Preisverfall bei Vixen

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Nur weil ein Teil von einem Chinesen angefertigt wurde, muss es nicht qualitativ schlechter sein als das in edlen Händen eines Deutschen oder eines Japaners angefertigtes Exemplar.

Es bleibt aber die Vermutung, dass sich die Qualität der Chinakracher durch den Wissenstransfer plötzlich nochmal einen Tacken zunimmt, und dann haben wir endlich bald das China-Monopol, und memet endlich seinen Anlagengewinn <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
Hurra, Hurra! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
Nur weil ein Teil von einem Chinesen angefertigt wurde, muss es nicht qualitativ schlechter sein als das in edlen Händen eines Deutschen oder eines Japaners angefertigtes Exemplar.

... Wissenstransfer plötzlich nochmal einen Tacken zunimmt ...
Ich habe leider noch kein hochqualitatives Spitzenprodukt aus China gesehen ...

Wissenstransfer? Was soll das sein? Überall findet man schon seit Jahren Rezepte, mit denen man Chinakrachern mit billigen Hausmittelchen in kürzester Zeit einiges mehr an Leistung beibringen kann. Die Qualität kümmtert dort aber niemanden und man muß sich das Zeug immer gründlich ansehen, überprüfen und nachbessern.
 
Re: Preisverfall nach Kauf

Moin Memet,

mir fällt darauf nur ein: Globalisierung!
Das macht uns natürlich glücklich, außer wie in Deinem Fall, das ist mehr als ärgerlich. Aber ich schließe mich hier einigen Kritikern an, es war vorherzusehen, daß das in Kürze passieren würde hier am deutschen Hochpreismarkt.

Und ein Blick ins Biete Board der letzten Monate hätte Dir anzeigen können, daß massiv verkauft wird, siehe insbesondere nur die letzten zwei Tage; Oh weia, da geht aber vielen unserer Sternenfreunde massiv das Geld aus, da ghet es Dir doch eigentlich viel besser. Was ich damit sagen möchte? Positiv Denken und wie Du richtig schriebst: Den Markt vor einem Investment genau beobachten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" />
 
Re: Preisverfall nach Kauf

Mensch, da freu i mi, das ich auf eine Haufen pfiffiger Landsleute gestossen bin <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Werde bei einer nächsten "Astronomischen Investition" bestimmt vorher anfragen, bzw. noch intensiver die Foren studieren..... Nur diesmal nicht zu lange oder noch länger!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Danke für alle Antworten
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Preisverfall nach Kauf

Hallo Dietmar,

...ich schließe mich hier einigen Kritikern an, es war vorherzusehen, daß das in Kürze passieren würde hier am deutschen Hochpreismarkt.


Und ein Blick ins Biete Board der letzten Monate hätte Dir anzeigen können, daß massiv verkauft wird, siehe insbesondere nur die letzten zwei Tage

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" /> und dann geht es einem wie den sog. Börsenspezialisten: Die tun nix anderes als den Markt beobachten und fallen dann hauffenweise auf die Schnauze <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" />

Also mir wäre da eine seriöse Preispolitik schon lieber - solche gibt´s ja auch - oder??

Gruß

Johann
 
Re: Preisverfall nach Kauf

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" /> und dann geht es einem wie den sog. Börsenspezialisten: Die tun nix anderes als den Markt beobachten und fallen dann hauffenweise auf die Schnauze <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" />
Hallo Johann,

es gibt wie überall eben die Masse diese Börsenfuzzis, vergeigen nicht nur des Anlegers Geld, auch ihr eigenes. (Reden wir mal nicht über die "sogenannten Börsenspezialisten")
Das wird auch über die Medien heftig gepflegt. Aber die seriösen, die machen Asche ohne Ende, auch in Baissezeiten.

Deshalb konnte Memet sich ja auch zur Unzeit ein zu teures Equipment kaufen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
"Tatsachen" bedeutet für mich, daß jetzt realistische Preise verlangt werden.

Werden sie das denn? Zeig mir einen einzigen Astroartikel, der beim Fachhandel in USA teurer ist als hierzulande, und ich mach 'nen Astroexport auf... Im Ernst, die deutschen Preise nicht nur von Vixen sind im internationalen Vergleich einfach überzogen, und man kann nur hoffen, daß ein funktionierender Gebrauchtmarkt bzw. internationaler Versandhandel dazu beitragen, daß die geschätzten Astrofirmen aller Art das endlich mal kapieren.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Preisverfall nach Kauf

Ja Leute,

was machen wir denn nun daraus?

Memet ärgert sich zu Recht über SEINEN Zeitpunkt und bekommt noch (sch)laue Sprüche ab.
Sorry, ich war auch dabei. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />

Die Vixen Leute tuscheln mit Syntha und im Fernglasboard versucht man zeitgleich mal wieder die
innovativen deutschen und japanischen(!?-die haben doch mit dem Sch...angefangen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />)Spitzen-Marken zu retten.
Ok, kann man vertreten, aber wenn das aus rein monetären Gesichtspunkten heraus Verzicht bedeutet,
wird es makaber und das vergessen viele gern, auch solche, die einen guten Kia fahren und den
Fernseher im Aldi kaufen, nur die Fernoptik eben nicht.

So hat jeder seine Filter auf der Brille und das ganze Thema ist so fruchtbar wie die Jungfrau Maria,
ebenso virtuell....und verändert dennoch unsere Welt genau so real.

Am sinnvollsten scheint mir,wieder Mal den Amis was nachzumachen und sich einen Haus- und
Hofpsychiater anzulachen. Der ändert zwart nichts, bringt uns aber bei, das alles nicht so verbissen
zu sehen, inclusive seiner überzogenen Rechnungen.
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach.gif" alt="" />

Entspannte Grüße
*entfernt*
 
... Werden sie das denn? Zeig mir einen einzigen Astroartikel, der beim Fachhandel in USA teurer ist als hierzulande, und ich mach 'nen Astroexport auf... Im Ernst, die deutschen Preise nicht nur von Vixen sind im internationalen Vergleich einfach überzogen, und man kann nur hoffen, daß ein funktionierender Gebrauchtmarkt bzw. internationaler Versandhandel dazu beitragen, daß die geschätzten Astrofirmen aller Art das endlich mal kapieren.
Ohhja ... wahnsinns Feststellung. Ich habe festgestellt, daß in den USA u.a. Brot, Immobilien, sonst so alles mögliche ..., und vor allem Arbeitskräfte deutlich billiger sind als hier.

Sei Vorbild reduziere Dein Gehalt auf Verhältnisse der USA ...
 
Ohhja ... wahnsinns Feststellung. Ich habe festgestellt, daß in den USA u.a. Brot, Immobilien, sonst so alles mögliche ..., und vor allem Arbeitskräfte deutlich billiger sind als hier.

Sei Vorbild reduziere Dein Gehalt auf Verhältnisse der USA ...

Die USA sind ein großer, wenn nicht der größte Markt für Astroartikel. Man kann vermuten, daß viele Firmen dort ihre größten Umsätze machen und es sich deshalb nicht werden leisten können, ihre US-Preise in größerem Umfang mit den Einnahmen aus Hochpreisländern zu subventionieren. Des weiteren kann man vermuten, daß die Konkurrenz dort härter ist als anderswo (großer Markt ohne Sprach- und Zollbarrieren, viele hersteller, viele Händler, viele Kunden, viel Transparenz). Schließlich kann man vermuten, daß auch die zahlreichen Kunden dort weder blöd noch sprachlos sind, und ein Hersteller sich gut wird überlegen müssen, ob er sich den Ruf eines Hochpreisladens leisten kann. Alle diese Faktoren dürften dazu beitragen, daß die US Preise als realistisch gelten können, d.h. als die, die in einem großen funktionierenden Markt entstehen.

