Probleme mit 90/500 Refraktor

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Ich habe dann mal mattes schwarzes Bastelpapier in den OAZ gemacht. Das war beim Einblick von hinten das einzige was geglänzt hat. Fehlanzeige, leider auch keine Besserung.
:unsure: Ja, Tom, das glaub ich gerne, aber dieses schwarze Naturpapier glänzt leider auch bei streifendem Lichteinfall, daher nimmt man das nicht, sondern Velours.
Wirksam wäre eine nicht zu enge Blende aus dem schwarzen Bastelpapier, in den OAZ passend, vielleicht ca. auf halber Tiefe eingesetzt, so dass die Reflexe weg sind. Achtung, die Blende darf aber nur so eng sein, dass man beim Einblick ohne Okular noch mindestens die gesamte Objektivlinse sieht, sonst werden Bildfeld und/oder Öffnung eingeschränkt.
Viel Erfolg und Gruß,
Nikolaus
 
Hallo,

das Hauptproblem ist damit eindeutig am Objektiv lokalisiert.

Da ich ja manchmal zum Basteln oder Ausprobieren (so richtig) billig kaufe hatte ich auch schon einige "Glanzleistungen" an Teleskopen und Okularen vor den Augen. Als milchig hätte ich die Abbildung dabei aber eher nicht beschrieben. Der extremste Fall war bei einem Okular eine extreme Aufhellung zum Rand bei gleichzeitig aber durchaus akzeptabler Sternabbildung.

Velours hat dann das Problem so stark abmildern können, dass ich das Okuar nun immer noch oft einsetze. Das schadet also sicher nicht und kostet auch wenig.


VG
Klaus
 
So, es ist vollbracht :-)

Ich habe die vordere Linse umgedreht und was soll ich sagen? Der Mond ist selbst mit dem 4.8 Nagler super scharf und praktisch ohne CA!

Hurra! Vielen Dank für Eure Hilfe, jetzt habe ich das Teleskop was ich erwartet habe :-)
Der Aufbau des Objektivs war sehr simpel, die Linsen lagen einfach in der Fassung und waren nur durch einen sehr dünnen Kunststoffring getrennt. Zu justieren war da nichts. Gehalten wird das ganze dann durch einen Schraubring.
Die Kanten habe ich dann auch direkt geschwärzt. Veloursfolie für den OAZ liegt auch schon hier.
Das Cheshire zeigt auch weiterhin konzentrische Kreise.

Jetzt müssen die Wolken mal verschwinden und den Blick auf die Sterne freigegeben.

VG & CS Tom.
 
Hallo,

Es wäre interessant zu wissen, weshalb war die vordere Linse verdreht?
Endstand der Fehler schon in der Herstellung, was ich aber kaum glaube, oder wurde die Optik vom Teleskop schon einmal zerlegt.

Viele Grüße
Gerd
 
Ich habe die vordere Linse umgedreht und was soll ich sagen? Der Mond ist selbst mit dem 4.8 Nagler super scharf und praktisch ohne CA!
Wow, gratuliere. Freut mich, ich kenne das Gefühl, wenn nach dem Wenden einer Linse das Bild plötzlich superscharf wird :D :y:

Es wäre interessant zu wissen, weshalb war die vordere Linse verdreht?
Endstand der Fehler schon in der Herstellung, was ich aber kaum glaube, oder wurde die Optik vom Teleskop schon einmal zerlegt.
In meinem Fall war's definitiv aus der Produktion, weil man dieses Objektiv nicht spurlos öffnen hätte können. Also verkehrt eingelegte Linsen kommen vor, zumindest im günstigen Preissegment.

CS Nik
 
Hallo Tom,

lies sich der Schraubring einfach öffnen, oder war es schwierig. Normalerweise sind die Ringe ja verklebt.
Sollte der Ring einfach zu lösen sein, hat da schon jemand das Objektiv geöffnet und dann aus Versehen die
Linse falsch montiert. Auch leichte Spuren an den Schraubring würden daraufhin deuten.

Uwe
 
Laut Auskunft von Vorbesitzer hat er das Teleskop erst im August 2020 gekauft und nie zerlegt. Es waren auch keine Kratzer oder ähnliches zu sehen. Kleber oder Sicherungslack allerdings auch nicht. Ein Hoch auf die anscheinend nicht vorhandene Qualitätssicherung in Fernost. Der Händler war übrigens Svbony.

Da ja einige von Euch ein ähnliches Teleskop nutzen, noch eine Frage: Habt Ihr noch einen Tipp für einen Filter um die restliche CA zu reduzieren? Bei Baader hat man ja die freie Auswahl zwischen Fringe, Semi Apo oder Contrast Booster.

VG & CS Tom.
 
Lumicon #8 Hellgelb habe ich in meiner Staffel. Mehr bin ich nicht bereit auszugeben, da alle Filtre bei mir Standard 2Zoll sein sollen, oder ohne Fassung. Ich habe auch eingesehen das diese Linse am besten nur zum Beobachten ist. Ich mag das Teleskop sehr, mal auf die schnelle rausgehen um eine weite Sicht zu haben. Teleskop, Zenithspiegel und ein Okular, plus Tripod, in eine Umhängetasche. Kleiner Hocker noch von Decathlon unten drangeschnallt.
Für Foto benutze ich es nicht, fehlt mir noch auf meiner Liste ein kleines ED, mit Korrektor...

