"Premium" Okulare - Televue und sonstiges, lohnt es sich, und wann wird es zu viel?

Hallo Horst,

um ehrlich zu sein, nein hab ich noch nicht getestet.
Meine Erfahrungen mit dem Ethos liegen auch schon einige Zeit zurück(2008-9) und meine Beobachtungsgewohnheiten haben sich seit der Zeit auch verändert.
Ich habe allgemein gemerkt das mir ein maximales Feld von 82⁰ absolut reicht bzw mir die 76⁰ der Morpheus besser liegen als die großen Felder, ich komm vom Einblick damit besser klar.
Im besagten Bereich werkelt jetzt ein 12er T4 mit dem ich, trotz auch nur 17mm Augenabstand, komischerweise alles überblicken kann.

Trotzdem danke ich dir für den Tipp der sicherlich auch einigen der anderen Leser hilfreich sein wird!

VG
Michael
 
Hallo Michael,

aus ganz ähnlichen Gründen wie bei dir habe ich mein einziges Ethos Okular ebenfalls vor mehreren Jahren wieder verkauft. Mit Brille für mich nicht wirklich nutzbar. Das Geld ging dann in entsprechende Delos. Diese haben zwar ein deutlich kleineres Gesichtsfeld von ca. 72°, aber dafür mit Brille komplett überblickbar. Die Delos kann ich an allen meinen Teleskopen ohne Einschränkungen verwenden.

Andere spezielle Okulare wie beispielsweise TMB Supermonos kommen hauptsächlich bei der Planetenbeobachtung an meinen Refraktoren zum Einsatz. Hierbei benötige bei entsprechend kleiner AP keine Brille.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo

Die Ethos brauch am Newton ja auch Komakorrektor sonst ist das Feld nicht nutzbar, allgemein geht 100° auch nur mit Augen verdrehen, Ganz angenehm sind eigentlich die 82° ES, das gesparte Geld dann für Sips? Oder die Houndini?

Gruß Frank
 
Hallo Frank,

das kommt auf dein Öffnungsverhältnis am Newton an.

Bei meinem 22er F3,3 beispielsweise macht eine Beobachtung ohne Komakorrektor keinen Sinn. Der Parakorr Typ 2 von TV leistet hierbei auch sehr gute Dienste. Bei z.B. F6 kannst du dir einen Komakorrektor eher sparen.

Viele Grüße
Werner
 
Ja Werner, kann ich bestätigen: Mit Ethos und Dobsons gilt:
Bei f/9 und f/6 brauch ich keinen Paracorr2.
Bei f/4.7 macht er Sinn
Bei f/4.3 und f/4.2 ist er absolut notwendig.
Beim Filmen mit der ASI462mc und 3×Barlow verwende ich ihn auch am f/4.2.

CS Mike
 
Hallo Mike,

am 18er F4 verwende ich nicht immer einen Komakorrektor. Das geht bei vielen DS-Beobachtungen je nach Objekt und Seeing auch noch recht gut ohne. Beim F3.3 er jedoch hatte ich einmal meinen Komakorrektor bei der Fahrt ins Gelände vergessen. Das Beobachten hat dann längst nicht den gewohnten Genuß gebracht und schließlich habe ich etwas frustriert eingepackt. ;)

Viele Grüße
Werner
 
Aber bestimmt nicht für jeden Teleskoptyp! So eine Pauschalaussage ist irreführend. Für komabehaftete Teleskope mögen sie bestimmt Vorteile haben aber bei Teleskopen ohne Koma dürfte die Korrektur desselben nachteilig sein. Man sollte daher etwas mehr differenzieren.

Die Komakorrektur wird vernachlässigbar, sobald das Teleskop ein längeres Öffnungsverhältnis hat – ab etwa f/7 ist sie nahezu unsichtbar.
Das bedeutet, dass sich die Houdini-Okulare in den meisten Refraktoren und Schmidt-Cassegrain-Teleskopen wie „normale“ Premium-Okulare verhalten und ein 86°-Gesichtsfeld, großzügigen Augenabstand und eine unkomplizierte Augenposition bieten.
Die Komakorrektur, die für schnelle Newton-Teleskope mit f/3 bis f/5 unverzichtbar ist, „verschwindet“ in den meisten anderen Teleskoptypen praktisch vollständig – denn nur sehr wenige Nicht-Newton-Teleskope sind schneller als f/5.
Siehe auch das Video: https://www.youtube.com/watch?v=snK9ccIz09U