Daß wir hier immer noch so viel bezahlen, hat m.E. vor allem damit zu tun, daß unsere Märkte kleiner und weniger transparent sind, und wegen Zoll/Service/Transportproblemen der Einkauf in USA für unsereinen unangemessen schwierig ist. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, vielleicht kann mir ja mal ein Herstellervertreter erklären, warum das gleiche Fernostprodukt in USA durchschnittlich 30 % günstiger ist als hier. Argumente wie "Hochlohnland Deutschland" würde ich allerdings mit großer Vorsicht betrachten, da die hier enstehenden Kosten schwerlich einen relevanten Teil vom Verbraucherpreis eines Astroartikels ausmachen dürften.
 
@TorstenK:
DE

... Daß wir hier immer noch so viel bezahlen, hat m.E. vor allem damit zu tun, daß unsere Märkte kleiner und weniger transparent sind, und wegen Zoll/Service/Transportproblemen der Einkauf in USA für unsereinen unangemessen schwierig ist. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, vielleicht kann mir ja mal ein Herstellervertreter erklären, warum das gleiche Fernostprodukt in USA durchschnittlich 30 % günstiger ist als hier. Argumente wie "Hochlohnland Deutschland" würde ich allerdings mit großer Vorsicht betrachten, da die hier enstehenden Kosten schwerlich einen relevanten Teil vom Verbraucherpreis eines Astroartikels ausmachen dürften.
EU-weit sind die Voraussetzungen die gleichen, wie in den USA. Der Markt ist da und klein ist er auch nicht. Das Problem: In der EU lohnt es sich nicht veredelte Glasscherben in Metallhülsen zu stapeln und diese als Okulare oder Objektive zu verkaufen und deshalb macht es fast niemand.

Der 30% höhere Preis kommt nach einer gesunden Kalkulation einfach raus und im Kalkulieren bin ich Meister. Jeder Kapitaleinsatz und jedes unternehmerische Risiko hat seinen Preis. Die Astrohändler welche ihren Laden in letzter Zeit hingeschmissen haben, fanden möglicherweise heraus, daß sie Problemloser an ihr verdientes Geld kommen, wenn Sie etwas anderes machen. Ein Chef muß wie ein Chef bezahlt werden sonst kündigt er, denn ein Chef hat halt mal das Talent neue Geschäfte und Jobs ohne Hemmungen in Angriff zu nehmen.

So gesehen können, wir froh sein, daß es ist, wie es ist, denn vor 10 Jahren war sehr problematisch überhaupt ein bezahlbares Teleskop mit annehmbarer Leistung zu bekommen. Das Angebot könnte sich im schlimmsten Fall zurückentwickeln ...
 
Ein Chef muß wie ein Chef bezahlt werden sonst kündigt er, denn ein Chef hat halt mal das Talent neue Geschäfte und Jobs ohne Hemmungen in Angriff zu nehmen. So gesehen können, wir froh sein, daß es ist, wie es ist, denn vor 10 Jahren war sehr problematisch überhaupt ein bezahlbares Teleskop mit annehmbarer Leistung zu bekommen.

Die Kausalität ("so gesehen") erschließt sich mir nicht. Auch sonst ist mir aus Deinen Ausführungen nicht klargeworden, was denn den Unterschied zwischen den USA und Deutschland oder meinetwegen der EU ausmacht, durch den sich die eklatanten Preisunterschiede erklären lassen.

Die Astrohändler welche ihren Laden in letzter Zeit hingeschmissen haben, fanden möglicherweise heraus, daß sie Problemloser an ihr verdientes Geld kommen, wenn Sie etwas anderes machen

Sollen sie doch. Ich vermute, daß es ein normaler Prozeß im Wirtschaftsleben ist, daß die einen Firmen schließen und die anderen das Geschäft aufnehmen.

Der 30% höhere Preis kommt nach einer gesunden Kalkulation einfach raus und im Kalkulieren bin ich Meister.

Und was die gesunde Kalkulation angeht, Meister, so möchte ich behaupten, daß auf lange Sicht die Kalkulation die gesündeste ist, die einem dauerhaft einen sicheren Marktanteil gewährt. Die jüngste Preissenkung dürfte darauf hinweisen, daß Vixen's frühere Preise dafür nicht mehr taugten. Wollen wir hoffen, daß Vixen damit nicht allein ist.
 