CS, Martin
 
Hallo,

hier



ist ein Vergleich der Filter zu finden. Am Mond benutze ich gerne einen Baader Solar Continuum Filter für meinen Bresser 102/460mm Achromaten. Damit macht der Mond Spaß, Planeten aber nicht, da die Farbe flöten geht. Keiner der Baader Filter macht aus meinem 150/1200mm Achromaten ein perfektes Fernrohr, aber es geht so. Man hat, je nach Filter, die Wahl zwischen mehr Blausaum und weniger Bildeinfärbung oder umgekehrt. Am kurzen Bresser sind die Baader Fringe Filter alle nutzlos.

Gruß, Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Tom,
wie beurteilst du die Qualität, nachdem du die Linse gedreht hast?

Ich frage deshalb, weil ich im letzten Sommer einen Bresser 90/500 erworben habe.
Bewusst günstig, weil ich probieren wollte, wie das Hobby Astronomie bei mir ankommt.
Ich wollte eine etwas intensivere Sternfeldbetrachtung als beim Fernglas erreichen.
Der Farbsaum ist mir bei Planeten zu stark.
Aber dahingehend, was ich erwarten kann, haben mich die Sternfreunde in einer Anfängerberatung bereits aufgeklärt.
Es sind auch Partikel und Flusen im Linsenspalt.
Mittlerweile stört mich der fimschige OAZ und die Schwalbenschwanzaufnahme.
Das Sbony SV48 macht einen solideren Eindruck auf den Bildern.
Einige Kleinteile von Svbony, welche ich nutze, sind m.E. auch in Ordnung.

Wäre das SV48 kauffähig?

Viele Grüße
Klaus
 
Hallo Freunde

Ich frage mich warum immer und immer wieder zu diesen schnellen chinesischen "viel zu kulz Achlomaten" gegriffen wird? Man kauft sich diese "Dinger" und vergewaltigt sie dann am Planeten. Dann wird dann , oh wie Wunder, heftigst über den "Farbfehler" gejammert. Weiter geht dann die Diskussion wie man dann diesen bösen "Farbfehler" weg filtern kann.....
Das solche Gerätschaften einen heftigen Farbfehler aufweisen, das pfeifen die Spatzen schon seit weit über 70 Jahren äußerst heftig vom Dach herunter. Die sind schon ganz heiser, ..... die Spatzen!
Vor 70 Fahren hat man da zu einem "Kutter" gegriffen, den " Apo des kleinen Mannes". Heute gibt es, im Gegensatz zu früher, für so was schon ED-Apos zu halbwegs erschwinglichen Preisen. Die sind mit F7 nicht ganz so Schnell dafür aber halbwegs Stuben- , eh.... farbrein. Man muß da eben etwas mehr Geld in die Hand nehmen, bekommt dafür aber auch neben einem besseren Objektiv meistens auch eine bessere Fassung und vor allem einen besseren Okularauszug. Hier ist so etwas, mal nur so, als Anregung. Die gibt es auch noch in anderen Größen, aber eben nur nicht so "schnell".
Ich, für mich, habe mal rund 2800,-€ in die Hand genommen und in einen guten 6"-ED-Apo investiert und was soll ich sagen, um einen Farbfehler zu finden muß man schon ein großen, sehr großen Sack voll Erbsen zählen um hier einen Farbfehler zu finden. Die Planetenbeobachtung erreicht damit erst mit einem 3,5er Nagler seine Grenze und da sind wir dann bereits bei einer 343-fachen Vergrößerung! Eine Anschaffung fürs Leben also!
Aber hier, zum Trost, etwas Lesestoff. Und hier noch was. Auch diese Beschreibung sollte man mal lesen.

viele Grüße
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Peter,

meine Tochter sagt zu mir bei solchen Ansagen immer entweder "Du bestimmst nich über mein Leben" oder "du bist hier nicht die Oberbestimmerin!"

Muss doch jeder selbst wissen für was und wie viel er für die 10 klaren Nächte im Jahr ins Hobby investiert.

VG Klaus
 
Mit dem SV48 bekommt man was man bezahlt. Ich habe mir das Teleskop für die planetenlose Zeit für Widefield und DS gekauft. Dafür sollte es passen. Mangels gutem Wetter habe ich bis jetzt nur mal einen schnellen Blick auf den Mond werfen können, das hat auch geklappt, mit überraschend wenig CA.
Zweite Anwendung ist als Reiseteleskop, dafür ist die Größe auch super.
Photographie war nie der Plan, das trägt der OAZ auch nicht. Mit einem 2“ Spiegel und dem Hyperion 36mm kommt er schon an die Grenzen, das Teleskop zeigt dann aber eine tolle Übersicht. Der OAZ ist einstellbar, drehbar und fokussiert feinfühlig.
An der sonstigen mechanischen Verarbeitung gibt es auch nichts auszusetzen. Bis auf den OAZ ist das Teleskop weitestgehend baugleich mit dem Omegon 90/500, hat aber schon einen Sucherschuh montiert.
Wenn Du bei Svbony im deutschen eBay Shop kaufst, hast Du im Zweifel ja ein problemloses Rückgaberecht. Oder den Omegon 90/500 bei Astroshop kaufen, ist aber erst wieder ab März lieferbar. Deswegen habe ich den Svbony ausprobiert.

Es gibt bei Baader auch noch einen weiteren Bericht, in dem der weiter oben erwähnte Filter hellgelb als Alternative gut wegkommt. Suche gleich mal den Link.

VG Tom.
 
Genau so habe ich mir den Einsatz vorgestellt.
Wenn jetzt das Attribut nadelfeine Sterne dazukommt oder sogar du die Spiralarme von Andromeda auflösen kannst, wäre es großartig.

Dann wünsche ich uns allen einen guten Himmel.
Klaus
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben