Polar Ungenauigkeiten

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julian000

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Liebes Astroforum,
Ich habe heute Abend meine Neq6 ausgerichtet auf Polaris OHNE Teleskop. Polaris war perfekt im Kreis und die Gewichtsstange hing vom Polsucher aus gesehen auf ca. 9 Uhr. So wie das Programm Stargate PA mir auch korrekt mitgeteilt hatte. Trotzdem hat meine Handsteuerung eine Abweichung von 2-5 und 4-10 Minuten. Ich bin Verzweifelt und verliere so langsam die Geduld. Was tun ?
 
Moin,
was meinst Du mit Deine "Handsteuerung hat eine Abweichung"? Die Abweichung von der korrekten Position des Pols kann die Handsteuerung doch gar nicht wissen. Falls Du allerdings meinst, dass die angefahrenen Objekte eine Abweichung von der tatsächlichen Position am Himmel haben, dann hat das nichts mit der Polausrichtung zu tun. Die machst Du nur, damit die Montierung möglichst genau nachführt. Für ein präzsises Goto musst Du nach der Polausrichtung ein Alignment durchführen. Das sind zwei Paar Schuh.
Gruß
André
 
Wegen solchen "Abweichungen" braucht man sich nicht den Kopf machen.
Dadurch, das Du erst nachher das Teleskop aufsetzt (warum?) wird die Abweichung mit aufgesatteltem Teleskop vermutlich deutlich größer.
 
Ja, die Abweichungen kannst du wirklich getrost vergessen. Das sind sicher Diskrepanzen zwischen den GPS Koordinaten und den eingegeben Werten, wie die Kollegen schon schrieben. Evtl. Berücksichtigt die eine App auch noch die Refraktion, die andere nicht? Ich würde mal behaupten, dass man das über den Polsucher eh nicht so genau eingestellt bekommt und mit etwas Last vom Teleskop auf der Montierung verschiebt sich das eh wieder. Genauer bekommt man das halt hin, wenn man Software zur Unterstützung bei der Poleinstellung verwendet. Aber selbst da, jedenfalls bei meinen Brennweiten <600mm, lass ich es bei Polaufstellungsfehlern <5' gut sein. Den Rest bekommt das Guiding locker in den Griff. Einfach mal ausprobieren und nicht drüber ärgern :)
CS
André
 
Ja, die Abweichungen kannst du wirklich getrost vergessen. Das sind sicher Diskrepanzen zwischen den GPS Koordinaten und den eingegeben Werten, wie die Kollegen schon schrieben. Evtl. Berücksichtigt die eine App auch noch die Refraktion, die andere nicht? Ich würde mal behaupten, dass man das über den Polsucher eh nicht so genau eingestellt bekommt und mit etwas Last vom Teleskop auf der Montierung verschiebt sich das eh wieder. Genauer bekommt man das halt hin, wenn man Software zur Unterstützung bei der Poleinstellung verwendet. Aber selbst da, jedenfalls bei meinen Brennweiten <600mm, lass ich es bei Polaufstellungsfehlern <5' gut sein. Den Rest bekommt das Guiding locker in den Griff. Einfach mal ausprobieren und nicht drüber ärgern :)
CS
André
Hm irgendwie habe ich dennoch das problem dass dann Andromeda nach 1.15 sec striche zieht :/
Lg,
 
Moin,
was meinst Du mit Deine "Handsteuerung hat eine Abweichung"? Die Abweichung von der korrekten Position des Pols kann die Handsteuerung doch gar nicht wissen. Falls Du allerdings meinst, dass die angefahrenen Objekte eine Abweichung von der tatsächlichen Position am Himmel haben, dann hat das nichts mit der Polausrichtung zu tun. Die machst Du nur, damit die Montierung möglichst genau nachführt. Für ein präzsises Goto musst Du nach der Polausrichtung ein Alignment durchführen. Das sind zwei Paar Schuh.
Gruß
André
Ja genau meine Nachführgenauigkeit ist daneben. Ich kann höchstens 1 minute 15 Belichten.
 