Moin,

ich sag nur... die Preise sind runter...
wenn die in China bauen lassen... dann geht die Quali evtl. auch runter... also hab ich jetzt erstmal was bestellt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

zwischendrin, statt nur dabei <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Gruß

Rayko (der sich nicht ärgert)
 
... Die Kausalität ("so gesehen") erschließt sich mir nicht. Auch sonst ist mir aus Deinen Ausführungen nicht klargeworden, was denn den Unterschied zwischen den USA und Deutschland oder meinetwegen der EU ausmacht, durch den sich die eklatanten Preisunterschiede erklären lassen. ...
Es gibt keinen Unterschied, außer daß man in der EU nur so sauteuer Produzieren kann, daß das Zeug niemand kaufen will bzw. es sich für die Gschäftlmacher nur lohnt zu importieren. Entsprechend teurer ist es etwas zu verkaufen.

... Sollen sie doch. Ich vermute, daß es ein normaler Prozeß im Wirtschaftsleben ist, daß die einen Firmen schließen und die anderen das Geschäft aufnehmen. ...
Hier könnte es evtl. dazu kommen, daß ein Monopolist den Markt macht.

... sicheren Marktanteil gewährt. Die jüngste Preissenkung dürfte darauf hinweisen, daß Vixen's frühere Preise dafür nicht mehr taugten. Wollen wir hoffen, daß Vixen damit nicht allein ist.
Wo ist jetzt blos der Zusammenhang geblieben? Wegen den Kalkulationen von Vixen sind die Preise in den USA sicher nicht um 30% billiger.
 
... zur Sache ist euch ja nix viel eingefallen, aber jetzt gscheit herumposten - wo eh alles erledigt ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Was ist denn bitte erledigt? Der Memet ist jetzt vielleicht getröstet oder auch nicht, spätestens in zwei Wochen kommt wieder einer daher, der behauptet, daß er von Händlern beklaut und beschi**en wird.

Jeder weiß doch, daß ein Teleskopladen oder eine Linsenschleiferei eine reine Goldgrube ist. Warum macht den nicht jeder Klugmeier schnell mal einen Laden auf und verkauft das Zeug hier zu US-Preisen. Die Leute würden ihm doch sicher die Bude vor Begeisterung einrennen. Statt dem flennt man hier dauern und zum tausendfach wiederholtenmal das Forum voll.
 
Hallo Meister der Kalkulation <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach.gif" alt="" />,

Warum macht den nicht jeder Klugmeier schnell mal einen Laden auf
Ich weiss ja nicht wie es bei Dir ausschaut (ist "Kalkulationsmeister" ein Lehrberuf? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />), aber es gibt sicherlich auch unter den Sternfreunden einige, die einem Beruf mit Freude nachgehen und schlicht keine Zeit für solche Mätzchen haben.

Das Argument "selber Teleskophandel aufmachen" ist übrigens so ziemlich das dümmste und unreflektiertste der immer wiederkehrenden; wäre es realistisch, hätte jeder seine eigene Ölfirma.

Fast noch dümmer finde ich übrigens, (auch die runtergehandelten) Preise einiger Produkte wie die von Televue oder Meade/Coronado der deutschen Händler zu bezahlen. Gleiches gilt für China-/Taiwan-Zubehör. Das kann man tatsächlich im Ausland trotz aller dazukommenden Kosten (teils sogar wesentlich) günstiger erstehen und braucht dabei auch kein schlechtes Gewissen zu haben.

Im Übrigen geht es nicht darum, über die Traumpreise in Deutschland zu jammern, sondern darüber zu diskutieren. Wem das nicht gefällt, der sollte sich aus Diskussionsforen raushalten.

