Protuberanzen nur in H-alpha sichtbar?

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Hallo in die Runde,

erst mal ein großes DANKE an Baader Planetarium für den ausführlichen Beitrag und auch an Stefan vom Moderatorenteam für die Nachfrage bei Baader!

Dann fühle ich mich ermutigt, das Coverbild und ein paar Auszüge aus der Baader-Broschüre hier einzustellen.
Hier also das Cover-Bild, so gut ich es ablichten konnte (war nicht ganz einfach wegen der Reflektionen auf der Hochglanz-Oberfläche):

01.jpg


Und ein paar weiterführende Worte und der Artikel, welcher Bezug zum Coverbild hat:

2.jpg


03.jpg


04.jpg


Viele Grüße und CS,
Reinhard
 
Sehen kann man CaK in der Regel schon, das Menschliche Auge kommt meist sogar bis 380nm herunter, ob das auge dass sauber fokussiert bekommt ist eine andere Frage. Aber es steht außer Frage, dass CaK mit 305nm bereits am Anfang des UVA Bereichs liegt und damit potentiell bereits Ionisierende Strahlung ist, die die Netzhaut schneller degenerieren lässt. Da oft sogar Licht unterhalb von 420nm als potentiell Schädlich und verantwortlich für Langzeitschäden in der Literatur steht, kann ich von Visueller Beobachtung der CaK Linie nur ausdrückluch abraten.
Brillen für Menschen die am Monitor arbeiten blocken nicht ohne Grund ab 420nm.
Clear Skies, Olli

P.s.:
Extrem interessant auch dies hier, evtl ging uns all die Jahre zwischen Conti und H alpha bisher was verloren:
 
Hallo,

zur Beobachtung der Ca - Linie hatten wir schon mal eine Diskussion:

Gruß Uwe
 
Im Zusammenhang mit dieser Diskussion:
Bei Verwendung eines Baader K-Line Filter 1,25", gestackt wird auf den Shop-Seiten nur ein 3,8 ND Filterfolie vorn gefordert.
Gibt es hierzu (andere?) Erfahrungen ?
Funktioniert das auch (sicher!) an einem Refraktor bei Verwendungen eines Herschelkeils?

VG - Frank
 
Im Zusammenhang mit dieser Diskussion:
Bei Verwendung eines Baader K-Line Filter 1,25", gestackt wird auf den Shop-Seiten nur ein 3,8 ND Filterfolie vorn gefordert.
Gibt es hierzu (andere?) Erfahrungen ?
Funktioniert das auch (sicher!) an einem Refraktor bei Verwendungen eines Herschelkeils?

VG - Frank
Auf gar keinen Fall, Baader fordert die Filterfolie, ja, aber NICHT für VISUELLEN Gebrauch, Baader verlinkt ausdrücklich auf ein PDF mit genauen Informationen:
Darin steht:

Wichtiger Hinweis: Das Baader K-Line Filter soll nur zusammen mit zusätzlicher Lichtdämpfung, z.B. mit der mitgelieferten Baader
AstroSolar® Fotofolie (Optische Dichte 3.8) eingesetzt werden. Das Filter ist nur für den fotografischen Einsatz mit CCD-Kameras
und/oder Videomodulen (z.B. monochrome Celestron Skyris Modelle) ausgelegt. Es ist NICHT für visuelle Beobachtungen konzipiert.
Die Sehzellen der Netzhaut sind im UV-Bereich sehr
unempfindlich. Wenn Sie diesen Filter zum ersten mal bei Tageslicht vor das bloße
Auge halten, sehen Sie gar nichts. Das verführt dazu, das Filter einmal direkt auf die
Sonne zu richten und zu schauen, ob man evtl. dann doch etwas sehen kann. MAN
KANN – und was man dabei sieht schaut recht angenehm aus, gar nicht zu hell. Und
genau das ist so gefährlich.
Um im UV-Bereich visuell überhaupt etwas zu erkennen, muss die Beleuchtungs-
stärke auf Hornhaut und Netzhaut sehr hoch sein. Eine solche Energiedichte (also
die völlig ungeminderte Energie der Sonne im Spektralbereich um 390 nm) direkt in
das Auge zu leiten ist sträflicher Leichtsinn. Es ist uns absolut „schleierhaft“, warum
tatsächlich Teleskope mit CaK-Filtern für die visuelle Sonnenbeobachtung angeboten
wurden – oder sogar noch werden.