Die Monti lässt sich nicht mehr bewegen, (Polschrauben und diese links rechts schrauben). Um sie auf Norden zu richten, muss ich immer die schraube unten zum Beine feststellen lösen und dann erst kann ich den kopf nach links/rechts bewegen zum Einnorden.
Ach du meine Güte. Da würde ich mal schleunigst ran gehen. So macht Astronomie doch keinen Spaß.
 
Oh man, das klingt ja übel. Ich hoffe, das ist keine neue Montierung. Die Originalschrauben für die Polhöhe sind bei der EQ6 etwas murksig. Ich hatte die damals gleich gegen andere ausgetauscht. Vermutlich sind die bei deiner Neq6 jetzt verbogen, oder?
Jedenfalls kannst Du unmöglich die Polhöhe vernünftig einstellen, indem Du am Stativbein schraubst.
 
Oh man, das klingt ja übel. Ich hoffe, das ist keine neue Montierung. Die Originalschrauben für die Polhöhe sind bei der EQ6 etwas murksig. Ich hatte die damals gleich gegen andere ausgetauscht. Vermutlich sind die bei deiner Neq6 jetzt verbogen, oder?
Jedenfalls kannst Du unmöglich die Polhöhe vernünftig einstellen, indem Du am Stativbein schraubst.
Ich hoffe mein Problem ist jetzt leichter zu verstehen? Das ist eine Neq 6 die vor 3 monaten im ts service war.
 

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Wo ist jetzt das Problem?
Trenne die Montierung vom Stativ und schau nach den Schrauben, ob sie verbogen sind.

Kann es sein, das du nicht genau weist, wie man die Montierung auf dem Stativ richtig einstellt?
 
Wo ist jetzt das Problem?
Trenne die Montierung vom Stativ und schau nach den Schrauben, ob sie verbogen sind.

Kann es sein, das du nicht genau weist, wie man die Montierung auf dem Stativ richtig einstellt?
Also wenn ich nicht ganz doof bin meine ich, dass ich die Monti nach norden mit diesem Dornen stelle, dann die Polhöhe einstelle. Danach suche ich polaris mit den Seitenschrauben.
Für mich ist es nur fraglich, warum sich die seiten nur bewegen wenn unten diese stativ schraube offen ist, wenn ich angeblich mit Teleskop polaris anvisieren soll. Das 200pds plus die 10kg gewichte schraube ich nicht von dem Fuß los. Kippt das nicht um?! Oder bin ich falsch
 
Hallo!
Schau Dir vielleicht auch nochmal an, was die beiden Schraubenpaare eigentlich genau bewirken. Du drückst damit ja jeweils von zwei Seiten gegen einen Pin. Wenn Du die eine Schraube löst, kannst Du mit der anderen Schrauben gegen den Pin drücken und damit den Montierungskopf verdrehen. Die müssen halt immer gleichzeitig betätigt werden. Eine Schraube lösen und mit der anderen Schraube drücken. Ziehen geht bei der Konstruktion nicht.
Mit der zentralen Schraube im Stativ werden die Flächen zwischen Montierungskopf und Stativ aufeinander gepresst. Wenn die Schraube fest angezogen ist, kannst Du im Azimut nichts mehr verstellen.
Wenn die Polhöhe zu schwergängig läuft, kann es auch sein, dass die Achse zu fest verschraubt wurde. Ich meine, dass sich hinter einer der schwarzen Plastikkappen die Schraube für die Bestigung der Achse befindet. Sollte es gar nicht gehen, kann man die vielleicht mal etwas lockern.
CS
André
 
Moin, noch ein kleiner Tipp...wenn man Zwischen Montierungskopf und Stativplatte auf der der Kopf aufgesetzt wird und dann mit der zentralen Schraube verschraubt wird ein bisschen klares z.B. Kugellagerfett schmiert (sollte halt sehr Zähfließend und Witterungsbeständig sein) - wirklich nur einen dünnen Film - dann gleitet das wesentlich besser und man kann die zentrale Schraube recht fest ziehen ohne dass der Kopf beim Einstellen von Azimuth hängt.
Viele Grüße Ben
 
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