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Sternenfreund - 1964

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Hallo Nachtschwärmer!
Ich stehe vor Problemen und bin gerade überfordert was ich am Besten machen soll.
Also ich habe ein Bresser 114/900 in einem dieser Komplettpakete vor einiger Zeit gekauft, natürlich mit der schon viel beschriebenen EQ - Wackelmontierung. Dann habe ich mir einen Motor dafür zugelegt. Soweit sogut - aber beim Okularwechsel oder "nur in die Richtung gucken" ist der Spaß vorbei weil sich alles verstellt. WACKELDACKEL halt!
So richtig viel sehen ausser Mond und mal Jupiter konnte ich bisher nicht.

Jetzt kommt noch dazu das ich gelesen habe Deep Sky oder so geht erst an einer Grösse von 200 aufwärts. o_O

Ich bin nun dabei zu überlegen was soll ich tun ? (Balkon nach Westen, meist eh nix los - oder?)

Bin am Überlegen - bei dem grossen Rohr ... hohle ich mir eine Montierung EQ 3-2, gleich eine EQ5? Mit oder ohne GOTO? Oder alles weghauen und komplett neu anfangen?
Lohnt sich da der Aufwand bei dem 114/900 überhaupt. Schwachpunkt ist die Montierung, das weiss ich mitlerweile, aber der Rest ???

Bei einer anderen Montierung brauche ich wieder einen anderen Motor - also doch gleich mit GOTO ????

Bin am Verzweifeln!

Also mal Danke für die Tipps hier im Voraus - will doch nur mal vernünftig was sehen !

Gruss Günther (hab mal ein Bild vom 114/900 und der Montierung angehängt!)

( Ich habe diesen Beitrag noch in einem anderen Forum um möglichst viel zu erfahren )
 

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Also du brauchst nicht unbedingt ein GoTo. Es kommt darauf an welche Objekte du sehen möchtest und wie stark du vergrösserst. Andromeda, Orionnebel und die grossen Kugelsternhaufen findet man auch ohne GoTo ganz gut (Mit Sucherfernrohr und/oder Fadenkreuzokular und/oder Leuchtpunktsucher). Ich würde das erst einmal so probieren. So lernst du auch wo die Objekte am Himmel sind und wie man sie findet.

Ich meine es hängt auch von deinem Budget ab. Wie viel kannst du denn ausgeben? Natürlich ist GoTo komfortabler und mit 200mm Öffnung sieht man mehr, aber es geht auch anders wie gesagt. Allerdings ist Balkon Westseite nicht gut. Da würde ich mir erst gar nicht ein Teleskop holen, es sei denn du kannst und möchtest auch mobil unterwegs sein, oder hast auch freie Sicht in den Zenith.
 
Hallo Günther,

das Problem ist tatsächlich die Montierung.
Da muss zwingend was anderes drunter. Minimum EQ5 (manuell oder mit GoTo).
Mit dem Teleskop sollte schon was möglich sein an Deep Sky, natürlich kein Vergleich zu 8", das ist wahr, aber das Deep Sky visuell erst ab 8" beginnt, kann ich so nicht unterschreiben.
Ich selbst habe mit einem 150/750 Newton auf manueller Montierung angefangen und da geht schon was.
Klar bringen 8" mehr Auflösung und Lichtsammelvermögen, aber größer geht halt immer.

Ich bin nun dabei zu überlegen was soll ich tun ? (Balkon nach Westen, meist eh nix los - oder?)
Nun ja, im laufe eines Jahres kommt da einiges vorbei. Ich habe über zwei Jahre auch West-Balkon gehabt und in keinster Weise alles abgrasen können was da so auftaucht.
Ruhe und Geduld, jedes Jahr kommen die selben Objekte, mal mehr, mal weniger gut zu beobachten, vorbei.
Die Sterne laufen nicht weg, zumindest nicht in absehbarer Zeit.

Bin am Überlegen - bei dem grossen Rohr ... hohle ich mir eine Montierung EQ 3-2, gleich eine EQ5?
Öhm... dann wohl ehr die EQ5 wenn Du einen 8"-er meinst. Die EQ3-2 ist eine feine kleine Montierung (ist bei mir auch im Einsatz) aber nur was für kleiner Teleskope. Auch Dein jetziges Teleskop ist für diese Montierung (EQ3-2) nicht geeignet.
Da hast Du einen ähnlichen Wackeldackel wie jetzt auch.

