex an einem Satelliten gewesen sein. Ich hatte mal (als erst wenig erfahrender Astrofotograf) von der Gürtelregion des Orion Bilder mit Nachführung gemacht und beim Durchsehen vor dem Stacken fiel mir auf, dass sich ein Lichtpünktchen von Bild zu Bild bewegte. Und zwar um 1 Grad in 4 Minuten. Da schaltet man sofort ;-) Hab' dann nachgerechnet und konnte nachvollziehen, dass es sich um einen "Geo" handelte.

VG Tom
 
Hallo zusammen,

da passt vielleicht meine Beobachtung von gerstern Abend, ebenfalls in M42. Ich sah ein sich langsam bewegendes Objekt zw. M42 und M43, beobachtet im C11 mit einem ES 11mm 82° Okular, Helligkeit in etwa der Trapezsterne entsprechend, Gesichtsfeld ~0,32° Passage druchs Gesichtsfeld ~27 sec.
Leider war ich nicht geistesgegenwärtig genug um die Nachführung abzustellen, wenn ein Geosstationärer wäre, hätte er ja im GF bleiben müssen.

An die Rechenfüchse: Passt meine Annahme grob, dass es ein Geostationärer war. Die scheinbare Bewegung ging nach Ost, bzw. der Hintergrund nach West. Die Helligkeit war konstant und zeigt kein Flare o.ä..

Viele Grüße
Uwe
 
Die Form der Geos ist wie ein Stern und die Bewegung ist seeehr langsam, 1/4 Grad pro Minute. Das kann sehr leicht übersehen werden. Hier spiegelt sich ja nur die Erddrehung am Himmel. Mein Video dazu ist ein Zeitraffer mit etwa 60-fachem Tempo.

Wenn du ohne Nachführung schaust, bewegt sich ein Geostationärer im Gesichtsfeld sogar überhaupt nicht. Da wandern nur die Sterne langsam weiter.

Helmut
Hallo Helmut und Tom,

allmählich werden die Feedbacks überschaubarer... was das (individuelle) Antworten erleichtert ;)

In der Tat, ich hatte mich schon lange gefragt - wie schnell sind diese "Geo's" eigentlich?
Resp., mit welcher Geschwindigkeit bewegen sie sich relativ zu den Sternen?

Mit Euren diesbezüglichen,
sehr hilfreichen, Angaben habe ich jetzt eine praktische Vorstellung davon.

Nun - 1/4 Grad pro Minute entspricht ja 15 Bogenminuten.
Also eine Bogenminute pro vier Sekunden.
Da sich das nadelpunktfeine, absolut sternförmige Objekt in unmittelbarer Nähe (max.3', eher nur 2' zu Theta Orionis bzw. dem Trapez befand, hätte ich, während der kompletten Zeit der Sichtung (insgesamt immerhin drei Sekunden) eine Bewegung (so es sie denn gab), eigentlich erkennen müssen.
Selbst ohne Nachführung.

Immerhin würde sich ein Geo in 3Sek. also vor dem stellaren Hintergrund 45 Bogensekunden weiterbewegen - entsprechend dem (scheinbaren) Durchmesser des Planeten Jupiter.

Es gab aber keinerlei Bewegung.
Der "Stern" blieb definitiv am Ort fixiert.

Natürlich bin ich mir darüber im klaren, dass dieses sternartige Aufleuchten wahrscheinlich "menschengemacht" war.

Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Lichtpunkt stellarer Natur war - und sei es auch noch so unwahrscheinlich.
Ein Emisssionsnebel wie M42 wäre - zumindest theoretisch - ein dafür prädestinierter Ort.
 
Moin,

rein spekulativ hätte es auch ein stellares schwarzes Loch sein können, das vor einem Stern vorbeizog und durch den Gravitationslinseneffekt zu einer derartigen Helligkeitssteigerung führte.
Aber rein aus Wahrscheinlichkeitsbetrachtung wäre ein Meteor mit einem 'passenden' Eintrittswinkel oder auch ein Satellitenflare (und nicht alle haben ihren Orbit in West-Ost-Richtung ...) deutlich wahrscheinlicher.

Klare Nächte,
Micha
 
nee, die :alien:-Karte wird schon zu oft ausgespielt. Und die hätten sich nicht nur sekundenlang gezeigt, sondern sofort Augenzeugen beseitigt ...
Insofern bin ich's zufrieden, dass sie's nicht waren.