Viele Grüße,
Michael
 
Hi Zusammen,

OK, jetzt schreib ich's doch. Also meiner Meinung nach gibt es zwei Faktoren, die den Preis hier in good old europe hochtreiben. Einer ist verdammt ätzend, der andere ist hausgemacht.
Der ätzende Grund: "Der europäische Markt gibt eben mehr her", will sagen, daß Hersteller wie TeleVue mit speziellen Europa-Einkaufspreisen fett absahnen. Die verkaufen in USA blos daher noch Okulare, weil man mit den Preise dort immer noch Gewinn macht und hundert verkaufte Nagler teurer zu produzieren sind als zweihundert... Und damit ist TeleVue natürlich nicht allein, Meade hat ja schon mit allen Mitteln den US-Händlern Daumenschrauben angelegt, um Gottes Willen keine Selbstimporte durch Privat nach Europa zu machen. "We are sorry, but we are not allowed to ship Meade products to europe..." Na, und andere Marken halten's genauso. Bei Pentax-Produkten hingegen scheint es keinen Vorteil zu geben, die haben da eine andere Politik. Auch die Vixen-Artikel waren (waren!) vor gut einem Jahr in USA auf ähnlichem Niveau wie hier.

Die zweite Sache hat was mit dem Anspruch zu tun und auch mit der Mentalität. Es gibt ja über'm Teich viele Dinge wie "lifetime warranty" und auch Firmen, bei denen man ein Produkt noch nach X Monaten bei nichtgefallen zurückgeben kann. Niemand wäre in Europa so blöde, das zu tun, weil es hier nämlich in gnadenloser Unverschämtheit ("Haha, selbst schuld der Händler!") ausgenutzt würde. Dazu gibt es hier eine recht hohe Anforderung an Service & Reperatur, warscheinlich auch größeren Wunsch nach Beratung. (Ob jetzt gerade Astrohändler dem gerecht werden...)
Jedenfalls: Das kostet auch und man bezahlt es genauso stillschweigend mit, wie man beim Kauf von Nutella eine Fußballmannschaft mitbezahlt und beim Kauf von Scheiblettenkäse den Krimi zur Primetime.

Danach erst kommt der Punkt, daß der Unternehmer auch gerne so verdienen möchte, wie es für einen Unternehmer reizvoll ist. Bis der aber dahin kommt, muß er erstmal daran denken, daß auch er mal krank wird, später eine Rente braucht, daß eine fett teure Unternehmenshaftpflicht seinen A... retten kann und daß er dann den ganzen Krempel noch versteuern muß. Ich meine etwa im Jahr 2000 galt die Rechnung, daß ein Selbständiger oder Freiberufler bei Vollzeit (also mehr als 40h die Woche) erstmal 40 Mark die Stunde kassieren muß, um nach Steuern das Existenzminimum zu erreichen. Feine Sache, oder? Mitarbeiter sind davon noch nicht bezahlt.

Das heißt aber andersrum, daß eine "Astro-Ich-AG" erstmal jede Stunde 20 Euro die Woche abwerfen muß, damit man das überhaupt ein Unternehmen (im Gegensatz zu beklopptem Verlustgeschäft) nennen darf. Und da kann man sich nun ausrechnen, wieviel Marge da auf den Artikeln irgendwo drauf sein muß. Irgendwie nicht so unlogisch, daß China-Kleinkram mit bis zu EK + 900% gehandelt wird. Und wenn es weiter stimmt, daß ein Nagler Typ 6 in Deutschland Ende 2004 etwa 30 Euro Marge brachte, dann... uiuiui...

Clear Skies
Sven
 
Ich habe leider noch kein hochqualitatives Spitzenprodukt aus China gesehen ...

Wissenstransfer? Was soll das sein? Überall findet man schon seit Jahren Rezepte, mit denen man Chinakrachern mit billigen Hausmittelchen in kürzester Zeit einiges mehr an Leistung beibringen kann. Die Qualität kümmtert dort aber niemanden und man muß sich das Zeug immer gründlich ansehen, überprüfen und nachbessern

Im Prinzip unterstellst Du den Chinesen, dass die bereit sind zu lernen. Sorry ,aber das ist absurd. Ich kenne keine Kultur, die aktuell wissbegieriger ist als die der Chinesen. Aber sie sind auch exzellente Kaufleute, die sich in allen fremden Kulturen, in denen sie als Minderheit leben, gewaltig nach oben gearbeitet haben, egal ob in Indonesien, Thailand, Südafrika , Lateinamerika. Und exzellente Kaufleute wissen, was aktuell machbar ist und was strategisch eher unklug ist.

