Produktkonzept nextgen. Teleskop (Bachelorarbeit)

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Hallo Marius,

Wie schon mehrfach gesagt handelt sich das Ganze hier erstmal um eine Ideensammlung "planlos" ist vielleicht ein bisschen überspitzt, also ich hab mehrere Wochen recherchiert mich in das Thema eingelesen und auch mal selbst mit meinem Newton Teleskop die Sterne beobachtet.

mehrere Wochen Recherche ist noch lange nicht ausreichend. Um die technische Situation zu verstehen, muß man zuerst herausfinden, was es derzeit alles an funktionierenden Lösungen (Teleskope + Montierung) am Markt gibt. Damit bist Du augenscheinlich noch nicht fertig. :/

Unter dem Arbeitstitel "nextgen. Teleskop" ist es planlos.

Unter dem Arbeitstitel "Astronomie für Laien erlebbar machen" ist es eine Ideensammlung, die auf "Machbarkeit" hin abgeklopft gehört.

Hab zwar früher des öfteren schonmal mit einem Teleskop in die Sterne geschaut und war auch immer weitestgehend interessiert an der Materie,

Du schreibst, Du hast mit Deinem Newton (Öffnung/Brennweite?) "die Sterne" beobachtet. Sehr gut. Damit entfällt eine meiner Annahmen.

Magst Du uns mitteilen, mit welchen Erwartungen Du dieses Teleskop gekauft oder ausgeliehen hast? Und wie viel Geld Du dafür ausgegeben hast? Hat das Teleskop Deine Erwartungen erfüllt? Hast Du wirklich nur "Sterne" beobachtet? Also Pünktchen im Okular? War das alles, was Du beobachtet hast?

Falls ja, was hast Du beim Anblick dieser Pünktchen gefühlt, gedacht, gewünscht? Hat es Dich motiviert, Dich weiter mit diesen Pünktchen zu beschäftigen? Kannst Du nun die Namen der Pünktchen im Okular benennen? In welchem Sternbild sie stehen, zu welcher Jahreszeit diese Sterne besonders gut zu beobachten sind? Weißt Du nun, warum ein Stern leuchtet? Wo dieser Stern herkommt, wohin er in 10.000 Jahren gewandert sein wird? Wie er entstanden ist und wie er sein Ende gestalten wird?

Hat Dich der Anblick dieser Pünktchen motiviert, das Teleskop an einem 2., 3. Abend nochmals hervorzuholen und erneut die Pünktchen anzuschauen? ?)

Oder hast Du festgestellt, hmm, ja, aber irgendwie doch langweilig, sind ja nur Pünktchen...

Falls Du neben den Pünktchen auch noch etwas anderes beobachtet hast - wie hast Du das gefunden? Mit Hilfe einer Sternkarte und dem Sucher, einer Goto-Montierung, einer App? Was hast Du bei der Suche nach diesen anderen Dingen (Galaxien, Nebeln, Sternhaufen, Planetarischen Nebeln, Supernovaüberresten) dir selber ganz heftig gewünscht?

Und hat der Blick ins Okular bei diesen anderen Dingen auch Deinen Erwartungen entsprochen? ?)

... jedoch keinen wirklichen Zugang gefunden mich wie ihr so ausgiebig mit dem Hobby zu beschäftigen. (Sprich ich bin eigentlich Teil der Zielgruppe)

dieser Teil klingt für mich nicht danach, daß Du mit dem Anblick im Okular zufrieden warst. Für mich hört sich das an, als wäre da eine Diskrepanz zwischen Deinen Erwartungen (geschürt durch TV-Dokus, Bildern in Kalendern, Zeitschriften und Internet) und der Realität.

Woran konkret lag es denn, daß Du keinen Zugang gefunden hast?

- Wunschobjekt nicht gefunden?
- Wunschobjekt (falls gefunden) nicht spektakulär genug?

oder andere Gründe? ?)

Da Du Dich selber als Teil der Zielgruppe empfindest, was konkret soll den ein Teleskop kosten dürfen und was soll es für diesen Preis machen, damit Du den Zugang zur Astronomie doch noch findest? Liegt es überhaupt an dem Hilfsmittel Teleskop oder an etwas anderem? ?)

Das ist allerdings ein wichtiger Punkt, weshalb weniger Technik oder ein modulares Konzept oft auch wirklich besser ist. Vor allem wenn sich innerhalb der 10 Jahre (höchstwarschenlich) auch die Nutzeransprüche ändern würden.

Was meinst Du mit "Nutzeranspruch"? Fernrohre gibt es seit rund 400 Jahren. Sie sammeln Licht und bilden es im Okular ab. Der Benutzer guckt rein und freut sich über die Abbildung. Natürlich gab und gibt es Verbesserungen bei den eingesetzten Materialien, aber am Prinzip (Nutzeranspruch) hat sich nix geändert. Es wird immernoch Licht gesammelt und im Okular abgebildet. Was soll denn das Teleskop von "morgen" zusätzlich noch können?

"Automatisch" die gewünschten Objekte anfahren (tut jede Goto Montierung heute schon), Eckdaten über das Objekt anzeigen (tut auch jede gehobene Steuerung heute schon)? Damit Du in den Genuß dieser "Luxusfeatchers" kommst, mußt halt genügend Knete ausgeben. :Trost:

Natürlich könnte man die visuell (als Schrift oder als Graphik angezeigten Informationen zum Objekt) noch zusätzlich akustisch abrufbar machen. Wenn dann 2 oder 3 Teleskopbesitzer nebeneinander auf der Wiese stehen, wirds halt ungemütlich laut. :smiley64:

Könnte man durch Kopfhörer reduzieren. Ist aber etwas unpraktisch. Weil dann noch ein Kabel zur Steuerung führt. Bei Bluetouth oder Funkübertragung zum Kopfhörer kommt dann noch hinzu, daß womöglich alle Geräte auf der selben Frequenz arbeiten und man als User blos noch Kauderwelsch präsentiert bekommt... :krank:

