Polsucher und Teleskop sind nicht auf der gleichen optischen Achse

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Kaldun

Mitglied
Hallo Zusammen,

Ich Hoffe Ihr könnt mir helfen!
Ich habe meine erste paralaktische Montierung für visuelle Beobachtung. Davor 2 Jahre 8" Dobson-Erfahrung.

Ausrüstung:
HEQ-5 pro (gebraucht)
Polar Clock APP
Skywatcher 200 PDS f/5 (gebraucht )

Habe momentan nur auf dem Balkon getestet (vielleicht relevant für Problem 1)

Problem 1:
- Ich Stelle das Stativ "ins Wasser " ,
- Danach kommt die Montierung,
- (Mein Breitengrad 49°24') also stelle ich die Montierung auf 49°
- Wasserlibelle/ Dosenlibelle ist NICHT "im Wasser" !
- Gegengewichte
- Teleskop
- Teleskop und Gegengewichte balancieren
- beim einstellen der Polaris im Polsucher muss ich Breitengrad auf ca. 56° hochgehen, damit die Polaris wie in der Polar Clock APP steht.
Ist es normal, dass der Breitengrad so abweicht bei mir? Wenn es nicht normalist, was mache ich falsch?

Problem 2:
Nach dem Polaris im Polsucher da ist, wie die APP es mir Zeigt, sehe ich die Polaris NICHT im Okular. Im Sucher ist die Polaris oben rechts zu sehen.
Wenn ich nicht die Montierung, sondern Teleskop einnorde, ist die Polaris nich im Polsucher. Also stehen der Polsucher und der Teleskop nicht in der gleichen optischen Achse.

In beiden Fällen zeigt die Ausrüstung nicht auf die gewünschte Objekte, sondern irgendwo neben. Bei Lichtstarken Objekten, oder bei "einfachen Objekten" geht es noch. Mit der Sternenkarte führe ich die Ausrüstung, mittels Pfeiltasten, auf das gewünschte Objekt. Aber mit lichtschwachen Objekten oder Objekten mit weniger markanten Sternen in der Gegend ist es blöd.

Was mache ich falsch?
Wie kann man die Probleme lösen?

Danke euch
Vitali

PS
Nach dem Kauf der Montierung habe Polsucher, mittels 180° Drehung der RA-Achse, getestet. Polsucher war justiert.
 
Hallo Vitali,

Teleskop und Polarsucjer müssen nicht gleichzeitig auf Polaris schauen.
Der Hinmelspol liegt zu dem etwas neben Polaris.

Einnorden via Polsucher, dazu gibt es zahlreiche Anleitungen online.

Anschließend machst du mit deiner Montierung, ein sogenanntes 3-Steren Alignment, damit die Montierung weiß wo das Teleskop hinschaut und anschließend die Beobachtungsobjekte richtig anfahren kann.

Das ist jetzt das Wesentliche in stark verkürzter Form. Du findest rund um das Ganze zahlreiche Videotutorials und geschriebene Anleitungen im Netz.

Viel Erfolg,
Alex
 
Hallo Alex,

Danke für die Antwort!
Ich habe bereits etwas zu diesem Thema gelesen und auch Videos angeschaut.

Anschließend machst du mit deiner Montierung, ein sogenanntes 3-Steren Alignment, damit die Montierung weiß wo das Teleskop hinschaut
Das erledige ich auch und trotzdem zeigt die Ausrüstung nicht auf das gewünschte Objekt. Wenn das gewünschte Objekt Polar Stern ist, kann ich die Ausrüstung mittels Pfeiltasten nicht auf die Polaris korrigieren. Dieses Stern scheint auser "Reichweite " der Ausrüstung zu sein
Der Hinmelspol liegt zu dem etwas neben Polaris
Das ist mir bewusst, ich bin davon ausgegangen, dass Polaris zumindest im 82° Okular sichtbar sein soll. Zudem kommt noch das Problem, das Polaris ist überhaupt nich anfahrbar ist.

VG
Vitali
 
Hallo Vitali,
schau mal, ob Dein Polsucher eventuell verkippt ist. Also einfach einen markanten Punkt am Horizont damit anpeilen und dann die RA-Achse drehen. Dabei sollte anvisierte Punkt zentral im Sucher stehen bleiben. Falls nicht, muss der Polsucher justiert werden.