Im Zweifel: :coffee::giggle:

Klare Nächte,
Micha

(hier hätte ich sowas Stand heute seit Wochen eh nicht sehen können...)
 
Hallo Josef,

Azimut und Altitude für geostationäre Satelliten kann man hier berechnen:



Intelsat 14 bei 45.0° West könnte z.B. passen.


Viele Grüße
Mark
 
Um einen Geo auszuschließen wäre die exakte Zeit wichtig!
Mitternacht +/- 1 Stunde sind die Geos im Erdschatten, unsichtbar!


FU Orionis ist ebenso bemerkenswert! Mit einfacher Astroausrüstung sind die Flaresterne in den Plejaden erkennbar.

VG Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Mark,

danke Dir für die Links.

Allerdings scheint mir die exakte Ermittlung, welcher "Geo" sich zur fraglichen Zeit, von meinem Beobachtungsort aus gesehen, in 2-3 Bogenminuten Abstand von Theta Orionis in M42 befand, ziemlich schwierig.
Sofern es denn überhaupt einen geostationären Satelliten gab, bei dem dies der Fall war... (!)
Was zu beweisen wäre...

Ich sehe mich damit, ehrlich gesagt, etwas überfordert und wäre Dir äußerst dankbar, wenn Du zu diesem Nachweis befähigt wärst.

Ich sperre mich ja nicht gegen eine plausible Erklärung bzw. einen Nachweis, dass es KEIN Stern war.
Ganz im Gegenteil.

Ich bin grundsätzlich sehr skeptisch und habe in 47 Jahren am Firmament noch nie etwas gesehen, was ich (mir) nicht erklären konnte.

Heute Abend habe ich mir ad hoc mal die Mühe gemacht, Erde, Sonne(nstrahlen) und einen "Geo" im Maßstab 1:100 Millionen zu skizzieren:

M42 befand sich für meinen Wohnort um 2h in etwa 10° Höhe SSW.
Die Sonne war ca. 50° unter dem Horizont NNO.
Mit diesen Saten könnte man theoretisch ermitteln, ob ein geostationärer Satellit in 36000km Entfernung projiziert auf M42, SICH ÜBERHAUPT AUßERHALB DES ERDSCHATTENS BEFAND!

Das Problem ist beim haptischen Zeichnen jedoch die Zweidimensionalität.
Hier ist aber zwingend die dritte Dimension zu berücksichtigen!

Meine Frage:
Gibt es in diesem Forum einen "Rechenkünstler", der nachweisen kann , ob ein möglicher "Geo" - in der genannten Konstellation - VON DER SONNE ANGESTRAHLT WERDEN KONNTE?

Die Klärung dieser Frage wäre ja die erstmal die entscheidende Basis, um einer zielführenden Antwort nach der wahren Natur des sternartigen Flares in M42 näher zu kommen!
 
Um einen Geo auszuschließen wäre die exakte Zeit wichtig!
Mitternacht +/- 1 Stunde sind die Geos im Erdschatten, unsichtbar!


FU Orionis ist ebenso bemerkenswert! Mit einfacher Astroausrüstung sind die Flaresterne in den Plejaden erkennbar.

VG Frank
Hallo Frank,

habe Deinen jüngsten Beitrag soeben gelesen.
Du bringst zwei sehr interessante und hilfreiche Aspekte!
 
PS:
Leider habe ich mir die exakte Uhrzeit der Sichtung nicht aufgeschrieben.
Es war mit Sicherheit im Zeitraum "Mitternacht +- eine bis zwei Stunden".
Was, für sich genommen, weder etwas beweist, noch etwas ausschließt.
Ich kann nur noch einmal bekräftigen:
Nach meiner Einschätzung, basierend auf 47 Jahren praktischer Astronomie, war es kein geostationärer Satellit.
Die Bewegung in den genannten insgesamt 3 Sekunden war gleich Null.
Der "neue" Stern sah exakt aus wie die anderen, helleren Sterne in M42.

Jeder von Euch, der dasselbe gesehen hätte, wäre, wie ich auch, subjektiv überzeugt gewesen, dass dies ein Stern war.
Beweisen kann ich das natürlich nicht.
Es bleibt schwierig...
 