Bei einer anderen Montierung brauche ich wieder einen anderen Motor - also doch gleich mit GOTO ????
GoTo ist halt Stand der Dinge und eigentlich auch nicht mehr wegzudenken.
Aber bitte GoTo nicht als Vollautomatismus oder Selbstläufer ansehen. Da muss man sich schon mit auseinander setzen.
Computer halt, wenn :poop: rein, dann auch nur :poop: raus, ;).

Kurzum, um wackel- und zitterfrei zu beobachten gehört da eine EQ5 drunter.
Soll es zukunftsgerichteter sein, dann eher in Richtung HEQ5. Aber ein 8"-er Newton wird da auch schon eng, evtl. mit 1000mm Brennweite, also nicht der "standard" Newton 200/1200, bei solch einem Teleskop bist du in der EQ6 Klasse und höher.

Newton ab gewissen Größen parallaktisch zu montieren wird einfach teuer und birgt noch so ein paar Tücken. Da wäre, im visuellen Bereich, zu erwähnendas der Einblic, jetzt unabhängig von der Größe, teilweise recht sportlich zu erreichen ist.
Ist halt Systemmbedingt.

Würde erst mal das vorhandene Teleskop (jetzt ohne die Montierung zu sehen) ausreizen und lernen, Erfahrungen sammeln,... ... ...
Geh mit Ruhe und Geduld an die Sache ran.
Wie gesagt größer und teurer geht immer.
Sammle Erfahrung und schaff Dir Basiswissen und Grundlagen an.
 
Wow ... das geht ja schnell hier, bin begeistert. Habe schonmal begriffen das das 114/900 garnicht so schlecht ist - aber ne EQ5 muß drann damit es anfängt Spaß zu machen. Okay - jetzt muss ich noch überlegen EQ5 Normal, mit Nachführung oder ToGo. Oh man ist das alles schwer - außer das die Brieftasche leichter wird. :unsure:

Danke schonmal für die schnellen Antworten - kommt bestimmt noch einiges dazu !!!

Gruß Günther :y:
 
Hallo Günther,

so schlecht muss ein Westbalkon nicht sein, da dürften sich jahresübergreifend mehr Objekte vorfinden lassen als bei einem reinem Nordbalkon :)

Dein Equipment wirst Du sicherlich noch besser in den Griff bekommen, Verbesserungsmöglichkeiten existieren in alle Richtungen (Okulare, Stativ, Montierung, Optik...)

Also nicht verzweifeln, notfalls hier nachfragen, idealerweise persönlich Sternenfreunde in Deiner Umgebung aufsuchen...

Viele Grüsse, viel Erfolg, schönes neues Jahr!

Markus
 
Moin Günther,

Dein Newton ist erstmal nicht schlecht, viele beobachten mit Fernrohren mit weit kleinerer Öffnung, klar, mehr Öffnung bringt mehr Licht und Auflösung, aber eben auch mehr Probleme.

Für so ein ausladendes Teleskop wie den Newton kommt auch meiner Ansicht nach nur eine Montierung ab EQ-5 in Frage, alles anderer ist Murks, und da am besten ein gutes Stativ drunter, das ist nunmal die Basis von allem, was man da spart steckt man beim Beobachten an Frust mehr rein.

Goto ist nett, aber kein "Muss" - Es gibt Handy-Apps die einem beim "Zielen" helfen, Goto ist deutlich mehr Technik, eingenordet werden muss auch, Alignment damit die Montierung weiß wohin sie zeigt und damit das Goto erst funktioniert, ich würde trotzdem eine Pro Synscan kaufen, wenn es das Budget her gibt, aber wie gesagt, nett, aber kein muß. Wichtig ist, dass Du lernst, was Du wo am Himmel findest, und da ist Goto nicht unbedingt eine Hilfe.

WENN Du einen größeren Newton besserer Qualität haben willst (SPÄTER!) würde ich auch eher auf 150/750 gehen, der zeigt mehr Feld UND mehr Licht, eine so lange Brennweite ist nicht immer ein Vorteil.

Das wichtigste aber von allem - dran bleiben. Da nach sich unser Globus freundlicherweise dreht kommt an Deinen Westbalkon über's Jahr mehr vorbei als du beobachten kannst, das ist alles eine Frage der Planung bei der Dich ein gutes Planetariumsprogramm wie Cartes du Ciel oder Stellarium, um nur zwei zu nennen, unterstützen.