Die Dosenlibellen im Stativ oder in der Montierung sind auch gerne schon mal schief eingeklebt. Davon würde ich mich nicht irritieren lassen. Davon abgesehen ist die genaue Ausrichtung mit der Wasserwaage aber auch nicht wirklich nötig. Die Nord/Süd Komponente der Abweichung von der Ebene korrigierst Du ja mit der Einstellung der Polhöhe an der Montierung. Die Ost/West Abweichung mit dem Alignment der Montierung.
Gruß
André
 
Hallo Vitali,

Ich habe meine erste paralaktische Montierung für visuelle Beobachtung.
für rein visuelles Beobachten reicht ein grobes Einnorden.
Mit dem Polsucher, bei rein visueller Beobachtung, meiner EQ6-R habe ich mich auch anfangs rumgeschlagen :mad:.
- Stell Deine Montierung einigermaßen in's Wasser.
- Deinen Breitengrad am Polblock einstellen.
- Ausrichtung mit dem Kompass nach Norden.
- Teleskop drauf mit allem was man für das visuelle Beobachten braucht. Okular, Sucher,...
- Gut ausbalancieren
- Homeposition einstellen. Öffnung weist nach Norden, Gegengewichtsstange zum Boden.
- Montierung einschalten. Dann bitte nicht mehr Achsklemmung lösen und händisch etwas verstellen. Wenn elektrisch, weiter elektrisch.
- Dateneingabe tätigen. ACHTUNG Datum amerikanische Schreibweise, an die Sommerzeit denken, ...
- zwei-, oder drei Sterne-Alignment auswählen
Der erste Stern wird nie sauber angefahren, also mit den Pfeiltasten gut im Okular zentrieren.
Der zweite Stern wird dann schon besser angefahren. Gegebenenfalls wieder mit den Pfeiltasten sauber im Okular zentrieren.
Wenn drei Sterne gewählt wurde, gleiche Prozedur.
Zum zentrieren hilft es denn Stern zu defokussieren, damit er sich aufbläht. Oder eben ein (beleuchtetes) Fadenkreuzokular benutzen.

Mit der Dateneingabe sagst Du deinem GoTo grob wo Deine Montierung steht. Mit einem GPS-Dongle (Achtung teuer) kann man sich die Dateneingabe sparen.
Sinnvoll oder nicht... :cool:
Mit dem Alignment wird das "einprogrammierte" Himmelsbild mit dem realen abgeglichen. Danach weiß die Montierung/GoTo genau wo sie steht.
Genaueres hier:
Was ist eigentlich … Alignment?

So wie beschrieben funktioniert das gut.
Wenn das alles gelaufen ist, tunlichst die Montierung nicht mehr verschubsen, kein manuelles Eingreifen, also Achsklemmungen lösen, etc. usw..
Sonnst war alles für die Katz und Du kannst von Vorne anfangen.
Das muss auch jedes mal, wenn die Montierung aufgestellt wird, durchgeführt werden, außer sie steht stationär.
110% mittig wird's nicht sein. Da kann man dann mit syncen nachhelfen.

Das herumkrabbeln auf dem Boden (selbst mit Winkeleinblick) um an den Polsucher zu kommen habe ich mir bei der rein visuellen Beobachtung recht zügig abgewöhnt.
Genaues Einnorden ist zwingend erforderlich wenn es um die klassische Astrofotografie geht.
Für visuelle Beobachtung reicht grobes Einnorden.
 
Hallo Linsensuppe,

Danke für die ausführliche Antwort.
Ich mach genau so wie du es beschrieben hast, bis auf die Tatsache das ich die Montierung mit dem Polsucher, bis jetzt, einnorde.
Bei 3 Sterne Alignment muss ich leider alle 3 Sterne mittels Pfeiltasten korrigieren. Dabei wird es bei keinem von 3 Sterne besser.
Ich probiere als nächstes mit dem "groben " einnorden. Mal sehen ob es besser wird.