Macht hier bitte keine Dummheiten, mit Glück bekommt man eine Bindehautentzündung als Verwarnung, mit Pech passiert erstmal gar nichts, dann kommen die Floaters, und Jahre später kommt dann Katarakt oder AMD.

CS, Olli
 
Hallo zusammen,

auch wenn es schon viele Jahre her ist, und es sicher bessere Bilder gibt, hier mal der „Beweis“, dass man auch im CaK Licht Protuberanzen sehen/Fotografieren kann. Allerdings nicht ganz so gut wie in Ha, was wahrscheinlich der schlechteren QE der Kamera in diesem Wellenlängenberich geschuldet sein dürfte.

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Ich habe auch seinerzeit visuell mit dem CaK Filter beobachtet und hatte keine Probleme, weder etwas zu sehen, noch irgend welche Schädigungen. Allerdings ist es schon so, dass nicht mehr jeder in diesem Wellenlängenberich noch etwas sehen kann. Grundsätzlich würde ich die Verwendung dieser Filter aber auch eher Fotografisch sehen. Bitte nicht mit dem Baader Ca-Filter verwechseln! Dieser ist vergleichsweise sehr breitbandig und lässt viel zu viel Licht, auch abseits der Absorptionslinien, durch. Da ist die visuelle Nutzung tatsächlich gefährlich, was die eingetragene Energiemenge betrifft.

Was den Aufbau der CaK-Filter betrifft, so ist dieser deutlich weniger Aufwändig als bei den Ha-Filtern. Dafür sind erstere auch deutlich breitbandiger und auch deutlich günstiger, wenn auch nicht billig…

Grüße Markus
 
Bei einem Filter im sub-Nanometerbereich könnte ich mir tatsächlich vorstellen, dass die eingetragene Energiemenge gering genug ist, aber es wäre schon sehr beruhigend, dies von einem Fachmann aus der Augenkunde gesagt zu bekommen, statt von Herstellern mit Verkaufsinteresse.
Bitte nicht falsch verstehen Markus, die folgende Anekdote zielt nicht auf dich ab, soll lediglich eine Analogie sein, um zu verdeutlichen, was mich da gerade bewegt. Wenn mir zB ein 80 Jähriger Raucher sagt, dass Rauchen völlig ungefährlich sei, weil er selbst nie Probleme hatte....klar was ich meine? Kann ja sein, aber gilt das für jeden? Ich bin auch oft der Einzige aus der Truppe der nie Sonnencreme benutzt UND der Einzige der dann hinterher trotdem keinen Sonnenbrand hat.
Strahlungstoleranz kann sehr individuell sein, wie auch bei Giftstoffen.
Ich weiß, der Vergleich hinkt etwas, aber was mein Augenlicht betrifft, verstehe ich genau Null Spaß und erlaube auch Null Toleranz bezüglich möglicher, sich später rächender Fehler.
Ich würde mich freuen, aus verlässlicher Quelle endgültig zu hören, dass das mit den engbandigen a la Quark tatsächlich ungefährlich ist, denn interessieren tut es mich, sit venia verbo, wie [zensiert].
Grüße, Olli

Übrigens, echt schöne Vergleichsbilder, Danke dafür
 
Hallo Olli,

alles gut, kein Problem. Das darf ja jeder für sich selbst entscheiden. Aber sieh es mal so: Wenn eine amerikanische Firma ein Produkt auf den amerikanischen Markt bringt (unter anderem) und behauptet, das kann auch visuell verwendet werden, dann muss sie sich schon verdammt sicher sein, dass das auch so ist, denn das dortige Rechtssystem verzeiht nichts…;)