Anstatt Kritik an Entertainment, Verdummung der Leute durch Technik und Leuten die es einfach haben wollen wären doch ein paar gute Vorschläge wie das Ganze deiner Meinung nach aussehen soll interessant! Wie würdet ihr euch das im Besten Falle wünschen?

warum stellst Du mir diese Frage? Ich will weder ein "nextgen Teleskop" noch so nen Simulator. Weil ich als "Experte" beides schlicht nicht brauche. :totlach: :mauer:

Du mußt die Zielgruppe der Laien fragen, wie sie sich das vorstellt. Also Dich selber.

ich wünsche mir vor allem, daß sich der an Astronomie interessierte Laie erstmal klarmacht, daß Astronomie ein Teilgebiet der Physik ist, eine Wissenschaft und keine "Unterhaltung" im klassischen (passiven) Sinn wie Theater, Schauspielhaus, Philharmonie, klassisches oder Rock-Konzert, Kino, Autokino, TV (wo man berieselt wird und selber nix macht außer konsumieren)... ist.

Daß hochaufgelöste, langzeitbelichtete und massiv mit Bildbearbeitung hergestellte Fotografien in Kalendern, Internet, Büchern, TV-Dokus nichts mit dem Anblick im Okular zu tun haben. Daß TV-Dokus in erster Linie passive Unterhaltung/Berieselung für die breite Masse sind und nichts mit der Wirklichkeit am Teleskop gemein haben. :neinnein:

Sowenig wie eine Tüte Mehl, Backpulver, ein paar Eier, Butter, Obst und Gewürze auf dem Küchentisch mit dem leckeren, fertig gebackenen Kuchen von Muttern oder dem Bäcker um die Ecke gemein haben. Ohne Rezept, Waage, Meßbecher, Mixer, Kuchenform, Backofen und Wecker wird aus den Zutaten nun mal kein leckerer Kuchen. Auch wenn sich der Backunkundige eine Fertigmischung kauft, benötigt er trotzdem Meßbecher, Mixer, Kuchenform, Backofen und Wecker und muß sie fehlerfrei bedienen können... Backen ist eine aktive Tätigkeit, die Eigeninitiative, Bereitschaft zum Lernen und Übung, Übung, Übung braucht und keine passive (konsumierende) Tätigkeit. :respekt:


Das selbe gilt für Amateurastronomie (Sterlesgucken). :biggrin:

Zum Reinschnuppern, was man mit einem (guten) Teleskop sehen kann, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

- Sternwarte besuchen (kostet so um 5 Euro rum)
- öffentliche Beobachtungsabende eines Astrovereins besuchen (sind meist kostenlos)
- ein Teleskoptreffen besuchen (kostet minimalen Eintritt)
- Teleskop ausleihen und selber probieren (kostet deutlich mehr und ist sehr frustbehaftet, weil mangels Wissen/Erfahrung nicht viel klappt)

Zum Reinschnuppern, wie vielschichtig Astronomie ist, gibt es ebenfalls verschiedene Möglichkeiten:

- Besuch eines Planetariums
- Bücher lesen
- im Internet die Seiten der NASA, ESO, YAXA und sonstiger Organisationen anschauen und neben Konsum der Bilder/Videos auch die erklärenden Texte dazu lesen
- Youtube-Videos seriöser Quellen konsumieren
- Mitglied auf Zeit in einer Sternwarte oder einem Astro-Verein werden

Der Wunsch: "es muß doch möglich sein, ohne erlerntes Wissen alleine ohne Hilfe von Experten für unter 100 Euro spontan mit einem technischen Gerät (Teleskop oder Teleskop-Simulator) das anzuschauen, was mir jetzt gerade in den Sinn kommt" ist ein nicht erfüllbarer Wunsch. :neinnein:

Zu dem Preis gibt es weder die erforderliche Hardware noch die nach "klassischem Teleskop" aussehende Simulationslösung. :mauer:

Produktdesigner sind im besten Falle von Anfang an an der Produktkonzeption und Entwicklung beteiligt.

das ist ein frommer Wunsch, hat aber mit der tatsächlichen Geschichte der Technik, die mit den ersten Erfindungen (Hebel, Seilzug, Rollen zum Transport von schweren Gütern, Dammbau zum Stauen von lebensnotwendigem Wasser, Archimedischer Schraube zur Bewässerung von Feldern, erste primitive Uhren (Wassergefäß mit Loch), Getrieben, Wasserrädern, Windmühlen, Jakobsstab zur Positionsbestimmung, Hammerwerken, ...) vor rund 5.000 Jahren begann, nix zu tun. Auch im Dampfmaschinenzeitalter gab es keine "beteiligten" Designer. Und selbst die Raketen, mit denen die ersten Satelliten/Menschen ins Weltall geschossen wurden, hatten keine Designer. :teufelgrr:

Entwicklungsingenieure entwickeln meist die technischen Aspekte z.b. Mechanik von Produkten "Wie mache ich eine automatische Teleskopmontierung" Designer dagegen entwickeln Innovationen zum Beispiel aus Nutzerrecherche (z.b. wie benutzt er es, warum, was will der Nutzer, wie könnten seine Wünsche besser erreicht werden) oder Material, Ergonomie, oder oder oder...

Diese Argumentation ist ein Zirkelschluß. Eine "Nutzerrecherche" durch den Designer kann erst erfolgen, wenn das Produkt bereits testweise auf dem Markt ist und die Tester dieses Produkt einige Zeit verwendet haben. Erst dann stellen die Tester/Nutzer fest, wo es klemmt. :smiley65:

Bei neuen Produkten sind das üblicherweise Konstruktionsmängel für Anwendungsbereiche, die der Techniker/Ingenieur nicht bedacht hat (die nicht in der Spezifikation enthalten waren, weil noch nicht als relevant bekannt). Dann ist wiederum der Techniker/Ingenieur gefordert, derartige Anforderungen in den Spezifikationen zu implementieren und die festgestellten Konstruktionsmängel zu beseitigen.

Erst wenn die funktionalen Konstruktionsmängel beseitigt sind, kann über "Design" nachgedacht werden. :pfeif:

meist passiert die Arbeit auch Hand in Hand mit Ingenieuren, Marketing, Fertigung, Markforschung oder oder oder...

hat Dein Prof an der Uni wirklich so einen hahnebüchenen Quatsch erzählt? :erschreck:

Ich war über 20 Jahre lang erfolgreich in der Forschung/Entwicklung in der Industrie beschäftigt. Also da, wo so ein "nextgen Teleskop" bzw. so ein Teleskopsimulator entwickelt und hergestellt werden würde. Meine ersten Testaufbauten zu einem neuen (= geheimen) Produkt waren weder "ergonomisch" noch gab es dazu Marketingvorgaben oder Marktforschung. Das war bis zur Patentbeantragung "Geheimsache hoch 3" mit sehr begrenztem informierten Personenkreis. Schon mal was von Wirtschaftsspionage gehört? :smiley60:

Mein Chef hat mir ganz konkrete Aufgaben gestellt und ich hab sie zuerst theoretisch analysiert (Spezifikation, Lastenheft erstellt), dann Schritt für Schritt mechanisch/elektrisch umgesetzt. Wenn das Teil dann nach einiger Entwicklungszeit tatsächlich die geforderte Aufgabe erfüllt hat, wurde es von mir in Kleinserie (5-20 Stück) von Hand hergestellt und an weitere Tester innerhalb der Firma abgegeben. Nachdem es auch dort den Praxistest erfolgreich bestanden hat, wurden die klobigen mechanischen/elektrischen Bestandteile miniaturisiert, dann wurde erneut getestet. War es dann auch noch erfolgreich, wurde ein Patent angemeldet. Erst dann kamen die Designer und Ergonomen, dann wurde es auf Messen und in der Fachliteratur präsentiert, dann hat die Werbeabteilung die Trommel gerührt und die Firma hat Geld mit dem neuen Produkt verdient. Zwischen Aufgabenstellung und Patentanmeldung lagen immer mehrere Jahre. So schaut es in der Praxis jenseits des Hörsaals aus. :Trost:

Es geht also nicht um die Farbe der LED (das schön anmalen am Ende) sondern um Produktentwicklung von Anfang bis Ende (Muss es ein Knopf sein, wäre ein Drehregler nicht logischer, ist das verständlich, ist das ergonomisch, muss das überhaupt verstellt werden oder geht das automatisch = die Summe vieler kleiner Entscheidungen. (Sehr vereinfacht dargestellt, oft verschmilzt das Berufsbild auch mit dem von Ingeneuren, Marketing o.ä.)

Nach dem, was Du hier beschreibst, hast Du von "Produktentwicklung" eine völlig andere Vorstellung als ich und alle meine Berufskollegen. Wenn Du die Aufgabe "Designer" mit der eines "Ingenieurs" verschmelzen möchtest, mußt Du 2 komplette Studiengänge absolvieren und am besten dann auch noch in beiden Berufen mehrere Jahre arbeiten. Dann geht das. Aber keine Firma wird Dich dann adäquat zu Deinem Können bezahlen wollen. :smiley46:

Das ist ein bisschen wie wenn man zu einem Astronomen geht um sein Horoskop nachzufragen, weil er kennt sich ja schließlich mit Sternbildern aus.

Was haben "Sternbilder" mit "Horoskopen" zu tun? Kein heute studierter Astronom erklärt Dir ein Horoskop, spritzt Hühnerblut auf den Boden oder betreibt Kaffesatzlesen, Knochenwerfen, Runenlesen oder legt Tarotkarten aus. :mauer: :totlach: :krank:

Du solltest schon den Unterschied zwischen Astronomie (Wissenschaft) und Astrologie (gewerbsmäßige, vorsätzliche Verar...schung von Kunden) kennen. So viel "Allgemeinwissen" erwarte ich von einem Student.

Falls nicht:

Sternbilder sind flächige Areale (wie Ländergrenzen auf einer Karte) am Himmel bzw. auf Sternkarten, deren Grenzen durch die IAU sehr genau vermessen und festgelegt wurden.

Was Du eventuell meinst, sind die figürlichen oder strichmäßigen Verbindungslinien von hellen Sternen innerhalb eines Sternbildes.

Horoskope beziehen sich aber nicht auf Sternbilder, sondern auf "Tierkreiszeichen", "Häuser", "Aszendenten", "Geburtszeitpunkt", Sonnen-, Planeten- und Mondkonstellationen und zielen auf "menschliche" Eigenschaften (durchsetzungsstark, erfolgreich, sensiebel, empfindsam, neugierig, ängstlich, ...), "Problembewältigungen" und "zukünftige Möglichkeiten" ab. Also "Lebensberatung" für Menschen, die selber keine Entscheidung auf Grund von Fakten treffen wollen/können und darum irgendwas externes (Gott, Horoskop, Guru) brauchen, um nicht selber die Verantwortung für ihr Leben in die Hand zu nehmen...

 
Hallo Marius,

vieles wurde schon angesprochen.

Zuerst das negative, dann das erfreuliche:
Das smarte Teleskop, wie Du es denkst, wurde schon tausendfach gedacht.
Aber auch das smarteste Amateur-Teleskop liefert nur mit viel Geld und Equipment weniger als das, was man aus der Presse kennt.
Einzige Ausnahme: Profi-Amateure, die sich an der Durchmusterung des Himmels beteiligen. Nach ein paar vereinzelten wurden dann z.B. Kometen benannt. Aber das ist eben das Werk von langjährigen Profis. Und hauptsächlich eine Ego-Sache.

