Hallo Glückspilz!
Was mich interessiert, war das Leuchten auch visuell zu sehen? Woher wußtest du, das es sichtbar ist in der Nacht?
VG Frank
Servus,
am 26.02.2023, um ca. 22:31 Uhr herum war bei mir in Nordbayern der stärkste Ausbruch, fotografisch. Sichtbar war nur ein Hauch wegen des Mondes und Lichtverschmutzung. An der Küste bei ca. 53 Grad Nord war das sicher sichtbar. Das beweisen auch die Einträge beim AKM:
www.polarlicht-archiv.de
Am besten du schaust hier regelmäßig nach:
Polarlicht-Vorhersage für Deutschland
Andreas Möller betreibt die Website wohl, auch Miglied beim AKM. Wenn dort eine Warnung angezeigt (nicht zu übersehen), kann man recht sicher sein das nach der angegebenen Zeit von 1 bis 3 Tage ein CME auf unser Erdmagnetfeld trifft. Es gibt dort auch eine Warnliste (Mailverteiler), bei der man sich eintragen kann!!!
Für die Planung, wann man auf die Kamera schauen sollte, bzw. diese einschalten sollte, kann man die dort beworbene Android App auf dem Smarthpone nutzen. Die App warnt aber mit der Vorhersage nur ca. 20 bis 30 Minuten im voraus, wenn man die Benachrichtigung am Smartphone so eingestellt hat!!! (Deshalb auch die Warnliste nutzen). Bei der App, dort sieht man zwei wichtige Grafiken:
Meine Erkenntnisse: Links ist die Vorhersage. Wenn die grüne Kurve nach oben steigt (steil) dann sollte man sich vorbereiten die Kamera anzuschalten. Die Vorhersagekurve nimmt wohl die Daten des DSCOVR Satelliten (Nachfolger vom ACE, der geht 2024 außer Betrieb). Beide Satelliten, ACE als auch DSCOVR sind am Lagrange Punkt L1. Wenn dort der erste Teil vom CME detektiert wurde, schlagen diverse Instrumente aus. Die grüne Kurve fasst diese in einer Korrelation als Vorhersage zusammen. Je nach Geschwindigkeit vom CME hat man dann zwischen ca. 20 bis max. 40 Minuten, dann trifft der erste Teil des CME auf das Erdmagnetfeld.
Wenn dass passiert geht die Kurve, oder besser die Balkengrafik rechts, meist, sehr steil nach oben (wird wohl ca. alle 2 Minuten aktualisiert).
Beide Grafiken beziehen sich auf diese Quelle:
http://www.theusner.eu/, bzw. die rechte Grafik von oben findest du direkt hier:
Polarlichtwahrscheinlichkeit in Echtzeit
Wenn die recht Grafik dann so aussieht, habe ich bei knapp 50. Breitegrad fotografisch schon viel aufnehmen können:
Zeitweise bei den Peaks war die Wahrscheinlichkeit noch viel, viel höher!
Wenn die Peaks dann mal so aussehen wie hier 2015, muss man visuell eigentlich schon etwas erkennen, an der Küste bei 53. Grad Nord auf jeden Fall deutlich:
Ich hoffe das hilft für den Einstieg. Zumindest gehen mir dadurch solche Möglichkeiten nun kaum mehr durch die Lappen.

Hoffe ich zumindest auch für die Zukunft...
Grüße,
Florian