Procyon und andere Doppelsterne

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Lukas2117

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Hallo zusammen,
Heute morgen habe ich mich wieder einmal mit weiteren Doppelsternen in der Nähe des Orionnebels beschäftigt. Aber auch Procyon, den hellsten Stern der Konstellation Canis Minor (Kleiner Hund) samt Begleiter stand auf dem Beobachtungsplan.

Teleskop: Bresser 60/800 Refraktor
Bedingungen: Mag. 6.5
Seeing: Ruhig

STF 745:
Die Komponenten A und B waren recht leicht bei 88-Fach zu erkennen. Die Komponente C war aufgrund ihrer geringen Helligkeit schwieriger als die anderen beiden Sterne zu erkennen. Alle Sterne waren Farblos.

Iota Orionis:
Diesmal zeigte sich die Farben Blau beim Hauptstern und ein leichter Gelbton bei der B Komponente. Bei dieser Beobachtung habe ich genauer auf die Farben geachtet als beim letzten Mal. Allerdings fand ich durch Stellarium heraus, dass es noch einen 3-Stern gibt, aber auf diesen habe ich leider nicht geachtet. Ebenfalls 88-Fache Vergrößerung.

Die Trapezsterne:
Eine Zeit lang verweilte ich auch am Orionnebel, um nochmal zu versuchen das „Trapez“ mit den Vergrößerungen 133- und 200-Fach zu trennen. Dies war leider kein Erfolg, aber dafür bemerkte ich wie großflächig und hell der Orionnebel erscheint. Irgendwie hatte ich aber das Gefühl, dass der Nebel heller war als sonst.
Für den Nebel benutzte ich dann lieber 40-Fach als Vergrößerung.

Procyon:
Das Sternsystem von Procyon ist sehr ähnlich wie sein Pendant „Sirius“ im Canis Major (Großer Hund), allerdings ist der Abstand wesentlich kleiner und der Nebenstern war auch dunkler. Im Vergleich beträgt der Abstand bei Procyon ca. 5 Bogensekunden und bei Sirius 11.3 Bogensekunden, was für mich bei der Beobachtung erkennen war. Procyon hat ebenfalls die Farbe blau beim Hauptstern. Wie Auch bei Sirius war die Trennung nicht gerade Einfach weil der Helligkeitsunterschied enorm ist.
Mit 133-Facher Vergrößerungen geling mir das Beste Maß zwischen Vergrößerung und Kontrast.

Was mich beiden Doppelsternsystemen fasziniert ist, dass die Nebensterne jeweils weiße Zwerge sind, die ca. die Größe unserer Erde haben, aber dennoch so „hell“ sind um sie im Teleskop sehen, obwohl sie mehrere Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt sind.

Cs,
Lukas
 
Hey Lukas,

Du machst echt Nägel mit Köpfen - Empfehlung STF 745 haste gleich mal in die Tat umgesetzt, sehr gut.
Und Procyon auch geknackt. Die Trennung von knapp 5" bei 10 Größenklassen Helligkeitsunterschied ist ein Leistung.
Kennst Du eigentlich das Doppelsternprojekt der VdS.
Wenn Doppelsterne Dich weiterhin begeistern sollten, wäre das eine schöne Anlaufstelle für Dich und Du könntest Deine Beobachtungen dort mit einstellen. Nur so eine Idee...

Beste Grüße

Rene
 
Hi Lukas,

STF 745 und Iota Orionis habe ich auch schon öfters beobachtet, die machen Spaß. STF 747 ist dann ja auch immer im Sichtfeld.
Was meinst du mit
das „Trapez“ mit den Vergrößerungen 133- und 200-Fach zu trennen. Dies war leider kein Erfolg
Das sind ja vier relativ helle (STF 748 A-D) und zwei etwas dunklere (E,F). A-D sollten doch eigentlich möglich sein mit 60mm :unsure:. Vor allem wenn man deine anderen Beobachtungen anschaut. Was hast du denn gesehen beim Trapez?

CS, Sebastian
 
Das Trapez sollte m.E. mit den geg. V locker möglich sein - ich hab das ja (nicht aktuell) schon im APM100 mit den 12,5mm Okularen. Auch natürlich wenn man die weiter beschrieben Trennungen damit vergleicht: Sirius B mit dem 60/800, ehrlich?

cs Manfred
 
Das Trapez sehe ich auch schon mit dem Lacerta 72/432 bei niedriger Vergrößerung ohne Probleme. Winzig, aber gestochen scharf und getrennt. :)

Sirius B war m.E. schon eine Leistung, weil A sehr hell ist... :unsure:

lg
Niki
 
Procyon B, der mit einem 36" Refraktor erstmals visuell nachgewiesen werden konnte, mit einem 60mm Bresser Achromat einfach so getrennt? Nie im Leben. Allein schon deshalb nicht, weil der mit 11,5mag an sich an der Grenze für 60mm sind. Wenn man dann noch so eine kleine Austrittspupille wählt, wird das bisschen Licht ja nochmal auf eine Fläche verteilt. In unseren Breiten müsste der in einer normalen Nacht eigentlich im Streulichtkegel von Procyon untergehen. Procyon ist auch nicht blau. Wenn der blau ist, liegt es an dem Achromat, was aber wiederum zur Folge hätte, dass Procyon B dadurch unmöglich wäre.