Ein Amateur-Teleskop bietet etwas, das die Presse nicht kann: das Erlebnis, etwas mit eigenen Augen zu sehen. Das verändert häufig die Wahrnehmung und das Weltbild des Beobachters.

Mein Schlüsselerlebnis war, nachdem ich mehrfach staunend vor dem Profi-*entfernt* einer Sternwarte gestanden habe, das, etwas selber getan zu haben. Ich habe in den Neunzigern in einer Zeitschrift ein einfaches Planetariums-Programm auf CD-ROM gefunden (ich hatte gerade meinen ersten PC). Das habe ich installiert, und herausgefunden, wie ich das hellste Nicht-Stern-Objekt am aktuellen Himmel suchen konnte. Mir wurde die Andromeda-Galaxie angezeigt.

Dann packte mich die Neugier. Ich wohnte noch bei meinen Eltern, und es war nachts. Ich schlich mich nach unten, und suchte das Fernglas meines Vaters. Durchs Fenster versuchte ich, mich nach und nach am Himmel zu orientieren, zwischendurch zu meinem Computer wieder die Treppe hochlaufend. Schließlich nahm ich das Fernglas, und orientierte mich wieder (denn plötzlich ist das, was man sieht, etwas anderes).

Und dann - plötzlich - tauchte es vor mir auf. Ein verwaschener Nebelfleck zwischen den Sternen. Er wurde immer deutlicher, je mehr sich meine Augen daran gewöhnten. Da war sie, tatsächlich, die Andromeda-Galaxie. Mit eigenen Augen, selber gesucht, nur Glas dazwischen, durchfuhr mich ein Gefühl von Weite. Tränen standen mir in den Augen.

Später sollte ich einmal vorübergehend für das ESO arbeiten.

Wenn ich mich erinnere, dann kommen mir Dinge in den Sinn, die wirklich Sinn ergeben.

Meine Antwort an Dich fängt an mit einer herben Enttäuschung, und wird, wenn Du Dich dem öffnest, vielleicht kindliche Freude bringen.

Zunächst werde ich bewusst provokativ das Wort Design in ein paar Schranken verweisen:
Es gab bei uns eine Zeit, in der das Wort Design unbekannt war. Das bedeutet nicht, dass einzelne Elemente davon unbekannt waren, nein, denn der Mensch wollte schon immer die Dinge um sich herum gestalten.
Wenn Design daran orientiert ist, sich selbst zu legitimieren, dann ist es bedeutungslos. Wenn Design daran orientiert ist, neue Produktplazierung zu ermöglichen, dann ist es Erfüllungsgehilfe für andere. Wenn Design kein Interesse verfolgt, dann kann es Erkenntnisse hervorbringen über Ästhetik. Wenn Design etwas mit Ästhetik zu tun hat, und Kunst mit dem Herzen, dann ist Design keine Kunst.

Was ich oben erlebt habe, brauchte nichts, was "smart" klingt. Ich möchte noch einen Schritt weiter gehen: Alles, was mir meine eigene Arbeit und Neugier ersetzt hätte, hätte mein Erlebnis geschmälert.

Ein Designer, der eine Arbeit abliefern soll, muss erstmal eine Idee haben. Das heißt, er hat ein Interesse, das - so klang es zumindest - ein gutes Objekt zu finden.

Aus der Perspektive des Erlebenden ist es genau andersherum: er/sie fragt sich: Sind die Dinge wirklich so? Kann ich irgendwie das selber sehen? Habe ich eine Chance, zu verstehen, was ich dazu brauche, und es dann auch wirklich selber zu tun?

Dem Erlebenden hilft alles, was ihn in seiner Arbeit und seinem Denken bestärkt und unterstützt. Dabei baut er natürlich auf einem Stand der Technik auf - Linsen und Prismen und Ferngläser und Sternkarten und eine heliozentrische Darstellung gibt es schon.

Dem Erlebenden hilft das, was ihn motiviert. Und dergleichen habe ich viel gesehen: Selbstbausätze, Experimentiersätze für Kinder, Anfänger-Sternbücher und -Karten mit Erklärung, Führungen in Sternwarten und Planetarien, ein Buch über große und kleine Teleskope um zu verstehen, was man eigentlich in den Händen hält.
Und Hilfestellungen zum Weitermachen: Bastelanleitungen, wie bekomme ich ein Fernglas auf ein Stativ, wie mache ich mit einfachsten Mitteln und einer Kamera ein nachgeführtes Foto vom Himmel?

Die Frage ist also nicht: Wie kann ein neu entwickeltes Teleskop aussehen?

Sondern: Wie kann ich dem Interessierten eine Hilfe sein, ihn motivieren, ihm Lehr- und Anschauungsmaterial zur Verfügung stellen, und ein Experimentierfeld bieten?

Jetzt wird's spannend: Hier kommt das Internet ins Spiel, Bücher, Bastelsets, Interessensgruppen. Den Rest macht der Interessierte selbst.

Tob Dich aus!

Viele Grüße,
Henning
 
Guten Abend Marius,
guten Abend allerseits.

Nun habe ich den ganzen thread gelesen und bin überrascht, wie
schnell da eine solche Menge zustande kam.

Was mir als erstes einfällt, ist ein Satz aus der (Tiefen-)
Psychologie:
Bei affektbehafteten Reaktionen ist immer Projektion im Spiel.
(Wer mit diesem Satz nichts anfangen kann, soll's getrost dabei
belassen, wer ihn versteht, mag sich zum Nachdenken angeregt
fühlen).

Aus viele Beiträgen spricht eine leichte bis etwas stärkere
Verärgerung und offene Ablehnung deiner Konzeptidee (wobei ein
Konzept noch nicht so recht vorhanden ist): der größte Teil der
Botschaft hier ist:
Du bist auf dem Holzweg.

Du hast Dir eine Idee in den Kopf gesetzt, diese ein wenig aus-
gekleidet und suchst nun Wegweiser.
Die Gruppe hier ist nicht Deine Zielgruppe.
Fragen, die die Zielgruppe aufwirft, könntest Du hier stellen,
um Machbarkeiten abschätzen zu können, aber hier wirst Du nicht
die Fragen der Ziegruppe und die Vorgehensweise zu deren Moti-
vierung finden.

In meiner Jugend funkelten die Sterne noch, und an lauen Spät-
sommerabenden, wenn es schon vor der "Zubettgehzeit" dunkel
wurde, habe ich oft im Garten gelegen und in den Himmel geschaut.
Da irgendwann sprang der Funke über.
Dieses überspringen erreichst Du nicht mit irgenwelchen wie auch
immer gearteten Innovationen.
Rate der Zielgruppe, sich im Urlaub, so dieser fernab von Groß-
städten stattfindet, sich nachts ins Dunkel zu legen und zu
schauen. Der ein oder ander mag mitgenommen werden, viele aber
wird es (wohl) unberührt laßen.

überdenke Dein Konzept.
Ein Heranführen einer intereßenfernen Gruppe die Sternenguckerei
erreichst Du nicht mit dem, was Dir vorschwebt.
Wenn die Entwicklung eines "anderen" Teleskops Dein Ziel bleibt,
wechsle die Zielgruppe und die Absicht:
Frag die Fachleute hier (ich zähle mich nicht dazu), wo sie Ver-
beßerungspotential sehen.

Nichts für ungut (und auch all den anderen lesern hier wollte ich
nicht auf den Schlips treten).


Gruß

Jürgen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Das hat der Jürgen sehr gut zusammengefasst.

Ich möchte es mit meiner eigenen Zusammenfassung versuchen:

Die Grundmotivation von Design und die Grundmotivation für das Entdecken des Himmels liegen sehr weit auseinander.

Ich versuche noch einmal meinen Erklärungsansatz:

Ein Teleskop ist, außer für die die ihre Brötchen mit der Versorgung der Hobby-Astronomen verdienen, in der Terminologie des Marktes kein "Produkt", und auch keine "Lösung".

Bei "Produkten" und "Lösungen" denkt der Hersteller für den Verbraucher. Das liegt diametral dem Interesse des Astronomen gegenüber.
Ein Teleskop ist ein Instrument, dessen Kenntnis und Benutzung nur zusammen denkbar sind.

Natürlich gibt es einen Markt um die Astronomie. Aber den Kern der Sache, also das, wo der Funke überspringt, kann der Markt nicht erreichen.

Und das ist meiner Meinung nach gut so.

Einen schönen Nachmittag und freies Durchatmen ;)
 
Hallo,

mein Traum eines NextGen-Telescope sieht vordergründig aus, wie ein normales Gitterrohr Teleskop.
Derzeit habe ich ein 10-Zoll Dobson mit geschlossenem Tubus.
Das Ding ist ein mannshohes Teil, das in der Garage steht oder bei längeren Schlechtwetterperioden auch im Zimmer.
Es ist jedenfalls groß, auch schwer und nicht unbedingt ein schmückendes Wohnutensil.

Mein Traum wäre eine mit wenigen Griffen auseinanderfaltbare Struktur, die Gitterrohrtubus und Dobson-Montierung bildet.
Und nun kommt's: Ich möchte auch keine schwere 18-20 Zoll Spiegelglas-Scheibe rumliegen haben, mit einer ultrapräzisen Oberflächenform, aber einer Nutzungsdauer, die weniger als alle paar Tage für einige Stunden ist.

Den Spiegel möchte ich als kleines Päckchen aus der Schublade holen, eine kleine Druckgaspatrone anschließen und das Päckchen zu einem präzisen Hauptspiegel aufblasen.

Nur bei Bedarf und mit einer Haltbarkeit von ein, zwei Tagen/Wochen. Und zu einem Preis von ~20 Euro.

Am Ende seiner Brauchbarkeit wird der Hauptspiegel im gelben Sack entsorgt und bei der nächsten Schönwetterperiode wird ein neues Päckchen Hauptspiegel aus der Schublade genommen. Die Teleskopstruktur hat solange auf Aktentaschenformat zusammengeklappt auf den nächsten Einsatz gewartet. Und natürlich könnte man sie noch mit jeder Menge elektronischem Beiwerk versehen, wenn gewünscht.

Der Spiegel ist dann die Herausforderung. Vielleicht kann man von der Honigwabenstruktur, die es ja schon im Spiegelbau gibt, weiterentwickeln...

Heute nur ein Traum

Grüße

*entfernt*
 
Hallo,

ein Lichtverschmutzungsteleskop wäre cool.
Damit wird der Nachthimmel durchmustert.

Das Teleskop bestimmt aus der Himmelsaufhellung, Entfernung und den Richtungsdaten die/den stärksten Lichtverschmutzer (Firmenname) in dieser Richtung und bietet dem Verursacher neben die Information, gegen welche EU-Richtlinien und deutsche Gesetze und Verordnungen er gerade verstößt.
Dazu dann eine Bilderkennung, die die Beleuchtungsfehler analysieren (zB. von unten nach oben angestrahlt) und Verbesserungsvorschläge machen kann.

Ausbaubar bis sonstwohin, die Umwelt und die Astronomen wären erfreut.

Da könnte man als Produktdesigner einen ziemlich guten Beitrag leisten, um sowas für Firmen und Behörden einfach benutzbar zu machen.

Und: es wäre eine deutlich sinnvoller gewählte Zielgruppe. Wobei der Nutzen mittelbar auch für die Astrolaien da wäre...

E.
 
Hey alle zusammen!

Wollte nochmal vorbeischauen und mich für euer Feedback bedanken!