Aber grundsätzlich gebe ich dir recht, wenn man es nicht genau weiß, dann lieber ne Kamera grillen, als die eigenen Augen… zudem lassen sich Bilder viel besser auch mit anderen teilen…

Grüße Markus
 
Das stimmt wohl, bei den Warnhinweisen die die amis manchmal so haben, da wird einem schon bange, was da denn passiert sein muss...:rolleyes:
Oder dass man sogar draufschreibt, dass Kaffee heiß ist XD
Clear Skies
 
Hallo,
Auf gar keinen Fall, Baader fordert die Filterfolie, ja, aber NICHT für VISUELLEN Gebrauch, Baader verlinkt ausdrücklich auf ein PDF mit genauen Informationen:
Das hatte ich schon gelesen, aber bei einem potentiell riskanten Thema wie der Sonnenbeobachtung mittels Teleskop sollte man wohl schon die Frage genauer formulieren. Deshalb nochmal genauer gefragt:
Ist für die fotografische Verwendung die Kombination 3" oder 4" Apo-Refraktor - Herschelkeil - Ca-Filter - monochrome USB-Kamera
- möglich / sicher? (ja, wenn man dem Kundenfeedback auf der Baader-Seiten glauben darf)
- Wären weitere Filter notwendig / sinnvoll ?
- Bringt diese Kombi überhaupt Vorteile gegenüber der Variante mit ND3,8 ganz vorn und dann ohne Herschelkeil?

VG & CS - Frank
 
Das war nicht angreifend gemeint, eher von der Gefahr wegzerrend ;)
Nur für den Baader Cool Ceramik Herschelkeil:
ND 3,9 dämpft ja auf 1/6300 und der Keil allein nur auf 1/22, ist also quasi ein ND1,34. Wenn du nach dem Keil also noch einen ND0,6 und einen ND1,8 Filter (bei der fotoversion beiliegend) zusammen mit dem CaK reinschraubst, bist du da, wo du hinwillst und kannst dir die Folie sparen. Der Keil bringt im Grünen auf jeden Fall die bessere Bildqualität als die Folie, du solltest aber möglichst lange Refraktoren bevorzugen, da CaK weit unterhalb des normalerweise gut korrigierten Spektrums liegt, wird hier schon gut SA sichtbar sein. evtl wäre also der Spiegel mit der Folie doch vorzuziehen.
Gruß, Olli
 
Kein Problem, hab ich auch nicht so verstanden, aber danke für Deine Antwort, genau das wollte ich wissen! :y:
Noch eine Verständnisfrage (entschuldigt):
Das mit der schlechten chromatischen Korrektur für tiefes blau verstehe ich, aber hier fokusiere ich doch auf bzw. in einem sehr schmalen Spektralbereich,
wo ist da das Problem?

VG - Frank
 
Es geht hier nicht um den Farblängsfehler, sondern die Farbabhängige Sphärische Korrektur. Bei Zweilinsern ist Rot unterkorrigiert (also als Spiegel gedacht quasi zuviel Kugel statt Parabel) und Blau ist überkorrigiert (also quasi schon hyperbel statt parabel).
Bei moderaten Öffnungsverhältnissen kann man davon ausgehen, dass C-F (H alpha bis H beta, 656nm bis 486nm) über der Beugungsgrenze bleiben, aber CaK und H liegen bei 393nm und 397nm. Da wäre ich oberhalb von 5 Zoll schon bei F/8 vorsichtig.
CS,Olli
 
