Refraktor

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Re: Wo sind die guten Optiken? Es MUSS sie geben!

hallo Thomas,

ich weiss ja nicht mit welchen Fachbetrieben du arbeitest, aber meine Erfahrung mit deutschen Fachfirmen und CNCV Betrieben ist, das hunderstel mm stets deutlich überschritten werden , mal hackt dies, mal klempt das
 
Re: Wo sind die guten Optiken? Es MUSS sie geben!

Hallo Markus,

in Betrieben der Druckgusstechnik (ich habe in diesem Bereich gearbeitet) können Toleranzen von Tausendstel Millimeter darüber entscheiden, ob dem Bediener an der Maschine 600°C heisses Metall ins Gesicht spritzt oder nicht.

Und wenn er Glück hat, ist es "nur" flüssiges Aluminium.
Bei Magnesium dagegen braucht er sich noch nicht mal mehr warm anzuziehen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Ein Unternehmen, welches sich um seine Maschinen kümmert und sie nach Vorschrift wartet, hakt und klemmt auch nichts.
Klemmen und haken ist mehr ein Zeichen von ausgenudelten Maschinen in irgendwelchen Betrieben, die rein äußerlich mehr hermachen als die tatsächliche technische Leistung.

Aber lassen wir das... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Viele Grüße
Thomas
 
Re: Wo sind die guten Optiken? Es MUSS sie geben!

Ja, genau!

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Daher auch meine baumstammartigen Oberarme! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Grüße
Thomas
 
Re: Wo sind die guten Optiken? Es MUSS sie geben!

Thomas

sicherlich gibt es branchen wo solch ende Toleranzen absolut einzuhalten sind, schau dir aber deren Preise an. Eine solche Maschienenbaufirma wird dir keine Teile mit 40, 50 Euro stundenlohn fertigen, dort bezahlst du auch entsprechen mehr, diese preisstruktur passt aber nicht ind diese wie wir Sie bei Teleskope haben, sonst könnte niemand mehr die teleskope bezahlen, stimmts ?
 
Re: Wo sind die guten Optiken? Es MUSS sie geben!

Hi,

doch, das ist sogar ziemlich genau der Stundenlohn von einem Maschinenarbeiter in dem Laden, in dem ich gearbeitet habe. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Wenn Du die Maschinen hast, kannst Du das zu solchen Preisen machen.

Du MUSST es sogar so machen, wenn Du in Deutschland produzieren willst.
Amsonsten geht es ab nach Polen oder in die Tschechei, also bequeme LKW-Reichweite, obwohl das ganze durch die LKW-Maut ein anderes Preisgefüge bekommt...

Das ist alles eine Frage der Produktionsmenge, und inwieweit sich das ganze Produktionsgefüge automatisieren lässt.

Aber das alles nützt Dir nichts, wenn das Qualitätsmanagement Löcher aufweist, und auch schlechte Optiken durchschlüpfen.
Da müssen die Chinesen noch viel nacharbeiten, aber das ist nur eine Frage der Zeit, denke ich.


Viele Grüße
Thomas
 
Re: Wo sind die guten Optiken? Es MUSS sie geben!

Thomas

wünsch den Chinesen nicht allzuviel Glück, denn sonst fallen wir alle bald unter Harz IV, kein Scherz
 
Re: Wo sind die guten Optiken? Es MUSS sie geben!

Hallo Thomas!
Da muß man dir leider widersprechen. Eine Gaussche Fehlerverteilung zwischen guten und schlechten Optiken gäbe es nur, wenn ein Faktor oder Messwert durch Zufallsstreuung über gut und schlecht entscheiden würde. Da es aber sehr viel mehr Möglichkeiten zum schlechtmachen als zum gutmachen gibt (genau eine!) ist eine Glockenkurve nicht möglich.
Ergebniss: es gibt so halt mäßige, einigermaßen mäßige und S..mäßige Spiegel.

Klaus
 
Re: Wo sind die guten Optiken? Es MUSS sie geben!