Meine Bachelorthesis ist mittlerweile seit einem halben Jahr durch und ich konnte viel von eurer Kritik und euren Gedanken hier einfließen lassen.

Ich habe mich letztendlich für eine App + Teleskop Kombination entschieden (wobei die günstige Optik durch hochqualitatives Bildmaterial und mehr in der App unterstützt wird und das Gerät als günstige Einsteigerlösung angeboten werden könnte.

Natürlich ist das Ganze ein Designkonzept, also viele Sachen sind wahrscheinlich für Experten wie euch hier im Forum weit abseits der Realität und die Ausarbeitung meinerseits ist nur auf einem Level wie ich es in den 5 Monaten Bearbeitungszeit schaffen konnte. Also bitte nicht als fertiges Produkt oder die Lösung aller Probleme verstehen, eher als Idee oder Ansatz, was vielleicht möglich wäre um mehr Menschen für Astronomie zu begeistern!

Falls es jemanden interessiert was daraus geworden ist könnt ihr euch das Projekt unter diesem Link ansehen:

https://www.behance.net/gallery/42501971/Aeon-Telescope

In das Thema abzutauchen hat Spaß gemacht und bei mir auf jeden Fall Interesse an Astronomie geweckt.:)

Schöne Grüße!
 
Hallo Marius hallo der Rest,

also zuerst einmal möchte ich sagen das was du da erschaffen hast, wenn auch nur als Konzept, finde ich aller erste Sahne.
Sowas in dieser Art gibt es nicht, und ich kann mir gut vorstellen das wenn es vom technischen her ausgereift genug ist sicherlich genügend Abnehmer finden wird. (Richtiges Marketing vorausgesetzt)
Mir fallen genügend Beispiele ein wo solch ein "Miniteleskop" mit genügend empfindlichem Chip Sterne auf einem Tabletdisplay wiedergibt und dabei aus einem Netzwerk entweder vom Speicher oder aus dem Netz Daten aufzeigt. Beispielsweiße Informationen zu den Sternen und Sternenbildern die man sieht, oder auch noch weiter eben Markierungen von Deepskyobjekten etc. die sich im Momentanen Gesichtsfeld befinden mit Abbildungen und so weiter.
Sowas gibt es ja schon für Mobile Geräte nur eben nicht gestützt durch ein Miniteleskop das anhand der Sterne erkennt wo es gerade hinschaut.

Wenn die App oder Software die dahinter steckt auch noch clever genug gemacht ist kann Sie doch sicherlich paralell in verschiedene Richtungen gehen und unter anderem die technischen Grundsätze von Himmelsmechanik, Benutzung von astronomischem Equipment dem absoluten Anfänger nahe bringen. Kann muss aber nicht.... Für die die das nicht wollen bleibt es ein Gadget das entweder immer wieder auf dem Acker Platz nimmt oder Nachts auf der Mauer am Meer auf GranCanaria im Urlaub.... passt ja locker sogar ins Handgepäck!

Ich will auch gar nicht weiter darauf wie und wie toll das sein könnte, kann aber mein allergrößten Respekt ausdrücken für das was du da entwickelt hast.

Marius hat aus dem recherchierten und trotz dem ganzen Unmut den er sich hier hat einfangen müssen genau das getan was jemand tun sollte wenn er etwas neues schaffen möchte, und zwar aus allen Einflüssen so viel wie möglich positiven Input herausziehen und alles einfließen lassen. HUT AB !

Ich muss leider sagen das die Art wie man dann teilweise auf diese Thema eingegangen ist wieder typisch ist für einige Nutzer dieses Forums oder liegt das allgemein an diesem hochstwahrscheinlich sehr empfindlichen Hobby, das ja auch sehr breit gefächert ist vom einfachen Nutzer der die Milchstraße mit Nachführung, einen Planeten mit lumpigen Webcams fotografieren über ehrenamtliche Mitarbeiter in Sternwarten bis hin zu Leuten die Optiken berechnen und erschaffen oder Sterne anhand ihrer Spektren vermessen.
Alle zusammen machen wir das doch aus einem Grund: Weil wir alle so ein bisschen Nerd oder Geek sind wie es in neudeutsch so schön heißt.

Nun sucht ein junger Mann mit Köpfchen (sicherlich weit mehr als ich) ein Thema mit dem er seine Bachelorarbeit in Produktdesign machen kann und kommt dabei auf Astronomie.
Wer hätte es gedacht, gleich das zweite was ihm dazu einfällt ist ein Teleskop und in der heutigen Zeit natürlich verbunden mit Mobilität und am besten gestützt durch einen mobilen Rechner (Tablet oder Smartphone)
Tja wo soll er denn jetzt bloß ein paar Inspirationen holen zu den Informationen die er selbst schon im Netz oder sonst wo recherchiert hat? Vielleicht im Forum für Kleingärtner? Oder in der Facebookgruppe für anonyme Alkoholiker?
Nein richtiiig! In einem Forum für Astronomie!
Und wenn wir mal bei Onkel Guugl die beiden Suchbegriffe "Astronomie" und "Forum" eingeben, tadaa landen wir an erster Stelle hier.
Ja ein Forum warum ein Forum, weil hier Leute von Leuten Antworten bekommen oder wieder andere ihre Erkenntnisse teilen usw...
Wikipedia ist eher unidirektional und kommt schnell an seine Grenzen wenn man Fragen fragen möchte.

Hier angekommen, stellt er seine Vorstellungen und Vorhaben in den Raum und zu einem überwiegenden Teil wird ihm gesagt das er das vergessen kann und das es sowas nicht geben kann und wird.
Ja sogar sein Beruf den er erlernt oder ausüben will oder ausübt wird in Frage gestellt und teilweise wird er sogar lächerlich gemacht, er ist ja noch so grün hinter den Ohren....
Sorry Leute aber ist das eine Art jemanden Willkommen zu heißen?
Oder ist das eine Art Unterstützung für jemanden der weiter kommen möchte im Leben?
Ich sage nein.
Aber hier nochmal angemerkt, er hat aus allem sein größtmöglichen Vorteil gezogen und sein Ding durchgezogen. Nochmals Hut ab !