CS
Jörg
 
Lieber Günther,
schön dass du hier bist, willkommen beim schönsten Hobby der Welt. Als Anfänger ging es mir wie dir, das Fernrohr sollte möglichst groß sein und möglichst hoch vergrößern. Auch mir war damals nicht klar, dass eine unterdimensionierte Montierung den Spaß sehr stark limitiert. Jetzt bekommst du viele Vorschläge, welche Montierung du unter dein Fernrohr setzen sollst. Im günstigsten Fall gibst du viel Geld aus und hast hinterher eine echt schwere Ausrüstung und echt leichte Brieftasche. Ich würde einen anderen Weg überlegen. Behalte deine Montierung und den Motor. Kauf dir im Gebrauchtmarkt einen kleinen Refraktor, z.B. 70/420 oder so ähnlich. Diese Geräte wiegen nur 2,5 Kilogramm und sind wirklich klein, damit kommt deine Montierung klar. Ein gebrauchter ED Refraktor (sollte es schon sein) kostet ab etwa 250€.
Ich habe einen 200mm Newton und eine Goto Montierung, die beide nur noch herumstehen, seit ich den kleinen Refraktor gekauft habe. Damit kann ich visuell beobachten und Astrofotografie betreiben. Die Qualität des Okularauszuges ist sicher deutlich besser als bei deinem Reflektor und du hast beim Refraktor nicht das Problem des unbequemen Einblicks.
Ich habe auch einen Westbalkon, der mir den Blick nach Süden und Westen ermöglicht. Da gibt es echt viel zu sehen. Das einzige, was ich vermisse, ist der Blick ins Zenit. Mach auf jeden Fall weiter. Versuch auch mal den Kontakt mit anderen Sternfreunden in deiner Gegend zu suchen. Die wissen schon viel und haben oft Astrozeug rumstehen, das du günstig erwerben kannst.
CS Harald
 
Guten Morgen Günther
und alle zusammen,

Okay - jetzt muss ich noch überlegen EQ5 Normal, mit Nachführung oder ToGo. Oh man ist das alles schwer - außer das die Brieftasche leichter wird. :unsure:
keiner hat behauptet das das Beobachten, ein Teil der Hobby-Astronomie, kostengünstig ist ;).
Tja, auch ein gewisses Basiswissen und Grundlagen sollte man sich aneignen.
Eigeninitiative sollte schon vorhanden sein, um sich in die Materie einzuarbeiten und wenn es mal gar nicht mehr weiter geht, man mit seinem Latein am Ende ist, na dafür ist so ein Forum da, hier wird Dich geholfen ;).
Aber alle graue Theorie allein nutzt auch nichts.
Ran ans Teleskop Gelesenes, Tipps, ... ... ... umsetzen, testen und üben, also selbst erfahren.

Wenn es möglich ist, ist der Tipp von Markus / @markusbodensee
Also nicht verzweifeln, notfalls hier nachfragen, idealerweise persönlich Sternenfreunde in Deiner Umgebung aufsuchen...
Gold wert.

so schlecht muss ein Westbalkon nicht sein
Da nach sich unser Globus freundlicherweise dreht kommt an Deinen Westbalkon über's Jahr mehr vorbei als du beobachten kannst,
da scheinen sich ja meine Erfahrungen mit anderen zu decken.
Da auch den Tipp von Jörg / @Optikus aufgreifen
das ist alles eine Frage der Planung bei der Dich ein gutes Planetariumsprogramm wie Cartes du Ciel oder Stellarium, um nur zwei zu nennen,
keine Sorge das meiste an Programmen für das Beobachten ist kostenlos oder vom Budget her der geringste Anteil an Deinen Kosten.
OK, wenn Du evtl. später in die Astrofotografie einsteigst kommen da schon höhere Kosten auf Dich zu, aber da mal jetzt noch keinen Kopf drum machen.