Hallo,

naja, das seh ich anders.
Wenn Du in der Technik die Möglichkeit hast, etwas schlecht zu machen, hast Du auch die Möglichkeit, etwas gut zu machen.

Viele Grüße
Thomas
 
Re: Wo sind die guten Optiken? Es MUSS sie geben!

Zeigt sich leider in der täglichen Praxis der Qualitätssicherer (so wie bei mir):
Ein Fass Jauche mit einem Glas Wein drin ist immernoch Jauche.
ein Fass Wein mit einem Glas Jauche ist dummerweise auch Jauche.

Um ein Produkt fehlerlos zu machen, müssen gleichzeitig alle toleranten Werte im zufällig optimalen Bereich anfallen, was nicht die gleiche Wahrscheinlichkeit aufweist wie die Kombination aus verschiedenen Toleranzausschöpfungen.

Klaus
 
Re: Wo sind die guten Optiken? Es MUSS sie geben!

Hallo,

das würde also bedeuten, dass TMB im Verhältnis gesehen genausoviele schlechte Optiken herstellt wie die Chinesen?

Denn diese Aussage

Um ein Produkt fehlerlos zu machen, müssen gleichzeitig alle toleranten Werte im zufällig optimalen Bereich anfallen, was nicht die gleiche Wahrscheinlichkeit aufweist wie die Kombination aus verschiedenen Toleranzausschöpfungen.

muss ja Allgemeingültigkeit haben.

Oder sehe ich das falsch?

Grüße
Thomas
 
gute Optik = minimierte Fehler

Hallo Klaus,

Um ein Produkt fehlerlos zu machen, müssen gleichzeitig alle toleranten Werte im zufällig optimalen Bereich anfallen, was nicht die gleiche Wahrscheinlichkeit aufweist wie die Kombination aus verschiedenen Toleranzausschöpfungen.
genau so ist das!Das pefekte Produkt hat eine Gesamtfehlersumme von Null.
Das zu erreichen ist fast unmöglich,sich dem Ideal zu nähern immer noch
sehr sehr schwierig.
Je komplexer ein Produkt ist desto größer die Anzahl Fehlermöglichkeiten
und damit der Fehlerwarscheinlichkeiten.

Eine einzige Linse kann:
- aus der falschen Glassorte hergesellt sein
- aus der richtigen Glassorte,deren Schmelze aber vom in die Optikrechnung
eingegebenen Wert abweicht.
- auf beiden Flächen nicht auspoliert sein
- auf einer Fläche nicht auspoliert sein
- auf einem Teil einer Fläche nicht auspoliert sein
- einen Keilfehler aufweisen
- schlieren im Glas aufweisen
- im falschen Abstand zur zweiten Linse stehen
- einen Muschelbruch aufweisen
- in der Fassung verkippt sein
- mit dem ganzen Objektiv verkippt eingebaut sein
- statt vorne hinten eingebaut werden
- weitere denkbare Fehler ....

Sehr gut kan das Objektiv nur dann sein wenn jeder einzelne dieser Fehler
vermieden wurde.Dazu kommen weitere Fehlermöglichkeiten am Rest des Teleskopes.

MfG,Karsten
 
Re: Wo sind die guten Optiken? Es MUSS sie geben!

Hi Thomas,
tun sie vielleicht auch, allerdings von einem anderen Ausgangsniveau aus.
Ist es nicht denkbar, das der Tophersteller 0,95 Strehl als Durchschnittslevel produziert, währenddessen die Kollegen in China etc Ihre Produktion auf 0,8 Strehl ausgerichtet haben.
Dann ist im Maßstab des Topherstellers ein 0,9 Strehl Exemplar schon ne Gurke, obwohl es absolut gesehen immer noch ein gutes Gerät ist.
Bei den Massenherstellern aus Fernost dagegen kommt dann ein Gurke mit 0,7 Strehl daher, was absolut gesehen eben dann auch nicht mehr wirklich zufriedenstellend ist.