Ja was macht denn ein Produktdesigner? Ja so genau weiß ich das auch nicht, ich war ja noch keiner. Aber zumindest sollte er dafür da sein ein Produkt zu designen das sich dann auch verkaufen lässt, im besten Fall auch noch wahnsinnig gut verkaufen lässt. Davon lebt die Welt nun mal, ob wir wollen oder nicht.
Jetzt hat der "Designer" eine Idee und sucht nach Lösungen, und durch Zufall entwickelt er etwas von Grund auf das auch noch funktioniert und innovativ ist! Ja warum denn nicht?
Was war Einstein von Beruf? Oder wer war schon alles Präsident der USA? Ja unmöglich das ein Schauspieler auch mal über ein Land herrscht. Wo kommen wir denn da hin....

Ich versuche immer alles von allen Blickwinkeln zu sehen und verstehe natürlich auch die Seite der "alten Schule" man hat wahrscheinlich Angst das es irgendwann keinen mehr in eine Sternwarte zieht aus Interesse an der Natur da oben, oder das die Dinge sich in "unserem Hobby" (ja ich zähle mich zu den Interessierten die nicht loslassen) so schnell verändern das die Romantik und das Grundwissen hinter den Hintergründen irgendwann flöten geht. Man fühlt sich an der Ehre gekratzt das so ein Smartphone mehr Hintergrundwissen speichern kann als ein Amateurastronom in seinem ganzen Leben erlernen kann! (Nein nicht die praktische Anwendung)
Ich weiß ja dass das ganze Thema sehr viel Grundwissen und Herzblut erfordert und es ist nahezu unmöglich alles zu wissen geschweige denn alles zu machen.



Jedoch am eigenen Leib hab ich hier schon so meine Erfahrungen gemacht wie manch einer mit mehr oder weniger plumper Art grundsätzlich sehr negativ an eine Sache herangeht als würde man denken man das Gegenüber denkt er antwortet einem Erstklässler. An anderer Stelle artet eine Anfängerfrage in einen Tsunami von Streitigkeiten aus wo Fachbegriffe fallen die nicht mal ein alle der hier Anwesenden verstehen. Ich glaube dem Neuling ist auch komisch geworden mit der Zeit, ob er noch beim Hobby geblieben ist? Man weiß es nicht so genau.

Ich werde in diesem Forum keine Fragen mehr stellen, sondern nur noch Antworten aus gegebenen Anlass, vorausgesetzt man schmeißt mich hier jetzt nicht raus weil ich meine Meinung mal loswerden möchte.
Ich finde die ganze Nörglerei, und diese Steifigkeit und Verschlossenheit einfach gruselig, sorry.

Es gibt einen Satz der mir in letzter Zeit wieder oft durch den Kopf gegangen ist. Mein alter Chef der leider verstorben ist und bei dem ich meine Schlosserausbildung gemacht habe hat einmal zu mir gesagt als ich erwähnte dass das so ja nicht geht wie er das vorhat:

"Junge wenn du mir sagst wie es nicht geht, bringt mir das garnicht´s du musst mir zeigen wie es doch geht""

Denkt mal darüber nach, und denkt auch mal darüber nach ob wir uns gegenseitig helfen und animieren wollen oder ob wir nur unseren persönlichen Unmut herauslassen wollen wegen einer sich schnell verändernden Welt oder immer nur zeigen wollen das wir die bessern sind als die anderen und es besser wissen und können!
Wenn wir lernen unsere Probleme kollektiver zu lösen und ein bisschen offener zu werden, ja denn werden andere wiederum auch offener werden für anderes.
Zum Beispiel kommt ein Produktdesigner der ein mobiles Miniteleskopgestützes Outdoorplanetarium entworfen hat in die Sternwarte und bringt sogar noch 2 Freunde mit weil er durch seinen Beruf auf den Geschmack gekommen ist.

Und außerdem, ich bin Handwerker und daher: "Geht nicht, gibt´s nicht" oder ist das sogar ein noch nicht anerkanntes Naturgesetz? :-)


VG und allzeit cs
Alex

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Marius,

herzlichen Glückwunsch zu Deiner Bachelorthesis! Dein Produkt würde ich sofort kaufen, wenn es denn erhältlich und bezahlbar wäre.
Dein Projekt ist jedenfalls sehr ansprechend geworden, schön, dass Du Dich vom feedback auf A.de nicht hast abbringen lassen.

Schöne Grüße und viel Erfolg im Berufsleben!

Peter
 
Hallo zusammen,

ich finde es sehr schön, dass das Projekt gelungen ist.
Ich finde es allerdings merkwürdig, dass die Reaktionen auf A.de zur Anfrage nach Gelingen des Projekts so pauschel kritisiert werden. Das wird der gebotenen Vielfalt doch keineswegs gerecht.

Eigentlich ist die umgesetzte Idee doch hier ziemlich genau skizziert und in Folgebeiträgen auch von anderen Nutzern thematisiert:

Zitat von *entfernt*GMS:
Hallo Marius,

wenn der Preis egal ist wären Deine Vorstellungen /Vorgaben m.E. erfüllbar.

Man nehme diesen Satz aus dem Thread:
Diese Meade Geräte mit Starlock sind in der Lage ihre Position eigenständig zu bestimmen, alle möglichen Objekte am Himmel automatisch anzufahren und auch die Nachführung permanent zu überwachen, Usereingriff unerwünscht!