Danke
 
Hallo Vitali,

Ich probiere als nächstes mit dem "groben " einnorden.
grob deshalb, da man nicht so penibel wie bei der Astrofotografie vorgehen muss.
Also nicht einfach hinstellen und schauen "jau, da ist ungefähr Norden".
Das einfach hinstellen geht natürlich auch, aber da braucht's dann ein paar elektronische Helferlein.

Bei 3 Sterne Alignment muss ich leider alle 3 Sterne mittels Pfeiltasten korrigieren.
die Montierung muss schon Richtung Norden schauen.
Ich weiß jetzt nicht wie das Stativ der HEQ-5 pro aussieht. Bei meiner EQ6-R ist auf dem Stativteller so ein Stahlbolzen, an dem die AZ-Schrauben anschlagen. Dieser sollte nach Norden schauen, am Besten mit dem Kompass. So ein Kompass ist relativ empfindlich wenn Metall in der Nähe ist. Egal ob jetzt die Montierung selbst oder irgendwelches andere metallische Gedöns. Also Abstand halten.
Dann kannst Du, wenn es nötig sein sollte, mit den AZ-Schrauben fein nivellieren.
Bei mir auf dem Balkon kann ich fast gar nicht mit Kompass arbeiten, da der Balkon komplett mit klein gelochten Metallgittern rundum versehen ist :sick:. Dann natürlich noch neben mir und über mir :eek:.
Da muss sogar das GPS meiner Montierung gelegentlich ein, zwei Anläufe mehr nehmen.

Mal eine andere Frage, warum für visuelles Beobachten eine EQ-Montierung, dazu noch mit Newton?
Nachvollziehbar wenn später klassische Astrofotografie fest geplant ist. Wenn nicht, ist für mich das praktischste und den wenigsten Fallstricken behaftet eine Alt/AZ Montierung mit Teleskopen die einen rückwärtigen Einblick haben.
Aber auch ein Newton ist da wesentlich entspannter zu nutzen. Keine sportlich zu erreichenden Positionen des OAZ, kein Verdrehen in den Rohrschellen.

Keine Panik, ich will Dir Deine EQ-Montierung nicht ausreden. Die HEQ5 ist eine gute Montierung.
Deine Entscheidung zählt und keine andere.
 
DerOndre
Danke sehr für die Hinweise.
Davon abgesehen ist die genaue Ausrichtung mit der Wasserwaage aber auch nicht wirklich nötig. Die Nord/Süd Komponente der Abweichung von der Ebene korrigierst Du ja mit der Einstellung der Polhöhe an der Montierung. Die Ost/West Abweichung mit dem Alignment der Montierung.
Ich bin davon ausgegangen, dass Montierung im Wasser sein muss, um präzise Aufsuchen und Nachführung der Montierungzuermöglichen.

VG
Vitali
 
Ich bin davon ausgegangen, dass Montierung im Wasser sein muss, um präzise Aufsuchen und Nachführung der Montierungzuermöglichen.
Das ist nur bei altazimutalen Montierungen mit Goto erforderlich. Bei parallaktischen Montierungen kommt es hingegen nur darauf an, dass die Stundenachse auf den Himmelspol ausgerichtet ist. Ob das Stativ darunter im Wasser steht oder nicht, ist dabei nicht wichtig.

Gruß, Peter
 
Drei Dinge fallen mir dazu ein.

Erstens
Die Libelle ist fast nie auber eingebaut. "Im Wasser" muss also nix heißen.

Zweitens
Polsucher sind bei Skywatcher nicht unbedingt sauber zur Ra Achse justiert.
erster potentieller Winkelfehler

Drittens
Das Teleskop kann auch einen Winkel zur RA Achse haben, den man an den Rohrschellen einstellen muss.
zweiter potentieller Winkelfehler

erstens ist egal.
zweitens kann das Alignment stören
drittens kann es unmöglich den Polarstern ins Bild zu bekommen

LG
Olli
 
- (Mein Breitengrad 49°24') also stelle ich die Montierung auf 49°
- beim einstellen der Polaris im Polsucher muss ich Breitengrad auf ca. 56° hochgehen, damit die Polaris wie in der Polar Clock APP steht.
Ist es normal, dass der Breitengrad so abweicht bei mir?
Hallo Vitali, nein das ist gar nicht normal. Da scheint etwas mit der Polhöhenskala und/oder mit dem Polsucher nicht zu stimmen. Wenn möglich sollte sich mal ein Sachkundiger deine Montierung anschauen.