Evtl aufgrund unterschiedlicher Produktionsverfahren und -standarts ist das entsprechend anders ausgelegt, was zur Folge haben könnte, daß auch die Streuung anders sind. Auch spielen da noch andere Dinge, wie z.B. Endkontrolle im Werk und auch die Kollegen Händler mit.
Ich denke dort unterscheidet sich dann der Händler und auch die Teleskopmarke.
Eine Topfirma z.B. wird "mißratene" Produkte gar nicht erst herausgeben, man hat einen Ruf zu verlieren. Insofern wird man da keine Gurken bekommen.
Fa Chingchangchong hingegen will den Massenmarkt bedienen und nimmt auch aus Kostengründen billigend in Kauf, das die Möglichkeit besteht, das Gurken in den Umlauf kommen und macht es damit wett, direkt Erastz zu stellen; wenn sein muß so lange bis der Kunde zumindest die beworbenen Spezifikationen erhält.
Beides wäre gangbare Philosophien, halt mit unterschiedlichen Ansätzen.

So wäre m.E. zu erklären das es auch hier und da mal top Optiken von Chingchangchong gibt, aber auch einige unbrauchbare, während die Masse die beworbenen Spezifikationen erfüllt, was absolut gesehen ne gute aber keine Topoptik ist. Auch würde es zumindest ein Teil des Aufpreises für Topmarkengeräte erklären.

Ich meine so könnte es sein. Wobei ich gleich vorbeugend dazu sagen möchte, das dies nichts als reine Spekulation ist. Ob es wirklich so ist, kann ich nicht beurteilen.
CS

 
Re: Wo sind die guten Optiken? Es MUSS sie geben!

Hallo

Ich möchte dazu auch noch etwas beisteuern, woraus ersichtlich wird, worauf es ankommt.
Ich will aus Bernhard Schmidts Biografie etwas entlenen.
Für Außenstehende erschien Schmidts Schleifausrüstung primitiv, doch lag gerade in dieser Einfachheit ein Schlüssel zur Vollkommenheit seiner Werke: Spiegel und Objektive Schleifen war bei ihm keine Arbeit für Schleifautomaten, sondern es war Aufgabe für Körper und Geist und Sinne. "Meine Hand ist empfindlicher als die meisten Fühlhebel, wenn die Hand Reibung spürt, dann muss man alsbald aufhören, bis die Temperatur wieder ausgeglichen ist. Die Maschine spürt die Fehler nicht, sondern poliert sinnlos weiter. Die Reibungsstelle erwärmt sich und erhebt sich hierdurch, der Fehler wird ständig größer".
Schmidt schliff oft Tage und Nächte durch. Der Grund so er meinte,"Spiegel müssen über Nacht auf einmal poliert werden, weil die Temperatur am wenigsten wechsle"
Wer dieses Buch gelesen hat, dem wird klar das ein perfeckter Spiegel oder Objektiv ein Kunstwerk ist und keine Massenwahre aus Fernost sein kann!
Wer China Wahre kauft, kann nicht den Anspruch auf Vollkommenheit erheben. Man vergleiche nur einmal die Preise von anderen Anbietern.

Hier noch ein schönes Zitat von Karl Schwarzschild:

"Objektive sind Kunstwerke, und man vergleicht sie am besten mit Kunstwerken. Derselbe Unterschied wie zwischen einem Bild von Rembrandt und einem Bild aus der Schule Rembrandts besteht zwischen einem Objektiv, das von einem Künstler gemacht ist, und einem, das aus einer Werkstatt hervorgegangen ist."

Ich finde das ist sehr treffend vormuliert!

Gruß Uwe
 
Re: Wo sind die guten Optiken? Es MUSS sie geben!

Ich finde das ziemlich esotherisch. Ich will gar nicht über Schmidt und andere Meister ihres Handwerks urteilen, aber es gibt auch jede Menge Beispiele für bessere Produkte aus maschineller Fertigung. Die von Dir verwendeten Zitate sind mir deutlich zu allgemein gehalten.

zzzip
 
Re: Wo sind die guten Optiken? Es MUSS sie geben!

