Problem beim Schrauben lösen

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Martin_D1

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Hallo,

ich bin dabei meine HEQ5 Pro mit neuem Fett zu versorgen. Das Zerlegen hat soweit geklappt, bis auf ein Problem wo ich Hilfe benötige.
Ich bekomme die schwarze Mutter der Deklinationsachse nicht runter. Siehe Bild. Die drei Madenschrauben außen am Korbus habe ich komplett schon raus geschraubt.


Die Mutter lässt sich selbst mit Rohrzange und WD40 nicht lösen. In der Mutter sind zwei Vertiefungen. Sind da eventuell Madenschrauben drin? In allen Beschreibungen die ich bisher gefunden habe steht davon nichts. Ein Inbus fasst darin auch nicht. Notfalls würde ich die ausbohren. Oder geht die Mutter wirklich so schwer runter?

Auf der Rektaszensionache habe ich mir auch schier einen abgebrochen bis die dortige Mutter runter war.

Gruß

Martin
 

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Hallo Martin,

die Löcher scheinen mir eher für ein Werkzeug zu sein, um den Schraubring festziehen zu können. Meistens hilft neben WD40 auch warm machen, Haartrockner oder Heissluftgerät (damit aber nicht zu nah ran gehen, nicht dass der Lack sich verfärbt oder Blasen wirft).
 
Wenn Du die Mutter drückst, geht sie nur noch schwerer. Das richtige Werkzeug ist ein Linsenschlüssel, der zwei Stifte hat, die in die Vertiefungen fassen. Du kannst ihn aus einem passenden Rohr anfertigen, in das Du zwei Löcher bohrst, um Stifte einzulassen. Oder Du schlägst Stahlnägel in festes Holz, die Du danach absägst. Manchmal gehen zwei stumpfe Nägel in einem verstellbaren Schraubenschlüssel. Wenn das alles nicht will, dann spanne das Teil mit der Achse waagerecht ein, lege einen stumpfen Dorn in eins der Löcher und schlage auf den Dorn, damit er die Mutter etwas bewegt.

Alles ausser dem Linsenschlüssel ist natürlich nicht die feine Art.

Michael
 
Hallo Toni,

heiß machen hatte ich schon probiert, mit so einen richtigen heftige Gebläse, das beeindruckt die Mutter nicht, aber danke für den Tipp.

hallo Michael, so ein Linsenschlüssel habe ich natürlich nicht, Werkzeug bis zum Abwinken, aber etwas fehlt immer. :-)

Ich werde es mal mit dem Holz und den Nägeln probieren. Bisher habe ich das mit einer spitzen Zanke probiert und da habe ich eigentlich im Schraubstock schon ordentlich Drehmoment erzeugt, scheinbar nicht genug. Nach fest kommt ab, mal schauen vielleicht klappt es ja mit dem Holz oder Holz und heiß machen gemeinsam.

Danke Euch beiden.

Gruß

Martin
 
Heureka!

Der Tipp mit Dorn und Hammer hat es gebracht.
Danke.

Jetzt kann es weiter gehen mit dem Entfetten.

Gruß

Martin
 
Freut mich! Ich habe das letztens auch bei optischem Equipment so gemacht, weil sich jedes Werkzeug sonst bloss verbog und die Mutter runter musste. Wie gesagt, die feine Art ist das nicht, aber was hilft es. Linsenschlüssel und Schlagschrauber wäre wohl gut, wenn man die zwei verbunden bekäme.

Ich frage mich, wie diese Muttern bei der Montage derartig fest angezogen werden, ohne Spuren zu hinterlassen.

Michael
 
Hallo Michael,

ich bin froh dass ich das Zerlegen angegangen bin. Da findet sich doch mancher Grad vom Herstellungsprozess. Auch sind die Schnecken sehr unterschiedlich geschmiert. Eine ersäuft schier, bei der Anderen ist fast kein Schmiermittel.