Ein Produzent hat aber andere Probleme als Du, der vielleicht unendlich Zeit hat um seine EQ-6 zu pimpen. Und so eine kleinindustrielle Fertigung läuft auch anders ab als das Spiegelschleifen eines Hobbyastronomen, der sich dafür 6 Monate Zeit lässt. Und solche Fertigungsprozesse sind ohne Frage interessant für die Chinamänner. .

Zur Qualität: Kaufe Dir mal bei ebay einen alten Tasco oder ähnliches, aus der Zeit , als die 4-rer-Bande in China ihr Unwesen trieb. Und dann sag mir, dass Du lieber damit beobachtest als mit einem aktuellen Lidlscope. Vom Preisunterschied ganz zu schweigen. Natürlich könnten die Chinesen sich in das hochwertige Segment hocharbeiten, und das werden die auch. Nur dafür müssen sie sich erst langsam einen Namen erarbeiten, und dies darf nicht allzu viel kosten. Toyota hat seinen mittlerweile guten Ruf, der besser ist als der ganzen vielen Deutschen Markenhersteller auch nicht schon seit 1970, sondern so etwas dauert seine Zeit.
 
... Ein Produzent hat aber andere Probleme als Du, der vielleicht unendlich Zeit hat um seine EQ-6 zu pimpen ...
Ich bin auch ein Produzent, nur müssen meine Kunden meine Produkte nicht mühsam nacharbeiten. Du kannst Dir sicher sein, daß wenn ich die Stunden und Tage produktiv arbeite, welche Andere dafür aufwenden um ihre EQ-6 zu polieren, dann kann ich mir Sachen kaufen, welche ich genauso wenig nacharbeiten muß, wie meine Kundschaft meine Produkte.

... Toyota hat seinen mittlerweile guten Ruf, der besser ist als der ganzen vielen Deutschen Markenhersteller auch nicht schon seit 1970, sondern so etwas dauert seine Zeit.
Toyota hatte nicht immer einen guten Ruf, aber soweit ich die Toyotageschichte kenne, ist Toyota nie durch Schlamperei und mangelnde Qualität aus der reihe getreten, mit welcher der Kunde bereits vor dem Kauf gerechnet hat und schon vor dem Kauf große Pläne gemacht wie er sein Gekauftes durch eigene Arbeit auf qualitatives Mittelmaß bringen kann.
 
Hallo,

Toyota hatte nicht immer einen guten Ruf, aber soweit ich die Toyotageschichte kenne, ist Toyota nie durch Schlamperei und mangelnde Qualität aus der reihe getreten
Dann solltest Du Dir die "Toyotageschichte" nochmal genauer anschauen (Tip: Toyota Starlet). Daß die Chinesen (ob Festland- oder Insel-) in nicht allzu ferner Zukunft auch qualitativ hochwertige Teleskope bereits ab Werk auf den Markt werfen werden steht für mich außer Frage. Was natürlich die, die an die Zauberer von Zeiss glauben, nicht hindern wird, es zu ignorieren. Gegönnt sei es ihnen.

Fest steht aber noch nicht, wie Indien hier in Zukunft auftreten wird. Und da bin ich auch schon sehr gespannt drauf.

Grüße,
Michael
 
Über den Starlet kann ich mich persönlich nicht beklagen, denn dieser ist trotz seines erreichten Alters von 14 Jahren immer gut und problemlos gefahren. Wenn es in einer Zeit mit dem Starlet Probleme gab, so haben sich diese nicht auf alle anderen Modelle von Toyota übertragen.

Ja genau, daß mit der nahen Zukunft habe ich hier im alten Forum auch schon gelesen. Was dann irgendwann mal kam, war der China-ED. Was wird wohl noch kommen?
 