Hallo Thomas!
Eigendlich hast du recht. Die Qualitäten der Tophersteller schwanken auch.
Aber: Wie schon die anderen aussagten, auf einem anderen Niveau. Die Kunst der Minimierung der Toleranzstreuung liegt in der Optimierung aller Fehlerquellen, die in die Gesamtqualität eingehen (Fehlerfortpflanzung! für die Studenten).
Mögliche Quellen für Fehler (hier gemeint als Serienstreuung) liegen zum Beispiel in den Fertigungsprozessen, der Entwicklung und den Randbedingungen, der Montage aber auch, ganz wichtig, der Auswahl der Rohstoffe; sogar Lagerung und Transport spielen eine Rolle.
Die Qualitätskontrolle des Endproduktes selbst spielt witzigerweise nur eine untergeordnete Rolle, sie kann eigendlich nur der Optimierung der anderen Parameter beratend zur Seite stehen. Deklariert sie die Hälfte der Produktion als Ausschuß, stehen alle bald ohne Arbeit da denn das ist noch nicht mal in China finanzierbar. Also kontrolliert sie, ob die vorgegebenen selbstgesteckten Toleranzbereiche eingehalten werden und fängt Einzelausreißer. Ein Produkt direkt verbesseren kann sie nicht. Normalerweise wird keine minderwertige Qualität angestrebt, aber billigend in Kauf genommen.
Hersteller, die in der ersten Liga der Qualität spielen wollen, treiben einen gewaltigen Aufwand um die einzelnen Faktoren in den Griff zu bekommen. Dies kann bis zum Kollabieren des Systems getrieben werden, da die Kosten der Fehlerminimierung schnell astronomische Größenordnungen annehmen und das Produkt dank der Perfektion nicht mehr verkäuflich ist.
Umgekehrt können Produkte mit großer Streubreite unverhältnissmäßig billig hergestellt werden. Übrigens: falls jemand annimmt, das NO-Name-Ware aus einem Werk sicher das gleiche wie die Markenware ist, siehe oben!!

Ergo: Die Guten schwanken auch, aber erträglich.Der Trick ist, das Gleichgewicht zu finden.

Qualitätssichernde Grüße!
Klaus

ps: Der fehlende Bezug zu Fernrohren ist Absicht. Dies gilt für Brot, Backsteine, Autos und Fernrohre.
 
Re: Wo sind die guten Optiken? Es MUSS sie geben!

Hallo zzzip

Ich weis nicht was du an meinem poasting esotherisch findest?
Sicher stammt es aus einer anderen Zeit, doch zeigt es das zu einem perfeckten Spielgel oder Objektiv, Können, Erfahrung und Geschicklichkeit bedarf.
Sicher kann man und brauch man, dass auch nicht auf unsere hoch technologiesierten Zeit so übertragen, doch glaube ich für den letzten Schliff und sei es nur bei der Endkontrolle braucht man einen erfahrenen Meister seines Fachs.
Herr Laux schreibt auch in Astrooptik, um einen nahezu theoretischen Korrektionszustand bei einem System zu ereichen, bedarf es der Industriellen Fertigung, langjährige erfahrung der Mitarbeiter sowie ein hoher Prüfaufwand, dass spielt die entscheidende Rolle.
Das dass alles bezahlt sein will ist ja klar.
Ich denke gerade bei der Erfahrung und beim Prüfen liegt der Hund begraben, dass kostet nämlich Geld.
Ich glaube nicht das die Chinesen einen so großen prüfaufwand betreiben.
Da wird nicht so viel gemessen, ich meine weniger das Endproduckt als wärend des Fertigungsprozeses bei Zeiss oder TMB usw wird eine Linse viel eher wieder in den Fertigungsprozess wandern als bei den Chinesen. Deshalb haben sie auch eine größere Streuung.
Weltfremd finde ich eher die ganzen Theorieenreiter die sich an jeder Mathematischen spitzfindigkeit hochziehen und nur noch am Zitieren sind!
Die schaden manchmal mehr als das sie nutzen. Die sind daran schuld, dass jeder glaubt er bekomme für ein Apfel und ein Ei ein Prazisionsinstrument ala Zeiss.
Das führt auch dazu das die Erwartungen völlig überzogen sind, jeder pocht auf einen 8" mit Strehl 0.99 für 298 Euro.
Jeder glaubt auch das er sowas bekommt vor allem ein Anfänger.
Was die Chinesen können habe ich schon selbst festgestellt als ich mir einen TS 127/1200 zulegte, was ja hier im Forum ein anstösiges Instrument ist und dank Beugungsbegrenzter Qualitätsoptik ala Newton zu garnix taugt.
Wie mir ja auch schon weis gemacht worden ist, taugt das Instrument auch nicht zur H-Alpha beobachtung. Im Weißlicht und an denn Planeten, ist ja nur der blaue Farbsaum zu sehen.
Doch leider muss ich die Theorieenreiter enttäuschen, dass Instrument zeigt im H-Alpha und im Unigraphenansatz bei 250 fach Messserscharfe Protubis.Sonne und Mond konnten schon ohne schärfeverlußt bei 291 fach beobachtet werden.
Also ich bin alles aber kein Esotheriker, glauben tun eher die Theorienreiter.