Zwei von den drei Lagern sitzen so fest auf der Welle, dass sie auch nicht runter gehen, aber das stört nicht weiter, bleiben sie halt drauf.

Nach meiner Internetanleitung sollte ich zwei Plastikringe haben, bei mir ist auch nur einer verbaut. Mit dem zwei Fettspritzen habe ich mir gleich passende Teflonringe mit bestellt. Jetzt habe ich 11 Teflonringe und weiß gar nicht, ob ich die alle verbauen soll oder ob das Reserve ist.


Gruß

Martin
 
Linsenschlüssel???? Hab ich noch nie gehört...

Meist Du einen Stirnlochschlüssel oder ne Seegeringzange?? Oder hat Du mal einen Link zu solch einem “Linsenschlüssel?

Danke,
Gruß
Ernie
 
Hallo Ernie,

Google is your friend:
http://www.dx.com/de/p/lrt-02h-stai...-for-slr-dslr-lens-silver-304851#.Wsm1Cohua00


hallo Michael,

das Set ist von VTSB. Ich hatte bei der Bestellung nach einer Einbauanleitung für die HEQ5 nachgefragt, leider gab es die dort nicht und ich wurde auf das Internet verwiesen.

Auf konkrete Fragen hilft einem Herr Scheve aber weiter und so habe ich gestern auch eine entsprechende Frage an ihn gerichtet, mal schauen was er antwortet.

Gruß

Martin
 
Interessant, Linsenschlüssel... hatte ich nicht gefunden, trotz Googel ;)

Aber mal im Ernst, das Ding ist dafür unpassend! Was Du suchst ist ein vernünftiger Stirnlochschlüssel!! Damit bekommst Du die Achsenverschraubung auch mit einem kleinen Hammerschlag ab ;)

Gruß
Ernie
 
Bei Optiken sind diese Ringe mit Schlitzen oder Löchern als Halter von Linsen sehr beliebt. Eben dafür ist der verstellbare Linsenschlüssel gemacht und daher hat er wohl auch seinen Namen.

Mit einem klassischen Stirnlochschlüssel in der Form eines Gabelschlüssels wirst Du nicht in das Rohr hineingreifen können. Ich kenne dafür als richtiges Werkzeug etwas, das wie ein dickes Rohr aussieht, in das vorne in axialer Richtung zwei Stifte eingelassen sind. Frage mich aber nicht, ob das noch einen anderen Namen hat oder wo man sowas kaufen kann. Vermutlich hat man es selbst gebaut, bis man das weiss. ;)

Michael
 
Hallo Martin,
zwei Passstifte in den Ring setzen, einen umgekehrten Machienenschraubstock aufklemmen und die Spindel als Hebel nutzen. Oder eben einen Rohrschlüssel "basteln".
LG
Eberhard
 
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Hallo,

ich habe soweit wieder alles zusammen, heute werde ich voraussichtlich die Getriebe einstellen.
Das Problem ist halt, dass ich das nicht mehr so fest bekomme wie es war. Nach dem Zusammenbau hatte ich erstmal 1-2 mm Spiel was zu Wackeleffekten führte, es hat mich ziemlich Überwindung gekostet mit viel Krafteinsatz das Spiele zu eliminieren. Alu ist ja weich, leicht verformt und man muss das ja dann auch entsprechend einspannen.

Sorgen macht mir die Vorstellung, dass dann Zahnrad und Schnecke auch nicht auf der richtigen Höhe sind, man sieht es ja nicht.

Ich habe auch eine kurze Antwort von VTSB auf meine Frage nach den Teflonscheiben erhalten:"Die Anzahl der Zwischenringe kann unterschiedlich sein, Sie müssen nicht alle verbauen." Wem´s hilft, immerhin am Sonntag geantwortet.

In meiner HEQ5 war nirgends das schwarze schmierige Fett, wie man ab und zu liest.

Gruß

Martin
 
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