Dazu einen kleinen Computer mit Bildschirm (zusäzliche Anschlüsse auch um das Ganze z.B. auf Fernseher oder Großleinwand zu bringen)in dem zu jedem Objekt weitrechendes Bild und Tonmaterial hinterlegt und direkt zum eingestellten Objekt abrufbar ist.

Optiken ab 4" oder 5" zeigen schon von sehr vielen hinterlegten Objekten zumidest einen kleinen Wattebausch, oft auch schon mehr.
Man kann solche Touren also bei gutem Wetter an real beobachteten Objekten machen, aber bei Regen auch als Saal- /Wohnzimmerveranstaltung mit dem Staubschutzdeckel auf der Optik durchführen (das Teleskop bewegt sich auch blind) und nur die Computerbilder ansehen.

Das erste Problem sehe ich in der Zielgruppe, das zweite Problem ist, dass der Spass ziemlich teuer wird.

Für mich wäre es mal ein Spass, aber kaufen würde ich so was nie.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Marius,

ich habe das Thema hier ja mitverfolgt, aber nicht meinen Senf dazu gegeben.
Industriedesign Interaktionsdesign Produktdesign, sind Begriffe welche ich auf der Seite oben finden kann. Dem wird das ganze absolut gerecht. Wirklich klasse was Du da auf die Beine gestellt hast. Die Idee die dahinter steckt ist super. Das ganze extrem professionell ausgearbeitet!

Beider Daumen hoch.

Gruß Markus
 
Hallo Marius,

auch von mir als stillen Leser möchte ich Dir Lob und Anerkennung aussprechen für die "Arbeit".

Ich vertrete seit mehreren Jahren die Meinung, dass die Videoastronomie (kleine leichte Optik mit geeigneten Chip = farbige "Bildchen") im Zusammenspiel mit einem interaktiven Gesamtpaket (Web 2.0; VR etc.) die Zukunft der "Unterhaltungsastronomie" ist und eine weitere Zielgruppe am Markt ansprechen wird. Alte Hasen und andere Gruppen wird man damit natürlich wenig begeistern, die Lösung für Alle gibt es bekanntlich aber auch nicht und wird es nie geben. Dafür ist der Mensch zu verschieden in seinen Vorstellungen und Anforderungen, finde ich auch gut so. Da schafft Platz für Innovationen und Co und einen größeren Markt.

Das Bild spiegelt sich häufig mittlerweile auch in der Vorstellung bei Besuchern von Volkssternwarten wieder. Es wird heute vom Großteil "Entertainment" erwartet mit bunten Bildchen und wenig "Theorie-Bla-Bla", was man nach 30s eh wieder vergessen hat, schließlich will man 'was sehen (die Masse an Ottonormalverbraucher die aufgrund von Zeitung, Radio und Co [Werbung] ihren Weg in die Sternwarte zufällig gefunden hat. Soll nicht abwertend sein, nur die Meinung aus Sicht der Bevölkerung wiederspiegeln).

Das Potential ist gerade im "Niedrigpreissegment" enorm (geschätzt), etwas das bis dato nicht am Markt zu finden ist, zumindest mir nicht bekannt. Universum 2 go ist/war hier auch kein schlechter Ansatz an sich.

Für Leute "mit mehr Fachkenntnissen" ist die 500€ Liga (fotografisch) interessant mit der Star Adventurer mit DSLR und Objektiv (ähnlich Smartphone auch häufiger bei Interessenten bereits vorhanden recht häufig). Allerdings ist das Ganze anspruchsvoller und erfordert mehr Wissen, somit nicht die bekannte Zielgruppe.

Eine Preisliga höher [1000,- 'rum] kann man schon wieder in der "Videoastronomie" (der Begriff ist für mich dehnbar) eine ganz andere Welt mit Galaxien und Co betreten mit um die 400-500mm Brennweite und Aufnahmezeiten um die 30s rum, allerdings aktuell nur mit tieferreichendem Wissen, wenn das ganze preislich attraktiv sein soll. Aber auch hier wäre noch viel Potential vorhanden mangels "einfacher" und bezahlbarer Lösungen am Markt. (Kleine farbreine Optik, vermutlich Spiegelteleskop, da preiswert und Farb CMOS wieder, den Rest wie gehabt möglichst "[zensiert]ensicher")

LG Andi
 
Dies ist ein sehr interessantes Konzept für z.B. Spektiv Beobachtung im Taglicht.
Sehr häufig wird da still auf einen Fleck geschaut.
Mit verschiedenen Linsen oder einer Barlow vor der Kamera könnte man der Einsatzbereich noch ausdehnen.
Mir gefällt dein Konzept ausserordentlich gut.
Im Detail muss man ohnehin noch daran arbeiten.
Ich kann mir vorstellen das demnächst rein zufällig "ähnliche" Produkte aus China aufschlagen :/
 
Also das war mal sehr interessant alles durchzulesen. Als ich vor 2-3 Jahren anfangen habe langsam in das Thema der Astrofotografie einzusteigen, habe ich erst mal selbst etwas gebaut. Das Ding sollte eigentlich das Himmelsobjekt mit Motoren auf 3 Achsen nachführen können, alles per Computersteuerung, am Ende habe ich mir eine drehende Scheibe mit Polsucher gebaut (ähnlich Barndoor), dass aber viel zu laut wurde, unhandlich dazu so dass ich es habe links liegen lassen. Aber egal, Spaß hat es gemacht!

Mit heutiger Rechenpower und GPS muss es eigentlich möglich sein so ein Produkt herzustellen. Dann braucht man keinen Polsucher, keine parallaktische Montierung, kein extra Sucher zum Guiden, kein dies und das. Ich bin ja selbst Einsteiger und habe immernoch keine Ahnung von Optik usw, aber mich hat es schon überrascht, dass das Guiding inkl. Einnorden etc. heute so kompliziert und umständlich abläuft.

Ich glaub ich setze mich wieder an mein Projekt von damals :D
 
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