VG
Robert
 
Moin. Ich bin auch Brillenträger; durch diese durch das Okular schauen? Habe ich nicht hinbekommen. Brille auf wenn Okular Wechsel ansteht. Nervig. Einfach nur Werbung der Hersteller.
Klare Nächte
Theo
 
Ich habe dafür speziell immer Kontaktlinsen benutzt, geht aber nur wenn man zumindest auf einem Auge kein Asti hat

Gruß Frank
 
Moin. Ich bin auch Brillenträger; durch diese durch das Okular schauen? Habe ich nicht hinbekommen. Brille auf wenn Okular Wechsel ansteht. Nervig. Einfach nur Werbung der Hersteller.
Klare Nächte
Theo
Wie machst Du es denn mit den kurzbrennweitigen ES 82° Okularen?
Ich schau übrigens generell ohne Brille. Die liegt dann am Sternatlanten parat...

Gruß Horst
 
:censored:Hallo Horst, ich habe keinerlei Schwierigkeiten mit allen 82°Okularen gut zu sehen. Extrem groß sind meine Dioptrien Unterschiede der Augen. Eins kann ich nur benutzen:geek:, für die Sternbeobachtung. Ich denke mal, jeder hat seine Vorlieben, Möglichkeiten in der Hinsicht. Und: des Menschen Willen ist sein Himmelreich
Klare Nächte
Theo
 
Hallo Wasserstoff,

ein Okular für 600€ oder mehr klingt erstmal hart, der Preis relativiert sich aber, wenn man
- seit vielen Jahren begeisterter visueller Beobachter ist
- möglicherweise bereits einen höheren vierstelligen oder sogar fünfstelligen Betrag in ein größeres Gerät bzw. sehr hochwertige Teleskopoptik investiert hat
- man den unschätzbaren Vorteil hat, an einem Ort beobachten zu können, der dunkel ist und auch sonst sehr gute Bedingungen (Seeing usw.) bietet

Jedes Hobby wird leicht teuer, wenn man es mit entsprechend großer Passion und hohen Ansprüchen betreiben möchte.
Ich persönlich habe lange Zeit mit Provisorien - insbesondere natürlich als Schüler in den ersten Jahren - leben müssen. Irgendwann steigt man dann um auf immer größere, teurere Geräte und bekommt auch Gelegenheiten, mal bei anderen mitzubeobachten und neue Dinge auszuprobieren.
Das geübte Auge wird dann sehr schnell anspruchsvoll und wrid sich irgendwann einfach nicht mehr zufriedengeben mit schlechten Kompromissen: Keine oder schlechte Komakorrektur, Farbsäume, schlechter Einblick usw.
Ein Neueinsteiger, der nicht den Unterschied kennt, wird sich vermutlich weniger daran stören. Er wird vielleicht gar nicht bemerken, wenn Sterne oder der gesichtsfeldfüllende Cirrusnebel zum Okularrand hin deutlich an Schärfe verlieren. Er freut sich schon, wenn der Nebel nur einigermaßen gut erkennbar ist und Strukturen zeigt. Deshalb wird er wahrscheinlich eher keine 800€ in einen Paracorr investieren. Der erfahrenere Deep Sky Beobachter sieht den Unterschied aber sofort und will nie mehr ohne Komakorrektur, die aus meiner subjektiven Sicht eine Verbesserung der Abbildung von mindestens 30 Prozent bringt, durch irgendein Teleskop schauen. :-D

Genauso wird ein Klavierschüler sich wohl auch eher nicht gleich an einen Bösendorfer Konzertflügel für 100.000€ setzen - ein Pianist aber schon. Und er wird in der Lage sein, die Leistung dieses Instruments auch voll abzurufen.

Die größte Kette ist auch nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Ich kaufe mir keinen hochwertigen APO-Refraktor und beobachte dann mit billigsten Kellner-Okularen.

Denke, es wird klar, worauf ich hinaus will.
Die Auswahl und der Markt für Astronomie ist inzwischen auch im Amateurbereich sehr groß geworden - ich finde, jedes Preissegment hat seine Daseinsberechtigung und günstige Einstiegslösungen finde ich mindestens genauso wichtig wie die High-end Produkte.