Wenn eine amerikanische Firma ein Produkt auf den amerikanischen Markt bringt (unter anderem) und behauptet, das kann auch visuell verwendet werden, dann muss sie sich schon verdammt sicher sein, dass das auch so ist, denn das dortige Rechtssystem verzeiht nichts…;)
also, naja, ähem,
Wenn man sich das hier so anschaut, ich trau den Jungs da drüben so einiges zuo_O:ROFLMAO:
Ein bisschen was zum schmunzeln, ich hoffe ihr verzeiht die verlinkung auf Youtube.
Grüße, Olli
 
Bezüglich der ursprünglichen Frage erlaube ich mir hier zwei meiner Beiträge aus 'cloudy nights' zu verlinken:



Die Kurzversion ist:

- Mit einem Koronagraphen kann man an wirklich klaren Tagen auch heute noch Protuberanzen völlig ohne Filter beobachten.

- Protuberanzen sind im Koronagraph in mehreren chromosphärischen Linien beobachtbar.


Etwas abseits vom Thema: die Sonnenkorona ist auch beobachtbar, mit dem richtigen Filter sogar relativ einfach und auch von Meereshöhe.




Clear skies,
Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Klaus,

vielen Dank für die interessanten Links! Da findet sich ja auch der Artikel, der zum von mir weiter vorne geposteten Link zum Bild des Baader-Prospekts gehört.
Ich habe vor vielen Jahren mal angefangen einen Protuberanzenansatz zu bauen (das Projekt wurde wegen Anschaffung eines Solarmax40 beerdigt), ich glaube ich muss die Teile aber mal wieder raus kramen... ;).

Viele Grüße & CS,
Reinhard
 
[…] Macht hier bitte keine Dummheiten, mit Glück bekommt man eine Bindehautentzündung als Verwarnung, mit Pech passiert erstmal gar nichts, dann kommen die Floaters, und Jahre später kommt dann Katarakt oder AMD.

Jepp.

Die Schwierigkeiten und Risiken in der Sonnenbeochtung lassen sich heutzutage mit der Verwendung von elektronischen Okularen umschiffen.

Wer 1000€-2000€ für Filter einsetzt, hat bestimmt noch ein paar Euro für eine alte Sony NEX 7 in Astroversion über, um sie als elektronisches Okular oder Display einzusetzen. Direkt im Fokus, oder in Okularprojektion.

Grüße, *entfernt*
 
Aus gegebenem Anlass hole diesen Thread mal wieder aus der Versenkung hervor. Hier ist ein aktuelles Bild aehnlich dem aus dem Baader Katalog:



UNIQUE PHOTO OF A SOLAR PROMINENCE: This may be the only photo of its kind. On Dec. 13th, Jamie Shepherd of Lochearnhead, Scotland, photographed a solar prominence--without a solar telescope, without a solar eclipse, and without a coronagraph. All it took was the edge of a mountain:




"Around the winter solstice, if I step outside my front door, I can see the sun rising from behind a large rocky outcrop, the lower summit of Stùc a' Chròin," explains Shepherd. "It's just the right shape and distance to cover the sun, like my own solar eclipse, every Christmas."


"Other than a sunrise though, can any eclipse phenomena be seen? It's not easy to catch a clear sky at that time of day in December, but this year I was lucky. I took a burst of pictures with a hand-held telephoto just as the sun appeared. Amazingly, a pink prominence could be made out."


"Just to be sure," continues Shepherd, "I stacked the pictures in a sequence to show the prominence tracking to the right as the sun rose. Confirmation came from an Australian National Solar Observatory image just 10 minutes prior. I have added it below in the stack."


Klaus
 
Holla die Waldfee ... Aber auch nicht ganz ungefährlich, oder ???
( Wer kommt auf die Idee und riskiert so etwas ? )
 
Auch wenn dieser Thread schon ein paar Tage alt ist: Wir freuen uns, die oben erwähnte Broschüre nun zum Download bereitstellen zu können. Unter
steht das PDF zum Download bereit, ebenso wie einige Ergänzungen zu den Neuerungen der letzten 20 Jahre.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!
 