Evtl. den Stern verwechselt? Dazu würde auch passen, dass das Trapez nicht getrennt werden konnte. Das geht sogar mit einem etwas besseren Sucherfernrohr.

Wenn man mit so einem Teleskop wirklich einen Weißen Zwerg sehen will, dann sollte man omikron2 Eridani anpeilen. Und selbst das dürfte mit dem 60mm Bresser nicht ohne sein.
 
Das Trapez sehe ich auch schon mit dem Lacerta 72/432 bei niedriger Vergrößerung ohne Probleme. Winzig, aber gestochen scharf und getrennt. :)

Sirius B war m.E. schon eine Leistung, weil A sehr hell ist... :unsure:

lg
Niki
Natürlich geht bei guter Luft das Trapezium auch kleiner - z.B. war mit dem 60er-Miyau ('Pleiades') und den 22x-Okus schon mal bei A-C-D, wobei D deutlich länglich erschien. Ich hatte das Gefühl, dass es mit '28x' geklappt haben könnte. GIbt ja keine weiteren Okus, nur die beiden 'endemischen' Miyauchi 15x und 22x. Ich probier' das mal mit 23x im 100er (24mm PanO), vllt. lag es ja auch an den 60mm, dass B-D gerade nicht gepasst hat. Das 22x60 jedenfalls ist eine scharfe Optik.

cd Manfred
 
Hallo zusammen,
Ich war schon wirklich begeistert, dass ich Sirius im 60mm Refraktor sehen konnte. Die Beobachtung am Tag darauf brachte mir den Beweis, dass es kein Artefakt sein kann.

Daraufhin dachte ich mir, dass Procyon B auch einen Versuch wert ist. Und ja, ich habe wirklich ein kleines Pünktchen oberhalb des grellen Sterns gesehen. Das Procyon B mit einem 36“ Refraktor Erstmals Beobachtet wurde erscheint mir Logisch, aber sein Glück versuchen ist mir bei meinen Beobachtungen sehr wichtig.

Trotzdem werde ich auch nochmal eine Nachbeobachtung bei gutem Seeing Durchführen, wie ich es ebenfalls bei Sirius getan habe.

Die Doppelsternbeobachtung habe ich auch erst vor nicht allzu langer Zeit angefangen. Also ich bin noch dabei Erfahrungen zu sammeln. Sirius und Procyon hatte ich auch nur beobachtet weil die beiden Sterne ungewöhnlich wenig geflackert haben was ein Indiz für gutes Seeing sein soll.

Auch beim Trapez werde ich weiterhin mein Glück versuchen. Vielleicht geht die Trennung doch. Eine ältere Zeichnung vom Nebel befindet sich im Anhang.

Gruß und Cs,
Lukas
 

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Hallo Lukas,
als jemand, der schon viele Jahre Doppelsterne im Fokus hat zunächst meinen Glückwunsch für die Wahl deiner Objekte. Sehr schön.
Zu deiner Sichtung von Sirius B erlaube ich mir aber, Zweifel anzumelden. Nicht an deiner Ansicht, ihn gesehen zu haben, sondern am Fakt an sich, denn mit 60mm halte ich das schlicht in unseren Breiten für nicht machbar. Selbst beim derzeitigen Abstand von um die 11" Abstand brauchst du nach meiner Erfahrung allermindestens einen perfekten 4-Zöller. In normalen Nächten hast du schon mit 6" kaum eine Chance. Ich verweise da mal auf eine lange Tradition an Erfahrungsberichten in diversen Foren (gern auch mal suchen auf CN unter "the pub".)
Sofern du Zugriff auf andere Optiken hast könntest du dich an verschiedene Gegenbeobachtungen machen. Ein spannendes Feld jedenfalls.

Gruß
Thorsten
 
Moin Lukas,
heute morgen gegen 6 Uhr stand der Orion schön hoch im Süden, so dass ich spontan mein zum Refraktor umfunktioniertes Teleobjektiv aufgebaut habe.
Auch beim Trapez werde ich weiterhin mein Glück versuchen. Vielleicht geht die Trennung doch.

Trotz nicht so gutem Seeing und einem 4.5-mag-Himmel konnte ich das Trapez mit den Komponenten A bis D bei 70-facher Vergrößerung problemlos erkennen. An Sirius und Procyon habe ich mich gar nicht erst versucht, da schon der leichter zu trennende Begleiter von Rigel nicht zu sehen war. Ich denke, dass ich bei diesen schweren Objekten für diese geringe Öffnung von 62mm mit meinem Behelfsrefraktor auch keinen Erfolg haben werde, da ihm abbildungstechnisch bei einer Vergrößerung von 100x die Puste ausgeht.

Morgendliche Grüße aus Schleswig-Holstein
*entfernt*
 
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