Gruß, Peter
 
Linsensuppe,

Ich weiß jetzt nicht wie das Stativ der HEQ-5 pro aussieht. Bei meiner EQ6-R ist auf dem Stativteller so ein Stahlbolzen, an dem die AZ-Schrauben anschlagen.
Den Bolzen habe ich auch.

Einen Kompass besitze ich noch nicht, aber ich kann fur den Anfang auch Kompass-APP benutzen oder an der Polaris sich orientieren.

Mal eine andere Frage, warum für visuelles Beobachten eine EQ-Montierung, dazu noch mit Newton?
Nachvollziehbar wenn später klassische Astrofotografie fest geplant ist. Wenn nicht, ist für mich das praktischste und den wenigsten Fallstricken behaftet eine Alt/AZ Montierung mit Teleskopen die einen rückwärtigen Einblick haben.
Aber auch ein Newton ist da wesentlich entspannter zu nutzen. Keine sportlich zu erreichenden Positionen des OAZ, kein Verdrehen in den Rohrschellen.
Ich kannte bislang nur Dobson also asimutale Montierung.
Es sind mehrere Überlegungen die mich zu HEQ-5 + Newton geführt haben.
1. Ich wollte weniger wertvolle Zeit mit dem Aufsuchen verbringen, um mehr Zeit für die Beobachtung zuhaben.
2. Die Möglichkeit der Astrofotographi möchte ich freihalten. Ich kann mir nicht oft etwas neues leisten, also ein Mal kaufen für möglichst viele Eventualitäten.
3. Durch lesen und YouTube bekam ich Eindruck das EQ garnicht so kompliziert ist. Es sind meine erste Schritte mit EQ. Ich gehe davon aus, dass es besser wird.
5. AZ Monti hier muss ich zugeben: habe garnicht im Blick gehabt, und deshalb mich auch garnicht darüber informiert.
4. 8" Öffnung (ich habe keinen Vergleich) wollte ich beibehalten. Hier geht es wieder ums Geld- Newton ist halt das günstigste.

Häte ich die Möglichkeit vorher mit unterschiedlichen Teleskopen und unterschiedlichen Meinungen zu besprechen, wäre meine Entscheidung vielleicht anders. Jetzt werde ich meine Erfahrungen mit EQ sammeln ;)

Gruß
Vitali
 
Ich bin davon ausgegangen, dass Montierung im Wasser sein muss, um präzise Aufsuchen und Nachführung der Montierungzuermöglichen.
im Grunde kannst die EQ-Montierung auch an die Wand nageln, wie hier im Forum jemand mal geäußert hat.

Solange das hier
Bei parallaktischen Montierungen kommt es hingegen nur darauf an, dass die Stundenachse auf den Himmelspol ausgerichtet ist.
stimmt.
 
Drei Dinge fallen mir dazu ein.

Erstens
Die Libelle ist fast nie auber eingebaut. "Im Wasser" muss also nix heißen.

Zweitens
Polsucher sind bei Skywatcher nicht unbedingt sauber zur Ra Achse justiert.
erster potentieller Winkelfehler

Drittens
Das Teleskop kann auch einen Winkel zur RA Achse haben, den man an den Rohrschellen einstellen muss.
zweiter potentieller Winkelfehler

erstens ist egal.
zweitens kann das Alignment stören
drittens kann es unmöglich den Polarstern ins Bild zu bekommen

LG
Olli
Hallo Olli,

Danke für die Lösungsvorschläge!

Erstens - ignorieren!
Zweitens - justieren durch drehen der RA-Achse? Ist erledigt.
Drittens - habe leider keine Ahnung wie ich das lösen kann.

VG
Vitali
 
1. Ich wollte weniger wertvolle Zeit mit dem Aufsuchen verbringen, um mehr Zeit für die Beobachtung zuhaben.
Alt/AZ gäbe es auch mit GoTo.
Sogar Dobson mit PushTo oder ähnlichem. EQ-Plattform würde das manuelle Nachführen sparen und dann wäre später sogar EAA möglich.