Jetzt gehts erst mal darum die ersten Schritte zu machen und einigermaßen frustfrei und mit Spaß rein visuell zu beobachten.
Wenn es in den Geldbeutel passt, würde ich auch gleich die EQ5 mit GoTo anvisieren.
Aber das ist wirklich kein Muss!
Rein manuell zu starten bietet, für mich, den Vorteil den Nachthimmel noch besser kennen zu lernen als mit GoTo.
Was nicht heißt, dass Du mit GoTo nichts erlernst. GoTo (gehe zu) und die damit zusammenhängende Nachführung funktioniert dann nur gut wenn Du die Alignment-Sterne sicher erkennen kannst. Also sollte man sich diese verinnerlichen, aber da hilft z.B. Stellarium (Planetariumssoftware) weiter.
Auch fördert das Manuelle das Verständnis ungemein wie so eine parallaktische (oder EQ-, oder auch deutsche-) Montierung funktioniert. Bringt einem das Verständnis für GoTo ein Stückchen näher.

würde ich auch eher auf 150/750 gehen, der zeigt mehr Feld UND mehr Licht, eine so lange Brennweite ist nicht immer ein Vorteil.
Tja, die liebe Brennweite, die wird leider immer wieder in der Werbung in den Vordergrund gehoben im Zusammenspiel mit exorbitanten Vergrößerungsangaben.
Ja, Brennweite brauch ich auch, aber da kommt es halt drauf an was ich beobachten möchte.
Wenn ich z.B. Weitfeldbeobachtung machen möchte, reicht mir z.B. ein 120/600 Refraktor FH. Da will ich Fläche beobachten, das Objekt mit was drumherum sehen, quasi im All "schweben".
Wenn man z.B. den erwähnten 150/750 Newton nimmt kann ich mit Okularen auf maximal 300-fach vergrößern, rein rechnerisch.
Realistischer eher 200-fach bis 250-fach. Auch sind in D'land die Tage, an denen ich in die Höchstvergrößerung meines Teleskop gehen kann, an einer Hand abzuzählen. Außer ich habe das Glück über 1500m zu Wohnen oder hocke direkt in einem Sternenpark. Da sind es sicherlich mehr.
Wichtiger ist m.E. die Öffnung. Daraus ergibt sich das Lichtsammelvermögen und das Auflösungsvermögen eines Teleskop.

Aber wie gesagt, sammle erst mal Erfahrung und bring Routine und Übung rein.
 
Hallo Harald,

grundsätzlich eine sehr gute Idee, aber auch dann wäre eine EQ 3-2 das mindeste, damit er vernünftig werkeln kann mit dem Refraktor. Und, auch wenn man mich schläge, ein Berlebach drunter. Ich habe selbst eine solche Kombi und die "kann was" - allerdings keine Raketenwerfer, dafür sind die Newtons einfach zu ausladend.

Dieser EQ-2-Clon, quasi Clon vom Clon vom Clon, den er jetzt hat taugen beim besten Willen nicht viel. Da ist noch jede 70er Jahre Quelle-Montierung solider. Da muss was anderes her. Aber die Idee mit dem kleinen Refraktor hat was. Dann wäre er - das ist das was Deinem Vorschlag Charme verleiht, auf seinem Balkon mit deutlich handhabbarerem Equipment unterwegs. UND für die EQ 3-2 gibt's Goto und alles Skywatcher-Zubehör (oder auch alternativen), die es für seine jetzige Montierung nicht gibt. Er hat wenn ich das richtig sehe nicht mal ne Prismenklemme drauf.

CS
Jörg
 
Hallo zusammen,

Ich würde einen anderen Weg überlegen. Behalte deine Montierung und den Motor. Kauf dir im Gebrauchtmarkt einen kleinen Refraktor, z.B. 70/420 oder so ähnlich. Diese Geräte wiegen nur 2,5 Kilogramm und sind wirklich klein, damit kommt deine Montierung klar.
da sieht man mal wieder wofür so ein Forum gut ist.
Andere Sichtweisen, andere Meinungen, die man natürlich für sich einordnen muss.

An diesen Weg, zugegebenermaßen, ein kleineres Teleskop anzuschaffen habe ich nicht gedacht.
Das was ich so gelesen habe bezüglich dieser Clone/Clone/Clone, die Dinger scheinen wirklich nichts zu taugen.

So eine "klein Rakete" (120/600 FH) habe ich auch eine Zeitlang auf der EQ3-2 (original von Sky Watcher) betrieben und das geht gut.
Weitfeld macht richtig Spaß und Planeten, mal abgesehen vom Farbfehler beim FH, gehen auch recht passabel.
Das ist ein leichtes kompaktes und gut zu transportierendes Equipment.

auf seinem Balkon mit deutlich handhabbarerem Equipment unterwegs.
Jep :y:.
Für mich gibt es nichts besseres als Teleskop mit hinterem Einblick auf dem Balkon.
Die Dinger kann ich über die Brüstung schauen lassen, denn ich sitze ja dahinter.
Bei einem Newton, vorderer Einblick, muss man immer von der Brüstung weg. Egal welche Montierung (Alt/AZ oder EQ) sonst wird es akrobatisch und gefährlich.