Gruß Uwe
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Boardgeschichten

Hallo Uwe,

nö,an den überzogenen Erwrtungen sind meiner Ansicht nach die vollmundigen
Händleraussagen schuld.Da wird gar ein billiger Katadioptischer Newton über
alle Maßen gepriesen.
Dann veröffentlicht man noch I-Gramme einiger besonders gelungener Spiegel
und erweckt dadurch die Illusion,alle Spiegel seien so gut.

Dazu kommt noch,daß selbst viele Händler keinen blassen Schimmer davon haben
wie Farblängsfehler und Sphärochromasie beim FH zusammenhängen,ja sogar
mancher Optiktester kommt da auf theoretische Abwege.

Dann gibt es noch User die sehen beugungsbedingten Schärfeverlust selbst dann
nicht wenn sie weit jenseits der Auflösungsgrenze beobachten.Alle spammen dann
munter in den Boards herum,die "Theoretiker" mischen munter mit,die Einschaltquote
steigt und die Show rotiert auf vollen Touren...

MfG,Karsten
 
Re: Boardgeschichten

Hallo Karsten

nö,an den überzogenen Erwrtungen sind meiner Ansicht nach die vollmundigen
Händleraussagen schuld.Da wird gar ein billiger Katadioptischer Newton über
alle Maßen gepriesen.
Dann veröffentlicht man noch I-Gramme einiger besonders gelungener Spiegel
und erweckt dadurch die Illusion,alle Spiegel seien so gut.

da hast du meine 100% Zustimmung ich war auch mal so doof und habe geglaubt ich bekomme etwas gescheites für mein Geld <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" />
Heute braucht man entweder Geld, Glück, oder Vitamin B, oder einen guten Händler, um was gescheites zu bekommen.

Gruß Uwe
 
Re: Wo sind die guten Optiken? Es MUSS sie geben!

Nimm's bitte nicht persönlich, denn eigentlich ist mir dieser Punkt gar nicht wichtig, sondern mehr Ausdruck meines Eindrucks beim Lesen Deines Postings.

Der kompetente Optikermeister wird vermutlich bei der Endkontrolle u.a. ein Interferometer verwenden, dass von Leuten erfunden und konstruiert wurde, die sich den ganzen Tag an mathematischen Spitzfindigkeiten hochziehen. Auch Bernhard Schmidt wird nicht lustig 'drauflos geschliffen und poliert haben und hatte plötzlich eine Schmidtplatte in der Hand, sondern der Mann hat die Theorie sehr gut verstanden und aus diesem Verständnis heraus hervorragende Anwendungen geschaffen.