2. Die Möglichkeit der Astrofotographi möchte ich freihalten. Ich kann mir nicht oft etwas neues leisten, also ein Mal kaufen für möglichst viele Eventualitäten.
wie schon erwähnt, dann ist EQ natürlich sinnvoll. Montierungen wird man sich nicht so oft anschaffen wie Teleskope.

3. Durch lesen und YouTube bekam ich Eindruck das EQ garnicht so kompliziert ist. Es sind meine erste Schritte mit EQ. Ich gehe davon aus, dass es besser wird.
nun ja etwas komplexer ist das schon als Alt/AZ. Aber doch keine Raketenwissenschaft.

5. AZ Monti hier muss ich zugeben: habe garnicht im Blick gehabt, und deshalb mich auch garnicht darüber informiert.
;) das soll öfter vorkommen.
Ich bin begeistert davon, einfach einfach eben.
Wenn das liebe Geld nicht wäre. Denn Alt/AZ die 8" Newton tragen werden teuer. Da ist die HEQ5 halt günstiger.
Da bist aber mit den 200/1000-er Newton fotografisch an der oberen Grenze.

Hier geht es wieder ums Geld- Newton ist halt das günstigste.
das ist wohl wahr.
 
Hallo Vitali, nein das ist gar nicht normal. Da scheint etwas mit der Polhöhenskala und/oder mit dem Polsucher nicht zu stimmen. Wenn möglich sollte sich mal ein Sachkundiger deine Montierung anschauen.

Gruß, Peter
Peter danke!

Kannst du jemanden in der Nähe Heidelberg empfehlen?
Kann es daran liegen, dass die Monti nicht auf dem Boden (im Sinne Erdoberfläche) steht, sondern auf dem Balkon?

VG
Vitali
 
Drittens
Das Teleskop kann auch einen Winkel zur RA Achse haben, den man an den Rohrschellen einstellen muss.
zweiter potentieller Winkelfehler

Olli hat damit recht, heißt Konusfehler.
Wir aber durch das 3-Sterne Aligment von der Steuerung raus gerechnet, kannst du also ignorieren.

Ich bin mir sicher in und um Heidelberg gibt es einen Astronomieverein, schau z.B. mal bei VDS nach. Die Kollegen dort freuen sich mit Sicherheit über ein neues Gesicht und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Wahrscheinlich die beste Lösung, das Ganze praktisch mit jemandem anzugehen der sich auskennt.

Viel Erfolg & Grüße,
Alex
 
Was heißt eigentlich EAA (Google Antwort habe ich)? Heißt es "visuelle Beobachtung " nur auf dem Bildschirm zB von der Couch?
A Beginner's Guide to Choosing Equipment for Deep-Sky Electronically-Assisted Astronomy (EAA)
da wird alles erklärt. Lässt sich gut mit Plugin für Firefox übersetzen.

EAA, Video-Astronomie, ...
hier noch mehr Informationen.

EAA ist nicht ganz so komplex wie klassische Astrofotografie.
Es braucht keine EQ-Montierung.
Kein Guiding.
Beides "vereinfacht" das ganze.

Du brauchst nicht diese "Lichteimer" ;). 130/650-er oder 150/750-er Newton reicht.
Geht auch mit einem SC (C8), ist aber kniffeliger.
Ich selbst nutze einen 120/1000 FH Reraktor und/oder einen 150/750 Skywatcher PDS.

Das schöne ist, das Farbe ins Spiel kommt und man sieht direkt wie sich das Bild immer besser aufbaut.
Du "siehst" halt mehr als bei der rein visuellen Beobachtung.
Natürlich kann man das ganze auch remote steuern. Sehr angenehm im Winter ;).
Lies Dir mal die beiden Links im Ruhe durch, dann bist klüger.

So mal im Schnelldurchgang.
Wenn Fragen auftauchen, fragen :D.
Mittlerweile gibt es hier genügend Foristen die EAA-lern.
 
Mal Beispiele.

Nicht das Beste was möglich ist, aber die Richtung zeigen diese Bilder.
150/750 PDS Newton, Alt/AZ GoTo, Asi 224MC, W10/11, SharpCap, Skychart, ASCOM, ASTAP.