So lieber Günther jetzt musst Du Dich entscheiden... ... ... ;)
ne Quatsch, jetzt sind reichlich Informationen auf Dich eingeprasselt, lass die erst mal sacken und wenn was unklar, unverständlich ist frage einfach.
 
Hallo,

ich habe ja auch mit so einem Wackeldackel angefangen. Alte EQ2 mit 114/900mm Newton. Hatte dann den NoName Tubus gegen einen Vixen getauscht und bessere Okulare zugelegt.
Lässt sich das Stativ eventuell mit Gewichten stabilisieren ?
Hatte das mal gelesen, bin aber selbst damals nicht auf die Idee gekommen. Mit den heutigen Erfahrungen wäre das aber mein erstes Ziel. Das vorhandene Equipment mit günstigen Mitteln optimieren und ausreizen. Erst danach ein gezieltes Upgrade.

Eine neue bessere Montierung für den vorhandenen 114/900mm Netwon wäre für mich keine Option gewesen. Zumal du ja auch schon in eine Nachführung investiert hast. Du kannst zwar konfortabler beobachten aber bist ja weiter durch die geringe Öffnung limitiert.

Für mich war da klar, dass ich mein knappes Budget komplett in eine größere Öffnung investieren wollte. So kam für mich nur der 8" F6 Dobson in Frage und das war wirklich ein riesen Sprung in allen Bereichen.

Aber wie gesagt, das vorhandene Equipment hatte ich da schon ausgereizt. Wenn dich die Wackelei am meisten stört, veruche erst einmal das Stativ zu optimieren.

Gruß,
Holger
 
Hi Holger,

er hat dieses üble Alustativ drunter, da ist schon die Befestigung am Kopf Mist und nach unten wird's nicht besser. Man könnte da mechanisch ran, aber das lohnt nicht.

Ich würde mir ein gebrauchtes Vermessungsstativ (vorzugsweise aus Holz, Metall geht aber auch) schießen und die Alugurke für Fusionsexperimente nutzen ... (z.B. Fusion mit dem Metallschrott-Container). Da reicht manchmal schon ein Gang zum nächsten Vermessungsamt oder Ingenieurbüro, die haben sowas manchmal rumstehen und wenn man nett fragt hilft das...

Ansonsten: z.B. Stativ für ein Theodolit Niveliergerät Landvermessung + Meßlatte 2 meter, Alu | eBay

Das geht auch für die EQ 3-2, die hat ja auch so ein Alu-Teil serienmäßig. Die Befestigung muss man halt anpassen, je nach dem was für ein Gerät drauf war.

CS
Jörg
 
Da bin ich ganz bei Optikus.

Ich würde auch erst Mal nach nem kostengünstigen Stativ gucken.

Baustativ- Edelstahl EQ 5 oder EQ 6 werden auch bisweilen hier im Forum (Marktplatz) angeboten.

Dann kannst du in Ruhe dir alles überlegen.

Es wird durch das Stativ keine Wahnsinns Killermaschine aber ein ganzes Stück ruhiger sollte es schon werden.

Aber denk daran.... Dazu musst du eine kleine Adaption basteln.
Das sollte aber das kleinste Problem sein.

Gruß Markus
 
Moin,

die beiden "größeren" EQ-Stative aus Edelstahl sind auch gut. Und gebraucht nicht teuer.

CS
Jörg
 
Moin,

das generell.

Was mir noch einfiel - versuchen die Beine mit Schraubzwingen fest zusammenzudrücken wenn man die Höhe eingestellt hat oder, das ist dann eher finaler Natur, Alustreifen im Baumarkt besorgen und Bliendniete... UND am Kopf oben die viel zu locker sitzenden Schrauben durch passende ersetzen, notfalls Löcher und Schrauben anpassen, damit das Spiel da raus kommt. So fest kann man die Schrauben nicht anziehen dass das hält, da sie keine ausreichende Führung haben.