Schau Dich mal bei Astro-Physics um, oder vielleicht auch besser nicht. Die stellen deutlich heraus, dass sie die besten Maschinen verwenden.

zzzip
 
Hallo,

DeepSky mäßig ist der 6" Refraktor der totale Looser im Vergleich zum 8" Newton. Zur Verifizierung
dieser Aussage einfach mal ein paar Kugelsternhaufen beobachten, dann ist das Thema durch.
Auch bei Planeten ist der Newton einfach besser, da auch da die zusätzliche Auflösung und auch
die farbreine Abbildung klare Vortiele bringt. Es ist bloß schwieriger das Maximum aus einem
Newton rauszuholen. Dazu braucht man eine gute Innenschwärzung, eine Lüftung, um das Tubusseeing zu
minimieren und eine sehr gute Kollimation der Optik. Dann ist der Newton nicht zu schlagen. Ach ja,
f/6 oder mehr sollte der Newton schon haben.
 
hi,

>DeepSky mäßig ist der 6" Refraktor der totale Looser im >Vergleich zum 8" Newton. Zur Verifizierung
>dieser Aussage einfach mal ein paar Kugelsternhaufen >beobachten, dann ist das Thema durch.
>Auch bei Planeten ist der Newton einfach besser

Dazu fallen mir nur die Worte eines Freundes ein, Besitzer eines guten 8" Dobson, als er zum erstenmal durch mein mini Röhrchen mit schlappen 4" Saturn gesehen hatte: "BOOOAAAAHHH am Planeten ist dein Apo meinen 8Zoll voll überlegen" Zitat Ende...

Nix für ungut <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Hallo,

ja nee is klar, und Physik ist was für Gläubige und Formeln lügen sowieso!
 
Hi!

Nö, ich mache es mir nicht einfach. Du machst es den anderen zu schwer. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Darauf will ich hinaus:

1.) Justieren ist zwar ab und zu nötig aber erst wenns übel wird und
das ist selten. Wie ich schon sagte in 6 Jahren einmal erlebt.
2.) Wie Larry schon sagte, reicht es Pi mal Daumen.
3.) Und justieren ist babyeinfach, kickyleicht, Peanuts und so
keines Wegs ein Grund von einem Newton abzuraten.

Was die Chinesen angeht:
Ja, diese Refraktoren können in der Linsenfassung schon mal öfter die
Fassung verlohren haben und das zu justieren ist dann kein Kinnerkram mehr.
Da musste richtig nachdenken und zarte Finger haben.

Ich persönlich würde den Anfänger nach seinem Geldbeutel fragen bevor ich
ihm was rate.
Wer nichts ausgeben will der landet unweigerlich im unteren Segment und
da ist es eigentlich egal was er nimmt. Aber immer würde ich zu
Öffnungsverhältnissen ab f/7 beim Newton und mind. f/10 beim Refraktor (FH) raten.

Grüße

Sabine



 
bitte vielmals um Entschuldigung, aber das Bild am Planeten ist halt leider schärfer und kontrastreicher gewesen. Wie gesagt, die Aussage stammt nicht von mir, sondern von jemandem der einen 8" Newton besitzt. Kann ich auch nichts dafür.
Deepskymäßig sieht die Sache natürlich anders aus, das ist auch völlig logisch, da geb ich dir recht.

Und dass das Bild im Apo am Planeten besser ist, ist auch physikalisch bedingt, Beim Netwon musst du kontrastmäßig den Lichtverlust des Hauptspiegel, den Fangspiegel und die Fangspiegelspinne abziehen, dazu kommt noch mehr oder weniger (in diesem Fall war es weniger) Tubusseeing berücksichtigen. Dann schmelzen die 8" ganz schön dahin. Beim Refraktor (wohlgemerkt es muss ein guter sein) bleiben von 102mm durchaus 98 oder gar 100mm übrig. Auch hier muss man ja den Verlust durch die Glasluftflächen berücksichtigen.
Zumindest so hat es mir ein gewisser Herr Birkmaier erklärt, ich weiß ja nicht ob dieser Name dir geläufig ist.

clear skys
 
Hallo Saturntobi!

Beim Netwon musst du kontrastmäßig den Lichtverlust des Hauptspiegel, den Fangspiegel und die Fangspiegelspinne abziehen,
Kontrast hat mir Lichtverlust überhaupt nichts zu tun.