Stack_16bits_152frames_608s_k.png


Newton_Stack_32bits_613frames_2224s.png
 
Ich Beobachte, EAA oder visuell, selten mit Filter.
Mit EAA kommst Du halt mit kleineren Öffnungen klar, wo Du bei visuell 10, 12" brauchst und farblos ;) bist.

Bitte EAA nicht als trivial betrachten.
Das Equipment ist "übersichtlicher" als bei der klassischen Astrofotografie. OK, kommt auf den "Luxus" an, den man sich gönnen will/möchte :cool:.
Auch dabei beachten das der Begriff Live-Stacking, der teilweise synonym benutzt wird, m.E. etwas irreführend ist.
Der Pferdekopf z.B. ist mit 2224 Sekunden, also knapp 40 Minuten, a 4 Sekunden pro Einzelframe gelaufen.
Also keine Rede von "Live".
Was halt passiert, ist, dass in einem "Aufwasch" die Bilder gestackt werden und Du das Ergebnis auf dem Display siehst. Ist in der klassische Astrofotografie halt hinten dran gehängt.
Was möglich ist, je nach dem wie man SharpCap einstellt, ist das man die Einzelframes abspeichern lassen kann und dann nachträglich stacken kann und dann noch die klassische Nachbearbeitung durchführt.
Den Live-Stack kannst Du jeder Zeit abbrechen, wenn das Ergebnis deinen Ansprüchen genügt. Auch kannst Du jeder Zeit einen "Zwischenstand" abspeichern.

Hier mal ein Beispiel wie das aussieht:
Bildschirmfoto_2023-02-21_23-10-15.png


EAA ist eine eine Sache die man machen kann, aber nicht muss.
Ich habe den Standpunkt, um einer ellenlangen Diskussion vorzubeugen ;), wer EAA machen will gut, wer nicht auch gut.
Ebenso, wer klassische Astrofotografie machen will gut. Wer nicht, auch gut.
Wer rein visuell bleiben will, bitte sehr gern.
Kann nur jeder für sich selbst entscheiden, wie er das Ziel die nächtlichen Himmelsobjekte erreichen will.
 
Ich Beobachte, EAA oder visuell, selten mit Filter.
Mit EAA kommst Du halt mit kleineren Öffnungen klar, wo Du bei visuell 10, 12" brauchst und farblos ;) bist.

Bitte EAA nicht als trivial betrachten.
Das Equipment ist "übersichtlicher" als bei der klassischen Astrofotografie. OK, kommt auf den "Luxus" an, den man sich gönnen will/möchte :cool:.
Auch dabei beachten das der Begriff Live-Stacking, der teilweise synonym benutzt wird, m.E. etwas irreführend ist.
Der Pferdekopf z.B. ist mit 2224 Sekunden, also knapp 40 Minuten, a 4 Sekunden pro Einzelframe gelaufen.
Also keine Rede von "Live".
Was halt passiert, ist, dass in einem "Aufwasch" die Bilder gestackt werden und Du das Ergebnis auf dem Display siehst. Ist in der klassische Astrofotografie halt hinten dran gehängt.
Was möglich ist, je nach dem wie man SharpCap einstellt, ist das man die Einzelframes abspeichern lassen kann und dann nachträglich stacken kann und dann noch die klassische Nachbearbeitung durchführt.
Den Live-Stack kannst Du jeder Zeit abbrechen, wenn das Ergebnis deinen Ansprüchen genügt. Auch kannst Du jeder Zeit einen "Zwischenstand" abspeichern.

Hier mal ein Beispiel wie das aussieht:
Den Anhang 333212 betrachten

EAA ist eine eine Sache die man machen kann, aber nicht muss.
Ich habe den Standpunkt, um einer ellenlangen Diskussion vorzubeugen ;), wer EAA machen will gut, wer nicht auch gut.
Ebenso, wer klassische Astrofotografie machen will gut. Wer nicht, auch gut.
Wer rein visuell bleiben will, bitte sehr gern.
Kann nur jeder für sich selbst entscheiden, wie er das Ziel die nächtlichen Himmelsobjekte erreichen will.
Danke für die Erklärung und für die Links


Vitali
 
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