CS
Jörg
 
Wow - ne Menge Info ... das Forum ist der Hammer !!! :y:
:y::y:
 
OH man ... jetzt hatte ich mich schon auf eine HEQ - 5 eingependelt, doch bei dem Preis ... da kommt ja noch die Stromversorgung dazu und bla, bla, bla .... OHHH man !!! Dachte wenn dann gleich richtig und evtl. später mal ein anderes Rohr und das war es erstmal. o_O
 
Die EQ3-2 ist eine feine kleine Montierung (ist bei mir auch im Einsatz) aber nur was für kleiner Teleskope. Auch Dein jetziges Teleskop ist für diese Montierung (EQ3-2) nicht geeignet.
Da hast Du einen ähnlichen Wackeldackel wie jetzt auch.
Hallo,

ich habe u.a. einen 114/900, die abgebildete EQ 3-1, eine N-EQ 3-2 sowie eine ältere EQ 5. Die EQ 3-1 war schon recht wackelig für den 114/900. Die NEQ 3-2 fand ich schon recht stabil. Die EQ-5 hat bei mir nicht soviel mehr an Stabilität gebracht. Sehr gut fand ich auch eine alte Skyview-Montierung (entspricht etwa EQ 3-2) mit dem 114/900. Eigentlich fand ich die am besten. Nicht so schwer, große Feststellklemmen und große Nachführwellengriffe.

Sieht aber vielleicht jeder etwas anders. ;)

FG
Christian
 
Guten Morgen Günther,

OHHH man !!! Dachte wenn dann gleich richtig und evtl. später mal ein anderes Rohr und das war es erstmal. o_O
ich kann Dir versichern, das Du ein Fass ohne Boden aufgemacht hast ;).
Für den jetzigen Pries der HEQ5 plus einem Hunderter habe ich vor ca. 4 Jahren meine iOptron AZ Pro bekommen. Die liegt jetzt bei etwas unter 2K € :sick:.

Da Du ja auf dem Balkon beobachten möchtest, da geh ich jetzt einfach mal davon aus, dass da eine Außensteckdose existiert, reicht Dir ein passendes Netzteil, wie so etwas:
Netzteil
bitte als Beispiel betrachten, habe jetzt nicht g'schaut ob das zur HEQ5 passt.
Für das Beobachten auf dem Acker muss da natürlich eine passende Powerbank her.
GoTo ohne Strom, ist halt GoTo ohne Strom und da geht dann nichts. So weit ich weiß kann man auch keine biegsamen Wellen für die beiden Achsen adaptieren.

Tja, und wenn Du Dich erst mal einigermaßen eingefunden hast in der Materie, wachsen doch recht schnell die Begehrlichkeiten.
Andere (bessere) Okulare, hie und da ein Filter, Rotlichtlampe (die sollte von Anfang an angeschafft werden), was zur Justage des Newton, ist leider notwendig (da gibt es aber Sparvarianten mit denen man arbeiten kann), und und und.

Deshalb hier auch der Anstoß zur Überlegung Dein vorhandenes Equipment versuchen zu optimieren.
Auch gilt wohl, das kaum einer hier direkt das Setup angeschafft hat mit dem er jetzt bevorzugt arbeitet.
Grundsätzlich gilt aber, bitte nicht an der Montierung sparen. Die ist nun mal das A&O. Der Unterbau muss stimmen. Alles andere kann man sich je nach Bedarf und Begehrlichkeiten anschaffen.

Christian / @Christian_S2
Sieht aber vielleicht jeder etwas anders. ;)
jep :y:.
Aber eine Tendenz ist ja aus den Antworten zu erkennen.
 