Hallo,
bin gerade über diesen Thread gestolpert.
Ich muß ehrlich sagen, daß es für mich unbegreiflich ist, solche Experimente überhaupt ernsthaft in Erwägung zu ziehen.
Wenn ich Protuberanzen sehen oder aufnehmen möchte, dann verwende ich dafür ein geeignetes Equipment, das zwei Bedingungen erfüllt:

1. höchst mögliche Sicherheit, sich nicht die Augen (und auch nicht das Equipment) zu beschädigen
2. vernünftige Ergebnissse zu produzieren, auf denen man was erkennen (und nicht nur erahnen) kann.

Da scheidet das Beobachten der Sonne im WL, wenn sie gerade über einem Hügel aufgeht, schonmal aus, insbesondere wegen 1., denn schon nach wenigen Minuten kann der sichtbare Teil schon Schäden anrichten. "Hintern auf der Rasierklinge" ist zutreffend, ich kenne das unter "A...... über der Kreissäge".
Ich würde nie ein Teleskop ungeschützt Richtung Sonne ausrichten.

Also, wenn ich Protuberanzen sehen oder aufnehmen möchte, dann kaufe ich mir ein geeignetes "Werkzeug" dafür oder ich lasse es halt sein.
Sowas muß ja keine 5000 € kosten. Ich verwende ein Daystar-Quark dazu, das ich für erschwinglich halte (entweder gebraucht für ca 800-1000€) oder neu zu geeignetem Zeitpunkt (ATT oder Black Friday). Mit einem einfachen 80mm F7 Refraktor braucht man noch nicht mal ein D-ERF-Filter vor dem Teleskop, da tut es ein 1,25" UV/IR-Cut-filter vor dem Quark.

Damit kann man wirklich tolle Ergebnisse erzielen und muss sich nicht um die Gesundheit seiner Augen oder seines Equipments sorgen.
CS
Jürgen
 
Auch wenn dieser Thread schon ein paar Tage alt ist: Wir freuen uns, die oben erwähnte Broschüre nun zum Download bereitstellen zu können. Unter
steht das PDF zum Download bereit, ebenso wie einige Ergänzungen zu den Neuerungen der letzten 20 Jahre.

Danke fuers Hochladen! Ich habe die Broschuere heute noch und schaue auch noch manchmal rein :)


Diese Aussage(n) auf der Webseite stimmt(en) aber so nicht:

Der wichtigste Unterschied zu dem japanischen Titelbild unserer Broschüre ist wohl mittlerweile die Luftqualität: Beobachtungen der Sonnenprotuberanzen mit bloßen Augen, die – wie das Titelbild beweist – noch in den 1980ern gelegentlich möglich waren, gehörten bis vor Kurzem (siehe oben) in das Reich der Legenden. Immer engbandigere Filter sind notwendig geworden, um die Chromosphäre der Sonne zu beobachten. Zum Glück sind diese Filter nun auch für Amateure immer erschwinglicher geworden und bleiben nicht nur professionellen Sternwarten mit entsprechendem Budget vorbehalten.

Teil 3: Beobachtungen der Chromosphäre​


Am meisten hat sich bei der Beobachtung der Sonnenoberfläche im H-alpha-Licht getan. Die damals noch recht breitbandigen Filter, mit bis zu 10 Å Durchlassbreite, lassen sich mit der heutigen Luftverschmutzung nicht mehr verwenden.

Die Chromosphaere konnte man noch nie mit einem breitbandingen Filter beobachten (>1A), und Protuberanzen kann man auch heute noch mit einem 10 Å Filter problemslos an jedem klaren Tag sehen - natuerlich nur in Verbindung mit einem Protuberanzenansatz oder einem Koronagraphen.


Clear skies,
Klaus
 
Protuberanzen kann man auch heute noch mit einem 10 Å Filter problemslos an jedem klaren Tag sehen - natuerlich nur in Verbindung mit einem Protuberanzenansatz oder einem Koronagraphen.
Geht sogar auch ohne.
Ich und mein Bruder haben da mal einen Test mit einer PST Mod gemacht
Nur mit der Blockfiltereinheit und ERF allein ganz ohne das Etalon selbst waren Protuberanzen ganz klar sichtbar.
Ich glaub der Bandselektionsfilter hat um die 2 nm, also 20Å.