Mag schon sein, dass Dein 4" Refri den Newton Deines Freundes getoppt hat. Aber woher wissen wir, ob der Newton Deines Freundes nicht eine Obergurke war? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />


Gruß Harald
 
Hallo Saturntobi,
Dazu fallen mir nur die Worte eines Freundes ein, Besitzer eines guten 8" Dobson, als er zum erstenmal durch mein mini Röhrchen mit schlappen 4" Saturn gesehen hatte: "BOOOAAAAHHH am Planeten ist dein Apo meinen 8Zoll voll überlegen" Zitat Ende.
genau diese Worte outen deinen Freund als Einsteiger.Um mich nicht dauernd
zu wiederholen sag ichs mit den Worten von Antonius:
Auch bei Planeten ist der Newton einfach besser, da auch da die zusätzliche Auflösung und auch
die farbreine Abbildung klare Vortiele bringt. Es ist bloß schwieriger das Maximum aus einem
Newton rauszuholen. Dazu braucht man eine gute Innenschwärzung, eine Lüftung, um das Tubusseeing zu
minimieren und eine sehr gute Kollimation der Optik. Dann ist der Newton nicht zu schlagen. Ach ja,
f/6 oder mehr sollte der Newton schon haben.
Er hat auch alle wichtigen Punkte genannt die ich selbst immer geradezu
gebetsmühlenartig wiederhole.

Ich selbst habe den direkten Vergleich 4" f/8 TMB zu 8"f/6 selbstbau-Newton gemacht.
Da kann der kleine APO nicht mit.Im direkten Vergleich bei gutem Seeing war
der kleine APO einfach erbärmlich leistungsschwach.Es fehlte Licht und
Auflösungsvermögen.Für sich allein betrachtet war der 4" natürlich Klasse.

MfG,Karsten
 
Aaaalso um es mal zusammenzufassen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> :


Die Frage nach Physik und Formeln scheint gelegentlich praktische Erfahrungen wegzudogmatisieren. Wobei dann andere "Physik" (umgebende Bedingungen) und Biologie (Augen etc.) gerne ausser Acht gelassen werden. Naja!

Bewertet einer den 4" Apo am Planeten besser, als in einem guten 8er Dobson, haben wir es mit einem Anfänger zu tun ... Aha!

Wenigstens wird zugegeben, dass es sehr viel schwieriger ist, aus einem Newton das Optimum rauszuholen (siehe Antonius). Ob dann allerdings "der Newton nicht zu schlagen ist, verbleibt im Reich diesem System wohlwollender Spekulation. Zudem eine solche Pauschale relativ gewagt ist und von entwicklungsfähigen Kenntnissen der Materie zeugt. Denn, ja nach Anwendungs- etc. -zweck hat - wider Erwarten - sogar der Newton nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" /> Da brauch ich mich dann ja auch nicht gebetsmühlenartig zu wiederholen; diese Erkenntnis sollte dann aber auch den Anfängern ehrlich geschildert werden.

Und natürlich, was nicht sein darf (also, dass das Planetenbild im 4er Apo besser ist, als im 8er Newton), ist auch nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />

Nun denn ...

Gruss und endlich wieder klare Himmel, Hannes
 
na das wird wohl wieder ein endlos-Thread...

um eines klar zu stellen: Ich bin ausdrücklich KEIN Apo- oder Linsenfanatiker!!!

Ich kann nur den Vergleich wiedergeben, den ich selbst beobachtet habe. Das Bild im Netwon war unschärfer, weniger Kontrast, und dadurch weniger Details. Das hat mit Anfänger oder Profi nichts zu tun. Obs ne Obergurke ist, wage ich zu bezweifeln. Soviel vertrauen hab ich zu ICS durchaus...
Klar, in einem Edelnewton wie Martin Birkmaier sie baut, hätte der Vergleich sicher anders ausgesehen.
Ich hatte auch schon einen Vergleich mit einem anderen 8Zoll Newton mit 1500mm, also doppelte Brennweite wie mein Refraktor. Und hier war das Bild in etwa gleich...
Bei sehr sehr guten Bedingungen wird ein ordentlicher Newton da aufholen können.
Wie dem auch sei, jeder soll mit dem glücklich werden was er möchte...

Klaren Himmel
 
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