Lieber Günther,
ernsthafte Sternfreunde pflegen ihr Equipment gut. Deshalb rate ich dazu, gerade wenn das Geld nicht locker sitzt, bei befreundeten Sternfreunden oder hier im Forum die benötigten Dinge gebraucht zu kaufen, letzteres am besten mit Selbstabholung. Am besten ist es, die Sachen bei befreundeten Sternfreunden erst mal zu probieren. Dann merkst du oft, dass du etwas gar nicht wirklich brauchst. Ich habe mir einmal fast eine EQ 6 gekauft, weil die damals einfach so "geil" war. Nachdem ich sie ausprobiert habe, wurde mir klar, dass für mich diese Montierung als mobiles Setting einfach zu schwer ist. Dazu kommt noch, wenn du eine neue EQ 5 kaufst, kaufst du auch das billigste Fett, dass man in China finden konnte und nach kurzer Zeit fängt die Verharzung an und die Monti läuft nicht mehr rund. Jeder vernünftige Sternfreund hat das Fett ersetzt und du kaufst für weniger Geld eine Montierung, die weniger Ärger macht.
Trotzdem finde ich deinen Gedanken, eine EQ 5 zu erwerben, nicht gut. "wenn, dann gleich richtig..." stimmt eben für die EQ 5 nicht, auch wenn es dir heute so vorkommt. Für einen Achtzöller ist die Montierung nicht stabil genug, auch nicht für einen 120er Refraktor. ALs "endgültige" Lösung könnte man eine HEQ 5 ansehen oder etwas vergleichbares. Die haben ein modernes Design, sind ohne Probleme ausbaubar, sind noch relativ leicht und haben eine Tragfähigkeit, die jedenfalls für die oben beschriebenen Geräte ausreicht. MIt solch einer Montierung sind wir allerdings in einer anderen Preisregion.
Deshalb hier noch einmal mein Rat zu einem kleinen ED Refraktor. Viel mehr Licht sammelt dein Spiegel auch nicht und der Refraktor hat keine Bauteile im Strahlengang, die für verminderten Kontrast und Auflösung sorgen. Die kurze Brennweite und das geringe Gewicht machen diese Teleskope sehr flexibel, sehr mobil und sehr reisetauglich. Am besten probierst du so ein Gerät einmal aus, entweder bei einem befreundeten Sternfreund oder z.B. auf einer Astromesse.
So kommst du erstmal preiswert an hochwertiges Equipment und wenn du dich einmal vergrößerst, kannst du den kleinen Refraktor als Leitrohr immer noch gut gebrauchen. Von einem 110er Spiegel als Leitrohr habe ich noch nie gehört.
CS Harald
 
OH man ... jetzt hatte ich mich schon auf eine HEQ - 5 eingependelt, doch bei dem Preis ... da kommt ja noch die Stromversorgung dazu und bla, bla, bla .... OHHH man !!! Dachte wenn dann gleich richtig und evtl. später mal ein anderes Rohr und das war es erstmal. o_O
Falls du nur visuell unterwegs sein möchtest, dh Fotografie kein Thema für dich ist, würde ich vorschlagen, über einen Dobson nachzudenken.
 
Hallo Harald,

Trotzdem finde ich deinen Gedanken, eine EQ 5 zu erwerben, nicht gut. "wenn, dann gleich richtig..." stimmt eben für die EQ 5 nicht,
OH man ... jetzt hatte ich mich schon auf eine HEQ - 5 eingependelt, doch bei dem Preis ...
Günther hat die HEQ5 ins Auge gefasst und selbst schon gemerkt das der Preis, nun ja, zum :sick: ist.
In seiner letzten Antwort (#19) sprach er nicht von der EQ5

Letztendlich geht es ja auch darum das vorhandene Teleskop "irgendwie" stabiler zu montieren.
Ob jetzt mit der Neuanschaffung und etwas zukunftsgerichteter mit einer HEQ5, oder eben gebraucht.
Oder halt der Optimierung der vorhandenen Montierung.
Das muss Günther schlussendlich selbst entscheiden.

P.S.
Es ist ja, wie im Verlauf des Threads ersichtlich wurde, die 114/900 Optik nicht schlecht.
Es hapert halt am Unterbau.
Dieser Clon vom Clon ist bei der ca. 1m Baulänge reichlich überfordert, ebenso wie eine EQ3-2.
Jetzt gibt es eben verschiedene Möglichkeiten
- optimieren des Vorhandenen, in wie weit das dann zum Ziel führt :unsure:, keine Ahnung
- Anschaffung einer passenden Montierung, da besser eine HEQ5, da ist aber der Preis o_O, dafür aber zukunftsgerichteter
- EQ5, da ist aber wohl mit dem vorhandenen Teleskop gleich wieder Schluss. Da mag evtl noch ein 200/1000-er rein visuell drauf passen.
- Anschaffung eines kleineren Teleskop. Da meine ich aber hier herausgelesen zu haben, das auf diesen Clon/Clon da auch nicht viel zu reißen ist. Selbst bei einer EQ3-2 ist da m.E. bei einem 120/600 Schluss. Was natürlich ein schönes Instrument ist für Weitfeld.

Tja, und bei allem spielt halt auch mit, wie weit ich meinen Geldbeutel öffnen mag oder besser auch kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,

aus meiner Sicht gibt es zwei Ansätze, die meiner Ansicht nach funktionieren können:

WENN das ganze finanziell greifbar bleiben soll, würde ich dringend gebraucht kaufen, wo immer es geht. Dazu steht oben etwas, das ich unterschreiben würde. Man muss sich die Sachen eben ansehen oder aus vertrauenswürdiger Quelle kaufen - in seinem Fall zählt mangels Erfahrung der freundliche Chinamann nicht dazu.