LG
Olli
 
Hallo zusammen,
ich bin relativ neu hier im Forum und bin gerade über diesen Beitrag gestolpert. Ich habe nicht alles ganz genau gelesen, aber ganz grundsätzlich ist die Beobachtung eine Frage des Kontrastes. Entweder wird die Sonne durch einen Berg abgedeckt, oder durch den Mond. Oder man hat eine Kegelblende, usw. Fotografisch ist Kontrast eine Frage des SNRs und der Schärfung, also der Kontrastanhebung auf kleinen Skalen.
Ich habe hier den Deep-Sky-H(a) Filter benutzt, 120 Ångström, also im Grunde nur ein schmalbandiger Rotfilter und die Baader Filterfolie.
8-proti.jpg

Schön geht anders, aber es ist etwas zu sehen.
Viele Grüße
ralf
 
Hallo zusammen,
ich bin relativ neu hier im Forum und bin gerade über diesen Beitrag gestolpert. Ich habe nicht alles ganz genau gelesen, aber ganz grundsätzlich ist die Beobachtung eine Frage des Kontrastes. Entweder wird die Sonne durch einen Berg abgedeckt, oder durch den Mond. Oder man hat eine Kegelblende, usw. Fotografisch ist Kontrast eine Frage des SNRs und der Schärfung, also der Kontrastanhebung auf kleinen Skalen.
Ich habe hier den Deep-Sky-H(a) Filter benutzt, 120 Ångström, also im Grunde nur ein schmalbandiger Rotfilter und die Baader Filterfolie.
Den Anhang 330960 betrachten
Schön geht anders, aber es ist etwas zu sehen.
Viele Grüße
ralf
Und Du bist Dir 100% sicher, dass Du da tatsächlich eine Protuberanz abgelichtet hast ??? Schade, dass wir kein Vergleichsbild aus der Region mit einem Lunt haben. Aber auf jeden Fall faszinierend … Hätte nicht gedacht, dass das funktioniert.

Gruß
Sascha
 
Hallo Sascha,
das ist schon ewig her und ich behaupte mal, dass das heute sogar besser geht. Ich musste damals die Proti ja erst einmal finden, d.h. ich habe sie zuerst auf den entsprechenden Webseiten gesucht und dann "blind" belichtet. Das Stacken war ein Problem, daran erinnere ich mich noch, da es keine/kaum Referenzstrukturen gab.
Das Experiment hatte ich gemacht, da ich von einer Führung bei den Profis gelesen hatte. Da wurde das Sonnenbild auf einen "Tisch" projiziert, der in der Mitte ein Loch hatte. Das Weißlicht fiel da durch und die Ränder wurden, nach einer gewissen Dunkeladaption, sichtbar.
Viele Grüße
ralf
 
Hallo,
bin gerade über diesen Thread gestolpert.
Ich muß ehrlich sagen, daß es für mich unbegreiflich ist, solche Experimente überhaupt ernsthaft in Erwägung zu ziehen.
Wenn ich Protuberanzen sehen oder aufnehmen möchte, dann verwende ich dafür ein geeignetes Equipment, das zwei Bedingungen erfüllt:
[…]
Hallo zusammen,

ich bin jetzt auch erst über Umwege auf den interessanten Thread gestoßen. Die Protuberanz an Rand des Horizonts zu sehen gleicht schon fast der Sichtung eines Einhorns :cool:

Hallo Jürgen,

danke, solche Warnungen kann man nicht oft genug aussprechen :y:
Allerdings relativiert sich die Gefahr, zumindest heutzutage, mit der Verwendung einer Spiegellosen Kamera erheblich.

CS & VG
Stefan
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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