Schöne Grüße und klaren Himmel,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Noch ein Nachbrenner bzw. Tipps nach eigenen (und teils leidvollen ;-)) Erfahrungen:

- lieber nur EIN gutes Okular im Koffer als 5 schlechte
- eine sinnvolle Auswahl an drei verschiedenen Okularen ist anfangs völlig ausreichend (z.B. Übersichtsokular, Okular für gesichtfeldfüllende Mondbeobachtung, sinnvolle Maximalvergrößerung)
- ob ein Okular gut und angenehm für Dich ist, siehst Du, wenn Du selbst durchsiehst, d.h. nachts mal damit beobachten konntest (Theorie u. Formeln sind immer gut, aber jedes Auge ist anders und in der Praxis entscheidet man hier oft subjektiv)
- ein 10mm Okular in einer 2x Barlowlinse ist kein Ersatz für ein gutes 5mm Okular
- spätestens bei f/4 ist ein Komakorrektor Pflicht
- beschlagene Okulare werden niemals abgewischt (aufwärmen/lauwarm föhnen, lüften, abtrocknen lassen...)

Diese Regeln mag vielleicht nicht jeder unterschreiben. Mir hätten sie aber jede Menge Frust und insbes. auch Geld erspart, hätte ich sie früher gekannt.

Viele Grüße,
Peter
 
Hallo Vierzoll,

das war nicht die Absicht. Ich kam drauf auf diese Punkte wegen der Zusatzfrage im Betreff: „…und wann wird es zuviel?“

Grüße,
Peter
 
Angenommen ich habe ein Budget von 500 Euro und suche ein Okular um 9mm.

Womit fahre ich besser und warum?

Mit einem TV Nagler 9mm für ca. 490 Euro oder einem 9mm XWA HDC für 270 Euro und einem ordentlichen 9mm Orthookular für nochmal 150 Euro?
Lieber ein Teures, statt 2 Günstigere?
Wenn die Antwort nicht eindeutig ausfällt, welche Gründe gibt es dafür?

Gruß Horst
 
Servus, kommt auf die Vergrößerung bzw. Objekt an. Wenn ich mit 9mm auf Planeten gehe, bevorzuge ich ein gutes Ortho. Mein altes Zeiss 6mm mit perfekter Innenschwärzung vermisse ich...
 
Hallo,

Ich mache dieses Rennen nicht mit, das beste und teuerste Okular, Teleskop usw. zu haben.
Ich bin seit Jahrzehnten visueller Beobachter und bin bisher mit zwei Sätzen an Okulare, zuerst die Meade Serie 4000 und jetzt den EXPLORE SCIENTIFIC 82° Okulare gut zurecht bekommen. Ich habe dazwischen einen Ausflug zu den Baader Hyperion gemacht, das dümmste was ich tun konnte. Wegen eventuell einer noch ein wenig besseren Abbildung, komafreiheit oder was auch immer lege ich mir nicht alle paar Jahre einen neuen Satz an hochpreisigen Okulare zu.
In letzter Zeit werden die "Houdini" hochgelobt. Wegen dieser Okulare werde ich sicherlich nicht meine vorhandenen und gut funktionierten Okulare austauschen. Was soll ich dann mit denen tun? Verkaufen, im Keller einlagern?

Für mich ist das Sternegucken ein Hobby, mehr nicht. Ich bin nicht bereit und sehe auch keine Veranlassung in einem Hobby das beste vom Besten und das neueste vom Neuem haben zu müssen. Diesen Hype mache ich nicht mit und muss dadurch als guten Nebeneffekt auch nicht so viele finanzielle Mittel in dieses Hobby hineindrücken. Das macht das Leben angenehmer und sorgenfreier.

Die obige Aussage das jedes Hobby teuer wird, wenn es mit der entsprechenden Passion und Ansprüchen betreibt, würde ich nicht unbedingt unterschreiben. Das oder dieses Hobby muss nicht einmal so teuer sein, um es mit Passion oder auch anspruchsvoll betreiben zu können. Eventuell sind es nur überbordende Ansprüche dieses Hobby nur mit dem besten Okulare, Teleskope oder was auch immer betreiben zu können, was dann zu hohen Kosten führt.