(1) Variante A

Step 1:
- kleiner FH oder APO, ersetzt den Raketenwerfer,
- Monti bleibt erstmal, kriegt ein Vermessungsstativ oder vergleichbar, wird später ersetzt durch z.B. EQ 3-2 oder größer (Budget?)
- ggf. 2-achs. Antrieb nachrüsten -> SimpleDreamEQ2 – GoTo upgrade kit for Synta EQ2, Meade Polaris, Orion Astroview mounts – Astro-Gadget
- erstmal wirklich gründlich einarbeiten!

Step 2:
- größere Montierung, ich wäre auch bei einer gebr. HEQ-5
- Reaktivierung Raketenwerfer oder etwas besseres, nach Wahl
- Refraktor als Fotogerät/Widefieldgerät behalten
- erstmal wirklich gründlich einarbeiten!

(2) Variante B

Step 1 weglassen, mit Step 2 starten.

Was dabei deutlich wird: Variante A ermöglicht eine intensive Einarbeitung mit einem funktionalen Equipment, wenngleich kleiner und einfacher, bei geringerem Budget und handhabbareren Abmessungen. Variante B führt zu massiv höheren Ausgaben, BEVOR eine sinnvolle Einarbeitung stattfinden KANN.

Mein Petitum: Variante A - eindeutig.

Dobson auf Balkon halte ich für eine suboptimale Variante - dafür ist auf einem "normalen Balkon" kein Platz, dafür ist der Dobs bei allein systemimmanenten Vorteilen zu sperrig.

CS
Jörg
 
Hallo Jörg,

Dobson auf Balkon halte ich für eine suboptimale Variante - dafür ist auf einem "normalen Balkon" kein Platz, dafür ist der Dobs bei allein systemimmanenten Vorteilen zu sperrig.
jep, kann ich so unterschreiben.
Meine Erfahrung, bei einem Standard-Dobson (200/1200) brauchts gut 1,60m Tiefe.
Das Teil muss ja von der Brüstung weg, der vordere Einblick halt. Und wenn mal was flacher beobachtet wird, brauche ich hinten raus Platz, sonst schrabbt der Tubus an der Hauswand, dem Fenster oder sonst was entlang, kein Spaß nicht o_O.
Und um überhaupt etwas flacher beobachten zu können, muss der Dobson aufgebockt werden, damit ich über die Brüstung schauen kann, ohne sehe ich dann sehr unscharf alles was zur Brüstung gehört.

Deine bevorzugte Varinate (A) finde ich auch ansprechend und nachvollziehbar.
 
Dobson auf Balkon halte ich für eine suboptimale Variante - dafür ist auf einem "normalen Balkon" kein Platz, dafür ist der Dobs bei allein systemimmanenten Vorteilen zu sperrig.

CS
Jörg
Kommt natürlich auf den Balkon an, aber so ein kleiner 150P Heritage als Tischdobson könnte funktionieren. So ein 6 Zöller zeigt auch schon was und in Abhängigkeit vom Himmel ist der Unterschied zu 8 Zoll nicht mal so groß.
 
Hallo Mathias,

Es ist ja, wie im Verlauf des Threads ersichtlich wurde, die 114/900 Optik nicht schlecht.
Es hapert halt am Unterbau.
Dieser Clon vom Clon ist bei der ca. 1m Baulänge reichlich überfordert, ebenso wie eine EQ3-2.

Zur Zeit hat er eine EQ-3-1, die ist natürlich überfordert, auch wegen des schwachen Stativs. Ob sich der Aufwand einer teueren Montierung für den 114/900er lohnt? Ich denke nicht, vielleicht gebraucht eine alte Montierung.

Ich hatte mir nach dem 114er einen 130/650 auf der N-EQ3-2 gekauft. Das ist eine sekhr stabile Kombi (fürs visuelle auf jeden Fall). Dieser Newton ist kürzer und damit auf derselben Montierung viel ruhiger. Außerdem hat er mit dem Parabolspiegel ein schärferes Bild als der 114er geliefert. Den 114er benutze ich nicht mehr. Der 130er ist handlicher und besser.

FG
Christian
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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