Hallo Josef!
Die Geos schneiden zu den Äquinoktien die Ekliptik und sind dabei mittig im Erdschatten! Zeitdauer 70 Minuten. Jetzt im Januar stehen sie unterhalb des Erdschatten im vollen Sonnenlicht, auch nachts! Fotografiere die Gegend einfach mit feststehender Kamera, Alt/Az wie zur Zeit der Sichtung. Darkabzug nicht vergessen! 30s-1min BLZ. Bildreihe erstellen. Da alles additiv verrechnen. Ist da ein Lichtpunkt oder nicht?
VG Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Geos schneiden zu den Äquinoktien die Ekliptik und sind dabei mittig im Erdschatten! Zeitdauer 70 Minuten. Jetzt im Januar stehen sie unterhalb des Erdschatten im vollen Sonnenlicht, auch nachts!

Hier werden als Zeiträume für die "eclipse season" ungefähr 28. Februar - 11. April und 2. September - 14. Oktober angegeben:


Mit diesem Link kann man den Zeitraum genauer berechnen, aber er ändert sich nur um 1 oder 2 Tage:


Allerdings scheint mir die exakte Ermittlung, welcher "Geo" sich zur fraglichen Zeit, von meinem Beobachtungsort aus gesehen, in 2-3 Bogenminuten Abstand von Theta Orionis in M42 befand, ziemlich schwierig.
Sofern es denn überhaupt einen geostationären Satelliten gab, bei dem dies der Fall war... (!)
Was zu beweisen wäre...

Mit dem Standort und der Beobachtungszeit könntest du die Alt/Az-Koordinaten von dieser Stelle bei Theta Orionis bestimmen, z.B. mit Stellarium. Wenn man den Standort hier einträgt, kann man dann die geostationären Satelliten in der Liste durchprobieren, ob die Koordinaten passen:


Viele Grüße
Mark
 
Der Erdschatten hat in dieser Entfernung nur einen Radius von rund 10 Grad. Die Deklination der Sonne ist jetzt noch viel südlicher. Die Geos kommen zurzeit also nicht in den Schatten.
... und Josef - merke dir doch mal die Zeit um Anfang März vor. Da hat die Sonne rund 7 Grad südlicher Deklination und du kannst die Geos gezielt anvisieren, weil sie dann am häufigsten flaren, und zwar etwa 8-10 Grad links oder rechts neben dem Punkt, der der Sonne genau gegenüber steht. Dazwischen ist dann der Erdschatten. Dann siehst du ja, ob das deine Sichtung erklären könnte.

Helmut
 
Hallo Josef!
Die Geos schneiden zu den Äquinoktien die Ekliptik und sind dabei mittig im Erdschatten! Zeitdauer 70 Minuten. Jetzt im Januar stehen sie unterhalb des Erdschatten im vollen Sonnenlicht, auch nachts! Fotografiere die Gegend einfach mit feststehender Kamera, Alt/Az wie zur Zeit der Sichtung. Darkabzug nicht vergessen! 30s-1min BLZ. Bildreihe erstellen. Da alles additiv verrechnen. Ist da ein Lichtpunkt oder nicht?
VG Frank

Hallo Frank,

inzwischen habe mich ein bisschen eingearbeitet in das Thema "Geostationäre Satelliten".
Zumindest weiß ich jetzt, dass die Himmelsgegend, die am 17. Januar - in 36000Km Entfernung von der Erde - vor M42 projiziert war, definitiv nicht im Erdschatten war.

Meine Sichtung könnte also prinzipiell ein Geo gewesen sein.
Was mich hieran dennoch ein wenig zweifeln lässt, ist die Tatsache,
dass "mein Stern" in/vor M42 nicht das geringste Anzeichen einer Bewegung erkennen ließ.
Und meine Augen sind in dieser Hinsicht
- nach vielen tausend Stunden am Okular, ziemlich feine "Seismografen".
 
Der Erdschatten hat in dieser Entfernung nur einen Radius von rund 10 Grad. Die Deklination der Sonne ist jetzt noch viel südlicher. Die Geos kommen zurzeit also nicht in den Schatten.
... und Josef - merke dir doch mal die Zeit um Anfang März vor. Da hat die Sonne rund 7 Grad südlicher Deklination und du kannst die Geos gezielt anvisieren, weil sie dann am häufigsten flaren, und zwar etwa 8-10 Grad links oder rechts neben dem Punkt, der der Sonne genau gegenüber steht. Dazwischen ist dann der Erdschatten. Dann siehst du ja, ob das deine Sichtung erklären könnte.

Helmut

Hallo Helmut,

danke auch Dir für Deine wertvollen Beiträge.
Im Prinzip gilt das, was ich soeben an Frank geschrieben habe.

Grüße & CS
Josef
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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