So weit meine Gedanken dazu
Gerd
 
Hi Leute,

das sind alles Eure persönlichen Standpunkte und Erfahrungen. Aber sie sind nicht allgemeingültig.
Deshalb setzt jeder seine Grenzen, so wie er /sie kann, will, ...

Ein Rennen um das Beste... Ich bin sicher, dass es darum weitaus seltener geht, als es manchmal klingt.

Was ich aber von zahlreichen Sternfreunden und Mitbeobachtern berichten kann, ist einfach Wunsch nach bestmöglichem Seherlebnis.
So haben viele Leute, die ich kenne mit der Zeit den Weg in Richtung Okularsatz aus teuren Topokularen gewählt.
Das kann vllt damit zusammen hängen, dass die Teleskope immer größer schneller und damit Dobson wurden.
CS
 
Ich denke man tut sich bzw. seinem Portemonnaie den größten Gefallen, wenn man sich selbst richtig einschätzt.
Bin ich der Typ, dem einfache solide Qualität genügt? Oder doch eher jemand der Preis-Leistung ausreizt? Oder schiele ich dann immer noch in Richtung absolute Spitzenqualität?

Was man sich meiner Meinung nach sparen sollte, solange Geld eine Rolle spielt:
Sich langsam durch sämtliche Qualitätsstufen hochzuarbeiten und jeden neuen Trend gnadenlos mitzumachen. Aber selbst das hat für den ein oder anderen seinen Reiz und ist nicht per se verwerflich.

Für mich das Wichtigste:
Bin ich mit meinem Gerödel zufrieden?

Gruß Horst
 
Hallo,
am frühen morgen etwas Senf dazu: Einsatz am C 8 = das 8-24 Seben Zoom hat bei 250fach ein etwas kleineres GF als das SV Boni mit der gleichen Vergrößerung,
einmal mit, einmal ohne Reducer (das Seben kostete vor über 20 Jahren noch keine 40,--, das SV-Boni gebraucht für 80,-- ergattert, verg. Sept. und heute kostet ein Seben schon um die 90,--)
Es wird nichts billiger, sofern man "Neupreis" bezahlen will.

Gruß Günther
 
Richtig Gerd! Und: geht es uns, egal ob wir durch minder - oder hochwertige Okulare schauen, nicht wie den Betreibern vom Hubble-Teleskop: was ist das da! Geht's nicht größer? Und schärfer?
In diesem Sinne
Klare Nächte
Theo
 
Die obige Aussage das jedes Hobby teuer wird, wenn es mit der entsprechenden Passion und Ansprüchen betreibt, würde ich nicht unbedingt unterschreiben.
ich auch nicht, definitiv.

All zu oft wird mehr über die Technik und dem fast gnadenlos klingenden Funktionalismus gesprochen, als über die Erklärung, warum dieses Hobby überhaupt ausgeübt wird?
 
Das lässt sich nicht alles pauschal Abtuen
Man kann auch ein Gutes Okular mit guter Barlow kombinieren,
Ein 12mm Ortho mit 2x Barlow ist angenehmer als ein 6mm Ortho.
Und im Vercleich mit einem 6mm Nagler, hat man vor allem unterschiedliches Feld und anderes Einblickverhalten

Gruß Frank
 
Hallo,

All zu oft wird mehr über die Technik und dem fast gnadenlos klingenden Funktionalismus gesprochen, als über die Erklärung, warum dieses Hobby überhaupt ausgeübt wird?

Bei manchen Leuten in den Foren habe ich den Eindruck, es geht vor allem darum jedem zu zeigen was sie tolles und teures haben, und sehr wenig darum, was sie damit machen. Es sind zum Glück nur wenige Leute.
Ich kann mich daran erinnern, als die "Ethos" herauskamen. Es gab so einige Leute die den vollen Ethos-Koffer stolz in den Foren und auf Stammtischen präsentierten, so auf die Art: "schaut mal was ich mir leisten kann"... Dieses Verhalten wirkte ein wenig merkwürdig...

am frühen morgen etwas Senf dazu: Einsatz am C 8 = das 8-24 Seben Zoom hat bei 250fach ein etwas kleineres GF als das SV Boni mit der gleichen Vergrößerung, einmal mit, einmal ohne Reducer

Was in dieser Diskussion schon wieder das C8 mit dem Seben Zoom und dem Reducer samt Svbony hier wollen erschließt sich mir nicht.

Viele Grüße
Gerd
 
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