Hallo,

Über den Starlet kann ich mich persönlich nicht beklagen, denn dieser ist trotz seines erreichten Alters von 14 Jahren

Also Baujahr '92? Toyota hat seit den 80ern einen guten Ruf. Vorher war er im Kleinwagenbereich zweifelhaft, im Falle des Starlet berechtigt. Mir käme aber auch ein neuerer japanischer Flohbeisser nicht in die Garage! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Wie auch bei den Automobilen geht das natürlich nicht im Zeitraum "altes Forum, neues Forum", sondern ist eine Geschichte, die sich über einige Jahrzehnte hinweg zieht. Daß sich die Qualität nicht verbessert hat wäre schlicht gelogen, der Vergleich Tasco <-> Lidlscope wurde bereits angeführt.

Man schaue nur, wie oft taiwanesische Massenproduktionsspiegel inzwischen in Selbstbauten zum Einsatz kommen. Sicherlich nicht, weil die Spiegel Gurken sind. Und warum wird dieser Markt nicht von deutschen Firmen bedient? Personalkosten können es ja nicht sein, die Fertigung der Spiegel wird ohne viel Personal auskommen; man darf sich das ja nicht so vorstellen, daß da 3 taiwanesische Hausfrauen um einen Spiegel herumtanzen und ihn in Form bringen. Die Fähigkeit, gute Spiegel zu einem vernünftigen Preis herzustellen kann man also durchaus als technologischen Vorsprung identifizieren. Vor nicht allzu langer Zeit hätte man das den Ostasiaten nicht zugetraut. So wenig traut man ihnen heute oftmals zu, gute Refraktoren oder mechanisch einwandfreie Reflektoren zu bauen. Da werden einige noch aufwachen: so wie die Elektronik- und Automobilbranche einst jäh aufgeweckt wurde.

Einen alten japanischen Kleinwagen loben und gleichzeitig über Chinaoptiken zu schimpfen empfinde ich übrigens als eindeutig opportunistisch. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Grüße,
Michael
 
Zum Starlet: Mein Vater hat das Auto 1995 verkauft. Und was heißt hier loben? Das Auto hat seinen Zweck erfüllt indem es "out of the box" so gefahren ist, wie es die Werbung versprochen hat.

Ja richtig! Es sind taiwanesiche Massenproduktionsspiegel. Diese Spiegel kommen aus dem gleichen Land, wie die vielgelobten Okulare von Tele Vue, soweit ich das mitbekommen habe. Ich bilde mir ein, daß auch der Willi dort Produziert.
 
Hi Zusammen,

das stimmt ja so nicht!

1. Orion UK zeigt, dass man in England Spiegel machen kann, die in Mitteleuropa marktfähig sind. Was deren Qualität angeht, so kann man wohl seit einiger Zeit davon ausgehen, dass sie's hinbekommen haben.
2. TeleVue fertigt nun gerade die gaaaanz teuren Okulare in Taiwan (Nagler Typ 5), während Nagler Typ6 und auch die Barlows noch brav Made in Japan draufstehen haben.
Natürlich heißt das noch nicht, dass die gesamte Optik aus Japan kommt, usw.
Immerhin beweist dies, dass es möglich ist, in Taiwan mit einem gleichmässigen Qualitätsstandard zu produzieren. Bei der Optikherstellung in China muss man aber anhand vieler Gegenbeispiele davon ausgehen, dass man hier an vielen Standorten nicht in der Lage ist, mit gleichmässiger Qualität zu produzieren.
"Chang heute klank, dahel heute keine Innenschwälzung fül Okulaltuben!"
Von mir konkret Dokumentierte Beispiele:
http://www.svenwienstein.de/HTML/eds_in_serie.html
http://www.svenwienstein.de/HTML/barlow-test.html

Allerdings, Zeichen der Zeit, es gibt intensive Bemühungen "globaler Konzerne" in China mit entsprechender Qualitätskontrolle hochwertig zu produzieren. Kein Wunder, aber auch kein Wunder, dass das auf breiter Front bislang eher schief geht.

Clear Skies
Sven
 
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